Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 32. Spieltag

in Kürze:

In dieser Liga hat die Lizenzverweigerung für Innsbruck und Admira natürlich auch ein paar Auswirkungen. In Österreich, so muss man über die Jahre feststellen, war es auch ziemlich oft ernst. Das heißt, dass etliche Vereine bereits ausgeschlossen wurden (LASK, Pasching, auch der FC Kärnten oder der GAK; dies rein aus dem Gedächtnis gesagt). Im Vergleich zu Deutschland, wo es auch ab und an heißt „in erster Instanz keine Lizenz erhalten“ und man dann schon weiß, dass es vielleicht einiger Klimmzüge bedarf, aber in der Regel doch die Lizenz gewährt wird, hat es hier also schon eine große Bedeutung.
Für den Abstiegskampf bedeutet es, auf die Spiele bezogen, aber lediglich, dass sich Mattersburg und Wiener Neustadt auch anders retten könnten, nur werden sie es klarerweise zunächst auch sportlich versuchen. Vor allem Innsbruck traut man von hier aus zu, die Lizenzbedingungen zu erfüllen.

 
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Austria Wien – SV Ried    (Entfernung: 243 km)
Beide Mannschaften haben einem am letzten Wochenende ein Erfolgserlebnis beschert. Insofern wird es eh schon mal schwierig, sich für diesen oder jenen — und damit gleichzeitig gegen den anderen — auszusprechen. Ried mit sehr guten Leistungen seit der Rückkehr von René Gartler, nur einer Niederlage und vier Siegen, im wirklichen Kampf um Europa einbezogen. Es ist ein einziger Punkt Rückstand und es stehen 5 Partien aus. Da ist also alles drin. In Salzburg, mein Austria Konkurrenten, begann der positive Lauf, als man ein (glückliches) 2:2 holte. Sie haben es also drauf, auch bei den Großen zu punkten, sind in guter Verfassung, und können demnach für eine Überraschung sorgen.
Die Austria natürlich absolut top. Man hat ihnen oftmals gute Leistungen und fehlendes Glück bescheinigt, beim Schrumpfen des Vorsprungs auf Salzburg, aber noch sind es 6 Punkte und man hat sich dem Druck beim 2:0 bei der Admira in souveränem Stile gewachsen gezeigt. Logisch sind sie der klare Favorit und ist ihnen hier jederzeit ein Sieg zuzutrauen, aber nicht in dem Sinne, dass es zu einer Wettempfehlung kommt.
Teamnews:
Austria ohne Kajak Rogulj (26, IV, 25/2/1), Gelbsperre, 
Ried ohne Clemens Walch (25, RA, 22/5/3).
 
