Rückblick Schweiz Raiffeisen Superleague, 27. Spieltag

in Kürze:

zwei Paarungen, die man einfach spielen muss. Wobei hier das Gefühl nicht ganz so zuverlässig ist, was das Gelingen angeht. Wenn man in einer Liga etwas weniger heimisch ist, dann ist es diese hier. Der Fußball ist zwar — in etwa im Verhältnis der Zuschauerzahlen — besser als jener in Österreich, also alles etwas professioneller, nur bezieht sich dies auch auf Ansprüche und in letzter Konsequenz auf personelle Entscheidungen. Übersetzt: das Trainerkarussel dreht sich wohl nirgends schneller? Und: ob man daraus immer die richtigen Schlussfolgerungen zieht, nur weil es einem so extrem wieder die Natur ist?
 
-1 auf Lausanne, +6 auf Basel, -6 auf GC, macht in der Summe -1. Die Neigung passte aber bei Young Boys gegen Thun, so dass es gerade noch ok ist.

 
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FC Luzern – Lausanne Sports      1:0 (0:0)
Zuschauer: 10.843    (Schnitt bisher: 12.346)
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Der letzte Auftritt von Lausanne war tatsächlich geeignet, ihnen die Freundschaft zu kündigen. Ein 2:4 gegen Thun, als man teilweise vorgeführt wurde? Nein, das war gar nichts, auch nicht der Tipp dazu.
 
Luzerns Krise ist aber ähnlich auf einem Höhepunkt (oder nennt man es dann „Tiefpunkt“?). Nicht nur haben sie das letzte Spiel auch noch in Sion verloren (die fast exakt gleich tief im Sumpf steckten), sondern insgesamt 11 Mal nicht gewonnen, wobei dies ja noch ginge, angesichts der teils nicht so miserablen Auftritte, wenn man nicht auch noch den Trainer gefeuert hätte! Nein, das schmeckt einem diesseits der Tastatur überhaupt kein bisschen: Idiotie, und das im Quadrat.
 
Rein aus Prinzip könnte man unter diesen Umständen niemals Luzern nehmen. Wenn, dann also (wieder einmal) nur das so enttäuschende Lausanne. Aber können sie nicht vielleicht doch ein bisschen was? Noch steht man — vermutlich durch geschicktes Würfeln?! — vier Punkte und fünf Tore besser als der heutige Gegner. Und dies sollen so klarer Favorit sein?
 
Also, nur Mut: 1 von 10 auf X 2 (und wo, bitte, ist da der Mut?).
 
Teamnews:
Luzern ohne Dario Leczano (22, OM, Neuzugang, ohne Einsatz),
Lausanne ohne Bashkim Sukaj (21, MS, ohne Einsatz)
 
Bei den permanenten Trainerdebuts scheint es einem bereits gänzlich irrelevant, auf einen solchen Anlass näher einzugehen. Carlos Bernegger „feierte“ bei Luzern einen gelungenen Einstand. Logisch, dass er zahlreiche personelle Wechsel vornahm und zugleich das System änderte. Nur kommt einem dies ohnehin gänzlich albern vor. Klar, ja, man muss etwas tun, um seine Nominierung zu rechtfertigen (was, wenn man mit der exakt gleichen Aufstellung im gleichen System wie der Vorgänger begänne? Das erschiene Jedem lächerlich), nur liegt es garantiert nicht DARAN, dass man plötzlich das Glück zwingt (oder was auch immer für den Sieg verantwortlich war). Fakt ist, dass die Spieler unter dem neuen Coach einen Neuanfang machen (müssen), und dass sich jeder gerne präsentieren möchte, was er beim Vorgänger, der ihn ja schon (im Schnitt bei der Karusseldrehgeschwindigkeit etwa dreieinhalb Monate lang) kannte. So hängt sich jeder eben rein. Dies der einzige Effekt, der aber nur dadurch auftritt, dass es die Verantwortlichen drauf ankommen lassen und dass die Spieler die Marktgesetze angeblich kennen und dementsprechend bei dem Vorgänger bereits eine Woche zuvor die Köpfe erkennbar hängen lassen, damit sie die Chance zum Neuanfang bekommen. Wie man nun so etwas Vernünftiges aufbauen will, überbleibt der (absolut gering geschätzten) Auffassung der Verantwortlichen, die, synonym, auch als völlig Ahnungslose bezeichnet werden können. Falls man nun also auf Luzerner Seite stolz ist auf diesen Wechsel, dann gebührt diesem Stolz nur ein herzhaftes Hohngelächter.
 
