Rückblick Österreich tipp 3 Bundesliga, 31. Spieltag

in Kürze:

Das Gleiche gilt hier wie für Liga 3: alle Texte fertig, alle verloren gegangen. Wenn, wird hier nur mühsam rekonstruiert, was man über die einzelnen Paarungen herausarbeitete, ohne die komplette Herleitung zu erinnern oder überhaupt den Versuch dazu zu unternehmen.
 
Ganz offensichtlich bestand die Absicht, Ried zu spielen. Anhand der Überzeugung der Argumentation kann man nur annehmen, dass es eine stattliche Einheitenzahl hätte werden sollen. Da sie aber nicht angegeben ist, muss man selbstverständlich auf eine Abrechnung verzichten. Innsbruck hat 4 Einheiten eingebracht, Salzburg 6, die Austria ebenfalls 6, macht in der Summe 16, wobei die Ried Einheiten fehlen und die Neigung bei Wolfsberg ebenfalls aufging. Es wäre ein gelungenes Wochenende, zumindest in dieser Liga, wenn da nicht… Die Einschätzungen passten jedenfalls,  eine Genugtuung, wenn die Spiele auch so ausgehen, wie man tippt. Was ja beileibe nicht bei allen Ligen so war an diesem Wochenende…
 
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SV Ried – SC Wiener Neustadt    2:1 (1:1)
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Zuschauer : 3.800    (Schnitt bisher: 4.273  ; -13.1%gegenüber Vorsaison)
Hier war der Ansatz klar: Ried mag verloren haben das letzte Spiel und wirklich nicht so gut gespielt haben, aber grundsätzlich hat einen die Mannschaft davor so sehr beeindruckt und haufenweise Tore erzielt, dass man ihnen gerne das Vertrauen schenken würde, wohingegen die Wiener Neustädter eindeutig etwas zu viel punkten für die Qualität ihrer Auftritte. Ried hat noch die Aussicht auf Europa und die Wiener Neustädter sind vielleicht doch weiterhin diejenigen, die am Ende ins Gras beißen müssen, denn sowohl Innsbruck als auch Admira und Mattersburg scheinen das höhere Potenzial zu haben und dies in der entscheidenden Saisonphase auch einbringen zu können. Wobei gegen Innsbruck das schwere Restprogramm sprechen könnte.
 
Teamnews:
Ried ohne Marco Meilinger (21, LA, 30/6/12), wie man sieht, wichtig, mit Gelb-Rot Sperre,
Wiener Neustadt ohne Arvedin Terzic (24, LM, 18/5/6), auch wichtig.
 
Die Partie hart umkämpft, Ried lag sogar zurück, nach 6 Minuten bereits, Ried bekam einen Elfmeter, welchen man sehr selten bekommt — ein Verteidiger geht im Strafraum resolut zum Ball, springt dabei leicht in den Gegner hinein, der Ball kommt aus der Luft herunter und im Stolpern des Abwehrspielers bekommt er den Ball an die Hand; a) Richtungsänderung ist erfüllt, b) die Hand war am Ball, unverkennbar, c) Absicht muss es nicht gewesen sein, aber doch nimmt der Abwehrspieler ja durch sein Einsteigen jegliche Regelverletzung in Kauf, so auch die eines Handspiels also d) aus hiesiger Sicht berechtigt und doch e) von Medien und den Betroffenen arg angezweifelt, mit der Folge, dass es f) in einer Woche keinen mehr dafür gibt, mit der weiteren Folge, dass es g) weniger und weniger Tore gibt, mit der abschließenden Frage versehen h) cui bono? Wem nützt es?  — , ein Wiener Neustädter wurde ausgeschlossen, da er, bereits verwarnt, laut Schiedsrichter den Platz nach Behandlung ohne Erlaubnis wieder betreten hat, und doch bleibt das Urteil: der Sieg war verdient. Mehr Chancen, mehr Spielanteile, eigentlich gut gespielt vom Sieger.
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SV Mattersburg – Wacker Innsbruck     1:2 (0:1)
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Zuschauer : 6.800    (Schnitt bisher: 4.325  ; -11.8% gegenüber Vorsaison)
Apropos Innsbruck, Mattersburg und schweres Restprogramm: hier ist eines der letzten Duelle für die Innsbrucker gegen einen Konkurrenten. Hier gilt es nun, zu zeigen, dass man es wirklich besser kann als die Anderen. Das letzte Spiel war eines der besten überhaupt. Hinten haben sie seit langem mal wieder dicht gehalten, ohne ihre Offensivstärke zu verlieren und Ried mit 2:0 nach Hause geschickt. 
Mattersburg macht nur noch sehr vereinzelt, und dann auch nur einzelne Punkte. In Graz hatten sie eine Menge Glück, dennoch natürlich ein Erfolgserlebnis, das 2:2, aber doch geht die Tendenz hier Richtung Gäste.
 
4 von 10 auf X oder 2.    
 
