Rückblick 3. Bundesliga 34. Spieltag

in Kürze:

Gleich vorweg angemerkt: gegen Ende der Saison geht es in vielen Spielen nur für eine der beiden Mannschaften um etwas. Obwohl es einige Anzeichen gab — auch schon in den Vorjahren — , dass sie die meisten, die ihre Saisonziele bereits erreicht oder sicher verfehlt haben, sich dennoch professionell präsentieren und oft genug dafür verantwortlich zeichneten, dass der noch am Ziel arbeitende Gegner dieses Ziel seinerseits verfehlt, so ist doch zumindest äußerste Vorsicht geboten und viel lieber, als auf die Professionalität zu bauen — welche im Regelfall nach den Marktgesetzen quotenmäßig recht ordentlich entlohnt wird — , wird man sich nicht verwickeln und einfach auf ein angenehmeres Spiel warten, möge dies auch erst in einer zunächst fern scheinenden nächsten Saison stattfinden. Es mag zwar sein, dass es sich hier oder da lohnt, aufgrund der fürstlichen Quote, nur wird es naturgemäßg auch oftmals in die Hose gehen und das Gefühl, welches einen danach beschleicht („Ich Idiot! Da hatte ich wohl 0%!“) ist so unangenehm, dass man auf die wenigen Glücksmomente in Anbetracht der Möglichkeit dieses Negativerlebnisses gerne verzichtet. Dies lehrt einen die jahrelange Erfahrung im Umgang mit derartigen Wetten.
 
Weiterhin diese Anmerkung: was sich in letzter Zeit gezeigt hat war, dass fast jede Mannschaft mal sehr gut spielte und mal weitaus weniger gut. Damit haben sich länger anhaltenden Anhängerschaften so gut wie erübrigt. Man muss die Spiele HEUTE gewinnen. Was es bedeutet für die Wetten, muss sich in den einzelnen Partie zeigen. Jedoch kann man dem Autoren einerseits Wankelmut unterstellen — und dies wohl mit einigem Recht — andererseits aber zurückblickend erkennen, dass man, sofern man eine Mannschaft unbedingt haben wollte, weil sie so gut war, man von ihr oft genug enttäuscht wurde. In der Summe bedeutet dieses Gelaber: man weiß selbst derzeit nicht genau, wo man steht. Zumal eben im Fußball oftmals — gerade zuletzt — diese eine gelungene Aktion ein ganzes Spiel entscheidet oder, alternativ, den Spielverlauf bestimmt, aus welchem man im Anschluss vielleicht die falschen Schlüsse zieht. 
 
Die Spiele nahmen teils einen kuriosen Verlauf, derzeit leider häufig mit einem dem hier Tippenden entgegenstehenden Ausgang. Wobei das Auffällige tatsächlich dies ist: wer gut war ist danach schlecht und wer schlecht war ist danach gut. Was sollen einem da die Beobachtungen helfen, falls dies zum Gesetz würde? Vom Gefühl her ist es aber so, dass man, sobald man sich für Jemanden entscheidet, dieser Lähmungserscheinungen bekommt.
 
Erfurt hat dies nicht betroffen: +8 auf sie (wobei die sehr schön gefärbt sind, Quoten bedingt), -3 auf Offenbach (waren auch sehr wenig), -4 auf Bielefeld (die ausgelöste „Lähmung“ schlug sich hier in zwei Platzverweisen nieder), -8 auf den KSC — ja, die waren richtig schwach — , -4 auf Dortmund II — hier ein Rot nach 4 Minuten — , macht in der Summe (schön gefärbte) -7. 
 
Immerhin konnte man bei den Neigungen ein klein wenig punkten: Wehen gewinnt (das war ja einfach…), Saarbrücken gewinnt sogar in Darmstadt (aber mit Glück). 
 
