Die Abstiegsfrage

Mannschaft

Direkter Abstieg (Platz 17 oder 18)

Abstieg per Relegation

Insgesamt

1

1.FC Kaiserslautern

100.00%

0.00%

100.00%

2

Hertha BSC

76.08%

7.97%

84.05%

3

1.FC Köln

23.92%

25.36%

49.28%

200.00%

33.33%

233.33%

Hier sieht man nun (als Autor vor allem) die Auswirkung des kleinen Unsinns, sich auf 33.33% für den Abstieg bei Erreichen des Relegationsplatz festzulegen. So sieht man nämlich nicht mehr, wie wahrscheinlich einer der beiden noch im Rennen befindlichen Teams diesen Platz erreicht (ohne auf höhere Mathematik zurückgreifen zu müssen).

Um dem Leser diese Aufgabe zu ersparen hier die Werte: Hertha erreicht den 16. Platz zu 23.92% und Köln zu 76.08%. Köln hat dazu einerseits die Chance, dass Hertha nicht gewinnt (diese nachlesbar unter Wettempfehlungen oder Spieltagvorschau), und in den Fällen, dass dies nicht eintritt, also Hertha doch gewinnt, die eigene Chance, die Bayern eigenhändig aus dem Weg zu räumen. So ergeben sich diese Werte. Weiterlesen

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Abstiegsfrage nach dem 31. Spieltag

Mannschaft

Direkter Abstieg (Platz 17 oder 18)

Abstieg per Relegation

Insgesamt

1

1.FC Kaiserslautern

99.94%

0.02%

99.96%

2

1.FC Köln

59.46%

12.61%

72.07%

3

Hertha BSC

40.18%

17.70%

57.88%

4

FC Augsburg

0.22%

1.76%

1.98%

5

Hamburger SV

0.20%

1.21%

1.41%

6

SC Freiburg

0.00%

0.03%

0.03%

200.00%

33.33%

233.33%

Noch immer ist der Abstieg der Lauterer nicht theoretisch gesichert und sie haben sogar praktisch noch ein paar Rettungen in 5000 Simulationsdurchläufen geschafft. Erstaunlich, aber es liegt sicher daran, dass Köln und Hertha auch nicht punkten. Wenn man sieht, dass Augsburg nur noch zu weniger als 2% absteigt, kann man schon gewaltig staunen. Sicher aber hilft, dass es von außen keinerlei Erwartungsdruck gibt, welcher in der ominösen zweiten Spielzeit im Oberhaus doch aufkommen könnte. Nach dem Motto: „Sie haben es einmal geschafft, nun könnten sie es doch auch ein zweites Mal schaffen?“ Das spürt jeder Spieler sowie der Trainer, und das übergeordnete Motto dafür lautet: Stillstand ist Rückschritt.

Köln und Hertha haben den Löwenanteil der restlichen Prozente auf 233.33, ganz klar, wobei erstaunlich ist, dass Köln so weit vor der Hertha liegt (im Sinne von Gefahr). Sicher liegt dies am Restprogramm und dem schlechteren Torverhältnis der Kölner, welches eine gewichtige Rolle spielen könnte.

Die Chancenveränderung in Bezug auf den Abstieg durch die Ergebnisse des 31. Spieltages

Mannschaft Chancenveränderung
1 FC Augsburg 10.31%
2 Hamburger SV 6.39%
3 Hertha BSC 1.80%
4 SC Freiburg 0.15%
5 1.FC Nürnberg 0.05%
6 FSV Mainz 05 0.01%
17 1.FC Kaiserslautern -0.17%
18 1.FC Köln -18.53%
0.00%

Die großen Gewinner natürlich die beiden Sieger, Augsburg und HSV, wobei Augsburg der Auswärtssieg einen noch höheren Zugewinn brachte. Köln als großer Verlierer, da sie nicht punkteten im vergleichbar schweren Spiel gegenüber Herthas Remis auswärts. Zugleich zählt die Höhe des Ergebnisses nachteilig für sie.

