Rückblick Österreich tipp 3 Bundesliga, 36. Spieltag

in Kürze:

Ein durchaus ergiebiger Spieltag. Selbst in den Paarungen, da mindestens einer scheinbar um nichts mehr spielt, lassen sich gute Ansatzpunkte finden.
 
Ein unglaublich dramatischer Spieltag zum Abschluss, da praktisch alle Teams in irgendwelche Entscheidungen involviert waren und die meisten mehrfach pro Spiel sich änderten durch die teils kuriosen Spielverläufe. Sicher hätte man eine gute Gelegenheit, sich hier ernsthafte Gedanken zu machen, ob wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen wäre, nur gäbe es dazu an anderer Stelle eigentlich bessere Gelegenheiten. Nur als Beispiel: Wolfsberg hat zwar verloren und dabei innerhalb von 6 Minuten drei Treffer kassiert. Nur: sie haben dabei selbst ihre Chancen auf die Euroleague verspielt. Selbst wenn es nur das Sahnehäubchen wäre: würde man denn freiwillig diese Chance herschenken? Abgesehen davon: die Treffer waren zwar teils kurios (und sogar etwas strittig), aber doch wirkten sie auf keinen Fall wie Einladungen.
In der Summe sieht es so aus: Rapid mit +5, Salzburg +6, Wiener Neustadt +4 und +6 auf Innsbruck. Rundherum gelungen also, mit +21. Als Abschluss nimmt man das gerne so hin, nach ein paar weniger prickelnden Wochen.

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SV Mattersburg – Admira/Wacker Mödling     0:1 (0:0)
Zuschauer: 8.700     (Schnitt bisher: 4.729 ; -3.6% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 54 km)
 
Tja, wer von diesen beiden hat nun wirklich über die gesamte Saison den besseren Eindruck gemacht, wer hat zuletzt den besseren Eindruck gemacht?
 
Ja, man hätte es der Admira zugetraut, die bessere Mannschaft zu sein. Sie waren in Europa (und wären damit nicht das einzige kleinere Team, dem so etwas in den letzten Jahrzehnten nicht gut getan hätte), die Erwartungen waren sicher gestiegen — als Folge dessen gab es einen ziemlichen Absturz in der Hinserie. Zu viele Tore kassiert und selten die spielerische Klasse aufblitzen lassen. Da wähnte man sich wohl noch sicher, nach dem Motto „wir als Europacupteilnehmer…“. 
 
In der Winterpause wurde noch einmal nachgerüstet. Die Neuzugänge waren auch gut, ja, sie sahen besser aus, alles schien darauf hinzudeuten, dass man es nun locker packen würde. Nur blieben weiterhin gute Ergebnisse, vor allem in Konstanz, aus. So stand lange Zeit der letzte Platz zu Buche — und nun gab es wieder en Absturz dorthin, nachdem man ihn kurzzeitig abgeben konnte. Sicher gab es zuletzt etwas Verletzungspech, aber doch kann man, angesichts der Leistungen der Konkurrenz, einfach unmöglich sagen, dass ihnen diese Platzierung nicht zusteht.
 
Auf der anderen Seite hatte man Mattersburg sicher über einen gewissen Zeitraum schlecht geredet. Nur: gerade in dem Moment, als sie auf dem Abstiegsrang angekommen waren, drehten sie mächtig auf. Nicht nur, dass sie dem Druck standgehalten haben, nein, sie haben nicht allein Abstiegskampf geboten, sondern tatsächlich spielerische Klasse demonstriert, mit regelmäßigen Punktzuwächsen garniert.
 
Alles in allem war also Mattersburg wirklich die ganz minimal bessere Mannschaft, speziell in der besseren Verfassung, rundherum. So spräche alles für einen Heimsieg. Nur das eine nicht: ihnen genügt ein Remis. Nur: wie man die Mannschaft gesehen hat, kann sie einfach unmöglich auf dieses Resultat spielen. Sie haben die größeren Stärken in der Offensive und wären dumm, wenn sie sich nicht auf diese stützen wollten.
 
Es wird ein Abstiegsendspiel, ganz sicher. Nur sieht man einfach nicht ein, dass Mattersburg nicht nach vorne spielt und nicht dringend eigene Tore erzielen möchte. Ein unentschiedener, allein schon Zwischenstand, bärge die Gefahr, sogar noch in letzter Minute aus der Liga zu fliegen. Die größere Gefahr für eine Wette auf den Heimsieg ist allerdings die, dass die Konkurrenz es ihnen leichter macht. Falls nämlich beispielsweise Wiener Neustadt in Graz (deutlich) zurück läge, ist das eigene Ergebnis egal (abgesehen von Innsbruck, die ja auch erst einmal in Wolfsberg gewinnen müssten).
 
So sehr man also im Prinzip an Mattersburg glaubt: die Konstellation(en) erlauben einfach keine echte Wette. Neigung bleibt: Mattersburg will sich auf gar nichts einlassen und spielt auf Sieg, der ihnen auch gelingt.
 
Teamnews:
Mattersburg ohne Nedeljko Malic (25, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, IV, 15/0/1), Michael Novak (22, RV, 10/0/0), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3), den Langzeitverletzten Dominik Doleschal, Wilfried Domoraud (24, LA, 10/0/1),
Admira ohne Stammtorhüter Jürgen Macho, Richard Windbichler (22, IV, 22/1/1), Gernot Plassnegger (35, RV, 25/0/3), René Seebacher (24, RM, 10/0/1), Tito (24, LM, 9/1/3), Daniel Toth (25, OM, 14/1/0), Matus Mikus (21, MS, 2/0/0).
 
Eine wirklich ganz merkwürdige Partie. Mattersburg war zwar meist überlegen und wesentlich näher dran an der Führung, wähnte sich aber wohl (zu früh) in Sicherheit, da Innsbruck ja mit zwei Treffern zurücklag und man ganz offensichtlich davon Kenntnis hatte. Für etwa 10 Minuten — also nach dem 2:0 für Wolfsberg — gab es anscheinend schon ein Stillhalteabkommen, da das Unentschieden nun beiden reichen würde, als aber urplötzlich und fast zeitgleich die Admira einen Angriff ausspielte, das 0:1 schaffte, UND die Nachricht der Treffer der Innsbrucker einlief, verfielen sie plötzlich (aber nachvollziehbar) in Hektik, bald in Panik übergehend. Ob nun erst ein oder zwei oder alle drei Treffer für Innsbruck (und zu welchem Zeitpunkt jene) vermeldet wurden: spätestens nach dem dritten MUSSTE man ein Tor erzielen.
In dieser Phase nun gab es aber dennoch etliche gute Gelegenheiten, die allesamt auf die eine oder andere kuriose Art verhindert wurden. Die besten bestanden aber in zwei Elfmetersituationen, die der Schiri beide abschlägig beschied, beide natürlich, wie sich auch die Berichterstatter und alle anderen Beteiligten einig waren, zu unrecht. Es waren Elfer, und es gab daran keine Zweifel.
Interessant in diesem Zusammenhang, dass sich der Schiri diesmal dem Interview stellte. Noch viel interessanter, wie er seine Entscheidungen rechtfertigte. Bei der ersten wurde ein Stürmer, der irgendwo in Ballnähe war, aber diesen vielleicht erreicht, vielleicht auch nicht, hätte, einfach umgerannt wird. Sicher war es keine Torchance in dem Moment. Nur war das Umrennen zweifelsfrei zu erkennen, zumal es ja Zeitlupen aus zwei, drei Perspektiven gab. Hierzu meinte der Schiri, dass es nach seiner Ansicht „kaum einen Kontakt gab“ (falls er auf diese Ansicht bestünde, sollte man ihn dringend mal an den Augen untersuchen, und zwar auf Tomaten darüber), und, so er weiter, „falls es einen gab, der Stürmer diesen suchte“ oder etwas in diese Richtung. Völliger Unsinn also, aber man scheint ja mit so etwas durchzukommen (bitte hier die Unterscheidung treffen: alle waren sich einig, dass dies ein klarer Strafstoß war; ab und an votiert man hier für Elfer in Situationen, wo man einzig dafür wäre oder wo es als strittig oder „eher keiner“ abgetan wird).
In der zweiten Szene eine typische und hier oft beschriebene Situation: Flanke soll in den Strafraum, der Gegenspieler des Flankengebers fährt den Arm aus und bekommt den Ball dagegen. Man argumentiert persönlich ja immer so, dass es keine Rolle spielt, welche Absichten der Abwehrspieler verfolgte (oder ob es gar völlig ohne eine geschah?): der Ball wäre gefährlich vors Tor gekommen, der Arm hat es verhindert. Da dies im Strafraum war, MUSS es Elfmeter geben. Die Experten waren sich auch einig, im Studio und die Berichterstatter, nur der Schiri hatte seine ganz persönliche Sicht (natürlich auf dem Wege, jede Aberkennung eines Strafstoßes zu rechtfertigen, auch zukünftige und solche von Kollegen; schließlich möchte man ja ruhig schlafen können und ist alltäglich damit konfrontiert: „Hätten Sie da nicht auf den Punkt zeigen müssen?“ Man MUSS sich also etwas zurechtlegen, möglichst allgemein gültig).
Hier lautete seine Formulierung so: „Kein Strafstoß. Aus der Entfernung bekommt er den Arm gar nicht weg. Dafür konnte er nichts, wie man sogar daran erkennt, dass der Arm nach der Berührung zurückschnellt.“ Ein derartiger Unsinn und das über die Medien verbreitet? Hier wäre der Vorschlag ein ganz anderer, welche Art von Betreuung für diesen Mann angemessen wäre…
Mattersburg also mit vielen Torchancen, weit mehr als der Gegner, der eigentlich nicht gut spielte. Auch nach den nicht gegebenen Elfern kamen sie noch zu Chancen. Es war einfach total unverdient und ein richtiger Schock für Mattersburg. Unglaublich der Ausgang, auch in dieser Partie, und vergleichbar mit dem Spiel GC – Basel in der Schweiz. Der ganz falsche Sieger und dies in einer so entscheidenden Saisonphase (für dieses Spiel passt ja „Phase“ nicht mehr; Mattersburg ist nun weg, und man kann nicht anders, als mit ihnen mitzufühlen und es zu bedauern).
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Rapid Wien – SV Ried     3:0 (1:0)
Zuschauer:  12.200    (Schnitt bisher: 14.220 ; -13.1% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 243 km)
 
Kein so dolle Paarung, bei der man eigentlich nichts machen möchte. Schauen wir aber mal genauer hin: Ried könnte zwar noch reinrutschen nach Europa, benötigt aber dringend Schützenhilfe, von den beiden Abstiegskandidaten Wiener Neustadt und Innsbruck, die beide Siege benötigen gegen den Abstieg und damit die Bahn freischießen könnten. Nun wird man vermutlich daran in Ried gar nicht glauben beziehungsweise eingehende Zwischenstände die Illusionen möglicherweise bald vernichten. Da Rapid sich nach dieser extrem wackeligen Saison — die Fans waren schon auf den Barrikaden — dringend positiv bei den Fans verabschieden und in Erinnerung behalten möchte, spräche einiges für einen Heimsieg. Der Markt dürfte diese Parameter vielleicht nicht ganz richtig beurteilen (da es dort immer nur heißt: muss gegen braucht nicht, schon geht der Kurs hoch auf braucht nicht). Hier ist es aber schon speziell: Ried braucht irgendwie, aber nützt nicht und Rapid braucht doch, weil die Fans schon fast weggelaufen sind und man sie zurückholen möchte.
 
