Vorschau 3. Bundesliga 36. Spieltag

in Kürze:

Es gibt wieder etliche Paarungen der Bauart „muss“ gegen „braucht nicht“, die wohl jetzt allgemein ausgespart werden im Sinne von Wettvorschlägen. Die Bauart „muss“ gegen „muss“ ist auch ab und an vertreten. Natürlich sind diese Spiele generell als „normal“ anzusehen, wobei das „müssen“ schon eine besondere Qualität hat, da es nämlich bei einem normalen Hinrundenspiel beispielsweise zwar immer um etwas geht, denn jeder kann noch oben oder unten landen, nur ist es eben längst noch kein „müssen“. Das Schicksal der Mannschaft/des Vereins hängt nicht von diesem Spiel ab.
Hier ist es nun anders: für manche heißt es: Siegen — oder der Aufstieg ist geplatzt, für andere: Siegen — oder wir müssen eine Klasse runter. Ganz allgemein kann man nur dies feststellen (es ist eine Beobachtung über viele Jahre): der Abstiegskampf kann oftmals besondere Kräfte freisetzen. Es ist vergleichbar mit einer Panikreaktion, in welcher man oftmals übermenschliche Kräfte entwickeln kann. Während es im Aufstiegskampf zwar wünschenswert wäre, aber oftmals nur das Sahnehäubchen auf eine ohnehin gute Saison. Wobei gerade in dieser Liga hier einige der Aufstiegsaspiranten schon ziemlich dringend aufsteigen müssen, da ein finanzieller Kraftakt unternommen wurde, den man manchmal nur für eine Saison durchhalten kann.

 
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VfB Stuttgart II – Arminia Bielefeld    (Entfernung: 477 km)
Ein typisches Spiel der Bauart „muss“ gegen „braucht nicht“. Diese machen einfach keinen Spaß zu wetten, zumal der Markt ja entsprechend der Annahmen reagiert. Bielefeld braucht den Sieg dringend, während Stuttgart um gar nichts spielt. Der Eindruck ist generell, dass sich bisher wenige Mannschaften haben hängen lassen. Dies auch in den Vorjahren bereits zu beobachten, was durchaus positiv zu werten ist. Dennoch hat man hier keine Wahl: heraushalten. Klar sagt einem das Gefühl dennoch, dass Bielefeld das Spiel hier gewinnt.
Teamnews:
Stuttgart ohne Dominik Gallert (19, RV, ohne Einsatz), 
Bielefeld ohne Philipp Riese (23, ZM, 20/0/0), Gelbsperre, und ohne Fabian Klos (25, MS, 32/20/7), Rotsperre und Verletzung.
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SV Wehen/Wiesbaden – 1.FC Saarbrücken    (Entfernung: 158 km)
Hier geht es für beide um nichts, also könnte man sich sogar wieder verwickeln lassen. Der Eindruck ist der: beide Teams mit sehr guten Ergebnissen zuletzt, und durchaus auch mit guten Leistungen, aber die Neigung geht hier dennoch ganz klar Richtung Heimsieg.
3 von 10 auf die 1.
Teamnews:
Wehen ohne Michael Wiemann (26, IV, 32/0/2), Gelbsperre, Martin Röser (22, RM, 3/0/0), Yannik Oenning (20, LM, 1/0/0),
Saarbrücken ohne Tim Knipping (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Ufuk Özbek (20, ZM, 15/2/0), Kiyan Soltanpour (23, MS, 10/0/0), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1), diese Spieler aber schon länger nicht dabei.
 
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SV Babelsberg 03 – SpVgg Unterhaching    (Entfernung: 571 km)
Ein weiteres Spiel der unerfreulichen Kategorie. Babelsberg muss unbedingt, Unterhaching spielt um nichts. Tatsächlich glaubt man auch hier unbedingt an den Heimsieg. Babelsberg war stark zuletzt und dürfte sich einfach durchsetzen.
Teamnews:
Babelsberg hat keine Ausfälle,
Unterhaching ohne Stefan Riederer (27, TW, 22/0/0), Roland Sternisko (25, DM, ohne Einsatz), Stephan Thee (24, RM, 32/6/5), ein wichtiger Mann, der sich  letztes Spiel verletzte. 
 
