Abschlußtabelle und Anmerkungen

So, das war es nun für diese Saison, für insgesamt gute drei Monate. Der letzte Spieltag hat erneut das bestätigt, was man in einer vorherigen Statistik bereits zum Ausdruck brachte und ebenfalls in den Empfehlungen für die over/under Wetten anmerkte: es fallen mehr Tore als gewöhnlich. Das Wetter, die teilweise euphorischen Fans, die einfach nur feiern wollen, und die bereits erreichten oder verpassten Saisonziele spielen die entscheidende Rolle, dass Defensivtaktik oder Abwehrarbeit nicht mehr groß geschrieben wird. Nun ja, man erfreut sich daran, man behält so die Bundesliga über diese Wochen und Monate in guter Erinnerung und freut sich auf die kommende Saison. Weiterlesen

Reportage Highlights: 1) Eine Livewette

Marcel Reif, der König der Reporter, hat sich den Leckerbissen Schalke gegen Dortmund als Livespiel natürlich nicht nehmen lassen. Für ein paar Minuten anfangs des Spiels gelingt es ihm sogar, dem Zuschauer vorzugaukeln, dass er für heute einmal Freude an dem Spiel haben könnte und bereit wäre, diese dem Zuschauer zu vermitteln. Wie gesagt, für ein paar Minuten. Sehr bald verfällt er wieder in den gewohnten alten Tonfall des ständig Belehrenden, dabei durchgehend Unzufriedenen.

Weiterlesen

Platz 2+3 nach dem 31. Spieltag

Die direkte Champions League Quali über Platz 2 und 3

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung nach dem 31. Spieltag aus Computersicht

Mannschaft

Anzahl 2. Plätze in 5000 Simulationen

Anzahl 3. Plätze in 5000 Simulationen

Summe der Plätze 2 u. 3

2. Plätze in Prozent

1

FC Bayern München

4974

11

4985

99.70%

2

FC Schalke 04

11

4098

4109

82.18%

3

Borussia Mönchengladbach

0

889

889

17.78%

4

Borussia Dortmund

15

0

15

0.30%

5

VfB Stuttgart

0

2

2

0.04%

200.00%

Doch ein paar interessantere Entwicklungen, jedoch ist ganz klar, dass man ab der nächsten Saison alle 4 Plätze aufnehmen muss, also sowohl den 1. mit als auch den 4. Stuttgart mit der Minimalchance für die direkte Quali zur CL, aber insgesamt mit weiteren 105 Malen(von 5000) auf Platz 4, was weiteren 2.1% entspricht, in denen sie Gladbach oder Schalke den (4.) Rang noch ablaufen. Schalke ist davon 8 Mal betroffen, Gladbach 99 Mal, in denen sie nicht einmal Rang 4 erreichen, was Stuttgart seine akkumulierten Chance gibt.

Bayern ist nur immer dann nicht dabei (in dieser Statistik), wenn sie den Titel holen, also sind sie doch sicher in der Königsklasse, die 99.7% eher verwirrend.

Die Chancenveränderungen durch die Ergebnisse des 30. + 31.  Spieltag

Mannschaft Gewinn/Verlust absolut gegenüber vorherigem Spieltag Gewinn/Verlust in Prozent
1 FC Bayern München 1691 33.82%
2 Borussia Mönchengladbach 603 12.06%
3 VfB Stuttgart 2 0.04%
17 FC Schalke 04 -598 -11.96%
18 Borussia Dortmund -1698 -33.96%
0 0.00%

 

Bayern wird hier als klarer Gewinner ausgewiesen, wobei sie ihre Chancen fast ausschließlich aus den eingebüssten Titelchancen rekrutieren. Umgekehrtes gilt für Dortmund. Die Verschiebung bei Gladbach und Schalke ist realistisch, Stuttgart ist hinzugekommen.


Punkt-/ Torerwartungen & Abweichungen nach 31. Spieltag

Team Name Punkterwartung Punkte erzielt Abweichung Abweichung absolut
1 Dortmund 62.98 72 9.02 9.02
2 M’Gladbach 47.02 56 8.98 8.98
3 Schalke 50.49 57 6.51 6.51
4 VfB Stuttgart 45.01 49 3.99 3.99
5 FC Augsburg 29.71 33 3.29 3.29
6 Nürnberg 35.18 38 2.82 2.82
7 Hannover 96 42.03 44 1.97 1.97
8 SC Freiburg 34.19 36 1.81 1.81
9 Hoffenheim 40.15 41 0.85 0.85
10 VfL Wolfsburg 41.57 40 -1.57 1.57
11 FSV Mainz 05 40.03 37 -3.03 3.03
12 Hamburg 37.51 34 -3.51 3.51
13 Bayern 67.94 64 -3.94 3.94
14 Werder 46.03 42 -4.03 4.03
15 1.FC Köln 33.62 29 -4.62 4.62
16 Leverkusen 49.76 45 -4.76 4.76
17 Hertha BSC 36.71 28 -8.71 8.71
18 Kaiserslautern 32.78 20 -12.78 12.78
-7.71 86.17
ø Abweichung 4.79