Die Chancenentwicklung in der Abstiegsfrage seit Saisonbeginn

Ein ähnlicher Effekt wie in der Titelfrage: fast 100% für Lautern, aber noch nicht ganz erreicht. Bei allen anderen zeichnet sich noch immer nicht so deutlich etwas ab. Herthas und Kölns Linien sind erkennbar, ja, und sie sind in letzter Zeit deutlich gestiegen, nachdem sie schon einmal ziemlich (erfreulich aus ihrer Sicht) im Keller waren. Auffallen tut sicher noch die Linie von Augsburg, da sie lange Zeit am höchsten war und sich klammheimlich nach unten gearbeitet hat. Wer erinnert sich noch an Jos Luhukay nach dem 9. Spieltag, als er ins Mikrofon strahlte, nach dem ersten, zudem ziemlich glücklich erzielten Sieg? Wie schön das Gefühl, dass man in der Spielklasse sogar mal gewinnen kann, meinte er. Nun sieht es nach weit mehr als nur dem einen oder anderen Sieg aus…

Abstiegschancen nach dem 30. Spieltag

Die Abstiegsfrage

Mannschaft Direkter
Abstieg (Platz 17 oder
18)
Abstieg
per Relegation
Insgesamt
1 1.FC Kaiserslautern 99,70% 0,09% 99,79%
2 Hertha BSC 49,14% 10,54% 59,68%
3 1.FC Köln 41,38% 12,16% 53,54%
4 FC Augsburg 6,16% 6,13% 12,29%
5 Hamburger SV 3,56% 4,25% 7,81%
6 SC Freiburg 0,06% 0,11% 0,17%
7 1.FC Nürnberg 0,00% 0,05% 0,05%
8 FSV Mainz 05 0,00% 0,01% 0,01%
200,00% 33,33% 233,33%

Die Chancen von Kaiserslautern sind, wie es so schön heißt, nur noch theoretische Natur. 0.21% auf Rettung? Immerhin werden sie sicher das nächste Spiel absolut normal angehen, davon kann man wohl ausgehen.

Genauso theoretisch die Abstiegschancen von Nürnberg und Mainz, und selbst Freiburgs Wert hinzuaddiert ergibt nur in der Summe etwa jene Chance, die Kaiserslautern alleine auf Klassenerhalt hat. Also kann man sagen, dass Lautern sich, wenn jemals, auf Kosten einer dieser drei Teams rettet? Nein, Irrtum. Es sind voneinander (fast) unabhängige Ereignisse, und beide kämen jedenfalls in späterer Nachbetrachtung einem dann sicher häufig zitierten „Wunder“ gleich.

Die Chancenveränderung in Bezug auf den Abstieg durch die Ergebnisse des 28. Spieltages

Mannschaft
Veränderung
1 SC Freiburg
4,75%
2 1.FC Nürnberg
2,67%
3 FC Augsburg
1,50%
4 FSV Mainz 05
0,78%
15 1.FC Kaiserslautern
-0,27%
16 Hamburger SV
-1,57%
17 Hertha BSC
-3,33%
18 1.FC Köln
-4,52%
0,00%

Logischerweise gab es ZWEI große Verlierer: Hertha und Köln. Die Frage war nur, wen der beiden ihre Niederlage mehr kosten würde. Und die Wahl fiel auf … Köln. Warum das so ist? Hertha verlor gegen einen (zu dem Zeitpunkt noch immer) Konkurrenten, zudem im Heimspiel, was eigentlich teurer ist. Dennoch wog offensichtlich die Höhe der Niederlage mehr, und Mainz hatte ja bedingt auch noch etwas mit dem Abstieg zu tun.

