Vorschau Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 32. Spieltag

in Kürze:

Die neuesten Nachrichten haben die Liga wieder etwas belebt: durch die Lizenzverweigerung (in erster Instanz) für Vienna und Hartberg in dieser Liga, sowie für Innsbruck und Admira eine Klasse höher, sind ein paar Plätze wieder von mehr Relevanz (wobei es in dieser Liga direkt zunächst nur Linz helfen würde). Dennoch: Platz 2 könnte eine Bedeutung haben, oder sogar Platz 3. Und Linz sogar um die Relegation herumkommen.
Dennoch geben die Paarungen nicht all zu viel her, allerdings ist man ja eh selbst außer Tritt geraten, so dass man sich ohnehin etwas scheut, klare Vorhersagen zu machen. Es ist einfach eine gewisse Verunsicherung festzustellen, die entweder zur Ursache hat oder eine Folge ist dessen, dass man bald dies, bald jene nimmt — und stets so rum oder so rum enttäuscht wird. Mal auf eine Mannschaft — sie verliert. Dann gegen sie — sie gewinnt. Ob nun gut oder schlecht gespielt von ihr, ist ein ganz anderes Problem (Pech?). Gut fühlen kann man sich aber nicht, unabhängig davon.

 
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SCR Altach – Blau-Weiß Linz    (Entfernung: 476 km)
Altach mit einer sehr unbefriedigenden Leistung in Hälfte 1 beim 1:1 in St.Pölten. Kapitän Hannes Aigner war regelrecht sauer auf seine Mannschaftskameraden, was sie da zusammengespielt hätten. Nach der Pause sah es teilweise aber ganz gut aus.
BW Linz beim 1:1 gegen Kapfenberg mit einer sehr guten Leistung in Hälfte 1. Auch von den Abwehrschwächen war nicht viel zu sehen, aber, davon war ja auch die Rede, man lag ja auch nicht zurück, so dass man nicht (wie sie es zuvor taten vorschnell) öffnen musste. So war es eine ganz solide Leistung, wobei am Ende die Kräfte total ausgingen und man in den letzten paar Minuten auch noch hätte verlieren können. Dennoch: über weite Strecken war nicht zu erkennen, wer hier oben und wer unten stehen soll.
So gibt die Partie einfach nichts her. Unbestritten, dass Altach klarer Favorit ist, und dass sogar Platz 2, angesichts der Lizenzprobleme einiger Erstligisten, eine Rolle spielen könnte. Dennoch: ein Pass.
Teamnews:
Altach ohne Cem Tosen (22, IV, 26/0/3), Gelb-Rot, Felipe Dorta (16, MS, 11/0/0),
BW Linz hat keine Ausfälle. 
 
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FC Lustenau – First Vienna    (Entfernung: 634 km)
First Vienna ebenfalls von Sanktionen betroffen. Es gab Verstöße gegen die Lizenzbestimmungen, damit eine höhere Strafe, und infolgedessen ebenfalls keine Lizenz zunächst. Sicher, der älteste Club Österreichs hat Substanz und es dürfte klappen (so der intuitive Tipp hier), aber doch hilft das sicher nicht einem erfolgreichen Auftreten. FC Lustenau eh schon lange abgestiegen — Lizenz ist ohnehin verweigert –, spielte aber lange Zeit sehr ordentlich und punktete auch hier oder da. Am Dienstag gab es aber einen richtigen Einbruch beim 1:6 in Hartberg, während die Vienna in Grödig nicht mithalten konnte.
Ein weiteres glasklares Pass.
Teamnews:
FC Lustenau ohne Stipe Vucur (20, IV, 30/7/0), Gelbsperre, wichtiger Mann,
die Vienna ohne Florian Bauer (21, IV, 11/0/0), Richard Czar (20, LV, 17/0/2), Andreas Dober (27, RV, 28/4/2), wohl der beste Mann also out, Joan Henriquez (27, LM, 1/0/0) Winternezugang.
Das Pass bleibt. 
 