Erneut eine Wachablösung an der Spitze! Die Dortmunder übernehmen wohl allmählich in allen Kategorien die Führung? Die Aussage dieser Führung ist die: die Überraschungsmannschaft in dieser Saison (in positiver Hinsicht) ist Borussia Dortmund. Kann man sich damit anfreunden? Oder würden die währen Propheten, welche schlichtweg die Ereignisse abgewartet haben, nun sagen: „Wieso, der alte Deutsche Meister steht wieder auf Platz 1 und wird wohl wieder Meister werden. Und das soll eine Überraschung sein? Nein, das finde ich nicht.“

Nun ja, den gleichen Platz wie im letzten Jahr zu belegen ist die eine Sache, die Punktausbeute, die dazu erforderlich war – mit der für Bundesligaverhältnisse einmaligen Serie von 25 ungeschlagenen Spielen – die andere. Und diese ist einfach nur gigantisch. Außerdem darf man ja sehr wohl fragen: wer sollte den ersten Rang den sonst einnehmen, wer hat einen außer der Borussia, jener aus Dortmund, denn noch so übermäßig überrascht? Das Problem, welches die andere Borussia hat, ist dieses: nach dem großartigen Start in diese Saison mit baldiger Einnahme einer Position weit vorne in der Tabelle sind die Erwartungen gestiegen. Nicht aber jene des Umfeldes – zumindest sind diese hier weder gemeint noch gemessen – sondern jene des Computers. Insofern haben sie in den letzten Monaten diese hohen Erwartungen, durch die überragenden Ergebnisse erzeugt, nicht ganz erfüllen können, dementsprechend sind sie in dieser Rangliste abgerutscht.

Schalke hingegen, nach Spieltag 29 vorne, hat das Problem, gegen Dortmund etwas Pech gehabt zu haben und auch das andere Spiel in Nürnberg verloren zu haben. Soll man nach zwei Niederlagen in Serie einfach so auf 1 auftauchen? Nein, das wäre auch nicht ganz richtig. Also es bleibt niemand außer Dortmund. Die Tabelle stimmt schon irgendwie.

Ganz hinten tatsächlich die Beiden, die auch in der realen Tabelle ganz hinten liegen. Dies ist insofern richtig, als beide in letzter Zeit so schlecht (erfolglos sagt man besser) gespielt haben. Sie waren zuvor zwei in einer Gruppe, gleichauf mit den anderen, nun sind sie weit zurückgefallen. Anders wäre es, wenn sie von Anfang an hinten gewesen wären.

Bayern durch den einen Punkt aus zwei Spielen inzwischen auf 13, wenn sie jedoch 4 Punkte geholt hätten, wären sie fast im (Computer-)Soll.

Augsburg auf 5, auch das macht Sinn, und Stuttgart sogar auf 4, was natürlich an der hervorragenden Serie liegt, die ja in dem Sinne unerwartet kam, dass sie nicht vom Computer vorhergesehen werden konnte, insofern einen riesigen Zugewinn ergab, aufgrund der gedämpften Erwartungen.

Die Torerwartungen und die Abweichungen

Team Name Torerw. Tore erzielt Gegentore erwartet Gegentore kassiert Summe der Abweichung
1 M’Gladbach 44.49 46 38.29 22 17.80
2 Dortmund 56.59 69 25.58 23 14.99
3 VfB Stuttgart 48.88 59 45.70 41 14.82
4 Schalke 49.35 66 37.41 41 13.06
5 Bayern 68.43 69 26.38 20 6.95
6 FC Augsburg 29.32 34 49.05 48 5.73
7 FSV Mainz 05 42.69 47 47.62 48 3.93
8 Nürnberg 34.59 33 46.25 42 2.66
9 Hoffenheim 39.61 38 43.98 40 2.38
10 SC Freiburg 38.00 41 52.43 56 -0.58
11 Hannover 96 41.99 39 43.42 43 -2.57
12 Leverkusen 49.75 46 39.32 43 -7.43
13 Werder 49.66 45 45.25 50 -9.41
14 VfL Wolfsburg 42.86 42 45.67 56 -11.19
15 Kaiserslautern 32.30 19 47.28 46 -12.02
16 Hamburg 40.16 34 48.83 55 -12.33
17 Hertha BSC 39.11 34 49.06 57 -13.06
18 1.FC Köln 40.24 36 56.49 66 -13.75
788.02 797 788.02 797 0.00

Tore ø erwartet:

Tore ø erzielt:

ø Abweichung

2.82

2.86

 9.15

Hier doch Gladbach wieder vorne. Sie haben nun einmal ein phantastisches Torverhältnis und das schlägt sich hier nieder. Aber Dortmund auch in dieser Tabelle schon auf 2, kein Wunder mit Siegen über Bayern und Schalke, Letzteres gar auswärts. Stuttgart auf 3, mit knappem Rückstand, und selbst die Bayern sind ziemlich vorne, was ein weiteres Mal belegt, dass sie gar nicht so schlecht spielen, ihre Tore nur etwas ungünstig verteilt haben.