Als Gewinner geht Freiburg hervor, aber auch Nürnberg mit dem Befreiungsschlag, obwohl es im „Freundschaftsspiel“ gegen Schalke schon ein wenig befremdlich wirkt…

Abstiegschancen nach dem 29. Spieltag

Die Abstiegsfrage

Mannschaft Direkter
Abstieg (Platz 17 oder
18)
Abstieg
per Relegation
Insgesamt
1 1.FC Kaiserslautern 99,34% 0,18% 99,52%
2 Hertha BSC 47,16% 9,19% 56,35%
3 1.FC Köln 38,66% 10,36% 49,02%
4 FC Augsburg 7,96% 5,83% 13,79%
5 Hamburger SV 2,70% 3,53% 6,23%
6 SC Freiburg 2,92% 2,00% 4,92%
7 1.FC Nürnberg 1,10% 1,62% 2,72%
8 FSV Mainz 05 0,16% 0,63% 0,79%
200,00% 33,33% 233,33%

.

Die Chancenveränderung in Bezug auf den Abstieg durch die Ergebnisse des 28. Spieltages

Mannschaft
Veränderung
1 Hamburger SV
1,69%
2 Hertha BSC
1,18%
3 1.FC Köln
0,82%
4 TSG Hoffenheim
0,11%
5 1.FC Nürnberg
0,07%
15 SC Freiburg
-0,09%
16 FSV Mainz 05
-0,33%
17 FC Augsburg
-1,53%
18 1.FC Kaiserslautern -1,92%
0,00%

.

wer steigt ab? nach dem 28. Spieltag

Die Abstiegsfrage

Mannschaft Direkter
Abstieg (Platz 17 oder
18)
Abstieg
per Relegation
Insgesamt
1 1.FC Kaiserslautern 96,78% 0,82% 97,60%
2 Hertha BSC 48,16% 9,37% 57,53%
3 1.FC Köln 40,22% 9,62% 49,84%
4 FC Augsburg 6,50% 5,75% 12,25%
5 Hamburger SV 4,12% 3,81% 7,93%
6 SC Freiburg 2,94% 1,89% 4,83%
7 1.FC Nürnberg 1,10% 1,69% 2,79%
8 FSV Mainz 05 0,16% 0,29% 0,45%
9 TSG Hoffenheim 0,02% 0,09% 0,11%
VfL Wolfsburg 0,00% 0,00% 0,00%
200,00% 33,33% 233,33%

.

Die Chancenveränderung in Bezug auf den Abstieg durch die Ergebnisse des 28. Spieltages

Mannschaft
Veränderung
1 FC Augsburg
15,54%
2 SC Freiburg
11,85%
3 Hamburger SV
9,03%
4 FSV Mainz 05
2,11%
5 1.FC Nürnberg
0,23%
6 TSG Hoffenheim
0,15%
7 Vfl Wolfsburg
0,01%
16 1.FC Kaiserslautern
-2,66%
17 1.FC Köln -16,39%
18 Hertha BSC
-19,86%
0,00%

.

 

wer steigt ab? nach dem 27. Spieltag

Die Abstiegsfrage

Mannschaft Direkter
Abstieg (Platz 17 oder
18)
Abstieg
per Relegation
Insgesamt
1 1.FC Kaiserslautern 93,76% 1,18% 94,94%
2 Hertha BSC 30,68% 6,99% 37,67%
3 1.FC Köln 26,74% 6,71% 33,45%
4 FC Augsburg 21,26% 6,53% 27,79%
5 Hamburger SV 12,14% 4,81% 16,95%
6 SC Freiburg 12,34% 4,35% 16,69%
7 1.FC Nürnberg 1,56% 1,46% 3,02%
8 FSV Mainz 05 1,40% 1,16% 2,56%
9 TSG Hoffenheim 0,12% 0,14% 0,26%
10 VfL Wolfsburg 0,00% 0,01% 0,01%
200,00% 33,33% 233,33%

