Vorschau Schweiz Raiffeisen Superleague, 30. Spieltag

in Kürze:

Diese Liga bietet jede Menge Spannung, fast auf allen Plätzen. Platz 1 ist noch nicht fest vergeben, selbst wenn es deutliche Anzeichen dafür gibt, dass Basel erneut den Titel holt. Platz 2 — CL-Quali — ist ebenfalls noch nicht vergeben, und für die drei Euro-League Plätze gibt es mindestens 5 Bewerber. Luzern dürfte der einzige Verein sein, der nun jenseits von Gut und Böse ist. Aber gerade die werden, mit dem eingeleiteten Lauf, sich garantiert nicht hängen lassen. So geht es also in allen Paarungen um etwas, was es aus Tippers Sicht jedenfalls angenehmer macht.

 
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Lausanne Sports – FC Zürich    (Entfernung: 223 km)
Lausanne ist das schwächste Team der Liga. Punkt. So sehr man sich auch für eine zeitlang auf ihre Seite schlug: die beiden vermeintlichen Hauptakteure, derentwegen man es tat, traten kaum noch in Erscheinung, es war manchmal kaum zu erkennen, dass sie auf dem Platz waren (Moussilou und Malonga). So wird es nichts mit dem Klassenerhalt, wobei man weiterhin den kleinen Vorsprung auf Servette hat. Ob dieser halten kann? Von hier aus zumindest einige Zweifel daran.
Der FC Zürich zeigt immer wieder, dass einiges Potenzial in ihnen steckt. Sie haben zuerst 4 Tore gegen Servette geschafft, danach in St.Gallen gewonnen. Selbst wenn man ihre Leistungen nicht durchgehend loben konnte: für Tore sind sie immer gut, mit diesem Offensivpotenzial. Gleichzeitig halten die Fans immer zu ihnen — kein schlechtes Zeichen — und darüber hinaus haben sie nun Platz 5 für Europa erreicht. Sie werden alles tun, um ihn festzuhalten.
Hier dürfte es für einen Sieg reichen. 5 von 10 auf die 2.
Teamnews:
Lausanne ohne Gabri (34, DM, 22/1/2), ein wichtiger Mann mit Gelbsperre, 
FCZ ohne Philippe Koch (22, RV, 22/0/0), Gelbsperre, Burim Kukeli (29, ZM, 12/0/1), Maurice Brunner (22, RM, 5/0/1) mit Gelb-Rot, Pedro Henrique (22, LM, 13/0/1), Davide Chiumiento (28, LA, 18/2/6).
Es hebt sich fast auf. Gabri sehr wichtig, beim FCZ fehlten die meisten Spieler schon vorher, der Rest ist zu kompensieren. Nur Chiumiento vielleicht nicht, der Kader mit 27 Mann aber recht stark.
 
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Grasshoppers Zürich – Servette Genf    (Entfernung: 280 km)
Nach dem man oben argumentiert hat, dass Lausanne wohl doch der Absteiger werden könnte, wäre es ja fast fatal, wenn man in dieser Partie hier Servette abschreiben würde. Wobei es noch ein paar andere Gelegenheiten gäbe, zu punkten, als gerade auswärts bei einem Spitzenteam. Spitzenteam, hmm. Ja, man hat GC lange Zeit hochgehalten und die wachsende Anzahl an Misserfolgen — meist Remisen — oftmals dem Pech zugeschrieben. Nur: ganz zuletzt schien die Überzeugungskraft verloren gegangen, dass man es wirklich packen könnte. Es sind nur 3 Punkte Rückstand, aber man hat doch seit drei Spielen nicht mehr gewonnen. Eher müsste man sich vielleicht eines Tages mal Sorgen machen um Platz 2, der zur CL-Quali berechtigt? Allerdings hat ja St.Gallen ebenfalls (sie unglücklich) verloren. Die Leistung von GC aber beim 0:2 gegen Thun stimmt einen bedenklich. Wobei: man hat ja gegen das „Team der Stunde“ verloren.
Servette konnte gar nicht spielen am Wochenende, die Partie gegen Sion abgesagt (der Platz war überflutet von schweren Regenfällen).  Ob nun Vor- oder Nachteil sei dahingestellt. es sind 6 Punkte Rückstand und ein Spiel in der Hand. Man muss also irgendwo punkten und irgendwann damit anfangen. Sicher ist die Aufgabe hier schwer, aber beim letzten Auftritt in Zürich (nämlich dem beim FCZ) verlor man zwar 0:4, hatte aber eine Reihe sehr guter Chancen zum Ausgleich, bevor die Torflut hereinbrach. Sie waren nicht schlecht und das Aufbäumen mehr als deutlich zu erkennen.
Es bedeutet nicht, dass man hier nun Servette –ohnehin als Außenseitertipp — nehmen möchte, aber es bedeutet immerhin so viel, dass man nicht gegen sie antritt und zugleich, dass man ihnen hier eine kleine Sensation zutraut.
Teamnews:
GC ohne Daniel Pavlovic (25, LV, 23/0/0),
Servette ohne Goran Karanovic (25, MS, 20/5/0) mit Gelbsperre.
 