Also: eigentlich eine gute Paarung, bei der man sich nur vorher entscheiden muss, nicht zu hadern, falls es daneben geht. Natürlich kann es auch hier passieren, aber man trüge es mit Fassung: 5 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
Rapid ohne Gerson (21, IV, 26/0/0), Michael Schimpelsberger (22, RV, 16/0/1), Steffen Hofmann (32, OM, 20/2/9), Deni Alar (23, MS, 31/15/6),
Ried hat keine Ausfälle. 
 
Hier ging der Tipp (ebenfalls) auf und man darf es, angesichts eines 3:0, schon als verdienten Sieg bezeichnen. Wobei das Ergebnis viel klarer ist als es die Spielverhältnisse waren. Ried hatte ebenfalls eine ganze Reihe von Chancen und hätte sich mindestens einen Treffer verdient gehabt. Wobei hier eben das erste Tor, nach 20 Minuten, den Spielverlauf beeinflusst hat. Die Fans waren auch nicht so zahlreich erschienen, wie man es erwartet hat, also war die Ausgangslage vielleicht doch nicht so klar wie im Vorbericht angenommen. Dennoch kann man den Tipp einfach nicht schlecht reden. Rapid wollte und Rapid hat, obwohl sie nicht mussten. Das war der Tenor.
 
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Red Bull Salzburg – Austria Wien     3:0 (1:0)
Zuschauer: 13.075     (Schnitt bisher: 8.171 ; -17% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 296 km)
 
Hier kann man den Heimsieg beinahe garantieren: Salzburg hat den Titel nun abgegeben, sieht aber auf keinen Fall ein, nicht die bessere Mannschaft zu sein. Sie werden mit angemessener Aufmerksamkeit und Konzentration in das Spiel gehen, schließlich geht es darum, Verhältnisse zurechtzurücken und die Fans zu versöhnen. Bei der Austria dürften einige Spieler vom vielen feiern müde sein und entweder gar nicht auf dem Platz stehen oder mit halber Kraft. Hier Widerstand aufzubauen, dürfte ihnen einfach nicht gelingen. Die Spannung ist abgefallen, aber eben nur einseitig.
 
Eine fast ideale Partie, nur möchte man dennoch nicht mehr als 6 von 10 auf die 1 riskieren.
 
Teamnews:
Salzburg ohne Alexander Walke (29, TW, 30/0/0), Isaac Vorsah (24, IV, 15/1/0), Dusan Svento (27, LM, 10/1/1),
Austria hat keine Ausfälle. 
 
Eine so glasklare Angelegenheit wie im Vorbericht geschrieben. Bemerkenswert und besonderer Beleg: in der ersten Hälfte stellte Salzburg den Torschussrekord für diese Saison auf! Allein 16 Versuche waren es, die Richtung Austria Tor abgefeuert wurden. Es war auch keineswegs so, dass die Austria nicht wollte. Sie waren einfach nicht gut genug, und genau dies wollte Salzburg unter allen Umständen nachweisen. Auch die Fans haben, wie man sieht, erkannt, dass ihr Team einfach guten Fußball spielt und nur deswegen nicht Meister geworden ist, weil ein Anderer noch mehr Punkte gemacht hat. Die eigene Ausbeute war ok und den Erwartungen entsprechend.
 
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Sturm Graz – SC Wiener Neustadt     0:3 (0:1)
Zuschauer: 8.679     (Schnitt bisher: 10.799 ; -0.3% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 143 km)
 
Sturm ist beinahe schon so faul wie Sion in der Schweiz. Der Trainer muss gehen, obwohl er eigentlich auf Kurs ist, der Neue bringt erst einmal garnichts, und redet jetzt die katastrophalen Auftritte schön. Vielleicht zwar verständlich, mit allen möglichen Absichten versehen, aber doch unangebracht. Sie spielen einfach schwach und man gönnt es ihnen auch nicht, nicht von hier aus. 
 
Andersherum bei Wiener Neustadt, zumindest von der Gönnererwägung her. Sollen sie doch bitte drin bleiben, so toll, wie sie sich seit Wochen, ach, eigentlich schon über die gesamte Saison, zur Wehr gesetzt haben. Da ist nichts anzukreiden. Sie haben ihr Potenzial in die Waagschale geworfen, voll ausgeschöpft, und ein paar durchaus ansehnliche Spiele geboten, und das als designierter Absteiger. Nun wären sie nur noch den einen Schritt entfernt, es wirklich zu schaffen.
 
Sturm könnte sogar verkrampfen in der Absicht, gewinnen zu wollen/müssen, während dem Gegner ein Remis durchaus helfen könnte, was unter diesen Umständen die leichtere Aufgabe wäre.
 
4 von 10 auf X oder 2.
 
Teamnews:
Sturm ohne Leonhard Kaufmann (24, RV, 17/0/2), Philipp Hütter (22, RV, 4/0/0), Tobias Kainz (20, ZM, 18/0/2), 
Wiener Neustadt ohne Markus Glänzer (25, TW, ohne Einsatz), Matthias Maak (21, IV, 17/0/0), Arvedin Terzic (24, LM, 18/5/6).
Hebt sich auch etwa.
 
Auch hier lag man sozusagen optimal mit der Einschätzung. Das Chaos vergleichbar mit jenem beim FC Sion. Auch hier wurden Spruchbänder ausgerollt, ein Beispiel: „104 Jahre Sturm — und ihr seid der Tiefpunkt.“ Die Fans haben sich gegen ihre Mannschaft gestellt, obwohl diese noch alle Chancen auf Europa hatte. Ach, weiterhin wurde ein Kaderumbruch eingefordert. Man überlege, was dies für die Spieler auf dem Platz bedeutet: wozu sollten sie sich nun den Allerwertesten aufreißen? Die Fans jagen sie vom Hof — sie tun alles, damit es die Nachfolger ebenfalls nicht so leicht haben. Wobei man ja, trotz einer weitest gehenden Leistungsverweigerung, dennoch, aufgrund der Parallelspiele, den Einzug nach Europa nicht verhindern konnte.
Bedauern könnte man höchstens, die Wette so klein gemacht zu haben.
 
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Wolfsberger AC – Wacker Innsbruck    2:3 (1:0)
Zuschauer:  5.500    (Schnitt bisher: 5.161 ; +92.4% gegenüber Vorsaison, als Aufsteiger)
(Entfernung: 450 km)
 
Unmöglich, hier an Wolfsberg zu glauben. Sie haben die Saison abgehakt, wie man auch an den Trainerworten erkannte, der die schlechten letzten Leistungen entschuldigte, seinem Team nicht einmal böse war. Saisonziele erreicht, nein, übererfüllt, Europa war ein Traum, und selbst wenn er noch greifbar wäre: dafür fehlt die Überzeugungskraft und die Energie.
 
Anders herum Innsbruck, die mit dem wirklich erzwungenen aber total verdienten 2:1 Sieg gegen Sturm das wichtigste Zeichen gesetzt haben, vor allem für sich selbst: es geht, wir können es packen, wie sind gut genug für die Liga. Noch einmal alle Kräfte bündeln — im Abstiegskampf immer die eher zu erfüllende Aufgabe — und wir sind raus aus dem Strudel. 
 
Insofern hier 6 von 10 auf X oder 2, da auch das Remis gut tun könnte (falls Wiener Neustadt verliert oder Admira ebenfalls nur Remis spielt).
 
Teamnews:
Wolfsberg ohne Gernot Messner (32, ZM, 4/0/0), Sandro Zakany (25, OM, 14/0/0), Christian Falk (26, MS, 17/10/0),
Innsbruck ohne Marco Köfler (22, LM, 1/0/0).
 
Auch hier passte einfach alles, wobei dies natürlich das Spiel ist, was die besten Chancen für Spekulationen böte. Die eigene Ansicht der Bilder gab auf keinen Fall einen Aufschluss. Die 3 erzielten Tore waren allesamt kurios, und Wolfsberg mühte sich auch nach dem Rückstand noch, den Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt genügt hätte, zu erzielen. Dass sie nicht nach Europa wollten, kann man sich kaum vorstellen. Es war ein winziger Schritt, der fehlte, wobei man es natürlich nicht eigener Stärke sondern viel mehr schwächender Konkurrenz zu verdanken hätte. Ein 4. Platz mit einer negativen Bilanz? Nein, so soll es auch nicht sein. Sturm hat am Ende 13 Siege und 14 Niederlagen, bei -9 Toren. Wolfsberg hätte, bei einem Remis, gerade mal 12 Siege und 12 Niederlagen, aber noch immer eine Differenz von -1 gehabt. Da fiele doch das Feiern nicht so leicht?
Wolfsberg erzielte einen Treffer, einen weiteren, hatte die Partie komplett im Griff, Innsbruck zwar ab und zu bemüht aber einfach nicht gut genug oder verkrampft, sie brachten nichts zustande. Das 3:0 war möglich, mehr als einmal, und schwer vorstellbar, dass die Schützen so genau zielten, dass der Ball NICHT hineinging. Denn: es war (mindestens) zwei Mal knapp.
Das erste Tor zum 1:2 fiel nach 72 Minuten. Dies von Pfiffen begleitet. Der Grund: ein Wolfsberger lag am Boden und die Innsbrucker spielten weiter. Hier hätte entweder der Schiri unterbrechen können oder aber die Innsbrucker den Ball selbst ins Aus schießen können. Nicht, dass sie/er es etwa hätten tun sollen/müssen, aber es hätte nicht zustande kommen müssen. Das 2:2 fiel aus einer Abseitsposition heraus, wobei diese wirklich in dem Sinne schwer zu erkennen war, als der den Ball verlängernde diesen zwar mit den Haarspitzen berührte, aber dies nicht unbedingt zu erkennen war. Auch hier hätte also eine Aberkennung erfolgen können (oder soll man annehmen, dass der Schiri Teil eines Komplotts war?). Das 3:2 in der 77. fiel, als ein Abpraller aus dem Strafraum einem Innsbrucker auf den Fuß fällt und dieser ihn Volley nimmt und exakt im Kreuzeck versenkt. Planen kann man so einen Schuss auf jeden Fall nicht. Das war ein Glücksschuss, natürlich mit Klasse als Hintergrund.
Fakt ist, dass die Wette einfach aufging und man die Umstände nicht weiter hinterfragen müsste. Hier hat es dem Verlierer geschadet, was den Spekulationen einfach den Wind aus den Segeln nimmt. Es war einfach Drama pur, welches sich oftmals in den entscheidenden Momenten entfaltet.
Ein wenig befremdlich höchstens das Interview mit Trainer Bjelica, der seiner Mannschaft gar nichts ankreidete und so ein wenig gleichgültig wirkte, man könnte es auch „zufrieden“ nennen. Verwunderlich wäre es nicht, denn die Saison hat sein Team als Aufsteiger dennoch sehr gut bestritten (also: etwaigen Überlegungen leistet dies nur sehr bedingt Vorschub).
 
