Rückblick Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 31. Spieltag

in Kürze:

Es bieten sich in der englischen Woche doch ein paar teils überraschende Tipps an.
 
Sehr wichtige Anmerkung hier, neben der schlichten Abrechnung: bei der Lizenzvergabe für die kommende Saison gab es schlechte Nachrichten für etliche Teams, aus Liga 1 und Liga 2. Dies bedeutet, dass zunächst einmal fast alle Spiele wieder eine Bedeutung haben können. Selbst der 2. Platz in dieser Liga hier könnte zum Aufstieg reichen, falls es in Liga 1 bei dieser oder jener Entscheidung bleibt (wovon allerdings nicht unbedingt auszugehen ist; sicher aber werden ein paar Vereine ein paar Klimmzüge machen müssen).
Austria Lustenau verloren — mit Megapech –, macht -5. Kapfenberg auch weg und bestenfalls in der Endphase eine halbwegs vertretbare Wette, -3. Grödig drin, mit +8, jedoch war der Kurs natürlich klar unter 2, so dass man hier einfach nur +4 abrechnet.St.Pölten wieder weg, allerdings unglücklich, wegen der überlegenen ersten Halbzeit und der Schlussphase. -4. Macht erneut ein sattes Minus von -8. Dennoch waren die Tipps nicht so schlecht, wie man sich weiterhin erdreistet, zu behaupten.

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Austria Lustenau – SV Horn    0:1 (0:0)
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Zuschauer : 2.200    (Schnitt bisher: 4.036  ; +2.9% gegenüber Vorsaison)
Der SV Horn war ok gegen Grödig, und hat sogar einen Punkt geholt. Dennoch stehen insgesamt unterm Strich nur zwei Punkte dort aus den letzten sieben Spielen. In der Tabelle geht es eh um gar nichts mehr für sie.
 
Die Lustenauer Austria war wieder die alte beim 0:2 in Altach. Das war nur Pech. Kolvidsson wird sicher Trainer bleiben, so wie die Mannschaft sich präsentierte. Hier und heute dürfte es mal wieder zu einem Sieg reichen.
 
5 von 10 auf den Sieg der Heimmannschaft.
 
Teamnews:
Austria Lustenau spielt ohne Patrick Salomon (24, OM, 25/6/2), Gelbsperre, und ohnehin ohne Sascha Boller,
Horn tritt an ohne einen Ersatztorhüter, und ohne Emir Delic (21, RM, 21/0/2).
 
Die Chancen hatte Lustenau, das Tor machten die Gäste. Einfach zusammen gefasst. Traurig, aber wahr. Zumal: wenn man immer das Gleiche erzählt: gute Wette, Pech gehabt, verliert man irgendwann die Glaubwürdigkeit?! Aber tatsächlich: Austria Lustenau hatte etwa 9 glasklare Chancen, bevor überhaupt Horn eine einzige hatte. Danach war es zwar ausgeglichen, nur bleibt es bei diesem Urteil: riesiges Pech, Austria Lustenau mit gutem Spiel ohne sich den Lohn dafür abzuholen.
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Blau-Weiß Linz – SV Kapfenberg      1:1 (0:0)
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Zuschauer :     (Schnitt bisher:  ; gegenüber Vorsaison)
So, wie Blau-Weiß Linz zuletzt auftrat beim 3:4 beim FC Lustenau, wird man in der Liga wohl kaum noch einen Punkt holen. Diese Löcher in der Abwehr laden jeden Gegner zum Tore schießen ein. Sicher, man lag früh zurück, aber doch war das nicht ligatauglich. 
Kapfenberg war nicht gerade in Überform im letzten Spiel. Es reichte nur zu einem 1:1 gegen St.Pölten und es war, trotz eines späten, verschossenen Elfers, ein verdientes Remis. Dennoch stehen 9 Siege nur 2 Remis gegenüber in der Rückrunde. 
 
Trotz der sportlichen Bedeutungslosigkeit kann man dennoch nur den KSV nehmen. 3 von 10 auf die 2.
 
Teamnews:
BW Linz hat keine Ausfälle,
Kapfenberg ohne Dominic Pürcher (24, LV, 24/2/2), René Pitter (23, RV, 3/0/0), Mario Grgic (21, ZM, 19/0/1), Dieter Elsneg (23, HS, 25/7/10), Sanel Kuljic (35, MS, 12/2/1). 
Elsneg fällt noch bis Ende Mai aus. Dennoch bleibt der Tipp bestehen.
 
