Rückblick 3. Bundesliga 38. Spieltag

in Kürze:

 
Sowieso an einem letzten Spieltag quasi nichts zu machen. Immerhin aber steht ein echtes Endspiel an (Darmstadt gegen Stuttgarter Kickers), sowie ein Duell der letzten Chance, zwischen Münster und Babelsberg. Verführen kann einen dies aber kaum, sich hier tiefer zu verwickeln.
Logischerweise ist es ziemlich unergiebig, einen letzten Spieltag gründlich zu analysieren und zu kommentieren. Sinn der Sache könnte ja nur sein, die Mannschaften gut zu beobachten, um in der nächsten Woche hier oder da einen Marktfehler aufzuspüren. Da aber nächste Woche nicht mehr gespielt wird — es sogar in vielen Partien bereits in dieser schon um nichts mehr geht — entfällt dieser Aspekt komplett.
Insofern verbleibt der Sinn darin, a) möglicherweise es aus Unterhaltungsgründen oder reinem Interesse nachzulesen oder aber, um für kommende Spielzeiten Rückschlüsse zu ziehen, wenn wieder mal die Schlussrunde ansteht. Allgemein fiel hier auf, dass zumeist einigermaßen „normal“ gespielt wurde — und dies beinahe schon ein Trend ist.
 
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Wacker Burghausen – Arminia Bielefeld     1:0 (0:0)
.
Zuschauer : 3.200     (Schnitt bisher: 2.462  ; Vorsaison: 2.822)
(Entfernung: 667 km)
 
Sicherer Klassenerhalt gegen sicher aufgestiegen? Egal, was der Markt dazu sagt: man glaubt es ihm. Sonnenklares Pass.
 
Teamnews:
Burghausen ohne Moritz Moser (20, RV, 20/0/1), Youssef Mokhtari (34, OM, 24/4/7), Sahr Senesie (27, HS, 31/4/1), Ahmet Koulabas (25, MS, 26/2/3),
Bielefeld hat keine Ausfälle. 
 
Verdienter Sieg für Burghausen. Sie haben Charakter gezeigt, und das nicht nur in dieser Partie, in einer Saison, in der es schon lange um nichts mehr für sie ging. 7. Platz ist ein glänzender Lohn für die gute Saison. Bielefeld war natürlich mehr in Feierstimmung, und hatte eine ganz ordentliche Anzahl Fans mitgebracht, die es ihnen gleich taten. Die Mannschaft war komplett durchgewürfelt, das Ergebnis zweitrangig, die gute Stimmung blieb.
 
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FC Chemnitz – SpVgg Unterhaching     5:0 (2:0)
.
Zuschauer : 2.900     (Schnitt bisher: 4.653  ; Vorsaison: 5.161)
(Entfernung: 395 km)
 
Sicherer Klassenerhalt gegen sicheren Klassenerhalt? Ebenfalls ein Pass. Hier aber so viel angemerkt: nachdem Unterhaching beim 1:3 gegen Babelsberg die Leistung verweigert hatte, haben sie dies wieder gut gemacht, indem sie Preußen Münster daheim 3:0 besiegt haben. Chemnitz hingegen hatte man stets Charakter unterstellt — und gerade beim 1:1 in Stuttgart bei den Kickers haben sie diesen nicht gezeigt, und dennoch das Remis geholt.
 
Ändert natürlich nichts an diesem Fazit: ein Pass.
 
Teamnews:
Chemnitz ohne Fabian Stenzel (26, RV, 29/0/5), Carsten Sträßer (32, DM, 28/0/3), Gelbsperre, 
bei Unterhaching sind es Stefan Riederer (27, TW, 22/0/0), Mike Niebauer (19, IV, ohne Einsatz), Roland Sternisko (25, DM, ohne Einsatz), Stephan Thee (24, RM, 32/6/5).
 
Überflüssig, hier viele Worte zu verlieren. Ein normales Schlussrundenheimspiel. Die Charakterfrage war gestellt an beide. Irgendwie aber logisch, dass sie nur die Heimelf mit „Ja“ beantworten konnte. Bei Unterhaching spielte erstmals Präsidentensohn Markus Schwabl mit (Sohn von Manni Schwabl), und er steuerte direkt das Eigentor zum 0:1 bei. Aber auch die Zuschauer zeigten deutlich, was sie von den letzten Auftritten hielten: nur 2.900 zum Saisonfinale, bei gutem Wetter, damit weit unter Schnitt?
 
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SV Darmstadt 98 – Stuttgarter Kickers     1:1 (0:1)
.
Zuschauer : 13.600     (Schnitt bisher: 5.968  ; Vorsaison: 6.042)
(Entfernung: 178 km)
 
Das Abstiegsendspiel. Aufgrund der guten Tordifferenz genügt StuKi ein Remis, um die Klasse zu halten (punktemäßig könnte Babelsberg zwar aufschließen,  Dortmund vorbeiziehen, aber Babelsberg müsste zugleich 10 Tore gut machen), Darmstadt muss gewinnen, ist dann aber sicher drin, weil man den Gegner überholt. 
 
Nach den im letzten Spiel gezeigten Leistungen hätten es derzeit beide verdient. StuKi hatte allerdings davor beim Sieg ein Münster eine ganze Menge Glück und konnte auch sonst nicht so überzeugen wie Darmstadt. Insofern hier zumindest diese Neigung: Darmstadt macht es. Sie haben zwar die schlechteren Ergebnisse erzielt, sahen aber dennoch besser aus.
 
Teamnews:
bei Darmstadt fehlt niemand,
bei StuKi fehlt nur Royal-Dominique Fennell (23, IV, 12/2/0).
 
Das Glück der Stuttgarter Kickers hatte Bestand. Sie waren sofort unter Druck, bei einigen Chancen, kamen nach einem langen Abschlag aber erstmals, eher zufällig, vor das Tor — und machten direkt den Führungstreffer (12.). Selbst wenn sie danach (und sicher von diesem Glück bereits begünstigt) etwas besser ins Spiel kamen, so hätten die Lilien dennoch den Ausgleich verdient gehabt. Unter Anderem in der typischen Szene: Ball im Strafraum, springt einem Abwehrspieler an die Hand. Schiri sieht es, Schiri lässt weiter laufen.
Dennoch bliebt Darmstadt dran. Sicher gab es auch hier und da eine Konterchance, aber näher dran waren die Gastgeber. Dauerdruck, mit einigen Chancen, aber lange ohne Lohn. Weitere Schirihilfe war gefragt: Flanke in den Strafraum, Hand am Ball, kein Pfiff. Ein Pfostentreffer — neben anderen Chancen — folgte nach, ehe endlich, in der 84., der längst überfällige Ausgleich fiel. In der 90. die ultimative Chance, aber der Kopfball geht an die Latte.
Die schlechtere Mannschaft hatte außer dem Glück auch den Schiri auf ihrer Seite. Größtes Bedauern für die tapferen Darmstädter, berechtigt die Glückwünsche — nur nicht im herkömmlichen Sinne — an Trainer Morales (den 3. in der laufenden Saison), denn Glück hat er wirklich haufenweise gehabt, ansonsten bestand das „Konzept“ daraus, hinten Beton anzurühren und vorne auf den lieben Gott zu hoffen. So wird man Erfolgscoach?
 
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Hallescher FC – 1.FC Saarbrücken     2:1 (0:0)
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Zuschauer :  11.141    (Schnitt bisher: 7.711  ; Vorsaison: Aufsteiger)
(Entfernung: 572 km)
 
Klassenerhalt gegen Klassenerhalt und gute Leistungen allenthalben gegen gute Leistungen allenthalben ergibt auch hier das einzig logische Pass. Falls man dennoch zu einer Neigung gezwungen wird: sie ginge Richtung Halle. Die werden garantiert zu Hause noch einmal Gas geben.
 
Teamnews:
bei Halle fehlt niemand,
bei Saarbrücken fehlen Tim Knippig (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1).
 
Unter dem Strich ein verdienter Sieg für Halle, obwohl Saarbrücken ebenfalls ganz gut am Spiel teilnahm und auch einige Chancen hatte. Die Neigung ging immerhin auf.
 
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1.FC Heidenheim – Kickers Offenbach     0:0
.
Zuschauer : 10.000     (Schnitt bisher: 7.995  ; Vorsaison: 6.732)
(Entfernung: 262 km)
 
Offenbach mit dem letzten Sieg im Derby (1:0 gegen Wehen, mit sehr starker Leistung) sicher drin. Heidenheim, nachdem man letzte Woche noch vorrechnete, dass ihre Chancen sehr schmal sind, nun urplötzlich auf dem Relegationsplatz. Das Stadion wird voll sein, der Gegner zu einer Statistenrolle geladen, die er wohl gerne und willig ausfüllen dürfte. Am Markt vorbei kommt man dennoch nicht. Was immer er hier vorgibt, wird passen, insofern passt man selber.
 
Teamnews:
bei Heidenheim fehlen Michael Deutsche (21, RA, 14/0/1), Andreas Spann (28, MS, ohne Einsatz), Patrick Mayer (25, MS, 9/2/1),
bei Offenbach fallen aus Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), Christopher Lamprecht (28, RV, ohne Einsatz), Sead Mehic (38, DM, 23/2/1), Julius Reinhardt (25, ZM, 35/3/13), Theo Vogelsang (23, OM, 5/0/0), Kai Hesse (27, MS, 3/0/0).
 
Die Teamnews sprechen eine noch viel deutlichere Sprache pro Heidenheim.
 
Offenbach hat sich wirklich sehr stark präsentiert. Sie waren beinahe die bessere Mannschaft gegen ein vor ausverkauftem Haus merkwürdig gelähmtes Heidenheim, die so dringend den Sieg brauchte, aber mit jenem den 3. Platz gesichert hätte. Es wäre nicht verdient gewesen und trotz der druckvollen Endphase wäre es nicht verdient gewesen.
 
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Preußen Münster – SV Babelsberg 03     4:1 (2:1)
.
Zuschauer : 13.400     (Schnitt bisher: 8.992  ; Vorsaison: 7.031)
(Entfernung: 451 km)
 
Tja, hier ein echtes Duell, jedoch eines der absolut Enttäuschten. Babelsberg bräuchte den unmöglichen 10-Tore-Sieg, um sicher drin zu bleiben, Münster das Wunder, das weder Heidenheim noch Osnabrück gewinnen. Babelsberg hätte die kleine Zusatzhoffnung, dass Dortmund nicht gewinnt in Stuttgart, bei eigenem Sieg. Da aber Münster sicher seine wenn auch kleine Chance daheim zu nutzen versuchen wird — man stelle sich vor, Heidenheim und Osnabrück gewinnen nicht — aber sie selbst auch nicht. Das wäre ein echtes Drama.
 
Theoretisch geht es also noch und beide werden versuchen, ihren Teil zum Gelingen beizutragen — der Rest liegt nicht in ihren Händen. Da man jedoch zugleich davon ausgehen muss, dass die Zwischenergebnisse durchsickern und es zwischendurch die miederschmetternden Nachrichten geben kann, dass alle auch noch so große Mühe vergebens wäre, macht man natürlich ohnehin keinerlei Wettvorschlag — denn diese Unwägbarkeit ist nur schwer kalkulierbar. Dennoch ist die Neigung da, dass es Münster richten wird. Der Gegner mit zu kleinen Hoffnungen, die (wenigen) „Fans“ haben sie eh schon mit den „Absteiger-Absteiger“ Sprechchören verabschiedet, während Münster vor eigenem Publikum — welches ihnen dennoch dankbar und wohlgesonnen, ja viel eher mitfühlend ist — die Partie ganz normal angehen wird. 
 
Also: klarer Hang zur klaren 1.
 
Teamnews:
Münster ohne Patrick Kirsch (32, IV, 28/2/1), Gelb-Rot, Dominik Schmidt (25, IV, 14/2/0), Gelbsperre, 
Babelsberg hat keine Ausfälle. 
 
Obwohl die Gäste sogar früh  in Führung gingen (durch einen Standard, Freistoß aus dem Halbfeld, Richtung Tor gedreht, mit oder ohne Berührung — brandgefährlich, drin), zudem die Punkte dringend brauchten, zugleich die klare Führung von Osnabrück bekannt war und somit Münster keine Chance mehr auf Platz 3 hatte, kam fast nichts von Babelsberg, hingegen jede Menge Dampf von Münster, die das Spiel bald völlig verdient drehten.
Die Neigung ging auf, die klare 1 kam klar zustande — das passte schon.
 
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VfL Osnabrück – Alemannia Aachen     4:0 (3:0)
.
Zuschauer : 13.900     (Schnitt bisher: 10.676  ; Vorsaison: 8.719)
(Entfernung: 263 km)
 
Hier die Situation weit weniger klar als sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn: Wollitz hat sich nach dem enttäuschenden und unverdienten 0:1 in Bielefeld in der Emotion wohl unpassend geäußert, seinen Rücktritt nach Saisonende erklärt und zugleich ein wenig den Vorstand kritisiert. Dieser sah keine andere Möglichkeit, als ihn direkt nach der Äußerung frei zu stellen. Das bedeutet, dass Osnabrück ohne richtigen Trainer (es wird eine Interimslösung geben, klar) in die Partie geht, zugleich wohl auch nicht mehr recht hofft, und es nicht einmal sicher ist, dass die Fans nach der Aktion hinter ihrem Team stehen werden.
 
Aachen hat endlich mal wieder einen Sieg eingefahren und dürfte es auch hier versuchen, etwas zu holen. Möglich sogar, dass sie es Heidenheim oder Münster mehr gönnen. Also: keine so klare 1, wie es wohl der Markt sieht. Dennoch kein Wettvorschlag, versteht sich.
 
Teamnews:
Osnabrück hat keine Ausfälle,
Aachen ohne  Aiden Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1).
 
Tolle Stimmung — ein wenig entgegen der Ankündigung –, volles Haus und direkt Dauerdruck der Gastgeber, die offensichtlich keine Gefangenen machen wollten. Hier sollte absolut kein Zweifel jemals über den Sieger geben — und nach 18 Minuten bereits 2:0, nach 38 3:0. Partie durch, natürlich gegen einen willkommen leichten Gegner.
 
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Hansa Rostock – Rot Weiß Erfurt     0:0
.
Zuschauer : 12.000     (Schnitt bisher: 9.126  ; Vorsaison: Absteiger)
(Entfernung: 492 km)
 
Das Ostderby mit der wohl größten Entfernung für die beiden Teams, für die die Saison alles andere als gut lief — und doch einen versöhnlichen Abschluss findet. Mehr als Klassenerhalt ging schon lange nicht mehr, und den hat man gepackt. Wobei es tatsächlich bei beiden auch mit den Leistungen etwas aufwärts ging, noch mehr natürlich bei Erfurt, aber gerade im letzten (insgesamt tollen) Spiel gab es daheim das 2:4 gegen Darmstadt — welches dennoch den Klassenerhalt bedeutete. Rostock holte den einen Punkt in Karlsruhe, der für beide Teams alle Zweifel ausräumte. 
 
Nun gut, was auch immer: man hält sich ohnehin raus.
 
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), Ken Leemans (30, DM, 30/3/2), Mohamed Lartey (26, OM, 1/0/0),
Erfurt ohne Ersatztorwart Salz, sonst alle fit.
 
Das Ostderby vor sehr guter Kulisse ziemlich schwach und ziemlich ausgeglichen. Von daher könnte man gut sagen: ein typisches 0:0. Eine Halbzeit die leicht besser, die andere jene.
 
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VfB Stuttgart II – Borussia Dortmund II     0:1 (0:0)
.
Zuschauer :  625    (Schnitt bisher: 2.077  ; Vorsaison: )
(Entfernung: 418 km)
 
Stuttgart hatte nun diese eine ganz tolle Partie gegen den KSC abgeliefert, als man dennoch mit 0:1 als klar besseres Team den Platz verließ. Danach jedoch gab es das 2:4 in Aachen, in welchem man zwar munter mit nach vorne spielte, dabei aber die Abwehr vernachlässigte. Logisch kann ein 2:4 gegen das Schlusslicht niemals ein überragendes Spiel gewesen sein.
 