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Rückblick Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 36. Spieltag

in Kürze:

Generell spricht ein letzter Spieltag immer ein wenig mehr für die Heimmannschaften, speziell in Paarungen, in denen es um nichts mehr geht, was ja hier auf alle zutrifft. Die Gründe: meist erscheinen doch mehr Zuschauer als normal, wegen des Saisonabschlusses, was aber auch mit dem Wetter zusammenhängt, was meist gut ist im Mai. Vor diesen möchte sich die Heimmannschaft positiv verabschieden, auf das im Herbst auch alle wieder da sein mögen. Dies ist jedenfalls eine höhere Motivation, als sie meist die Gäste mitbringen.
 
Im Grunde sollte man an dieser Stelle natürlich zufrieden sein mit den Ergebnissen. Denn: einzig explizit ausgeführt ist ja oben, dass die Heimmannschaften mit höherem Engagement zu Werke gehen — und dies wäre ja wohl, angesichts eines Torverhältnisses von 13:0 belegt. Nur hat man ausgerechnet auf die Auswärtsmannschaft vertraut, welche die böseste Klatsche kassierte. Dies könnte einen also umgekehrt bedenklich stimmen. Allerdings hat man ja nun mal mit dem Schlusslicht beim Titelgewinner einen offensichtlich krassen Außenseiter gewählt. Wobei gerade das Duell Erster gegen Letzter auch unter anderen Voraussetzungen (also im normalen Ligaalltag) oftmals ganz anders ausgeht, als man es zu erwarten geneigt ist.
Genug geschwafelt: Altach gewinnt, +2, Austria Lustenau gewinnt, +3, BW Linz verliert, -4, und St.Pölten gewinnt, +3. Macht auf jeden Fall dennoch eine positive Bilanz, selbst wenn die als Milchmädchen errechneten +4 nicht ganz der Realität entsprechen dürften, aufgrund der Abstriche in den Quoten.

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SCR Altach – SV Kapfenberg     2:0 (1:0)
Zuschauer: 1.723     (Schnitt bisher: 2.405 ; -29.8% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 605 km)
 
Hier ein typisches derartiges Duell. Selbst wenn man Altach nie so ganz vertrauen wollte, so haben sie doch konstant Ergebnisse eingefahren. Das gilt natürlich auch für Kapfenberg. Wobei aber bei Kapfenberg dennoch ein gewisses Nachlassen zuletzt zu beobachten war. Sicher hing dies auch mit der Verletztenliste zusammen, aber diese hat sich ja auch noch nicht wirklich gelichtet. Altach möchte sich auf jeden Fall gut verabschieden von den Fans, die sicher auch einigermaßen zahlreich erscheinen werden.
 
Insofern wagt man hier 2 von 10 auf die 1.
 
Tja, nun, man hat das Spiel gewonnen, warum sollte man nun unbedingt etwas suchen, was gegen die Wette sprach? Dennoch bestätigte sich so ein wenig, dass Altach nie voll und ganz überzeugt. Nach 18 Minuten gingen sie, eigentlich mit der ersten nennenswerten Aktion, direkt in Führung. Kapfenberg war davor und danach gut dabei, hatte ebenfalls ein paar der insgesamt nicht vielen Gelegenheiten, in der 64. gab es Elfmeter — klar, berechtigt –, der im Nachschuss verwandelt wurde.
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Austria Lustenau – First Vienna     1:0 (0:0)
Zuschauer: 1.200     (Schnitt bisher: 3.716 ; -5.2% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 600 km)
 
Hier sieht es ganz ähnlich aus: die Vienna eigentlich in guter Verfassung, aber sicher längst zufrieden mit dem Erreichten. Austria Lustenau aber hat gerade wieder das Gewinnen entdeckt, und dabei zugleich an längst vergessen geglaubte Tugenden angeknüpft, zudem ist es ein Heimspiel, der Zuspruch war in den letzten beiden Spielen schon sehr beachtlich, diesmal werden sicher noch ein paar mehr da sein, der Abschied von diesen Fans steht an und soll positiv ausfallen.
 
Auch hier der Tipp auf die 1, mit 3 von 10.
 
Die Wette war doch insgesamt ok. Die Vienna mit dem besseren Start und zwei, drei guten Gelegenheiten. Nach 15 Minuten übernahm die Austria. Sie kamen zu ein paar mehr und besseren Chancen. Eine wird zwar genutzt, das Tor aber aberkannt, ohne, dass man klar erkennen konnte, warum (warum die Schiris auch am letzten Spieltag so klamm?). Dennoch gab es nach 53 Minuten das verdiente 1:0. Danach ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Hier zum Ausgleich, dort zum Erhöhen. Es passierte aber weder hier noch dort, so dass es beim verdienten Sieg blieb.
Ein Fazit wäre ineffektiv, da in der nächsten Saison doch so vieles verändert sein wird. Trotzdem hier angemerkt, dass der versöhnliche Saisonabschluss den oben angesprochenen Effekt erzielt: die Fans freuen sich (ein bisschen mehr) auf die nächste Spielzeit.
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SV Grödig – Blau Weiß Linz     5:0 (1:0)
Zuschauer:      (Schnitt bisher: 899 ; +15.7% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 152 km)
 
Hier doch die eine Ausnahme: Grödig spielt um nichts mehr, und das war ihnen anzumerken. Der Kader war durchgewürfelt, hat zwar auch in der Besetzung gut gespielt, aber doch nicht überragend, vor allem aber ohne Körpereinsatz. Die Fans kommen gerade in Grödig ohnehin gar nicht (letzter Platz in der Zuschauergunst) und BW Linz hat die Relegation vor der Nase, wird auf jeden Fall hoch konzentriert zur Sache gehen, wird versuchen, sich mit einem weiteren Erfolgserlebnis einzustimmen und hat gerade in den letzten Spielen vielfach nachweisen können, dass sie anderen Teams gegenüber in der Liga eigentlich nicht zurückstehen.
 
So lautet hier der Tipp, dass die Gäste etwas mitnehmen. 4 von 10 auf X oder 2.
 
Hier lag man nun total daneben. Das Spiel von Anfang an nur in eine Richtung, Grödig ausreichend gut konzentriert, und auch sie wollten den (noch immer nicht zahlreichen) Fans einen guten Abschluss hinlegen — was durchaus gelang. Linz bemühte sich eine Weile lang, kassierte aber bald das 0:1, machte auf und bekam reihenweise eingeschenkt. Grödig hat ganz entspannt gespielt — und einfach gezeigt, dass das höhere Potenzial vorhanden ist, und dass es, ganz locker, einfach so gelingen kann.
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SV Horn – FC Lustenau    4:0 (3:0)
Zuschauer: 1.400     (Schnitt bisher: 1.435 ; Aufsteiger)
(Entfernung: 644 km)
 
Diese Paarung hier ist neutral. Horn hat zuletzt nicht gut gespielt (beim 1:3 bei der Vienna), während der FC Lustenau eigentlich immer ganz gut gefällt, auch beim 1:4 im Derby waren sie stets gefährlich. Man traut ihnen zu, im letzten Spiel erneut gut dagegen zu halten. Also ist diese Partie hier ein Pass.
 
Hier ist ebenfalls nicht viel zu sagen. Die Zuschauer waren da, immerhin eine Durchschnittszahl gegen in unattraktives Team, die Stimmung gut, die eigene Mannschaft gut und der Gegner als willkommener Statist, der aber, wie es einem guten Statisten gebührt, auch ab und an nach vorne kam — um dann doch nie richtig abzuschließen. Einfacher und klar verdienter Sieg für den SV Horn.
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SKN St.Pölten – TSV Hartberg   1:0 (1:0)
Zuschauer:      (Schnitt bisher: 2.944 ; +108.2% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 181 km)
 
Hier eine weitere Chance: St.Pölten hat zwar nicht überragt beim 0:1 in Linz, hat aber lange Zeit auch in Unterzahl gespielt und zudem war der Gegner einfach richtig gut. Davor waren sie längst viel stabiler, eigentlich bald wieder in der Hinrundenverfassung. 
Hartberg hingegen hat nun 5 Niederlagen in Serie und wenn man — auch zuvor schon — ein schwächstes Team genannt hat, alternativ zu Linz, dann war es dieses Hartberg. 
St.Pölten kann sicher auch mit einem guten Zuschauerzuspruch rechnen, denen soll etwas geboten werden, insofern auch hier 3 von 10 auf die 1.
 
Dieser Sieg zwar insgesamt eher glücklich, aber St.Pölten musste auch ab der 35. mit 10 gegen 11 auskommen, nachdem dem sonst so zuverlässigen (aber meist nicht so weit hinten agierenden) Jano ein Ball verspringt, der Gegenspieler ihn sich schnappt und einsam aufs Tor zuliefe, falls Jano nicht die Notbremse gezogen hätte. Obwohl seine Grätsche so gut war, dass er tatsächlich unter anderem den Ball erreichte, sollte man gerade von hier aus keinerlei Zweifel an der Berechtigung der Entscheidung aufkommen lassen. Die Führung war nach 6 Minuten gelungen, und zwar durch eine abgefälschten Freistoß, St.Pölten aber schon besser bis zum Platzverweis.
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Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 36. Spieltag

in Kürze:

Ein durchaus ergiebiger Spieltag. Selbst in den Paarungen, da mindestens einer scheinbar um nichts mehr spielt, lassen sich gute Ansatzpunkte finden.