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SV Mattersburg – Wolfsberger AC    (Entfernung: 229 km)
Mattersburg hat das ganz wichtige Kellerduell daheim gegen Innsbruck verloren. Sie haben nicht immer die sportlichen Regeln eingehalten dabei und sind, mit einer Serie schlechter Ergebnisse, tatsächlich auf dem letzten Platz angekommen. Ausgeschlossen, dass dies die Aussichten für die kommende Partie verbessert. Außer, dass die Punkte fehlten, waren die Leistungen zwar nicht immer schlecht, aber doch, im Vergleich, schlechter als jene der Konkurrenten. Worauf soll man also aufbauen in Mattersburg?
Auf der anderen Seite ein Wolfsberg, welchem man bereits in den ersten Saisonspielen eine hohe spielerische Klasse auswies, lediglich, als kleinen Minuspunkt für noch größere Erfolge, einen Mangel an körperlicher Präsenz unterstellte. Dies jedoch, wenn man regelmäßig die Heute für Morgen Liga verfolgt, durchaus nachvollziehbar, da in jener Spielklasse die Talentförderung im Vordergrund steht und keineswegs körperliche Robustheit im Sinne des Erreichens der Ziele. Hier verletzt man sich nicht, kurz gesagt, hier spielt man Fußball. Jedoch hat sich die Mannschaft an die etwas rauere Gangart in der höheren Spielklasse voll und ganz gewöhnt. Es bedeutet nicht, dass sie die Mittel ebenfalls einsetzen, es bedeutet nur, dass man den Umgang damit erlernt hat und wie man dennoch zum Zuge kommt, selbst wenn man mal etwas hörtet angegangen wird.
Wolfsberg mit absolut herausragenden Leistungen, in sehr vielen Spielen. Das 2:6 in Salzburg, in Unterzahl, war lange Zeit nicht so klar, weil man dagegen hielt und selbst ein paar Tore schaffte (es stand 2:2 und gab die Möglichkeit zu einem Elfmeter zum 3:3). Das 1:3 gegen Ried war halt gegen jenes starke Ried, das auch anderen Topclubs in letzter Zeit das Fürchten lehrte, ansonsten gab es fast nur Siege, zuletzt ein ganz starkes 3:0 gegen Sturm. Sie stehen auf einem Europacup Rang und wollen diesen sicher nicht hergeben. Die „spanish connection“ in ihren Reihen ist derzeit in Galaform.
So wagt man auch hier eine Wette: 6 von 10 auf die 2.
Teamnews:
Mattersburg ohne Nedeljko Malic (24, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, LV, 15/0/1), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3), Dominik Doleschal (23, RM, 4/1/0), Patrick Bürger (25, MS, 30/8/5), das sind schon ein paar extrem wichtige Ausfälle, was die Wette viel besser macht.
Wolfsberg ohne Gernot Suppen (LV, 3/0/0), Gernot Messner (32, ZM, 4/0/0), Boris Hüttenbrenner (27, 9/0/0), Rotsperre, Christian Falk (26, MS, 17/10/0).
Die Wette bleibt gleich; auch Wolfsberg mit ein paar Ausfällen.
 
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SC Wiener Neustadt – Wacker Innsbruck    (Entfernung: 509 km)
Hier gibt es auch einen Ansatzpunkt. Vielfach und schon viel früher wurde gesagt, dass es am Ende vielleicht doch die Wiener Neustädter treffen könnte. Obwohl sie nun die ernsthafteste Konkurrenz von Mattersburg erhalten haben, kann man es sich weiterhin bei ihnen mit am besten vorstellen. Innsbruck hingegen hat die Löcher in der Defensive in der letzten Partie in Mattersburg glänzend gestopft bekommen, ohne an eigener Torgefahr einzubüßen.
So kann man hier vorhersagen, dass Innsbruck den guten Lauf mitnehmen wird, während der Gegner nach dem 1:2 in Ried auf dem absteigenden Ast ist. Die Mannschaften trennen nur 4 Tore (und 0 Punkte), zugunsten von Wiener Neustadt, also geht es zwar um viel, aber der Unterschied ist auch tabellarisch schon gering, auf gut Deutsch wird Innsbruck etwas mitnehmen.
Innsbruck zwar eine der beiden Bundesligisten, der noch keine Lizenz für die kommende Saison erhalten hat, aber man nimmt von hier aus doch an, dass es gelingen dürfte. Nicht nur, dass der Verein Tradition und eine echte, feste, langjährige solide Anhängerschaft hat, sondern auch, dass es in der gesamten Gegend dort nirgendwo einen Erstligisten gibt.
5 von 10 auf X oder 2.
Teamnews:
Wiener Neustadt ohne Markus Glänzer (25, TW, ohne Einsatz), Manuel Wallner (24, IV, 26/1/1), Gelb-Rot, Matthias Maak (20, IV, 17/0/0), Peter Hlinka (34, DM, 29/3/0), Rotsperre, Arvedin Terzic (24, LM, 6/1/1).
Innsbruck ohne Marco Kofler (23, IV, 24/0/0), Gelbsperre, Marco Köfler (22, LM, 1/0/0), die beiden heißen wirklich so, Christopher Wernitznig (23, LM, 29/6/1), ebenfalls Gelbsperre.
Beide Teams mit schwer wiegenden Ausfällen, aber die bei Wiener Neustadt scheinen fast noch schwerer zu wiegen. Die Wette bleibt gleich.
 