Werder, Leverkusen, sogar Hannover hier in der unteren Hälfte, was mit den schlechten Torverhältnissen zusammen hängt. Ganz hinten hier mittlerweile Köln, von denen man ja in letzter Zeit häufig hören musste, dass sie die schlechteste Abwehr der Liga haben und dass sie häufig nach einem Gegentor zusammenbrechen. Auch das macht Sinn. Der HSV auf 16 und Lautern auf einem vertretbaren 15. Platz, was so viel bedeutet, dass zwar oftmals herausgestellt wird, dass sie keine Tore erzielen können, jedoch nie positiv erwähnt wird, dass sie auch kaum welche kassieren. So schlecht sind sie also gar nicht und dieses, wie so viele andere Dinge auch, sind dem Zufall geschuldet, der immer seine Finger im Spiel hat.

Torerwartungen und Festlegung für den 32. Spieltag

Heim Auswärts Summe Performance
Mainz Wolfsburg 2.01 1.27 3.28 0.19
Hoffenheim Leverkusen 1.33 1.23 2.56 0.29
Werder FC Bayern 1.01 1.76 2.77 -0.10
Hertha Kaiserslautern 1.52 0.71 2.23 0.03
Nürnberg HSV 1.44 1.02 2.47 0.10
FC Köln Stuttgart 1.42 2.28 3.71 0.36
Dortmund Gladbach 1.74 0.70 2.45 0.02
Augsburg Schalke 04 1.16 1.51 2.67 0.20
Hannover Freiburg 1.88 1.16 3.04 -0.17
13.52 11.65 25.17
Erwartete Torsumme Erwarteter Toreschnitt
25.17 2.80

Trotz des bisherigen Toreschnitts von 2.86 Toren pro Spiel liegt der erwartete Wert nur bei 2.80 Toren für diesen Spieltag. Es liegt vermutlich an den speziellen Paarungen, die dafür sorgen können, dass es ein wenig gedämpft wird. Ein „over“ gibt es wohl ganz klar in Mainz, da die Performance mitspielt. Noch besser sieht die Partie in Köln in diesem Sinne aus. 3.17 Tore, plus 0.36 Tore in der Performance – da wird mit Sicherheit jedes „over“ angezeigt sein, und es kann auch guten Herzens empfohlen werden Stuttgart fliegt derzeit und wird jetzt kaum nachlassen, zumindest nicht in den Bemühungen. Theoretisch geht sogar noch Rang 4 (oder 3), und Platz 7 ist noch lange nicht gesichert. Andererseits denkbar, dass Köln auf Ergebnis spielt, das heißt, dass sie ein wenig verhaltener, defensiver spielen könnten, obwohl dies nicht unbedingt zu Interimscoach Frank Schäfer passt.

Unders“ gibt es vor allem in Berlin, was jedoch neuerlich nicht unbedingt empfohlen wird. Lautern ist so gut wie weg, vielleicht spielen sie einfach so, aus Freude am Fußball, offensiv, und selbst wenn Hertha nur die Punkte braucht, egal wie (also auch mit einem 1:0 wären sie total zufrieden), ist das „under“ nicht empfohlen.

Ein „under“ könnte es hingegen in Dortmund geben. Gladbach hat die zweitbeste Abwehr – mit Dortmund zusammen – und ein Punkt könnte Gold wert sein. Ebenso gilt dies für Dortmund, die allerdings nicht unbedingt auf den einen spielen werden. Dennoch passt es halbwegs gut, das „under“. Vielleicht noch auf das „under“ in Nürnberg schauen. Beide könnte mit einem Punkt zufrieden sein, das wäre eine Rechtfertigung für eine Wette.

Die erwartete Festlegung

Paarung 1 X 2
Mainz Wolfsburg 54.44% 21.64% 23.92% 40.04%
Hoffenheim Leverkusen 38.81% 26.78% 34.41% 34.07%
Werder FC Bayern 21.52% 23.56% 54.92% 40.35%
Hertha Kaiserslautern 56.67% 25.97% 17.36% 41.87%
Nürnberg HSV 46.78% 26.62% 26.60% 36.05%
FC Köln Stuttgart 23.31% 19.88% 56.81% 41.66%
Dortmund Gladbach 62.35% 23.06% 14.59% 46.32%
Augsburg Schalke 04 28.96% 25.67% 45.37% 35.56%
Hannover Freiburg 54.29% 22.55% 23.16% 39.92%
3.87 2.16 2.97 3.56
durchschnittlich erwartete Festlegung:

39.54%

Die durchschnittlich erwartete Festlegung ist an diesem Spieltag unter dem Durchschnittswert für die gesamte Saison. Das spricht für etwas ausgeglichenere Partien als gewöhnlich. Meist tritt so etwas auf, wenn Topfavoriten auswärts spielen, oder eben Mannschaften von oben gegen andere von oben spielen, beziehungsweise welche von unten auch untereinander. Die Bayern in Bremen mit nur 40.35% erwarteter Festlegung, auch Dortmund, da gegen Gladbach, mit nur 46.32%, ebenso Hertha gegen Lautern natürlich ein Duell 17 gegen 18 mit einem recht ausgeglichenen Wert (damit geringer Vorhersagbarkeit, obwohl man schon annimmt, dass Hertha es irgendwie hinbiegt, aber dies sind ja hier auch Computerzahlen), so ist der Spieltag insgesamt unter Schnitt.

ein relativ ausgeglichener 32. Spieltag!?

