Rückblick 3. Bundesliga 38. Spieltag

in Kürze:

 
Sowieso an einem letzten Spieltag quasi nichts zu machen. Immerhin aber steht ein echtes Endspiel an (Darmstadt gegen Stuttgarter Kickers), sowie ein Duell der letzten Chance, zwischen Münster und Babelsberg. Verführen kann einen dies aber kaum, sich hier tiefer zu verwickeln.
Logischerweise ist es ziemlich unergiebig, einen letzten Spieltag gründlich zu analysieren und zu kommentieren. Sinn der Sache könnte ja nur sein, die Mannschaften gut zu beobachten, um in der nächsten Woche hier oder da einen Marktfehler aufzuspüren. Da aber nächste Woche nicht mehr gespielt wird — es sogar in vielen Partien bereits in dieser schon um nichts mehr geht — entfällt dieser Aspekt komplett.
Insofern verbleibt der Sinn darin, a) möglicherweise es aus Unterhaltungsgründen oder reinem Interesse nachzulesen oder aber, um für kommende Spielzeiten Rückschlüsse zu ziehen, wenn wieder mal die Schlussrunde ansteht. Allgemein fiel hier auf, dass zumeist einigermaßen „normal“ gespielt wurde — und dies beinahe schon ein Trend ist.
 
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Wacker Burghausen – Arminia Bielefeld     1:0 (0:0)
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Zuschauer : 3.200     (Schnitt bisher: 2.462  ; Vorsaison: 2.822)
(Entfernung: 667 km)
 
Sicherer Klassenerhalt gegen sicher aufgestiegen? Egal, was der Markt dazu sagt: man glaubt es ihm. Sonnenklares Pass.
 
Teamnews:
Burghausen ohne Moritz Moser (20, RV, 20/0/1), Youssef Mokhtari (34, OM, 24/4/7), Sahr Senesie (27, HS, 31/4/1), Ahmet Koulabas (25, MS, 26/2/3),
Bielefeld hat keine Ausfälle. 
 
Verdienter Sieg für Burghausen. Sie haben Charakter gezeigt, und das nicht nur in dieser Partie, in einer Saison, in der es schon lange um nichts mehr für sie ging. 7. Platz ist ein glänzender Lohn für die gute Saison. Bielefeld war natürlich mehr in Feierstimmung, und hatte eine ganz ordentliche Anzahl Fans mitgebracht, die es ihnen gleich taten. Die Mannschaft war komplett durchgewürfelt, das Ergebnis zweitrangig, die gute Stimmung blieb.
 
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FC Chemnitz – SpVgg Unterhaching     5:0 (2:0)
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Zuschauer : 2.900     (Schnitt bisher: 4.653  ; Vorsaison: 5.161)
(Entfernung: 395 km)
 
Sicherer Klassenerhalt gegen sicheren Klassenerhalt? Ebenfalls ein Pass. Hier aber so viel angemerkt: nachdem Unterhaching beim 1:3 gegen Babelsberg die Leistung verweigert hatte, haben sie dies wieder gut gemacht, indem sie Preußen Münster daheim 3:0 besiegt haben. Chemnitz hingegen hatte man stets Charakter unterstellt — und gerade beim 1:1 in Stuttgart bei den Kickers haben sie diesen nicht gezeigt, und dennoch das Remis geholt.
 
Ändert natürlich nichts an diesem Fazit: ein Pass.
 
Teamnews:
Chemnitz ohne Fabian Stenzel (26, RV, 29/0/5), Carsten Sträßer (32, DM, 28/0/3), Gelbsperre, 
bei Unterhaching sind es Stefan Riederer (27, TW, 22/0/0), Mike Niebauer (19, IV, ohne Einsatz), Roland Sternisko (25, DM, ohne Einsatz), Stephan Thee (24, RM, 32/6/5).
 
Überflüssig, hier viele Worte zu verlieren. Ein normales Schlussrundenheimspiel. Die Charakterfrage war gestellt an beide. Irgendwie aber logisch, dass sie nur die Heimelf mit „Ja“ beantworten konnte. Bei Unterhaching spielte erstmals Präsidentensohn Markus Schwabl mit (Sohn von Manni Schwabl), und er steuerte direkt das Eigentor zum 0:1 bei. Aber auch die Zuschauer zeigten deutlich, was sie von den letzten Auftritten hielten: nur 2.900 zum Saisonfinale, bei gutem Wetter, damit weit unter Schnitt?
 
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SV Darmstadt 98 – Stuttgarter Kickers     1:1 (0:1)
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Zuschauer : 13.600     (Schnitt bisher: 5.968  ; Vorsaison: 6.042)
(Entfernung: 178 km)
 
Das Abstiegsendspiel. Aufgrund der guten Tordifferenz genügt StuKi ein Remis, um die Klasse zu halten (punktemäßig könnte Babelsberg zwar aufschließen,  Dortmund vorbeiziehen, aber Babelsberg müsste zugleich 10 Tore gut machen), Darmstadt muss gewinnen, ist dann aber sicher drin, weil man den Gegner überholt. 
 
Nach den im letzten Spiel gezeigten Leistungen hätten es derzeit beide verdient. StuKi hatte allerdings davor beim Sieg ein Münster eine ganze Menge Glück und konnte auch sonst nicht so überzeugen wie Darmstadt. Insofern hier zumindest diese Neigung: Darmstadt macht es. Sie haben zwar die schlechteren Ergebnisse erzielt, sahen aber dennoch besser aus.
 
Teamnews:
bei Darmstadt fehlt niemand,
bei StuKi fehlt nur Royal-Dominique Fennell (23, IV, 12/2/0).
 
Das Glück der Stuttgarter Kickers hatte Bestand. Sie waren sofort unter Druck, bei einigen Chancen, kamen nach einem langen Abschlag aber erstmals, eher zufällig, vor das Tor — und machten direkt den Führungstreffer (12.). Selbst wenn sie danach (und sicher von diesem Glück bereits begünstigt) etwas besser ins Spiel kamen, so hätten die Lilien dennoch den Ausgleich verdient gehabt. Unter Anderem in der typischen Szene: Ball im Strafraum, springt einem Abwehrspieler an die Hand. Schiri sieht es, Schiri lässt weiter laufen.
Dennoch bliebt Darmstadt dran. Sicher gab es auch hier und da eine Konterchance, aber näher dran waren die Gastgeber. Dauerdruck, mit einigen Chancen, aber lange ohne Lohn. Weitere Schirihilfe war gefragt: Flanke in den Strafraum, Hand am Ball, kein Pfiff. Ein Pfostentreffer — neben anderen Chancen — folgte nach, ehe endlich, in der 84., der längst überfällige Ausgleich fiel. In der 90. die ultimative Chance, aber der Kopfball geht an die Latte.
Die schlechtere Mannschaft hatte außer dem Glück auch den Schiri auf ihrer Seite. Größtes Bedauern für die tapferen Darmstädter, berechtigt die Glückwünsche — nur nicht im herkömmlichen Sinne — an Trainer Morales (den 3. in der laufenden Saison), denn Glück hat er wirklich haufenweise gehabt, ansonsten bestand das „Konzept“ daraus, hinten Beton anzurühren und vorne auf den lieben Gott zu hoffen. So wird man Erfolgscoach?
 
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Hallescher FC – 1.FC Saarbrücken     2:1 (0:0)
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Zuschauer :  11.141    (Schnitt bisher: 7.711  ; Vorsaison: Aufsteiger)
(Entfernung: 572 km)
 
Klassenerhalt gegen Klassenerhalt und gute Leistungen allenthalben gegen gute Leistungen allenthalben ergibt auch hier das einzig logische Pass. Falls man dennoch zu einer Neigung gezwungen wird: sie ginge Richtung Halle. Die werden garantiert zu Hause noch einmal Gas geben.
 
Teamnews:
bei Halle fehlt niemand,
bei Saarbrücken fehlen Tim Knippig (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1).
 
Unter dem Strich ein verdienter Sieg für Halle, obwohl Saarbrücken ebenfalls ganz gut am Spiel teilnahm und auch einige Chancen hatte. Die Neigung ging immerhin auf.
 
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1.FC Heidenheim – Kickers Offenbach     0:0
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Zuschauer : 10.000     (Schnitt bisher: 7.995  ; Vorsaison: 6.732)
(Entfernung: 262 km)
 
Offenbach mit dem letzten Sieg im Derby (1:0 gegen Wehen, mit sehr starker Leistung) sicher drin. Heidenheim, nachdem man letzte Woche noch vorrechnete, dass ihre Chancen sehr schmal sind, nun urplötzlich auf dem Relegationsplatz. Das Stadion wird voll sein, der Gegner zu einer Statistenrolle geladen, die er wohl gerne und willig ausfüllen dürfte. Am Markt vorbei kommt man dennoch nicht. Was immer er hier vorgibt, wird passen, insofern passt man selber.
 
Teamnews:
bei Heidenheim fehlen Michael Deutsche (21, RA, 14/0/1), Andreas Spann (28, MS, ohne Einsatz), Patrick Mayer (25, MS, 9/2/1),
bei Offenbach fallen aus Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), Christopher Lamprecht (28, RV, ohne Einsatz), Sead Mehic (38, DM, 23/2/1), Julius Reinhardt (25, ZM, 35/3/13), Theo Vogelsang (23, OM, 5/0/0), Kai Hesse (27, MS, 3/0/0).
 
Die Teamnews sprechen eine noch viel deutlichere Sprache pro Heidenheim.
 
Offenbach hat sich wirklich sehr stark präsentiert. Sie waren beinahe die bessere Mannschaft gegen ein vor ausverkauftem Haus merkwürdig gelähmtes Heidenheim, die so dringend den Sieg brauchte, aber mit jenem den 3. Platz gesichert hätte. Es wäre nicht verdient gewesen und trotz der druckvollen Endphase wäre es nicht verdient gewesen.
 
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Preußen Münster – SV Babelsberg 03     4:1 (2:1)
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Zuschauer : 13.400     (Schnitt bisher: 8.992  ; Vorsaison: 7.031)
(Entfernung: 451 km)
 
Tja, hier ein echtes Duell, jedoch eines der absolut Enttäuschten. Babelsberg bräuchte den unmöglichen 10-Tore-Sieg, um sicher drin zu bleiben, Münster das Wunder, das weder Heidenheim noch Osnabrück gewinnen. Babelsberg hätte die kleine Zusatzhoffnung, dass Dortmund nicht gewinnt in Stuttgart, bei eigenem Sieg. Da aber Münster sicher seine wenn auch kleine Chance daheim zu nutzen versuchen wird — man stelle sich vor, Heidenheim und Osnabrück gewinnen nicht — aber sie selbst auch nicht. Das wäre ein echtes Drama.
 
Theoretisch geht es also noch und beide werden versuchen, ihren Teil zum Gelingen beizutragen — der Rest liegt nicht in ihren Händen. Da man jedoch zugleich davon ausgehen muss, dass die Zwischenergebnisse durchsickern und es zwischendurch die miederschmetternden Nachrichten geben kann, dass alle auch noch so große Mühe vergebens wäre, macht man natürlich ohnehin keinerlei Wettvorschlag — denn diese Unwägbarkeit ist nur schwer kalkulierbar. Dennoch ist die Neigung da, dass es Münster richten wird. Der Gegner mit zu kleinen Hoffnungen, die (wenigen) „Fans“ haben sie eh schon mit den „Absteiger-Absteiger“ Sprechchören verabschiedet, während Münster vor eigenem Publikum — welches ihnen dennoch dankbar und wohlgesonnen, ja viel eher mitfühlend ist — die Partie ganz normal angehen wird. 
 
Also: klarer Hang zur klaren 1.
 
Teamnews:
Münster ohne Patrick Kirsch (32, IV, 28/2/1), Gelb-Rot, Dominik Schmidt (25, IV, 14/2/0), Gelbsperre, 
Babelsberg hat keine Ausfälle. 
 
Obwohl die Gäste sogar früh  in Führung gingen (durch einen Standard, Freistoß aus dem Halbfeld, Richtung Tor gedreht, mit oder ohne Berührung — brandgefährlich, drin), zudem die Punkte dringend brauchten, zugleich die klare Führung von Osnabrück bekannt war und somit Münster keine Chance mehr auf Platz 3 hatte, kam fast nichts von Babelsberg, hingegen jede Menge Dampf von Münster, die das Spiel bald völlig verdient drehten.
Die Neigung ging auf, die klare 1 kam klar zustande — das passte schon.
 
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VfL Osnabrück – Alemannia Aachen     4:0 (3:0)
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Zuschauer : 13.900     (Schnitt bisher: 10.676  ; Vorsaison: 8.719)
(Entfernung: 263 km)
 
Hier die Situation weit weniger klar als sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn: Wollitz hat sich nach dem enttäuschenden und unverdienten 0:1 in Bielefeld in der Emotion wohl unpassend geäußert, seinen Rücktritt nach Saisonende erklärt und zugleich ein wenig den Vorstand kritisiert. Dieser sah keine andere Möglichkeit, als ihn direkt nach der Äußerung frei zu stellen. Das bedeutet, dass Osnabrück ohne richtigen Trainer (es wird eine Interimslösung geben, klar) in die Partie geht, zugleich wohl auch nicht mehr recht hofft, und es nicht einmal sicher ist, dass die Fans nach der Aktion hinter ihrem Team stehen werden.
 
Aachen hat endlich mal wieder einen Sieg eingefahren und dürfte es auch hier versuchen, etwas zu holen. Möglich sogar, dass sie es Heidenheim oder Münster mehr gönnen. Also: keine so klare 1, wie es wohl der Markt sieht. Dennoch kein Wettvorschlag, versteht sich.
 
Teamnews:
Osnabrück hat keine Ausfälle,
Aachen ohne  Aiden Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1).
 