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SV Wehen/Wiesbaden – Alemannia Aachen      3:2 (2:1)
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Zuschauer: 3.014   (Schnitt bisher: 3.028  ; Vorsaison: 3.514)
Aachen hat am Wochenende 3:1 geführt (gegen Rostock) und doch verloren. Unter der Woche gab es ein 1:3 in Erfurt, als die 3 Tore erneut in schneller Abfolge fielen (20., 23., 27.). Es ist wohl nichts mehr zu erwarten von der Truppe.
 
Wehen hat zwar verloren am Wochenende, mit 1:3 in Bielefeld, jedoch nicht einmal schlecht gespielt. Nach dem Spiel hieß es bereits, dass dies möglicherweise die beste Saisonleistung von Bielefeld war. Dagegen kann man doch verlieren? Wehen also gesund und wird wohl auch hier die Punkte einfahren.
 
Teamnews:
Wehen ohne Thorsten Barg (26, IV, 2/0/0), Martin Röser (22, RM, 3/0/0), Yannik Oenning (20, LM, 1/0/0), 
Aachen ohne die ersten beiden Torhüter (Melka und Flekken), ohne Tom Stehle (schon ewig out), Aimen Demai (dito), Dario Schumacher (20, ZM, 8/2/2), Rotsperre, Florian Müller (26, RM, 14/2/0) und Sascha Rösler (schon lange out).
 
Nicht viel, was man aus diesem Spiel für Schlüsse ziehen möchte. Aachen präsentierte sich erneut ganz ordentlich und hielt gut mit, um am Ende aber doch wieder mit leeren Händen da zu stehen. Es war schon insgesamt ein ganz gutes Spiel. Wehen würde ohnehin vor den eigenen Fans sich immer bemühen, selbst wenn der Klassenerhalt längst gesichert ist, und Aachen spielt ebenfalls, seit Wochen, einfach Fußball. Die Defensive spielt keine so große Rolle, man versucht einfach, ein paar Tore zu machen. Dies gelang hier. Nur hat man in der Zwischenzeit halt eines mehr kassiert.
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SV Babelsberg 03 – Rot Weiß Erfurt     1:1 (0:1)
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Zuschauer: 2.858    (Schnitt bisher: 3.215  ; Vorsaison: 2.427)
Nichts ist beständiger als der Wechsel. Babelsberg hat sich miserabel präsentiert, und dies schon seit vielen Wochen, und zudem kaum je das Tor getroffen. In Karlsruhe letzte Woche ja, nach 81 Minuten, mit dem einzigen eigenen Angriff der Partie. Drumherum gab es immer nur Pleiten (auch in Karlsruhe, wo ein 1:2 aber eher ehrenwert ist) oder mal ein 0:0, außer gegen Aachen, wo ja nun wirklich jeder gewinnt. Also: sie hatten nichts drauf, nur schlagen sie unter der Woche nach Rückstand (!) urplötzlich Rostock. Nicht etwa, dass man Anlass hätte, mit Rostock irgendwie etwas Positives zu assoziieren, aber doch kam diese Niederlage mehr als überraschend und ging auch entsprechend ins (zunächst virtuelle) Geld.
 
Erfurt hat seinerseits den nächsten recht dringenden Sieg eingefahren mit 3:1 gegen Aachen und dürfte sich nun doch fern halten können — es sei denn, man verliert dieses Spiel hier, wodurch der Gegner auf Schlagdistanz (drei Punkte) herankäme.
 
So kann man hier nur erneut orakeln, dass Erfurt das Spiel nicht verlieren wird. Sie sind zwar nicht wirklich gut und konnten einen sehr selten überzeugen, aber in Babelsberg verlieren? Nicht wirklich vorstellbar.
 
8 von 10 auf X oder 2.
 
Teamnews:
Babelsberg hat keine Ausfälle,
Erfurt ohne einen der Ersatztorhüter (Manuel Salz). 
 