Heute war man eh Favorit und falls man nicht klein bei gegeben hätte, so das hier gewagte Orakel, wäre vielleicht unter dem alten Trainer heute ein 4:1 oder ein 2:0 gelungen. So war es ein hart erkämpfter 1:0 Sieg, der erst in der 70. Minute erzielt wurde, und der gewisslich an dieser oder jener Stelle, mit genügend Pech ausgestattet, auch gar nicht hätte zustande kommen müssen oder sogar ins Gegenteil verkehrt worden wäre. Lausanne hat sich so oder so auf eine feste Defensive versteift und sich auf die wenigen Konter beschränkt. So spielt man es eben auswärts. Dass der Gegner dabei zu einer optisch klaren Überlegenheit kommt, nimmt man gerne in Kauf. Dass vielleicht der Ball auch wesentlich häufiger im eigenen Strafraum als im gegnerischen ist, juckt einen auch nicht die Bohne. Ankommen tut es letztendlich auf die echten Torchancen. Und da waren die Gäste nicht so wesentlich zurück. Der Lattenkracher (per Kopf) direkt nach der Pause, als alles passte, nur der Ball nicht um die paar Zentimeter ins Tor, hätte dem Spiel eine ganz andere Richtung geben können. Und auch vor der Pause hatte Lausanne zwei Gelegenheiten, Luzern vielleicht dreieinhalb. 
 
Auch nach der umjubelten Führung kam Lausanne noch zu einer Ausgleichschance, in welcher der Außenpfosten rettete. 
 
Sicher hat sich Luzern sehr ordentlich präsentiert, nur hatten sie vergleichbare Auftritte auch schon vielfach zuvor. Hier war es eine der wichtigen, aber unter allen Umständen lösbaren Aufgaben, mit oder ohne neuen Trainer. Lausanne hat vielleicht nicht ganz das erfüllt, was man sich von ihnen erhofft hat, aber viel besser als das sind sie eben nicht. 
 
Erwähnen darf man übrigens, dass der überaus wichtige Renggli nicht nur (bereits eine Woche zuvor) zurück im Team war. Bernegger machte ihn zum Kapitän — wäre dem Vorgänger vielleicht auch eingefallen — und er führte die Mannschaft. Nur hätte seine Rückkehr vielleicht so oder so die Wende gebracht? 
 
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Servette Genf – FC St.Gallen     1:3 (0:2)
Zuschauer: 6.062    (Schnitt bisher: 7.021)
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Beide konnten gut gefallen, wobei Servette zwar mit 2:0 in Bern gewann, aber doch „nur“ bei einem kriselnden Bern, welches einfach kein Bein auf die Erde brachte (wer ist denn nun eigentlich in der schlimmsten Krise, fällt einem dabei nur auf?), während St.Gallen den Spitzenreiter und das Ausnahmeteam des FC Basel an den Rand einer Niederlage brachte. Dennoch: gefallen haben beide und vorstellbar, dass Servette noch einmal alle Kräfte mobilisiert, um in der Tabelle die letzte Lücke zu schließen (es sind nur noch 2 Punkte auf den FC Luzern).
 
Da St.Gallen aber zu stark war, kann man weder dies noch jenes propagieren.
 
Teamnews:
Servette ohne Kevin Gissi (20, MS, 3/0/0), 
St.Gallen ohne Mikael Ishak (20, MS, 6/1/0) und Dzenigs Cavusevic (25, MS, 13/4/2)
 
Das Spiel war schon zu Ende, kaum dass es angefangen hatte. 4. Minute Eckball St.Gallen, Kopfball, 1:0, 9, Minute ein geglückter Spielzug, eine tatsächlich leicht desorientierte Defensive, das 2:0.
 