Trotz des bisherigen Toreschnitts von 2.86 Toren pro Spiel liegt der erwartete Wert nur bei 2.80 Toren für diesen Spieltag. Es liegt vermutlich an den speziellen Paarungen, die dafür sorgen können, dass es ein wenig gedämpft wird. Ein „over“ gibt es wohl ganz klar in Mainz, da die Performance mitspielt. Noch besser sieht die Partie in Köln in diesem Sinne aus. 3.17 Tore, plus 0.36 Tore in der Performance – da wird mit Sicherheit jedes „over“ angezeigt sein, und es kann auch guten Herzens empfohlen werden Stuttgart fliegt derzeit und wird jetzt kaum nachlassen, zumindest nicht in den Bemühungen. Theoretisch geht sogar noch Rang 4 (oder 3), und Platz 7 ist noch lange nicht gesichert. Andererseits denkbar, dass Köln auf Ergebnis spielt, das heißt, dass sie ein wenig verhaltener, defensiver spielen könnten, obwohl dies nicht unbedingt zu Interimscoach Frank Schäfer passt.

Unders“ gibt es vor allem in Berlin, was jedoch neuerlich nicht unbedingt empfohlen wird. Lautern ist so gut wie weg, vielleicht spielen sie einfach so, aus Freude am Fußball, offensiv, und selbst wenn Hertha nur die Punkte braucht, egal wie (also auch mit einem 1:0 wären sie total zufrieden), ist das „under“ nicht empfohlen.

Ein „under“ könnte es hingegen in Dortmund geben. Gladbach hat die zweitbeste Abwehr – mit Dortmund zusammen – und ein Punkt könnte Gold wert sein. Ebenso gilt dies für Dortmund, die allerdings nicht unbedingt auf den einen spielen werden. Dennoch passt es halbwegs gut, das „under“. Vielleicht noch auf das „under“ in Nürnberg schauen. Beide könnte mit einem Punkt zufrieden sein, das wäre eine Rechtfertigung für eine Wette.

Die durchschnittlich erwartete Festlegung ist an diesem Spieltag unter dem Durchschnittswert für die gesamte Saison. Das spricht für etwas ausgeglichenere Partien als gewöhnlich. Meist tritt so etwas auf, wenn Topfavoriten auswärts spielen, oder eben Mannschaften von oben gegen andere von oben spielen, beziehungsweise welche von unten auch untereinander. Die Bayern in Bremen mit nur 40.35% erwarteter Festlegung, auch Dortmund, da gegen Gladbach, mit nur 46.32%, ebenso Hertha gegen Lautern natürlich ein Duell 17 gegen 18 mit einem recht ausgeglichenen Wert (damit geringer Vorhersagbarkeit, obwohl man schon annimmt, dass Hertha es irgendwie hinbiegt, aber dies sind ja hier auch Computerzahlen), so ist der Spieltag insgesamt unter Schnitt.

Meisterschaft nach dem 31. Spieltag

Mannschaft

Anzahl Deutscher Meister in 5000 Simulationen

Meisterschaften in Prozent

Faire Quoten als Kehrwert der Wahrscheinlichkeiten

1

Borussia Dortmund

4985

99.70%

1.00

2

FC Bayern München

15

0.30%

333.33

5000

100.00%

Uli Hoeneß war eingeladen bei Sky 90. Und wenn man den Einen sucht, der weiß, was los ist und der weiß, was er sagt, und der eine Ahnung hat, was die Wahrheit ist über den Fußball, dann ist er es. Franz Beckenbauer war ebenfalls dabei, auch Marcel Reif, der Chefkommentator, aber alle tappen erschreckend im Dunkeln, selbst wenn man ganz eingeschränkt zugibt, dass Marcel Reif am Sonntag nicht ausschließlich Unsinn gelabert hat, wie man eigentlich anzunehmen hätte angesichts der grauenvollen Live Reportagen, die er abliefert. Nein, ab und an ließ er durchschimmern, dass es doch schon längst verschüttet geglaubte Rudimente von Fußballverstand gibt — und sogar ein ganz leises Interesse an dem Spiel.

Uli Hoeneß sagte jedenfalls auf die Frage, ob er denn Dortmund nun gratulieren würde zur Meisterschaft, dass er es zu gegebener Zeit täte, dann auch gerne als Erster, aber nicht, bevor die Sache auch theoretisch unter Dach und Fach ist. 0.3% sind den Bayern verblieben – laut Computer. Warum also sollte man zuvor gratulieren, bevor man diese auch eingebüßt hat? Jedenfalls ist der Einsturz eines Hochhauses wesentlich unwahrscheinlicher – und auch so etwas soll schon passiert sein.

Wieso sollte man andererseits in dem Zusammenhang von „Hoffnung“ sprechen (da es sich um ein aus bayerischer Sicht wünschenswertes Ereignis handelt), die sie noch hätten? Nein, das ist barer Unsinn. Man nimmt die Dinge, die da kommen, versucht selbst, ordentliche Leistungen abzuliefern und würde den Titel natürlich nicht freiwillig hergeben, wenn es das Schicksal denn so wollte, dass er doch noch in Richtung München abbiegt.