Man muss es so ehrlich sagen: ein von beiden Seiten gutes Spiel. Beide suchten sogar die Offensive, wobei die Babelsberger Offensive dieses Mal ja nach dem Rückstand ziemlich „erzwungen“ war. Erfurt war die leicht bessere Mannschaft, mit etwas mehr Chancen, aber auch Babelsberg kam oft genug vors Tor, die größten Chancen durch brandgefährliche Standards. So fiel der Ausgleich auch fast folgerichtig durch einen derartigen (ein Freistoß, nur knapp hinter der Mittellinie, aber die fast durchgehend hochgewachsenen und robusten Babelsberger kamen immer wieder an die Kopfbälle heran).
Beide gut, Erfurt etwas besser, das Remis geht dennoch in Ordnung.
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FC Chemnitz – Kickers Offenbach      2:0 (0:0)
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Zuschauer: 3.900   (Schnitt bisher: 4.685  ; Vorsaison: 5.161)
Offenbach mit der gleichen Punktzahl wie Erfurt — das heißt: noch lange nicht aus allem raus –, aber mit einem vielleicht doch sogar etwas höheren Potenzial. Sie haben das ausgeglichene Spiel gegen Münster verloren, das heißt, das punkten ist etwas dringlicher geworden.
 
Gegenüber steht ein Chemnitz, welchem man ganz sicher sehr viel Positives nachsagen kann. Ein Sieg hier oder da mehr (wer erinnert sich nicht an dieses unfassbare 1:1 in Babelsberg, mit dem letzten Verzweiflungsschuss der Partie, nach einem unberechtigten Freistoß an der Mittellinie, der irgendwie mit Wind- oder Gotteshilfe ins Netz flatterte? Aber es gab auch andere Spiele, wo viel mehr drin war) und sie hätte ein Kandidat sein können.
 
Letzte Woche sah es aber doch schon ein wenig nach „Saison ausklingen lassen“ aus. Sie mühten sich, ja, aber doch vielleicht mit diesen 5% weniger, die es dann auf dem Niveau ausmachen können (0:2 in Saarbrücken, als man lange auf den Ausgleich drückte). Sicher wird man vor eigenem Publikum eine gute Leistung abliefern wollen, aber sich hinter sie zu stellen, wäre wohl keine so gute Idee. Da man es auch nicht gegen sie tun könnte, bleibt hier nur das Pass.
 
Teamnews:
Chemnitz ohne Josip Landeka (25, LM, 33/3/5), Gelbsperre, sehr wichtiger Mann, Anton Fink (25, MS, 33/18/10), Rotsperre, noch wichtiger, und Benjamin Förster (23, MS, 26/8/2)
Offenbach ohne die Langzeitverletzten Husterer, Lamprecht und Sead Mehic, sowie weiterhin Theo Vogelsang (23, OM, 5/0/0), und Kai Hesse (27, MS, 3/0/0).
 
Da die Teamnews so günstig sind, wagt man sich doch diesen Tipp: Offenbach holt etwas. Die Neigung war ja eh schon in der Argumentation zu erkennen, demnach also 3 von 10 auf X oder 2. Ohne Fink und Landeka dürfte Chemnitz nur die Hälfte wert sein.
Absolute Einbahnstraße, fast von Anfang bis Ende. Chemnitz mit gutem Spiel und vielleicht acht Torchancen (wovon zwei durch nicht gegebene Elfmeter zustande kamen, bei denen die erste Foulaktion unter die Rubrik „glasklar“ fällt), denen Offenbach vielleicht anderthalb entgegenzusetzen hatte. Als endlich das 1:0 fiel (76.), kam Offenbach etwas auf, es gab immerhin eine echte Chance auf den Ausgleich, mit dem Schlusspfiff aber das 2:0. Verdienter Sieg, wie auch Gästetrainer Rico Schmitt im Interview anerkannte.
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SV Darmstadt 98 – 1.FC Saarbrücken      1:2 (0:0)
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Zuschauer: 5.100   (Schnitt bisher: 5.265  ; Vorsaison: 6.042)
Hier eine der typischen, oben angesprochenen Paarungen. Saarbrücken hat nun 41 Zähler (damit 3 mehr als Erfurt und Offenbach) und steht auf dem 11. Platz so weit entfernt von den hinteren Rängen, dass man wohl im Augenblick kaum zittern dürfte. Wobei natürlich fortgesetzte Niederlagen noch immer bedeuten könnten, dass man wieder rechnen muss.
 
