Rückblick Österreich „Heute für Morgen“ Erste Liga, 30. Spieltag

in Kürze:

Das Gleiche gilt hier wie für Liga 3: alle Texte fertig, alle verloren gegangen. Wenn, wird hier nur mühsam rekonstruiert, was man über die einzelnen Paarungen herausarbeitete, ohne die komplette Herleitung zu erinnern oder überhaupt den Versuch dazu zu unternehmen.
 
In dieser Liga gilt weiterhin, dass eigentlich alle Entscheidungen gefallen sind, was aber nicht bedeutet, dass man sich deshalb nicht mehr verwickeln könnte. Denn: so geht es für beide meist um wenig, also stellt es für die Tipps kaum eine Einschränkung dar.
 
Den Ausgang muss man so hinnehmen. Hier eines mit Glück gewonnen, dort eines mit Pech verloren. Das wichtigste (Grödig) allerdings dabei verloren, mit Pech, so dass es keine gute Summe ergibt. +4 auf Hartberg X/2, -8 auf Grödig, -3 auf KSV, +6 auf Altach, macht -1 insgesamt.
 
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FC Lustenau – Blau Weiß Linz    4:3 (2:0)
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Zuschauer :  700   (Schnitt bisher: 952  ; -2.9% gegenüber Vorsaison)
Ohnehin ein automatisches Pass.  Hut ab jedoch vor den Leistungen vom FC Lustenau, seit der Abstieg fixiert ist. Sie spielen wirklich ordentlich. Da aber auch BW Linz besser war als die Ergebnisse — viel Pech gegen die Vienna — und sie dringend für die Relegation anständige Wettkampfpraxis benötigen, werden sie hier wohl nicht verlieren.
 
Teamnews:
FC Lustenau hat keine Ausfälle,
BW Linz ebenfalls keine.  
 
BW Linz lag schon bald zurück. Danach öffneten sie wohl etwas zu sehr die Abwehr, denn derartige Räume anzubieten, kann einfach nicht gut gehen. Nach vorne halbwegs ordentlich, aber hinten immer wieder mit riesigen Lücken. Machte in der Summe ein 3:4, und es war verdient.
FC Lustenau bereits vielfach gelobt für die gute Einstellung. Der Abstieg steht fest, aber davon ist der Mannschaft nichts anzumerken. Das Potenzial, vor allem offensiv, ist weiterhin vernünftig, trotz des reduzierten Kaders, und diesmal konnten sie es ausspielen gegen diese löchrige Defensive. 4 Treffer eine solide, angemessene Ausbeute.
Das Ergebnis war auch nur scheinbar so knapp, denn es stand schon 4:1, das 4:2 fiel zwar in der 73., der Anschluss jedoch in der 90., durch Elfmeter, und ein weiterer Penalty claim wurde abgewiesen  in der Nachspielzeit. Zurecht, wie selbst der stürzende Angreifer später eingestand.
Die Entscheidungen sämtlichst ohnehin gefallen, insofern ein Spiel ohne größere Bedeutung. Jedoch dürfte es BW in dieser Verfassung doch schwer haben, die Relegation zu überstehen — ohne den Gegner je gesehen zu haben. Allerdings liegt man ja nicht immer früh zurück.
 
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First Vienna – TSV Hartberg     1:1 (1:1)
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Zuschauer :  1.600   (Schnitt bisher: 1.354  ; -38.6% gegenüber Vorsaison)
Die Vienna die gesamte Saison über schon von ziemlichem Glück begünstigt. So haben sie zu viele Punkte, was aber wiederum günstig ist für den sich anbahnenden Tipp, denn: wenn überhaupt benötigt Hartberg noch etwas. Hartberg konnte gefallen, vor allem hat Jouvhel Tsoumou endlich richtig begeistert, also kommt es zu dem Tipp, dass Hartberg hier nicht verliert: mit 4 von 10 auf X oder 2.
 
Teamnews:
bei der Vienna fehlen Florian Bauer (21, IV, 11/0/0), Richard Czar (20, LV, 17/0/2), Mirnes Becirovic (24, ZM, 26/5/3), wichtig, mit Gelbsperre, Joan Henriquez (27, LM, 1/0/0), als Winterneuzugang, sowie Marco Miesenböck (23, MS, 18/4/3), sehr wichtig, ebenfalls Gelbsperre.
Bei Hartberg fallen aus Mirodrag Vukajlovic (21, LV, 21/0/1), Michael Huber (23, RV, 15/0/0).
Die Teamnews eher günstig für den Tipp.
 