Dortmund hat x Mal gezeigt, dass sie richtig kicken können (wie es der Trainer der Ersten, Jürgen Klopp, wohl ausdrücken würde). Die Punkte reichen trotzdem (noch) nicht aus. Man benötigt hier einen Sieg. Klar ist das Vermögen da, auch der Wille, so dass es ihnen zuzutrauen ist. Die Frage nur: spielt Stuttgart da mit?
 
Ein Pass ist es ohnehin, was immer der Markt da an Einschätzung auspackt. 
 
Teamnews:
Stuttgart ohne Dominik Gallert (19, RV, kein Einsatz), Rani Khedira (19, ZM, 31/0/0), Kevin Störer (19, OM, 21/2/1), Soufian Benyamina (23, MS, 30/12/0), Rotsperre,
Dortmund ohne Konstantin Fring (23, DM, 19/0/0).
 
Nicht sehr ergiebig, Spiele zu kommentieren, in denen einer unbedingt muss, der andere aber nichts braucht. Zumal, wenn sie den erwarteten Ausgang nehmen. Stuttgart war nicht gut, Dortmund aber auch nicht viel besser. Irgendwann (55.) fiel das Tor und die Partie lief weiter wie zuvor. Mit wein Erwähnenswertem.
 
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SV Wehen/Wiesbaden – Karlsruher SC     2:4 (0:3)
.
Zuschauer : 8.947     (Schnitt bisher: 3.378  ; Vorsaison: )
(Entfernung: 150 km)
 
Wieder einmal: sicherer Klassenerhalt gegen sicheren Aufstieg. Wehen war schon im Spiel davor — nach glänzender Serie — nicht mehr so aufgelegt, gewann aber dennoch überaus glücklich mit 3:1 gegen Saarbrücken. Im letzten Spiel nun ein 0:1 in Offenbach, wo sie als reine Statisten auftraten. Also: auf sie würde man auf keinen Fall vertrauen, trotz des möglichen fast sensationell anmutenden möglichen Sprungs auf Rang 6 in der Tabelle, nachdem man die Hinserie fast „durchremisiert“ hatte. 
 
Der KSC sowieso ausschließlich in Feierlaune, insofern die Partie die reine Wundertüte. Ziemlich garantieren kann man aber ein schönes Spiel in guter Atmosphäre.
 
Teamnews:
Wehen ohne Jeff Gyasi (24, IV, 21/0/1), Lars Guenther (18, DM, 6/0/0), Martin Röser (22, RM, 3/0/0), Milan Ivana (29, RM, 29/6/2), Yannik Oenning (20, LM, 1/0/0),  Alf Mintzel (31, LM, 31/6/7), 
KSC hat keine Ausfälle. 
 
Allein schon an den Ausstellungen erkennt man, dass es um nichts mehr ging. Immerhin, Respekt Respekt, waren die Zuschauer da, natürlich gut denkbar, dass sich reichlich KSC Fans auf die recht kurze Reise begeben hatten, aber ein gutes Zeichen und Zeugnis ist es allemal, auch für Wehen. Beide spielten gut nach vorne, der KSC etwas erfolgreicher. Man hatte ja auch noch ein Ziel: die Meisterschaft in der 3. Liga zu sichern. Dies gelang, mit einer guten Leistung. Wehen kam erst in der zweiten Halbzeit zu richtig guten Chancen und verwertet zwei.
 
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Vorschau 3. Bundesliga 38. Spieltag

in Kürze:

 
Sowieso an einem letzten Spieltag quasi nichts zu machen. Immerhin aber steht ein echtes Endspiel an (Darmstadt gegen Stuttgarter Kickers), sowie ein Duell der letzten Chance, zwischen Münster und Babelsberg. Verführen kann einen dies aber kaum, sich hier tiefer zu verwickeln.
 
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Wacker Burghausen – Arminia Bielefeld     (Entfernung: 667 km)
Sicherer Klassenerhalt gegen sicher aufgestiegen? Egal, was der Markt dazu sagt: man glaubt es ihm. Sonnenklares Pass.
Teamnews:
Burghausen ohne Moritz Moser (20, RV, 20/0/1), Youssef Mokhtari (34, OM, 24/4/7), Sahr Senesie (27, HS, 31/4/1), Ahmet Koulabas (25, MS, 26/2/3),
Bielefeld hat keine Ausfälle. 
 
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FC Chemnitz – SpVgg Unterhaching     (Entfernung: 395 km)
SIcherer Klassenerhalt gegen sicheren Klassenerhalt? Ebenfalls ein Pass. Hier aber so viel angemerkt: nachdem Unterhaching beim 1:3 gegen Babelsberg die Leistung verweigert hatte, haben sie dies wieder gut gemacht, indem sie Preußen Münster daheim 3:0 besiegt haben. Chemnitz hingegen hatte man stets Charakter unterstellt — und gerade beim 1:1 in Stuttgart bei den Kickers haben sie diesen nicht gezeigt, und dennoch das Remis geholt.
Ändert natürlich nichts an diesem Fazit: ein Pass.
Teamnews:
Chemnitz ohne Fabian Stenzel (26, RV, 29/0/5), Carsten Sträßer (32, DM, 28/0/3), Gelbsperre, 
bei Unterhaching sind es Stefan Riederer (27, TW, 22/0/0), Mike Niebauer (19, IV, ohne Einsatz), Roland Sternisko (25, DM, ohne Einsatz), Stephan Thee (24, RM, 32/6/5).
 
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SV Darmstadt 98 – Stuttgarter Kickers     (Entfernung: 178 km)
Das Abstiegsendspiel. Aufgrund der guten Tordifferenz genügt StuKi ein Remis, um die Klasse zu halten (punktemäßig könnte Babelsberg zwar aufschließen,  Dortmund vorbeiziehen, aber Babelsberg müsste zugleich 10 Tore gut machen), Darmstadt muss gewinnen, ist dann aber sicher drin, weil man den Gegner überholt.
Nach den im letzten Spiel gezeigten Leistungen hätten es derzeit beide verdient. StuKi hatte allerdings davor beim Sieg ein Münster eine ganze Menge Glück und konnte auch sonst nicht so überzeugen wie Darmstadt. Insofern hier zumindest diese Neigung: Darmstadt macht es. Sie haben zwar die schlechteren Ergebnisse erzielt, sahen aber dennoch besser aus.
Teamnews:
bei Darmstadt fehlt niemand,
bei StuKi fehlt nur Royal-Dominique Fennell (23, IV, 12/2/0).
 
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Hallescher FC – 1.FC Saarbrücken     (Entfernung: 572 km)
Klassenerhalt gegen Klassenerhalt und gute Leistungen allenthalben gegen gute Leistungen allenthalben ergibt auch hier das einzig logische Pass. Falls man dennoch zu einer Neigung gezwungen wird: sie ginge Richtung Halle. Die werden garantiert zu Hause noch einmal Gas geben.
Teamnews:
bei Halle fehlt niemand,
bei Saarbrücken fehlen Tim Knippig (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1).
 
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1.FC Heidenheim – Kickers Offenbach     (Entfernung: 262 km)
Offenbach mit dem letzten Sieg im Derby (1:0 gegen Wehen, mit sehr starker Leistung) sicher drin. Heidenheim, nachdem man letzte Woche noch vorrechnete, dass ihre Chancen sehr schmal sind, nun urplötzlich auf dem Relegationsplatz. Das Stadion wird voll sein, der Gegner zu einer Statistenrolle geladen, die er wohl gerne und willig ausfüllen dürfte. Am Markt vorbei kommt man dennoch nicht. Was immer er hier vorgibt, wird passen, insofern passt man selber.
Teamnews:
bei Heidenheim fehlen Michael Deutsche (21, RA, 14/0/1), Andreas Spann (28, MS, ohne Einsatz), Patrick Mayer (25, MS, 9/2/1),
bei Offenbach fallen aus Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), Christopher Lamprecht (28, RV, ohne Einsatz), Sead Mehic (38, DM, 23/2/1), Julius Reinhardt (25, ZM, 35/3/13), Theo Vogelsang (23, OM, 5/0/0), Kai Hesse (27, MS, 3/0/0).
 
Die Teamnews sprechen eine noch viel deutlichere Sprache pro Heidenheim.
 
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Preußen Münster – SV Babelsberg 03     (Entfernung: 451 km)
Tja, hier ein echtes Duell, jedoch eines der absolut Enttäuschten. Babelsberg bräuchte den unmöglichen 10-Tore-Sieg, um sicher drin zu bleiben, Münster das Wunder, das weder Heidenheim noch Osnabrück gewinnen. Babelsberg hätte die kleine Zusatzhoffnung, dass Dortmund nicht gewinnt in Stuttgart, bei eigenem Sieg. Da aber Münster sicher seine wenn auch kleine Chance daheim zu nutzen versuchen wird — man stelle sich vor, Heidenheim und Osnabrück gewinnen nicht — aber sie selbst auch nicht. Das wäre ein echtes Drama.
Theoretisch geht es also noch und beide werden versuchen, ihren Teil zum Gelingen beizutragen — der Rest liegt nicht in ihren Händen. Da man jedoch zugleich davon ausgehen muss, dass die Zwischenergebnisse durchsickern und es zwischendurch die miederschmetternden Nachrichten geben kann, dass alle auch noch so große Mühe vergebens wäre, macht man natürlich ohnehin keinerlei Wettvorschlag — denn diese Unwägbarkeit ist nur schwer kalkulierbar. Dennoch ist die Neigung da, dass es Münster richten wird. Der Gegner mit zu kleinen Hoffnungen, die (wenigen) „Fans“ haben sie eh schon mit den „Absteiger-Absteiger“ Sprechchören verabschiedet, während Münster vor eigenem Publikum — welches ihnen dennoch dankbar und wohlgesonnen, ja viel eher mitfühlend ist — die Partie ganz normal angehen wird.
Also: klarer Hang zur klaren 1.
Teamnews:
Münster ohne Patrick Kirsch (32, IV, 28/2/1), Gelb-Rot, Dominik Schmidt (25, IV, 14/2/0), Gelbsperre, 
Babelsberg hat keine Ausfälle. 
 
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VfL Osnabrück – Alemannia Aachen     (Entfernung: 263 km)
Hier die Situation weit weniger klar als sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn: Wollitz hat sich nach dem enttäuschenden und unverdienten 0:1 in Bielefeld in der Emotion wohl unpassend geäußert, seinen Rücktritt nach Saisonende erklärt und zugleich ein wenig den Vorstand kritisiert. Dieser sah keine andere Möglichkeit, als ihn direkt nach der Äußerung frei zu stellen. Das bedeutet, dass Osnabrück ohne richtigen Trainer (es wird eine Interimslösung geben, klar) in die Partie geht, zugleich wohl auch nicht mehr recht hofft, und es nicht einmal sicher ist, dass die Fans nach der Aktion hinter ihrem Team stehen werden.
Aachen hat endlich mal wieder einen Sieg eingefahren und dürfte es auch hier versuchen, etwas zu holen. Möglich sogar, dass sie es Heidenheim oder Münster mehr gönnen. Also: keine so klare 1, wie es wohl der Markt sieht. Dennoch kein Wettvorschlag, versteht sich.
Teamnews:
Osnabrück hat keine Ausfälle,
Aachen ohne  Aiden Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1).
 
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Hansa Rostock – Rot Weiß Erfurt     (Entfernung: 492 km)
Das Ostderby mit der wohl größten Entfernung für die beiden Teams, für die die Saison alles andere als gut lief — und doch einen versöhnlichen Abschluss findet. Mehr als Klassenerhalt ging schon lange nicht mehr, und den hat man gepackt. Wobei es tatsächlich bei beiden auch mit den Leistungen etwas aufwärts ging, noch mehr natürlich bei Erfurt, aber gerade im letzten (insgesamt tollen) Spiel gab es daheim das 2:4 gegen Darmstadt — welches dennoch den Klassenerhalt bedeutete. Rostock holte den einen Punkt in Karlsruhe, der für beide Teams alle Zweifel ausräumte.
Nun gut, was auch immer: man hält sich ohnehin raus.
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), Ken Leemans (30, DM, 30/3/2), Mohamed Lartey (26, OM, 1/0/0),
Erfurt ohne Ersatztorwart Salz, sonst alle fit.
 
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VfB Stuttgart II – Borussia Dortmund II     (Entfernung: 418 km)
Stuttgart hatte nun diese eine ganz tolle Partie gegen den KSC abgeliefert, als man dennoch mit 0:1 als klar besseres Team den Platz verließ. Danach jedoch gab es das 2:4 in Aachen, in welchem man zwar munter mit nach vorne spielte, dabei aber die Abwehr vernachlässigte. Logisch kann ein 2:4 gegen das Schlusslicht niemals ein überragendes Spiel gewesen sein.
Dortmund hat x Mal gezeigt, dass sie richtig kicken können (wie es der Trainer der Ersten, Jürgen Klopp, wohl ausdrücken würde). Die Punkte reichen trotzdem (noch) nicht aus. Man benötigt hier einen Sieg. Klar ist das Vermögen da, auch der Wille, so dass es ihnen zuzutrauen ist. Die Frage nur: spielt Stuttgart da mit?
Ein Pass ist es ohnehin, was immer der Markt da an Einschätzung auspackt.
Teamnews:
Stuttgart ohne Dominik Gallert (19, RV, kein Einsatz), Rani Khedira (19, ZM, 31/0/0), Kevin Störer (19, OM, 21/2/1), Soufian Benyamina (23, MS, 30/12/0), Rotsperre,
Dortmund ohne Konstantin Fring (23, DM, 19/0/0).
 
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SV Wehen/Wiesbaden – Karlsruher SC     (Entfernung: 150 km)
Wieder einmal: sicherer Klassenerhalt gegen sicheren Aufstieg. Wehen war schon im Spiel davor — nach glänzender Serie — nicht mehr so aufgelegt, gewann aber dennoch überaus glücklich mit 3:1 gegen Saarbrücken. Im letzten Spiel nun ein 0:1 in Offenbach, wo sie als reine Statisten auftraten. Also: auf sie würde man auf keinen Fall vertrauen, trotz des möglichen fast sensationell anmutenden möglichen Sprungs auf Rang 6 in der Tabelle, nachdem man die Hinserie fast „durchremisiert“ hatte.
Der KSC sowieso ausschließlich in Feierlaune, insofern die Partie die reine Wundertüte. Ziemlich garantieren kann man aber ein schönes Spiel in guter Atmosphäre.
Teamnews:
Wehen ohne Jeff Gyasi (24, IV, 21/0/1), Lars Guenther (18, DM, 6/0/0), Martin Röser (22, RM, 3/0/0), Milan Ivana (29, RM, 29/6/2), Yannik Oenning (20, LM, 1/0/0),  Alf Mintzel (31, LM, 31/6/7), 
KSC hat keine Ausfälle. 
 
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Rückblick 3. Bundesliga 37. Spieltag

in Kürze:

Fast alle Partien haben die gleiche Bauart: muss gegen braucht nicht. Oben stehen fast alle Entscheidungen aus, und unten erst recht. Es gibt aber genügend Gegner aus dem Mittelfeld, die zur Verfügung stehen für diese Konstellation. Es hätt ja auch mehr Paarungen der Bauart „muss gegen muss“ oder „braucht nicht gegen braucht nicht“ geben können. Wobei selbst hier noch die Konstellationen „Aufstiegskandidat gegen Aufstiegskandidat“, Aufstiegskandidat gegen Abstiegskandidat“ beziehungsweise „Abstiegskandidat gegen Abstiegskandidat“ möglich wären. Davon gibt es nur eine: Bielefeld gegen Osnabrück (Kategorie 1). 
 
