Vorschau Schweiz Raiffeisen Superleague, 28. Spieltag

in Kürze:

Auch hier der Cup mit wichtigen Erkenntnissen: die Bebbi schwimmen dreifach auf der Erfolgswelle, der FC Sion steht vor einem Scherbenhaufen, und auch der FCZ steht mit leeren Händen da nach der weiteren Derbypleite gegen GC. Das Cupfinale sieht die beiden die Saison dominierenden Clubs auch hier vor dem Megaduell. GC – Basel.
 
In Bezug auf die Wetten bieten sich doch ein paar ganz günstig erscheinende Gelegenheiten.

 

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Lausanne Sports  – FC St.Gallen    (Entfernung: 305 km)
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Der FC St.Gallen besticht Woche für Woche mit tollen Auftritten und Ergebnissen. 5 Spiele ohne Niederlage, während ihnen das Ende des guten Laufes schon lange vom Markt eingeredet werden sollte. Ein souveräner 3. Platz steht nun da, und das ist exakt, was ihnen zusteht.
Lausanne hingegen traute man immer wieder mal etwas zu, aber sie blieben nun wirklich extrem blass in allen letzten Spielen. Da war nichts mehr zu sehen von dem, was einem je Anlass gab sich mit ihnen zu verbünden.
Wenn, traut man hier also unbedingt St.Gallen etwas zu (einen Sieg?). Da es aber tabellarisch für sie um sehr wenig geht, während Lausanne doch weiter zittern muss, kann man sich nur raushalten.
Teamnews:
Lausanne ohne Bashkim Sukaj (21, MS, ohne Einsatz)
St.Gallen ohne Mikael Ishak (20, MS, ohne Einsatz) und Dzengis Cavusevic (25, MS, 13/4/2)
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FC Zürich – Servette Genf      (Entfernung: 280 km)
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Nichts scheint beständiger als der Wechsel. Als der FCZ seine gigantische Aufholjagd begann, meinte man, die Anlagen zu erkennen, die ihnen der Markt ab Saisonbeginn zugestand und die ganz lauthals nach „Europa, wir kommen“ schrieen. Gerade, als man also meinte, hier ist wirklich was Großartiges zusammengewachsen, da gibt es urplötzlich wieder drei Niederlagen in Serie. Und unter der Woche gar der Supergau: in einer Neuauflage des jüngsten Derbies gegen GC (welches man damals, zugegebenermaßen, etwas unglücklich  mit 2:4 verlor) gab es im Halbfinale des Cups erneut eine Niederlage, diesmal musste man in die Verlängerung und verlor dort mit 1:2. Also: auch diese Hoffnungen auf Europa — jenen in der Liga gleich — sind zerstoben.
Bei Servette sieht es in der jüngsten Vergangenheit so aus: dem Erfolg eines 1:1 in Sion folgte die Sensation eines 2:0 in Bern — nur um im nächsten Heimspiel gegen St.Gallen mit 1:3 den Kürzeren zu ziehen genau in dem Spiel, in welchem man tatsächlich erstmals einen Konkurrenten hätte überflügeln können. Nur: bei ihnen passen die Leistungen eigentlich (beim 1:3 gegen St.Gallen hatte man kurz nach Anpfiff bereits zwei Dinger gefangen und, speziell nach dem 1:3 spät roch es ganz mächtig nach dem 2:3 und, wer weiß…?) und die Chance auf Klassenerhalt ist weiterhin da, zumal man nun ganz deutlich ausmachen kann, wenn es zu schnappen gilt: Lausanne, die a) nicht punkten und b) „nur“ 6 Punkte vorne liegen. Bei 9 Spielen ist das machbar.
Was es für diese Partie bedeutet? Wenn, traut man eher den Gästen hier etwas zu. Der FCZ mit Kräfteverschleiß, serienweise Frust und ohne Perspektive? 3 von 10 auf X oder 2.
Teamnews:
FCZ ohne Burim Kukeli (29, ZM, 12/0/1), Pedro Henrique (22, LM, 13/0/1), 
Servette ohne Goran Karanovic (25, MS, 20/5/0), Gelbsperre, Kevin Gissi (MS, 3/0/0) Rotsperre
 