Auch sonst war Uli Hoeneß in guter Verfassung. Er wurde wieder und wieder gefragt, ob denn die Spieler nun doch wegen der Champions League eventuell hier oder da ein vermindertes Engagement in der Bundesliga an den Tag gelegt hätten? Nein, so versicherte er zwar, und auch von Vorstandsseite gab es keinerlei Hinweise, einen Wettbewerb höher zu hängen als den Anderen, zumal, wie auch wiederholt betont, die Bundesliga doch das täglich Brot wäre, während die Champions League Trauben zwar süßer sein mögen, dafür aber auch umso höher hingen. Dennoch gestand er ein, dass es denkbar wäre, dass der eine oder andere doch aufgrund der einmaligen Chance – welche er selbst im Jahre 1974 mit dem WM Finale in München hatte – eines Finales im eigenen Stadion, vielleicht doch dieses hohe Ziel etwas mehr im Fokus hatte. Das Insistieren half Patrick Wasserziehr aber wenig. Sie wollten Meister werden, sehr gerne und eigentlich unbedingt. Entgegen stand die überragende Serie der Dortmunder.

Ob sie denn nun Angst hätten, dass ihnen der Rang abgelaufen würde von Dortmund und ob man sich denn nicht etwas von den Dortmundern abschauen müsste, von deren Art des Managements, die mit geringeren Personalkosten doch ein absolut hochwertiges Team geformt hätten? Nein, so Uli Hoeneß, noch lange nicht, das wäre erst der Fall, wenn Dortmund ein paar Jahre lang den Spagat hinbekämen zwischen Champions League und Bundesliga und auch in der Königsklasse ein paar Erfolge einstreichen könnten, ohne parallel in der Bundesliga abzurutschen, denn dies wäre nur mit dem höheren Personaletat auf allen Positionen möglich.

Die Chancenveränderungen gegenüber der Vorwoche

Mannschaft

Gewinn/Verlust absolut gegenüber vorherigem Spieltag

Gewinn/Verlust in Prozent

1

Borussia Dortmund

236

5.26%

18

FC Bayern München

-236

-5.26%

0

0.00%

Von den 5.56% haben die Bayern durch das Remis bei gleichzeitigem Dortmunder Sieg 5.26% eingebüßt.

Chancenentwicklung von Spieltag zu Spieltag (aus Computersicht)

So sehr es auch optisch danach aussehen mag: die lila Linie kratzt nur an der 100% Marke, sie hat sie noch nicht erreicht. So lange hat alles Orakeln zu entfallen. „Dortmund macht es.“ „Ja? Ok, würdest du dir die Finger abhacken lassen, wenn nicht, du Prophet?“ „Äh, na ja, so sicher weiß ich es denn doch wieder nicht…“

Die Einschätzung des Wettmarktes (betfair)

Back

Lay

Wahrscheinlichkeit (Back)
FC Bayern München

120

140

0.83%

Borussia Dortmund

1

1.01

100.00%

100.83%

Nun ja, für 120-faches Geld kann man noch immer Bayern wetten (sollte laut Computer aber weiterhin das „Lay“ machen). Dortmund kann man gar nicht mehr spielen.

 Die Veränderungen bei betfair

Veränderung(Back)
FC Bayern München

-10.53%

Borussia Dortmund

9.91%

-0.62%

Auch dieses Mal reagiert der Markt stärker als der Computer, was irgendwie ein gutes Zeichen ist für dessen Qualität.

Obwohl der Unterschied optisch nicht erkennbar ist: da man hier den „Lay“ Kurs (im Kehrwert) abbildet, hat diese Linie tatsächlich die 100% erreicht. Man kann Dortmund nicht mehr wetten bedeutet, dass man keinen Doofen mehr findet, der einem einen Kurs bezahlt. Allerdings ist das „Back Bayern“ natürlich der vergleichbare Effekt: man wettet gegen Dortmund.

Dirk Paulsen über den 31. Spieltag und die Tabelle

Ein paar Anmerkungen zu Ergebnissen und Tabelle

Immerhin gab es in der Berichterstattung zu dem Spieltag insoweit einen Fortschritt, als bei den Paarungen Wolfsburg gegen Augsburg und Schalke gegen Dortmund herausgestellt wurde, dass in beiden Fällen das Endergebnis von 1:2, jeweils das Auswärtsteam also begünstigend, nicht wirklich verdient waren. Obwohl man natürlich häufig genug (nein, wie immer, viel zu häufig) diese lächerliche, gänzlich falsche, ebenso unmenschliche Erklärung hörte, fast bei jeder vergebenen Torchance, vor allem dann, wenn ein Team MEHR ALS EINE in Folge verpasste, dass „die fehlende Effektivität“ daran schuld ist und dass diese in der gesamten Saison schon bei dieser Mannschaft zu beobachten war.

Das ist einfach nur unerträglich, unerträgliche Dummheit zugleich, vor allem, wenn man sieht, wie blitzschnell alles geht und wie kurz die Zeit ist, einen Ball zu verarbeiten, Richtung Tor zu bekommen UND ihn am Torhüter vorbei zu bekommen, selbst wenn man nach Ansicht des Reporters „völlig frei“ war, was er allein daraus ableitet, dass jeder Angreifer, der den Ball im Strafraum bekommt dieses Prädikat verdient, denn immerhin ist er ja herangekommen. Dieser Unsinn ist bereits so gewaltig, dass der Rest nur noch unter „absurd“ abgelegt werden kann. Wenn der Angreifer nämlich trifft, dann war es der „kollektive Tiefschlaf“, der das Tor ermöglicht hat, wenn er aber nicht trifft, dann, siehe oben, ist es „die mangelnde Chancenverwertung“, sie so hinderlich im Wege steht, versehen wird das meist mit dem Zusatz, dass er „da einfach mehr draus machen MUSS“, was nur den Schluss zulässt, dass er, da er „diesen Riesen versiebt“ hat, sofort standrechtlich erschossen werden müsste. Welche Strafe gäbe es sonst, wenn man etwas „einfach machen MUSSTE“, aber es nicht getan hat?