Tolle Stimmung — ein wenig entgegen der Ankündigung –, volles Haus und direkt Dauerdruck der Gastgeber, die offensichtlich keine Gefangenen machen wollten. Hier sollte absolut kein Zweifel jemals über den Sieger geben — und nach 18 Minuten bereits 2:0, nach 38 3:0. Partie durch, natürlich gegen einen willkommen leichten Gegner.
 
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Hansa Rostock – Rot Weiß Erfurt     0:0
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Zuschauer : 12.000     (Schnitt bisher: 9.126  ; Vorsaison: Absteiger)
(Entfernung: 492 km)
 
Das Ostderby mit der wohl größten Entfernung für die beiden Teams, für die die Saison alles andere als gut lief — und doch einen versöhnlichen Abschluss findet. Mehr als Klassenerhalt ging schon lange nicht mehr, und den hat man gepackt. Wobei es tatsächlich bei beiden auch mit den Leistungen etwas aufwärts ging, noch mehr natürlich bei Erfurt, aber gerade im letzten (insgesamt tollen) Spiel gab es daheim das 2:4 gegen Darmstadt — welches dennoch den Klassenerhalt bedeutete. Rostock holte den einen Punkt in Karlsruhe, der für beide Teams alle Zweifel ausräumte. 
 
Nun gut, was auch immer: man hält sich ohnehin raus.
 
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), Ken Leemans (30, DM, 30/3/2), Mohamed Lartey (26, OM, 1/0/0),
Erfurt ohne Ersatztorwart Salz, sonst alle fit.
 
Das Ostderby vor sehr guter Kulisse ziemlich schwach und ziemlich ausgeglichen. Von daher könnte man gut sagen: ein typisches 0:0. Eine Halbzeit die leicht besser, die andere jene.
 
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VfB Stuttgart II – Borussia Dortmund II     0:1 (0:0)
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Zuschauer :  625    (Schnitt bisher: 2.077  ; Vorsaison: )
(Entfernung: 418 km)
 
Stuttgart hatte nun diese eine ganz tolle Partie gegen den KSC abgeliefert, als man dennoch mit 0:1 als klar besseres Team den Platz verließ. Danach jedoch gab es das 2:4 in Aachen, in welchem man zwar munter mit nach vorne spielte, dabei aber die Abwehr vernachlässigte. Logisch kann ein 2:4 gegen das Schlusslicht niemals ein überragendes Spiel gewesen sein.
 
Dortmund hat x Mal gezeigt, dass sie richtig kicken können (wie es der Trainer der Ersten, Jürgen Klopp, wohl ausdrücken würde). Die Punkte reichen trotzdem (noch) nicht aus. Man benötigt hier einen Sieg. Klar ist das Vermögen da, auch der Wille, so dass es ihnen zuzutrauen ist. Die Frage nur: spielt Stuttgart da mit?
 
Ein Pass ist es ohnehin, was immer der Markt da an Einschätzung auspackt. 
 
Teamnews:
Stuttgart ohne Dominik Gallert (19, RV, kein Einsatz), Rani Khedira (19, ZM, 31/0/0), Kevin Störer (19, OM, 21/2/1), Soufian Benyamina (23, MS, 30/12/0), Rotsperre,
Dortmund ohne Konstantin Fring (23, DM, 19/0/0).
 
Nicht sehr ergiebig, Spiele zu kommentieren, in denen einer unbedingt muss, der andere aber nichts braucht. Zumal, wenn sie den erwarteten Ausgang nehmen. Stuttgart war nicht gut, Dortmund aber auch nicht viel besser. Irgendwann (55.) fiel das Tor und die Partie lief weiter wie zuvor. Mit wein Erwähnenswertem.
 
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SV Wehen/Wiesbaden – Karlsruher SC     2:4 (0:3)
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Zuschauer : 8.947     (Schnitt bisher: 3.378  ; Vorsaison: )
(Entfernung: 150 km)
 
Wieder einmal: sicherer Klassenerhalt gegen sicheren Aufstieg. Wehen war schon im Spiel davor — nach glänzender Serie — nicht mehr so aufgelegt, gewann aber dennoch überaus glücklich mit 3:1 gegen Saarbrücken. Im letzten Spiel nun ein 0:1 in Offenbach, wo sie als reine Statisten auftraten. Also: auf sie würde man auf keinen Fall vertrauen, trotz des möglichen fast sensationell anmutenden möglichen Sprungs auf Rang 6 in der Tabelle, nachdem man die Hinserie fast „durchremisiert“ hatte. 
 
Der KSC sowieso ausschließlich in Feierlaune, insofern die Partie die reine Wundertüte. Ziemlich garantieren kann man aber ein schönes Spiel in guter Atmosphäre.
 
Teamnews:
Wehen ohne Jeff Gyasi (24, IV, 21/0/1), Lars Guenther (18, DM, 6/0/0), Martin Röser (22, RM, 3/0/0), Milan Ivana (29, RM, 29/6/2), Yannik Oenning (20, LM, 1/0/0),  Alf Mintzel (31, LM, 31/6/7), 
KSC hat keine Ausfälle. 
 
Allein schon an den Ausstellungen erkennt man, dass es um nichts mehr ging. Immerhin, Respekt Respekt, waren die Zuschauer da, natürlich gut denkbar, dass sich reichlich KSC Fans auf die recht kurze Reise begeben hatten, aber ein gutes Zeichen und Zeugnis ist es allemal, auch für Wehen. Beide spielten gut nach vorne, der KSC etwas erfolgreicher. Man hatte ja auch noch ein Ziel: die Meisterschaft in der 3. Liga zu sichern. Dies gelang, mit einer guten Leistung. Wehen kam erst in der zweiten Halbzeit zu richtig guten Chancen und verwertet zwei.
 
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Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 35. Spieltag

in Kürze:

Alle Partien enthalten jede Menge Brisanz, zumal wenn man die Schlussrundenkonstellationen mit einbezieht. Hier ist für jedes Team das Erreichen oder Verfehlen der Saisonerwartungen und Hoffnungen möglich. Wobei man hier ausdrücklich die Unterscheidung trifft, dass es für Ried und Wolfsberg nur ein Bonus wäre, nach Europa zu kommen, während alle anderen vorne dies sicher ins Budget eingeplant haben, diese für Europa, der Rest der Liga natürlich „nur“ den Klassenerhalt. Der Titelkampf ist vermutlich das am wenigstens Spannende, aber immerhin ist es für diese Runde noch offen, ob es nicht doch das große Finale gibt.  Zumal eben Salzburg und die Austria (logischerweise) beide Gegner haben, die die Punkte mehr als gut gebrauchen könnten.
 
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Admira/Wacker Mödling – Rapid Wien     (Entfernung: 23 km)
Hier ist die ganz große Frage eigentlich die: inwieweit ist das Spiel wirklich als Derby anzusehen? In Mattersburg waren es zuletzt, bei einer Entfernung von rund 70 km Wien-Mattersburg, zwar 9.600 Zuschauer — was auf einen erheblichen Gästeanteil schließen ließ — jedoch im Stadion schien alles auf ein Fest von Mattersburg aus zu sein. Von Rapideren weit und breit nichts zu hören. Merkwürdig.
So könnten hier zwar sicher auch einige „anreisen“, aber irgendwie lehrte ja die Erfahrung in dieser Saison, dass auch derartige Spiele zumeist einen Heimspielcharakter wahren.
Unter diesen Voraussetzungen traute man unbedingt der Admira derzeit etwas mehr zu. Der eine Punkt in Wolfsberg war hübsch und nützlich, aber noch immer ist die Gefahr ziemlich groß, bei nur zwei Punkten Vorsprung auf Rang 10. Im letzten Spiel muss man nach Mattersburg, wo es brenzlig sein könnte, falls der Gegner dann noch etwas braucht (durchaus denkbar, denn sie müssen ja zeitgleich bei der Austria ran, zudem besteht die Möglichkeit, dass Wiener Neustadt UND Wacker Innsbruck punkten, beide in ihrem letzten Heimspiel, bei lösbaren Aufgaben). Das Spiel hier hat also für die Admira  schon eine besondere Bedeutung.
Für Rapid sieht es aber nicht so viel anders aus. Sie haben zwar einen Vorsprung von 4 Punkte auf Rang 5, und sogar 5 Punkte Vorsprung auf Ried, aber, falls man hier und heute verliert und Ried gewinnt, dann stünde ein echtes Endspiel an am letzten Spieltag gegen Ried — und bei Verlust wäre man raus aus Europa. Natürlich ist das nicht ganz so wahrscheinlich, da ja Ried gegen die Bullen ran muss und zugleich Sturm etwas holen müsste, aber doch möchte man dieses sicher vermeiden und lieber dieses Spiel hier gewinnen, sicher aber nicht verlieren.
Nach der ganz persönlichen Neigung gefragt, auf den letzten Eindrücken basierend, traute man eher der Admira ein Gelingen ihrer Bemühungen zu. Es bleibt aber bei einer Neigung.
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Austria Wien – SV Mattersburg     (Entfernung: 71 km)
Die Chance, hier und heute den Titel klar zu machen, könnte doch den Ausschlag geben. Wobei eben das Remis genügen könnte, was dann schon wieder etwas gegen den Heimsieg spricht. Selbstverständlich — das Ausbleiben von Absprachen vorausgesetzt, da ja auch für Mattersburg ein Remis Gold wert wäre  — wird man die Partie  auf Sieg anlegen und sich nur im Falle, dass es nicht gelingt, man aber auch nicht zurückliegt, mit dem Unentschieden „abfinden“. Da sich zugleich die Gäste in den letzten drei Spielen sehr stark präsentiert haben, kann es unmöglich zu einem Tipp reichen. Nein, es wird nichts, ein Pass ist die beste Lösung.
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Wacker Innsbruck – Sturm Graz     (Entfernung: 458 km)
Hier kann man sich relativ gut positionieren. Denn: Innsbruck machte einen wirklich gefestigten, starken Eindruck in den letzten Spielen, hatte gut gepunktet — und nur gegen die 1 und 2 verloren. Es war ja angekündigt, dass sie ein hartes Restprogramm hatten, welches gegen sie sprechen könnte, nun stehen sie tatsächlich auf 10, aber noch ist längst nicht alles verloren. Ein Sieg — und die Welt sähe ganz anders aus. Sogar die Tordifferenz könnte eine Rolle spielen, und in ihr ist man nur ein Tor schlechter als der wichtigste Konkurrent, die Wiener Neustädter. In gewisser Weise hat man es also noch selbst in der Hand. Man selbst muss nach Wolfsberg — nicht leicht, aber doch machbar — während Wiener Neustadt in der letzten Runde zu Sturm muss. Sturm steht derzeit auf 4, falls sie aber verlieren sollten, müssten sie gegen Wiener Neustadt unbedingt gewinnen, und zugleich hoffen, dass Innsbruck etwas aus Wolfsberg mitnimmt. Spannende Konstellationen also, und jede Partie verspricht jede Menge Brisanz.
Da Sturm zwar mit dem Sieg gegen Ried nach außen hin eine (Schein-)Genesung hingelegt hat, man aber selbst besser beurteilen zu können meint, dass diese Leistung außer dem günstigen Resultat fast nichts Vorzeigenswertes enthielt, kann man sich hier nur (erneut) gegen Sturm stellen.
Innsbruck zieht die Partie hier. Es ist die letzte Ausfahrt — und sie werden sie nehmen. Mutige 7 von 10 auf die 1.
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SC Wiener Neustadt – Wolfsberger AC     (Entfernung: 211 km)
Sicher eine vergleichbare Konstellation. Hier die Wiener Neustädter, die mit aller Macht gegen den Abstieg anstrampeln werden, dort die Wolfsberger, die den Strohhalm nach Europa festhalten wollen. Die Gäste nur einen Punkt zurück gegenüber Sturm, und, siehe oben, mit dem möglichen Endspiel gegen Innsbruck vor Augen, falls diese Sturm etwas abknöpfen sollten. Für beide ist es also eine „must win“ Situation, wobei, wie schon oftmals erwähnt, die Kräfte im Abstiegskampf meist besser aktiviert werden können. Für Wolfsberg wäre ein Einzug nach Europa eh nur das Sahnehäubchen auf eine gelungene Saison, während es für Wiener Neustadt Überlebenskampf ist.
In diesem Falle hält man sich also lieber raus, selbst wenn man nun der Ansicht ist, dass die Wiener Neustädter, so sehr man es vielleicht auch bedauern müsste, in diesem Überlebenskampf letztendlich doch nicht behaupten können. Neigung also pro Wolfsberg, aber kein echter Tipp.
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SV Ried – Red Bull Salzburg     (Entfernung: 68 km)
Ried hat sich nicht so viel vorzuwerfen mit der Niederlage in Graz. Sie kamen in Unterzahl auf ein 1:1 und hätten in doppelter Unterzahl beinahe das 2:2 erzielt — wenn der Assistent seine falschen Reflexe besser unterdrückt hätte und korrekterweise die Fahne unten gelassen hätte. Alles ok also und, angesichts der oben beschriebenen Konstellationen bei eigenen Siegen durchaus Europa noch machbar. Die Bullen schlagen und bei Rapid gewinnen — sicher keine ganz leichte Aufgabe, aber Fußball spielen wird man sowieso und erwartet wird gar nichts von einem. Da kann man es doch einfach angehen? Immerhin hat man doch vor nicht all zu langer Zeit ein 2:2 in Salzburg geholt?
Die Roten Bullen hingegen haben sicher (erneut) unter Beweis gestellt, dass sie die eigentliche Nummer 1 sind. Was sie da teilweise vom Stapel gelassen haben in Hälfte 2 hätte jedem europäischen Spitzenclub zu Ehren gereicht — und es war bei Weitem nicht die einzige derartige Darbietung der letzten Monate. Dass sie es nicht in der eigenen Hand haben (oder: nicht schon längst Meister sind) liegt einzig allein daran, dass die Austria einfach keine Schwäche mehr zeigt. Hut ab an dieser Stelle vor den österreichischen Kommentaren, die, anstatt den Salzburgern, wie es wohl in Deutschland geschähe, ausgewiesen haben, dass man in jeder bisherigen Saison mit der von ihnen erzielten Punktzahl locker hätte Meister werden können (78 haben IMMER gereicht, und die könnten sie mit zwei Siegen sogar übertreffen) und dass es also keineswegs eigenes Versagen ist, was dem Titel im Wege steht.
Für diese Partie bedeutet dies trotzdem nicht so viel Gutes für sie. Sie werden sicher doch gezwungenermaßen mit einem Ohr nach Wien lauschen — und vermutlich die traurige Meldung erhalten, dass alle erzielten Tore nichts mehr nützen (würden), weil man eh Vizemeister bleibt. Dies spricht, trotz des Leistungshochs, bedauerlicherweise so sehr gegen eine Wette, dass man einfach nur passen kann. Zumal dem Gegner die Schwäche mehr als willkommen wäre, eigene Überlegungen ins Kalkül ziehend, wie oben ausgeführt.
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Vorschau Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 35. Spieltag

in Kürze:

Im Gegensatz zur Bundesliga dürfte diese Liga hier recht rasch abzuhandeln sein. Alle Entscheidungen längst gefallen, was aber niemandem vom (tüchtigen) Fußball spielen abgehalten hat bisher.
 