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FC Chemnitz – Rot Weiß Erfurt    (Entfernung: 151 km)
Erfurt ist noch nicht ganz sicher, Chemnitz spielt um gar nichts. Ein Derby ist es dazu. Nein, nix zum Wetten. Wenn eine Neigung, dann dahin gehend, dass Erfurt hier doch etwas holt. Sie wirkten unheimlich gefestigt zuletzt, mit den überragenden Akteuren Wagefeld, Pfingsten-Reddig und Morabit, während Chemnitz sich die Packung (1:4) in Karlsruhe abholte.
Teamnews:
Chemnitz ohne Philipp Pentke (28, TW, 29/0/1), Silvio Bankert (27, IV, 23/1/0), Gelbsperre, Fabian Stenzel (26, RV, 29/0/5), 
Erfurt ohne Manuel Salz (27, TW, ohne Einsatz).
Teamnews günstig für Erfurt.
 
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Hallescher FC – Alemannia Aachen    (Entfernung: 517 km)
Hier muss man ebenfalls nicht viele Worte verlieren: so stark (und dennoch wenig erfolgreich) Halle zuletzt spielte — vergleichbar mit den Auftritten und den Qualitäten von Erfurt — werden sie die Alemannia wohl recht locker besiegen können, so gut sich Aachen auch immer wieder wehrte (um am Ende doch leer auszugehen…).
Teamnews:
Halle hat keine Ausfälle,
Aachen ohne Michael Melka (34, TW, 9/0/0), Tom Stehle (32, IV, 10/0/0),  Aimen Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1), auch diese Spieler alle bereits seit einiger Zeit out.
 
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1.FC Heidenheim – Borussia Dortmund II    (Entfernung: 482 km)
Eines der wenigen „ganz normalen“ Spiele. Beide müssen, und zwar sehr dringend. Dortmund war auch in den letzten Spielen sehr gut, hat aber doch eine unbefriedigende Ausbeute erzielt, mit nur zwei Unentschieden aus vier Spielen. So kommen sie hinten nicht weg. Unter der Woche gab es ein 1:1 in Babelsberg, was natürlich grundsätzlich ok ist, nur braucht man eines Tages einen Sieg. Noch haben sie das eine Nachholspiel und nur einen Punkt Rückstand auf den rettenden 17.
Da Heidenheim aber ebenfalls sehr stark spielt (wenn auch in Aachen nur eine Halbzeit lang), und regelmäßig, meist dreifach, punktet, und man ohnehin ziemlich fest an sie glaubt, würde man sich niemals gegen sie stellen. Da der Gegner Dortmund heißt und sich eine Menge Respekt verdient hat, läuft es auf ein Pass hinaus.
Teamnews:
Heidenheim ohne Andreas Spann (28, MS, ohne Einsatz), Patrick Mayer (25, MS, 9/2/1),
Dortmund Konstantin Fring (23, DM, 19/0/0). 
 
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Preußen Münster – Stuttgarter Kickers    (Entfernung: 473 km)
Fast die gleiche Paarung wie die vorherige. Nur kann man StuKi einfach gar nicht vertrauen. Das 2:1 (gegen Babelsberg) mag zwar mit viel Leidenschaft „erkämpft“ worden sein und temporäre Glücksgefühle ausgelöst haben — welche manchmal Kräfte freisetzen kann –, jedoch war die Leistung nicht nur in diesem Spiel viel zu mäßig, um heil davon zu kommen. Klar, Glück hilft immer, vor allem, wenn es gehäuft auftritt, aber noch haben sie es nicht geschafft und wenn einer, dann sind sie der Kandidat, der eigentlich absteigen sollte.
Zugleich macht Münster einen sehr starken Eindruck. Klar, das tun alle fünf im Aufstiegskampf befindlichen und es fiele derzeit extrem schwer, die zwei — außer dem KSC — zu benennen, die sich die beiden begehrten Plätze sichern. Erkennen kann man aber nicht, wie StuKi hier die Preußen aufhalten soll.
Insofern wagt man hier den Tipp, mit 6 von 10, dass Münster das Spiel gewinnt.
Teamnews:
Münster hat keine Ausfälle,
StuKi ohne Royal-Dominique Fennell (23, IV, 12/2/0), Thorben Stadler (23, LV, 15/0/2). 
 