Der Tipp ging zwar auf, aber hier musste man doch einiges Glück für beanspruchen. In Hälfte 1 hielt Hartberg zwar sehr gut mit, war vielleicht sogar minimal besser, aber die zweite Hälfte — allgemein hier als wichtiger erachtet — ging ganz klar an die Vienna, die etliche Chancen auf den Siegtreffer hatten, welche alle aus den unterschiedlichsten Gründen vereitelt wurden. Als ganz spät im Spiel der Ball an die Latte sprang — schon dies natürlich Pech für die Vienna, zumal es sich um eine Doppelchance handelte und dies „nur“ der Nachschuss war — und von dort einem Verteidiger auf den Arm hieß es nicht nur im Kommentar „kein Elfmeter“, die Pfeife blieb auch stumm. Warum nur steht in den Regeln, dass es bei Handspiel im Strafraum Elfmeter gibt, wenn es ihn einfach nicht gibt? Hier jedenfalls kein Zweifel, dass es der Schiri gesehen hat. Er pfeift nicht — und alle sind sich einig.
 
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SV Horn – SV Grödig      1:1 (0:1)
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Zuschauer : 1.050    (Schnitt bisher: 1.465  ;  Aufsteiger)
Eine noch bessere Partie zum Tippen: der Aufstieg von Grödig mag zwar nur noch Formsache sein, aber die Annahme, dass sie es schaffen, stützt sich im Grunde auf die intuitive Annahme, dass ein Spitzenteam schon oft genug gewinnen wird. Dass dies aber eintritt, dafür sind sie selbst zuständig. Sie wollen das Spiel gewinnen, ganz einfach. Horn hat fast nur noch verloren, egal, wie die Leistungen waren, was nicht unbedingt förderlich ist für das Selbstvertrauen.
 
Grödig einfach zu stark, Grödig braucht noch Punkte, Grödig gewinnt hier. 8 von 10 darauf.
 
Teamnews:
Bei Horn fehlen Philip Petermann (21, TW, ohne Einsatz), und Emir Dilic (21, RM, 21/0/2),
bei Grödig fehlen David Schartner (24, TW, ohne Einsatz), Thomas Zündel (25, RV, 24/0/3), mit Gelbsperre.
 
Die 8 Einheiten sind mal wieder betteln gegangen (went begging). Hier war die Partie von Austria Lustenau zwar noch nicht gespielt (und lief nicht einmal parallel), aber doch spürt Grödig wohl nicht den ganz gewaltigen Druck. Trotz dieser kleinen (eigentlich einem bekannten) Einschränkung, die lediglich die Anzahl der Einheiten hätte zu des Tippers Gunsten korrigieren können, war es eine gute Wette.
Grödig in der ersten Halbzeit ganz klar überlegen, ohne dass Horn je zu Chancen, nicht einmal zu Spielanteilen kam. Das 1:0 war ein zu knapper Lohn für die Überlegenheit. In Hälfte 2 kam Horn zwar wirklich gut rein, verdiente sich auch das eine Tor redlich (welches aber, bei besserer Chancennutzung in Hälfte 1, nicht zum Ausgleich hätte reichen sollen), jedoch sah man danach, was Grödig zuzusetzen hat: nach dem 1:1 kamen sie noch zu mindestens drei glasklaren Torchancen, von denen eine die wohl größtmögliche war. Ein Verteidiger wäre jedenfalls stolz auf eine derartige Rettungsaktion, falls er sie denn, an Stelle des Angreifers David Witteveen so hinbekommen hätte: der Ball flog quer zur Torlinie, Witteveen flog heran, musste den Ball nur noch irgendwie über die Linie stupsen — und schaffte es, die Richtung des Balles so zu verändern, dass er aus dem Tor herausflog. Unfassbar! Zu seiner Ehrenrettung (aber damit die Chance nicht etwa geringer machend, denn das war eindeutig besser als ein Elfmeter) sei erwähnt, dass man in der Zeitlupe erkennen kann, dass der Ball, kurz bevor sein Fuß ihn berührt, die Latte streifte, so dass er eine minimale Richtungsänderung erfuhr.
Also: Grödig hätte einfach nur gewinnen müssen. Die Wette war sehr gut. Dennoch zeigte sich Trainer Hütter nach dem Spiel durchaus versöhnlich und nicht unzufrieden mit dem Punkt. So haushoch überlegen sei seine Mannschaft auch nicht, dass man jeden Gegner hier in Grund und Boden spielen könnte.
 
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SV Kapfenberg – SKN St.Pölten      1:1 (1:1)
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Zuschauer : 1.050    (Schnitt bisher:  830 ; -65.8% gegenüber Vorsaison als Absteiger)
Hier ebenfalls eine gute Gelegenheit: Kapfenberg hatte mal 21 Punkte Rückstand auf St.Pölten. Hier und heute können sie den Gegner überholen. Sie gewinnen sowieso jedes Spiel, und selbst wenn sich St.Pölten nun wieder stabilisiert hat, stehen bei ihnen 8 Punkte aus den letzten 10 Spielen, gegenüber 28 beim Gegner! Schlüsselspieler dürften auch wieder zurück sein beim KSV, also stehen die Zeichen auch hier auf Sieg (unter der Woche drehte man das Spiel gegen Horn).
 
