Vorschau Schweiz Raiffeisen Superleague, 33. Spieltag

in Kürze:

 
Es stehen noch etliche Entscheidungen aus, eigentlich fast alle. Nur Luzern spielt um nichts derzeit — das aber ausgesprochen gut, und von einem Nachlassen weit und breit nichts zu erkennen. Bedeutet aber noch lange nicht, dass es eine Menge heißer Tipps gibt. Nur mit Mühe wagt man sich an zwei Paarungen heran.
 
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FC Basel – Lausanne Sports     (Entfernung: 196 km)
Fast die gleiche Konstellation, die es in Österreich gleich zwei Mal gibt: Titelkandidat gegen Abstiegskandidat. Sie nehmen sich fast nichts, außer vielleicht, dass Basel keine Torejagd benötigt sondern nur einen Sieg, und selbst diesen nicht mit absoluter Dringlichkeit, da ja GC gar nicht mehr gewinnt, egal, wie (gut) sie spielen.
Ob ausgerechnet Lausanne in der Lage sein wird, ihre Klassenerhaltshoffnungen hier zu verbessern und dabei zugleich die Meisterschaft noch einmal spannend zu machen? In der derzeitigen Verfassung wohl kaum.
Die Markteinschätzung aushebeln ist an dieser Stelle unmöglich. Ein Pass.
Teamnews:
Bei Basel fehlt derzeit wohl niemand, 
bei Lausanne Guillaume Katz (24, IV, 31/0/0) Gelbsperre.
 
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FC Sion – Grasshoppers Club Zürich     (Entfernung: 276 km)
Weniger schmackhaft als diese Partie geht ja wohl kaum. Sion möchte man niemals haben, nein, nein, und nochmals nein. Das 0:5 in St.Gallen war eine echte Backpfeife, auch für den allmächtigen Präsidenten Constantin, der vor ein paar Wochen ja noch Platz 3 als (irrwitziges) Saisonziel ausgerufen hat. Nun müsste doch bald mal wieder der Trainer fällig sein? Denn: ausgerechnet den letzten Gegner hätte man ja überflügeln müssen, um an Platz 3 zu gelangen. Nun sieht man nicht einmal mehr die Rücklichter, abgesehen vom Leistungsstand, bei 11 Punkten Rückstand! Viel mehr ist nun Europa in ernster Gefahr, falls Thun oder die Young Boys mal wieder zu siegen anfangen.
Aber möchte man die Grasshoppers haben? Nun ja, irgendwie und eigentlich schon, ja. Aber gerade sie haben ja (von den Ergebnissen her) mit am meisten enttäuscht. In vier Spielen drei Niederlagen? Nein, auch das schmeckt einfach nicht, zumal die Titelhoffnungen eh schon begraben sein dürften und die Verteidigung von Platz 2 das Ziel sein soll, bei welchem die Beine schwer zu werden scheinen.
Es passt einfach überhaupt nicht. Ein Pass.
Teamnews:
bei Sion fallen aus Aislan (25, IV, 12/0/0), Adao Joaquim (20, DM, 12/0/0), Gennaro Gattuso (35, DM, 27/1/1), 
bei GC sind es Stephane Grichting (34, IV, 30/0/0), Gelbsperre, Daniel Pavlovic (25, LV, 23/0/0), Taulant Xhaka (22, RV, 25/0/1), Gelbsperre.
 
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FC Thun – FC St.Gallen     (Entfernung: 231 km)
Tja, es steht schon etwas auf dem Spiel hier. Thun könnte tatsächlich noch einmal den FC Sion angreifen für Platz 5, während St.Gallen sicher mit einigem Optimismus auf Platz 2 schielen dürfte, der ihnen tatsächlich als Aufsteiger sensationell einen CL-Quali Platz verschaffen würde. Für beide lohnt es also. Wer ist näher dran?
Thun hatte die phantastische Serie, als sie hintereinander allen möglichen Spitzenteams Punkte abluchsten. Nur sind diese „Zeiten“ schon wieder drei Spiele her. Danach gab es ein nicht eben tolles 1:1 gegen Luzern, ein 0:2 bei Servette und zuletzt ein 2:0 gegen ein wirklich schwaches Lausanne. Es war Normalmaß, was in diesem Falle hieße Mittelmaß, und dies noch immer aller Ehren wert für den kleinsten Club der Liga.
St.Gallen mit dem nun haushoch die Torjägerliste anführenden, zugleich fast Assistkönig Oscar Scarione in absoluter Topform auf dem Vormarsch. Alle Leistungen von ihnen waren eigentlich gut, selbst wenn eine Weile lang nicht gut belohnt. Ein 5:0 gegen Sion gibt den nötigen Auftrieb für dieses Spiel hier (nachdem man 0:2 in Luzern verloren hatte).
Die Neigung geht ganz klar Richtung St.Gallen. Thun wird sich eher zurücklehnen als die Gäste, die eine sensationelle Saison krönen können. 3 von 10 auf die 2.
Teamnews:
Bei Thun fehlen Seif Ghezal (31, IV, 23/1/0), Kevin Bigler (20, RV, ohne Einsatz), Benjamin Lüthi (24, RV, 29/0/3), Gelb-Rot, Roland Bättig (33, DM, 20/0/0), Muhamed Demiri (27, DM, 28/2/2), Renato Steffen (21, LM, 15/3/4), Gelbsperre, Mathieu Salamand (22, OM, 20/2/5), Cassio Horta Magalhaes (22, MS, 10/1/1),
bei St.Gallen sind es Marco Hämmerli (28, LV, 2/0/0), Rotsperre, Franck Etoundi (22, MS, 21/2/3), Sven Lehmann (21, MS, 1/0/0), Gelbsperre.
 