Darmstadt zwar mit einem ähnlichen Erfolgslauf wie Saarbrücken, nur waren sie vor selbigem deutlich weiter hinten und haben speziell das sehr wichtige Spiel bei Dortmund II verloren in der letzten Woche. Für diese Partie bedeutet es ein „must win“, während der Gegner vielleicht nicht Alles entgegensetzen wird. Nach reinen Zahlen müsste man also nur Saarbrücken nehmen — weil der Markt genau diesen Partiecharakter zu erkennen meint –, jedoch scheut man sich, es zu tun. Wobei die Einschränkungen angegeben sind: falls Saarbrücken verliert, und auch die anderen Teams von hinten punkten, könnte es doch noch einmal eng werden. Außerdem schwimmt man gerade auf einer Erfolgswelle und manchmal macht das Fußball spielen einfach Spaß, wenn es um nichts geht, zumal Darmstadt ja, laut Entfernung, noch eine Art lokaler Konkurrent sein könnte.
 
Eine wahre Empfehlung wird es nicht, aber man kann sich doch nicht vorstellen, dass sich Saarbrücken ohne Gegenwehr abschlachten lässt. X/2 als Neigung, aufgrund der erkannten Marktgesetze, gegen die man hiermit anstinkt.
 
Teamnews:
Darmstadt hat keine Ausfälle,
Saarbrücken ohne Tim Knipping (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Ufuk Özbek (20, ZM, 15/2/0), Kiyan Soltanpour (23, MS, 10/0/0) 
 
Ein zwar leicht beruhigendes Gefühl, aber kein finanziell ertragreiches: der Markt hat sich jedenfalls erst einmal geirrt in dem Sinne, dass Darmstadt das Spiel zumindest nicht gewonnen hat. Wobei man auch hier sagen könnte, dass die Grundeinschätzung (des Marktes) nicht ganz falsch war. Denn: die erste Hälte ging recht klar an Darmstadt. Selbst wenn nicht so viele Chancen heraussprangen, so waren sie doch, wenn überhaupt, zu ihren Gunsten.  Saarbrücken trat tatsächlich so auf, wie man es hätte vermuten können (und oben angedeutet hat): man hat ausreichend viele Punkte und reißt sich kein Bein aus.
Nach dem Wechsel die doch recht überraschende Führung für die Gäste. Der davon ausgelöste Schock war so groß, dass gleich ein zweites hinterher folgte. Selbst wenn Darmstadt danach noch anrannte — mehr als der Anschluss sprang nicht mehr heraus (89.), trotz noch einer weiteren guten Chance zum 2:2.
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Hallescher FC – VfL Osnabrück      1:2 (1:1)
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Zuschauer: 6.046   (Schnitt bisher: 7.541  ; Vorsaison: Aufsteiger)
Auch bei Halle überwiegt weitaus mehr die Enttäuschung. Man hatte sie, nach ein paar tollen Spielen, ziemlich hoch gelobt — nur um dann diese lächerlichen 2 Punkte aus 4 Spielen bezeugen zu müssen. Wobei das zweite Spiel davon gegen Burghausen (0:0) noch in die Kategorie „Pg“ (Pech gehabt; vielleicht auch jene: „vPg“ = viel Pech gehabt“) gehörte. Unter der Woche erneut ein 0:0 gegen Heidenheim, so dass man sich doch fragen darf, wo Furuholm seine „shooting boots“ gelassen hat? Mit 39 Punkten steht man noch immer auf der Kippe (einen mehr als Erfurt und Offenbach), also verlieren ist irgendwie verboten.
 