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FC Luzern – Grasshoppers Club Zürich      (Entfernung: 52 km)
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Long story short: GC ist in guter Form — wie auch der Cuperfolg am Mittwoch beim Stadtrivalen beweist — und Luzern hat nichts außer einem läppischen 1:0 daheim gegen Lausanne nach dem Trainerwechsel vorzuweisen. Es sind nur drei Punkte Rückstand und man wird es auf jeden Fall angehen. Im Cupfinale steht man übrigens ebenfalls dem FC Basel gegenüber. Dieser hat aber — so vielleicht die glimmenden Hoffnungen — parallel noch etwas in Europa zu erledigen. Der FC Chelsea mag zwar ein Hammerlos sein, nur: wen hätte man aus FCBs Sicht lieber gehabt, und hat man nicht letzte Saison auch das, wie nun ersichtlich, klar bessere ManU ebenfalls ausgeschaltet? Die Euphorie wird da sein, der Glaube auch, und möglich, dass das Kräfte bindet.
Der FC Luzern mag sich hinten heraus befreien können, denn es ist ja nicht alles schlecht, was sie im Kader haben und was sie auf den Spielplätzen geboten haben. Das Chaos rundherum stört einen nur und die hektischen Trainerwechsel. Und ein 1:0 im Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten kann doch nicht gleich eine Komplettheilung bedeuten? Zudem gibt es eine gewisse Derbytendenz.
Also: 6 von 10 auf die 2.
Teamnews:
FC Luzern ohne Dimitar Rangelov (30, MS, 24/1/2), Gelsperre,
GC hat keine Ausfälle 
 
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FC Thun – FC Basel      (Entfernung: 124 km)
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Wie weiter oben erwähnt fährt der FCB nun dreigleisig weiter. Die Meisterschaft, der Cup und die Euroleague sind schon drei echte Herausforderungen, die man alle drei parallel so weit bewältigt hat. Einem Großclub (dem deutschen FCB gleich) ist so etwas allemal zuzutrauen und zugleich haben sie darin ja bereits einige Erfahrungen. Dies bezieht sich sowohl auf Personalplanungen (Kaderstärke und -qualität), als auch auf generelles Handling derartiger Situationen (Beispiel: wie hält man die hochwertigen Nichtspielenden bei Laune und für ihren Einsatz fit?). Die Zuschauer ziehen eh immer mit und sind einfach nur begeistert, machen Stimmung, und das durchgehend. Hier nun kann ein weiterer Schritt Richtung Totaltriumph beschritten werden. Unter der Woche konnte man im Cup beim FC Sion mit 1:0 ins Finale einziehen. Aber es ist ja nur „business as usual“. Rotationsspieler sind genügend da, die hier einspringen könnten.
Der FC Thun glänzt und glänzt, das kann man kaum verhehlen. Da stehen drei Siege in Serie, unter Anderem gegen GC und in Bern. Alle Achtung und Hut ab! Nur dürfte dennoch der FC Basel in der derzeitigen Verfassung einen Nummer zu groß sein. Wie einige Male hier angekündigt haben sie den Erfolgslauf der letzten Saison erneut auf den Weg gebracht und wenn sie einmal ins Rollen kommen, scheint es einfach kein Halten zu geben. Der Titel ist noch lange nicht unter Dach und Fach, also heißt es: weiter Rollen.
Für dieses Spiel, aus Respekt vor Thun „nur“ 6 von 10 auf die 2.
Teamnews:
Thun ohne Kevin Bigler (20, RV, ohne Einsatz), Cassio Horta Magalhaes (22, MS, 10/1/1)
Basel keine Ausfälle. 
 
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FC Sion – Young Boys Bern      (Entfernung: 154 km)
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Oh je, was soll man nur bei Anblick dieser Paarung hier empfinden? Genau dies: oh je! Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus? Der FC Sion hat unter der Woche auch die Cuphoffnungen (beim 0:1 gegen den FCB) zu Grabe tragen müssen, die Young Boys so gut wie alle, denn der Cup war schon vorher für sie erledigt und in der Liga kann man nicht einmal mehr die Rücklichter der Konkurrenz sehen für einen Europastartplatz. Diese idiotische „Reißleine“ Trainerentlassung hat man in Bern auch schon gezogen — zum Glück ohne den sicher erhofften kurzfristigen Erfolg, denn es gab gleich mal mit 1:2 daheim einen von Thun auf die Mütze — finanziell ist der Karren eh so tief im Dreck, dass man ihn nicht mehr rausbekommt und auch sonst gibt es nicht den geringsten kleinen Silberstreif am Horizont.
Nur sieht es beim FC Sion kaum besser aus. Da wurden schon mindestens zwei Trainer aufs Karussell geschickt (man kommt da mit dem Zählen kaum mit), der allmächtige Präsident macht was er will — vor allem, alle rundherum zu verunsichern: darf ich morgen noch hier arbeiten? Oder, als Spieler: MUSS ich morgen etwa spielen? Oh, nein! Denn, wie es aussieht, pfuscht er in die Aufstellung mit hinein — und das Team bringt seit Monaten, trotz reichlich vorhandenen spielerischen Potenzials, kein Bein auf die Erde. Nein, es gibt nichts, was einem an denen gefallen könnte.
So kann es hier nur lauten: Finger weg!
Teamnews:
FC Sion nur ohne den Langzeitverletzten Xavier Margairaz
Young Boys ohne den Langzeitverletzten Josh Simpson sowie Haris Tabakovic (18, MS, 5/0/0) nach Gelb-Rot.
 
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