Die Unmenschlichkeit ist übrigens gleich mitgeliefert, da es keinerlei Nachsicht gibt, und diese Unnachgiebigkeit entweder die Angreifer zu spüren bekommen oder aber die Abwehr. Eine Szene, die einfach nur schön, spannend, gut gemacht, von allen Seiten, hübsch anzusehen, mit dem begleitenden Mitfiebern und Stöhnen, sofern man für diesen oder jenen hofft oder drückt, sofern es gelingt, nämlich entweder die Angriffsaktion oder doch noch die Abwehraktion, dies alles existiert in dieser farblosen (da ausschließlich schwarzen und weißen) Welt der Berichterstatter nicht. Und so möchte man die Ware an den Mann bringen?

Bei Gladbach gegen Köln haben übrigens alle Stimmen nach dem Spiel, sowohl von Gladbacher als auch Kölner Seite, den Spielablauf perfekt eingefangen, so die eigene Einschätzung und Beobachtung. Warum nur gelingt es niemals einem Reporter, ein Spiel so zu beschreiben, wie es wirklich war, so dass man, wenn man es nicht gesehen hat, eine Vorstellung davon bekommt, außer, indem er monoton das Ergebnis verlist, welches er nämlich sogar in der Zusammenfassung tut, da man sich doch eigentlich selbst ein Bild machen könnte?

Wie war das Spiel nun wirklich? Gladbach bekam diesen einen Freistoß zugesprochen, hatte aber zuvor, zugegeben, bereits wieder eine Weile lang diesen erfrischenden schnellen Kombinationsfußball gespielt, der sie über so lange Zeit in dieser Saison auszeichnete, wobei eindeutig Marco Reus der Taktgeber ist, welcher gegen Hertha nach wenigen Minuten runter musste, und so in dieser vorhergehenden Heimpartie (0:0) vielleicht für die ansonsten zu beobachtende fehlende Inspiration sorgte.

Der Freistoß wurde übrigens kommentiert mit den Worten „… hat den Freistoß herausgeholt“, was ein klein wenig andeutet, dass er nicht unter allen Umständen hätte gegeben werden müssen. Die Mauer wurde in diesem Falle auf erstaunliche 10 Meter (geschätzt, aber warum wurde da nicht einmal gemessen? Das wäre wirklich interessant gewesen…) hinfortbewegt, woraufhin die Kölner, dies spürend, auf den Ball deuteten, aber ein energischer Knut Kircher unmissverständlich deutlich gemacht haben muss, dass es bei einem weiteren Wort Gelb gibt. So hatte der Schütze ein einziges Mal diesen Raum, den man benötigt, um einen wirklich tollen Schuss exakt in die Ecke zu zaubern, über die Mauer hinweg, wobei den Sprecher direkt nach dem Einschlag schon wieder ausschließlich die Frage beschäftigte, ob die Mauer denn nun kollektiv hochgesprungen wäre oder nicht, anstatt sich an diesem tollen Tor zu erfreuen (Die Anregung war übrigens an anderer Stelle bereits ausgesprochen, da die Freistöße oftmals keine wirkliche Gefahr bringen, selbst direkt am Strafraum nicht, dass vielleicht der Mauerabstand einmal überdacht werden sollte, auf 10 Meter vielleicht?; wo könnte der Schaden sein? Mehr Tore? Au weia, nein, das darf doch nun wirklich nicht sein…).

So gelang Gladbach die Führung und selbst wenn sie bis dahin und auch im Verlaufe der restlichen ersten Hälfte zugegebenermaßen die bessere Mannschaft waren, wen könnte das überraschen, wenn doch die 4 gegen die 16 spielt, dazu im eigenen Stadion? Sollte Köln das bessere Team sein, wäre man dann in der Sprecherkabine zufrieden?

Köln hielt jedoch nach Kräften dagegen, obwohl ausgerechnet Podolski wirklich etwas lustlos wirkte. Dennoch ergaben sich zwei glänzende Gelegenheiten, von denen der Sprecher bei der ersten zwar noch erkannte, wie groß sie war, und dem Angreifer Novakovic „keinen Vorwurf“ machen wollte, so sagte er bei der zweiten zwar „wenn man so will die ZWEITE gute Möglichkeit für Köln“, als er aber nach der Pause noch einmal rekapitulierte, verschwieg er diese wieder und sprach nur noch von EINER guten Möglichkeit. Wieso tut er da?

Bei der zweiten Chance handelte es sich übrigens um einen Eckball, bei dem Novakovic auf den kurzen Pfosten ging, dort als erster an den Ball kam und diesen mit dem Hinterkopf vor das Tor verlängerte, und zwei Kölner – offensichtlich so geplant und eintrainiert – ganz haarscharf verpassten, natürlich hart bedrängt von Gegenspielern, welche in derartigen Duellen sozusagen alles dürfen und es niemals einen Elfmeter gäbe.

