Rückblick Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 33. Spieltag

in Kürze:

Wenig zu machen in der Liga, da doch alle Entscheidungen gefallen sind (außer jener um Platz 2, der rein theoretisch eine Bedeutung haben könnte durch die Lizenzverweigerungen eine Liga höher).
 
Altach war drin, aber mit einigem Glück, +4, Austria Lustenau hat verloren, -2, macht ein kleines Plus, aber keineswegs befriedigend. Ordentlich gespielt haben aber alle Teams, das darf man auch hier konstatieren. Wobei ja bei einer Paarung braucht nicht gegen braucht nicht sozusagen ein Freundschaftsspiel ansteht. Und solche werden ja auch ausgetragen.
 
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Blau-Weiß Linz – SV Horn       2:1 (2:0)
Zuschauer: 650   (Schnitt bisher: 1.244  ; -47.7% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 148 km)
 
Ein automatisches Pass. Wobei man dennoch hier erwähnen möchte, dass BW Linz ein ganz starkes Spiel hingelegt hat beim 1:2 in Altach und man lange Zeit nicht hätte sagen können, wer hier Spitzenteam und wer hier Abstiegskandidat ist. Horn aber ebenfalls mit einem deutlichen Leistungsschub und zuletzt drei Siegen (jeweils anwachsende zu-Null-Siege; 1:0, 2:0, 3:0), so dass man sich einfach heraushält. Keine Neigung, keine Wette. Ein Pass.
 
Klar überlegene Linzer, die sich wirklich mehr als ordentlich präsentierten (sie haben ja auch am Saisonende mit der Relegation „noch was vor“), gegen diesmal schwache Horner, kamen verdient zum 1:0, 2:0, und drückten weiter, mit tollen Aktionen (ein sehenswerter Fallrückzieher, fast als „Aktion der Saison“ anzusehen, der aber kein Tor brachte, da der Keeper phantastisch reagierte). Das 1:2 fiel durch einen direkten Freistoß und war nicht verdient.
Danach eine Notbremse des Horner Torwarts — Linz blieb weiter dran –, die weder einen Strafstoß noch einen Ausschluss nach sich zog. Ganz am Ende kam Horn wirklich noch zu zwei Ausgleichschancen, es wäre aber nie und nimmer verdient gewesen.
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FC Lustenau – SC Rheindorf Altach       1:2 (1:2)
Zuschauer: 1.600   (Schnitt bisher: 895  ; -8.7% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 10 km)
 
Der FC Lustenau hat sich ja der Aachener Alemannia gleich, trotz einiger ehrenwerter Auftritt, allmählich an das Verlieren gewöhnt.  Altach hat nun den zweiten Platz eingenommen und möchte ihn sicher nicht mehr hergeben, da er noch immer die Möglichkeit eines Aufstiegs bietet, aber auch sonst wäre es Ehrensache. Obwohl die Leistungen nie wirklich überzeugen konnten, meint man doch, dass sie dieses Spiel hier einfach ziehen. Da es sogar Angebote gibt auf dieses Spiel, riskiert man einfach 4 von 10 auf die 2.
Klar besser Altach in Hälfte 1, mit dem verdienten 1:0 und 2:0. Mit dem Pausenpfiff kam der FCL zu dem Zeitpunkt glücklich zum Anschluss, spielte aber die zweite Halbzeit so klasse, dass der Sieg der Altacher am Ende sehr glücklich war. Trainer Madlener — mit einigem Recht — sehr stolz auf seine Truppe nach dem Schlusspfiff. Sie haben wirklich die gesamte Rückrunde, seit der Abstieg feststeht, sich niemals hängen lassen und hätte sicher ein paar Erfolge mehr verdient gehabt (siehe Alemannia Aachen). Altach sicherte zwar Platz 2 ab, aber es bleibt dabei, dass es nicht richtig rund läuft und sie selten überzeugen können. Einzelne Halbzeiten ja (so sagte auch Kapitän Aigner nach dem Spiel), ein gesamtes Spiel fast nie.
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First Vienna – SV Kapfenberg      2:1 (1:1)
Zuschauer: 1.650   (Schnitt bisher: 1.362  ; -38.3% gegenüber Vorsaison)

(Entfernung: 145 km)

 
Gleich mal vorweg: unter keinen Umständen möchte man hier die Gäste nehmen. Der Lauf ist zwar nicht vorbei und sie haben in den Schlussminuten sogar erneut den Sieg erzwungen beim 2:1 gegen Hartberg aber a) gegen wen war es denn? und b) wie kam es zustande? Es war Hartberg, wohl doch die schwächst Mannschaft derzeit und es gelang sehr glücklich, mit den Toren in der 87. und 90. Zudem gibt es weiterhin ein paar namhafte Ausfälle und wenig Anhängerschaft.
Gegenüber steht die Vienna, die einfach beeindrucken konnte. Von den letzten 9 Spielen ging nur eines verloren — und das gegen den nun sicheren Aufsteiger aus Grödig. Hatte man ab und zu Zweifel an der Berechtigung der Erfolge angemeldet (ja, zu der Zeit auch zurecht), so haben sie sich allmählich so richtig etabliert und gefestigt. 
 