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SV Horn – SKN St.Pölten    (Entfernung: 70 km)
St.Pölten zeigte sich doch weiter verbessert. In Hälfte 1 gegen Altach ließ man dem Gegner kaum einen Stich, ganz am Ende drückte man wieder auf den Siegtreffer, also schlecht sind sie, trotz fünfer Remisen in Serie (ist das gut oder schlecht?) beileibe nicht.Jedenfalls sah es gewaltig nach Fußball aus, was sie über weite Strecken — und das nicht nur im letzten Spiel — boten. Platz 2 ist, bei 5 Punkten Rückstand, noch nicht außer Reichweite.
Horn hat bei Austria Lustenau gewonnen, und das bereits am Montag. Jedoch: bis zur 55. Minute etwa hatte der Gegner 9 glasklare Torchancen und man selbst keine einzige. Danach war es zwar ausgeglichen, aber das doch nur, weil die einen allmählich Frust schoben — unfassbar, was da teilweise NICHT rein ging — und weil man dem Gegner nicht längst drei oder vier eingeschenkt hatte, wonach ein Comeback eh auszuschließen wäre. Also: nicht verwunderlich, dass man irgendwann zu hoffen begann. Der Sieg also nichts wert, jedenfalls kein Beweis für Klasse, und sie kein bisschen gut.
So kommt man zu der Überzeugung, dass St.Pölten die Partie ziehen könnte. 4 von 10 auf die 2.
Teamnews:
Horn ohne Philip Petermann (21, TW, ohne Einsatz), Marco Salvatore (27, RV, 21/1/2), Gelbsperre, Emir Dilic (21, RM, 21/0/2), Thierry Fidjeu-Tazameta (30, MS, 11/1/1), Gelbsperre,
St.Pölten ohne Marcel Holzmann (22, LV, 28/2/9), Rotsperre, Robert Gruberbauer (24, MS, 19/3/2).
Das hebt sich auf, der Tipp bleibt.
 
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SV Kapfenberg – TSV Hartberg    (Entfernung: 76 km)
Hartberg erhielt zwar im ersten Lizensierungsverfahren keine Lizenz, gewann aber dennoch am Dienstag mit 6:1 gegen FC Lustenau. Klar, das war ein toller Auftritt und hat die Fans begeistert.
Kapfenberg zeigte erst gegen Ende, dass man die Partie in Linz ernsthaft gewinnen wollte. Zuvor war man doch eher schwach. Nein, nun hat man sie zwei Mal in Folge als „Mannschaft der Stunde“ genommen — und zwei Mal haben sie nicht gewonnen. Kein weiterer Versuch, zumal wohl personell noch immer der Schuh drückt.
Also: ein Pass.
Teamnews:
Kapfenberg ohne David Otter (21, LV, 10/0/0), Dominic Pürcher (24, LV, 24/2/2), René Pitter (23, RV, 3/0/0), Mario Grgic (21, ZM, 19/0/1), Danijel Micic (24, ZM, 22/7/2), Patrick Wolf (31, RM, 22/4/2), Dieter Elsneg (23, HS, 25/7/10), Sanel Kuljic (35, MS, 12/2/1).
Hartberg hat keine Ausfälle.
DIe lange Verletztenliste spricht sehr arg gegen Kapfenberg. Dennoch bleibt es bei dem Pass. 
 
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SV Grödig – Austria Lustenau    (Entfernung: 340 km)
Gleich mal vorweg: man wird sich hier unter keinen Umstände PRO Grödig aussprechen. Sie sind die Besten, ja, das mag gut sein, und sie werden auch wohl locker aufsteigen. Nun kommen die ABER:  Thema ist der Aufstieg einfach nicht mehr. Das packt man, ob nun hier und heute oder in der nächsten Runde, spielt kaum eine Rolle.
Noch viel wichtiger ABER: Austria Lustenau mag auch, gerade, nachdem das Urteil fiel „derzeit die schwächste Mannschaft der Liga“ gefallen war, die nächsten beiden Spiele verloren haben. Nur waren sie da jeweils die uralte, fast schon vergessene Austria Lustenau. In Altach hat man verloren — aber lange Zeit nicht nur dominiert, sondern auch klare Chancen herausgearbeitet. Noch besser gegen Horn, als man 9 Großchancen hatte, bevor der Gegner eine hatte. Das war — diesen Vergleich wagt man — noch mehr als man vermutlich in der sehr guten ersten Serie erzielt hatte. Klar, das Selbstvertrauen wächst nicht gerade, aber Trainer Kolvidsson reagiert durchaus trotzig — und das verständlicherweise. Sie waren gut, das hat man gesehen, und noch immer steht man auf Platz 2 — und wird diesen wohl mit Zähnen und Klauen verteidigen wollen.
Da man aber auch nicht gegen Grödig antreten möchte, kann es nur ein Pass sein. Dennoch drückt man beinahe den Gästen die Daumen, einfach, weil es ein etwas hartes Schicksal war in den letzten Wochen — und traut ihnen etwas zu. Neigung ja, Tipp nein.
Teamnews:
Grödig ohne David Schartner (24, TW, ohne Einsatz), Thomas Zündel (25, RV, 25/0/3), schon wichtig,
Austria Lustenau ohne Danilo Teodoro Soares (21, LV, 29/1/1).
 
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