Es scheint kurz bevor zu stehen, dass sich eine weitere Mannschaft aus dem Abstiegskamp verabschiedet. Wolfsburg hat es beinahe geschafft, wie es aussieht. Da müsste nun schon eine beispiellose Niederlagenserie her kombiniert mit passenden Ergebnissen der Konkurrenz, damit sie das noch hergeben können. In der Simulation landeten sie jedenfalls (in 5000 Versuchen) nur ein einziges Mal noch auf Rang 16 – womit noch immer nicht der Vorhang fiele. Auch die TSG aus Hoffenheim wird sicher schon mit den Planungen für die nächste (Erstliga-)Saison begonnen haben. 0.26% entspricht etwa einem Abstieg in 400 Versuchen.

Mainz und Nürnberg mischen sich aber wirklich schon wieder etwas ernsthafter ein. Selbst wenn man die Feststellung machen muss, dass beide in den bisherigen Partien teils recht deutlich über dem Niveau der anderen Kandidaten gespielt haben. Nürnberg hat sehr unglücklich in Stuttgart verloren und Mainz konnte den Anfangsschwung gegen Hertha nicht zu einem Führungstreffer nutzen, dann nahmen die Dinge ihren Lauf – und Hertha steigerte sich von Minute zu Minute.

Freiburg und HSV fast gleichauf, obwohl man natürlich derzeit den  Aufwärtstrend bei Freiburg sehr zu ihren Gunsten wertet, hingegen den Abwärtstrend eindeutig gegen den HSV. Andererseits wären derartige Vorgaben (der Markt würde diese Einschätzung nicht teilen) höchst geeignet, um eine Wette zu platzieren. Motto: kaufe den fallenden Wert, er wird wieder steigen. Ob man derartige Wettangebote findet (HSV bleibt drin – HSV steigt ab) müsste man eigenhändig versuchen, in Erfahrung zu bringen. Jedenfalls ist einem herkömmlichen Buchmacher Angst und Bange, wenn er solche Quoten aus dem Ärmel schütteln soll (kann er nämlich nicht, geschieht  intuitiv). Andererseits ist man natürlich nicht verpflichtet, dem Computer Glauben zu schenken. Vielleicht ist der HSV ja doch die schwächere Mannschaft? Fink der falsche Trainer? Nie scheint man unter Experten (selbst wenn nur den selbst ernannten) besser punkten zu können, als dass man NUN, genau hier und jetzt, die Verpflichtung von Finke in Frage zu stellen, am besten, indem man hinzufügt: „Ich habe das gleich gesagt. Ihm fehlt die  Erfahrung, vor allem jene im Abstiegskampf.“ Falls der HSV dann locker die Klasse hält, macht man sich einfach aus dem Staub. Gefragt wird man dann übrigens eh nicht.  Dann kommen nämlich diejeingen zu Wort, die sagen: „Wusste ich doch, dass er der Richtige ist. Und ich habe es von Anfang an gesagt und immer an ihn geglaubt.“ Dass diese Äußerungen dann im Prinzip von den gleichen, austauschbaren Personen kommen, juckt keinen. Gesagt ist gesagt, das Ergebnis steht und die wahren Propheten warten eh die Ereignisse ab…

Lautern hat die 90% überschritten. Ob nun mit oder ohne Kurz, Balakov der Richtige oder nicht, an der Zahl dürfte kaum zu drehen sein. Man hat sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz – das ist schon eine Menge Holz. Gute 5 % sind aber dennoch nicht so extrem wenig, wie man vielleicht derzeit empfindet als Chance auf Klassenerhalt. Ein Sieg im nächsten Spiel – und das kleine Wunder (von 5 auf 100) könnte seinen Lauf nehmen. Jedenfalls war Gladbach in der letzten Saison bereits weit darunter – und man schaue wo sie jetzt stehen. Wer will es hören? „Favre ist ein ausgezeichneter Trainer. Ich wusste gleich, dass er Gladbach nach oben bringt.“ Stammt aber um Gottes Willen weder aus Autors Mund noch Feder…