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SV Mattersburg – Admira/Wacker Mödling     (Entfernung: 54 km)
Tja, wer von diesen beiden hat nun wirklich über die gesamte Saison den besseren Eindruck gemacht, wer hat zuletzt den besseren Eindruck gemacht?
Ja, man hätte es der Admira zugetraut, die bessere Mannschaft zu sein. Sie waren in Europa (und wären damit nicht das einzige kleinere Team, dem so etwas in den letzten Jahrzehnten nicht gut getan hätte), die Erwartungen waren sicher gestiegen — als Folge dessen gab es einen ziemlichen Absturz in der Hinserie. Zu viele Tore kassiert und selten die spielerische Klasse aufblitzen lassen. Da wähnte man sich wohl noch sicher, nach dem Motto „wir als Europacupteilnehmer…“.
In der Winterpause wurde noch einmal nachgerüstet. Die Neuzugänge waren auch gut, ja, sie sahen besser aus, alles schien darauf hinzudeuten, dass man es nun locker packen würde. Nur blieben weiterhin gute Ergebnisse, vor allem in Konstanz, aus. So stand lange Zeit der letzte Platz zu Buche — und nun gab es wieder en Absturz dorthin, nachdem man ihn kurzzeitig abgeben konnte. Sicher gab es zuletzt etwas Verletzungspech, aber doch kann man, angesichts der Leistungen der Konkurrenz, einfach unmöglich sagen, dass ihnen diese Platzierung nicht zusteht.
Auf der anderen Seite hatte man Mattersburg sicher über einen gewissen Zeitraum schlecht geredet. Nur: gerade in dem Moment, als sie auf dem Abstiegsrang angekommen waren, drehten sie mächtig auf. Nicht nur, dass sie dem Druck standgehalten haben, nein, sie haben nicht allein Abstiegskampf geboten, sondern tatsächlich spielerische Klasse demonstriert, mit regelmäßigen Punktzuwächsen garniert.
Alles in allem war also Mattersburg wirklich die ganz minimal bessere Mannschaft, speziell in der besseren Verfassung, rundherum. So spräche alles für einen Heimsieg. Nur das eine nicht: ihnen genügt ein Remis. Nur: wie man die Mannschaft gesehen hat, kann sie einfach unmöglich auf dieses Resultat spielen. Sie haben die größeren Stärken in der Offensive und wären dumm, wenn sie sich nicht auf diese stützen wollten.
Es wird ein Abstiegsendspiel, ganz sicher. Nur sieht man einfach nicht ein, dass Mattersburg nicht nach vorne spielt und nicht dringend eigene Tore erzielen möchte. Ein unentschiedener, allein schon Zwischenstand, bärge die Gefahr, sogar noch in letzter Minute aus der Liga zu fliegen. Die größere Gefahr für eine Wette auf den Heimsieg ist allerdings die, dass die Konkurrenz es ihnen leichter macht. Falls nämlich beispielsweise Wiener Neustadt in Graz (deutlich) zurück läge, ist das eigene Ergebnis egal (abgesehen von Innsbruck, die ja auch erst einmal in Wolfsberg gewinnen müssten).
So sehr man also im Prinzip an Mattersburg glaubt: die Konstellation(en) erlauben einfach keine echte Wette. Neigung bleibt: Mattersburg will sich auf gar nichts einlassen und spielt auf Sieg, der ihnen auch gelingt.
Teamnews:
Mattersburg ohne Nedeljko Malic (25, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, IV, 15/0/1), Michael Novak (22, RV, 10/0/0), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3), den Langzeitverletzten Dominik Doleschal, Wilfried Domoraud (24, LA, 10/0/1),
Admira ohne Stammtorhüter Jürgen Macho, Richard Windbichler (22, IV, 22/1/1), Gernot Plassnegger (35, RV, 25/0/3), René Seebacher (24, RM, 10/0/1), Tito (24, LM, 9/1/3), Daniel Toth (25, OM, 14/1/0), Matus Mikus (21, MS, 2/0/0).
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Rapid Wien – SV Ried     (Entfernung: 243 km)
Kein so dolle Paarung, bei der man eigentlich nichts machen möchte. Schauen wir aber mal genauer hin: Ried könnte zwar noch reinrutschen nach Europa, benötigt aber dringend Schützenhilfe, von den beiden Abstiegskandidaten Wiener Neustadt und Innsbruck, die beide Siege benötigen gegen den Abstieg und damit die Bahn freischießen könnten. Nun wird man vermutlich daran in Ried gar nicht glauben beziehungsweise eingehende Zwischenstände die Illusionen möglicherweise bald vernichten. Da Rapid sich nach dieser extrem wackeligen Saison — die Fans waren schon auf den Barrikaden — dringend positiv bei den Fans verabschieden und in Erinnerung behalten möchte, spräche einiges für einen Heimsieg. Der Markt dürfte diese Parameter vielleicht nicht ganz richtig beurteilen (da es dort immer nur heißt: muss gegen braucht nicht, schon geht der Kurs hoch auf braucht nicht). Hier ist es aber schon speziell: Ried braucht irgendwie, aber nützt nicht und Rapid braucht doch, weil die Fans schon fast weggelaufen sind und man sie zurückholen möchte.
Also: eigentlich eine gute Paarung, bei der man sich nur vorher entscheiden muss, nicht zu hadern, falls es daneben geht. Natürlich kann es auch hier passieren, aber man trüge es mit Fassung: 5 von 10 auf die 1.
Teamnews:
Rapid ohne Gerson (21, IV, 26/0/0), Michael Schimpelsberger (22, RV, 16/0/1), Steffen Hofmann (32, OM, 20/2/9), Deni Alar (23, MS, 31/15/6),
Ried hat keine Ausfälle. 
 
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Red Bull Salzburg – Austria Wien     (Entfernung: 296 km)
Hier kann man den Heimsieg beinahe garantieren: Salzburg hat den Titel nun abgegeben, sieht aber auf keinen Fall ein, nicht die bessere Mannschaft zu sein. Sie werden mit angemessener Aufmerksamkeit und Konzentration in das Spiel gehen, schließlich geht es darum, Verhältnisse zurechtzurücken und die Fans zu versöhnen. Bei der Austria dürften einige Spieler vom vielen feiern müde sein und entweder gar nicht auf dem Platz stehen oder mit halber Kraft. Hier Widerstand aufzubauen, dürfte ihnen einfach nicht gelingen. Die Spannung ist abgefallen, aber eben nur einseitig.
Eine fast ideale Partie, nur möchte man dennoch nicht mehr als 6 von 10 auf die 1 riskieren.
Teamnews:
Salzburg ohne Alexander Walke (29, TW, 30/0/0), Isaac Vorsah (24, IV, 15/1/0), Dusan Svento (27, LM, 10/1/1),
Austria hat keine Ausfälle. 
 
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Sturm Graz – SC Wiener Neustadt     (Entfernung: 143 km)
Sturm ist beinahe schon so faul wie Sion in der Schweiz. Der Trainer muss gehen, obwohl er eigentlich auf Kurs ist, der Neue bringt erst einmal garnichts, und redet jetzt die katastrophalen Auftritte schön. Vielleicht zwar verständlich, mit allen möglichen Absichten versehen, aber doch unangebracht. Sie spielen einfach schwach und man gönnt es ihnen auch nicht, nicht von hier aus.
Andersherum bei Wiener Neustadt, zumindest von der Gönnererwägung her. Sollen sie doch bitte drin bleiben, so toll, wie sie sich seit Wochen, ach, eigentlich schon über die gesamte Saison, zur Wehr gesetzt haben. Da ist nichts anzukreiden. Sie haben ihr Potenzial in die Waagschale geworfen, voll ausgeschöpft, und ein paar durchaus ansehnliche Spiele geboten, und das als designierter Absteiger. Nun wären sie nur noch den einen Schritt entfernt, es wirklich zu schaffen.
Sturm könnte sogar verkrampfen in der Absicht, gewinnen zu wollen/müssen, während dem Gegner ein Remis durchaus helfen könnte, was unter diesen Umständen die leichtere Aufgabe wäre.
4 von 10 auf X oder 2.
 
Teamnews:
Sturm ohne Leonhard Kaufmann (24, RV, 17/0/2), Philipp Hütter (22, RV, 4/0/0), Tobias Kainz (20, ZM, 18/0/2), 
Wiener Neustadt ohne Markus Glänzer (25, TW, ohne Einsatz), Matthias Maak (21, IV, 17/0/0), Arvedin Terzic (24, LM, 18/5/6).
Hebt sich auch etwa.
 
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Wolfsberger AC – Wacker Innsbruck     (Entfernung: 450 km)
Unmöglich, hier an Wolfsberg zu glauben. Sie haben die Saison abgehakt, wie man auch an den Trainerworten erkannte, der die schlechten letzten Leistungen entschuldigte, seinem Team nicht einmal böse war. Saisonziele erreicht, nein, übererfüllt, Europa war ein Traum, und selbst wenn er noch greifbar wäre: dafür fehlt die Überzeugungskraft und die Energie.
Anders herum Innsbruck, die mit dem wirklich erzwungenen aber total verdienten 2:1 Sieg gegen Sturm das wichtigste Zeichen gesetzt haben, vor allem für sich selbst: es geht, wir können es packen, wie sind gut genug für die Liga. Noch einmal alle Kräfte bündeln — im Abstiegskampf immer die eher zu erfüllende Aufgabe — und wir sind raus aus dem Strudel.
Insofern hier 6 von 10 auf X oder 2, da auch das Remis gut tun könnte (falls Wiener Neustadt verliert oder Admira ebenfalls nur Remis spielt).
Teamnews:
Wolfsberg ohne Gernot Messner (32, ZM, 4/0/0), Sandro Zakany (25, OM, 14/0/0), Christian Falk (26, MS, 17/10/0),
Innsbruck ohne Marco Köfler (22, LM, 1/0/0).
 