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Blau Weiß Linz – SKN St.Pölten     (Entfernung: 129 km)
Beide eigentlich sehr stabil in den letzten Partien. BW Linz hat nachgewiesen, dass ihr letzter Platz auch durchaus nur Pech gewesen sein mag, während St.Pölten, mit nur einer Niederlage in 9 Spielen, zeigte, dass ihre Ligaposition kein reiner Zufall ist — wobei diese ja nun nur noch ein 5.Platz ist, noch aber in Reichweite von 3 und 4.
Es bietet sich ohnehin nichts an und schmecken täte es schon gar nicht. Also ist es ein Pass.
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FC Lustenau – Austria Lustenau     (Entfernung: 0 km)
Das Derby noch viel leichter abzuhandeln: so oder so ein Pass. Beide haben zwar einen ziemlichen Negativlauf, aber doch oftmals gut gespielt, die Austria sogar mal wieder mit einem Sieg, der FC nur mit ein paar gewohnten Komplimenten. Es bleibt ohnehin bei dem Pass.
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First Vienna – SV Horn     (Entfernung: 86 km)
Auch hier wird sicher nichts zu machen sein. Alles passt, sogar die Markteinschätzung, also passt man selbst auch, ohne weitere Worte zu verlieren.
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TSV Hartberg – SCR Altach     (Entfernung: 671 km)
Hier sieht es nicht viel anders aus. Altach kann sich hier Platz 2 endgültig sichern, was man, aufgrund des Fehlens anderer Ziele nun einfach als solches ausgegeben hat, aber überzeugt haben sie dennoch nie wirklich komplett, während Hartberg in Horn schon ganz gut gespielt hat und selbst zu guten Chancen kam, mit Parapatits und Tsoumou vorne (der hier für ideal erklärten Besetzung) und nur unglücklich in der Nachspielzeit verloren.
Was es bedeutet? Gar nichts. Es bleibt ein Pass.
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SV Kapfenberg – SV Grödig     (Entfernung: 233 km)
Eine absolut ausgeglichene Partie, wie man findet. Grödig hat zuletzt wirklich eine Ausnahmeklasse unter Beweis gestellt in einem Spiel, in dem NUR Fußball gespielt wurde (und weder gekratzt noch gebissen, und sowieso nicht anderweitig gefoult). Das Bällchen lief flüssig und gekonnt durch die eigenen Reihen und man hätte auch locker mehr als die zwei Tore machen können. Was man zu sehen bekam, war jedenfalls das Topniveau der Liga, welches nicht auf reines Ergebnisse einfahren ausgerichtet war.
Kapfenberg hat den Betriebsunfall der einzigen Rückrundenniederlage mit dem 2:0 gegen den FC Lustenau prompt wieder ausgebügelt. Sie stehen auf 4, und das wäre sogar ein ordentlicher Abschluss, falls da nicht sogar noch Platz 3 in Aussicht stünde, was man dann schon als sensationell bezeichnen müsste. Die Verletztenliste dürfte aber nicht schon für dieses Spiel so erheblich kürzer werden, so dass man sich auch nicht FÜR sie aussprechen könnte.
Weder für diesen, noch für jenen: ein Pass.
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Vorschau Schweiz Raiffeisen Super League, Nachholspiel

in Kürze:

Eine ideale Paarung steht an.
 
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Servette Genf – FC Sion     (Entfernung: 162 km)
Hier muss man nun wirklich nicht lange gefragt werden. Die Luise werden sicher bald in den Keller gehen auf Servette — denn ein schlimmeres Chaos als bei Sion kann es einfach nicht mehr geben. Unter diesem Präsidenten wird sich jeder nur dies sagen: sack so viel Kohle ein, wie du bekommen kannst, aufm Platz ist egal, was du oder die Mannschaft ablieferst, dann sieh zu, dass du bald das Weite suchst. Nun dürfte sogar Europa nicht nur gewaltig wackeln für Sion, sondern sogar komplett flöten gehen — und keinen juckt es, nicht einmal das Publikum.
Servette spielte auch das letzte Spiel mehr als ordentlich und hat einfach nur einiges Pech gehabt (und diese Übersetzung muss man, nach einigen Jahren der Lehre, so hinnehmen: wenn ein Reporter von Abschlussschwäche spricht, hatte die Mannschaft Pech, wenn er von katastrophaler Abschlussschwäche spricht, hatte sie sehr viel Pech; so geschehen bei Servette, beim 0:1 gegen YB). Verdienen können sich die Genfer mit einem Sieg ein Endspiel gegen Lausanne vor eigenem Publikum, und tatsächlich, dem Münchhausen gleich, sich am eigenen Schopfe packen und aus dem Sumpf ziehen.
Viel bessere Gelegenheiten gibt es wohl kaum: 10 von 10 auf den Heimsieg.
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Rückblick Österreich tipp 3 Bundesliga, 34. Spieltag

in Kürze:

 
Ein paar Neigungen hätte man schon, aber es reicht nirgends zu einem ausgewachsenen Tipp. So stehen zwar die Entscheidungen an, insofern eigentlich eine spannende Saisonphase, aber doch drängt sich niemand so ganz gewaltig auf. Ob es nur an den Konstellationen liegt, an der guten Justierung des Marktes, an den Leistungsschwankungen der Teams oder am eigenen mangelnden Selbstvertrauen lässt sich nicht so leicht ergründen, würde aber vermutlich auch nicht viel ändern.
 
Zum Glück hat man keine Einheiten auf die Neigungen riskiert, denn in der Summe waren diese ungünstig. Die Neigung pro Admira ging zwar auf, aber jene für Ried und Rapid jeweils nicht, wobei zumindest die pro Ried nicht gar so ungünstig war — und dennoch nicht aufging.
 
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Wolfsberger AC – Admira/Wacker Mödling     0:0
Zuschauer :  4.950   (Schnitt bisher: 5.189  ; +93.5% gegenüber Vorsaison, als Aufsteiger )
(Entfernung: 250 km)
 
Wolfsberg zuletzt zwei Mal gar nicht gut und doch mit dem (für den Spielverlauf) sensationellen Punktgewinn (0:0) bei Rapid, einhergehend mit einem erhaltenen 4. Tabellenplatz. Heute müssten sie also dringend — denn Ried und Sturm sitzen ihnen bei einem Punkt Rückstand direkt im Nacken. Aber können sie auch?
 
Denn immerhin treffen sie auf eine überzeugende Admira, die erstmals vollumfänglich die ihnen schon seit Winter unterstellte Klasse auf den Platz bringen konnte beim 3:0 gegen Sturm Graz. Es ist also ein ganz normales Spiel, da aber, im Sinne der Anwendung der angeeigneten Lehre aus Deutschland, Liga 3 (die aber textlich schon zuvor erwähnt war), der Abstiegskampf die größeren Kräfte freisetzen kann, könnte man unter keinen Umständen pro Wolfsberg argumentieren.
 
Wenn also neigte man sich Richtung einem zumindest Teilerfolg der Gäste, ohne dies in einem abrechenbaren Tipp zu verankern.
 
Teamnews:
Wolfsberg ohne Stammtorhüter Christian Dobnik (26, TW, 33/0/0), Gernot Messner (32, ZM, 4/0/0), Sandro Zakany (25, OM, 13/0/0), Christian Falk (26, MS, 17/10/0),
Admira ohne Gernot Plassnegger (35, RV, 25/0/3), René Seebacher (24, RM, 10/0/1), Daniel Toth (25, OM, 14/1/0).
 

Es gibt doch eine ganze Menge zu erzählen über eine Partie, die rein vom Ergebnis her langweilig klingt. Zunächst einmal war es ein verdientes Remis und  nie und nimmer ein 0:0 Spiel.

Die erste Hälfte war geprägt von Verletzungspech für die Admira. Gleich drei Mann verletzten sich mehr oder weniger ohne Fremdeinwirkung und mussten ersetzt werden. Dadurch war die Atmosphäre etwas merkwürdig, auch auf den Tribünen, und die erste Hälfte ging außerdem noch recht ereignislos ab.
In Hälfte 2 aber wurde es sehr lebhaft. Chancen gab es auf beiden Seiten, ohne für irgendjemanden klare Vorteile ausmachen zu können. Jedoch bekam die Admira einen berechtigten Elfmeter zugesprochen, der auf kuriose Art „vereitelt“ wurde. Der Elfer wird so glatt verwandelt, dass man nicht auf den Gedanken kommen konnte — hüben nicht, drüben nicht und noch weniger für die Zuschauer –, dass hier irgendetwas nicht gestimmt haben konnte — und doch soll er wiederholt werden. Der Schiri war der Ansicht, dass Spieler zu früh in den Strafraum gestartet sind.
Nun, hierzu hat man persönlich an anderer Stelle schon einmal philosophiert: irregulär und zu wiederholen ist es abhängig davon, welche Mannschaft den (ersten) Fehler macht. Und: grundsätzlich könnte so gut wie jeder Elfmeter wiederholt werden, bei pingeliger Regelauslegung. Es gibt a) fast regelmäßig das zu frühe Hineinlaufen in den Strafraum, meist von beiden Teams praktiziert, und es gibt b) zumeist einen sich falsch verhaltenden Torhüter, der sich nicht an die Regel „beide Füße auf der Torlinie“ hält.
Falls man aber nun unbedingt wiederholten möchte, so sollte man als Schiri schon wenigstens insoweit fair bleiben, als man Fehlverhalten und Ausgang in Einklang bringt. Wenn der Elfer drin ist, sollte nur das Fehlverhalten der Verwandelnden geahndet werden, falls er nicht drin ist umgekehrt. Also: dieser Elfer war drin, nun stellt sich die Frage, ob die Angreifer oder die Abwehrspieler zuerst den Strafraum betreten haben. Hier ist dies absolut nicht eindeutig. Wenn überhaupt, waren es die Abwehrspieler in dieser Situation. Hätte sich der Torhüter zu früh bewegt und der Ball wäre drin, gäbe es (hier viel offensichtlicherer) keinen Grund, den Strafstoß zu wiederholen.
Der Schiri mag nun die Augen auf die sich zu früh bewegenden Spieler gerichtet haben und gar nicht den Ausgang des Schusses beachtet haben. Er sah, dass sich Spieler zu früh bewegten — was eigentlich immer geschieht — und hielt sich nun für einen guten Schiri, ihn wiederholen zu lassen, sozusagen um ein Exempel zu statuieren. Ja, es gibt Gründe, dies zu tun, auch in dieser Szene (denn selbst bei Gleichzeitigkeit der Bewegung könnte er es ja tun). Nur war es hier gerade ein ungünstiger Fall, um es zu tun, da es hier wohl doch die Abwehrspieler waren, die zu früh innerhalb des Sechzehners waren.
Später gab es noch einige durchaus gute Chancen für beide, in einem ansehnlichen Spiel. Keiner konnte eine nutzen — ändert nichts daran: gerechtes Remis.

 
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Austria Wien – SC Wiener Neustadt     3:1 (2:0)
Zuschauer : 12.000    (Schnitt bisher: 9.278  ; +12.8% gegenüber Vorsaison )
(Entfernung: 61 km)
 
Die Angelegenheit viel zu klar, um mit ihr Kohle machen zu können. Wiener Neustadt zuletzt vorgeführt beim 0:6 von den Roten Bullen (gerade in dem Moment, als man dummerweise eher ihnen als den Gästen vertraute) sind wohl doch letztendlich der allgemein ausgemachte Absteiger. Innsbruck, Mattersburg und Admira haben einfach das höhere Potenzial und die Standfestigkeit und werden es dementsprechend wohl schaffen. Wobei natürlich drei Spiele arg wenig sind und noch sind die Wiener Neustädter ja „safe“ auf Platz 9. 
 
Nun, die Austria hingegen wird wohl alles daran setzen — und sie haben die Klasse dafür –, sich die exakt von diesem Gegner „geraubten“ Tore Vorsprung in der Differenz gegenüber den Bullen zurückzuholen. Sollte man also das Tore schießen einmal eröffnen, so wird man Jagd auf weitere machen — nur scheinbar eine Selbstverständlichkeit, aber gegen diesen Gegner, unabhängig von der Tabellensituation, schon, für einen haushohen Favoriten. 
 
Der Markt wird es bloß exakt genau so sehen. Ein 0:6 nicht gerade eine gute Bewerbung, um die Kurse auf den kommenden Gegner in die Höhe zu treiben. Insofern bleibt nur ein Pass.
 