Gegenüber steht ein Osnabrück, welchem das Glück derzeit einfach nicht hold ist. So haben sie Heidenheim eigentlich an die Wand gespielt, und mussten doch in der letzten Sekunde den Ausgleich hinnehmen, der, nicht nur vom Zeitpunkt her extrem unglücklich war. Nun steht man 4 Punkte hinter Münster auf Platz 3 und damit heißt es auch für sie hier „Siegen oder Fliegen“.
 
Der weiseste Rat scheint hier zu sein (trotz der Erkenntnis, dass es für beide um etwas geht): nichts tun.
 
Teamnews:
Halle hat keine Ausfälle,
Osnabrück ohne Martin Hudec (31, IV, schon lange out), Niels Hansen (29, DM, ohne Einsatz)
 
Die bessere Mannschaft in diesem Spiel war Halle. Sie haben ein tolles Spiel gemacht, sie haben genügend Chancen erspielt, aber sie haben ein Tor mehr kassiert als der Gegner. Die Stimmung im Stadion war jedenfalls einwandfrei –immer ein Beleg für eine gute Leistung — und auch die StimmEN nach dem Spiel gingen in die gleiche Richtung. Man war zufrieden, hatte gut gespielt, konnte nur sein Pech beklagen. Als Beispiele für die größten Chancen: ein verschossener Elfer und ein nicht gegebenes Tor, bei dem der Ball die Linie im dritten Nachschussversuch (und jeder einzelne Schuss war eine Großchance) überquert hatte, Schiri und Assistenten dies aber ignorierten. Bittere „Schieber, Schieber“ Rufe begleiteten die Unparteiischen in die Kabine. Die eigene Mannschaft betraf der Ärger jedenfalls nicht. Auch Gäste Trainer Wollitz erkannte eine gehörige Portion Glück, die seine Truppe diesmal gehabt hätte.
Bedeutet aber in der Summe nicht, dass Osnabrück schlecht war. Beide waren gut, ein gutes Spiel also, Halle mit mehr Chancen und Spielanteilen.
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1. FC Heidenheim – Arminia Bielefeld      3:0 (1:0)
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Zuschauer: 9.100   (Schnitt bisher: 7.841  ; Vorsaison: 6.732)
Hier also nun eines der Beispiele für den Wankelmut: Heidenheim hat einem zwar eine der teuersten Wetten (mehr als 10 aus 10 hat man wohl kaum je gespielt?!) eingebracht, nur musste dafür das (in letzter Zeit der hiesigen „Wettgemeinschaft“ nicht übertrieben holde) Glück reichlich strapaziert werden. Nein, sie waren nicht gut.
 
Bielefeld hingegen hat einen schon lange bevor man den Kommentar des „besten Saisonspiels“ hörte einfach umgehauen. Das war der wahrhafte Spitzenfußball, mit derartigen Leistungen könnte man locker dem KSC den so unantastbar scheinenden Rang der Nummer 1 ablaufen. Das war Fußball der Extraklasse, den sie beim 3:1 gegen Wehen anboten. Ein weiterer Punkt: in einem Spitzenspiel hat Bielefeld auf keinen Fall das Problem, etwa das Spiel machen zu müssen, zudem wird die volle Konzentration aufgeboten, und diese favorisiert dann doch oftmals den ursprünglich Besseren (und dazu wird Bielefeld hiermit erklärt).
 
So erlaubt man es sich, gegen die Mannschaft anzutreten, die man fortwährend stützte und auf die, deren Erfolge man nicht gänzlich anerkannte. 4 von 10 auf X/2. Bielefeld verliert hier nicht.
 
Teamnews:
Heidenheim ohne Andreas Spann (28, MS, ohne Einsatz), Patrick Mayer (25, MS, 9/2/1)
Bielefeld nur ohne den Langzeitverletzten Dennis Riemer.
 