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Vorschau Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 36. Spieltag

in Kürze:

Generell spricht ein letzter Spieltag immer ein wenig mehr für die Heimmannschaften, speziell in Paarungen, in denen es um nichts mehr geht, was ja hier auf alle zutrifft. Die Gründe: meist erscheinen doch mehr Zuschauer als normal, wegen des Saisonabschlusses, was aber auch mit dem Wetter zusammenhängt, was meist gut ist im Mai. Vor diesen möchte sich die Heimmannschaft positiv verabschieden, auf das im Herbst auch alle wieder da sein mögen. Dies ist jedenfalls eine höhere Motivation, als sie meist die Gäste mitbringen.

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SCR Altach – SV Kapfenberg     (Entfernung: 605 km)
Hier ein typisches derartiges Duell. Selbst wenn man Altach nie so ganz vertrauen wollte, so haben sie doch konstant Ergebnisse eingefahren. Das gilt natürlich auch für Kapfenberg. Wobei aber bei Kapfenberg dennoch ein gewisses Nachlassen zuletzt zu beobachten war. Sicher hing dies auch mit der Verletztenliste zusammen, aber diese hat sich ja auch noch nicht wirklich gelichtet. Altach möchte sich auf jeden Fall gut verabschieden von den Fans, die sicher auch einigermaßen zahlreich erscheinen werden.
Insofern wagt man hier 2 von 10 auf die 1.
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Austria Lustenau – First Vienna     (Entfernung: 600 km)
Hier sieht es ganz ähnlich aus: die Vienna eigentlich in guter Verfassung, aber sicher längst zufrieden mit dem Erreichten. Austria Lustenau aber hat gerade wieder das Gewinnen entdeckt, und dabei zugleich an längst vergessen geglaubte Tugenden angeknüpft, zudem ist es ein Heimspiel, der Zuspruch war in den letzten beiden Spielen schon sehr beachtlich, diesmal werden sicher noch ein paar mehr da sein, der Abschied von diesen Fans steht an und soll positiv ausfallen.
Auch hier der Tipp auf die 1, mit 3 von 10.
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SV Grödig – Blau Weiß Linz     (Entfernung: 152 km)
Hier doch die eine Ausnahme: Grödig spielt um nichts mehr, und das war ihnen anzumerken. Der Kader war durchgewürfelt, hat zwar auch in der Besetzung gut gespielt, aber doch nicht überragend, vor allem aber ohne Körpereinsatz. Die Fans kommen gerade in Grödig ohnehin gar nicht (letzter Platz in der Zuschauergunst) und BW Linz hat die Relegation vor der Nase, wird auf jeden Fall hoch konzentriert zur Sache gehen, wird versuchen, sich mit einem weiteren Erfolgserlebnis einzustimmen und hat gerade in den letzten Spielen vielfach nachweisen können, dass sie anderen Teams gegenüber in der Liga eigentlich nicht zurückstehen.
So lautet hier der Tipp, dass die Gäste etwas mitnehmen. 4 von 10 auf X oder 2.
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SV Horn – FC Lustenau     (Entfernung: 644 km)
Diese Paarung hier ist neutral. Horn hat zuletzt nicht gut gespielt (beim 1:3 bei der Vienna), während der FC Lustenau eigentlich immer ganz gut gefällt, auch beim 1:4 im Derby waren sie stets gefährlich. Man traut ihnen zu, im letzten Spiel erneut gut dagegen zu halten. Also ist diese Partie hier ein Pass.
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SKN St.Pölten – TSV Hartberg     (Entfernung: 181 km)
Hier eine weitere Chance: St.Pölten hat zwar nicht überragt beim 0:1 in Linz, hat aber lange Zeit auch in Unterzahl gespielt und zudem war der Gegner einfach richtig gut. Davor waren sie längst viel stabiler, eigentlich bald wieder in der Hinrundenverfassung.
Hartberg hingegen hat nun 5 Niederlagen in Serie und wenn man — auch zuvor schon — ein schwächstes Team genannt hat, alternativ zu Linz, dann war es dieses Hartberg.
St.Pölten kann sicher auch mit einem guten Zuschauerzuspruch rechnen, denen soll etwas geboten werden, insofern auch hier 3 von 10 auf die 1.
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Rückblick Österreich tipp 3 Bundesliga, 35. Spieltag

in Kürze:

Alle Partien enthalten jede Menge Brisanz, zumal wenn man die Schlussrundenkonstellationen mit einbezieht. Hier ist für jedes Team das Erreichen oder Verfehlen der Saisonerwartungen und Hoffnungen möglich. Wobei man hier ausdrücklich die Unterscheidung trifft, dass es für Ried und Wolfsberg nur ein Bonus wäre, nach Europa zu kommen, während alle anderen vorne dies sicher ins Budget eingeplant haben, diese für Europa, der Rest der Liga natürlich „nur“ den Klassenerhalt. Der Titelkampf ist vermutlich das am wenigstens Spannende, aber immerhin ist es für diese Runde noch offen, ob es nicht doch das große Finale gibt.  Zumal eben Salzburg und die Austria (logischerweise) beide Gegner haben, die die Punkte mehr als gut gebrauchen könnten.
 
Alle Partien bei toller Stimmung und vor großer, gutwilliger Kulisse. Alle Partien hochwertig, was belegt, dass die positive Stimmung einen guten Einfluss auf die Leistungen haben kann. Ebenso ging es ja auch überall noch um etwas, was absolut kein Standard ist. Die wichtigste Entscheidung ist aber mit dem Sieg der Austria gefallen: sie sind Meister. Und obwohl an dieser Stelle häufig genug betont wurde, dass die Salzburger eigentliche das bessere Team sind, so wäre es doch unmöglich, nun zu behaupten, dass der Titel unverdient oder glücklich wäre. Die Leistungen wurden immer besser und es kehrte jede Menge Stabilität und Souveränität ein, gerade in der Phase, als das Bayern München der Liga ihnen ein Schwächeln einreden begann. „Der Vorsprung schmilzt und schmilzt“ das Credo damals. Es folgte Sieg auf Sieg — und kaum je war es kribbelig. Das war herausragend und verdient diesen Respekt, dass man es einen verdienten Erfolg nennen muss.
Der Abstiegskampf und der Kampf um Europa bleiben aber spannend, mit weiterhin je sieben Teams im Rennen. Nur Rapid hat das Europaticket bereits gelöst, also spielen nur drei Mannschaften vor der Schlussrunde um nichts mehr.
Ach so, die 7 Einheiten auf Innsbruck waren drin, wobei hier lediglich der Zeitpunkt des Zustandekommens glücklich war, die Wette selbst exzellent.
 
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Admira/Wacker Mödling – Rapid Wien     0:2 (0:1)
Zuschauer : 6.375    (Schnitt bisher: 3.142  ; -30% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 23 km)
 
Hier ist die ganz große Frage eigentlich die: inwieweit ist das Spiel wirklich als Derby anzusehen? In Mattersburg waren es zuletzt, bei einer Entfernung von rund 70 km Wien-Mattersburg, zwar 9.600 Zuschauer — was auf einen erheblichen Gästeanteil schließen ließ — jedoch im Stadion schien alles auf ein Fest von Mattersburg aus zu sein. Von Rapideren weit und breit nichts zu hören. Merkwürdig.
 
So könnten hier zwar sicher auch einige „anreisen“, aber irgendwie lehrte ja die Erfahrung in dieser Saison, dass auch derartige Spiele zumeist einen Heimspielcharakter wahren. 
 
Unter diesen Voraussetzungen traute man unbedingt der Admira derzeit etwas mehr zu. Der eine Punkt in Wolfsberg war hübsch und nützlich, aber noch immer ist die Gefahr ziemlich groß, bei nur zwei Punkten Vorsprung auf Rang 10. Im letzten Spiel muss man nach Mattersburg, wo es brenzlig sein könnte, falls der Gegner dann noch etwas braucht (durchaus denkbar, denn sie müssen ja zeitgleich bei der Austria ran, zudem besteht die Möglichkeit, dass Wiener Neustadt UND Wacker Innsbruck punkten, beide in ihrem letzten Heimspiel, bei lösbaren Aufgaben). Das Spiel hier hat also für die Admira  schon eine besondere Bedeutung.
 
Für Rapid sieht es aber nicht so viel anders aus. Sie haben zwar einen Vorsprung von 4 Punkte auf Rang 5, und sogar 5 Punkte Vorsprung auf Ried, aber, falls man hier und heute verliert und Ried gewinnt, dann stünde ein echtes Endspiel an am letzten Spieltag gegen Ried — und bei Verlust wäre man raus aus Europa. Natürlich ist das nicht ganz so wahrscheinlich, da ja Ried gegen die Bullen ran muss und zugleich Sturm etwas holen müsste, aber doch möchte man dieses sicher vermeiden und lieber dieses Spiel hier gewinnen, sicher aber nicht verlieren.
 
Nach der ganz persönlichen Neigung gefragt, auf den letzten Eindrücken basierend, traute man eher der Admira ein Gelingen ihrer Bemühungen zu. Es bleibt aber bei einer Neigung.
 
Das Problem an der Neigung pro Admira war in dieser Partie eindeutig das Ausbleiben der Teamnews, welche einen sicher umgestimmt hätten. So viele wichtige Ausfälle bei der Admira, dass man sie nie und nimmer hätte stützen wollen. In Einheiten hat es sich ja nicht ausgewirkt, insofern geht es ja noch.
Beiderseits aber ein nicht so tolles Spiel, in welchem die Admira einige Male von Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt wurde, allseits anerkannt, der Trainer aber, nach dem Spiel darauf angesprochen, wollte sich dazu nicht äußern. Dies durchaus lobenswert, andererseits doch bedenklich, dass die meisten der Benachteiligungen der typischen Bauart sind: kein Tor, kein Elfer, kein Platzverweis, im Zweifel Abseits (und nicht etwa umgekehrt), ohne dies hier konkret an Spielszenen festmachen zu wollen.
Der Sieg dennoch — so erkannte der Heimtrainer auch an — unterm Strich verdient. Rapid leicht besser und mit dem Sieg mit einem Ticket für Europa. Die Admira muss nun die letzte Partie gewinnen in Mattersburg, hat es aber aufgrund dessen selbst in der Hand.
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Austria Wien – SV Mattersburg     4:0 (3:0)
Zuschauer :  12.000   (Schnitt bisher: 9.278  ; +12.8% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 71 km)
 