5 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
bei Kapfenberg fehlen Manfred Gollner (22, IV, 14/1/0), Dominic Pürcher (24, LV, 24/2/2), René Pitter (23, RV, 3/0/0), Mario Grgic (21, ZM, 19/0/1), Dieter Elsneg (23, HS, 25/7/10), Sanel Kuljic (35, MS, 12/2/1).
Elsneg fehlt doch noch, der Rest ebenfalls, da sie dies aber schon zwei Mal kompensieren konnten, bleibt es bei dem Tipp, mit 3 von 10 statt 5 von 10.
 
Keine gute Wette, dies vorab eingestanden. Dies lag vor allem an St.Pölten, die sich nach und nach wieder zu alter Leistungsstärke aufschwingen. Ein umkämpftes Spiel, mit teilweise sogar Vorteilen für die Gäste. Dennoch gab es die Riesenchance zum Siegtreffer durch einen Elfmeter nach der 80. Minute. Berechtigt war er (nach hier vertretener Ansicht) und falls er drin gewesen wäre, hätte man wohl kaum groß gehadert (selbst wenn an dieser Stelle die Objektivität wohl kaum ein anderes Ergebnis zutage gefördert hätte als das ohnehin ausgesprochene: glücklicher Erfolg).
So sind es derartige Kleinigkeiten, die einen Spielausgang steuern. Wobei dennoch das Bemühen hier bleiben muss, die Spiele im Vorfeld gut zu „lesen“. Dies war hier nicht der Fall, wobei es andere Kleinigkeiten sein können, die den SpielVERLAUF ebenfalls beeinflussen können. Hier war ja immerhin erkannt, dass einer der Schlüsselspieler (Dieter Elsneg) weiterhin fehlte, wodurch man jedoch die Einheiten nur auf 3 reduzierte (und nicht etwa die Wette komplett stornierte).
 
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SCR Altach – Austria Lustenau    2:0 (0:0)
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Zuschauer :  4.223   (Schnitt bisher: 2.470  ; -27.9% gegenüber Vorsaison)
Die schwächste Mannschaft der Liga ist Austria Lustenau. Mit dieser Einstellung kann man keinen einzigen Punkt erobern. Nun steht der Trainer — vom Präsidenten ausgelöst — in der Diskussion und Sascha Boller wurde ins Amateurteam verbannt. Mehr schlechte Nachrichten geht nicht. Wenn man je von Leistungsverweigerung sprechen konnte, dann stimmt es bei ihnen. Das einzige Spiel, in dem sie halbwegs vernünftig spielten, war das Derby gegen den FCL. Da dies hier ein Derby ist (10 km Entfernung) ist dies das einzige Gegenargument. Fans werden sie aber sicher wenige begleiten, die sind zu sehr enttäuscht.
 
Altach sieht die Chance, den 2. Platz zu erobern.Es sind 6 Punkte. Eben. Nur 6 Punkte. Ein Sieg hier und es sind 3. Das ist ein Ziel. Die Fans werden da sein, für das Derby.
 
Es passt so ziemlich alles. Aber doch nur 6 von 10 auf die 1. Nur 6 wegen Derby und weil es für Altach nicht um viel geht.
 
Teamnews:
Altach ohne Aaron Kircher (21, LV, 2/0/0), Boris Prokopic (25, OM, ohne Einsatz als Winterneuzugang), Felipe Dorta (16, MS, 11/0/0),
A. Lustenau ohne Sascha Boller (29, LM, 18/2/8), Felix Roth (25, OM, 23/6/10), ebenfalls sehr wichtig.
 
Nur, um die weiter oben angemerkte Objektivität hier unter Beweis zu stellen: das war kein guter Tipp, welchen man aber mit Glück für sich entscheiden konnte. Woran es diesmal lag?  Ganz einfach: an der Austria aus Lustenau. Immerhin hatte man ja erkannt, dass diese Austria das einzig halbwegs vernünftige Spiel der Rückrunde ebenfalls in einem Derby (gegen den FCL) abgeliefert hatte. Ob der Leistungsschub nun also nur daran lag oder ob man annehmen kann, dass die Austria nun „genesen“ ist, sei zunächst dahin gestellt. Aber dies war die echte Austria, die man aus der Hinserie her kannte (allerdings diesmal eine ohne das erforderliche Quäntchen…).
Altach ist nicht wirklich stark, nicht so, wie es ein richtiges Spitzenteam sein sollte. Das hatte man schon vielfach hier angemerkt. Die Siege sind meist mühevoll und knapp, wackelig, es läuft einfach nicht richtig rund, selbst wenn man nun etliche Siege eingefahren hat und sogar ernsthaft an Platz 2 schnuppert. Es war auch hier wieder so. Austria Lustenau jedenfalls über 90 Minuten insgesamt das bessere Teams mit der höheren Anzahl der Torchancen. So war Trainer Helgi Kolvidsson im Interview auch zufrieden mit dem Auftritt, sogar stolz auf seine Mannschaft (der Trainer der Lustenauer), selbst wenn er etwas bissig war, was angesichts des ungerechten Ausgangs allerdings verständlich war.
 
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