Man kann die Geschichte hier relativ kurz machen: Bielefeld war nach einer Verletzungsunterbrechung kurzzeitig in Unterzahl (Johannes Rain, RM, wurde draußen behandelt). Für den Moment vielleicht unsortiert, jedenfalls kommt ein Überfall von Heidenheim, ein durchgesteckter Pass in die Spitze, ein fallender Stürmer. Der Schiri entscheidet sofort: Elfer und Rot. Nun könnte man auch über diesen Elfer diskutieren, es wäre aber unsinnig, da man ja an dieser Stelle oftmals PRO der vielen möglichen Elfer argumentiert, die permanent unterschlagen werden. Nur darf man so viel fest halten: im Vergleich war es einer, der eher „übersehen“ wird. Der Angreifer ist zwar vorne am Ball, der Abwehrspieler läuft ein wenig quer, berührt wohl die Beine dabei, der Sturz darauf spektakulär. Nachdem er nun bereits gepfiffen hatte — es gebührt eher Respekt für diesen Mut, aber es war ja pro Heimmannschaft, das fällt etwas leichter — wurde er vom Regelwerk wohl quasi gezwungen, auch auf Rot zu entscheiden.
Der Elfer war zwar nicht drin (Bielefeld übrigens davor sogar etwas aktiver), aber das Überzahlspiel war natürlich der entscheidende Vorteil. Da zudem eine weit schweifende „Analyse“ von Partien mit 11 gegen 10 zwar interessant sein mag, einem aber nicht wirklich viel weiter hilft im Sinne einer Einstufung der Mannschaften, soll sie hier weitest gehend entfallen.
Das Spiel ging so weiter: das 1:0 fiel diskutabel, da der Stürmer sich den Ball mit der Hand vorlegte (nur: wenn man genau so streng bei den Abwehrspielern wäre, gäbe es etliche Elfer mehr), und kurze Zeit später ein zweites Mal Rot gegen Bielefeld. Mit 11 gegen 9 gibt es überhaupt keine Aussagekraft eines Ergebnisses oder Spielverlauf mehr.
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Preußen Münster – Karlsruher SC      2:1 (1:0)
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Zuschauer: 14.465   (Schnitt bisher: 8.549  ; Vorsaison: 7.031)
Ähnliche Vorzeichen wie in der Partie zuvor. Nur dass man den KSC schon immer gestützt hat. Es ist dies ein Spitzenspiel und der Aufstieg ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Ganz im Gegenteil: Münster auf Rang 3 hat nur 4 Punkte weniger. Das bedeutet, dass bei einem Sieg nur noch ein Punkt Vorsprung auf diesen sicher aus Sicht des Führenden nicht erstrebenswerten Relegationsrang bliebe. So weiß der KSC genau, worum es hier geht. Und selbst wenn die Leistungen nicht durchgängig überragend waren, so schaue man bitte auf die Gegner: der letzte Spitzenclub, auf den man traf, war Bielefeld, und das ist 10 Spiele her (es bestätigt aber zugleich die Einschätzung von Bielefeld, denn damals hieß es: KSC – Bielefeld 1:1). Dazwischen lagen Erfurt, Babelsberg, StuKi, Burghausen etc. Und trotz der teils schwankenden Leistungen gab es eine 7–1–1 Bilanz, mit Bielefeld 7–2–1. Das ist doch eines wahren Spitzenreiters noch immer würdig?
 
Münster war ordentlich, keine Frage. Sie haben sowohl in Offenbach als auch unter der Woche bei Stuttgart Youngsters jeweils 1:0 gewonnen. Nur lag davor beispielsweise das traumatische 3:3 gegen Saarbrücken (nach 3:0) und auch in Dortmund war man nicht besser beim 0:0. 
 
Der KSC verliert dieses Spiel nicht. 8/10 darauf.
 
Teamnews:
Münster keine Ausfälle,
der KSC ohne Sebastian Schiek (23, RV, 12/0/1).
 