Die Chance, hier und heute den Titel klar zu machen, könnte doch den Ausschlag geben. Wobei eben das Remis genügen könnte, was dann schon wieder etwas gegen den Heimsieg spricht. Selbstverständlich — das Ausbleiben von Absprachen vorausgesetzt, da ja auch für Mattersburg ein Remis Gold wert wäre  — wird man die Partie  auf Sieg anlegen und sich nur im Falle, dass es nicht gelingt, man aber auch nicht zurückliegt, mit dem Unentschieden „abfinden“. Da sich zugleich die Gäste in den letzten drei Spielen sehr stark präsentiert haben, kann es unmöglich zu einem Tipp reichen. Nein, es wird nichts, ein Pass ist die beste Lösung.
Phantastiche Stimmung hier, von Beginn an eine toll kombinierende Austria, die sofort klar machte, dass sie hier und heute den Titel holt. 1:0, 2:0, 3:0 — nach 12 Minuten die Partie komplett durch, und der Gegner nur von der übermächtigen Austria in die Statistenrolle gedrängt, denn sie brauchten eigentlich dringend noch etwas. War aber nicht und sie kamen auch nie mehr in die Nähe, selbst wenn sie selbst hier oder da mal eine Chance hatten.
Grenzenloser, ausgelassener Jubel bei Mannschaft und Fans, was man ihnen über die Saison nicht so zugetraut hätte (vor allem den Fans nicht, die, selbst bei anhaltender Tabellenführung und zunehmend toller Leistungen nicht so zahlreich erschienen). Hier aber zeigte sich, dass die Austria doch eine Hausnummer ist und es durchaus noch mehr werden könnte.
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Wacker Innsbruck – Sturm Graz     2:1 (0:1)
Zuschauer : 6.552    (Schnitt bisher: 4.912  ; -23.2% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 458 km)
 
Hier kann man sich relativ gut positionieren. Denn: Innsbruck machte einen wirklich gefestigten, starken Eindruck in den letzten Spielen, hatte gut gepunktet — und nur gegen die 1 und 2 verloren. Es war ja angekündigt, dass sie ein hartes Restprogramm hatten, welches gegen sie sprechen könnte, nun stehen sie tatsächlich auf 10, aber noch ist längst nicht alles verloren. Ein Sieg — und die Welt sähe ganz anders aus. Sogar die Tordifferenz könnte eine Rolle spielen, und in ihr ist man nur ein Tor schlechter als der wichtigste Konkurrent, die Wiener Neustädter. In gewisser Weise hat man es also noch selbst in der Hand. Man selbst muss nach Wolfsberg — nicht leicht, aber doch machbar — während Wiener Neustadt in der letzten Runde zu Sturm muss. Sturm steht derzeit auf 4, falls sie aber verlieren sollten, müssten sie gegen Wiener Neustadt unbedingt gewinnen, und zugleich hoffen, dass Innsbruck etwas aus Wolfsberg mitnimmt. Spannende Konstellationen also, und jede Partie verspricht jede Menge Brisanz.
 
Da Sturm zwar mit dem Sieg gegen Ried nach außen hin eine (Schein-)Genesung hingelegt hat, man aber selbst besser beurteilen zu können meint, dass diese Leistung außer dem günstigen Resultat fast nichts Vorzeigenswertes enthielt, kann man sich hier nur (erneut) gegen Sturm stellen.
 
Innsbruck zieht die Partie hier. Es ist die letzte Ausfahrt — und sie werden sie nehmen. Mutige 7 von 10 auf die 1.
 
Ein phantastisches Spiel vor toller Kulisse mit einem vom Spielverlauf her verdienten, vom Zeitpunkt her sehr glücklichen Sieg für die Innsbrucker, denen man diesen aber unbedingt gönnen musste, da sie ja (ausgerechnet gegen Sturm mit der größten Tragödie) etliche Male riesiges Pech hatten. In Hälfte 1 bereits die Heimmannschaft klar besser, kassierte dennoch das 0:1 (spät) und schaffte selbst kein Tor. Nach der Pause gelang bald der Ausgleich und es folgte eine Einbahnstraße Richtung Sturm-Tor, ohne, dass die Gäste je selbst noch zu echten Kontergelegenheiten kam. Die Zuschauer ließen in Begeisterung und Anfeuerung nicht nach und etwa nach der sechsten verpassten klaren Torchance, als man längst in „Verzweiflung“ hätte machen können, gelang in der 91. Minute doch noch das Siegtor.
Verständlich zwar, dass sie Markus Schopp (Gästetrainer) ein wenig trotzig vor den Kameras präsentierte und nach dem x-ten Misserfolg (und dem nur einen kleinen Erfolgserlebnis des 3:1 gegen Ried, mit 11 gegen 9 sogar nicht einmal wirklich verdient) und seiner Mannschaft eine gute Leistung attestierte, vielleicht sogar in dem Bemühen, seinen eigenen Kopf zu retten (am besten, indem er Platz 4, den Sturm kurioserweise noch immer hält, am letzten Spieltag zu verteidigen), aber hier irrte er komplett: seine Mannschaft ist und war richtig schwach.
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SC Wiener Neustadt – Wolfsberger AC     2:0 (0:0)
Zuschauer : 2.300    (Schnitt bisher: 2.782  ; -3.3% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 211 km)
 
Sicher eine vergleichbare Konstellation. Hier die Wiener Neustädter, die mit aller Macht gegen den Abstieg anstrampeln werden, dort die Wolfsberger, die den Strohhalm nach Europa festhalten wollen. Die Gäste nur einen Punkt zurück gegenüber Sturm, und, siehe oben, mit dem möglichen Endspiel gegen Innsbruck vor Augen, falls diese Sturm etwas abknöpfen sollten. Für beide ist es also eine „must win“ Situation, wobei, wie schon oftmals erwähnt, die Kräfte im Abstiegskampf meist besser aktiviert werden können. Für Wolfsberg wäre ein Einzug nach Europa eh nur das Sahnehäubchen auf eine gelungene Saison, während es für Wiener Neustadt Überlebenskampf ist.
 
In diesem Falle hält man sich also lieber raus, selbst wenn man nun der Ansicht ist, dass die Wiener Neustädter, so sehr man es vielleicht auch bedauern müsste, in diesem Überlebenskampf letztendlich doch nicht behaupten können. Neigung also pro Wolfsberg, aber kein echter Tipp.
 
Doch wieder mal ein sehr typischer Fall: Wolfsberg hat die wirklich sehr gute Saison aufgrund fehlender Ansprüche (die gestellten hat man längst und weit übererfüllt) mit einem klar erkennbaren Nachlassen, welches ihnen sogar der Trainer im Interview später nachsah (was die fehlenden Ansprüche dokumentiert). Auf der anderen Seite ein Gegner, der unbedingt möchte, und zwar die Klasse halten. So wurde es selbst nach dem Platzverweis gegen einen Wiener Neustädter ein recht einfacher, dafür aber um so mehr umjubelter Sieg. Wolfsberg, um es sehr vorsichtig auszudrücken, wollte einfach nicht mehr.
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SV Ried – Red Bull Salzburg     2:2 (1:2)
Zuschauer : 4.500    (Schnitt bisher: 4.242  ; -13.7% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 68 km)
 
Ried hat sich nicht so viel vorzuwerfen mit der Niederlage in Graz. Sie kamen in Unterzahl auf ein 1:1 und hätten in doppelter Unterzahl beinahe das 2:2 erzielt — wenn der Assistent seine falschen Reflexe besser unterdrückt hätte und korrekterweise die Fahne unten gelassen hätte. Alles ok also und, angesichts der oben beschriebenen Konstellationen bei eigenen Siegen durchaus Europa noch machbar. Die Bullen schlagen und bei Rapid gewinnen — sicher keine ganz leichte Aufgabe, aber Fußball spielen wird man sowieso und erwartet wird gar nichts von einem. Da kann man es doch einfach angehen? Immerhin hat man doch vor nicht all zu langer Zeit ein 2:2 in Salzburg geholt?
 
Die Roten Bullen hingegen haben sicher (erneut) unter Beweis gestellt, dass sie die eigentliche Nummer 1 sind. Was sie da teilweise vom Stapel gelassen haben in Hälfte 2 hätte jedem europäischen Spitzenclub zu Ehren gereicht — und es war bei Weitem nicht die einzige derartige Darbietung der letzten Monate. Dass sie es nicht in der eigenen Hand haben (oder: nicht schon längst Meister sind) liegt einzig allein daran, dass die Austria einfach keine Schwäche mehr zeigt. Hut ab an dieser Stelle vor den österreichischen Kommentaren, die, anstatt den Salzburgern, wie es wohl in Deutschland geschähe, ausgewiesen haben, dass man in jeder bisherigen Saison mit der von ihnen erzielten Punktzahl locker hätte Meister werden können (78 haben IMMER gereicht, und die könnten sie mit zwei Siegen sogar übertreffen) und dass es also keineswegs eigenes Versagen ist, was dem Titel im Wege steht.
 
Für diese Partie bedeutet dies trotzdem nicht so viel Gutes für sie. Sie werden sicher doch gezwungenermaßen mit einem Ohr nach Wien lauschen — und vermutlich die traurige Meldung erhalten, dass alle erzielten Tore nichts mehr nützen (würden), weil man eh Vizemeister bleibt. Dies spricht, trotz des Leistungshochs, bedauerlicherweise so sehr gegen eine Wette, dass man einfach nur passen kann. Zumal dem Gegner die Schwäche mehr als willkommen wäre, eigene Überlegungen ins Kalkül ziehend, wie oben ausgeführt.
 