Augsburg hat sich klammheimlich auf 27% heruntergearbeitet. Natürlich bedarf es da schon mal eines Torwarts im Angriff, eines so selten gewährten Freistoßes ZUGUNSTEN der Angreifer – sicher, weil ein so massig und gewaltiger Torwart in seiner den Anderen gegenüber merkwürdig unbeholfenen (wie sähe man nur selber aus???) Art so merkwürdig fällt, dass man es als Schiri einfach nicht kennt – und dann noch eines aufmerksamen Linesman, der den hinter den Linie befindlichen Ball als tatsächlich dort erkannte und es anzeigte, um den Last-Second-Equalizer zu realisieren, aber unverdient war er sicher nicht. Das Glück bestand noch mehr darin, dass Werder mit Mühe 10 Feldspieler – ob mit Zahnlücke oder Zahnspange ausgestattet – auf den Platz schicken konnte, während sich ein komplettes Team inklusive Reserve in Rekonvaleszenz befand.

Dem FC Köln hat das 1:6 in Bezug auf Spielstärke und Chancen wirklich nicht gut getan – selbst wenn sie in der 1. Halbzeit sogar in Führung hätten liegen können und keineswegs schlecht aussahen.

Die Chancenveränderung in Bezug auf den Abstieg durch die Ergebnisse des 27. Spieltages

Mannschaft
Veränderung
1 Hertha BSC
23,25%
2 SC Freiburg
11,03%
3 TSG Hoffenheim
1,01%
4 WfL Wolfsburg
0,08%
5 FC Augsburg
-1,11%
6 1.FC Nürnberg
-1,46%
7 FSV Mainz 05
-1,71%
8 Hamburger SV
-7,09%
9 1. FCKaiserslautern -11,31%
10 1. FC Löln
-12,70%
0,00%

Der gigantische, monstermäßige Gewinner eindeutig die Berliner Hertha – wie auch die hiesige (ja, man wohnt in Berlin) gut erkannte. 23.25% Chancen (sprich: „Gefahr“) abgebaut – das ist schon was. Sicher, Auswärtssiege schmecken besonders süß, dazu noch bei einem Team, dem man mit 1.71 % Schaden zufügen konnte – da passt einfach alles.

Köln als maximaler Verlierer. Hier sieht man besonders plastisch, wie ein 1:6 auf  Spielstärke (und Gemüt) drücken kann. Auch Lautern mit gewaltigen Einbußen trotz des neuen Mannes auf der Bank. Nun ja, auch hier verlor man, auch hier bei einem  Konkurrenten (mit +11.03%), auch hier mit mehr als einem Tor (was sich weiterhin  negativ auf die Spielstärke auswirkt). Der HSV hat auch 7.09% mehr als davor. Nun ja, wie könnte je eine Niederlage günstig sein? Ja, es ginge: man verliert, aber der zuvor punkt- und torgleiche Konkurrent verliert höher.

Bild: Die Chancenentwicklung in der Abstiegsfrage seit Saisonbeginn

Ja, zugegeben, die Lauterer Kurve sieht dramatisch aus. Auffällig noch ganz klar die von  Augsburg. Sie waren so lange wirklich der Favorit auf den Abstieg und haben es doch bis hierher gebogen (ja, die Kurve). Irgendwie ist man doch immer geneigt, es einem absoluten Neuling zu gönnen? Das Drücken für Außenseiter hat einen einfachen psychologischen Grund: irgendwie sind wir es nämlich alle. Da fühlt man sich ein klein wenig weniger klein (Achtung, zitatfähig!), wenn man es mit Erfolg tut, das Drücken.

