Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 33. Spieltag

in Kürze:

Diese Liga bietet überall Spannung. Hinten ganz heiß, vorne kann es sich entwickeln — noch lässt Salzburg nicht locker — und der Rest spielt um die Euroleague. Das ergibt schon ein paar Empfehlungen. Wobei diese oder jene schon verblüffen könnte.
 
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Admira/Wacker Mödling – Sturm Graz       (Entfernung: 182 km)
Was hat Sturm nun die ganze Saison über geleistet, was speziell in der Rückrunde? Sie waren auf dem Weg, wieder das alte Sturm zu werden, welches jahrelang eine führende Rolle in der Liga spielte und teilweise den Großclubs aus Wien und Salzburg die Stirn bot. Sie hatten stets ein solides Fanpotenzial und in dieser Saison die Chance, sich wieder um Europastartplätze zu bewerben. Dann gewinnt man drei Mal in Folge nicht — und schon muss der Trainer gehen. Die Quittung? Verunsicherung, noch immer keine Leistung und noch weniger Ergebnisse. Was sollte der Unsinn? Beim 1:3 gegen Rapid waren sie klar unterlegen und davor setzte es ein 0:3 in Wolfsberg. 6 Spiele nun ohne Sieg, bei nur zwei Punkten. Was könnte für sie sprechen?
Admira steht nun maximal mit dem Rücken zur Wand. Sie müssen einfach dieses Spiel gewinnen, aber ein Sieg könnte sie direkt vom Abstiegsplatz wegkatapultieren, so eng ist die Lage. Dass Potenzial vorhanden ist, sah man mal wieder beim 1:2 in Salzburg, als man sogar in Führung ging in Hälfte 2 — und dennoch am Ende leer ausging (was IN Salzburg wohl jedem schon mal passiert ist). Davor war die Wiener Austria zu Gast, die einfach zu stark für sie war.
Hier und heute ist nun die Chance, diese miese Saison zu retten. Selbst wenn es für beide gilt: man traut es der Heimmannschaft mehr zu. 4 von 10 auf die 1.
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Wacker Innsbruck – Austria Wien       (Entfernung: 476 km)
So sehr es einem auch gelungen sein mag, die Innsbrucker vom letzten Platz „weggelobt“ zu haben (7 Punkte aus drei Spielen zuletzt), so wenig kann man es ihnen hier zutrauen, den Gegner und Spitzenreiter zu stoppen. Die Austria verteidigt den 1. Platz einfach und der Weg bis zur Ziellinie ist überschaubar weit, so dass man klar daran glaubt. Die Leistungen waren durchgehend gut und zuletzt auch wieder die Ergebnisse.
Auch hier dürfte ein Sieg gelingen. 6 von 10 auf die 2.
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Rapid Wien – Wolfsberger AC       (Entfernung: 268 km)
Auf keinen Fall möchte man nun gegen Rapid antreten. Sie haben sich allmählich wieder stabilisiert und beim 3:1 in Graz teils hervorragend gespielt. Den dritten Platz haben sie sicher in den Händen (bei 5 Punkten Vorsprung auf den heutigen Genger) und werden sich diesen nicht nehmen lassen.
Wolfsberg hat arg enttäuscht beim 1:3 in Mattersburg, als man erst in der Schlussphase teilweise den gelungenen Kombinationsfußball sehen konnte, der sie auf Platz 4 gehievt hat. Nicht auf sie, nicht gegen sie, was für beide gilt.
Ein Pass.
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SV Ried – SV Mattersburg       (Entfernung: 300 km)
Mattersburg mit wirklich toller Leistung beim 3:1 gegen Wolfsberg, als man den Gegner in der Anfangsphase förmlich überrannte. Gut, man hat auch Potenzial gesehen, sehr hohes Potenzial (Ilco Naumoski). Nur war der Gegner ja hier gar nicht auf dem Platz. Und gegen Ende wäre es beinahe noch einmal eng geworden, als der Sitzer zum 2:3 ausgelassen wurde. Davor stehen haufenweise miese Ergebnisse, die sie bis Platz 10 transportiert hatten.
Gegenüber steht ihnen ein Ried, welches absolut überzeugen konnte seit der Rückkehr von René Gartler. Hat man das letzte Woche auch schon geschrieben, so gibt es, trotz einer 1:3 Niederlage bei der Austria, keine Einschränkung. Die Austria ist eben eine Nummer zu groß und abgesehen davon hatte man in diesem Spiel ebenfalls seine Momente. Europa ist zum Greifen nahe bei einem Punkt Rückstand auf zwei Teams, also wird man es hier daheim angehen. Rücksicht wird es jedenfalls keine geben, davon ist nicht auszugehen.
5 von 10 auf die 1.
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SC Wiener Neustadt – Red Bull Salzburg       (Entfernung: 328 km)
Die Roten Bullen nun mit dem deprimierenden Pokalaus gegen Regionalligist Pasching unter der Woche. Ob das eher hilft oder schadet? Ob des einen Hinweis auf das Leistungsvermögen derzeit gibt? Ob es Kraft gekostet hat? Alles schwierig zu beantwortende Fragen. Das 2:1 gegen die Admira könnte aber auch schon nicht restlos überzeugen.  Und wie sieht es überhaupt mit der Überzeugungskraft bezüglich Titelgewinn aus? Austria zieht ihre Kreise
Wiener Neustadt hingegen weist erstaunlich viele Parallelen zu der Vienna eine Klasse tiefer auf: designierte Absteiger, die sich in dieser Außenseiterrolle wohl fühlen und permanent die vermeintlich Großen ärgern, und seit langem schon mit guten Leistungen zu beeindrucken wissen, damit den Abstieg vielleicht vermeidend. Auch die Wiener Neustädter haben im letzten Spiel eine Leistung gezeigt, welche  man schwerlich von einem echten Spitzenteam hätte unterscheiden können, falls man die Namen, Gesichter, Trikots hätte unkenntlich machen können und einen Experten davor gesetzt, der „raten“ soll, wer da spielt. Austria Wien? Salzburg? Alles falsch: Wiener Neustadt war es. Das Gleiche tat der Gegner aber auch und es wurde ein wahres Spitzenspiel mit einem gerechten 2:2 gegen Innsbruck, welches auch, mit dem erforderlichen Glück, jeder der beiden hätte gewinnen können.
Was es hier bedeutet? 4 von 10 auf 1 oder X.
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