Teamnews:
Austria hat keine Ausfälle,
Wiener Neustadt ohne Markus Glänzet (25, TW, ohne Einsatz), Matthias Maak (21, IV, 17/0/0), Arvedin Terzic (24, LM, 18/5/6). 
 
Tolle Stimmung in Favoriten vor einer tollen Kulisse. Alle waren in Feierlaune und die Partie lief auch relativ glatt. Vor der Pause einige Chancen für die Heimmannschaft gegen eine kompakte Defensive, aber eben nicht übertrieben viele. Eine nutzte Philipp Hosiner unnachahmlich. Hier sah man wirklich, wer oder was den Unterschied ausmacht. Zum 2:0 führte ein relativ softer Elfer, verdient war es dennoch.
Nach der Pause kam Wiener Neustadt durch einen Standard heran (50.) und sorgte damit für ein bisschen Spannung. Und selbst wenn sich die Austria im Kreieren von Torchancen schwer tat, so ließ sie doch nach hinten nichts zu und kam in der 85. doch noch zum 3:1.
 
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SV Mattersburg – Rapid Wien     2:0 (0:0)
Zuschauer : 9.600    (Schnitt bisher: 4.439  ; -9.5% gegenüber Vorsaison )
(Entfernung: 71 km)
 
Die Paarung könnte so schön sein, wenn da nicht….
 
Man würde sich ganz klar für Rapid aussprechen, denn sie haben weiterhin noch nicht die Ergebnisse eingefahren, damit noch nicht Minimalziel Euroleague gesichert, nur spielt man halt gegen einen in den Abstiegskampf verwickelten Gegner, der damit über die besonderen Extrakräfte verfügt, wie nun mehrfach angemerkt. Mattersburg ist zwar auf 7 derzeit, aber es trennen sie nur 2 Punkte von Platz 10. Somit wird es gerade in den Heimspielen besonders wichtig, etwas mitzunehmen (besser: da zu behalten). Gerade im letzten Heimspiel waren sie auch besonders giftig — und stark, beim 3:1 gegen Wolfsberg. Da sie sogar in Ried in Unterzahl den einen Zählen holen konnten, sind sie auch in guter Verfassung, in jeder Hinsicht.
 
Neigung pro Rapid bleibt, aber sicher kein Tipp mit Einheiten.
 
Teamnews:
Mattersburg ohne Alexander (28, IV, 12/1/0), Rotsperre, Nedeljko Malic (25, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, IV, 15/0/1), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3), Dominik Doleschal (24, RM, 4/1/0), Ilco Naumoski (29, MS, 27/4/2),
Rapid ohne Gerson (21, IV, 26/0/0), Thomas Schrammel (25, LV, 18/0/2), Michale Schimpelsberger (22, RV, 16/0/1), Steffen Hofmann (32, OM, 20/2/9).
 
Die Teamnews nehmen sich nicht so viel, aber doch wird die Neigung pro Rapid eher verstärkt, vor allem durch den Ausfall von Naumoski, denn Hofmann fehlt ja schon lange bei Rapid.
 
Die Zuschauerzahl sollte eigentlich darauf deuten, dass sich einige Rapid Fans auf den kurzen Weg gemacht hatten. Von der Stimmung im Stadion her war aber davon wenig zu spüren, das fühlte sich eher nach einseitiger Unterstützung für die Hausherren an. Nun, sie hatten ja auch wirklich ein paar tolle Spiele hingelegt und waren, nachdem sie auf den letzten Platz zurückgefallen waren, überzeugt, diesen wieder abgeben zu können — und haben es bewiesen.
Von Rapid war nicht viel zu sehen, und selbst wenn beide Tore ihre eigene kleine Geschichte haben — dem 1:0 ging ein Freistoß voraus, der nicht berechtigt war und der Torschütze stand sogar einen Tick im Abseits und dem 2:0 ein Handspiel des Stürmers, und es fiel erst in der Nachspielzeit — , so ist der Sieg dennoch verdient.
Ganz stark also Mattersburg, während Rapid sich für die Euroleague noch einmal anstrengen muss.
 
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Red Bull Salzburg – Wacker Innsbruck     3:1 (0:1)
Zuschauer : 7.520    (Schnitt bisher: 7.934  ; -19.5% gegenüber Vorsaison )
(Entfernung: 187 km)
 
Fast exakt die gleiche Paarung wie Austria gegen Wiener Neustadt. Haushoher Favorit (der auf Torejagd geht) gegen Team im Abstiegskampf. Das bereits mehrfach erwähnte schwere Restprogramm der Innsbrucker schlägt hier maximal zu: schwerer als hier könnten sie es einfach nicht haben, auch nicht bei der Austria. 
 
So spielerisch leicht, wie die Bullen in Wiener Neustadt „durchmarschierten“ dürfte auch die oftmals so löchrige Innsbrucker Defensive kaum einen Verteidigungswall aufbauen können. Für das eine oder andere Tor sind sie vielleicht gut, das haben sie oft genug gezeigt, aber um das Spiel nicht zu verlieren bräuchten sie schon noch etwas mehr (Glück?). 
 
Wenn man ganz ehrlich fragt, wer eher etwas holt: Wiener Neustadt in Wien oder Innsbruck in Salzburg, dann müsste man zwar antworten: „Innsbruck“. Aber niemals könnte es für einen Tipp reichen. Ein Pass, das ist ganz klar.
 
Teamnews:
Salzburg ohne Alexander Walke (29, TW, 30/0/0), Franz Schiemer (27, IV, 26/4/4), Martin Hinteregger (20, IV, 24/2/3), Isaac Vorsah (24, IV, 15/1/0), 
Innsbruck ohne Marco Köfler (22, LM, 1/0/0).
 
Guter Beginn von Salzburg, aber nicht belohnt. Danach Innsbruck immer besser und zeigte ebenfalls tollen Fußball, mit ein paar Chancen, von denen eine das 1:0 brachte. Ausgeglichen in etwa die gesamte Hälfte.
Nach der Pause aber Salzburg unwiderstehlich. Und selbst wenn dem Ausgleich ein nicht geahndetes Foulspiel vorausging — zumindest kontrovers — so gab es doch insgesamt so viele tolle Aktionen und Torchancen, dass das 3:1 absolut in Ordnung geht. In einer solchen Verfassung ist Salzburg halt einfach die Nummer 1. Verwunderlich, dass die Fans das einfach nicht spüren oder schon so verwöhnt sind, denn bei einem solchen Spiel bei einem solchen Wetter eine Kulisse von nur 7.500, damit unter Schnitt, sind schon eine rechte Beleidigung.
Innsbruck ebenfalls stark, selbst wenn sie nach der Pause kaum noch Anteil hatten an dem Spiel.
 
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Sturm Graz – SV Ried     3:1 (1:0)
Zuschauer : 7.895    (Schnitt bisher:  10.981 ; +1.4% gegenüber Vorsaison )
(Entfernung: 242 km)
 
Hoch erfreut ist man natürlich, wenn einer der so zahlreichen irrwitzigen Trainerwechsel einmal voll und ganz „backfired“. Unter Schopp wurden nicht nur absolut keine Punkte geholt und auch keine Leistungen abgeliefert, sondern zusätzlich pro Spiel stets drei Tore kassiert. Wer oder was feuert zurück? Genau, der Rohrkrepierer. 
 
Ried hingegen hat auch im letzten Spiel keineswegs enttäuscht. Es wurde nur ein 1:1, aber die Chancen waren da, das Spiel für sich zu entscheiden (auch schon bei 11 gegen 11). Es war halt nicht, aber es lag nicht an der Leistung, obwohl diese dennoch nicht ganz so toll war wie in manchem Spiel zuvor. Ja, man traut eher den Gästen etwas zu, das stimmt, nur kann man sich auch hier nicht zu einem Tipp durchringen. Es ist eine Art Endspiel um Europa, welches man einfach gewinnen muss (eigentlich beidseitig, denn ein Remis bei jetzt schon Rückstand dürfte zu wenig sein). Die Fans werden zwar skeptisch sein, aber sie werden da sein.
 
So geht auch hier nichts. Neigung pro Ried ja, Tipp nein.
 
Teamnews:
Sturm ohne Andreas Hölzl (28, RV, 18/1/2), Gelb-Rot, Leonhard Kaufmann (24, RV, 17/0/2), Philipp Hütter (22, RV, 4/0/0), Tobias Kainz (20, ZM, 18/0/2), Richard Sukuta-Pasu (22, MS, 29/12/2),
Ried ohne Ausfälle.
 
Auch mit den Neigungen kommt man nicht hin. Wobei dies hier nur für das Endergebnis gilt, nicht aber für den Verlauf.
Sturm tut sich weiterhin extrem schwer. Diesmal gingen sie sogar in Führung — durch einen kuriosen Treffer, ein Eigentor, bei welchem Ruben Okotie aber mitwirkte, der jedoch kurz zuvor nach einem bösen Tritt bereits hätte Rot sehen können/müssen –, aber selbst das sorgte für kein bisschen Sicherheit.
Nach dem Wechsel gab es Gelb-Rot gegen einen Rieder — ein dummes Handspiel in der zweiten Aktion, und selbst wenn berechtigt, so steht es doch in keinem Verhältnis zu dem Tritt von Okotie — , und auch danach wurde es nicht besser seitens Sturm. Ried kam sogar zum Ausgleich, durch ein tolles Tor von René Gartler. Etwas später ein zweiter Ausschluss gegen Ried — ebenfalls Gelb-Rot, aber eine Szene, in der eher beide halten –, nur war Sturm danach zwar überlegen, kein Wunder bei 11 gegen 9, aber noch immer nicht zwingend. Es gelang das 2:1, nur hatte Ried sogar in doppelter Unterzahl eine weitere Riesenchance zum Ausgleich, die fälschlich wegen Abseits unterbunden wurde — ein Spieler allein aufs Tor.
In der Nachspielzeit gelang das 3:1, nur war es hier Abseits.
Also nicht einmal „Besserung“ könnte man Sturm guten Herzens attestieren. Hier war es ein Haufen Suppe und ein mitspielender Schiri, der ihnen zum Sieg verhalf.
 
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Rückblick Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 34. Spieltag

in Kürze:

 
Alle Entscheidungen sind gefallen, und selbst wenn jene um Platz 2 nicht endgültig, so doch wohl insofern jene des Aufstieges, als beide bedrohten Erstligisten die Lizenzvorgaben erfüllen dürften. Bedeutet aber nicht, dass kein Fußball mehr gespielt würde, wie die letzten Runde bereits zeigten: alle kämpfen mit Ehrgeiz, entweder um neue Verträge, um Tabellenplätze, um Siegprämien oder einfach aus Freude am Fußball.
 
Die beiden Tipps gingen auf, mit Horn und Kapfenberg, +4 und +3, wobei jener für Horn durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit zustande kam und jener auf Kapfenberg zwar am Ende hätte höher ausfallen sollen, aber zuvor hart umkämpft war. Nun, schämen muss man sich jedenfalls nicht.
 
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SCR Altach – First Vienna     3:1 (1:1)
Zuschauer : 1.677    (Schnitt bisher: 2.493  ; -27.2% gegenüber Vorsaison )
(Entfernung: 639 km)
 
Altach hat sich auf Platz 2 fest gesetzt, mit einer doch deutlich besseren Rückrunde als die verkorkste Hinrunde. Dennoch konnten sie nie restlos überzeugen.
 
Die Vienna hatte sicher oftmals das Glück auf ihrer Seite in ein paar sehr kuriosen Spielen, sich aber doch voll und ganz in der Liga etabliert, und die Erfolge längst nicht mehr so zufällig erzielt — selbst wenn beim letzten Sieg gegen Kapfenberg mal wieder einiges an Glück erforderlich war. Platz 6 ist klasse bei den Ansprüchen und dem Kader und selbst wenn etwas zu hoch: gegen sie würde man auch nicht antreten, dazu waren sie in vielen Spielen zu gut.
 
So ist es einfach ein Pass.
 
Teamnews:
Altach hat keine Ausfälle,
die Vienna Markus Speiser (28, IV, 28/0/1), Richard Czar (20, LV, 17/0/2), Bernhard Fucik (22, RA, 13/2/1).
 
Ein klar verdienter Sieg für Altach, der auch locker hätte höher ausfallen können, nach einer allerdings ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der die Vienna ebenfalls guten Fußball zeigte und damit den ihnen entgegengebrachten Respekt rechtfertigte.
Nach der Pause gab es aber doch eine klare Überlegenheit, vor allem in den Chancen, welche den klaren Sieg (mit Aussicht auf mehr) verdient machten.
 
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Austria Lustenau – Blau Weiß Linz     1:0 (0:0)
Zuschauer :  2.100   (Schnitt bisher: 3.931  ; +0.3% gegenüber Vorsaison )
(Entfernung: 471 km)
 
Dauerhafte Misserfolge führen auch nach guten Leistungen oftmals zu einem (neuerlichen) Einruch. Die Austria aus Lustenau hatte sich nach total verdorbenem Rückrundenauftakt eigentlich wieder gefangen von den Leistungen her und doch alle, auch ihre guten Spiele, in denen sie durchaus zeigten, eigentlich doch zur Spitzengruppe zu gehören, verloren. Nun gab es wieder ein schwaches Spiel beim 1:2 in St.Pölten. Nichts also, was einen zu ihnen hin ziehen könnte. Die Saison ist in den Sand gesetzt, so ist es nun mal.
 
Blau Weiß Linz hat auch bei ein paar Niederlagen davor gezeigt, dass sie durchaus bemüht sind, ihre Form zu halten und sich für die Relegation „einzuspielen“, seit diese Platzierung feststeht und man somit die Verkrampfung ein wenig lösen konnte. Zuletzt gab es sogar mal wieder einen verdienten Sieg nach guter Leistung mit dem 2:1 gegen Horn. Also: gegen sie sowieso nicht. Auf sie aber auch nicht, weil es doch ein paar Gründe gibt, dass sich die Austria im Heimspiel mal wieder stärker präsentieren wird.
 