Absteiger

Die Abstiegsfrage

Die Verteilung der Prozentzahlen für Abstieg

Anmerkung: Es gäbe auch eine detaillierte Aufschlüsselung über die einzelnen Plätze. Dabei zählen die Plätze 17 und 18 als Vollabsteiger (also in der Summe als 1, für abgestiegen jeweils, ansonsten lautet der Begriff „Direktabsteiger), und ein weiterer drittel Absteiger kommt hinzu durch die Relegation, wobei eben der Erstligist generell als 2/3 zu 1/3 Favorit eingeschätzt wird gegenüber dem Zweitligisten. Dadurch ist die Summe der Absteiger gleich 233.33%. Im Einzelfall wäre es in der Realität natürlich anders. Wenn also beispielsweise Frankfurt auf Platz 3 einginge in Liga 2 und Augsburg auf Platz 16 in Liga 1 könnte man vielleicht von einer ausgeglichenen Paarung sprechen.

Lautern mit bereits mehr als 80%. Ob sie das drehen können? Jedenfalls arbeitet die BILD fleißig an der Schlagzeile: „Kurz entlassen.“ Ob die Verantwortlichen damit, sofern sie denn von der hier errechneten Zahl Kenntnis hätten, eine positive Entwicklung einleiten würden? Das erscheint mehr als zweifelhaft. Der BILD ist eh alles wurscht, Hauptsache es gibt ne Schlagzeile. Und über Fußballspiele wissen sie weder zu schreiben noch zu  erzählen. Dabei gäbe es doch, wenn man nur richtig hinschauen würde…

Die Chancenveränderung durch die Ergebnisse des 26. Spieltages in Bezug auf den Abstieg

Mannschaft Chancenveränderung
1 SC Freiburg 22.05%
2 FC Augsburg 19.40%
3 VfL Wolfsburg 0.50%
4 VfB Stuttgart 0.01%
5 Hannover 96 0.01%
6 Bayer Leverkusen 0.00%
12 TSG Hoffenheim -0.23%
13 FSV Mainz 05 -0.29%
14 1.FC Nürnberg -0.85%
15 Hamburger SV -4.43%
16 1.FC Kaiserslautern -9.47%
17 1.FC Köln -10.33%
18 Hertha BSC -16.35%

Ob gegen Ende zu erwarten ist, dass es höhere Ausschläge gibt durch einzelne Ergebnisse oder ob sie hier einfach nur perfekt passen für Freiburg? Immerhin haben BEIDE (nun) hinter ihnen liegenden verloren, zugleich sie einen anderen Mitbewerber erzeugt durch den auch noch auswärts erzielten Sieg. Mehr geht also nicht an Positivem. Hertha als maximaler Verlierer, was natürlich an der Höhe der Niederlage liegt, aber auch am Freiburger Sieg. Köln hat fast die komplett aus dem Sieg gegen Hertha geschöpften Prozente wieder verloren. Dabei war ihre Leistung wirklich exzellent und sie hätten viel eher gewinnen sollen in Hannover als verlieren (natürlich wäre auch ein Remis eine nicht zu verachtende Variante). Aber so ist es halt: Fußball ist ein Ergebnissport (geworden). Dafür zeichnen die Medien verantwortlich, die nichts anderes als Ergebnisse melden, kommentieren und – für „verdient“ erklären können, egal, wie ungerecht sie zustande kommen. Nur: wer sagt, dass ausgerechnet ein 1:4 (wie ICH, der Autor, es hier tut) ein unverdientes Ergebnis ist, gilt automatisch als mindestens Träumer, aber noch viel mehr als Laie. Wer möchte dies schon für sich in Anspruch nehmen? ICH!!!!

Auch Lautern natürlich mit weiteren Einbußen, am anderen Ende aber, ebenso logisch, Augsburg mit riesigen Gewinnen

Nun sieht man erst richtig, wie dramatisch die Entwicklung bei Hertha ist. Die Kurve schleicht sich ganz langsam an und prescht dann plötzlich richtig nach vorne. Umgekehrt entwickelt sich jene von Augsburg. Lange Zeit deutlich die Nase vorn, nun mit einem berauschenden (erfreulichen, aus ihrer Sicht) Abschwung.