In Halbzeit 1 war Linz klar das bessere Team. Sie spielten wirklich gut und Kapfenberg war, vielleicht eingedenk der Ausfälle, nicht so richtig da. Dennoch stand es zur Pause 0:0. Nach der Pause kam Kapfenberg mehr und mehr auf und es roch schon bald nach der Führung. Ausgerechnet da machte das Heimteam das Tor zum 1:0 (71.). Kapfenberg ließ nicht locker und drängte auf den Ausgleich, der auch gelang (81.). Im Anschluss war Linz ziemlich platt und Kapfenberg zeigte, wer hier Favorit ist. Bis zum Schluss einiger Druck, ohne Ergebnis. Insgesamt dennoch ein verdientes Remis, wegen der ersten Halbzeit, aber es bleibt dabei, dass die zweite Hälfte etwas mehr Gewicht hat. Alles Schönreden hilft aber nicht, insgesamt war Kapfenberg dafür nicht gut genug, selbst wenn die Schlussphase ein wenig entschädigte.
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SV Grödig – First Vienna      3:0
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Zuschauer :     (Schnitt bisher:  ; gegenüber Vorsaison)
Grödig hat sich im Grunde als echter Spitzenreiter dargestellt. Sie haben aus ihrer Überlegenheit nur ein einziges Törchen gemacht in Hälfte 1 (in Horn), in Hälfte 2, aus rationalen Gründen, auf „Verwaltung“ umgeschaltet, als es dem Gegner aber gelang, in der 75. Minute, einen Freistoß direkt zu verwandeln (mit 103 km/h!), konnte man beliebig den Schalter wieder umlegen und genügend Chancen kreieren, um das Spiel noch immer locker für sich zu entscheiden. Der Aufstieg ist noch immer nicht gesichert, zumal am Wochenende das Topduell gegen die Austria noch ansteht. Falls sich also die 9 Punkte aufgrund eines legeren Auftritts auf 6 reduzieren sollten, so bestünde die minimale Gefahr, dass es ab Freitagabend nur noch 3 sind. Diesem Risiko möchte man sich sicher nicht aussetzen.
 
Die Vienna punktet und punktet (sieben Mal ungeschlagen in Serie) und hat im letzten Spiel sogar mal richtig gut gespielt — allerdings nur eine Halbzeit lang und in dieser auch kein Tor geschafft. Besonders gut sind sie jedenfalls nicht, selbst wenn die Serie schon beeindruckt (aber es gab auch glückliche Punkterfolge darunter).
 
Hier kann es nur einen Sieger geben: die Heimmannschaft. 8 von 10 darauf.
 
Teamnews:
Grödig ohne Ersatztormann David Schartner, sowie ohne Ernst Öbster (29, OM, 29/4/6), Gelbsperre, schon wichtig,
die Vienna ohne Florian Bauer (21, IV, 11/0/0), Richard Czar (20, LV, 17/0/2), Joan Henriquez (27, LM, 1/0/0)
 
Klare Angelegenheit hier. Die Vienna kam zwar ganz gut hinein und hatte auch hier und da eine Chance, aber Grödig eindeutig Herr im Hause und spielte den Gegner bald an die Wand. Das 3:0 ok, aber es war sogar mehr drin (Beispiel: ein verschossener Elfer).
Es passte eben alles, kann ja auch mal passieren?!
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TSV Hartberg – FC Lustenau      6:1
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Zuschauer :     (Schnitt bisher:  ; gegenüber Vorsaison)
Hartberg hat den einen Punkt geholt in Wien bei der Vienna, selbst wenn mit etwas Glück, und ist nun seit vier Spielen ungeschlagen. Toll sind sie dennoch nicht. 
Der FC Lustenau hat gut gefallen können, insbesondere in der Offensive, und hat auch sonst nicht den geringsten Leistungseinbruch zu verzeichnen. 
 
Man tut natürlich gar nichts, aber wenn, neigte man sich fast schon ein wenig Richtung X/2.
 