Teamnews:
Mattersburg ohne Nedeljko Malic (24, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, LV, 15/0/1), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3),
Innsbruck ohne Dario Dakovic (26, IV, 21/0/0), Marco Köfler (22, LM, 1/0/0).
 
Auch hier ein hart umkämpftes Spiel, einfach gesagt, Abstiegskampf, in welchem nicht immer ganz die Regeln eingehalten wurden, und in welchem nicht die verwendeten spielerischen Mittel im Vordergrund standen. So gab es einmal Rot, spät im Spiel, nach einem Kopfstoß gegen einen Mattersburger. Verdient war der Sieg dennoch, denn mehr und bessere Chancen gingen an die Gäste, wenn auch nur hauchdünn. Nach dem Anschlusstor zum 1:2 gab es zwei Hochkaräter zum Ausgleich, aber auch zwei zum 3:1. Intensiv also, die Zuschauer waren, wie man an ihrem reichlichen Erscheinen sieht, ebenfalls eingestimmt für ein heißes Duell.
Mattersburg nun auf dem letzten Platz. Innsbruck hat eines der Schlüsselspiele gewonnen, aber noch immer steht ein hartes Restprogramm bevor.
 
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Rapid Wien – Red Bull Salzburg     1:3 (0:0)
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Zuschauer :  15.100   (Schnitt bisher: 14.269  ; -12.8% gegenüber Vorsaison)
Rapid entsetzlich schwach im Derby. Das war kein richtiges Rapid. Sie haben ein 2:2 herausgeholt, aber es war einfach nur Glück. Sie sind nichts mehr wert, da stimmt es vorne und hinten nicht und vor allem ganz vorne, nämlich im Vorstand, und nicht einmal bei den Fans.
 
Salzburg dagegen in Höchstform. Das 6:2 zeigte jede Menge Spielfreude und tolle Tore. Der Rückstand ist gewaltig geschrumpft und man wird das Projekt „Titelkampf“ nun noch ernster angehen.
 
6 von 10 auf die 2.
 
Teamnews:
Rapid ohne Thomas Schrammel (25, LV, 18/0/2), Michael Schimpelsberger (22, RV, 16/0/1), Steffen Hofmann (32, OM, 20/2/9),
Salzburg ohne Franz Schiemer (27, IV, 26/4/4), Martin Hinteregger (20, IV, 24/2/3).
Die Ausfälle unerfreulich, aber der starke Kader von Salzburg kann das kompensieren. Bei Rapid ist ja mit Schimpelsberger ein neuer Ausfall, der zuletzt Stammspieler war. Mit Steffen Hofmann fehlt die Seele ohnehin, das aber schon lange.
 
Auch dieses Spiel sehr intensiv. Der Zuschauerzuspruch zeigt trotzdem an, dass die Fans nicht zufrieden sind, trotz des kleinen Derbyerfolges (2:2 bei der Austria). Das Wetter gut, der Meister kommt, und dann nur 15.000? Rapid dennoch mit gutem Start und viel Einsatz und den ersten kleineren Chancen. Dann fand Salzburg hinein und kam seinerseits zu den ersten Chancen. Die größte, als Mané durchgebrochen war, gerade in den Strafraum wollte, und mit einem Tritt, der den Ball verfehlt, zu Fall gebracht wird.
Klar, dass der Schiri pfeifen MUSS, wie garantiert jeder im Stadion sieht oder spürt. Da es aber der letzte Mann war, bliebe ihm im Falle des Pfiffes, kaum eine Wahl, als den Mann auszuschließen. Die Tragweite der Entscheidung war dem Pfeifenmann bewusst, selbst wenn dies in Bruchteilen und intuitiv geschieht, und er pfeift DESHALB gar nicht. Klar sieht er auch das Foul, das ist völlig unstrittig. Nur ist die Konsequenz der Roten Karte eine zu heftige, die man intuitiv nicht gut vertreten kann. Klar handelt es sich hier um eine rein psychologische Begründung, die niemals belegt werden könnte (außer per Eingeständnis des Pfeifenden, wobei dafür ein einzelner nicht genügen würde), viel mehr heftigst bestritten würde,  sofern mit ihr konfrontiert, nur ist es doch die einzige, die einen Sinn ergibt. Denn: übersehen haben kann er es einfach nicht, das Foul. Möglich, dass es sogar eine Vorgeschichte gibt, die beitrug, denn der soeben gefoulte, Mané, war kurz zuvor selbst rüde eingestiegen als er sich den Ball zu weit vorgelegt hatte und unbedingt heran wollte, und kam nur mit Glück an einer Verwarnung vorbei.
Die Salzburger reklamieren jedenfalls teils wie Rumpelstilzchen — und oftmals erzählt auch die Körpersprache eine Geschichte –, was ein klarer Hinweis ist, wie groß die Ungerechtigkeit war. Denn derartige Wahrnehmungsstörungen mögen ihnen zwar, aufgrund der ausgewiesenen (per Trikotfarbe) Parteilichkeit unterstellt werden, aber sie haben sie garantiert nicht.
Die besten beiden Rapidler, und das seit Wochen, Marcel Sabitzer und Deni Aler, sorgen in Kooperation für das 1:0, in der 63. Minute. Salzburg hat aber das Zeug, zurückzuschlagen, und aufgrund des fast postwendend gelingenden Ausgleichs kamen sie noch zum Sieg, wobei selbst nach der Führung (durch einen klar berechtigten Strafstoßin der 70.) noch mächtige Gegenwehr Rapids aufkam. Die Bullen aber jederzeit brandgefährlich und insofern auch ein verdienter Sieg. Rapid aber beileibe nicht so schwach, wie man sie geredet hatte.
 