Nach der Pause kam Köln mit noch mehr Schwung und Entschlossenheit heraus und hatte zwei weitere Großchancen. Viel mehr hätte man bis zu diesem Zeitpunkt ja wohl kaum erwarten können, denn selbst wenn man es vorsichtig hochrechnet auf die 90 Minuten, dann wären es mindestens sechs gute Torchancen auf das ganze Spiel, und das wäre schon ziemlich gut. Die Frage bliebe, wie viele man davon verwerten könnte und zugleich wie viele der Gegner verwerten würde, der vielleicht zu ein paar mehr kommt. Aber so ist der Fußball eben, Köln schluckte direkt danach das 0:2, was natürlich bereits einen erheblichen Knacks verursacht, und danach marschierte Marco Reus durch die Abwehr, auf seine höchst eigene aber nicht weniger beeindruckende Art, jedoch hatte er in beiden Situationen das Glück, dass der Ball ihm wieder vor die Füße prallte, selbst wenn dies heute eine vielfach zu beobachtende Dribbling Technik ist: den Ball einfach nach vorne spielen und hinterher gehen, selbst wenn Verteidigerbeine im Wege sind. Ab und an bekommt man den Ball wieder ans Bein und läuft einfach durch.

Das Spiel war mit dem 0:3 natürlich gelaufen, selbst wenn man das Bemühen der Kölner für den Ehrentreffer durchaus lobend erwähnen sollte und sie einige Male kurz vor der Großchance standen, was dem Sprecher nur das vernichtende Urteil entlockte, dass sie „seit der 47. Minute keinen Torschuss mehr hatten“, was insofern unfair ist, als sie zwar nicht geschossen haben, aber mehrfach direkt vorm Abschluss geblockt oder anderweitig verhindert wurden.

Wie man nun in der späteren Analyse zu der Erkenntnis kommt, dass es so nicht zu schaffen ist, ist ebenso unfair wie falsch, gerade weil Köln ja noch immer auf dem Relegationsplatz steht. „So reicht es nicht“ ist also reiner Blödsinn, oder meint er damit, dass man im Duell mit Düsseldorf oder St.Pauli oder Paderborn, wo es in zwei Spielen um die Entscheidung geht, mit einer derartigen (keineswegs schwachen) Leistung keine Chance hätte? Nein, es wird Unsinn gelabert, fortlaufend, ohne jeden Sinn und Verstand. Aber Abos verkaufen möchte man, mit diesem großen Zugpferd Bundesliga, die man fortwährend zur Kreisklasse degradiert mit eigenen Kreisklasseleistungen am Mikrofon…

Die Tabellensituation hat sich nicht so dramatisch entwickelt wie angenommen. Das Tabellenbild hat sich noch weiter auseinander gezogen anstatt sich, wie oftmals zu beobachten, gegen Ende zusammen zu schieben. Kaiserslautern ist schon seit einer Weile ziemlich abgeschlagen, so dass man sich mit Rettungschancen nicht mehr beschäftigen kann, selbst wenn die Partie gegen Nürnberg, wie angekündigt, völlig normal gespielt würde. Es wurde wieder kein Sieg, selbst wenn das Bemühen zu erkennen war.

Auch Hertha und Köln haben so wenig gepunktet in letzter Zeit, im Gegensatz zur enteilenden Konkurrenz, dass man auch hier nur davon sprechen kann, dass die Spannung darin besteht, wer von den Beiden den Relegationsplatz ergattert und wer direkt runter muss (natürlich gibt es an anderer Stelle Zahlen für die Abstiegschancen Anderer). Auch keine übertrieben große Spannung.

An der Spitze ist es seit Samstag noch etwas langweiliger geworden. Dortmund mit einem (glücklichen) Sieg, Bayern mit einem unglücklichen Unentschieden, so gut Mainz auch gearbeitet hat (und selbst die Chance suchte). Nein, von „Schonung“ und „Real Madrid im Hinterkopf“ sollte man nicht sprechen. Ab und an gelingt es eben mal nicht, den Ball im Kasten unterzubringen, Samstag war so ein Tag, trotz einiger guter Chancen.

Die Spannung soll nun um Platz 3 oder 4 gehen, und auch dies reißt einen nicht vom Stuhl, denn immerhin sind ja beide irgendwie dabei, selbst wenn einer nur in der Quali. Die Euroleague Plätze sind natürlich noch etwas umkämpft, aber es wäre jedenfalls mehr Spannung denkbar (nicht in dieser Frage allein, sondern insgesamt).