Die Teamnews sprechen noch mehr für St.Gallen, trotz deren wichtigen Ausfalles von Etoundi, also machen wir 5 von 10 auf die 2.
 
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Servette Genf – Young Boys Bern     (Entfernung: 159 km)
Es ist nicht ganz so einfach, das Positive bei den Young Boys zu entdecken. Finanzkrise im Club, schon lange eine Krise in der Mannschaft, auch hier ein (völlig sinnloser) Trainerwechsel zu dem zwar sehr engagierten, aber doch meist missmutigen Challandes, Europa fast außer Reichweite, rundherum: mieser geht es nicht. Was soll da noch ein Gefasel von „Potenzial“ in der Mannschaft? Sie haben ein 4:0 gegen GC erzielt, ja, aber selbst dies war a) nicht überzeugend, und b) hat es den erhofften Leistungsboost nicht gegeben, wie das klägliche 1:3 in Luzern zeigte. Hier stimmt einfach gar nichts.
Servette hat auch bei der Niederlage in Basel teils ansehnlichen Fußball gezeigt. Ein 0:2 ist keine Schande und ein einzelner Erfolg in einer derartigen Partie hier könnte die ganze Saison retten. Man wäre flugs auf einen Punkt an Lausanne heran (so diese denn auch brav die Punkte in Basel abliefern), und hätte direkt am Dienstag danach das einzig ausstehende Nachholspiel daheim gegen ein fast genau so wie YB kriselndes Sion. Das sind doch Aussichten? Dass die Fans mitziehen, konnte man sehen, denn sie waren sogar in Auswärtsspielen (recht zahlreich) angereist.
Hier also neigt man sich zu Servette. Damit es nicht immer nur beim Blabla bleibt: 3 von 10 auf die 1.
Teamnews:
Servette ohne Matias Vitkieviez (28, RM, 24/2/2), Gelbsperre, Geoffrey Tréand (27, LA, 25/4/5), Gelbsperre, wichtig,
YB ohne Pascal Doubal (20, ZM, 12/0/0), Moreno Costanzo (25, OM, 22/6/6), Gelbsperre, Josh Simpson, schon die ganze Saison, Gonzalo Zarate (28, RA, 16/2/2).
Die Teamnews nehmen sich wenig bis gar nichts.
 
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FC Zürich – FC Luzern     (Entfernung: 52 km)
Man ist geneigt, hier einen Heimsieg vorherzusagen — stellt aber mit Erstauen fest, dass es dem Markt ähnlich geht. Wieso? Nun, bevor die Antwort darauf folgt, zunächst ein paar allgemeinere Bemerkungen: Luzern unter Bernegger also ungeschlagen, erfolgreich also, und teils auch wieder mit dem Fußball, der ihnen in der letzten Saison den Vize-Titel einbrachte. Dem FCZ bescheinigte man zwar lange ein schlummerndes Potenzial, erkannte aber ebenso, dass es einfach nicht abgerufen wurde, und selbst bei den vermehrt auftretenden Siegen selten vollumfänglich zu erkennen war. Es waren Siege, ja, aber es waren keine Glanzlichter.
Ganz zuletzt hat sich dies aber geringfügig geändert. Vor allem die Partie gegen den FC Basel (3:1), als man den Tabellenführer regelrecht an die Wand spielte und sich auch von Ungerechtigkeiten und einem lange währenden Rückstand, bei etlichen verpassten Chancen, nie zurückwerfen ließ und einfach immer weiter machte, bis die Tore fielen.
Der Großteil der Antwort auf die oben gestellte Frage ist hier schon geliefert. Es ist am Markt immer wieder zu beobachten, dass derart „schlummernde Giganten“ wie der FCZ (denen man sicher mit dem Kader eine Titelchallenge zugetraut hatte) sofort für gigantische Kurseinbrüche sorgen, sobald sie ein oder zwei Ergebnisse abliefern. Dieses Phänomen also, ungeachtet des (in so guter Form befindlichen) Gegners also hier ein weiterer Teil der Antwort. Dass man sich selbst diesem „Massengefühl“ unterworfen hat, ist keineswegs peinlich. Denn: hier kommt noch ein wichtiger Punkt hinzu: der FCZ steht auf einem Euroleauge Startplatz und muss diesen verteidigen, während Luzern — so gut sie es auch tun in den letzten Spielen — um gar nicht spielt.
Also gibt es auch für dieses Spiel nur die eine Lösung: nichts tun.
Teamnews:
FCZ ohne Raphael Koch (23, IV, 17/1/0), Gelbsperre, Burim Kukeli (29, DM, 12/0/1), Oliver Buff (20, ZM, 23/1/2), Rotsperre, Davide Chiumiento (28, LA, 18/2/6), 
Luzern ohne Marijan Urtic (22, RV, ohne Einsatz).
 
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