So kommt hier ein Pass heraus.
 
Kapfenberg mit gutem Start und dem frühen 1:0. Danach übernimmt die Vienna. Ein Sonntagsschuss (klar, sehenswert, aber eben auch glücklich) führt zum 1:1. Danach ein ausgeglichenes Spiel, mit ein paar Chancen hier und dort. In der 52. die Führung für die Vienna. Ab dann Einbahnstraße Richtung Vienna Tor. Zahlreiche Ecken, welche, dank Assistkönig und einem der besten Spieler der Liga, Joachim Standfest, stets für Gefahr sorgen. Der Ausgleich wäre längst und klar verdient gewesen — eher mehr. Es bliebt aber beim 2:1. Das Ende der langen Erfolgsserie für Kapfenberg also klar unglücklich.
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SK Niederösterreich St.Pölten – Austria Lustenau       2:1 (1:1)
Zuschauer: 1.650   (Schnitt bisher: 3.020  ; +113.6% gegenüber Vorsaison)
(Entfernung: 575 km)
 
St.Pölten seit Wochen schon in zwar durchaus gefestigter Verfassung (gegenüber dem katastrophalen Rückrundenstart), aber doch mit wenig Punkten. So hat man die Erfolgsserie von fünf ungeschlagenen Spielen (4 Remis, ein Sieg) in eine Misserfolgsserie umgewandelt von fünf Spielen ohne Sieg (4 Remis eine Niederlage) durch das 0:2 in Horn. Sicher, man war auch dort gut im Spiel, aber doch fehlten erneut die Punkte. Dennoch bleibt: die Leistungen waren ok.
 
Austria Lustenau wurde vor drei Spielen als das derzeit schwächste Team der Liga bezeichnet. In der Folge verloren sie drei Mal. Ein Beweis? Nein, ganz im Gegenteil: in den drei Spielen waren sie drei Mal die bessere Mannschaft. Alle drei Spiele hätten sie auch locker gewinnen können, und wie wäre die Tabellensituation dann? Nein, sie waren vollkommen gesund und werden auch hier versuchen, die Serie zu beenden. Noch ist Platz 2 in Reichweite und man wird es angehen.
 
Die Neigung ist ganz klar die, dass Austria Lustenau hier etwas holt. Zur Unterhaltung. ohne die Sorge, hier viel falsch machen zu können: 2 von 10 auf X oder 2.
 
Nix war es mit einer guten Leistung der Gäste, die doch davor so stark auftraten. Diesmal war St.Pölten die bessere Mannschaft. Blitzstart zum 1:0, gegen eine nicht existente Defensive, dann bald das 1:1, jedoch in der Folge St.Pölten klar besser, mit einigen Chancen. Das 2:1 fiel bald nach der Pause. Obwohl die Gäste einen Riesen zum 2:2 ausließen, war der Sieg St.Pöltens klar verdient.
Schlechte Wette.
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TSV Hartberg – SV Grödig      0:2 (0:0)
Zuschauer: 800   (Schnitt bisher: 1.040 ;   +6.7% gegenüber Vorsaison)

(Entfernung: 329 km)

 
Ein automatisches Pass. Grödig ist nu aufgestiegen und wie auch immer die Feierlichkeiten ausfallen, wer aufläuft und was der Gegner eigentlich möchte (gut, der spielt immerhin daheim): man muss sich hier einfach heraushalten. Pass.
 
Nicht viel zu sagen zu dem Spiel. Grödig mit einem ziemlich komplett durchgewechselten Kader, wobei die Ersatzspieler aber zeigten, dass sie es auch drauf haben. Die Spielbedingungen allerdings nach starken Regenfällen – vor allem in Hälfte 1 — sehr nahe an irregulär. Der Ball blieb ständig in Pfützen liegen. Die erste Halbzeit insofern ausgeglichen, nach dem Wechsel Grödig besser. Zwei klar korrekte Treffer werden wegen angeblichen Abseits nicht anerkannt. Beide Male totaler Blödsinn und eigentlich unfassbar. Da dennoch ein Sieg raussprang, sagt man halt „Schwamm drüber“. Falls es keiner geworden wäre, hätte man es aber sicher auch gesagt. Wann merkt mal jemand was? Tore sind das Salz in der Suppe. Schon vergessen?
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