Demnach auch hier ein Pass.
 
Teamnews:
Austria Lustenau hat keine Ausfälle,
BW Linz ebenfalls nicht.
 
Positiv angemerkt: beide spielten gut und auch die Zuschauer waren doch recht zahlreich erschienen. 2.100 sind doch ein guter Wert für diese Liga und für diesen Saisonverlauf, eigentlich den beider Teams?
Im Spiel selbst haben sich beide auch ganz gut präsentiert. BW Linz ja ohnehin bemüht, die Form für die Relegation zu halten/aufzubauen, und die Austria auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis. Selbst wenn auch dieser mit 1:0 nur so knapp ausfiel wie der andere in der Rückrunde (ein 1:0 gegen den FC Lustenau) und selbst wenn er noch immer nicht reichte, die Rote Laterne in der Rückrundentabelle abzugeben, so war er doch verdient in einem ganz guten Spiel. Die Erleichterung ebenfalls spürbar, dass es noch immer geht.
 
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SV Horn – TSV Hartberg     2:1 (1:1)
Zuschauer :  1.600   (Schnitt bisher: 1.433  ; Aufsteiger )
(Entfernung: 213 km)
 
Keine Konstanz in den Leistungen, bei beiden nicht. Hartberg nach dem tollen 6:1 gegen FC Lustenau (als Abschluss einer Serie von vier ungeschlagenen Spielen) nun doch wieder mit drei Niederlagen. 
 
Horn hatte eine gute Serie, mit drei zu-Null-Siegen hintereinander, hat aber ganz arg blass ausgesehen in Linz beim 1:2. Der Kader überzeugt aber eigentlich weit mehr bei Horn.
 
Da die fehlende Konstanz beidseitig ist, es für Horn ein Heimspiel ist, sie sogar in Hartberg (kürzlich; ein Nachholspiel) mit 3:0 gewannen und man schon an Vorteile im Kader glaubt auf ihrer Seite, kann man sich hier zu einer 4 von 10 auf die 1 durchringen.
 
Teamnews:
Horn ohne Ersatztorwart Petermann, Emir Delic (21, RM, 21/0/2),
Hartberg René Schicker (28, RM, 9/3/1). 
 
Falls ein Tipp mal aufgeht, muss man natürlich nun auch nicht überkritisch sein. So war es ein gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, leicht im Vorteil die Heimmannschaft, unter anderem mit zwei Lattentreffern. In der Nachspielzeit dann, beim Stande von 1:1, Flanke in den Strafraum, ein Kopfball eines Angreifers — und plötzlich ein Pfiff. Elfmeter.
Nun müsste man wohl annehmen, dass der Schiri diese Texte hier aufmerksam liest. Denn: genau derart sind die ganz vielen aber meist ungeahndeten Handspiele. Fraglos ist ein Abwehrspieler mit der Hand am Ball, da wird wohl niemand den leisesten Zweifel anmelden. Warum also wird, auch in der Kommentierung, dagegen argumentiert? Ja, es war keine direkte Torchance, die zu einer aufgewertet wird, und zwar beinahe der größtmöglichen (dies auch insgesamt  der Grund, warum man intuitiv NICHT pfeifen möchte; man erhöht FAST IMMER die Torchance, und das in einem allgemein sehr torarmen Spiel wie Fußball). Andererseits hätte sie aber entstehen können. Der Abwehrspieler wird zwar von hinten (sogar vom eigenen Mitspieler) angeköpft, aber a) ist die Hand weit ausgefahren, wobei man schon fragen dürfte, warum es der Abwehrspieler tut  (doch nicht etwa, weil er meint, dass er IMMER straffrei ausgeht, wenn der Ball dagegen geht?) und b) wäre der Ball sonst woanders hin geflogen, wo ihn durchaus ein Stürmer hätte erreichen können. Gut der Pfiff, dümmlich und unüberlegt der Kommentar „das war keiner“. Weil er die immergleichen Folgen provoziert: pfeife bloß nicht, dann kann dir nix passieren.
 
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SV Kapfenberg – FC Lustenau     2:0 (1:0)
Zuschauer :  920   (Schnitt bisher: 838  ; -65.5% als Absteiger )
(Entfernung: 569 km)
 
Gemein wäre es natürlich, nach der letzten wirklich starken Leistung vom FC Lustenau, als man dennoch (am Ende klar unverdient) mit 1:2 gegen Altach verlor und den Trainer so stolz machte — sehr gut nachvollziehbar –, nun gegen sie anzutreten.
 
Aber doch gibt es ein paar Gründe dafür: Kapfenberg hat eine ganz starke Rückrunde gespielt, ist in der Tabelle weiterhin auf 1. Man hat zuletzt in Wien bei der Vienna verloren, aber es waren wenige Anzeichen, die auf einen Eindruck hindeuteten. Sie hätten gewinnen können, waren die bessere Mannschaft. Es stehen weitere Verbesserungen in der Tabellenposition in Aussicht, da man nur noch 3 Punkte hinter der Austria aus Lustenau und nur einen hinter St.Pölten steht, ginge es sogar um Rang 3. Zusätzlich ist es ein Heimspiel, in welchem, wenn es für beide um wenig geht, es oftmals zugunsten der Heimmannschaft läuft.
 
Somit 3 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
Kapfenberg ohne Andreas Lukse (25, TW, 23/0/0), Lukas Graf (IV, 18, 3/0/0), Dominic Pürcher (24, LV, 24/2/2), René Pitter (23, RV, 3/0/0), Ismael Barragan (27, DM, 8/0/0), Rotsperre, Mario Grgic (21, ZM, 19/0/1), Dieter Elsnegg (23, HS, 25/7/10), Sanel Kuljic (35, MS, 12/2/1),
FC Lustenau hat keine Ausfälle.
 
Wie es scheint, ist die Liste bei Kapfenberg noch länger geworden (und niemand ist zurück), da man ohnehin keine besonders gute Rechtfertigung hatte, gegen den FC Lustenau anzutreten, wird es einfach doch ein Pass. 
 
Der FC Lustenau erneut mit einem ehrenwerten Auftritt. Vor dem Rückstand war die Partie in etwa ausgeglichen und auch die Gäste hatten ihre Chancen. Kapfenberg ging durch einen Standard in Führung (38.), die man durch einen weiteren ausbauen konnte (58.). Danach allerdings hätte der Sieg weit höher ausfallen müssen.
Nein, man kann sich kaum Vorwürfe machen, auf den Tipp verzichtet zu haben.
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SV Grödig – SKN St.Pölten     2:2 (1:1)
Zuschauer :  750   (Schnitt bisher: 741 ; -4.6% gegenüber Vorsaison )
(Entfernung: 252 km)
 
Beide in guter Verfassung, Grödig hat sich nach der Meisterentscheidung kein bisschen hängen lassen sondern auch in Hartberg mit 2:0 gewonnen. Gut, ja, es waren zumeist Spieler aus dem zweiten Glied am Start, die sicher dadurch gut motiviert waren, aber immerhin war es ein gutes Zeichen, weiter zu machen.
 
St.Pölten hat mit einer sehr guten Leistung die Austria aus Lustenau mit 2:1 besiegt und auch davor nur eines von sieben Spielen verloren. Sie kämpfen sicher um Platz 3.
 
Nichts zu erkennen hier, also ein Pass.
 
Teamnews:
Grödig ohne David Schartner (24, TW, ohne Einsatz), der Rest ist einsatzbereit,
St.Pölten ohne Robert Gruberbauer (24, MS, 19/3/2).
 
Was sollte man nun hier noch viel erzählen? Gerechtes Remis, ok. Spielverlauf: St.Pölten gelingt das erste Tor, in einem doch arg nach Freundschafts- anmutenden Spiel, welches aber die Heimelf kurz darauf egalisieren kann. Nach der Pause gar die Führung, und das nicht einmal unverdient, denn Grödig spielte sehr schönen Fußball, beidseitig wurde aber körperlos gespielt. Erst in der 70. kam St.Pölten einmal richtig nach vorne und direkt fiel nach einer Ecke das 2:2 (70.). Nun kam St.Pölten noch einmal auf, deshalb das Remis verdient.
Wenn man noch etwas erzählen sollte, dann beträfe es den Aufstieg von Grödig und die Zuschauer: selbst nun, als Meister, kommen nur 750 Zuschauer. Man steht auf dem letzten Platz in der Gunst der Zuschauer in dieser Liga — und es scheint keine Aussicht auf Besserung zu geben. Man ist schon geneigt, dem Bürgermeister ein wenig Recht zu geben: was soll Grödig eigentlich in der Bundesliga? Irgendwas ist da auch rundherum faul. Nicht jetzt bei Grödig speziell, eher im gesamten Geschäft Fußball.
 
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Rückblick Schweiz Raiffeisen Superleague, 33. Spieltag

in Kürze:

 
Es stehen noch etliche Entscheidungen aus, eigentlich fast alle. Nur Luzern spielt um nichts derzeit — das aber ausgesprochen gut, und von einem Nachlassen weit und breit nichts zu erkennen. Bedeutet aber noch lange nicht, dass es eine Menge heißer Tipps gibt. Nur mit Mühe wagt man sich an zwei Paarungen heran.
 
Man kommt aus dem Strudel nicht mehr heraus. Es reichte zu zwei Tipps, beide waren nach frühen Gegentoren (das eine war Abseits, beim anderen war es zwei Mal ganz knapp nicht) ziemlich wertlos, obwohl die gewetteten Teams im weiteren Verlauf durchaus zeigten, dass es auch alles hätte ganz anders kommen können. Nützt gar nichts. So sind es -5 auf St.Gallen und -3 auf Servette, macht -8.
 
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FC Basel – Lausanne Sports     2:0 (1:0)
Zuschauer :  35.171   (Schnitt bisher:  28.741)
(Entfernung: 196 km)
 
Fast die gleiche Konstellation, die es in Österreich gleich zwei Mal gibt: Titelkandidat gegen Abstiegskandidat. Sie nehmen sich fast nichts, außer vielleicht, dass Basel keine Torejagd benötigt sondern nur einen Sieg, und selbst diesen nicht mit absoluter Dringlichkeit, da ja GC gar nicht mehr gewinnt, egal, wie (gut) sie spielen. 
Ob ausgerechnet Lausanne in der Lage sein wird, ihre Klassenerhaltshoffnungen hier zu verbessern und dabei zugleich die Meisterschaft noch einmal spannend zu machen? In der derzeitigen Verfassung wohl kaum. 
 
Die Markteinschätzung aushebeln ist an dieser Stelle unmöglich. Ein Pass.
 
Teamnews:
Bei Basel fehlt derzeit wohl niemand, 
bei Lausanne Guillaume Katz (24, IV, 31/0/0) Gelbsperre.
 
Es war eine ziemlich klare Angelegenheit, auf jeden Fall, was die Spielanteile und Torchancen anging. Basel ja auch im Cupfinale vertreten, so dass sie vielleicht nicht alles taten, um einen höheren Sieg einzufahren.
Dennoch muss man hier anmerken, dass das 1:0 ein typisches Abseitstor war, welches sonst immer aberkannt wird — hier aber nicht. Der Stürmer ist wohl auch vorne im Moment des Abspiels, nur geht die Fahne halt unabhängig davon, ob er es ist oder nicht, ja eh immer reflexartig hoch. Hier könnte man schon fragen, ob ein (nein, DER) Topverein vielleicht hier oder da mal davon profitiert, dass er die Nummer 1 ist. Hier hat man kaum Hemmungen, die Fahne mal unten zu lassen und im Zweifel auch mal daneben zu liegen. Wird schon keiner was sagen. Wie sollte Lausanne auch aufmucken, wenn sie doch am Ende eh (klar) verlieren? „Das war aber ungerecht, diese Niederlage, denn das erste Tor war irregulär.“ Da machte man sich lächerlich, insofern schadet es nicht, hier mal die Regel „im Zweifel für… “ (den Spitzenverein?!) anzuwenden.
Der Beweis: Lausanne erzielte (so ziemlich aus der einzigen Chance) das reguläre 1:1 — fast auf die gleiche Art, nur war es hier eben keines –, und hier wurde es aberkannt.
Ändert in der Summe nichts: ein ganz klar verdienter Sieg einer gut spielenden Baseler Mannschaft, der eigentlich hätte höher ausfallen sollen/können/müssen.
 
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FC Sion – Grasshoppers Club Zürich     0:4 (0:2)
Zuschauer : 6.800    (Schnitt bisher:  10.519)
(Entfernung: 276 km)
 
Weniger schmackhaft als diese Partie geht ja wohl kaum. Sion möchte man niemals haben, nein, nein, und nochmals nein. Das 0:5 in St.Gallen war eine echte Backpfeife, auch für den allmächtigen Präsidenten Constantin, der vor ein paar Wochen ja noch Platz 3 als (irrwitziges) Saisonziel ausgerufen hat. Nun müsste doch bald mal wieder der Trainer fällig sein? Denn: ausgerechnet den letzten Gegner hätte man ja überflügeln müssen, um an Platz 3 zu gelangen. Nun sieht man nicht einmal mehr die Rücklichter, abgesehen vom Leistungsstand, bei 11 Punkten Rückstand! Viel mehr ist nun Europa in ernster Gefahr, falls Thun oder die Young Boys mal wieder zu siegen anfangen. 
 
Aber möchte man die Grasshoppers haben? Nun ja, irgendwie und eigentlich schon, ja. Aber gerade sie haben ja (von den Ergebnissen her) mit am meisten enttäuscht. In vier Spielen drei Niederlagen? Nein, auch das schmeckt einfach nicht, zumal die Titelhoffnungen eh schon begraben sein dürften und die Verteidigung von Platz 2 das Ziel sein soll, bei welchem die Beine schwer zu werden scheinen. 
 