Das nach Wien gerichtete eine Ohr brachte bereits nach 12 Minuten die Erkenntnis, dass der Meisterschaftszug endgültig abgefahren ist (denn dort stand es ja 3:0 für die Austria). So spielte Salzburg zwar zu Beginn dennoch drückend überlegen, kam auf 1:0, 2:0, sogar das 3:0 war drin, aber danach ließen sie nach (aufgrund der Nachrichten, so möchte man annehmen, da alle Bemühungen eh umsonst wären). So kam Ried auf, kam zum Anschluss, später sogar zum Ausgleich, ebenfalls bei toller Stimmung und einem tollen Spiel. Hübsch und vorbildlich übrigens diese Situation beim Ausgleich: Torschuss, der Torwart pariert, ein nachrückender Rieder drückt den Abpraller über die Linie.
Der Schiri entscheidet zunächst auf Abseits, kein Tor. Entsetzen bei den Riedern, der Referee hält Rücksprache mit dem Assistenten — und gibt das Tor! So muss es sein und sollte es viel häufiger sein, vor allem dann, wenn es, wie hier, richtig ist (und das ist sehr häufig so). Eine spontan hochgerissene Fahne, ein spontan ertönter Pfiff — und immer sollen sie den Charakter der Endgültigkeit tragen, selbst wenn im gleichen Moment bereits klar ist, dass es falsch war?! Hier steht zwar ein Spieler beim Torschuss im Abseits, aber nicht derjenige, der das Tor erzielt (und der Abseits stehende greift auch nicht ins Spiel ein, steht nicht einmal im Wege). Mehr davon!
Nur machte das Duo das in der nächsten Szene schon wieder „gut“: ein korrekter Treffer der Rieder wird (übereifrig) aberkannt. Es gab zwar zwei knappe Momente, aber in beiden Fällen war es kein Abseits. Fakt ist aber (auch hier), dass tatsächlich bei dem (vor-)entscheidenden Pass ein Spieler im Abseits steht, dieser aber nicht angespielt wird (und auch danach nicht eingreift). Der Assistent reißt, wie man im Bild sieht, die Fahne sofort hoch als das Abspiel erfolgt, und weiß sozusagen in dem Moment noch nicht, für wen der Ball adressiert ist und wer ihn bekommt. Dies genau der Charakter von Fehlentscheidungen, der so oft den Torszenen im Wege steht. Das spontane Hochreißen dient nun sogar als Alibi („ich habe SOFORT Abseits angezeigt, weil einer im Abseits STAND; ob er angespielt wird, war mir in dem Moment egal.“ Und daraus, so meint er, könne ihm kein Strick gedreht werden; irgendeine Form von Eingreifen könnte man dem Abseits stehenden ja auch immer unterstellen, nicht an letzter Stelle dieses: er zwingt einen Abwehrspieler zur Aufmerksamkeit, auf ihn zu achten).
Dennoch ist halt eigentlich alles rundherum faul an den Abseitsentscheidungen, denn es bleibt dabei, dass die Fehler zu 90% die Stürmer benachteiligen (und dieser Wert zwar gefühlt eher viel zu gering, aber von den Pfeifenmännern nicht einmal bestritten).
Nach dem Ausgleich Chancen für beide auf den Sieg (beispielsweise dieses aberkannte), so dass das Remis insgesamt verdient war, in einem sehr guten Spiel.
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Rückblick Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 35. Spieltag

in Kürze:

Im Gegensatz zur Bundesliga dürfte diese Liga hier recht rasch abzuhandeln sein. Alle Entscheidungen längst gefallen, was aber niemandem vom (tüchtigen) Fußball spielen abgehalten hat bisher.
 
Überall wurde ordentlich gespielte, die Zuschauer waren ebenfalls gekommen — trotz gefallener Entscheidungen –, jedoch fiel auf, dass die Schiedsrichter sich keineswegs der guten Stimmung anschließen wollten und weiterhin extrem konservativ pfiffen, was hier bedeuten soll, dass weiterhin maximal viele Entscheidungen gegen die Torerfolge ausgelegt waren. Merkwürdig, da dies häufig — gerade bei gefallenen Entscheidungen, was Auf- und Abstieg angeht — anders ist. Es fielen, wie man sehen kann, entsprechend auch nur normal viele Tore, 15 in 5 Spielen ist mit einem ein Schnitt von 3 praktisch Durchschnitt (jener liegt für diese Saison bei 2.92). In anderen Ligen sieht das meist völlig anders aus. Und gerade hier hätte man sich doch allseits etwas lockern können, da es ja nirgends um etwas ging?
 
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Blau Weiß Linz – SKN St.Pölten      1:0 (0:0)
Zuschauer : 800    (Schnitt bisher: 1.206  ; -49.3% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 129 km)
 
Beide eigentlich sehr stabil in den letzten Partien. BW Linz hat nachgewiesen, dass ihr letzter Platz auch durchaus nur Pech gewesen sein mag, während St.Pölten, mit nur einer Niederlage in 9 Spielen, zeigte, dass ihre Ligaposition kein reiner Zufall ist — wobei diese ja nun nur noch ein 5.Platz ist, noch aber in Reichweite von 3 und 4.
 
Es bietet sich ohnehin nichts an und schmecken täte es schon gar nicht. Also ist es ein Pass.
 
Wie (seit Wochen schon) angekündigt BW Linz mit dem erkennbaren Bemühen, die Form auf Höchst- zu erhalten oder zu bekommen. Sie waren richtig gut und engagiert. St.Pölten in der Anfangsphsae zwar etwas besser, in der sie ebenfalls erkennen ließen, was sie drauf haben, aber Linz immer überlegener, mit einer Fülle verpasster Chancen (natürlich explizit nicht durch Unvermögen sondern durch Pech nicht genutzt), die nach dem Platzverweis gegen St.Pölten nach anwuchs — und endlich mit dem klar verdienten 1:0 belohnt wurde, der alle rundherum, neben der Hochform, in ebensolche -stimmung versetzte. Die Relegation kann kommen!
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FC Lustenau – Austria Lustenau     1:4 (1:1)
Zuschauer : 2.500    (Schnitt bisher: 948  ; -3.3% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 0 km)
 
Das Derby noch viel leichter abzuhandeln: so oder so ein Pass. Beide haben zwar einen ziemlichen Negativlauf, aber doch oftmals gut gespielt, die Austria sogar mal wieder mit einem Sieg, der FC nur mit ein paar gewohnten Komplimenten. Es bleibt ohnehin bei dem Pass.
 
Auch hier eine tolle Stimmung im Stadion, trotz des sicheren bevorstehenden Abstiegs des FC Lustenau (ein wenig Wehmut sicher dabei), und trotz der miserablen Form/Ergebnisse beider Teams in der gesamten Rückrunde, welche den Teams die letzten beiden Plätzen in diesem inoffiziellen Ranking einbrachte. Die Austria aber weiter verbessert, in der ersten Halbzeit erneut der FC Lustenau mit einer sehr guten Leistung, mit den wirklich herausragenden Akteuren Furkan Aydogdu, Dursun Karatay, Osman Ali, die garantiert in dieser Spielklasse oder sogar einer höheren demnächst Fuß fassen werden, so viel an dieser Stelle hier angekündigt (auch Abwehrmann Vucur gehört dazu). Man ließ sich aber auch von den zunehmend vielen Gegentoren nicht vom Fußball spielen abhalten und produzierte weiterhin Torchancen. Dennoch natürlich ein verdienter Sieg der Austria.
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First Vienna – SV Horn     3:1 (1:0)
Zuschauer :  1.300   (Schnitt bisher: 1.367  ; -38.1% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 86 km)
 
Auch hier wird sicher nichts zu machen sein. Alles passt, sogar die Markteinschätzung, also passt man selbst auch, ohne weitere Worte zu verlieren.
 
Vienna in der Neuauflage des am Dienstag Abend in der ersten Halbzeit beim Stande von 1:1 aufgrund eines heftigen Gewitters abgebrochenen Spieles früh schon besser und mit 1:0 in Front. Nach 30 Minuten gab es einen Ausschluss gegen den Torhüter der Heimmannschaft, als dieser außerhalb des Strafraumes den Ball mit der Hand spielte, wobei ihm Absicht unterstellt wurde. In Überzahl brachte Horn aber dennoch nicht viel zustande, und ab Minute 74 war die Gleichheit wieder hergestellt nach einem Platzverweis gegen Horn. Der einhergehende Elfer wurde verwandelt, das 2:0. Horn kam in der 79. noch einmal heran, aber in der 85. die endgültige Entscheidung mit dem 3:1. Verdienter Sieg, Vienna ok, Horn schwach.
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TSV Hartberg – SCR Altach     1:2 (1:1)
Zuschauer : 900    (Schnitt bisher: 1.007  ; +3.3% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 671 km)
 
Hier sieht es nicht viel anders aus. Altach kann sich hier Platz 2 endgültig sichern, was man, aufgrund des Fehlens anderer Ziele nun einfach als solches ausgegeben hat, aber überzeugt haben sie dennoch nie wirklich komplett, während Hartberg in Horn schon ganz gut gespielt hat und selbst zu guten Chancen kam, mit Parapatits und Tsoumou vorne (der hier für ideal erklärten Besetzung) und nur unglücklich in der Nachspielzeit verloren.
 
Was es bedeutet? Gar nichts. Es bleibt ein Pass.
 
Zu Beginn Hartberg sehr engagiert, mit leichter Überlegenheit, welche nach 31 Minuten sogar die Führung einbrachte. Dann übernahm Altach. Nach 42 Minuten der Ausgleich. In Hälfte 2 Altach aber klar besser, produzierte etliche Torchancen und ging verdient in Führung. Wobei hier mal wieder typischerweise ein „Schönheitsfehler“ angekreidet wird, als, sofern man die Lupe herausnimmt und das Standbild bemüht, dass der Torschütze bei dem direkten Torschuss (dessen Abpraller er verwandelte) möglicherweise um einen Trikotfetzen im Abseits gewesen sein mag. Hier ist ja nur das Problem, den falschen Fokus zu setzen, der da lautet: wenn du, Schiri, das nächste Mal ganz genau hinschaust, dann könnte es gelingen, bei JEDEM Tor etwas auszusetzen und es abzuerkennen. Tatsächlich geschieht ja das umgekehrte „Versehen“ auch viel häufiger, wird aber stets nur mit dem lapidaren „hier irrte er“ abgetan. Das eine also — das Aberkennen — eine Bagatelle, dass andere eine schwere Sünde. Ergibt für die Folge: lieber Aberkennen, da kommt man immer gut bei weg.
Unterm Strich also verdienter Erfolg der Altacher, die in einer Phase vielleicht zeigten, dass sie die bessere Mannschaft sind, aber doch wieder und wieder nicht komplett überzeugen können.
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SV Kapfenberg – SV Grödig     1:1 (1:1)
Zuschauer : 996    (Schnitt bisher: 831  ; -65.8% als Absteiger gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 233 km)
 
Eine absolut ausgeglichene Partie, wie man findet. Grödig hat zuletzt wirklich eine Ausnahmeklasse unter Beweis gestellt in einem Spiel, in dem NUR Fußball gespielt wurde (und weder gekratzt noch gebissen, und sowieso nicht anderweitig gefoult). Das Bällchen lief flüssig und gekonnt durch die eigenen Reihen und man hätte auch locker mehr als die zwei Tore machen können. Was man zu sehen bekam, war jedenfalls das Topniveau der Liga, welches nicht auf reines Ergebnisse einfahren ausgerichtet war.
 