Ganz mieser Tipp und verdient verloren. Preußen Münster in der ersten Hälfte total überlegen, die KSC Abwehr teils konfus. Das 1:0 war ein viel zu schwacher Ausdruck der Überlegenheit. Die zweite Halbzeit war, wie das Ergebnis in ihr (1:1) ausgeglichen. Somit hat sich der KSC zwar etwas rehabilitiert, aber es bleibt dabei, dass der Tipp eine Katastrophe war. Sicher fiel das 0:2 durch einen individuellen Fehler (ein Abwehrspieler möchte zum Torwart zurück köpfen, trifft den Ball aber nicht richtig, ein Münsteraner ist dazwischen und macht ihn rein). Und falls dies nicht passiert wäre, wäre die Chance zum 1: gut gewesen, und nach dem 2:1 in der 74. gab es noch einigen Druck und einmal fast das 2:2, aber doch bleibt es bei einem klar verdienten Heimsieg. Münster in bestechender Form, der KSC hat bestätigt, dass es eher wackelig war zuletzt.
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Hansa Rostock – Borussia Dortmund II      2:0 (0:0)
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Zuschauer: 7.800    (Schnitt bisher: 9.018  ; Vorsaison: Absteiger)
Schrecklich, was einem Rostock hier so antut. Immer wieder meint man, Ansätze erkennen zu können und doch kommt nichts heraus, wenn es darauf ankommt. Es waren so viele entsetzliche Auftritt — schon seit Saisonbeginn, als man sich ganz heftig gegen sie stellte –, dass man unter keine Umständen ein weiteres Mal (wie beim enttäuschenden 1:2 unter der Woche in Babelsberg) auf sie vertrauen würde. Bei Rostock steht nur der eine Sieg in sieben Spielen, und das war das gequälte 4:3 in Aachen, als man nach 76 Minuten bei 1:3 ja wohl auch klar auf der Verliererstraße war. Vor diesen sieben Spielen gab es wohl sicher ein rauschendes Fest beim 1:0 gegen Burghausen, als jene bereits deutlich auf dem absteigenden Ast waren?! Davor jedenfalls steht die nächste Negativserie von 9 Spielen ohne Sieg. Macht insgesamt 2 von 16 gewonnen. Warum stehen DIE eigentlich nicht auf einem Abstiegsrang? Kommen kann es ja noch, denn sie halten derzeit bei 37, einem weniger als Erfurt und Offenbach.
 
Viel eher hingegen dem Gegner. Dortmund hat nun zwei Siege in Serie und macht deutliche Anstalten, sich hinten heraus befreien zu können. Sie haben die wenigsten Spiele ausgetragen — und das mit Abstand — und sind bereits einen Rang über den Betroffenen. Das Potenzial ist einfach zu groß, sie werden nicht absteigen und offensichtlich ist man in der Führungsetage auch daran interessiert, hat man doch einige Spieler bereits während der Saison hier oder da mal in den Profikader hochgezogen und wünscht sich demnach für sie die anspruchsvollste Wettkampfpraxis.
 
Das bedeutet: Dortmund verliert dieses Spiel nicht. Aber nur mit 4 von 10.
 
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), wichtig, und die Langzeitverletzten Mohammed Lartey und Edisson Jordanov.
Dortmund II ohne Keimr Demirbay (19, ZM, 23/2/1).
 
In der 4. Minute hielt ein Dortmunder Abwehrspieler einen Rostocker Angreifer am Trikot. Der Schiri entschied auf Notbremse und Rot. Somit entfällt ein tiefer gehendes Urteil über diese Partie. Tatsache ist aber, dass Dortmund, sogar in Unterzahl, feldüberlegen war. Nur ist es dann häufig so, dass man nichts Zählbares herausholt und irgendwann die numerische Überlegenheit sich bemerkbar macht. Erst nach dem Wechsel gelang dies Hansa Rostock,
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VfB Stuttgart II – Wacker Burghausen      0:0
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Zuschauer: 760    (Schnitt bisher: 2.220  ; Vorsaison: 812; der Anstieg nur durch den Aufstieg von StuKi, durch das Derby)
(laut ARD Spielbericht waren es nur 200 Zuschauer)
Grausame Paarung, bei der man einfach nur zur nächsten übergehen möchte. Nur nicht verwickeln hier. Wen sollte man denn nehmen? Die Wundertüte oder die Dauerverlierer, die aber keineswegs immer schlecht spielen? Nein, das macht keinen Spaß. Um des Reimes Willen ein Pass.
 