Es passt einfach überhaupt nicht. Ein Pass.
 
Teamnews:
bei Sion fallen aus Aislan (25, IV, 12/0/0), Adao Joaquim (20, DM, 12/0/0), Gennaro Gattuso (35, DM, 27/1/1), 
bei GC sind es Stephane Grichting (34, IV, 30/0/0), Gelbsperre, Daniel Pavlovic (25, LV, 23/0/0), Taulant Xhaka (22, RV, 25/0/1), Gelbsperre.
 
Schlimmeres Chaos als bei Sion kann man sich einfach nicht mehr vorstellen. Verursacher: ein (mindestens größen-)wahnsinniger Präsident. Constantin hat vor der Partie (und nach dem 0:5 in St.Gallen) nicht nur tatsächlich einen neuen Trainer geholt (was spielt es eigentlich für ein Rolle, aber heißen tut er Michel Decastel, war aber bereits zu Saisonbeginn dort; „Vertrag“ bis 30.6.; alles nur rundherum lächerlich), sondern zugleich eigenhändig 6 Spieler aus dem Kader gestrichen. Was soll also überhaupt irgendein Trainer dort? Schlimmer kann man nicht mehr agieren. Egal, wie viel Geld er hineinpumpt: derartiges Überschreiten von Kompetenzen kann nie und nimmer Erfolg bringen und man möge gerne in den Texten zurückblättern, dass dies bereits früh im Herbst „angekündigt“ wurde an dieser Stelle.
Allein die Zuschauerzahl beweist bereits, dass niemand mehr etwas mit  Mannschaft und/oder Verein zu tun haben will. Man bedenke: es geht um etwas, man spielt gegen ein Schwergewicht, das Wetter ist schön — und dann kaum die Hälfte der zu erwartenden? Die Stimmung war zudem extrem merkwürdig im Stadion. Bei jedem Gegentor gab es zunehmend lauter werdende Pfiffe, die aber ganz sicher nur gegen die Vereinspolitik gerichtet waren.
Perfekt hingerichtet hat Constantin sie. Wie soll man unter diesen Umständen Fußball spielen? Eine Niederlage — und man fliegt (vom Präsidenten!) aus der Mannschaft.
Im Spiel selbst haben sie zwar zu Beginn noch recht ordentlich gespielt, aber mit den ersten Gegentoren fiel alles auseinander. Nach dem Schlusspfiff ging Kapitän Xavier Margairaz auf den Präsidenten los, noch im Stadion, auf der Tribüne. Die einzig richtige Maßnahme, wie man sich von hier aus zu beurteilen erlaubt!
GC übrigens ebenfalls mit einer merkwürdigen „Taktik“: das Pokalfinale steht an, und zu diesem Zwecke wurden etwa drei Stammkräfte geschont. Ja, geht es denn hier, in diesem Spiel nicht um die Champions League? Oder hat man den Gegner nicht ernst genommen, in dieser Aufstellung und Verfassung?
Die Partie selbst war eine klare Angelegenheit, zumindest ab dem ersten Gegentor und der danach nicht verwerteten Ausgleichschance.
 
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FC Thun – FC St.Gallen     3:0 (2:0)
Zuschauer :  4.495   (Schnitt bisher:  5.338)
(Entfernung: 231 km)
 
Tja, es steht schon etwas auf dem Spiel hier. Thun könnte tatsächlich noch einmal den FC Sion angreifen für Platz 5, während St.Gallen sicher mit einigem Optimismus auf Platz 2 schielen dürfte, der ihnen tatsächlich als Aufsteiger sensationell einen CL-Quali Platz verschaffen würde. Für beide lohnt es also. Wer ist näher dran?
 
Thun hatte die phantastische Serie, als sie hintereinander allen möglichen Spitzenteams Punkte abluchsten. Nur sind diese „Zeiten“ schon wieder drei Spiele her. Danach gab es ein nicht eben tolles 1:1 gegen Luzern, ein 0:2 bei Servette und zuletzt ein 2:0 gegen ein wirklich schwaches Lausanne. Es war Normalmaß, was in diesem Falle hieße Mittelmaß, und dies noch immer aller Ehren wert für den kleinsten Club der Liga.
 
St.Gallen mit dem nun haushoch die Torjägerliste anführenden, zugleich fast Assistkönig Oscar Scarione in absoluter Topform auf dem Vormarsch. Alle Leistungen von ihnen waren eigentlich gut, selbst wenn eine Weile lang nicht gut belohnt. Ein 5:0 gegen Sion gibt den nötigen Auftrieb für dieses Spiel hier (nachdem man 0:2 in Luzern verloren hatte).
 
Die Neigung geht ganz klar Richtung St.Gallen. Thun wird sich eher zurücklehnen als die Gäste, die eine sensationelle Saison krönen können. 3 von 10 auf die 2.
 
Teamnews:
Bei Thun fehlen Seif Ghezal (31, IV, 23/1/0), Kevin Bigler (20, RV, ohne Einsatz), Benjamin Lüthi (24, RV, 29/0/3), Gelb-Rot, Roland Bättig (33, DM, 20/0/0), Muhamed Demiri (27, DM, 28/2/2), Renato Steffen (21, LM, 15/3/4), Gelbsperre, Mathieu Salamand (22, OM, 20/2/5), Cassio Horta Magalhaes (22, MS, 10/1/1),
bei St.Gallen sind es Marco Hämmerli (28, LV, 2/0/0), Rotsperre, Franck Etoundi (22, MS, 21/2/3), Sven Lehmann (21, MS, 1/0/0), Gelbsperre.
 
Die Teamnews sprechen noch mehr für St.Gallen, trotz deren wichtigen Ausfalles von Etoundi, also machen wir 5 von 10 auf die 2.
 
Immer, wenn man sich mal gegen Thun stellt, liefern sie wieder eine derartige Leistung ab. Umgekehrt ist es wohl, wenn man hinter ihnen stehen sollte.
Diese Partie war nach 12 Minuten bereits so gut wie entschieden, da es danach bereits 2:0 stand (4., 12.). Wobei dem 1:0 ein klares Abseits vorausging und das 2:0 ein Stochertor war. Später drängte St.Gallen auf zumindest den Anschlusstreffer, der aber einfach nicht gelingen wollte. In der Nachspielzeit fiel das 3:0.
Natürlich ist es nicht gut möglich, aus einem 0:3 eine gute Wette zu konstruieren. Aber ohne das 1:0 hätte es ohnehin ganz anders aussehen können und im späteren Spielverlauf hätte es zumindest mal den Anschluss geben sollen.
 
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Servette Genf – Young Boys Bern     0:1 (0:1)
Zuschauer :     (Schnitt bisher:  6.847)
(Entfernung: 159 km)
 
Es ist nicht ganz so einfach, das Positive bei den Young Boys zu entdecken. Finanzkrise im Club, schon lange eine Krise in der Mannschaft, auch hier ein (völlig sinnloser) Trainerwechsel zu dem zwar sehr engagierten, aber doch meist missmutigen Challandes, Europa fast außer Reichweite, rundherum: mieser geht es nicht. Was soll da noch ein Gefasel von „Potenzial“ in der Mannschaft? Sie haben ein 4:0 gegen GC erzielt, ja, aber selbst dies war a) nicht überzeugend, und b) hat es den erhofften Leistungsboost nicht gegeben, wie das klägliche 1:3 in Luzern zeigte. Hier stimmt einfach gar nichts.
 
Servette hat auch bei der Niederlage in Basel teils ansehnlichen Fußball gezeigt. Ein 0:2 ist keine Schande und ein einzelner Erfolg in einer derartigen Partie hier könnte die ganze Saison retten. Man wäre flugs auf einen Punkt an Lausanne heran (so diese denn auch brav die Punkte in Basel abliefern), und hätte direkt am Dienstag danach das einzig ausstehende Nachholspiel daheim gegen ein fast genau so wie YB kriselndes Sion. Das sind doch Aussichten? Dass die Fans mitziehen, konnte man sehen, denn sie waren sogar in Auswärtsspielen (recht zahlreich) angereist.
 
Hier also neigt man sich zu Servette. Damit es nicht immer nur beim Blabla bleibt: 3 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
Servette ohne Matias Vitkieviez (28, RM, 24/2/2), Gelbsperre, Geoffrey Tréand (27, LA, 25/4/5), Gelbsperre, wichtig,
YB ohne Pascal Doubal (20, ZM, 12/0/0), Moreno Costanzo (25, OM, 22/6/6), Gelbsperre, Josh Simpson, schon die ganze Saison, Gonzalo Zarate (28, RA, 16/2/2).
Die Teamnews nehmen sich wenig bis gar nichts.
 
YB mit gutem Start und nach 6 Minuten bereits das 1:0 für die Gäste. Da die Wette damit bereits ziemlich wertlos wurde, kann man ja immerhin mal erwähnen, dass der Assistent in dem Angriff zwei Mal die Chance gehabt hätte, auf Abseits zu entscheiden. Es war wohl gleiche Höhe und ohnehin wird ja hier stets gewaltig dafür argumentiert, dass die Fahne den Regeln entsprechend häufiger unten bleibt, auf der anderen Seite ist es eben doch so, dass ein derartiger Angriff sehr oft bereits in der Entstehung unterbunden worden wäre — und dies hier zum eigenen Nachteil nicht geschah.
Die erste Hälfte später ziemlich ausgeglichen (wobei die Anfangsphase vielleicht ein kleines Plus pro YB ergibt), die zweite Hälfte aber eine reine Einbahnstraße Richtung YB Tor. Dass Servette dieses Spiel verloren hat, muss einem einfach leid tun wenn man die Fülle der guten Chancen sieht. Sie haben es sehr gut gemacht, auch die Stimmung im Stadion war durchgehend positiv — bis nach der 7. verpassten Torchance ein paar vereinzelte Pfiffe zu hören waren. Das muss aber entweder reine Enttäuschung oder Dummheit gewesen sein. Falsch gemacht haben sie sicher nicht viel. Einfach Pech, dass nicht wenigstens der Ausgleich fiel. Wie es danach weiter gegangen wäre?
Jedenfalls kann man die Wette einfach nicht als schlecht ansehen so gut wie Servette spielte.
 
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FC Zürich – FC Luzern     4:1 (1:0)
Zuschauer : 10.301    (Schnitt bisher: 10.864 )
(Entfernung: 52 km)
 
Man ist geneigt, hier einen Heimsieg vorherzusagen — stellt aber mit Erstauen fest, dass es dem Markt ähnlich geht. Wieso? Nun, bevor die Antwort darauf folgt, zunächst ein paar allgemeinere Bemerkungen: Luzern unter Bernegger also ungeschlagen, erfolgreich also, und teils auch wieder mit dem Fußball, der ihnen in der letzten Saison den Vize-Titel einbrachte. Dem FCZ bescheinigte man zwar lange ein schlummerndes Potenzial, erkannte aber ebenso, dass es einfach nicht abgerufen wurde, und selbst bei den vermehrt auftretenden Siegen selten vollumfänglich zu erkennen war. Es waren Siege, ja, aber es waren keine Glanzlichter.
 
Ganz zuletzt hat sich dies aber geringfügig geändert. Vor allem die Partie gegen den FC Basel (3:1), als man den Tabellenführer regelrecht an die Wand spielte und sich auch von Ungerechtigkeiten und einem lange währenden Rückstand, bei etlichen verpassten Chancen, nie zurückwerfen ließ und einfach immer weiter machte, bis die Tore fielen. 
 
Der Großteil der Antwort auf die oben gestellte Frage ist hier schon geliefert. Es ist am Markt immer wieder zu beobachten, dass derart „schlummernde Giganten“ wie der FCZ (denen man sicher mit dem Kader eine Titelchallenge zugetraut hatte) sofort für gigantische Kurseinbrüche sorgen, sobald sie ein oder zwei Ergebnisse abliefern. Dieses Phänomen also, ungeachtet des (in so guter Form befindlichen) Gegners also hier ein weiterer Teil der Antwort. Dass man sich selbst diesem „Massengefühl“ unterworfen hat, ist keineswegs peinlich. Denn: hier kommt noch ein wichtiger Punkt hinzu: der FCZ steht auf einem Euroleauge Startplatz und muss diesen verteidigen, während Luzern — so gut sie es auch tun in den letzten Spielen — um gar nicht spielt.
 
Also gibt es auch für dieses Spiel nur die eine Lösung: nichts tun.
 
Teamnews:
FCZ ohne Raphael Koch (23, IV, 17/1/0), Gelbsperre, Burim Kukeli (29, DM, 12/0/1), Oliver Buff (20, ZM, 23/1/2), Rotsperre, Davide Chiumiento (28, LA, 18/2/6), 
Luzern ohne Marijan Urtic (22, RV, ohne Einsatz).
 
Luzern spielt zu Beginn etwas besser, kommt zu zwei Chancen gegenüber keinen für den FCZ. Aber doch beiderseits ein etwas verhaltenes Spiel in der Phase. Gegen Ende von Hälfte 1 dreht die Heimmannschaft urplötzlich auf und kommt zu vier Chancen in Serie, von denen die letzte genutzt wird.
Auch in Hälfte 2 Luzern gut, kommt in der 58. zum Ausgleich in einem nun besser und besser werdenden Spiel. Luzern ständig im Vorwärtsgang — und das nützt der FCZ mit einem Konter zum 2:1 (66.). Danach noch mehr Druck von den Gästen, der Ausgleich wäre jedenfalls verdient und war mehrfach gut möglich — ein Lattentreffer als Beispiel –, und in der Nachspielzeit fallen gegen eine komplett entblößte Defensive die Tore zum 3:1 und 4:1.
Insgesamt ein sehr gutes Spiel, aber ein Remis wäre viel gerechter gewesen. Man darf schon sagen, dass der FCZ die ganz großen Stärken in der Offensive hat, was man hier bezeugen konnte, nur waren sie halt zumeist in einer Kontersituation, da in Führung liegend.
Beide Mannschaften auf jeden Fall in sehr guter Verfassung, aber fast noch besser konnten die Gäste insgesamt gefallen.
 