Der Rest sieht gleich aus. Hier stemmt man sich zwar fast immer gegen die Markteinschätzung, die dem „muss Gewinner“ meist einen zu kleinen Kurs auslobt, man möchte aber dennoch nur der Neigung Ausdruck verleihen und keine Einheiten darauf riskieren. Dies sollte der Leser also für sich selbst entscheiden, wo es ihm schmeckt.
 
Eine Ausnahme gibt es auch hier: Münster in Unterhaching. Hier vertritt man die Meinung, dass der Kurs auf Münster gar nicht zu klein sein kann. Sie gewinnen einfach.
 
Der einzige echte Tipp, dafür aber mit der Maximalzahl an Einheiten ging ganz übel in die Hose. Nichts, was man zur Rechtfertigung hier vortragen könnte. -10, das ist alles. Mit den Neigungen lag man insofern richtig, als die meisten designierten Verlierer doch eine ordentliche Vorstellung boten und einige auch Punkte einfuhren. Ausnahme vielleicht Wehen in Offenbach, die kaum ins Spiel kamen. Chemnitz hat aber auch nicht viel gemacht — und doch einen sehr glücklichen Punkt mitgenommen. Was lernt man für die Zukunft? Nun, wie erwähnt, setzt der Abstiegskampf in der ganz heißen Phase meist doch besondere Kräfte frei. Dagegen stellen ist wohl sinnlos.
 
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Alemannia Aachen – VfB Stuttgart II       4:2 (1:0)
Zuschauer : 8.892     (Schnitt bisher: 11.513  ; Vorsaison: Absteiger)
(Entfernung: 416 km)
 
Natürlich heißt es hier: nichts machen. Dennoch: beeindruckend stark Stuttgart im letzten Spiel beim 0:1 gegen Bielefeld, welches sie klar hätten gewinnen sollen. Aachen in der jetzigen Aufstellung und Verfassung klar das schwächste Team. Gute Nachrichten aber in gewisser Weise: René van Eck bleibt auch in der Regionalliga Trainer und die Insolvenz wird erst am 1. Juli angemeldet. Die Ergebnisse bleiben also bestehen. Sportlich ist der Abstieg dennoch besiegelt mit der letzten Niederlage. 
 
Die Alemannia ließ sich erneut nicht hängen, wie man ja bereits am Ergebnis erkennt. Auch die Kulisse beeindruckend: bei einem sicheren Absteiger kommen fast 9.000? Über die gesamte Saison haben sie nun zwar die Führung in dieser Kategorie abgeben müssen (an den KSC, durch den Rekordbesuch dort), aber ein zweiter Platz bei den Zuschauern sind bei einem letzten Platz in der Tabelle sicher mehr als nur eine Ausnahme. Das ist eine Sensation.
So haben sie sich auch präsentiert, natürlich gegen einen nicht unbedingt auf Sieg eingestellten Gegner. Dennoch: nach der tollen Anfangsphase mit einer 2:0 Führung kamen die Gäste (wie bei der Partie Erfurt gegen Darmstadt, die Torfolge und das Ergebnis) zwischendurch zum 2:2, hier fiel dieses Tor allerdings erst in der 72. Minute. Direkt danach aber die erneute Führung für die Gastgeber, und kurz vor Schluss die Entscheidung.
Tolles, offensiv geführtes Spiel mit Chancen für beide, verdienter Sieg aber doch für die Alemannia, die die etwas längeren Phasen hatte.
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SV Babelsberg 03 – Wacker Burghausen     0:4 (0:1)
Zuschauer : 2.703    (Schnitt bisher: 3.090  ; Vorsaison: 2.427)
(Entfernung: 624 km)
 
Hier ebenfalls eine viel zu klare Angelegenheit, als dass man sich je verwickeln würde. Der Markt erkennt, dass Babelsberg einen Sieg benötigt und Burghausen nichts, der Kurs ist eh im Keller.
 
Dennoch würde man hier, nach den letzten gesehenen Auftritten von Burghausen, in denen sie sich eigentlich gut präsentierten (sie verloren nur zwei Mal in den letzten sieben Spielen, und das in Osnabrück zuletzt war unglücklich) und es keineswegs nach desinteressiertem „Saison ausklingen lassen“ aussah, ihne zutrauen, eine weitere engagierte Leistung hinzulegen und die Partie nicht abzuschenken. Andererseits wird Babelsberg nun wohl alle Register ziehen. Ihre Standards sind sehr gut und ebenso ihre Physis. Der 3:1 Sieg gegen Unterhaching war in dem Sinne kein Gradmesser, als der Gegner einfach nicht mitspielte.
 
Wenn man so will, dann ging die Neigung hier auf: Burghausen ließ sich nicht hängen, im Gegenteil. Allerdings hatten sie auch Wiedergutmachung versprochen, da sie am Donnerstag aus dem bayerischen Pokal ausgeschieden waren (im Finale gegen Rosenheim 1860 verloren). Babelsberg ziemlich desolat, aber, wie man sieht, haben auch die Zuschauer nicht reagiert: nur 2.700 bei einem überlebenswichtigen Spiel? Das spricht Bände: man will diese Mannschaft einfach nicht.
Dabei hatte Babelsberg sogar über eine Halbzeit lang Überzahl, nachdem ein Innenverteidiger der Burghausener, Omdiagbe, bereits verwarnt, nach einer Verletzung behandelt wurde, sein Trikot, wohl gerade wieder auf dem Feld, welches voller Blut war, wechselte, und urplötzlich dafür Gelb-Rot sah. Auch da dürfte man natürlich ein wenig „umdenken“. Was hat das mit einer Unsportlichkeit zu tun?
Es gab ein paar Chancen, das ja, sogar eine Druckphase, aber insgesamt war es nicht wirklich viel. Burghausen stand recht sicher — und konterte in Hälfte zwei sehr erfolgreich gegen eine aufgelöste Hintermannschaft. Natürlich ist das 4:0 nicht verdient, wobei ja der Platzverweis ja auch nicht als berechtigt anzusehen ist (egal, was die Regeln dazu sagen).
Da nur noch ein Spiel aussteht, ist es nun unerheblich, von einer Verfassung zu reden. Babelsberg steht auf einem Abstiegsrang — und so könnte es auch bleiben.
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Arminia Bielefeld – VfL Osnabrück       1:0 (0:0)
Zuschauer : 26.500    (Schnitt bisher: 10.329  ; Vorsaison: 8.930)
(Entfernung: 53 km)
 
Dieses Spitzenspiel und zugleich Derby lädt dazu ein —- die Füße still zu halten. Beide haben zuletzt glücklich mit 1:0 gewonnen, Bielefeld dabei mit einer wirklich mehr als mäßigen Leistung, während bei Osnabrück die erste Halbzeit passte und am Schluss Verkrampfung einsetzte gegen ein starkes Burghausen. Also: in guter Verfassung sind beide nicht wirklich und man möchte einfach keinen haben.  Wobei das Spiel extrem wichtig ist. Bielefeld auf 2 mit 3 Punkten Vorsprung auf einem direkten Aufstiegsplatz, Osnabrück hätte den zwar auch gerne — dafür wäre ein Sieg erforderlich — zugleich aber haben sie einige Konkurrenz im Nacken, der sie sogar Platz 3 kosten könnte (das gilt natürlich auch für Bielefeld im Falle einer Niederlage). 
 
Das Pass bleibt dennoch.
 
Bielefeld mit erheblichen Verletzungssorgen, zudem verletzte sich Innenverteidiger Hornig nach 5 Minuten. So war Osnabrück die meiste Zeit die überlegene Mannschaft — das Tor aber erzielte Bielefeld. So war der Aufstieg klar gemacht, aber, nicht nur in diesem Spiel, stand ihnen das Glück etwas beiseite. So sagte Trainer Krämer auch, dass Bielefeld nicht die beste Mannschaft, aber das beste Team hätte. Osnabrück bleibt aber doch die Chance auf Platz 3, wobei Heidenheim da durch den eigenen Sieg nun erst einmal die Nase vorn hat.
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Borussia Dortmund II – Hallescher FC     2:2 (1:1)
Zuschauer : 2.079    (Schnitt bisher: 2.077  ; Vorsaison: Aufsteiger)
(Entfernung: 376 km)
 
Auch hier die Angelegenheit sonnenklar, wird der Markt meinen: Dortmund muss, Halle braucht nicht. 
Dortmund immer stärker werdend in den letzten Spielen und unter der Woche — gegen ein gerettetes Erfurt, also in einer ähnlichen Konstellation wie hier — mit einem 4:3 Sieg, der die Chancen für den Klassenerhalt so richtig aufleben ließ.
 
Halle aber traut man, genau wie Burghausen, eine charakterlich einwandfreie Leistung zu. Sie haben sehr gut gespielt, eigentlich generell seit Rückrundenbeginn, aber nicht so viele Punkte geholt, wie sie hätte holen können/sollen. Sie werden sich also sicher nicht abschlachten lassen.
 
Der Tipp lautet hier, dass die Kurse etwas zu sehr gedrückt sein werden auf Dortmund. Bedeutet aber nicht, dass man sich verwickeln möchte. Ohnehin aus Respekt vor der Borussia, aber auch, weil man sich nicht sicher genug sein kann, dass Halle alles dagegen hält.
 
Auch in diesem Falle ging die Neigung dahin gehend auf, dass sich Halle nicht hängen ließ, wie allein schon das Ergebnis beweist. Wobei es ja noch theoretische Zweifel am Klassenerhalt gab. Halle startete nicht so gut, Dortmund ging in Führung. Allmählich Halle besser, verdienter Ausgleich, noch vor der Pause. Nach der Pause weiterhin Halle, belohnt durch einen Elfer, das 2:1. Dann wieder Dortmund, mit einem direkten Freistoß zum 2:2 (73.). Etwas später ein Elfmeter für Dortmund, inklusive Platzverweis gegen Halle. Hier das 3:2 und der Sieg wäre so gut wie sicher — sowie damit praktischer der Klassenerhalt für beide. War aber nicht. Es blieb beim 2:2. Dortmund damit einen Punkt vor Darmstadt auf dem rettenden Rang.
Wie erwähnt, bringen nur „Formananalysen“ gar nichts mehr. Das Remis geht in Ordnung, und Dortmund ist sicher stark genug, um den Punkt Vorsprung zu halten. In einem einzigen Spiel kann aber alles passieren.
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Rot Weiß Erfurt – SV Darmstadt 98       2:4 (2:2)
Zuschauer : 5.836    (Schnitt bisher: 4.813  ; Vorsaison: 5.930)
(Entfernung: 284 km)
 
Fast genau so eindeutig, diese Partie hier: Darmstadt muss, Erfurt braucht nicht.
Wobei man hier die Einschränkungen machen muss, dass a) der Weg für Darmstadt, auch bei Sieg, recht weit ist, denn man bedenke, dass beide vor ihnen stehenden drei Punkte mehr haben und, siehe oben (Babelsberg, Dortmund) bereits als klare Sieger ausgemacht sind (vom Markt). Das bedeutet, dass die Hoffnungen von Darmstadt gering sind. So könnte auch hier der Markt irren und zu viel bezahlen auf Erfurt. Im Übrigen ist es ein Heimspiel (das letzte der Saison), was nach einer sehr schwierigen Saison nach einem versöhnlichen Abschied schreit.
 
Dennoch möchte man das Schicksal nicht herausfordern. Die Neigung lautet aber in allen drei Fällen: der Markt übertreibt etwas.
 
Ein ganz irres Spiel, welches sich folgendermaßen entwickelte: Darmstadt legte los wie die Feuerwehr, erzielte früh zwei Tore, eines davon zwar glücklich, aber doch war diese Entschlossenheit zu spüren, hier unbedingt etwas zu reißen. Erfurt kam überhaupt nicht rein, hatte aber etwa nach 20 Minuten den ersten Torschuss und dominierte in der Folge die bis dahin fast aussichtslos erscheinende Partie. Es gelangen auch ihnen sehr bald zwei Treffer, aber noch konnte man diese längst nicht als verdient bezeichnen, zu stark war Darmstadt zu Beginn. Fortan ein offenes Spiel, aber Darmstadt blieb stets dran und erzielte tatsächlich in der 58. das 3:2. Ein Kopfball aus 16 Metern nach einer leicht missglückten Torwartabwehr, bei welchem 3 Mann auf der Linie stehen, die alle klären könnten — aber keiner tut es. Der Ball zwar nicht ganz sicher vollständig hinter der Linie, aber zuvor war Darmstadt auch (mal wieder) ein klarer Elfer verweigert worden, als ein Darmstädter einen Flankenball gerade einnicken wollte (der Torwart war überflankt), und ein Verteidiger ihm diesen in letzter Not mit der Hand vor dem Kopf wegwischte. Die Reklamationen hier auch so klar, dass man einfach weiß, dass es ein Handspiel gewesen sein MUSS. Aber: gesehen haben hätte es auch dieser oder jener Offizielle.
Danach entwickelte Erfurt aber wieder Dauerdruck, Darmstadt zitterte sich dem Schlusspfiff entgegen und hatte ein paar Mal Glück, da Erfurt zu zwei, drei guten Chancen kam. In der 87. gab es dann den zuvor verweigerten Elfer, der die Entscheidung brachte.
Erfurt gab sich auf jeden Fall alle Mühe, war aber von der Anfangsoffensive überrascht, die letztendlich den Unterschied machte. Hut ab aber auf jeden Fall vor dieser Leistung der Lilien, die nun ein echtes Endspiel haben am letzten Spieltag, gegen StuKi.
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Karlsruher SC – Hansa Rostock      1:1 (0:1)
Zuschauer : 26.175    (Schnitt bisher: 11.974  ; Vorsaison: Absteiger)
(Entfernung: 800 km)
 
Rostock ist noch nicht ganz sicher, da ja offensichtlich alle hinter ihnen stehenden gewinnen sollen und damit (Dortmund, Babelsberg) auf 40 Punkte, also auf 2 heran kommen können, vor der letzten Runde. Der KSC möchte sich natürlich die Aufstiegsparty nicht vermiesen lassen und wird alles daran setzen, hier die letzten Zweifel auszuräumen. Nach den letzten Leistungen — KSC mäßig, Rostock auch nicht viel besser — ergibt sich aber auch so nur dieses Fazit: ein Pass.
 
Durch die Niederlagen von Münster und Osnabrück war dem KSC irgendwann klar, dass ein einziger Punkt genügen würde, um den Aufstieg zu sichern. Sicher waren die Zwischenergebnisse bekannt und insofern war es ohnehin kein Siegen müssen (dies sprach vorab zusätzlich gegen eine Wette auf den KSC). Ein gutes Spiel von beiden Seiten. Der KSC natürlich dennoch etwas besser, aber die Nervosität war doch etwas zu spüren, vor ausverkauftem Haus, und Rostock war durchgehend gut im Spiel. Rostock damit endgültig sicher, der KSC wieder zweitklassig. So waren alle zufrieden und in Feierlaune.
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Kickers Offenbach – SV Wehen/Wiesbaden       1:0 (0:0)
Zuschauer : 6.310    (Schnitt bisher: 6.368  ; Vorsaison: 6.766)
(Entfernung: 46 km)
 
Das Derby hier mit einem „must win“ für Offenbach. Wehen zuletzt zwar mit einem Sieg aber keineswegs wirklich gut (nun, das lag auch an Gegner Saarbrücken), Offenbach mit dem einen wichtigen geretteten Zähler in Rostock, als man schon so gut wie tot war nach dem 2:0 und auch nicht richtig im Spiel war. Kann Gold wer sein, aber die Leistung war noch immer nichts. Sie haben 38 Punkte, also einen mehr als Dortmund und Babelsberg und müssen es hier machen. Ob die Qualität ausreicht und ob sich der Gegner, gerade im Derby, willenlos ergibt? Man würde weder darauf noch dagegen wetten.
 
Ergibt auch hier ein Pass.
 