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Red Bull Salzburg – Admira/Wacker Mödling    (Entfernung: 295 km)
Einfache Partie hier: die Roten Bullen werden sich auf keinen Fall aufhalten lassen und wollen das Titelrennen so lange wie möglich offen halten. Admira war überhaupt nicht gut gegen die Austria –selbst wenn die ebenfalls nicht der Maßstab für sie sind — und sie müssen sich in den anderen ausstehenden Partien um sich selber kümmern, das wird Salzburg nicht für sie übernehmen.
Admira der andere von der Lizenzverweigerung betroffene Club. Hier wesentlich weniger klar, ob dieser sie erhalten wird. Die Zuschauerzahlen sind sehr mäßig, man ist längst nicht mehr in Wien (sondern vor den Toren), man hat viel Konkurrenz dort, es sieht also längst nicht so gut aus wie bei Wacker Innsbruck. Die Argumentation hier rein intuitiv, zugegeben, aber helfen dürfte es so oder so der Mannschaft nicht.
Ein klarer Heimsieg, im Handicap, mit 4 von 10.
Teamnews:
Salzburg ohne Christopher Dibon (22, IV, 6/0/0), Franz Schiemer (27, IV, 26/4/4), Martin Hinteregger (20, IV, 24/2/3), Christian Schwegler (28, RV, 12/0/1), Stefan Ilsanker (23, DM, 21/0/0), Jonathan Soriano (27, MS, 29/25/6).
Admira ohne Jürgen Macho (35, TW, 10/0/0), Rotsperre, Winterneuzugang, René Seebacher (24, RM, 10/0/1), Matus Mikus (21, MS, 2/0/0), ebenfalls Winterneuzugang.
 
Die schwer wiegenden Ausfälle sprechen arg gegen den Tipp. So macht man aus 4 eine einzige Einheit.
 
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Sturm Graz – Rapid Wien    (Entfernung: 199 km)
Zwei echte Sorgenkinder gegeneinander, macht die Aufgabe nicht leicht, etwas herauszukitzeln. Sturm hat Hyballa gefeuert — und man kann, ohne etwas gegen Nachfolger Schopp vorbringen zu können, diese Maßnahme einfach nicht gut heißen. Schön, dass sie gleich mal auf die Mütze bekommen haben beim 0:3  in Wolfsberg. Sie sind nicht gesund, auch in der Partie konnte ja nun beileibe nicht von einer Trendwende die Rede sein (welche man Hyballa locker zugetraut hätte, wenn es da nicht diese idiotischen „Marktgesetzte“ gäbe). Auf Sturm also niemals.
Rapid hat man nun in Grund und Boden geschwätzt hier, vor einer Woche. Und das gerade, als sie das aus ihrer Sicht monstermäßige Erfolgserlebnis eines 2:2 bei der Austria geholt hatten. Nun aber, nachdem sie 1:3 gegen Salzburg verloren haben, soll man Positives über sie sagen? Ja, sie waren sehr verbessert, so war es einfach. Das war ein echtes Rapid Team, so, wie man es kennt und kannte. Es war Vieles drin, selbst wenn am Ende der etwas Bessere gewonnen hat. In dieser Verfassung jedenfalls ist ihnen sehr wohl wieder etwas zuzutrauen.
Herauskommen kann hier dennoch nur ein Pass.
Teamnews:
Sturm ohne Milan Dudic (33, IV, 22/1/0), Leonhard Kaufmann (24, RV, 17/0/2), Matthias Koch (25, ZM, 11/0/2), Rubin Okotie (25, MS, 25/8/2).
Rapid ohne Thomas Schrammel (25, LV, 18/0/2), Michael Schimpelsberger (22, RV, 16/0/1), Steffen Hofmann (32, OM, 20/2/9).
Die Ausfälle bei Sturm wiegen schwerer, da Steffen Hofmann ja schon lange fehlt, Rapid also das Spiel ohne ihn bereits gewohnt ist. Viel nehmen sie sich aber nicht.
 
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