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Vorschau 3. Bundesliga 38. Spieltag

in Kürze:

 
Sowieso an einem letzten Spieltag quasi nichts zu machen. Immerhin aber steht ein echtes Endspiel an (Darmstadt gegen Stuttgarter Kickers), sowie ein Duell der letzten Chance, zwischen Münster und Babelsberg. Verführen kann einen dies aber kaum, sich hier tiefer zu verwickeln.
 
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Wacker Burghausen – Arminia Bielefeld     (Entfernung: 667 km)
Sicherer Klassenerhalt gegen sicher aufgestiegen? Egal, was der Markt dazu sagt: man glaubt es ihm. Sonnenklares Pass.
Teamnews:
Burghausen ohne Moritz Moser (20, RV, 20/0/1), Youssef Mokhtari (34, OM, 24/4/7), Sahr Senesie (27, HS, 31/4/1), Ahmet Koulabas (25, MS, 26/2/3),
Bielefeld hat keine Ausfälle. 
 
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FC Chemnitz – SpVgg Unterhaching     (Entfernung: 395 km)
SIcherer Klassenerhalt gegen sicheren Klassenerhalt? Ebenfalls ein Pass. Hier aber so viel angemerkt: nachdem Unterhaching beim 1:3 gegen Babelsberg die Leistung verweigert hatte, haben sie dies wieder gut gemacht, indem sie Preußen Münster daheim 3:0 besiegt haben. Chemnitz hingegen hatte man stets Charakter unterstellt — und gerade beim 1:1 in Stuttgart bei den Kickers haben sie diesen nicht gezeigt, und dennoch das Remis geholt.
Ändert natürlich nichts an diesem Fazit: ein Pass.
Teamnews:
Chemnitz ohne Fabian Stenzel (26, RV, 29/0/5), Carsten Sträßer (32, DM, 28/0/3), Gelbsperre, 
bei Unterhaching sind es Stefan Riederer (27, TW, 22/0/0), Mike Niebauer (19, IV, ohne Einsatz), Roland Sternisko (25, DM, ohne Einsatz), Stephan Thee (24, RM, 32/6/5).
 
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SV Darmstadt 98 – Stuttgarter Kickers     (Entfernung: 178 km)
Das Abstiegsendspiel. Aufgrund der guten Tordifferenz genügt StuKi ein Remis, um die Klasse zu halten (punktemäßig könnte Babelsberg zwar aufschließen,  Dortmund vorbeiziehen, aber Babelsberg müsste zugleich 10 Tore gut machen), Darmstadt muss gewinnen, ist dann aber sicher drin, weil man den Gegner überholt.
Nach den im letzten Spiel gezeigten Leistungen hätten es derzeit beide verdient. StuKi hatte allerdings davor beim Sieg ein Münster eine ganze Menge Glück und konnte auch sonst nicht so überzeugen wie Darmstadt. Insofern hier zumindest diese Neigung: Darmstadt macht es. Sie haben zwar die schlechteren Ergebnisse erzielt, sahen aber dennoch besser aus.
Teamnews:
bei Darmstadt fehlt niemand,
bei StuKi fehlt nur Royal-Dominique Fennell (23, IV, 12/2/0).
 
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Hallescher FC – 1.FC Saarbrücken     (Entfernung: 572 km)
Klassenerhalt gegen Klassenerhalt und gute Leistungen allenthalben gegen gute Leistungen allenthalben ergibt auch hier das einzig logische Pass. Falls man dennoch zu einer Neigung gezwungen wird: sie ginge Richtung Halle. Die werden garantiert zu Hause noch einmal Gas geben.
Teamnews:
bei Halle fehlt niemand,
bei Saarbrücken fehlen Tim Knippig (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1).
 
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1.FC Heidenheim – Kickers Offenbach     (Entfernung: 262 km)
Offenbach mit dem letzten Sieg im Derby (1:0 gegen Wehen, mit sehr starker Leistung) sicher drin. Heidenheim, nachdem man letzte Woche noch vorrechnete, dass ihre Chancen sehr schmal sind, nun urplötzlich auf dem Relegationsplatz. Das Stadion wird voll sein, der Gegner zu einer Statistenrolle geladen, die er wohl gerne und willig ausfüllen dürfte. Am Markt vorbei kommt man dennoch nicht. Was immer er hier vorgibt, wird passen, insofern passt man selber.
Teamnews:
bei Heidenheim fehlen Michael Deutsche (21, RA, 14/0/1), Andreas Spann (28, MS, ohne Einsatz), Patrick Mayer (25, MS, 9/2/1),
bei Offenbach fallen aus Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), Christopher Lamprecht (28, RV, ohne Einsatz), Sead Mehic (38, DM, 23/2/1), Julius Reinhardt (25, ZM, 35/3/13), Theo Vogelsang (23, OM, 5/0/0), Kai Hesse (27, MS, 3/0/0).
 
Die Teamnews sprechen eine noch viel deutlichere Sprache pro Heidenheim.
 
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Preußen Münster – SV Babelsberg 03     (Entfernung: 451 km)
Tja, hier ein echtes Duell, jedoch eines der absolut Enttäuschten. Babelsberg bräuchte den unmöglichen 10-Tore-Sieg, um sicher drin zu bleiben, Münster das Wunder, das weder Heidenheim noch Osnabrück gewinnen. Babelsberg hätte die kleine Zusatzhoffnung, dass Dortmund nicht gewinnt in Stuttgart, bei eigenem Sieg. Da aber Münster sicher seine wenn auch kleine Chance daheim zu nutzen versuchen wird — man stelle sich vor, Heidenheim und Osnabrück gewinnen nicht — aber sie selbst auch nicht. Das wäre ein echtes Drama.
Theoretisch geht es also noch und beide werden versuchen, ihren Teil zum Gelingen beizutragen — der Rest liegt nicht in ihren Händen. Da man jedoch zugleich davon ausgehen muss, dass die Zwischenergebnisse durchsickern und es zwischendurch die miederschmetternden Nachrichten geben kann, dass alle auch noch so große Mühe vergebens wäre, macht man natürlich ohnehin keinerlei Wettvorschlag — denn diese Unwägbarkeit ist nur schwer kalkulierbar. Dennoch ist die Neigung da, dass es Münster richten wird. Der Gegner mit zu kleinen Hoffnungen, die (wenigen) „Fans“ haben sie eh schon mit den „Absteiger-Absteiger“ Sprechchören verabschiedet, während Münster vor eigenem Publikum — welches ihnen dennoch dankbar und wohlgesonnen, ja viel eher mitfühlend ist — die Partie ganz normal angehen wird.
Also: klarer Hang zur klaren 1.
Teamnews:
Münster ohne Patrick Kirsch (32, IV, 28/2/1), Gelb-Rot, Dominik Schmidt (25, IV, 14/2/0), Gelbsperre, 
Babelsberg hat keine Ausfälle. 
 
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VfL Osnabrück – Alemannia Aachen     (Entfernung: 263 km)
Hier die Situation weit weniger klar als sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn: Wollitz hat sich nach dem enttäuschenden und unverdienten 0:1 in Bielefeld in der Emotion wohl unpassend geäußert, seinen Rücktritt nach Saisonende erklärt und zugleich ein wenig den Vorstand kritisiert. Dieser sah keine andere Möglichkeit, als ihn direkt nach der Äußerung frei zu stellen. Das bedeutet, dass Osnabrück ohne richtigen Trainer (es wird eine Interimslösung geben, klar) in die Partie geht, zugleich wohl auch nicht mehr recht hofft, und es nicht einmal sicher ist, dass die Fans nach der Aktion hinter ihrem Team stehen werden.
Aachen hat endlich mal wieder einen Sieg eingefahren und dürfte es auch hier versuchen, etwas zu holen. Möglich sogar, dass sie es Heidenheim oder Münster mehr gönnen. Also: keine so klare 1, wie es wohl der Markt sieht. Dennoch kein Wettvorschlag, versteht sich.
Teamnews:
Osnabrück hat keine Ausfälle,
Aachen ohne  Aiden Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1).
 
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Hansa Rostock – Rot Weiß Erfurt     (Entfernung: 492 km)
Das Ostderby mit der wohl größten Entfernung für die beiden Teams, für die die Saison alles andere als gut lief — und doch einen versöhnlichen Abschluss findet. Mehr als Klassenerhalt ging schon lange nicht mehr, und den hat man gepackt. Wobei es tatsächlich bei beiden auch mit den Leistungen etwas aufwärts ging, noch mehr natürlich bei Erfurt, aber gerade im letzten (insgesamt tollen) Spiel gab es daheim das 2:4 gegen Darmstadt — welches dennoch den Klassenerhalt bedeutete. Rostock holte den einen Punkt in Karlsruhe, der für beide Teams alle Zweifel ausräumte.
Nun gut, was auch immer: man hält sich ohnehin raus.
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), Ken Leemans (30, DM, 30/3/2), Mohamed Lartey (26, OM, 1/0/0),
Erfurt ohne Ersatztorwart Salz, sonst alle fit.
 
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VfB Stuttgart II – Borussia Dortmund II     (Entfernung: 418 km)
Stuttgart hatte nun diese eine ganz tolle Partie gegen den KSC abgeliefert, als man dennoch mit 0:1 als klar besseres Team den Platz verließ. Danach jedoch gab es das 2:4 in Aachen, in welchem man zwar munter mit nach vorne spielte, dabei aber die Abwehr vernachlässigte. Logisch kann ein 2:4 gegen das Schlusslicht niemals ein überragendes Spiel gewesen sein.
Dortmund hat x Mal gezeigt, dass sie richtig kicken können (wie es der Trainer der Ersten, Jürgen Klopp, wohl ausdrücken würde). Die Punkte reichen trotzdem (noch) nicht aus. Man benötigt hier einen Sieg. Klar ist das Vermögen da, auch der Wille, so dass es ihnen zuzutrauen ist. Die Frage nur: spielt Stuttgart da mit?
Ein Pass ist es ohnehin, was immer der Markt da an Einschätzung auspackt.
Teamnews:
Stuttgart ohne Dominik Gallert (19, RV, kein Einsatz), Rani Khedira (19, ZM, 31/0/0), Kevin Störer (19, OM, 21/2/1), Soufian Benyamina (23, MS, 30/12/0), Rotsperre,
Dortmund ohne Konstantin Fring (23, DM, 19/0/0).
 
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SV Wehen/Wiesbaden – Karlsruher SC     (Entfernung: 150 km)
Wieder einmal: sicherer Klassenerhalt gegen sicheren Aufstieg. Wehen war schon im Spiel davor — nach glänzender Serie — nicht mehr so aufgelegt, gewann aber dennoch überaus glücklich mit 3:1 gegen Saarbrücken. Im letzten Spiel nun ein 0:1 in Offenbach, wo sie als reine Statisten auftraten. Also: auf sie würde man auf keinen Fall vertrauen, trotz des möglichen fast sensationell anmutenden möglichen Sprungs auf Rang 6 in der Tabelle, nachdem man die Hinserie fast „durchremisiert“ hatte.
Der KSC sowieso ausschließlich in Feierlaune, insofern die Partie die reine Wundertüte. Ziemlich garantieren kann man aber ein schönes Spiel in guter Atmosphäre.
Teamnews:
Wehen ohne Jeff Gyasi (24, IV, 21/0/1), Lars Guenther (18, DM, 6/0/0), Martin Röser (22, RM, 3/0/0), Milan Ivana (29, RM, 29/6/2), Yannik Oenning (20, LM, 1/0/0),  Alf Mintzel (31, LM, 31/6/7), 
KSC hat keine Ausfälle. 
 
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Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 34. Spieltag

in Kürze:

 
Ein paar Neigungen hätte man schon, aber es reicht nirgends zu einem ausgewachsenen Tipp. So stehen zwar die Entscheidungen an, insofern eigentlich eine spannende Saisonphase, aber doch drängt sich niemand so ganz gewaltig auf. Ob es nur an den Konstellationen liegt, an der guten Justierung des Marktes, an den Leistungsschwankungen der Teams oder am eigenen mangelnden Selbstvertrauen lässt sich nicht so leicht ergründen, würde aber vermutlich auch nicht viel ändern.
 
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Wolfsberger AC – Admira/Wacker Mödling     (Entfernung: 250 km)
Wolfsberg zuletzt zwei Mal gar nicht gut und doch mit dem (für den Spielverlauf) sensationellen Punktgewinn (0:0) bei Rapid, einhergehend mit einem erhaltenen 4. Tabellenplatz. Heute müssten sie also dringend — denn Ried und Sturm sitzen ihnen bei einem Punkt Rückstand direkt im Nacken. Aber können sie auch?
Denn immerhin treffen sie auf eine überzeugende Admira, die erstmals vollumfänglich die ihnen schon seit Winter unterstellte Klasse auf den Platz bringen konnte beim 3:0 gegen Sturm Graz. Es ist also ein ganz normales Spiel, da aber, im Sinne der Anwendung der angeeigneten Lehre aus Deutschland, Liga 3 (die aber textlich schon zuvor erwähnt war), der Abstiegskampf die größeren Kräfte freisetzen kann, könnte man unter keinen Umständen pro Wolfsberg argumentieren.
Wenn also neigte man sich Richtung einem zumindest Teilerfolg der Gäste, ohne dies in einem abrechenbaren Tipp zu verankern.
Teamnews:
Wolfsberg ohne Stammtorhüter Christian Dobnik (26, TW, 33/0/0), Gernot Messner (32, ZM, 4/0/0), Sandro Zakany (25, OM, 13/0/0), Christian Falk (26, MS, 17/10/0),
Admira ohne Gernot Plassnegger (35, RV, 25/0/3), René Seebacher (24, RM, 10/0/1), Daniel Toth (25, OM, 14/1/0).
 