Da war diese gleiche wilde Entschlossenheit bei Offenbach zu spüren wie von Darmstadt in Erfurt. Es ging von Anfang an in eine Richtung. Was auch immer Wehen in diesem Spiel wollte: sie kamen nicht dazu. Etwa 10 Chancen für Offenbach, bis Wehen das erste Mal die Mittellinie überquerte, so in etwa. Das Tor wollte zwar nicht fallen, aber Offenbach hatte mit dieser Leistung die Zuschauer voll und ganz hinter sich. Es war eine tolle Atmosphäre, bei der irgendwie zwangsläufig irgendwann (mindestens) das eine Tor fallen musste. Auch nach dem Tor ging es weiter nach vorne. Es hätte einen weit höheren Sieg geben müssen. Wehen muckte zu keiner Sekunde auf, obwohl die knappe Führung natürlich für einiges Herzklopfen sorgte. So hat Offenbach den Klassenerhalt geschafft, natürlich mit einem derartigen Auftritt verdient, wobei die Rolle des SV Wehen nicht weit über die eines Statisten hinaus ging.
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1.FC Saarbrücken – 1.FC Heidenheim       1:2 (1:2)
Zuschauer :  4.010   (Schnitt bisher: 4.035  ; Vorsaison: 4.878)
(Entfernung: 353 km)
 
Heidenheim muss sich wohl damit abfinden, dass es nicht reicht, nicht einmal für Platz 3. Denn: selbst wenn Osnabrück verlieren sollte in Bielefeld, wäre da noch immer Münster vor ihnen (die natürlich erst einmal gewinnen müssten in Haching). Nun ja, versuchen wird man es auf jeden Fall. Zuzutrauen wäre es ihnen auch, nur spielt man ja heute ausgerechnet in Saarbrücken, die zwar nach 9 ungeschlagenen Spielen mal wieder verloren in Wehen, aber gerade dort so stark wie die ganze Saison nicht waren. Vor heimischer Kulisse werden sie auf jeden Fall versuchen, wieder in die Erfolgsspur zu finden, zumal man nach einer unglücklichen Niederlage noch mehr auf Wiedergutmachung sinnt. Beide Punkte sprechen klar für Saarbrücken. Man überlege, was passiert, falls Heidenheim von Führungen der Konkurrenten zu hören bekommt? „Auch ein Sieg nützt uns nichts.“
 
Auch hier möchte man dem Markt nicht pekuniär die Stirn bieten, aber doch den ganz dringenden Verdacht aussprechen, dass der Kurs auf Heidenheim weitaus zu niedrig ist (sprich: man müsste ihn locker bezahlen). Neigung, für 1/X ja, Wette: nein.
 
Ganz leichte Vorteile vielleicht für Heidenheim anfangs, dann das 1:0, direkt danach der Ausgleich, aber erneut die Führung (34.), und damit das Tore schießen bereits beendet für die Partie.
Aber ein Remis war locker drin für die Gastgeber. Die Chancen waren ausgeglichen, die Vorteile von Heidenheim bestanden, wenn überhaupt, in leichten spielerischen. Allerdings spürte man am Ende doch klar die Nervosität, da sie sicher wussten, dass der 3. Platz nun erreicht ist bei den aktuellen Spielständen (Münster UND Osnabrück lagen ja zurück). So wollte man die Führung nur noch über die Zeit bringen — und das wäre beinahe schief gegangen.
Ärgern kann man sich überhaupt nicht über die Einschätzung, die ja nur in einer Neigung Niederschlag fand. Saarbrücken war jederzeit voll im Spiel. Heidenheim damit doch noch auf Platz 3 und was immer man in letzter Zeit so gefaselt hat: sie waren eigentlich (fast) immer der heimliche Favorit, wie man sicher vielen Vorgängertexten entnehmen könnte.
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Stuttgarter Kickers – FC Chemnitz       1:1 (1:0)
Zuschauer :  5.415   (Schnitt bisher: 3.894  ; Vorsaison: Aufsteiger)
(Entfernung: 435 km)
 
Die nächste glasklare Angelegenheit, so der Markt. Chemnitz hat ja sogar schon gegen Erfurt „mitgeholfen“ (1:2; Erfurt damit gerettet). 
Wer jedoch auch hier genau hingeschaut hat, konnte feststellen, dass Chemnitz keineswegs die Leistung verweigert hat. Sie waren engagiert dabei und wollten — so wirkte es — das Spiel gewinnen.
Auf der anderen Seite steht ein StuKi, was diesen Sensationssieg in Münster eingefahren hat (die erste Heimniederlage für Münzte, by the way). Nur: wie war die Leistung eigentlich? 11 Mann auf die eigene Torlinie, das war die Taktik. Und als der Gegner wirklich in letzter Verzweiflung (er MUSS doch irgendwann mal reingehen?) mit allen Mann stürmte — setzte man den einzigen Konter der gesamten Partie.
 
Sie waren einfach schwach und das nicht nur in diesem Spiel. Eine für diese Liga lächerliche Truppe, die es einfach nicht verdient hat, drin zu bleiben. Der neue „Erfolgstrainer“ Morales hat einfach nur Suppe gehabt. Nein, man gönnt es dieser Mannschaft/diesem Verein(Guido Buchwald) am wenigsten.
 
Also auch hier die Neigung, dass sich Chemnitz nicht hängen lässt und StuKi doch noch aus der Liga schießt. Wette aber dennoch nicht.
 
Sehr viel Pech hier für die Stuttgarter Kickers. Chemnitz ließ sich doch hängen, was sich jedoch nicht im Ergebnis niederschlug. Chemnitz hatte praktisch nur die eine Aktion, die Kickers mindestens 12 klare Chancen. So hatte man sich das auf keinen Fall vorgestellt, als man von der Neigung für Chemnitz sprach. So bleibt StuKi in Schlagdistanz zu Darmstadt, wo sie am letzten Spieltag hin müssen.  Ein Remis dort genügt so gut wie sicher, denn Babelsberg und Dortmund müssten gewinnen und zugleich Babelsberg 10 Tore aufholen. Dennoch natürlich das pure Drama. Hier war ein Sieg nicht nur drin, sondern es musste einfach einer sein. Selbst nach dem Ausgleich noch zwei Riesen zum Siegtreffer.
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SpVgg Unterhaching – Preußen Münster       3:0 (1:0)
Zuschauer : 2.750    (Schnitt bisher: 2.116  ; Vorsaison: 1.658)
(Entfernung: 667 km)
 
Hier nun möchte man ein einziges Mal dem Markt Recht geben, nein, vielleicht sogar gegen ihn antreten. Was Unterhaching da in Babelsberg geboten hat, war wirklich Leistungsverweigerung. Viele Verträge laufen aus, Spieler müssen zurück, das wird ziemlich zusammen brechen in Unterhaching. Es will einfach kein Mensch dort spielen. Keine Zuschauer im Schatten der Münchner Großclubs und keine Atmosphäre, keine Zukunft. Man wird auch in dieser Partie rein gar nichts von ihnen zu erwarten haben.
 
Auf der anderen Seite steht Münster mit einer Klasseleistung — und einer extrem bitteren Pleite gegen StuKi. Und: ihre größte Chance besteht darin, dass Osnabrück nicht in Bielefeld gewinnt und sie mit einem Sieg vorbeiziehen, dann daheim Platz 3 absichern. Falls Bielefeld doch gewinnt, so wäre man vor der Schlussrunde aber auf zwei Clubs jeweils mit einem Punkt hinten, mit der besseren Tordifferenz. Also wäre dann zwischen Platz 2 bis 4 alles drin. Auch hierfür lohnt sich der Sieg unter allen Umständen.
 
Münster gewinnt diese Partie leicht und locker. 10 von 10 auf die 2.
 
Da fehlen einem ja fast die Worte. Natürlich gibt es immer eine Erklärung, wenn man lange genug hinschaut. So hatte Haching zum Beispiel etwas gut zu machen. Zugleich hatte Münster ja den Megafrust vom 0:1 gegen StuKi, was das Selbstwertgefühl erheblich herabgesetzt haben könnte.  So ganz recht gefallen will einem aber keine. Aber war es denn nun eine so krasse Fehleinschätzung?
Im Spiel selbst sah es so aus, dass Münster natürlich durchgehend alles probierte. Nur kassierte man die Tore anstatt welche zu erzielen. Die Angriffsbemühungen darf man dabei getrost als gesteigert verzweifelt ansehen. Nun ja, die Verzweiflung dadurch gut erklärbar, dass man mehr und mehr kassiert hatte, zudem eine Gelb-Rote Karte nach 51 hinzunehmen hatte. Die Zuschauerzahl aber logischerweise auf haufenweise angereiste Gästefans zurückzuführen, die aber der Partie dadurch einen würdigen Rahmen verschafften und die eigentlichen Hausherren wohl leicht inspirierten oder motivierten.
Man kann nicht so viel Gutes an der Wette entdecken, selbst wenn die gespielte Mannschaft, wie erwähnt, durchgehend ebenfalls Chancen entwickelte. So viel besser, wie sie es laut Quoten hätten sein müssen waren sie auf keinen Fall.
 Ob man etwas lernen kann? Vielleicht dies: wenn eine Mannschaft total schwach auftritt, sich gänzlich hängen lässt, dann sollte man dies nicht auf das nächste Spiel übertragen. Offensichtlich muss man mit einer engagierten Leistung rechnen.
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Vorschau 3. Bundesliga 37. Spieltag

in Kürze:

Fast alle Partien haben die gleiche Bauart: muss gegen braucht nicht. Oben stehen fast alle Entscheidungen aus, und unten erst recht. Es gibt aber genügend Gegner aus dem Mittelfeld, die zur Verfügung stehen für diese Konstellation. Es hätt ja auch mehr Paarungen der Bauart „muss gegen muss“ oder „braucht nicht gegen braucht nicht“ geben können. Wobei selbst hier noch die Konstellationen „Aufstiegskandidat gegen Aufstiegskandidat“, Aufstiegskandidat gegen Abstiegskandidat“ beziehungsweise „Abstiegskandidat gegen Abstiegskandidat“ möglich wären. Davon gibt es nur eine: Bielefeld gegen Osnabrück (Kategorie 1).
Der Rest sieht gleich aus. Hier stemmt man sich zwar fast immer gegen die Markteinschätzung, die dem „muss Gewinner“ meist einen zu kleinen Kurs auslobt, man möchte aber dennoch nur der Neigung Ausdruck verleihen und keine Einheiten darauf riskieren. Dies sollte der Leser also für sich selbst entscheiden, wo es ihm schmeckt.
Eine Ausnahme gibt es auch hier: Münster in Unterhaching. Hier vertritt man die Meinung, dass der Kurs auf Münster gar nicht zu klein sein kann. Sie gewinnen einfach.
 