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VfL Osnabrück – Wacker Burghausen    (Entfernung: 718 km)
Hier nun, im Gegensatz zu den beiden Vorgängerpartien, nur Osnabrück mit einem „must win“. Sie spielen stark, Burghausen um nichts — selbst wenn zuletzt gut gegen Unterhaching beim 3:1 –, der Markt hat Kenntnis davon, also: Osnabrück macht es wohl, und dennoch ein Pass.
Teamnews:
Osnabrück ohne Niels Hansen (29, DM, kein Einsatz), 
Burghausen ohne Youssef Mokhtari (34,OM, 24/4/7).
 
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Hansa Rostock – Kickers Offenbach    (Entfernung: 673 km)
Die größten Sorgenkinder gegeneinander. Bei Rostock stimmen die Leistungen überhaupt nicht. Nicht in der Hinserie, nicht in der Rückrunde. Es läuft einfach nicht, fängt nicht einmal an, und wenn ein Sieg, dann meist mühevoll, knapp oder unverdient. Sie werden die Klasse halten, davon ist bei 41 Punkten derzeit auszugehen. Es gibt aber nichts, was einen sie nehmen lassen wollte.
Offenbach nun mit dem Damoklesschwert der Insolvenz über ihnen schwebend. Der letzten Leistung tat dies überhaupt nicht gut. Hat man oftmals noch gute Ansätze gesehen, so waren diese beim 0:2 gegen Darmstadt gänzlich dahin. Nur noch Krampf und nicht einmal den Kampf konnte man so recht erkennen. Der Punktabzug (-2) bringt ihnen die Abstiegsränge in bedrohliche Nähe. Sie müssen hier, aber können sie auch? Nein, da sind erhebliche Zweifel angebracht.
Insofern ist auch diese Partie ein Pass.
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), Mohammed Lartey (26, OM, 1/0/0),
Offenbach ohne Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), Christopher Lamprecht (28, RV, ohne Einsatz), Sead Mehic (38, DM, 23/2/1), Theo Vogelsang (23, OM, 5/0/0), Kai Hesse (27, MS, 3/0/0).
 
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SV Darmstadt 98 – Karlsruher SC    (Entfernung: 116 km)
Darmstadt hat das Derby in Offenbach verdient mit 2:0 gewonnen. Sie sind konkurrenzfähig, absolut, sie haben gute Chancen, den Abstiegskampf erfolgreich zu bestehen, immerhin sind sie ja auf dem rettenden 17. Nur haben sie heute den KSC vor der Brust.
Der KSC hat den „Betriebsunfall“ des 1:2 in Münster vergessen machen können. Beim 4:1 gegen Chemnitz haben sie eindrucksvoll gezeigt, dass an ihnen kein Weg vorbei führt. Sie sind die Nummer 1 — wenn alle mitziehen, fighten, dabei die spielerische Seite und die Defensive nicht vernachlässigen und die Überheblichkeit nicht einkehrt. Hier haben die Fans ebenfalls nur eine kurze Reise vor sich, man kann den Aufstieg so gut wie klar machen, also wird Darmstadt ihnen wohl nicht gewachsen sein.
5 von 10 auf den KSC.
Teamnews:
Darmstadt hat keine Ausfälle,
der KSC ohne Sebastian Schiek (23, RV, 12/0/1). 
 
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