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FC St.Gallen – Young Boys Bern    (Entfernung: 206 km)
Die Youn Boys sehen wirklich immer mal wieder ganz gut aus, nur klemmt es ja total mit den Ergebnissen. Ein 3:1 gegen Lausanne soll nun als der große Befreiungsschlag angesehen werden? Nein, so kann man es einfach nicht empfinden. Sie stehen auf Platz 7 — und es fällt einem schwer, zu sagen, vor wen sie gehören sollten von den vor ihnen stehenden Clubs. Es überwiegen eh in einer tristen Saison bei Weitem die Negativhighlights.
St.Gallen hingegen hat nun wirklich die Nummer 1 der Scorer- und Torschützenliste in ihren Reihen. Es ist wohl einfach der beste Mann, dieser Oscar Scarione, denn auch bei der sehr unglücklichen Niederlage gegen den FCZ sprühte er nur so vor Spielfreude, hat mehrere Chancen kreiert, die meisten davon für sich selbst, aber er hat immer den Blick für den Mitspieler. An seiner Seite steht ein Etoundi ebenfalls in Höchstform. Noch immer ist Platz 2 erreichbar, und eine unglückliche Niederlage wird diese Mannschaft nicht umwerfen, im Gegenteil wird das Stadion wieder gut gefüllt sein und sie werden ihre Lieblinge unterstützen.
4 von 10 auf den Heimsieg.
Teamnews:
St.Gallen ohne Franck Etoundi (22, MS, 21/2/3), der oben erwähnte wichtige Mann ist verletzt.
YB ohne Christoph Spycher (35, LV, 9/1/0), Leonardo Bertone (19, DM, ohne Einsatz) mit Gelbsperre (wie geht das?), Josh Simpson (schon die ganze Saison out) und Gonzalo Zarate (28, RA, 16/2/2).
Ètoundi wiegt wohl schwer, also nur 2 von 10 auf die 1.
 
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FC Sion – FC Basel    (Entfernung: 249 km)
Nein, man kann sich hier einfach nicht für die Bebbi aussprechen. Am Donnerstag ist Europapokal, das kostet trotz allem Kraft (auch wenn einem bereits bei Reiseantritt bewusst sein dürfte, wie schwierig es werden dürfte, nach einem 1:2 im Hinspiel) und Konzentration, denn man möchte das Wunder sicher möglich machen. Egal aber, wie es ausgeht: es kann für diese Partie nicht von Vorteil sein. In den letzten beiden Partien kam der Motor ohnehin ins Stocken und man konnte weder Thun (beim glücklichen 2:2) noch daheim den FC Luzern bändigen, kassierte dabei fünf Treffer und schaffte nur einen Punkt. Goldgelb sieht es also nicht grad aus derzeit, was die lachende Sonne mit einbezieht.
Sion ist sicher eine der am wenigsten gemochten Mannschaften. Mit so hohen Ambitionen gestartet, fiel man weit tiefer, als es zu erwarten war. Noch immer ist jede Menge Klasse im Team, nur traut sich wohl keiner, etwas zu versuchen, weil er fürchten muss, dass ihn der Bannstrahl des allmächtigen und allgegenwärtigen Präsidenten Constantin trifft. Das gilt wohl auch für den Trainer, der, äh, wer ist es heute grad? Egal, kann ja morgen schon ein anderer sein… Dennoch ist man seit fünf Spielen unbesiegt (wobei es auch nur einen Sieg gab).
Nein, man muss sich hier einfach raushalten.
Teamnews:
Sion ohne Aislan (25, IV, 12/0/0), Xavier Margairaz (29, RM, 16/5/1), beide schon lange out.
Basel ohne Jacques Zoua (21, MS, 22/1/1).
 
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FC Thun – FC Luzern    (Entfernung: 98 km)
Der FC Thun ist zwar sicher weiterhin das Team der Stunde, aber wenn ihnen jemand Konkurrenz machen könnte, dann wäre es nur der FC Luzern. Der neue Trainer kehrte, als Besen, hier gut und holte in drei Spielen zwei Siege und ein Remis. Ja, und wenn man nun berücksichtigt, dass der eine der Siege ein 3:0 in Basel war, dann wird erst richtig klar, was sie geleistet haben. Der Abstieg ist kein Thema mehr.
Thun aber mit so überragenden, wirklich mitreißenden Leistungen, dass man natürlich niemals hier gegen sie antreten könnte. Sie haben sogar noch etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt — einen Startplatz in Europa, bei 2 Punkten Rückstand auf den FCZ — , und man gönnt es ihnen sogar nach diesen irren Spielen, nur kann man es dennoch nicht als Wetttipp nehmen.
Auch hier ein Pass.
Teamnews:
Thun ohne Saif Ghezal (31, IV, 23/1/0), Kevin Bigler (20, RV, ohne Einsatz), Mathieu Salamand (22, OM, 20/2/5), schon namhafte Ausfälle hier, und neu hinzugekommene,
Luzern ohne einen Ersatztorwart (schon lange), Tomislav Puljic (30, IV, 28/2/3), Gelbsperre, Dimitar Rangelov (30, MS, 25/1/3),
das hebt sich halbwegs wieder.
 
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