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Alemannia Aachen – VfB Stuttgart II       (Entfernung: 416 km)
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Natürlich heißt es hier: nichts machen. Dennoch: beeindruckend stark Stuttgart im letzten Spiel beim 0:1 gegen Bielefeld, welches sie klar hätten gewinnen sollen. Aachen in der jetzigen Aufstellung und Verfassung klar das schwächste Team. Gute Nachrichten aber in gewisser Weise: René van Eck bleibt auch in der Regionalliga Trainer und die Insolvenz wird erst am 1. Juli angemeldet. Die Ergebnisse bleiben also besten. Sportlich ist der Abstieg dennoch besiegelt mit der letzten Niederlage.
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SV Babelsberg 03 – Wacker Burghausen       (Entfernung: 624 km)
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Hier ebenfalls eine viel zu klare Angelegenheit, als dass man sich je verwickeln würde. Der Markt erkennt, dass Babelsberg einen Sieg benötigt und Burghausen nichts, der Kurs ist eh im Keller.
Dennoch würde man hier, nach den letzten gesehenen Auftritten von Burghausen, in denen sie sich eigentlich gut präsentierten (sie verloren nur zwei Mal in den letzten sieben Spielen, und das in Osnabrück zuletzt war unglücklich) und es keineswegs nach desinteressiertem „Saison ausklingen lassen“ aussah, ihne zutrauen, eine weitere engagierte Leistung hinzulegen und die Partie nicht abzuschenken. Andererseits wird Babelsberg nun wohl alle Register ziehen. Ihre Standards sind sehr gut und ebenso ihre Physis. Der 3:1 Sieg gegen Unterhaching war in dem Sinne kein Gradmesser, als der Gegner einfach nicht mitspielte.
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Arminia Bielefeld – VfL Osnabrück       (Entfernung: 53 km)
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Dieses Spitzenspiel und zugleich Derby lädt dazu ein —- die Füße still zu halten. Beide haben zuletzt glücklich mit 1:0 gewonnen, Bielefeld dabei mit einer wirklich mehr als mäßigen Leistung, während bei Osnabrück die erste Halbzeit passte und am Schluss Verkrampfung einsetzte gegen ein starkes Burghausen. Also: in guter Verfassung sind beide nicht wirklich und man möchte einfach keinen haben.  Wobei das Spiel extrem wichtig ist. Bielefeld auf 2 mit 3 Punkten Vorsprung auf einem direkten Aufstiegsplatz, Osnabrück hätte den zwar auch gerne — dafür wäre ein Sieg erforderlich — zugleich aber haben sie einige Konkurrenz im Nacken, der sie sogar Platz 3 kosten könnte (das gilt natürlich auch für Bielefeld im Falle einer Niederlage).
Das Pass bleibt dennoch.
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Borussia Dortmund II – Hallescher FC       (Entfernung: 376 km)
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Auch hier die Angelegenheit sonnenklar, wird der Markt meinen: Dortmund muss, Halle braucht nicht.
Dortmund immer stärker werdend in den letzten Spielen und unter der Woche — gegen ein gerettetes Erfurt, also in einer ähnlichen Konstellation wie hier — mit einem 4:3 Sieg, der die Chancen für den Klassenerhalt so richtig aufleben ließ.
Halle aber traut man, genau wie Burghausen, eine charakterlich einwandfreie Leistung zu. Sie haben sehr gut gespielt, eigentlich generell seit Rückrundenbeginn, aber nicht so viele Punkte geholt, wie sie hätte holen können/sollen. Sie werden sich also sicher nicht abschlachten lassen.
Der Tipp lautet hier, dass die Kurse etwas zu sehr gedrückt sein werden auf Dortmund. Bedeutet aber nicht, dass man sich verwickeln möchte. Ohnehin aus Respekt vor der Borussia, aber auch, weil man sich nicht sicher genug sein kann, dass Halle alles dagegen hält.
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Rot Weiß Erfurt – SV Darmstadt 98       (Entfernung: 284 km)
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Fast genau so eindeutig, diese Partie hier: Darmstadt muss, Erfurt braucht nicht.
Wobei man hier die Einschränkungen machen muss, dass a) der Weg für Darmstadt, auch bei Sieg, recht weit ist, denn man bedenke, dass beide vor ihnen stehenden drei Punkte mehr haben und, siehe oben (Babelsberg, Dortmund) bereits als klare Sieger ausgemacht sind (vom Markt). Das bedeutet, dass die Hoffnungen von Darmstadt gering sind. So könnte auch hier der Markt irren und zu viel bezahlen auf Erfurt. Im Übrigen ist es ein Heimspiel (das letzte der Saison), was nach einer sehr schwierigen Saison nach einem versöhnlichen Abschied schreit.
Dennoch möchte man das Schicksal nicht herausfordern. Die Neigung lautet aber in allen drei Fällen: der Markt übertreibt etwas.
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Karlsruher SC – Hansa Rostock       (Entfernung: 800 km)
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Rostock ist noch nicht ganz sicher, da ja offensichtlich alle hinter ihnen stehenden gewinnen sollen und damit (Dortmund, Babelsberg) auf 40 Punkte, also auf 2 heran kommen können, vor der letzten Runde. Der KSC möchte sich natürlich die Aufstiegsparty nicht vermiesen lassen und wird alles daran setzen, hier die letzten Zweifel auszuräumen. Nach den letzten Leistungen — KSC mäßig, Rostock auch nicht viel besser — ergibt sich aber auch so nur dieses Fazit: ein Pass.
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Kickers Offenbach – SV Wehen/Wiesbaden       (Entfernung: 46 km)
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Das Derby hier mit einem „must win“ für Offenbach. Wehen zuletzt zwar mit einem Sieg aber keineswegs wirklich gut (nun, das lag auch an Gegner Saarbrücken), Offenbach mit dem einen wichtigen geretteten Zähler in Rostock, als man schon so gut wie tot war nach dem 2:0 und auch nicht richtig im Spiel war. Kann Gold wer sein, aber die Leistung war noch immer nichts. Sie haben 38 Punkte, also einen mehr als Dortmund und Babelsberg und müssen es hier machen. Ob die Qualität ausreicht und ob sich der Gegner, gerade im Derby, willenlos ergibt? Man würde weder darauf noch dagegen wetten.
Ergibt auch hier ein Pass.
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1.FC Saarbrücken – 1.FC Heidenheim       (Entfernung: 353 km)
.
Heidenheim muss sich wohl damit abfinden, dass es nicht reicht, nicht einmal für Platz 3. Denn: selbst wenn Osnabrück verlieren sollte in Bielefeld, wäre da noch immer Münster vor ihnen (die natürlich erst einmal gewinnen müssten in Haching). Nun ja, versuchen wird man es auf jeden Fall. Zuzutrauen wäre es ihnen auch, nur spielt man ja heute ausgerechnet in Saarbrücken, die zwar nach 9 ungeschlagenen Spielen mal wieder verloren in Wehen, aber gerade dort so stark wie die ganze Saison nicht waren. Vor heimischer Kulisse werden sie auf jeden Fall versuchen, wieder in die Erfolgsspur zu finden, zumal man nach einer unglücklichen Niederlage noch mehr auf Wiedergutmachung sinnt. Beide Punkte sprechen klar für Saarbrücken. Man überlege, was passiert, falls Heidenheim von Führungen der Konkurrenten zu hören bekommt? „Auch ein Sieg nützt uns nichts.“
Auch hier möchte man dem Markt nicht pekuniär die Stirn bieten, aber doch den ganz dringenden Verdacht aussprechen, dass der Kurs auf Heidenheim weitaus zu niedrig ist (sprich: man müsste ihn locker bezahlen). Neigung, für 1/X ja, Wette: nein.
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Stuttgarter Kickers – FC Chemnitz       (Entfernung: 435 km)
.
Die nächste glasklare Angelegenheit, so der Markt. Chemnitz hat ja sogar schon gegen Erfurt „mitgeholfen“ (1:2; Erfurt damit gerettet).
Wer jedoch auch hier genau hingeschaut hat, konnte feststellen, dass Chemnitz keineswegs die Leistung verweigert hat. Sie waren engagiert dabei und wollten — so wirkte es — das Spiel gewinnen.
Auf der anderen Seite steht ein StuKi, was diesen Sensationssieg in Münster eingefahren hat (die erste Heimniederlage für Münzte, by the way). Nur: wie war die Leistung eigentlich? 11 Mann auf die eigene Torlinie, das war die Taktik. Und als der Gegner wirklich in letzter Verzweiflung (er MUSS doch irgendwann mal reingehen?) mit allen Mann stürmte — setzte man den einzigen Konter der gesamten Partie.
Sie waren einfach schwach und das nicht nur in diesem Spiel. Eine für diese Liga lächerliche Truppe, die es einfach nicht verdient hat, drin zu bleiben. Der neue „Erfolgstrainer“ Morales hat einfach nur Suppe gehabt. Nein, man gönnt es dieser Mannschaft/diesem Verein(Guido Buchwald) am wenigsten.
Also auch hier die Neigung, dass sich Chemnitz nicht hängen lässt und StuKi doch noch aus der Liga schießt. Wette aber dennoch nicht.
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SpVgg Unterhaching – Preußen Münster       (Entfernung: 667 km)
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Hier nun möchte man ein einziges Mal dem Markt Recht geben, nein, vielleicht sogar gegen ihn antreten. Was Unterhaching da in Babelsberg geboten hat, war wirklich Leistungsverweigerung. Viele Verträge laufen aus, Spieler müssen zurück, das wird ziemlich zusammen brechen in Unterhaching. Es will einfach kein Mensch dort spielen. Keine Zuschauer im Schatten der Münchner Großclubs und keine Atmosphäre, keine Zukunft. Man wird auch in dieser Partie rein gar nichts von ihnen zu erwarten haben.
Auf der anderen Seite steht Münster mit einer Klasseleistung — und einer extrem bitteren Pleite gegen StuKi. Und: ihre größte Chance besteht darin, dass Osnabrück nicht in Bielefeld gewinnt und sie mit einem Sieg vorbeiziehen, dann daheim Platz 3 absichern. Falls Bielefeld doch gewinnt, so wäre man vor der Schlussrunde aber auf zwei Clubs jeweils mit einem Punkt hinten, mit der besseren Tordifferenz. Also wäre dann zwischen Platz 2 bis 4 alles drin. Auch hierfür lohnt sich der Sieg unter allen Umständen.
Münster gewinnt diese Partie leicht und locker. 10 von 10 auf die 2.
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Rückblick 3. Bundesliga 36. Spieltag

in Kürze:

Es gibt wieder etliche Paarungen der Bauart „muss“ gegen „braucht nicht“, die wohl jetzt allgemein ausgespart werden im Sinne von Wettvorschlägen. Die Bauart „muss“ gegen „muss“ ist auch ab und an vertreten. Natürlich sind diese Spiele generell als „normal“ anzusehen, wobei das „müssen“ schon eine besondere Qualität hat, da es nämlich bei einem normalen Hinrundenspiel beispielsweise zwar immer um etwas geht, denn jeder kann noch oben oder unten landen, nur ist es eben längst noch kein „müssen“. Das Schicksal der Mannschaft/des Vereins hängt nicht von diesem Spiel ab.
 
Hier ist es nun anders: für manche heißt es: Siegen — oder der Aufstieg ist geplatzt, für andere: Siegen — oder wir müssen eine Klasse runter. Ganz allgemein kann man nur dies feststellen (es ist eine Beobachtung über viele Jahre): der Abstiegskampf kann oftmals besondere Kräfte freisetzen. Es ist vergleichbar mit einer Panikreaktion, in welcher man oftmals übermenschliche Kräfte entwickeln kann. Während es im Aufstiegskampf zwar wünschenswert wäre, aber oftmals nur das Sahnehäubchen auf eine ohnehin gute Saison. Wobei gerade in dieser Liga hier einige der Aufstiegsaspiranten schon ziemlich dringend aufsteigen müssen, da ein finanzieller Kraftakt unternommen wurde, den man manchmal nur für eine Saison durchhalten kann.
 
+3 auf Wehen, -6 auf Münster, +6 auf den KSC. Das geht, mit einer +3 Bilanz. Die Neigungen war auch so weit ganz ok. Bielefeld gewinnt. Ja. Babelsberg macht es. Auch so. Erfurt holt etwas. Stimmt. Halle gewinnt. Ebenfalls. Osnabrück macht es. Genau. Wenn, könnte man eine Neigung pro Rostock herauslesen. Diese ging nicht ganz auf mit dem 2:2.

 
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VfB Stuttgart II – Arminia Bielefeld     0:1 (0:1)
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Zuschauer: 1.000   (Schnitt bisher: 2.158  ; Vorsaison: 812; Anstieg wegen hinzugekommener Derbies gegen StuKi)
Ein typisches Spiel der Bauart „muss“ gegen „braucht nicht“. Diese machen einfach keinen Spaß zu wetten, zumal der Markt ja entsprechend der Annahmen reagiert. Bielefeld braucht den Sieg dringend, während Stuttgart um gar nichts spielt. Der Eindruck ist generell, dass sich bisher wenige Mannschaften haben hängen lassen. Dies auch in den Vorjahren bereits zu beobachten, was durchaus positiv zu werten ist. Dennoch hat man hier keine Wahl: heraushalten. Klar sagt einem das Gefühl dennoch, dass Bielefeld das Spiel hier gewinnt. 
 
Teamnews:
Stuttgart ohne Dominik Gallert (19, RV, ohne Einsatz), 
Bielefeld ohne Philipp Riese (23, ZM, 20/0/0), Gelbsperre, und ohne Fabian Klos (25, MS, 32/20/7), Rotsperre und Verletzung.
 
Stuttgart mit Vorteilen und gutem Spiel, einigen guten Chancen. Kurz vor der Pause aus einem Standard-Standard — Freistoß aus dem Halbfeld, Kopfball, Tor — das 1:0 für die Gäste, gegen den Spielverlauf.  Auch danach Stuttgart mit den besseren Möglichkeiten, einem eigentlich klaren Elfmeter in der 80., als der günstiger zum Ball stehende Stürmer von hinten behindert wird und fällt, sich danach aufregt und für eine angebliche Tätlichkeit (er schubst den Verteidiger weg, dieser fällt, „wie es sich gehört“, theatralisch) vom Platz fliegt.
Die bessere Mannschaft hat verloren. Die Neigung war nur vom Ergebnis her richtig. Bielefeld kein bisschen gut, Stuttgart schon.
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SV Wehen/Wiesbaden – 1.FC Saarbrücken    3:1 (1:1)
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Zuschauer: 3.758   (Schnitt bisher: 3.068  ; Vorsaison: 3.514)
Hier geht es für beide um nichts, also könnte man sich sogar wieder verwickeln lassen. Der Eindruck ist der: beide Teams mit sehr guten Ergebnissen zuletzt, und durchaus auch mit guten Leistungen, aber die Neigung geht hier dennoch ganz klar Richtung Heimsieg.
 
3 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
Wehen ohne Michael Wiemann (26, IV, 32/0/2), Gelbsperre, Martin Röser (22, RM, 3/0/0), Yannik Oenning (20, LM, 1/0/0),
Saarbrücken ohne Tim Knipping (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Ufuk Özbek (20, ZM, 15/2/0), Kiyan Soltanpour (23, MS, 10/0/0), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1), diese Spieler aber schon länger nicht dabei.
 
Offensiv geführtes Spiel, gutes, unterhaltsamen Spiel also, ohne übertriebene Defensivtaktik. Man wollte Tore schießen, und darin war Wehen am Ende etwas erfolgreicher. Saarbrücken aber insgesamt die bessere Mannschaft, mit mehr Chancen, Wehen dafür mit mehr Glück — einem starken Pfosten und Torwart.
Somit keine gute Wette. Aber genau, wie man bei einer unglücklich verlorenen kein Geld zurück bekommt, muss man es nach einer glücklich gewonnenen auch nicht zurückgeben.
 
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SV Babelsberg 03 – SpVgg Unterhaching     3:1 (2:1)
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Zuschauer: 2.213    (Schnitt bisher: 3.111  ; Vorsaison: 2.427)
Ein weiteres Spiel der unerfreulichen Kategorie. Babelsberg muss unbedingt, Unterhaching spielt um nichts. Tatsächlich glaubt man auch hier unbedingt an den Heimsieg. Babelsberg war stark zuletzt und dürfte sich einfach durchsetzen.
 
Teamnews:
Babelsberg hat keine Ausfälle,
Unterhaching ohne Stefan Riederer (27, TW, 22/0/0), Roland Sternisko (25, DM, ohne Einsatz), Stephan Thee (24, RM, 32/6/5), ein wichtiger Mann, der sich  letztes Spiel verletzte. 
 
Hier könnte man schon viel eher von einer Art Leistungsverweigerung der Gäste sprechen. Ohne ihnen etwas Böses unterstellen zu wollen: das sah sehr merkwürdig aus, wie sie sich ergeben haben. Natürlich kann so etwas immer passieren. Die Saison ist quasi rum, man hat nichts zu fürchten und nach oben auch keine Ziele. Und doch sind derartige Spiele einfach nur deprimierend. Für den echten Fußballfan sicher genauso wie für den Sportwetter.
 
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FC Chemnitz – Rot Weiß Erfurt    1:2 (0:1)
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Zuschauer: 5.850    (Schnitt bisher: 4.750  ; Vorsaison: 5.161)
Erfurt ist noch nicht ganz sicher, Chemnitz spielt um gar nichts. Ein Derby ist es dazu. Nein, nix zum Wetten. Wenn eine Neigung, dann dahin gehend, dass Erfurt hier doch etwas holt. Sie wirkten unheimlich gefestigt zuletzt, mit den überragenden Akteuren Wagefeld, Pfingsten-Reddig und Morabit, während Chemnitz sich die Packung (1:4) in Karlsruhe abholte.
 
Teamnews:
Chemnitz ohne Philipp Pentke (28, TW, 29/0/1), Silvio Bankert (27, IV, 23/1/0), Gelbsperre, Fabian Stenzel (26, RV, 29/0/5), 
Erfurt ohne Manuel Salz (27, TW, ohne Einsatz).
Teamnews günstig für Erfurt.
 
Engagiertes, gutes Spiel von beiden Seiten. In der ersten Halbzeit leichte Vorteile für Chemnitz, aber kurz vor der Pause die Führung für die Gäste. Direkt nach dem Wiederanpfiff sogar das 2:0 — was so natürlich niemals verdient war. Danach mühte sich Chemnitz, aber Erfurt blieb bei Kontern gefährlich. In der 83. gelang dennoch der Anschlusstreffer durch Fink, der direkt danach sogar die Chance zum Ausgleich hatte — aber nur die Latte traf.
Beide völlig ok. Erfurt damit gerettet.
 
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Hallescher FC – Alemannia Aachen    1:0 (1:0)
.
Zuschauer: 7.166    (Schnitt bisher: 7.520  ; Vorsaison: Aufsteiger)
Hier muss man ebenfalls nicht viele Worte verlieren: so stark (und dennoch wenig erfolgreich) Halle zuletzt spielte — vergleichbar mit den Auftritten und den Qualitäten von Erfurt — werden sie die Alemannia wohl recht locker besiegen können, so gut sich Aachen auch immer wieder wehrte (um am Ende doch leer auszugehen…).
 
Teamnews:
Halle hat keine Ausfälle,
Aachen ohne Michael Melka (34, TW, 9/0/0), Tom Stehle (32, IV, 10/0/0),  Aimen Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1), auch diese Spieler alle bereits seit einiger Zeit out.
 
Einbahnstraße Richtung Alemannin Tor, Bombardement des Tores, meist Fernschüsse, das verdiente 1:0 aber per Kopf (Furuholm) nach einem Standard. Es hätte bald das 2:0 folgen sollen — aber es blieb aus. Kurz vor der Pause aus der ersten Chance fast das 1:1. Aachen ließ sich nicht hängen, sie sind einfach derzeit nicht besser ( mit dem Rumpfkader).
Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Es hätte einen höheren Sieg geben sollen. Halle viel klarer überlegen als nur das eine Tor. So blieb es zwar bis zum Schluss sozusagen offen, und es gab sogar noch eine echte Ausgleichschance, aber sogar danach wäre Halle noch der Sieg zuzutrauen gewesen.
Tolle Leistung von Halle, bei toller Stimmung. Die Fans wussten die Leistung zu schätzen, feierten ihr Team durchgehend. Es müssen wohl 15 klare Chancen gewesen sein.
 
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1.FC Heidenheim – Borussia Dortmund II     2:2 (1:1)
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Zuschauer: 8.600    (Schnitt bisher: 7.822  ; Vorsaison: 6.732)
Eines der wenigen „ganz normalen“ Spiele. Beide müssen, und zwar sehr dringend. Dortmund war auch in den letzten Spielen sehr gut, hat aber doch eine unbefriedigende Ausbeute erzielt, mit nur zwei Unentschieden aus vier Spielen. So kommen sie hinten nicht weg. Unter der Woche gab es ein 1:1 in Babelsberg, was natürlich grundsätzlich ok ist, nur braucht man eines Tages einen Sieg. Noch haben sie das eine Nachholspiel und nur einen Punkt Rückstand auf den rettenden 17. 
 