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Wolfsberger AC – Sturm Graz       3:0 (1:0)
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Zuschauer : 7.550    (Schnitt bisher: 5.058  ; +88.6% gegenüber Vorsaison als Aufsteiger)
Um es kurz zu machen: Wolfsberg war nicht wirklich schlecht beim 2:6 in Salzburg. Mit einem Mann weniger hielten sie sogar dagegen. Sturm war aber ebenfalls nicht schlecht beim 2:2 gegen Mattersburg. Dennoch könnte man nur die 1 nehmen. Europa ist noch nicht aus dem Visier, man spielt daheim, und die Mannschaft wirkt stark und stabil.
 
Dennoch, aufgrund der Derbytendenz nur eine Neigung, kein Tipp.
 
Teamnews:
Wolfsberg ohne Jose Antonio Solano (28, IV, 11/2/0), Gernot Suppan (27, LV, 3/0/0), Gernot Messner (32, ZM, 4/0/0), Boris Hüttenbrenner (27, ZM, 9/0/0) mit Rotsperre, und CHristian Falk (26, MS, 17/10/0).
Sturm ohne Christian Gratzei (31, TW, 10/0/0), Manuel Weber (27, ZM, 19/1/3), Matthias Koch (25, ZM, 11/0/2), Imre Szabics (32, HS, 19/5/1).
 
Sturm hatte noch unter der Woche den Trainer gewechselt (was man sträflich hier nicht angab). Nur hält man ja eh nicht das Geringste von dieser Maßnahme und hätte so vielleicht noch mehr gegen Sturm argumentiert. Markus Schopp übrigens der neue Mann, gegen den man natürlich nicht das Mindeste vorzubringen hätte, es ginge allein um die prinzipielle Maßnahme.
Sturm war zwar nicht so schlecht in Hälfte 1 und hielt die Partie ausgeglichen, dennoch lagen sie zurück. In Hälfte 2 war aber ein ganz starkes Wolfsberg mit den immer auffälliger werden drei Spaniern (Polverino, Jacobo, de Paula) klar besser und gewann verdient.
Ganz ehrlich nach der Meinung gefragt, würde man eigentlich sogar Wolfsberg vor die Grazer setzen müssen, in dieser Verfassung (und sie stehen ja auch dort). Die Tabelle aber extrem eng im Kampf um Europa, mit Rapid (47), Wolfsberg und Sturm (45) sowie Ried (44).
 
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Admira/Wacker Mödling – Austria Wien       0:2 (0:1)
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Zuschauer : 7.655    (Schnitt bisher: 2.877  ; -35.9% gegenüber Vorsaison)
Egal, ob man Admira den Klassenerhalt zutraut und genügend gute Ansätze gesehen hat: Austria hat wirklich spielerisch überzeugt, und dies nicht nur beim letzten, wieder frustrierenden Ergebnis gegen Rapid. Sie gewinnen nicht mehr, aber sie spielen gut. Hier ist es zudem ein Derby, und es werden genügend Fans den Weg ins Stadion finden, der Titelkampf ist noch immer zu bestehen, man muss nur mal wieder voll punkten.
 
Die Austria machte es, 6 von 10 auf die 2.
 
Teamnews:
Admira ohne Jürgen Macho (35, TW, 10/0/0), als Winterneuzugang Stammspieler, mit Rotsperre, Daniel Drescher (23, IV, 11/0/0), Thomas Ebner (21, IV, 9/0/0), Stephan Palla (23, LV, 21/0/2), mit Gelb-Rot, René Seebacher (24, RM, 10/0/1), und Matus Mikus (21, MS, 2/0/0), als WInterneuzugang.
Austria nur ohne den Langzeitverletzten Naher Barazite (22, MS).
 
Die Teamnews begünstigen die Wette extrem. Das heißt: nun 8 von 10 auf die 2. 
 
Klar verdienter Sieg der Gäste, der höher hätte ausfallen können. Admira erst gegen Ende mit ein paar wenigen Chancen. Die Derbytendenz klar erkennbar an der Zuschauerzahl, also passte rundherum alles bei diesem Spiel (Einschätzung, Ergebnis, Zustandekommen, Begründung). Die Austria in der angekündigten Verfassung, die Spitzenposition zu verteidigen. Admira wird es schwer haben, aber dieser Gegner war einfach nicht der Maßstab.
 
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