Teamnews:
Stuttgart II ohne Dominik Gallert (19, RV, ohne Einsatz), Marco Rapp (21, DM, ohne Einsatz), 
Burghausen weiterhin nur ohne Youssef Mokhtari  (34, OM, 24/4/7).
 
Stuttgart II die aktivere Mannschaft mit der Mehrzahl der wenigen Chancen. Ergebnis so trist wie die Kulisse und in der Tabelle geht es auch um nichts.
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SpVgg Unterhaching – Stuttgarter Kickers      1:1 (0:1)
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Zuschauer: 1.500    (Schnitt bisher: 2.081  ; Vorsaison: 1.658)
Könnte man hier Zugang finden? Nein, so das alsbald gefällte Urteil. Unterhaching spielt ähnlich wie Burghausen: nicht immer schlecht, aber meist ohne Punkte. Sie haben den KSC besiegt, ja, eines der Highlights ihrer Saison sicherlich, aber gegen den Leader muss man weder das Spiel machen noch hat man etwas zu verlieren, während man sich zugleich gut präsentieren kann, da meist etwas mehr Leute genauer hinschauen. Dies ist ihnen gelungen, rundherum stehen aber fast nur Misserfolge (es sind nun 8 Punkte aus 10 Spielen, was eher eine Absteigerbilanz ist und auch bei ihnen ist der weitere Sieg gegen Aachen zustande gekommen, und auch inklusive des Sieges gegen den KSC mickrige vier Treffer in der Zeit). 
 
StuKi hat nun das wichtige Spiel in Burghausen mit 4:1 gewonnen. Sicher war der Burghausen Trainer ziemlich wütend über die zweite Halbzeit, als man sich willenlos ergab, nur war die erste Halbzeit eigentlich Sahne und es hätte viel deutlicher als 1:0 stehen müssen. Ob die Partie dann auch gekippt wäre? Zudem verbindet man mit StuKi nur dies (und Buchwald wurde auch bereits von den Fans dringend zu Gehen aufgefordert?: reines Chaos in der Vereinspolitik. Drei Trainer in einer Saison? Und nebenbei rettet der Ex — Dirk Schuster — den Konkurrenten Darmstadt und dreht ihnen mal so richtig eine Nase, wenn die drin bleiben und die anderen runter gehen. Also: nix Gutes zu entdecken.
 
Wen sollte man demnach nehmen? Niemanden. Ein Pass.
 
Teamnews:
Unterhaching ohne Stammtorhüter Stefan Riederer, und ohne den Langzeitverletzten Roland Sternisko, 
StuKi ohne die Langzeitverletzten Fennell und Stadler.
 
Gerechtes Remis hier. In Häfte 1 war StuKi die bessere Mannschaft und führte verdient, selbst wenn durch einen soften Strafstoß (Grüttner hatte den Ball bereits abgespielt, sein Sturmkollege stand nicht einmal ungünstig und ein richtiges Foul war es auch nicht; warum pfeift man dann, wo es doch so viele Gelegenheiten gäbe, in denen es wirklich berechtigt wäre und der Angriff zugleich beendet? Grüttner war zufrieden, den Ball zum Mitspieler gebracht zu haben, wollte also nicht einmal einen). So viele weitere Chancen produzierten sie aber nicht, die Gastgeber aber auch nicht.
In Hälfte 2 übernahm mehr und mehr Unterhaching und kam in der 77., nach einigen Chancen zuvor, zum verdienten Ausgleich.
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