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Austria Wien – SC Wiener Neustadt     (Entfernung: 61 km)
Die Angelegenheit viel zu klar, um mit ihr Kohle machen zu können. Wiener Neustadt zuletzt vorgeführt beim 0:6 von den Roten Bullen (gerade in dem Moment, als man dummerweise eher ihnen als den Gästen vertraute) sind wohl doch letztendlich der allgemein ausgemachte Absteiger. Innsbruck, Mattersburg und Admira haben einfach das höhere Potenzial und die Standfestigkeit und werden es dementsprechend wohl schaffen. Wobei natürlich drei Spiele arg wenig sind und noch sind die Wiener Neustädter ja „safe“ auf Platz 9.
Nun, die Austria hingegen wird wohl alles daran setzen — und sie haben die Klasse dafür –, sich die exakt von diesem Gegner „geraubten“ Tore Vorsprung in der Differenz gegenüber den Bullen zurückzuholen. Sollte man also das Tore schießen einmal eröffnen, so wird man Jagd auf weitere machen — nur scheinbar eine Selbstverständlichkeit, aber gegen diesen Gegner, unabhängig von der Tabellensituation, schon, für einen haushohen Favoriten.
Der Markt wird es bloß exakt genau so sehen. Ein 0:6 nicht gerade eine gute Bewerbung, um die Kurse auf den kommenden Gegner in die Höhe zu treiben. Insofern bleibt nur ein Pass.
Teamnews:
Austria hat keine Ausfälle,
Wiener Neustadt ohne Markus Glänzet (25, TW, ohne Einsatz), Matthias Maak (21, IV, 17/0/0), Arvedin Terzic (24, LM, 18/5/6). 
 
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SV Mattersburg – Rapid Wien     (Entfernung: 71 km)
Die Paarung könnte so schön sein, wenn da nicht….
Man würde sich ganz klar für Rapid aussprechen, denn sie haben weiterhin noch nicht die Ergebnisse eingefahren, damit noch nicht Minimalziel Euroleague gesichert, nur spielt man halt gegen einen in den Abstiegskampf verwickelten Gegner, der damit über die besonderen Extrakräfte verfügt, wie nun mehrfach angemerkt. Mattersburg ist zwar auf 7 derzeit, aber es trennen sie nur 2 Punkte von Platz 10. Somit wird es gerade in den Heimspielen besonders wichtig, etwas mitzunehmen (besser: da zu behalten). Gerade im letzten Heimspiel waren sie auch besonders giftig — und stark, beim 3:1 gegen Wolfsberg. Da sie sogar in Ried in Unterzahl den einen Zählen holen konnten, sind sie auch in guter Verfassung, in jeder Hinsicht.
Neigung pro Rapid bleibt, aber sicher kein Tipp mit Einheiten.
Teamnews:
Mattersburg ohne Alexander (28, IV, 12/1/0), Rotsperre, Nedeljko Malic (25, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, IV, 15/0/1), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3), Dominik Doleschal (24, RM, 4/1/0), Ilco Naumoski (29, MS, 27/4/2),
Rapid ohne Gerson (21, IV, 26/0/0), Thomas Schrammel (25, LV, 18/0/2), Michale Schimpelsberger (22, RV, 16/0/1), Steffen Hofmann (32, OM, 20/2/9).
 
Die Teamnews nehmen sich nicht so viel, aber doch wird die Neigung pro Rapid eher verstärkt, vor allem durch den Ausfall von Naumoski, denn Hofmann ehrt ja schon lange bei Rapid.
 
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Red Bull Salzburg – Wacker Innsbruck     (Entfernung: 187 km)
Fast exakt die gleiche Paarung wie Austria gegen Wiener Neustadt. Haushoher Favorit (der auf Torejagd geht) gegen Team im Abstiegskampf. Das bereits mehrfach erwähnte schwere Restprogramm der Innsbrucker schlägt hier maximal zu: schwerer als hier könnten sie es einfach nicht haben, auch nicht bei der Austria.
So spielerisch leicht, wie die Bullen in Wiener Neustadt „durchmarschierten“ dürfte auch die oftmals so löchrige Innsbrucker Defensive kaum einen Verteidigungswall aufbauen können. Für das eine oder andere Tor sind sie vielleicht gut, das haben sie oft genug gezeigt, aber um das Spiel nicht zu verlieren bräuchten sie schon noch etwas mehr (Glück?).
Wenn man ganz ehrlich fragt, wer eher etwas holt: Wiener Neustadt in Wien oder Innsbruck in Salzburg, dann müsste man zwar antworten: „Innsbruck“. Aber niemals könnte es für einen Tipp reichen. Ein Pass, das ist ganz klar.
Teamnews:
Salzburg ohne Alexander Walke (29, TW, 30/0/0), Franz Schiemer (27, IV, 26/4/4), Martin Hinteregger (20, IV, 24/2/3), Isaac Vorsah (24, IV, 15/1/0), 
Innsbruck ohne Marco Köfler (22, LM, 1/0/0).
 
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Sturm Graz – SV Ried     (Entfernung: 242 km)
Hoch erfreut ist man natürlich, wenn einer der so zahlreichen irrwitzigen Trainerwechsel einmal voll und ganz „backfired“. Unter Schopp wurden nicht nur absolut keine Punkte geholt und auch keine Leistungen abgeliefert, sondern zusätzlich pro Spiel stets drei Tore kassiert. Wer oder was feuert zurück? Genau, der Rohrkrepierer.
Ried hingegen hat auch im letzten Spiel keineswegs enttäuscht. Es wurde nur ein 1:1, aber die Chancen waren da, das Spiel für sich zu entscheiden (auch schon bei 11 gegen 11). Es war halt nicht, aber es lag nicht an der Leistung, obwohl diese dennoch nicht ganz so toll war wie in manchem Spiel zuvor. Ja, man traut eher den Gästen etwas zu, das stimmt, nur kann man sich auch hier nicht zu einem Tipp durchringen. Es ist eine Art Endspiel um Europa, welches man einfach gewinnen muss (eigentlich beidseitig, denn ein Remis bei jetzt schon Rückstand dürfte zu wenig sein). Die Fans werden zwar skeptisch sein, aber sie werden da sein.
So geht auch hier nichts. Neigung pro Ried ja, Tipp nein.
Teamnews:
Sturm ohne Andreas Hölzl (28, RV, 18/1/2), Gelb-Rot, Leonhard Kaufmann (24, RV, 17/0/2), Philipp Hütter (22, RV, 4/0/0), Tobias Kainz (20, ZM, 18/0/2), Richard Sukuta-Pasu (22, MS, 29/12/2),
Ried ohne Ausfälle.
 
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Vorschau Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 34. Spieltag

in Kürze:

 
Alle Entscheidungen sind gefallen, und selbst wenn jene um Platz 2 nicht endgültig, so doch wohl insofern jene des Aufstieges, als beide bedrohten Erstligisten die Lizenzvorgaben erfüllen dürften. Bedeutet aber nicht, dass kein Fußball mehr gespielt würde, wie die letzten Runde bereits zeigten: alle kämpfen mit Ehrgeiz, entweder um neue Verträge, um Tabellenplätze, um Siegprämien oder einfach aus Freude am Fußball.
 
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SCR Altach – First Vienna     (Entfernung: 639 km)
Altach hat sich auf Platz 2 fest gesetzt, mit einer doch deutlich besseren Rückrunde als die verkorkste Hinrunde. Dennoch konnten sie nie restlos überzeugen.
Die Vienna hatte sicher oftmals das Glück auf ihrer Seite in ein paar sehr kuriosen Spielen, sich aber doch voll und ganz in der Liga etabliert, und die Erfolge längst nicht mehr so zufällig erzielt — selbst wenn beim letzten Sieg gegen Kapfenberg mal wieder einiges an Glück erforderlich war. Platz 6 ist klasse bei den Ansprüchen und dem Kader und selbst wenn etwas zu hoch: gegen sie würde man auch nicht antreten, dazu waren sie in vielen Spielen zu gut.
So ist es einfach ein Pass.
Teamnews:
Altach hat keine Ausfälle,
die Vienna Markus Speiser (28, IV, 28/0/1), Richard Czar (20, LV, 17/0/2), Bernhard Fucik (22, RA, 13/2/1).
 
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Austria Lustenau – Blau Weiß Linz     (Entfernung: 471 km)
Dauerhafte Misserfolge führen auch nach guten Leistungen oftmals zu einem (neuerlichen) Einruch. Die Austria aus Lustenau hatte sich nach total verdorbenem Rückrundenauftakt eigentlich wieder gefangen von den Leistungen her und doch alle, auch ihre guten Spiele, in denen sie durchaus zeigten, eigentlich doch zur Spitzengruppe zu gehören, verloren. Nun gab es wieder ein schwaches Spiel beim 1:2 in St.Pölten. Nichts also, was einen zu ihnen hin ziehen könnte. Die Saison ist in den Sand gesetzt, so ist es nun mal.
Blau Weiß Linz hat auch bei ein paar Niederlagen davor gezeigt, dass sie durchaus bemüht sind, ihre Form zu halten und sich für die Relegation „einzuspielen“, seit diese Platzierung feststeht und man somit die Verkrampfung ein wenig lösen konnte. Zuletzt gab es sogar mal wieder einen verdienten Sieg nach guter Leistung mit dem 2:1 gegen Horn. Also: gegen sie sowieso nicht. Auf sie aber auch nicht, weil es doch ein paar Gründe gibt, dass sich die Austria im Heimspiel mal wieder stärker präsentieren wird.
Demnach auch hier ein Pass.
Teamnews:
Austria Lustenau hat keine Ausfälle,
BW Linz ebenfalls nicht.
 
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SV Horn – TSV Hartberg     (Entfernung: 213 km)
Keine Konstanz in den Leistungen, bei beiden nicht. Hartberg nach dem tollen 6:1 gegen FC Lustenau (als Abschluss einer Serie von vier ungeschlagenen Spielen) nun doch wieder mit drei Niederlagen.
Horn hatte eine gute Serie, mit drei zu-Null-Siegen hintereinander, hat aber ganz arg blass ausgesehen in Linz beim 1:2. Der Kader überzeugt aber eigentlich weit mehr bei Horn.
Da die fehlende Konstanz beidseitig ist, es für Horn ein Heimspiel ist, sie sogar in Hartberg (kürzlich; ein Nachholspiel) mit 3:0 gewannen und man schon an Vorteile im Kader glaubt auf ihrer Seite, kann man sich hier zu einer 4 von 10 auf die 1 durchringen.
Teamnews:
Horn ohne Ersatztorwart Petermann, Emir Delic (21, RM, 21/0/2),
Hartberg René Schicker (28, RM, 9/3/1). 
 
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SV Kapfenberg – FC Lustenau     (Entfernung: 569 km)
Gemein wäre es natürlich, nach der letzten wirklich starken Leistung vom FC Lustenau, als man dennoch (am Ende klar unverdient) mit 1:2 gegen Altach verlor und den Trainer so stolz machte — sehr gut nachvollziehbar –, nun gegen sie anzutreten.
Aber doch gibt es ein paar Gründe dafür: Kapfenberg hat eine ganz starke Rückrunde gespielt, ist in der Tabelle weiterhin auf 1. Man hat zuletzt in Wien bei der Vienna verloren, aber es waren wenige Anzeichen, die auf einen Eindruck hindeuteten. Sie hätten gewinnen können, waren die bessere Mannschaft. Es stehen weitere Verbesserungen in der Tabellenposition in Aussicht, da man nur noch 3 Punkte hinter der Austria aus Lustenau und nur einen hinter St.Pölten steht, ginge es sogar um Rang 3. Zusätzlich ist es ein Heimspiel, in welchem, wenn es für beide um wenig geht, es oftmals zugunsten der Heimmannschaft läuft.
Somit 3 von 10 auf die 1.
Teamnews:
Kapfenberg ohne Andreas Lukse (25, TW, 23/0/0), Lukas Graf (IV, 18, 3/0/0), Dominic Pürcher (24, LV, 24/2/2), René Pitter (23, RV, 3/0/0), Ismael Barragan (27, DM, 8/0/0), Rotsperre, Mario Grgic (21, ZM, 19/0/1), Dieter Elsnegg (23, HS, 25/7/10), Sanel Kuljic (35, MS, 12/2/1),
FC Lustenau hat keine Ausfälle.
 
Wie es scheint, ist die Liste bei Kapfenberg noch länger geworden (und niemand ist zurück), da man ohnehin keine besonders gute Rechtfertigung hatte, gegen den FC Lustenau anzutreten, wird es einfach doch ein Pass. 
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SV Grödig – SKN St.Pölten     (Entfernung: 252 km)
Beide in guter Verfassung, Grödig hat sich nach der Meisterentscheidung kein bisschen hängen lassen sondern auch in Hartberg mit 2:0 gewonnen. Gut, ja, es waren zumeist Spieler aus dem zweiten Glied am Start, die sicher dadurch gut motiviert waren, aber immerhin war es ein gutes Zeichen, weiter zu machen.
St.Pölten hat mit einer sehr guten Leistung die Austria aus Lustenau mit 2:1 besiegt und auch davor nur eines von sieben Spielen verloren. Sie kämpfen sicher um Platz 3.
Nichts zu erkennen hier, also ein Pass.
Teamnews:
Grödig ohne David Schartner (24, TW, ohne Einsatz), der Rest ist einsatzbereit,
St.Pölten ohne Robert Gruberbauer (24, MS, 19/3/2).
 
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