Kapfenberg hat den Betriebsunfall der einzigen Rückrundenniederlage mit dem 2:0 gegen den FC Lustenau prompt wieder ausgebügelt. Sie stehen auf 4, und das wäre sogar ein ordentlicher Abschluss, falls da nicht sogar noch Platz 3 in Aussicht stünde, was man dann schon als sensationell bezeichnen müsste. Die Verletztenliste dürfte aber nicht schon für dieses Spiel so erheblich kürzer werden, so dass man sich auch nicht FÜR sie aussprechen könnte.
 
Weder für diesen, noch für jenen: ein Pass.
 
Beide haben sich auch in diesem Spiel ordentlich bemüht und keineswegs schlechten Fußball gespielt. Kapfenberg mit der noch immer langen Verletztenliste, Grödig ebenfalls mit einigen Ersatzleuten, was aber dem Spiel kaum schadete. Beide hatten ihre Möglichkeiten, das 1:1 insofern verdient. Als es einen Ausschluss gab gegen einen Grödiger wegen Torraubs, zudem Elfmeter, hätte das Spiel Richtung Heimelf laufen können, falls der Elfer denn verwandelt worden wäre. Wurde er aber nicht und danach, in Unterzahl, beschränkte sich Grödig erfolgreich auf die Defensive. Das Spiel nicht mehr so gut.
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Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 35. Spieltag

in Kürze:

Alle Partien enthalten jede Menge Brisanz, zumal wenn man die Schlussrundenkonstellationen mit einbezieht. Hier ist für jedes Team das Erreichen oder Verfehlen der Saisonerwartungen und Hoffnungen möglich. Wobei man hier ausdrücklich die Unterscheidung trifft, dass es für Ried und Wolfsberg nur ein Bonus wäre, nach Europa zu kommen, während alle anderen vorne dies sicher ins Budget eingeplant haben, diese für Europa, der Rest der Liga natürlich „nur“ den Klassenerhalt. Der Titelkampf ist vermutlich das am wenigstens Spannende, aber immerhin ist es für diese Runde noch offen, ob es nicht doch das große Finale gibt.  Zumal eben Salzburg und die Austria (logischerweise) beide Gegner haben, die die Punkte mehr als gut gebrauchen könnten.
 
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Admira/Wacker Mödling – Rapid Wien     (Entfernung: 23 km)
Hier ist die ganz große Frage eigentlich die: inwieweit ist das Spiel wirklich als Derby anzusehen? In Mattersburg waren es zuletzt, bei einer Entfernung von rund 70 km Wien-Mattersburg, zwar 9.600 Zuschauer — was auf einen erheblichen Gästeanteil schließen ließ — jedoch im Stadion schien alles auf ein Fest von Mattersburg aus zu sein. Von Rapideren weit und breit nichts zu hören. Merkwürdig.
So könnten hier zwar sicher auch einige „anreisen“, aber irgendwie lehrte ja die Erfahrung in dieser Saison, dass auch derartige Spiele zumeist einen Heimspielcharakter wahren.
Unter diesen Voraussetzungen traute man unbedingt der Admira derzeit etwas mehr zu. Der eine Punkt in Wolfsberg war hübsch und nützlich, aber noch immer ist die Gefahr ziemlich groß, bei nur zwei Punkten Vorsprung auf Rang 10. Im letzten Spiel muss man nach Mattersburg, wo es brenzlig sein könnte, falls der Gegner dann noch etwas braucht (durchaus denkbar, denn sie müssen ja zeitgleich bei der Austria ran, zudem besteht die Möglichkeit, dass Wiener Neustadt UND Wacker Innsbruck punkten, beide in ihrem letzten Heimspiel, bei lösbaren Aufgaben). Das Spiel hier hat also für die Admira  schon eine besondere Bedeutung.
Für Rapid sieht es aber nicht so viel anders aus. Sie haben zwar einen Vorsprung von 4 Punkte auf Rang 5, und sogar 5 Punkte Vorsprung auf Ried, aber, falls man hier und heute verliert und Ried gewinnt, dann stünde ein echtes Endspiel an am letzten Spieltag gegen Ried — und bei Verlust wäre man raus aus Europa. Natürlich ist das nicht ganz so wahrscheinlich, da ja Ried gegen die Bullen ran muss und zugleich Sturm etwas holen müsste, aber doch möchte man dieses sicher vermeiden und lieber dieses Spiel hier gewinnen, sicher aber nicht verlieren.
Nach der ganz persönlichen Neigung gefragt, auf den letzten Eindrücken basierend, traute man eher der Admira ein Gelingen ihrer Bemühungen zu. Es bleibt aber bei einer Neigung.
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Austria Wien – SV Mattersburg     (Entfernung: 71 km)
Die Chance, hier und heute den Titel klar zu machen, könnte doch den Ausschlag geben. Wobei eben das Remis genügen könnte, was dann schon wieder etwas gegen den Heimsieg spricht. Selbstverständlich — das Ausbleiben von Absprachen vorausgesetzt, da ja auch für Mattersburg ein Remis Gold wert wäre  — wird man die Partie  auf Sieg anlegen und sich nur im Falle, dass es nicht gelingt, man aber auch nicht zurückliegt, mit dem Unentschieden „abfinden“. Da sich zugleich die Gäste in den letzten drei Spielen sehr stark präsentiert haben, kann es unmöglich zu einem Tipp reichen. Nein, es wird nichts, ein Pass ist die beste Lösung.
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Wacker Innsbruck – Sturm Graz     (Entfernung: 458 km)
Hier kann man sich relativ gut positionieren. Denn: Innsbruck machte einen wirklich gefestigten, starken Eindruck in den letzten Spielen, hatte gut gepunktet — und nur gegen die 1 und 2 verloren. Es war ja angekündigt, dass sie ein hartes Restprogramm hatten, welches gegen sie sprechen könnte, nun stehen sie tatsächlich auf 10, aber noch ist längst nicht alles verloren. Ein Sieg — und die Welt sähe ganz anders aus. Sogar die Tordifferenz könnte eine Rolle spielen, und in ihr ist man nur ein Tor schlechter als der wichtigste Konkurrent, die Wiener Neustädter. In gewisser Weise hat man es also noch selbst in der Hand. Man selbst muss nach Wolfsberg — nicht leicht, aber doch machbar — während Wiener Neustadt in der letzten Runde zu Sturm muss. Sturm steht derzeit auf 4, falls sie aber verlieren sollten, müssten sie gegen Wiener Neustadt unbedingt gewinnen, und zugleich hoffen, dass Innsbruck etwas aus Wolfsberg mitnimmt. Spannende Konstellationen also, und jede Partie verspricht jede Menge Brisanz.
Da Sturm zwar mit dem Sieg gegen Ried nach außen hin eine (Schein-)Genesung hingelegt hat, man aber selbst besser beurteilen zu können meint, dass diese Leistung außer dem günstigen Resultat fast nichts Vorzeigenswertes enthielt, kann man sich hier nur (erneut) gegen Sturm stellen.
Innsbruck zieht die Partie hier. Es ist die letzte Ausfahrt — und sie werden sie nehmen. Mutige 7 von 10 auf die 1.
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SC Wiener Neustadt – Wolfsberger AC     (Entfernung: 211 km)
Sicher eine vergleichbare Konstellation. Hier die Wiener Neustädter, die mit aller Macht gegen den Abstieg anstrampeln werden, dort die Wolfsberger, die den Strohhalm nach Europa festhalten wollen. Die Gäste nur einen Punkt zurück gegenüber Sturm, und, siehe oben, mit dem möglichen Endspiel gegen Innsbruck vor Augen, falls diese Sturm etwas abknöpfen sollten. Für beide ist es also eine „must win“ Situation, wobei, wie schon oftmals erwähnt, die Kräfte im Abstiegskampf meist besser aktiviert werden können. Für Wolfsberg wäre ein Einzug nach Europa eh nur das Sahnehäubchen auf eine gelungene Saison, während es für Wiener Neustadt Überlebenskampf ist.
In diesem Falle hält man sich also lieber raus, selbst wenn man nun der Ansicht ist, dass die Wiener Neustädter, so sehr man es vielleicht auch bedauern müsste, in diesem Überlebenskampf letztendlich doch nicht behaupten können. Neigung also pro Wolfsberg, aber kein echter Tipp.
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SV Ried – Red Bull Salzburg     (Entfernung: 68 km)
Ried hat sich nicht so viel vorzuwerfen mit der Niederlage in Graz. Sie kamen in Unterzahl auf ein 1:1 und hätten in doppelter Unterzahl beinahe das 2:2 erzielt — wenn der Assistent seine falschen Reflexe besser unterdrückt hätte und korrekterweise die Fahne unten gelassen hätte. Alles ok also und, angesichts der oben beschriebenen Konstellationen bei eigenen Siegen durchaus Europa noch machbar. Die Bullen schlagen und bei Rapid gewinnen — sicher keine ganz leichte Aufgabe, aber Fußball spielen wird man sowieso und erwartet wird gar nichts von einem. Da kann man es doch einfach angehen? Immerhin hat man doch vor nicht all zu langer Zeit ein 2:2 in Salzburg geholt?
Die Roten Bullen hingegen haben sicher (erneut) unter Beweis gestellt, dass sie die eigentliche Nummer 1 sind. Was sie da teilweise vom Stapel gelassen haben in Hälfte 2 hätte jedem europäischen Spitzenclub zu Ehren gereicht — und es war bei Weitem nicht die einzige derartige Darbietung der letzten Monate. Dass sie es nicht in der eigenen Hand haben (oder: nicht schon längst Meister sind) liegt einzig allein daran, dass die Austria einfach keine Schwäche mehr zeigt. Hut ab an dieser Stelle vor den österreichischen Kommentaren, die, anstatt den Salzburgern, wie es wohl in Deutschland geschähe, ausgewiesen haben, dass man in jeder bisherigen Saison mit der von ihnen erzielten Punktzahl locker hätte Meister werden können (78 haben IMMER gereicht, und die könnten sie mit zwei Siegen sogar übertreffen) und dass es also keineswegs eigenes Versagen ist, was dem Titel im Wege steht.
Für diese Partie bedeutet dies trotzdem nicht so viel Gutes für sie. Sie werden sicher doch gezwungenermaßen mit einem Ohr nach Wien lauschen — und vermutlich die traurige Meldung erhalten, dass alle erzielten Tore nichts mehr nützen (würden), weil man eh Vizemeister bleibt. Dies spricht, trotz des Leistungshochs, bedauerlicherweise so sehr gegen eine Wette, dass man einfach nur passen kann. Zumal dem Gegner die Schwäche mehr als willkommen wäre, eigene Überlegungen ins Kalkül ziehend, wie oben ausgeführt.
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