Danach mühte sich Servette schon nach Kräften, hatte auch einige gute Gelegenheiten, das galt aber auch für die Gäste. Nach 59 Minuten erneut gegen eine leicht löcherige und, nicht ganz verwunderlich, bereits ziemlich gelockerte Defensive das 3:0.
 
Dann aber kam noch ein richtiges Aufbäumen der Heimmannschaft. Schon bald danach drei Chancen zum 1:3, deren dritte genutzt wurde. Und danach gab es noch ein richtiges Feuerwerk Richtung St. Galler Tor. Wer weiß, wenn eine der folgenden Chancen zum Anschluss genutzt worden wäre?
 
Servette also nicht etwa mausetot sondern ziemlich lebhaft. Trainer Fournier hat auch gerade den Vertrag verlängert, egal, für welche Klasse. Vielleicht dies einmal endlich das richtige Zeichen? Freuen würde man sich persönlich, wenn es gelänge, den anderen, so hektisch wechselnden, eine Nase zu drehen.
 
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FC Basel – FC Zürich     3:1 (0:1)
Zuschauer: 32.328    (Schnitt bisher: 28.442)
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Schon möglich, dass in dem FC Zürich mehr steckt, das dort viel mehr steckt. Im Derby haben sie zwar 2:4 verloren, aber es war ein ausgeglichenes Spiel, vielleicht sogar mit Vorteilen für sie. Dennoch haben sie ja auch das Spiel davor mit 1:3 gegen St.Gallen verloren. Der Beginn einer neuen Krise?
 
Basel ist in jeder Hinsicht „beyond doubt“. Sie haben sich zwar in St.Gallen nicht mit Ruhm bekleckert, aber sie haben doch die Klasse gehabt, als sie tatsächlich hinten lagen, direkt einmal anzuziehen und den Ausgleich zu erzielen. Möglich auch, dass ihnen schon ein wenig Tottenham durch die Köpfe ging, möglich auch, dass ihnen heute Tottenham ein bisschen durch die Beine geht. Aber: Murat Yakin hat seinen so starken, breiten, ausgeglichenen Kader und sich zugleich ähnlich wie Jupp Heynckes, als Meister der Rotation erwiesen, dass dieser Effekt vernachlässigbar ist. Sie sind das Nonplusultra der Liga, sie sind dennoch nur knapp vorne in der Tabelle (einen Punkt) und sie wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen, während Zürich höchstens gegen den Ausbruch einer neuerlichen Krise ankämpft. 
 
Das bedeutet summa summarum: Der FC Basel lässt sich nicht aus der Spur bringen. 6 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
Basel ohne Serey Die (28, DM, 19/2/2) mit Gelbsperre, 
FCZ ohne Burim Kukeli (29, ZM, 12/0/1), Pedro Henrique (22, LM, 13/0/1), und Mario Gavranovic (23, MS, 23/5/4).
 
Günstige Teamnews.
 
Der FCB hat es also gemacht, die 6 Einheiten sind drin. Selbst wenn man insgesamt sagen kann, dass es verdient war (nur vom späten Zustandekommen her glücklich), so stand das Spiel doch unter gewissen, verändernden Vorzeichen. Punkt 1: man hat Tottenham (am Donnerstag, sehr spät abends) ausschalten können, Verlängerung und Elfmeterschießen und es war das Abschiedsspiel für Alex Frei. Selbst wenn die Fans dann unter keinen Umständen zu beruhigen sind und garantiert in Feierstimmung, so ist doch das Spiel eventuell davon (negativ) beeinflusst.
 
FC Zürich ging in Führung und selbst wenn Basel mehr Spielanteile hatte, so war es doch nicht gänzlich unverdient. Alex Frei bekam die Chance in der 59. Minute, einen direkten Freistoß selbst auszuführen. Er tat es — und zwirbelte den Ball exakt in den Winkel. Ein Traumtor zum Abschied, was will man mehr? In der 64. wurde er ausgewechselt — unter dem sowieso gewaltigen Jubel der Fans — und durch Marco Streller ersetzt. Wie gesät, Jubel allenthalben, so dass das Ergebnis bald zur Nebensache geriet. „Nebenbei“ schlich sich Valentin Stocket in der 86. in den Strafraum, Mathieu Beta fuhr die Beine aus, zog sie zurück, aber Stocket fädelte dennoch ein und bekam den trotzdem berechtigten Strafstoß zugesprochen. Das 2:1 und in der 89. gegen eine sich auflesende Abwehr das 3:1.
 