Teamnews:
Hartberg ohne Miodrag Vukajlovic (21, LV, 21/0/1), Michael Huber (23, RV, 15/0/0), Thomas Hopfer (23, DM, 28/0/1), Gelbsperre, 
FC Lustenau ohne Matthias Hopfer (24, DM, 11/3/0), Ali Osman (26, MS, 29/4/5), wichtig, Beie mit Gelbsperre.
 
Auch hier eine glasklare Angelegenheit. So sehr man auch den FC Lustenau lobte, verwunderlich ist es nicht, wenn sie irgendwann mal einbrechen. Die Gäste aber auch hier durchgehend am Spiel beteiligt, nur hatte man halt, nach dem Rückstand, keine rechte Lust mehr auf Defensive.
 
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SKN St.Pölten – SCR Altach     1:1 (1:0)
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Zuschauer :     (Schnitt bisher:  ; gegenüber Vorsaison)
Vieles an dieser Paarung mag nun verblüffen, sicher auch der Umstand, dass St.Pölten zwar so gut wie gar nichts mehr holt (selbst in den letzten fünf ungeschlagenen Spielen nur 7 Punkte, da nämlich vier Remisen darunter waren), aber doch a) nur 3 Punkte hinter Altach zurück liegt und sie somit mit einem Sieg hier ein- oder gar überholen könnte (bei drei Toren Differenz), und b) dass sie wieder der alte SKN St.Pölten der Hinrunde waren im letzten Spiel — und dies in den Spielen davor bereits nach und nach andeuteten.
 
Altach hingegen gewinnt zwar seine Spiele, aber kann doch so gut wie nie überzeugen. Es waren die letzten 4 Heimspiele ein 1:0 gegen Grödig, mit sehr viel Glück (Zeitpunkt und Spielverlauf), ein 2:0 gegen Hartberg, mühevoll und teils gegen 10 Mann, ein 2:0 gegen Horn (die beiden letzten Gegner wohl ganz klar am untersten Ende angesiedelt, eingerechnet die Augenblicksform), auch das nicht grandios, und nun ein 2:0 gegen Austria Lustenau mit einigem Glück erzielt. Dazwischen steht auswärts kein einziger Sieg. Ein 1:3 in Grödig, ein 2:2 in Kapfenberg, als man gegen Ende an die Wand gespielt wurde und hätte verlieren sollen, ein 0:3 bei der Vienna und ein 1:1 bei BW Linz. Wie könnte man dies nun „einen Lauf“ nennen? Es ist immer ein „gerade so ok“, mit niemals tollen Leistungen. Alles mühsam.
 
So läuft es hier auf einen Tipp auf die Heimmannschaft hinaus. Platz 2, 3 und 4 sind offensichtlich auch etwas, für das sich das Kämpfen lohnt, also wird (ernsthaft) gespielt.
 
4 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
St.Pölten ohne Marcel Holzmann (22, LV, 28/2/9), wichtig, Rotsperre, Michael Ambichl (22, RM, 25/1/10), ebenfalls wichtig und mit Gelbsperre out, Patrick Schagerl (20, LM, 2/0/0), Robert Gruberbauer (24, MS, 19/3/2)
Altach ohne Aaron Kircher (21, LV, 2/0/0), Philipp Netzer (27, ZM, 24/5/4), wichtig, Gelbsperre, Boris Prokopic (25, OM, kein Einsatz als Winterneuzugang), sowie Felipe Dorta (16, MS, 11/0/0).
 
Wegen der Ausfälle lieber nur 2 von 10 auf die 1. Obwohl Netzer bei Altach auch vermisst werden dürfte.
 
Die erste Halbzeit ging glasklar an St.Pölten und hätte einen besseres Ergebnis hervorbringen können als „nur“ ein 1:0. In Hälfte 2 wurde Altach etwas besser, schaffte auch den Ausgleich, und drängte danach sogar auf die Führung. Jedoch kam St.Pölten dann noch einmal zurück und es gab eine Gelb-Rote gegen Altach (80.). Danach der Versuch der Heimmannschaft, das Spiel für sich zu entscheiden — und in allerletzter Sekunde fast noch der Sieg für die Gäste.
Dennoch entnahm man den Stimmen, dass die Altacher nicht zufrieden waren mit dem Auftritt insgesamt. Die erste Halbzeit einfach zu schlecht, um Ambitionen anmelden zu können.
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