Da Heidenheim aber ebenfalls sehr stark spielt (wenn auch in Aachen nur eine Halbzeit lang), und regelmäßig, meist dreifach, punktet, und man ohnehin ziemlich fest an sie glaubt, würde man sich niemals gegen sie stellen. Da der Gegner Dortmund heißt und sich eine Menge Respekt verdient hat, läuft es auf ein Pass hinaus.
 
Teamnews:
Heidenheim ohne Andreas Spann (28, MS, ohne Einsatz), Patrick Mayer (25, MS, 9/2/1),
Dortmund Konstantin Fring (23, DM, 19/0/0). 
 
Tolles Spiel, noch mehr von den Gästen. Sie setzen ihr Potenzial frei, ungeachtet der Tabellensituation, und geht in Führung (23.), keineswegs unverdient, da Heidenheim einfach nicht richtig ins Spiel kam. Es hätte sogar locker 0:2 stehen können, als Heidenheim mit dem Pausenpfiff durch einen Standard (Freistoß aus dem Halbfeld, Schnatterer genau auf den Kopf eines Innenverteidigers, der ihn versenkt) der Ausgleich gelingt.
Heidenheim nach der Pause zwar viel besser als zuvor, mit ein paar Chancen zur Führung, aber doch gelang Dortmund das 2:1, von dem man in der Summe natürlich niemals sagen kann, dass es glücklich war. Heidenheim kam noch einmal zurück, der gleiche Innenverteidiger mit vorne, und verwandelt wieder mit dem Kopf, eine weitere gute Flanke von Schnatterer.
Sie wollten unbedingt den Sieg, und ließen eine weitere Riesen Konterchance zu, kamen aber selbst auch noch zu einer.
Gerechtes Remis in einem sehr guten Spiel. Man darf es an dieser Stelle aber wirklich einmal so ausdrücken (obwohl es sonst einfach nur ein saudummer Spruch ist, kreiert natürlich von den heiß geliebten Sabbelköpfen): womöglich für beide zu wenig. Und dies liegt diesmal am wenigsten an der ebenfalls unüberlegten und hier sonst heftigst kritisierten Dreipunkteregel.
Heidenheim hat noch zwei Spiele, zugleich 2 Punkte Rückstand, aber auf ein weiteres Team einen Punkt Rückstand. Falls also EINER DER BEIDEN beide Spiele gewinnt, geht eh gar nichts mehr. Und das ist schon beinahe wahrscheinlich (das sagt man immer dann, wenn die Chance größer als 50% ist: es ist wahrscheinlich). Um eine Chance zu wahren, benötigte man selbst zwei Siege. Und das ist unwahrscheinlich (und dies bedeutet a) es ist unter 50% und b) ist es auch nicht widersprüchlich zu davor gesagtem; eine Mannschaft gewinnt zwei Mal: unter 50%. Mindestens eine von zwei Mannschaften gewinnt zwei Mal: über 50%; und das jeweils noch ohne Ansicht des Restprogramms, sozusagen intuitiv gesagt). Da aber Osnabrück auch um 5 Tore besser ist, könnte für sie — wenn Münster nicht beide Spiele gewinnt — und Sieg und ein Remis genügen, um Heidenheim auf Distanz zu halten. Das verringert die Chancen noch weiter. Also: zu wenig.
Bei Dortmund sieht es so aus: 3 Punkte Rückstand, aber noch das Nachholspiel in der Hand. 5 Tore schlechte als Darmstadt vor ihnen (bei gleicher Punktzahl) und 6 Tore schlechte als Babelsberg, die drei Punkte mehr haben. Davor StuKi und Offenbach mit jeweils 4 Punkte mehr. Darmstadt traut man unbedingt (auch) Punkte zu. Babelsberg, na ja. Aber der Vorsprung? StuKi könnte man packen, aber dazu müsste am Dienstag ein Sieg her gegen Erfurt (machbar? Ja).
Sprich: das Urteil ist falsch. Für Dortmund kann der Punkt ausreichen, sogar Gold wert sein.
 
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Preußen Münster – Stuttgarter Kickers    0:1 (0:0)
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Zuschauer: 12.245   (Schnitt bisher: 8.755  ; Vorsaison: 7.031)
Fast die gleiche Paarung wie die vorherige. Nur kann man StuKi einfach gar nicht vertrauen. Das 2:1 (gegen Babelsberg) mag zwar mit viel Leidenschaft „erkämpft“ worden sein und temporäre Glücksgefühle ausgelöst haben — welche manchmal Kräfte freisetzen kann –, jedoch war die Leistung nicht nur in diesem Spiel viel zu mäßig, um heil davon zu kommen. Klar, Glück hilft immer, vor allem, wenn es gehäuft auftritt, aber noch haben sie es nicht geschafft und wenn einer, dann sind sie der Kandidat, der eigentlich absteigen sollte. 
 
Zugleich macht Münster einen sehr starken Eindruck. Klar, das tun alle fünf im Aufstiegskampf befindlichen und es fiele derzeit extrem schwer, die zwei — außer dem KSC — zu benennen, die sich die beiden begehrten Plätze sichern. Erkennen kann man aber nicht, wie StuKi hier die Preußen aufhalten soll.
 
Insofern wagt man hier den Tipp, mit 6 von 10, dass Münster das Spiel gewinnt.
 
Teamnews:
Münster hat keine Ausfälle,
StuKi ohne Royal-Dominique Fennell (23, IV, 12/2/0), Thorben Stadler (23, LV, 15/0/2). 
 
Reichlich Fans, gutes Wetter, angriffswütige Münsteraner — und doch kein Tor. Es gab genügend Torchancen, selbst wenn man sich bestimmt auch noch ein paar mehr hätte vorstellen können (so waren es vielleicht 8?). StuKi war ausschließlich mit Defensive beschäftigt. Nicht erforderlich, es als „gut“ zu bezeichnen. Sie taten was sie konnten — und der Gegner traf einfach nicht.
Keineswegs eine schlechte Wette. So läuft es halt, wenn es nicht läuft. Nach dem 0:1 (klar, aus der einzigen Szene von Stuki) gab es noch immer drei Chancen auf den Ausgleich. Trainer Dotchev klagte nach dem Spiel auch nicht, jedenfalls nicht sein Team an. Nur, meinte er halt, was eigentlich  jeder gesehen hat (außer dem wieder mal oberpeinlichen, zugleich so endlos dummen Sprecher, der ein „so reicht es nicht“ klugscheißerte), dass Fußball einfach grausam sein kann — und so war es heute. Auch und fast noch mehr für denjenigen, der sich dem Tipp mit einer Wette anschloss.
 
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VfL Osnabrück – Wacker Burghausen    1:0 (1:0)
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Zuschauer:  10.100  (Schnitt bisher: 10.497  ; Vorsaison: 8.719)
Hier nun, im Gegensatz zu den beiden Vorgängerpartien, nur Osnabrück mit einem „must win“. Sie spielen stark, Burghausen um nichts — selbst wenn zuletzt gut gegen Unterhaching beim 3:1 –, der Markt hat Kenntnis davon, also: Osnabrück macht es wohl, und dennoch ein Pass.
 
Teamnews:
Osnabrück ohne Niels Hansen (29, DM, kein Einsatz), 
Burghausen ohne Youssef Mokhtari (34,OM, 24/4/7).
 
Osnabrück hat es gemacht. Nur wie? Burghausen schonte sogar drei Stammkräfte aufgrund des anstehenden bayerischen Pokalfinales — und doch machten sie es dem VfL denkbar schwer. Erfreulich, zu sehen, dass sich die Gäste alle Mühe gegeben haben, denn „rübergespielt“ haben sie die Partie sicher nicht, wie beispielsweise der letzte Kopfball in der Nachspielzeit belegt, den der Osnabrücker Keeper gerade so noch vor der Torlinie artistisch abwehren kann.
Osnabrück ging zwar in Hälfte 1 verdient in Führung — selbst wenn ein Strafstoß herhalten musste, welcher, laut Sprecher, keiner war, obwohl zugleich das Eingeständnis beinhaltend, dass der Torwart dem Stürmer berührte, als dieser vorbeizog. Ach so, er soll also versuchen, sich auf den Beinen zu halten, dem Ball hinterher zu gehen, ihn dann, wegen der kleinen offensichtlichen Behinderung (der Keeper fährt das Bein aus, als er passiert wird), das Tor doch nicht erzielen, und dann von Schiri und Gegner eine Nase gedreht bekommen? Nein, das war ein Strafstoß, und zwar klar und eindeutig, der aber erst im Nachschuss verwandelt wurde –, aber nach dem Wechsel verkrampfte man wirklich mehr und mehr. Der Aufstieg ist ein Muss, und das lähmte die Beine.
So brachte man den Sieg zwar über die Zeit, aber aufgrund der ordentlichen Zahl guter gegnerischer Gelegenheiten kann man ihn nur als glücklich bezeichnen.
 
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Hansa Rostock – Kickers Offenbach     2:2 (1:0)
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Zuschauer: 8.100   (Schnitt bisher: 8.967  ; Vorsaison: Absteiger)
Die größten Sorgenkinder gegeneinander. Bei Rostock stimmen die Leistungen überhaupt nicht. Nicht in der Hinserie, nicht in der Rückrunde. Es läuft einfach nicht, fängt nicht einmal an, und wenn ein Sieg, dann meist mühevoll, knapp oder unverdient. Sie werden die Klasse halten, davon ist bei 41 Punkten derzeit auszugehen. Es gibt aber nichts, was einen sie nehmen lassen wollte.
 
Offenbach nun mit dem Damoklesschwert der Insolvenz über ihnen schwebend. Der letzten Leistung tat dies überhaupt nicht gut. Hat man oftmals noch gute Ansätze gesehen, so waren diese beim 0:2 gegen Darmstadt gänzlich dahin. Nur noch Krampf und nicht einmal den Kampf konnte man so recht erkennen. Der Punktabzug (-2) bringt ihnen die Abstiegsränge in bedrohliche Nähe. Sie müssen hier, aber können sie auch? Nein, da sind erhebliche Zweifel angebracht.
 
Insofern ist auch diese Partie ein Pass.
 
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), Mohammed Lartey (26, OM, 1/0/0),
Offenbach ohne Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), Christopher Lamprecht (28, RV, ohne Einsatz), Sead Mehic (38, DM, 23/2/1), Theo Vogelsang (23, OM, 5/0/0), Kai Hesse (27, MS, 3/0/0).
 
Echter Abstiegskampf hier. Aber doch war Rostock die klar bessere Mannschaft, Offenbach hielt zwar kämpferisch dagegen, wirkte aber kein bisschen gesund. Rostock ging in Führung, völlig verdient, und baute diese sogar aus, als Offenbach wirklich ziemlich mau hinten aussah (61.). Das musste doch der Sieg sein gegen bis dahin harmlose Offenbacher?
Es gab ein leichtes Aufbäumen, ja, zugleich zog sich Rostock zurück — absolut branchenüblich. Aber doch kam der Anschluss eher überraschend. Nach dem 1:2 wurde Rostock aber wirklich nervös, während Offenbach auflebte. Das 2:2 durch einen berechtigten Elfer in der Phase nicht überraschend.
So merkte man beiden Mannschaften an, wo sie stehen und wie die Saison bisher verlaufen ist. Beide haben enorm mit sich selbst zu tun. Rostock hat irgendwo dieser Anlagen — aber keinen rechten Zugriff darauf, und wenn mal einen Moment etwas aufflackert, ist es im nächsten Moment schon wieder erloschen. Offenbach aber kein bisschen besser. Abstiegskampf halt, bei dem das r ganz gut dazwischen passt zum -krampf.
 
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SV Darmstadt 98 – Karlsruher SC    0:1 (0:0)
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Zuschauer: 10.300   (Schnitt bisher: 5.544  ; Vorsaison: 6.042)
Darmstadt hat das Derby in Offenbach verdient mit 2:0 gewonnen. Sie sind konkurrenzfähig, absolut, sie haben gute Chancen, den Abstiegskampf erfolgreich zu bestehen, immerhin sind sie ja auf dem rettenden 17. Nur haben sie heute den KSC vor der Brust.
 
Der KSC hat den „Betriebsunfall“ des 1:2 in Münster vergessen machen können. Beim 4:1 gegen Chemnitz haben sie eindrucksvoll gezeigt, dass an ihnen kein Weg vorbei führt. Sie sind die Nummer 1 — wenn alle mitziehen, fighten, dabei die spielerische Seite und die Defensive nicht vernachlässigen und die Überheblichkeit nicht einkehrt. Hier haben die Fans ebenfalls nur eine kurze Reise vor sich, man kann den Aufstieg so gut wie klar machen, also wird Darmstadt ihnen wohl nicht gewachsen sein.
 
5 von 10 auf den KSC.
 
Teamnews:
Darmstadt hat keine Ausfälle,
der KSC ohne Sebastian Schiek (23, RV, 12/0/1). 
 
Riesige Kulisse, die Hälfte etwa aus Karlsruhe angereist. Dennoch war es eher ein Heimspiel für Darmstadt, vom Auftreten her. Darmstadt bestätigte seine gute Form und konnte den KSC sogar teilweise unter Druck setzen, kam zu ein paar guten Chancen, hätte die Führung beinahe verdient gehabt. Als der KSC in der 89. einen Freistoß in Strafraumnähe bekam — Foul an Calhanoglu — trat jener selbst an (wenn, war der KSC auch davor nur durch Standrads gefährlich) und versenkte den Ball im oberen Toreck.
Individuelle Klasse, ja, schön und gut, und er machte den Unterschied. Alles Phrasen  und dennoch ein Teil der Begründung, dass a) der KSC ganz oben steht und b) man ihn oftmals haben will, dieser eine Spieler. Dennoch war es auf gar keinen Fall eine gute Wette, dafür war Darmstadt viel zu stark und, wenn man so will, der KSC zu blass, wie in vielen Spielen zuvor auch schon. Sie mögen die Besten sein, sicher, nur stottert der Motor und man kommt mit Ach und Krach über die Ziellinie. Dar
Darmstadt sollte in dieser Verfassung natürlich nie und nimmer absteigen. Nur ist die Anzahl der Chancen, Punkte einzufahren, die sie dagegen wappnen doch arg reduziert. Drei Punkte sind dabei aufzuholen.
 
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Vorschau 3. Bundesliga 36. Spieltag

in Kürze:

Es gibt wieder etliche Paarungen der Bauart „muss“ gegen „braucht nicht“, die wohl jetzt allgemein ausgespart werden im Sinne von Wettvorschlägen. Die Bauart „muss“ gegen „muss“ ist auch ab und an vertreten. Natürlich sind diese Spiele generell als „normal“ anzusehen, wobei das „müssen“ schon eine besondere Qualität hat, da es nämlich bei einem normalen Hinrundenspiel beispielsweise zwar immer um etwas geht, denn jeder kann noch oben oder unten landen, nur ist es eben längst noch kein „müssen“. Das Schicksal der Mannschaft/des Vereins hängt nicht von diesem Spiel ab.
Hier ist es nun anders: für manche heißt es: Siegen — oder der Aufstieg ist geplatzt, für andere: Siegen — oder wir müssen eine Klasse runter. Ganz allgemein kann man nur dies feststellen (es ist eine Beobachtung über viele Jahre): der Abstiegskampf kann oftmals besondere Kräfte freisetzen. Es ist vergleichbar mit einer Panikreaktion, in welcher man oftmals übermenschliche Kräfte entwickeln kann. Während es im Aufstiegskampf zwar wünschenswert wäre, aber oftmals nur das Sahnehäubchen auf eine ohnehin gute Saison. Wobei gerade in dieser Liga hier einige der Aufstiegsaspiranten schon ziemlich dringend aufsteigen müssen, da ein finanzieller Kraftakt unternommen wurde, den man manchmal nur für eine Saison durchhalten kann.