Man sollte also keine besonderen Schlüsse aus dem Spiel ziehen. Ach, und wichtig noch: Raul Bobadilla gab seinen Einstand im Baseler Dress.
 
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Young Boys Bern – FC Thun     1:2 (1:1)
Zuschauer: 19.011    (Schnitt bisher: 17.667)
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Ein weiteres Derby, wie man es wohl nennen muss. Das bedeutet ohnehin schon immer: ganz, ganz vorsichtig herangehen. Es scheint zumindest so zu sein: Augenblicksform und Tabellensituation zählt bei einem solchen viel weniger. Eher schon ab und an mal Tradition. Wobei dies hier natürlich kein besonders „traditionelles“ ist. Thun eher der Newcomer, gegen die Alteingesessenen.
 
Aber unter den aktuellen Vorzeichen gesehen könnte man lediglich Thun etwas zutrauen. Sie haben so toll gespielt in letzter Zeit, den Weggang von Ngamukol gut weggesteckt und immer wieder auf die so Erfolg versprechenden eigenen Tugenden gesetzt: mutig spielen, Teamgeist beherzigen — einer für alle, alle für einen –, und sich kuschelig gemütlich einrichten in der Außenseiterrolle, aus welcher heraus es sich so herrlich ärgern lässt. Man hat nie etwas zu verlieren und immer jede Menge zu gewinnen. Das machen sie großartig und nicht erst seit ein paar Spielen.
 
Bei den Young Boys sieht es ein bisschen aus wie bei Rapid. Die Megakrise, die bei ihnen allerdings auch finanzielle Begleiterscheinungen hat. Man hat über die Jahre   so geklotzt und so wenig damit erreicht, dass man irgendwann die Härte des Bodens zu spüren bekommt. Mag sein, dass noch immer Einiges an Potenzial schlummert. Aber es kommt immer seltener zum Vorschein. Zu ungewiss die Zukunftssituation, zu dringend benötigt die Siege, zu ungeduldig irgendwann die Fans, die sich diese Mogelpackung nicht länger andrehen lassen wollen.
 
Wenn also nur auf X oder 2. Aber noch besser: Finger weg.
 
Teamnews:
YB ohne Francois Affolter (22, IV, 3/0/0), Christoph Spycher (35, LV, 9/1/0), und Josh Simpson (ganze Saison),
Thun ohne Enrico Schirinzi (28, LV, 24/5/2), wichtig, Kevin Bigler (20, RV, ohne Einsatz), Roland Bättig (33, DM, 16/0/0), Renato Steffen (21, LM, 10/2/4), Nelson Ferreira (30, RM, 22/2/0), und Cassio Horta Magalhaes (22, MS, 10/1/1).
 
Also demnach: Finger weg.
 
Ein weiteres Trainerdebut: Bernard Challandes, im November beim heutigen Gegner in die Wüste geschickt, hat eine neue Oase entdeckt: Young Boys nämlich hielt es für erforderlich, den alten, Martin Rueda auf die allergleiche Suche zu schicken, und den für Thun nicht als gut genug erachteten Challandes Brot und Wasser anzubieten. Womöglich erhält er sogar Auto und Villa dazu. Merken die Leute denn gar nichts mehr? Was soll nur dieser ganze Unfug? Wenn es mal nicht läuft, dann meint man, dass man mit anderen Würfeln das Glück hat? In der Spielerszene soll es so etwas ja auch geben…
 
Nur zum Beweis, dass es nicht das Allheilmittel ist: der eine gewann, der andere verlor. Young Boys hatte noch immer tüchtige Publikumsunterstützung, und das fast ohne Perspektiven in der Tabelle. Alle Achtung! Natürlich, klar, es war ein Derby, aber Thun wohl doch eigentlich nicht das große Zugpferd? Die Krise fast am Anschlag, und dann über 19.000?
 