Platz 2+3 nach dem 29. Spieltag

Die direkte Champions League Quali über Platz 2 + 3

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung nach dem 28. Spieltag aus Computersicht

Mannschaft Anzahl 2. Plätze
in 5000 Simulationen
Anzahl 3. Plätze
in 5000 Simulationen
Summe der Plätze
2 und 3
2. Plätze in
Prozent
1 FC Schalke 04 149 4558 4707 94.14%
2 FC Bayern München 3181 113 3294 65.88%
3 Borussia Dortmund 1670 43 1713 34.26%
4 Borussia Mönchengladbach 0 286 286 5.72%
200.00%
Schalke nun ganz klar auf Kurs. Gladbach mit nur noch 5.72% und nach ihrem Auftritt gegen Hertha könnte man meinen, dass sie den Platz nicht einmal mehr erreichen wollen.
Mannschaft Gewinn/Verlust
absolut
gegenüber vorherigem Spieltag
Gewinn/Verlust
in Prozent
1 FC Schalke 04 584 11.68%
2 FC Bayern München 208 4.16%
3 Hannover 96 -3 -0.06%
16 Borussia Dortmund -204 -4.08%
17 Borussia Mönchengladbach -585 -11.70%
0 0.00%
Schalke als klarer Gewinner. Auch Bayern mit Zuwachs, aber dieser aus ihrer Sicht natürlich unerwünscht, da sie die gewonnenen Chancen an Titelgewinnen einbüßten. Hannover in 5000 Versuchen nicht mehr mit einem 3. oder 4. Platz.

Gladbach mit gigantischen Einbußen, jedoch nicht für ihren (angestrebten) 4. Platz, der vielleicht später mit in die Kalkulation aufgenommen wird.

Titelfrage nach dem 29. Spieltag

Die Titelfrage

1) Die Computerzahlen als Ergebnis der Simulation
Mannschaft Anzahl Deutscher
Meister in 5000 Simulationen
Meisterschaften
in Prozent
Faire Quoten als
Kehrwert der Wahrscheinlichkeiten
1 Borussia Dortmund 3287 65,74% 1,52
2 FC Bayern München 1706 34,12% 2,93
3 FC Schalke 04 7 0,14% 714,29
5000 100,00%
Tja, nun ist es also doch der Zweikampf geworden, der sich schon längere Zeit abzeichnete. 0.14% für den Außenseiter ist zwar noch mehr als ein Promille, aber dennoch mag man nicht mehr so recht daran glauben – bei allem Respekt vor der Leistung der Schalker, wie sich in anderen Statistiken zeigt, in denen sie Platz 1 belegen (Punkt- und Torabweichungen). Da es jedoch alles ein Spiel von Wahrscheinlichkeiten ist — und im Umkehrschluss eines von Quoten am Wettmarkt – ist es natürlich nur eine Frage der Quote: „Lay“ Schalke oder „Back“ Schalke? Bei ausreichend guter (oder schlechter) Bezahlung ließe sich sozusagen ein Geschäft machen.Der Abstand zwischen Bayern und Dortmund groß, sicher größer als am Wettmarkt, gerade vor der (vor-)entscheidenden Partie am Mittwoch.

Als Dortmund bei 90% war, wurde an dieser Stelle die Frage gestellt, ob es denn nun allmählich zu einer Verwertung der Chance käme, indem die Linie konstant auf die 100% zustreben würde. (siehe Grafik-Chart vor dem letzten Spieltag). Die Bayern waren aber auch schon mal bei der Marke, und es ging nicht weiter nach oben. Eigentlich müsste ein derartiges Diagramm eine Ausnahme darstellen. Man wird dies in den nächsten Jahren beobachten können, ob es tatsächlich stimmt.

2) Die Chancenveränderung gegenüber der Vorwoche
Gewinn/Verlust
absolut gegenüber vorherigem Spieltag
Gewinn/Verlust in
Prozent
Borussia Dortmund 206 4,12%
FC Schalke 04 -2 -0,04%
FC Bayern München -204 -4,08%
0 0,00%
Dortmund als Gewinner an diesem Spieltag. Der Grund ist klar: sie haben den besseren Gegner auswärts höher besiegt. Schalke verliert trotz eines 3:0? Auch das logisch: sie haben IHREN Teil zum Nutzen der Minimalchance erledigt, das war die zwingende Voraussetzung. Die Konkurrenz hat jedoch ihren Teil nicht erfüllt in Schalkes Sinne, da sie ebenfalls siegreich war – und zugleich der Ziellinie ein Stück näher gerückt sind.
3) Die Einschätzung des Wettmarktes (betfair)
Betfair Back Lay Wahrscheinlichkeit
(Back)
FC Bayern München 2,28 2,34 43,86%
Borussia Dortmund 1,78 1,80 56,18%
FC Schalke 04 210 350 0,48%
101,11%
Wie angekündigt bleibt der Wettmarkt bei einer ausgeglicheneren Einschätzung. Die Bayern haben am Mittwoch die Chance, das sieht man. Wenn sie alle Kräfte zusammen nehmen, so meint man, können sie es packen, den Sieg in Dortmund.Zur Frage Schalke „Back“ oder „Lay“ kommt heraus: diesen Kurs könnte man ruhig bezahlen, also „Lay“en – und sogar noch ein bisschen mehr.
4) Die Veränderungen bei betfair
Die Verschiebungen in Wahrscheinlichkeiten
Veränderung(Back)
FC Bayern München -3,76%
Borussia Dortmund +3,82%
FC Schalke 04 -0,29%
-0,23%
.

Die Veränderungen sind vergleichbar mit jenen des Computers. Das zeigt, dass der Wettmarkt die Bedeutung der vorherigen Spiele richtig eingeschätzt hat (oder auch der Computer). Im Abgleich ist es jedenfalls ein Anhaltspunkt für beiderseitige Richtigkeit.