 
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VfB Stuttgart II – Arminia Bielefeld    (Entfernung: 477 km)
Ein typisches Spiel der Bauart „muss“ gegen „braucht nicht“. Diese machen einfach keinen Spaß zu wetten, zumal der Markt ja entsprechend der Annahmen reagiert. Bielefeld braucht den Sieg dringend, während Stuttgart um gar nichts spielt. Der Eindruck ist generell, dass sich bisher wenige Mannschaften haben hängen lassen. Dies auch in den Vorjahren bereits zu beobachten, was durchaus positiv zu werten ist. Dennoch hat man hier keine Wahl: heraushalten. Klar sagt einem das Gefühl dennoch, dass Bielefeld das Spiel hier gewinnt.
Teamnews:
Stuttgart ohne Dominik Gallert (19, RV, ohne Einsatz), 
Bielefeld ohne Philipp Riese (23, ZM, 20/0/0), Gelbsperre, und ohne Fabian Klos (25, MS, 32/20/7), Rotsperre und Verletzung.
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SV Wehen/Wiesbaden – 1.FC Saarbrücken    (Entfernung: 158 km)
Hier geht es für beide um nichts, also könnte man sich sogar wieder verwickeln lassen. Der Eindruck ist der: beide Teams mit sehr guten Ergebnissen zuletzt, und durchaus auch mit guten Leistungen, aber die Neigung geht hier dennoch ganz klar Richtung Heimsieg.
3 von 10 auf die 1.
Teamnews:
Wehen ohne Michael Wiemann (26, IV, 32/0/2), Gelbsperre, Martin Röser (22, RM, 3/0/0), Yannik Oenning (20, LM, 1/0/0),
Saarbrücken ohne Tim Knipping (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Ufuk Özbek (20, ZM, 15/2/0), Kiyan Soltanpour (23, MS, 10/0/0), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1), diese Spieler aber schon länger nicht dabei.
 
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SV Babelsberg 03 – SpVgg Unterhaching    (Entfernung: 571 km)
Ein weiteres Spiel der unerfreulichen Kategorie. Babelsberg muss unbedingt, Unterhaching spielt um nichts. Tatsächlich glaubt man auch hier unbedingt an den Heimsieg. Babelsberg war stark zuletzt und dürfte sich einfach durchsetzen.
Teamnews:
Babelsberg hat keine Ausfälle,
Unterhaching ohne Stefan Riederer (27, TW, 22/0/0), Roland Sternisko (25, DM, ohne Einsatz), Stephan Thee (24, RM, 32/6/5), ein wichtiger Mann, der sich  letztes Spiel verletzte. 
 
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FC Chemnitz – Rot Weiß Erfurt    (Entfernung: 151 km)
Erfurt ist noch nicht ganz sicher, Chemnitz spielt um gar nichts. Ein Derby ist es dazu. Nein, nix zum Wetten. Wenn eine Neigung, dann dahin gehend, dass Erfurt hier doch etwas holt. Sie wirkten unheimlich gefestigt zuletzt, mit den überragenden Akteuren Wagefeld, Pfingsten-Reddig und Morabit, während Chemnitz sich die Packung (1:4) in Karlsruhe abholte.
Teamnews:
Chemnitz ohne Philipp Pentke (28, TW, 29/0/1), Silvio Bankert (27, IV, 23/1/0), Gelbsperre, Fabian Stenzel (26, RV, 29/0/5), 
Erfurt ohne Manuel Salz (27, TW, ohne Einsatz).
Teamnews günstig für Erfurt.
 
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Hallescher FC – Alemannia Aachen    (Entfernung: 517 km)
Hier muss man ebenfalls nicht viele Worte verlieren: so stark (und dennoch wenig erfolgreich) Halle zuletzt spielte — vergleichbar mit den Auftritten und den Qualitäten von Erfurt — werden sie die Alemannia wohl recht locker besiegen können, so gut sich Aachen auch immer wieder wehrte (um am Ende doch leer auszugehen…).
Teamnews:
Halle hat keine Ausfälle,
Aachen ohne Michael Melka (34, TW, 9/0/0), Tom Stehle (32, IV, 10/0/0),  Aimen Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1), auch diese Spieler alle bereits seit einiger Zeit out.
 
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1.FC Heidenheim – Borussia Dortmund II    (Entfernung: 482 km)
Eines der wenigen „ganz normalen“ Spiele. Beide müssen, und zwar sehr dringend. Dortmund war auch in den letzten Spielen sehr gut, hat aber doch eine unbefriedigende Ausbeute erzielt, mit nur zwei Unentschieden aus vier Spielen. So kommen sie hinten nicht weg. Unter der Woche gab es ein 1:1 in Babelsberg, was natürlich grundsätzlich ok ist, nur braucht man eines Tages einen Sieg. Noch haben sie das eine Nachholspiel und nur einen Punkt Rückstand auf den rettenden 17.
Da Heidenheim aber ebenfalls sehr stark spielt (wenn auch in Aachen nur eine Halbzeit lang), und regelmäßig, meist dreifach, punktet, und man ohnehin ziemlich fest an sie glaubt, würde man sich niemals gegen sie stellen. Da der Gegner Dortmund heißt und sich eine Menge Respekt verdient hat, läuft es auf ein Pass hinaus.
Teamnews:
Heidenheim ohne Andreas Spann (28, MS, ohne Einsatz), Patrick Mayer (25, MS, 9/2/1),
Dortmund Konstantin Fring (23, DM, 19/0/0). 
 
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Preußen Münster – Stuttgarter Kickers    (Entfernung: 473 km)
Fast die gleiche Paarung wie die vorherige. Nur kann man StuKi einfach gar nicht vertrauen. Das 2:1 (gegen Babelsberg) mag zwar mit viel Leidenschaft „erkämpft“ worden sein und temporäre Glücksgefühle ausgelöst haben — welche manchmal Kräfte freisetzen kann –, jedoch war die Leistung nicht nur in diesem Spiel viel zu mäßig, um heil davon zu kommen. Klar, Glück hilft immer, vor allem, wenn es gehäuft auftritt, aber noch haben sie es nicht geschafft und wenn einer, dann sind sie der Kandidat, der eigentlich absteigen sollte.
Zugleich macht Münster einen sehr starken Eindruck. Klar, das tun alle fünf im Aufstiegskampf befindlichen und es fiele derzeit extrem schwer, die zwei — außer dem KSC — zu benennen, die sich die beiden begehrten Plätze sichern. Erkennen kann man aber nicht, wie StuKi hier die Preußen aufhalten soll.
Insofern wagt man hier den Tipp, mit 6 von 10, dass Münster das Spiel gewinnt.
Teamnews:
Münster hat keine Ausfälle,
StuKi ohne Royal-Dominique Fennell (23, IV, 12/2/0), Thorben Stadler (23, LV, 15/0/2). 
 
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VfL Osnabrück – Wacker Burghausen    (Entfernung: 718 km)
Hier nun, im Gegensatz zu den beiden Vorgängerpartien, nur Osnabrück mit einem „must win“. Sie spielen stark, Burghausen um nichts — selbst wenn zuletzt gut gegen Unterhaching beim 3:1 –, der Markt hat Kenntnis davon, also: Osnabrück macht es wohl, und dennoch ein Pass.
Teamnews:
Osnabrück ohne Niels Hansen (29, DM, kein Einsatz), 
Burghausen ohne Youssef Mokhtari (34,OM, 24/4/7).
 
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Hansa Rostock – Kickers Offenbach    (Entfernung: 673 km)
Die größten Sorgenkinder gegeneinander. Bei Rostock stimmen die Leistungen überhaupt nicht. Nicht in der Hinserie, nicht in der Rückrunde. Es läuft einfach nicht, fängt nicht einmal an, und wenn ein Sieg, dann meist mühevoll, knapp oder unverdient. Sie werden die Klasse halten, davon ist bei 41 Punkten derzeit auszugehen. Es gibt aber nichts, was einen sie nehmen lassen wollte.
Offenbach nun mit dem Damoklesschwert der Insolvenz über ihnen schwebend. Der letzten Leistung tat dies überhaupt nicht gut. Hat man oftmals noch gute Ansätze gesehen, so waren diese beim 0:2 gegen Darmstadt gänzlich dahin. Nur noch Krampf und nicht einmal den Kampf konnte man so recht erkennen. Der Punktabzug (-2) bringt ihnen die Abstiegsränge in bedrohliche Nähe. Sie müssen hier, aber können sie auch? Nein, da sind erhebliche Zweifel angebracht.
Insofern ist auch diese Partie ein Pass.
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), Mohammed Lartey (26, OM, 1/0/0),
Offenbach ohne Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), Christopher Lamprecht (28, RV, ohne Einsatz), Sead Mehic (38, DM, 23/2/1), Theo Vogelsang (23, OM, 5/0/0), Kai Hesse (27, MS, 3/0/0).
 
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SV Darmstadt 98 – Karlsruher SC    (Entfernung: 116 km)
Darmstadt hat das Derby in Offenbach verdient mit 2:0 gewonnen. Sie sind konkurrenzfähig, absolut, sie haben gute Chancen, den Abstiegskampf erfolgreich zu bestehen, immerhin sind sie ja auf dem rettenden 17. Nur haben sie heute den KSC vor der Brust.
Der KSC hat den „Betriebsunfall“ des 1:2 in Münster vergessen machen können. Beim 4:1 gegen Chemnitz haben sie eindrucksvoll gezeigt, dass an ihnen kein Weg vorbei führt. Sie sind die Nummer 1 — wenn alle mitziehen, fighten, dabei die spielerische Seite und die Defensive nicht vernachlässigen und die Überheblichkeit nicht einkehrt. Hier haben die Fans ebenfalls nur eine kurze Reise vor sich, man kann den Aufstieg so gut wie klar machen, also wird Darmstadt ihnen wohl nicht gewachsen sein.
5 von 10 auf den KSC.
Teamnews:
Darmstadt hat keine Ausfälle,
der KSC ohne Sebastian Schiek (23, RV, 12/0/1). 
 
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Rückblick 3. Bundesliga 35. Spieltag

in Kürze:

Die komplette, bereits erledigte Arbeit ist verloren gegangen, durch eine Art Absturz. Die Texte waren komplett fertig, ebenso die Tipps. Alles weg. Das komplette Desaster. Nun kann man nur noch in Kürze möglicherweise die wohl überlegten Tipps rekonstruieren, ohne die komplette Erläuterung ein weiteres Mal hinzubekommen. Ein Grund ist die nicht ausreichende Menge der verfügbaren Zeit, der andere der, dass es ein ziemlich tiefer Frust ist, mit dem man sich erst einmal arrangieren muss.
 
Grundsätzlich aber war hier vor allem erörtert worden, dass es gegen Ende der Saison viele Paarungen der Kategorie „muss gewinnen“ gegen „braucht nicht“ gibt, in welchen der Markt meist eine recht deutliche Neigung zugunsten des Teams, welches „muss“ aufweist. Die Kurse sind davon so gedrückt, dass man in den seltensten Fällen auf DIESE Seite aufspringen möchte. Wenn also, geht es ab und zu wohl überlegt dagegen.
 
Ach, Teamnews und Entfernungsangaben müssen für heute aus den genannten Gründen ebenfalls entfallen. Möglich jedoch, dass man dadurch den einen oder anderen Vorschlag noch einheitenmäßig nach unten anpasst.
 
+3 auf Darmstadt, total verdient, -2 auf Halle, mit Pech, -2 auf Unterhaching, verdient verloren, -3 auf Münster, grenzwertig, mit reichlich Pech -5 auf Babelsberg. Minus, Minus, Minus, überall, in der Summe -9. Worauf soll man aufbauen, wie soll man sich selbst aufbauen? Die Einschätzungen waren nicht gar so schlecht, wie man hier dreist vertritt. Nur was nützt das, wenn die Spiele nicht kommen? Wäre es denn besser, die Falschen zu haben und dann mit Glück zu gewinnen? Kurzfristig irgendwie schon, nur steht zu befürchten, dass, wenn man die Falschen nimmt, sich das irgendwann rächt. Na, es bleibt extrem mühsam.
 
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Karlsruher SC – FC Chemnitz       4:1 (2:0)
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Zuschauer : 15.396   (Schnitt bisher: 11.185   ; Vorsaison: Absteiger)
Die Markteinschätzung ist hier klar: der KSC muss, Chemnitz braucht nichts. Die Kurse sind zu klein auf den KSC, gegen sie spielt man einfach nicht. Also wird es ein Pass.
 
Teamnews:
der KSC ohne Sebastian Schiek (23, RV, 12/0/1), 
Chemnitz ohne Anton Fink (25, MS, 33/18/10), ihren wichtigsten Mann, mit Rotsperre.
 
Hier auch alles nach Erwarten. Der KSC wollte Wiedergutmachung für die letzte Niederlage, der KSC ging voll konzentriert heran, und zeigte, was sie zur Nummer  machte. Von Anfang an druckvolles Spiel, mit etlichen Chancen, von denen bald welche genutzt wurden. Über Chemnitz muss man nichts weiter sagen. Verständlich und eigentlich schön, wenn man nicht etwa eine Unterlegenheit versucht, mit Unfairness zu kompensieren. Oftmals heißt es dann „fehlender Einsatz“, in Wahrheit ist es einfach Fairplay, und dies wäre doch eigentlich selbstverständlich?
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Kickers Offenbach – SV Darmstadt 98      0:2 (0:1)
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Zuschauer : 9.433   (Schnitt bisher: 6.370  ; Vorsaison: 6.766 )
Hier ist das Derby, welches in der Hinrunde klar für den hier Tippenden verloren ging, indem man Offenbach vertraute, sie aber verloren. Im Rückspiel nun sieht es so aus, dass Darmstadt in höchster Not ist, Offenbach nicht ganz so arg, Offenbach konnte einen nicht überzeugen im letzten Spiel, Darmstadt war meist ganz gut, das Derby kommt hinzu, also 3 von 10 auf X oder 2.
 
Teamnews:
Offenbach ohne Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), Christopher Lamprecht (28, RV, ohne Einsatz), Sead Mehic (38, DM, 23/2/1), Theo Vogelsang (23, OM, 5/0/0), Kai Hesse (27, MS, 3/0/0),
Darmstadt hat keine Ausfälle. 
 
Vorab muss erwähnt werden, dass die Offenbacher von ziemlichen Finanznöten geplagt sind. Es droht, ähnlich wie bei Alemannia Aachen, die Insolvenz. Möglich, dass dies auch bei den Spielern Wirkung zeigt.
Es war ein Derby, aber ein ziemlich einseitiges. Die Zuschauer waren da, aber Offenbach gelang es nicht, die Fans hinter sich zu bringen, wie es Trainer Rico Schmitt gut auf den Punkt brachte. Darmstadt mit klar mehr Möglichkeiten und einem verdienten Sieg, der laut Trainer Schuster nur diesen Makel hatte: zu knapp ausgefallen. So sieht es ziemlich düster aus um Offenbach, denn, durch den Punktabzug bleibt man bei 37 Punkten stehen und ein Heimspiel ist weg, ohne Leistung und ohne Moral. Es könnte also urplötzlich sie betreffen — falls sie es nicht bereits von der Pleite sind. Für die Lizenz müssen nämlich minimal 2 Mio Euro gesichert sein, und dies bei all dem anderen Druck der Gläubiger. Es könnten also, in jeder Hinsicht, genau hier die Lichter ausgehen.
Darmstadt mit sehr guter Leistung und guter Rettungschance, mit zwar nur 34 Punkten, aber dem Aufwind und einem Auswärtserfolg, zudem die Abstiegsränge zunächst verlassen.
 