Die Geschichte der Partie: Thun trat so auf, wie man es von ihnen gewohnt ist: mutig, selbstbewusst, nichts zu verlieren haben und Große ärgern. Das taten sie vorbildlich. Zudem hat man vorne einen, der jetzt wirklich regelmäßig trifft und Ngamukol vergessen macht: Marko Schneuwly. Ihm gelangen beide Treffer, nachdem YB die Führung erzielt hatte und doch eigentlich etwas stabiler in den Beinen — dadurch — hätte werden müssen?
 
Die Neigung war jedenfalls gelungen. Und Thun feilt an einem noch viel besseren Image. YB? Da scheinen allmählich die Lichter auszugehen. Ohne Europa lässt sich die Finanzkrise sicher kaum meistern. Was dann geschieht? Mal abwarten.
 
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Grasshoppers Zürich – FC Sion     1:1 (1:0)
Zuschauer: 6.700    (Schnitt bisher: 8.496)
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Hier kann man sich doch wieder recht deutlich positionieren: selbst wenn man anerkennt, dass die Leistung von GC längst nicht so toll war wie das Ergebnis (ein 4:2 auswärts im Derby), aber doch ist es schwer, zu konstruieren, dass ein derartiger Sieg nun gegen sie spricht. Sie sind ein wenig in einer vergleichbaren Rolle wie die Austria in Österreich, wobei hier nur der kleine Unterschied besteht, dass sie ihren Vorsprung — auch eingedenk fortgesetzter Baseler Siege — bereits aufgebraucht haben. Aber schlecht spielen sie keineswegs. Basel hier, Salzburg dort, bleiben das Maß aller Dinge. Aber auf 2 stehen die Austria respektive hier die Grasshoppers.
 
Da man das absolut kranke Sion nach einem einzigen Sieg noch längst nicht gesund schreiben könnte, kann man hier nur auf den Heimsieg gehen.
 
Der Optimismus ist recht groß, zumal GC die Tabellenführung weiter in Reichweite hat, also 6 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
GC ohne Ausfälle,
Sion ohne Xavier Margairaz (29, RM, 16/5/1), Oussama Darragi (26, OM, 18/0/3), Yannick N´Djeng (23, MS, 7/1/0)
 
Eine völlig einseitige Partie und eine eindeutig sehr gute Wette mit ziemlich pechiösem Ausgang. Verwunderlich dennoch, dass nur 6.700 Zuschauer kommen, gegen ein noch-immer-Spitzenteam und mit noch-immer-Titelchancen? Was soll das denn bedeuten? Haben die Fans ihr Team bereits aufgegeben? Erkennt man nicht, dass hier wirklich guter Fußball geboten wird?
 
Das andere Phänomen: wie die Austria in Österreich: bekommt man wirklich weiche Knie angesichts der Chance auf den Titelgewinn? Also im Falle von GC kann man dies unter keinen Umständen bestätigen. Ganz souverän und selbstbewusst traten sie auf und boten ein sehr gutes Spiel an. Das 1:0, endlich, in der 45. erzielt, war zwar ein karger Lohn, aber doch ein insoweit zufrieden stellender, schließlich gibt es ja auch Partien, in denen es gar nicht gelingt, und, noch übler jene, wo es stattdessen der Gegner schafft?
 
Man drückte auch in Hälfte 2, aber nicht mehr ganz so energisch — was Trainer Forte nachher etwas kritisch anmerkte –, das Tor aber erzielten die Gäste. Obwohl Sion dann sogar noch die Siegchance hatte — GC aber auch — , welches GC wohl unter dem Schock des Ausgleiches anbot, bleibt das Urteil dennoch bestehen.
 
Sion tat wesentlich weniger für einen Punktgewinn als beispielsweise Lausanne in Luzern. Und doch wurden die hier belohnt, und die anderen gingen leer aus. So ist es halt manchmal. Vorzuwerfen hat man sich persönlich rein gar nichts. Mit den Wetten war alles ok.
 
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