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Alemannia Aachen – 1.FC Heidenheim     1:2 (0:0)
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Zuschauer : 7.236   (Schnitt bisher: 11.659  ; Vorsaison: Absteiger )
Aachen wieder mit einer ordentlichen Leistung, kassiert aber immer mehr Tore als sie erzielen (2:3 diesmal). Sie achten nicht mehr auf die Defensive, die Insolvenz droht, noch vor Saisonende, also entfällt hier ohnehin ein Tipp. Natürlich deutet alles auf einen Heidenheim Sieg hin.
 
Teamnews:
Aachen ohne Michael Melka (34, TW, 9/0/0), Tom Stehle (32, IV, 10/0/0), Aimen Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0),
Heidenheim ohne Andreas Spann (28, MS, ohne Einsatz), Patrick Meyer (25, MS, 9/2/1).
 
Es gab den Sieg, und es traf sozusagen alles ein. Aachen war auch erneut gut im Spiel, hatte eigene Chancen, eigentlich genügend, um auch etwas zu holen, aber doch war Heidenheim vielleicht diesen Tick besser. Man kann dennoch nur den Hut ziehen vor dieser Aachener Mannschaft.
Auf der einen Seite gab es eine Chance für einen Elfer, wurde nicht gegeben (für Aachen), auf der anderen gab es den für Heidenheim, dazu gab es Rot. Das war ziemlich hart für Aachen. Dennoch kamen sie mit 10 Mann zum Anschluss. Alle Achtung also, helfen wird es natürlich nicht, in etwa wie beim FC Lustenau in Österreich 2.
 
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Arminia Bielefeld – Hallescher FC      2:1 (1:0)
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Zuschauer : 14.439   (Schnitt bisher: 9.431  ; Vorsaison: 8.930)
Bielefelds Leistung beim 0:3 in Heidenheim war nicht zu beurteilen, da man die meiste Zeit mit 9 gegen 11 spielte. Halle war sehr gut, verlor aber gegen Osnabrück. Halle ist noch nicht aus allem raus, bei 39 Punkten gegenüber Dortmund mit 32 auf dem ersten Abstiegsplatz (ein Spiel in der Hand für Dortmund dazu). Sie werden sich nicht hängen lassen. Bedeutet aber nicht, dass man sich hinter diesen oder jenen stellt. Einach ein Pass.
 
Teamnews:
Bielefeld ohne Dennis Riemer (25, RV, 11/0/0), Marc Lorenz (24, LM, 11/0/3), mit Rotsperre, sowie dem wichtigsten Mann Fabian Klos (25, MS, 32/20/7).
Halle hat keine Ausfälle.
 
Da Klos fehlt und Halle sich ganz sicher nicht hängen lassen wird und der Kurs extrem gedrückt ist auf die 1, entscheidet man hier kurzerhand, dass Halle etwas holt. 2 von 10 auf X oder 2.
 
Ein sehr gutes Spiel, vor einer zweitligareifen Kulisse. Halle dauerhaft gut im Spiel, aber wie sehr Tore den Spielverlauf bestimmen erkennt man kaum je besser als in diesem Spiel: Bielefeld mit einem perfekt gespielten Konterangriff in der 5. Minute zum 1:0. Danach Halle mit mehr Spielanteilen und ab und an einer Torchance, Bielefeld aber ständig „on the break“, immer gefährlich beim Konter. Bei einem gab es einen Strafstoß — total berechtigt –, den der Keeper pariert. Halle tat alles, spielte sehr gut,  machte mehr und mehr Druck, und tatsächlich gelang in der 76. der völlig verdiente Ausgleich!
Nur Thema Tore und Spielverlauf: nach dem 1:1 hatten die Gastgeber ein Tor nötig, ein Sieg Pflicht zum Erhalt der Aufstiegschancen, während der Gast logischerweise — auch eingedenk des betriebenen Aufwands — nun zufrieden ist. Urplötzlich wieder Bielefeld mit viel Druck und Zug zum Tor, erarbeitete sich einige sehr gute Gelegenheiten. Die letzte wurde „genutzt“, allerdings brennt es zwar lichterloh, aber den Ball über die Linie bugsiert ein Verteidiger mit einem panischen, unkontrollierten Kopfball. Wenn er nicht zum Ball geht, bleibt es beim 1:1, verständlich andererseits, dass man etwas tun möchte, zumal der Strafraum vollgestellt war.
So hat Halle ein weiteres Mal viel Pech gehabt, wobei man andererseits eben gut sieht, dass Bielefeld noch einmal zulegen konnte, als das Spiel nicht nach ihren Wünschen stand. Dennoch: Halle eine ganz starke Mannschaft, die man demnächst gerne nehmen würde. Bielefeld ohne Klos nicht ganz so stark.
 
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Wacker Burghausen – SpVgg Unterhaching      3:1 (2:0)
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Zuschauer : 2.400   (Schnitt bisher: 2.421  ; Vorsaison: 2.822)
Eine total unattraktive Paarung. Dennoch eine Möglichkeit, sich zu verwickeln. Aufgrund der nicht schlechten Leistungen von Unterhaching zuletzt, mit wenig Ertrag, lief es auf 2 von 10 auf X oder 2 hinaus. Eine gewisse Form eines Derbies ist es auch.
 
Teamnews:
Burghausen nur ohne  Youssef Mokhtari (34, OM, 24/4/7),
Unterhaching ohne Stefan Riederer (27, TW, 22/0/0), Roland Sternisko (25, DM, ohne Einsatz), Quirin Moll (22, DM, 16/1/0), mit Gelbsperre.
 
Es war ein gutes, flottes Spiel, von Einsatz und Leidenschaft her ein Derby, und ebenso von der Stimmung auf den Rängen. Das Spiel sah auch einen verdienten Sieger, so dass man mal wieder in jeder Hinsicht daneben lag.
In Hälfte 1 Burghausen klar am Drücker mit echter Spielfreude und ein paar guten Chancen. Unterhaching dagegen kaum im Spiel. Das 2:0 eine verdiente Führung. Als Unterhaching nach der Pause der Anschluss glückte, waren sie eine zeitlang am Ausgleich dran, mit einem Pfostentreffer unter Anderem. Da hätte es also kippen können, wäre dennoch nicht verdient gewesen. In der 82. bei einem Konter dann die Entscheidung.
Man kann über keine Mannschaft etwas Schlechtes sagen, wie man es vielleicht ab und an tat. Burghausen konnte aber noch viel mehr gefallen.
 
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Borussia Dortmund II – SV Wehen/Wiesbaden     1:2 (1:2)
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Zuschauer : 1.009   (Schnitt bisher: 2.084  ; Vorsaison: Aufsteiger)
Dortmund muss, Wehen ist gerettet. Macht das Spiel uninteressant. Dennoch an dieser Stelle die Auffassung vertreten, dass Wehen ganz normal spielen wird (und nicht abschwenkt). Dortmund ist dennoch, aufgrund der anerkannten Lage, ein Sieg zuzutrauen, keine Frage. Aber niemals, dass man sie wetten könnte.
 
Teamnews:
Dortmund II ohne Krem Demirbay (19, ZM, 23/2/1),
Wehen ohne Thorsten Barg (26, IV, 2/0/0), Michael Wiemann (26, IV, 32/0/2), Gelbsperre, Robert Müller (26, DM, 31/2/1), Gelbsperre, Martin Röser (22, RM, 3/0/0).
 
Wie angekündigt ließ sich Wehen nicht hängen. Die Borussia mit viel Druck und dem frühen 1:0 (9.), Wehen mit dem prompten Ausgleich (11.) und der Führung in der 25. durch den hier oftmals gelobten Janjic. Danach die Borussia durchgehend am Drücker mit etlichen guten Gelegenheiten, aber es bleib beim Gästesieg.
Natürlich wird es nun extrem eng für die Borussia. Man steht auf dem vorletzten Platz, bei 32. Punkten. Und doch hat diese Leistung gezeigt, zu was sie fähig sind (und dies nicht erstmals). Das Glück ist halt nicht auf ihrer Seite im Moment, aber noch hat man ja zwei Spiele weniger als die direkte Konkurrenz, wobei auch das vor ihnen platzierte Babelsberg ein Spiel weniger hat als der Rest. Dortmund hat dennoch gute Chancen, es zu schaffen. Wehen bereits auf 7, und „thats much more like it“, auch wenn der Sieg hier glücklich war.
 
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Rot Weiß Erfurt – Preußen Münster      1:1 (1:1)
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Zuschauer : 4.361   (Schnitt bisher: 4.756  ; Vorsaison: 5.930)
Hier gab es ebenfalls einen Ansatzpunkt: Erfurt zwar klar verbessert, mit Kapitän Pfingsten-Reddig in Hochform, und Morabit wieder in Normalform, aber doch hat Münster einen total überzeugen können, zudem ist es für sie dringend nötig, zu siegen, während Erfurt es nicht ganz so nötig hat, bei ebenfalls 39 Punkten. Es lief auf einen Tipp auf Münster hinaus. Sagen wir 3 von 10 auf die 2.
 
Teamnews:
Erfurt ohne Manuel Salz (27, TW, ohne Einsatz), Morden Nielsen (23, MS, 6/1/1),
Münster hat keine Ausfälle. 
 
Tja, auch mit dem Tipp klappte es nicht. Man kann ihn aber nicht wirklich schlecht reden. Klar war, wer hier den Sieg wollte, und wer die bessere Mannschaft stellte, selbst wenn es ein ziemlich ausgeglichenes Spiel war. Münster wollte den Sieg, Münster drückte gegen Ende — und ließ so natürlich hier oder da eine Konterchance zu. Erfurt vollkommen gesund derzeit, mit den angekündigten Akteuren Pfingsten-Reddig und Morabit in guter Verfassung, erarbeitete sich den Punkt. Ein wenig ernüchternd vielleicht die Zuschauerzahl, denn immerhin ist nun Frühling (es regnete aber in Erfurt an dem Nachmittag), es geht gegen den Abstieg, die Gäste brachten 800 Zuschauer mit, die Gäste stellen ein Spitzenteam — und doch kommt eine Zahl unter Schnitt heraus? Sind die Zuschauer doch so unzufrieden mit Leistungen/Tabellenstand? Eigentlich unerwartet, zumal ja die Leistungen in den letzten Spielen immer ordentlich waren?!
Münster bemühte sich um Spielkontrolle, um Dominanz, und konnte sie in Phasen erzeugen. Erfurt aber immer gefährlich, mit guter Einstellung und viel Kampfgeist, aber auch spielerischer Klasse dagegen. Gute Wette oder nicht? Schwere Frage…
 
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VfL Osnabrück – VfB Stuttgart II      2:0 (1:0)
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Zuschauer :  9.200  (Schnitt bisher: 10.518  ; Vorsaison: 8.719)
Ein automatisches Pass. Die Youngster spielen eh, wie sie wollen, sie brauchen nun wirklich nichts mehr, Osnabrück aber dringend. Der Markt erkennt das selbstverständlich, also nix tun.
 
Teamnews:
Osnabrück ohne Martin Hudec (31, IV, 14/1/0), Niels Hansen (29, DM, ohne Einsatz), 
Stuttgart II ohne Dominik Gallert (19, RV, ohne Einsatz).
 
Die erste halbe Stunde verlief ausgeglichen, dann ging es im Minutentakt auf das Stuttgarter Tor. Die 5. Chance wird endlich genutzt. Klar verdiente Führung ohnehin. Nach der Pause ging es weiter so. Nur Osnabrück, 2:0 zu wenig, aber klar ist man zufrieden dort. Gewonnen ohne viel zuzulassen, das ist immer ok.
Gute Leistung von Osnabrück, allerdings wurde man vom Gegner nicht gefordert.
 
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1.FC Saarbrücken – Hansa Rostock     1:1 (0:0)
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Zuschauer : 4.609   (Schnitt bisher: 4.036  ; Vorsaison: 4.878)
Rostock hat einen nur und immer wieder fast maximal enttäuschen können. Die wohl ausreichenden Punkten haben sie dennoch eingefahren — nun 40 — und Dortmund II mit 11 gegen 10 ab Minute 4 auch mit 2:0 besiegt, ohne auch nur ansatzweise zu überzeugen. Saarbrücken gewinnt und gewinnt, spielt aber auch nicht überragend, und braucht ebenfalls längst nichts mehr. Auch hier ein klares Pass.
 
Teamnews:
Saarbrücken ohne Tim Knipping (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Ufuk Özbek (20, ZM, 15/2/0), Kiyan Soltanpour (23, MS, 10/0/0), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1),
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), Mohammed Lartey (26, OM, 1/0/0).
 
Auch hier 800 mitgereiste Fans aus Rostock. Dolle Unterstützung im hohen Norden, nach durchgehend mäßigen Auftritten als Absteiger, wo man doch eigentlich viel höhere Ambitionen als den Klassenerhalt hätte? Auch hier spielten sie nicht gut, die ganz erste Hälfte nur Saarbrücken mit Chancen, wenn auch nicht vielen und auch nicht großen. In Hälfte 2 ging Saarbrücken in der 51. Minute verdient in Führung.  Danach die Riesenchance zum 2:0, Pfosten. Noch immer erst eine echte Chance für Rostock. Klar, dass Rostock nun etwas versuchen musste. Ein wenig kamen sie auf, während Saarbrücken das Übliche tat: hinten dicht halten und auf Konter lauern. Diese gab es, das 2:0 war gut möglich. Und doch erzielte Rostock den Ausgleich (71.), ohne, dass er sich groß aufgedrängt hätte. Danach versuchte es Saarbrücken noch einmal.
Kein gutes Spiel insgesamt, Saarbrücken die bessere Mannschaft, glücklicher Punkt für die Gäste, aber auch nicht völlig absurd.
 
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Stuttgarter Kickers – SV Babelsberg 03      2:1 (0:0)
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Zuschauer :  3.600  (Schnitt bisher: 3.809  ; Vorsaison: Aufsteiger)
Hier gab es eine gute Chance, etwas zu tun: Babelsberg hat einen wirklich erstmals wieder beeindrucken können beim 1:1 gegen Erfurt. Physisch sind sie sehr stark (das war schon zu Beginn der Saison erwähnt worden) und bei den Standards sind sie brandgefährlich, und dies ist ein überragend wichtiger Teil des Spiels geworden. StuKi hat so ziemlich alles falsch gemacht (Guido Buchwald) und kann einem gar nicht gefallen, auch nicht beim 4:1 in Burghausen, auf welches sie wohl ihre Hoffnungen legen. Sie waren in Hälfte 1 nicht auf den Platz und hätten schon längst verloren haben können.
 
Babelsberg holt hier etwas. 5 von 10 auf X oder 2.
 
Teamnews:
StuKi ohne Julian Leist (25, IV, 33/3/0), wichtig, Royal Dominique Fennell (23, OV, 12/2/0), Thorben Stadler (23, LV, 15/0/0), 
Babelsberg keine Ausfälle.
Das spricht noch mehr für Babelsberg. Also 7 von 10 auf X oder 2. 
 
7 Einheiten weg, ok, aber wie?
Babelsberg war die bessere Mannschaft, fast durchgehend. Sie verpassten ein paar exzellente Möglichkeiten in Hälfte 1 (einmal davon Pfosten), gingen aber dafür nach der Pause endlich in Führung. Nur kam direkt danach fast der erste gefährliche Angriff von StuKi, als ein Mann den Ball durchs Mittelfeld treibt, bis er die Chance für einen Abschluss sieht, hämmert drauf, und das Ding ist drin. Das 1:1. Danach war Babelsberg erkennbar verunsichert, während StuKi seine Chance witterte. Trotz dann verteilten Spiels kam es in der 88. zu einer Verzweiflungsaktion im eigenen Strafraum, als ein Babelsberger einen zur Flanke ansetzenden Stuttgarter in Panik umsenste. Der Elfmeter war berechtigt, es gab das 2:1.
In der Summe niemals verdient und die Einschätzung auf den Punkt. Bessere Wetten gibt es kaum — verloren hat man sie trotzdem.
 
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