Rückblick Österreich tipp 3 Bundesliga, 28. Spieltag

in Kürze:

auch in dieser Liga drängen sich ein paar Wetten auf. Sicher waren auch hier die Erfolgszahlen nicht so erfreulich, was die eigenen Tipps anging, aber weiterhin hat man schon das Gefühl, hier ziemlich nahe dran zu sein und insgesamt mehr als ordentlich zu liegen mit den Vorhersagen. Es gibt einige Paarungen, an die man sich wieder etwas mutiger heranwagt.
 
Wolfsberg hat man krass verloren und muss sich höchstens über die 6 Einheiten wundern, da man Ried ja seine Wertschätzung erkennbar entgegen brachte (vor allem Ried MIT Gartler). Salzburg hat man vom Verlauf her mit Mühe gewonnen, aber von den Spielanteilen her recht eindeutig, +10 also, dafür die Austria wieder verloren mit -7 und dies, offen gestanden mit ziemlich viel Recht.
 
Macht in der Abrechnung -3, was natürlich nicht gerade erbauen kann, zumal man bei dem Rapid Spiel sogar eher Richtung Gäste neigte. 
 
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Wolfsberger AC – SV Ried     1:3 (0:0)
Zuschauer: 5.000   (Schnitt bisher: 5.083 ; +89.5% als Aufsteiger gegenüber Vorsaison)
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Hier kann die Argumentation nur in eine Richtung gehen. Ried hat unheimlich zu gefallen gewusst in den letzten beiden Partien. Sie haben Rapid mit 3:2 geschlagen und dabei teils mitreißenden, unwiderstehlichen Kombinationsfußball gespielt und auch die Admira wurde mit 4:1 vom Platz gefegt. 
 
Jetzt schaut man aber doch etwas genauer hin: Wolfsberg ist in der Tabelle 4 Punkte vorne. Zufall?! Dann: es gab ein tolles 3:2 gegen Rapid. Ja. Aber das war doch nicht Rapid, was da auf dem Platz stand? Der größte Krisenclub der Liga mit der historisch größten Krise? Und dann ein 3:2? Sicher freut man sich, weil man nicht all zu oft Rapid auf dem falschen Fuß erwischt, aber es war halt doch nur ein Rapid auf dem falschen Fuß. Und Admira ist ja nun mal trotz allem ganz hinten in der Tabelle. Zudem — Achtung Achtung und apropos genau hinschauen — hatte die Admira mit 18:9 ein positives Torschussverhältnis in diesem Spiel. Zudem, und damit möchte man nun das Gemäkelt auch beenden, waren beides Heimspiele, hier und heute steht aber eine Auswärtspartie an. Wenn man aber, jenseits des reinen Mäkelns, noch einen Pluspunkt in der nun längst nicht mehr zu verhehlenden eingeschlagenen Richtung sucht: Wolfsberg spielt ernsthaft um etwas, Ried ja wohl, bei 4 Punkten weniger, kaum mehr.
 
Über Wolfsbger seinerseits müsste man nun eigentlich schon längst nicht mehr viel hinzufügen. Aber: ein 4:0 BEIM absolut NICHT in der Krise befindlichen Ortsrivalen von Rapid muss doch einen weitaus anderen Stellenwert haben? Der Spitzenreiter hatte selbst wohl bald einen historischen Positivlauf mit 18 Spielen in Serie UNGESCHLAGEN gegenüber der Sieglos-Serie von Rapid. Zudem wüsste man auch sonst nicht im Geringsten, was man Wolfsberg in all den zahlreichen so starken letzten Partien ankreiden sollte? Auch bei ihnen stehen 9 Partien in Folge ohne Niederlage, während Ries zwar zuletzt zwei Siege hatte, davor ein Remis (das mehr als glückliche 2:2 in Salzburg), aber doch davor drei Niederlagen in Serie.
 
6 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
Wolfsberg ohne Gernot Messner (32, ZM, 4/0/0), und Christian Falk (26, MS, 17/10/0), 
Ried ohne Gernot Trauner (21, DM, 14/0/2), und Toni Vastic (20, MS, 8/1/1)
 
Tja, also der Tipp war einfach nicht gut. Nun haben die Worte eingangs ja durchaus sehr viel Positives an Ried hervorgebracht, und damit eigentlich ihnen einen höheren Respekt gezollt, als es die 6 Einheiten andeuten. So hat sich tatsächlich bestätigt, dass Ried einfach nur stark ist. René Gartler wieder im Einsatz  — seit drei Spielen — und seitdem läuft es wieder. Es ist kein Zufall. Wobei ein Robert Zulj an seiner Weite (mag er auch leicht hinter ihm agiert) einen kaum geringeren Wert für das Team hat.
Die erste Halbzeit ging doch recht klar an die Gäste, die deutlich näher dran waren an der Führung. Sie gelang nicht. Stattdessen direkt nach der Pause das 1:0. Somit rückte man (als Wetter) dem Gewinn tatsächlich recht nahe, Es war ja auch nicht so, dass Wolfsberg schlecht war, es war Ried eben nur (etwas) besser. Eine Viertelstunde später gelang der Ausgleich –natürlich keineswegs unverdient aber doch in dem Moment nicht unbedingt sich abzeichnend, denn da kam Wolfsberg dem 2:0 recht nahe. In der folgenden Phase versuchten die Gastgeber, das Spiel wieder in den Griff zu bekommen und kamen auch zu ein paar Chancen — meist durch gefährliche Fernschüsse –, wurden aber in der 89. ausgekontert, als Gartler nach einem gekonnten, aber doch mit etwas Glück nur zum Mann kommenden Zuspiel allein Richtung Tor unterwegs war und von hinten gehalten wird (Poverino). Konsequenterweise gab es Rot und Elfmeter.
Das 3:1 in der Nachspielzeit gegen eine komplett entblößte Defensive nur „Formsache“.
Das Urteil bleibt: Wolfsberg keineswegs schlecht, aber zumindest in dieser Partie etwas schwächer als der Gegner. Wobei hier wohl ein kleiner Irrtum vorlag, denn Ried spricht sehr wohl von Europa (was oben verneint wurde).
 
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Admira/Wacker Mödling – Wacker Innsbruck      4:3 (2:1)
Zuschauer:  3.489  (Schnitt bisher: 2.853 ; -36.4% gegenüber Vorsaison)
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Die Admira also 1:4 geschlagen und doch mit dem positiven Torschussverhältnis. Gut. Sie haben auch zwei Punkte mehr auf dem Konto sowie die um 13 Tore bessere Differenz. Aber doch haben sie sich davor nur zu einem 1:0 gegen Mattersburg gequält. Davor zwei Remisen — Rapid und Salzburg — aber rundherum viele Niederlagen. Man hat ihnen eine Stärke angedichtet, die sie doch nicht so auf den Platz bringen konnten. Winterneuzugang Segovia mag zwar in St.Pölten übelst vermisst werden, aber bei der Admira hat er nichts außer Fahrkarten geschossen. Zuletzt hat er einen „absolute sitter“ ausgelassen. Er wirkt ein wenig lethargisch, wobei dies bei einem center forward im Nu in „reine Klasse“ umgemünzt wird, falls er denn die Buden machen täte. Die Admira also nur ein „na, ja…“.
 
Innsbruck hat oftmals begeisternden Fußball gespielt. Wobei das begeisternde sich in aller Regel in der Offensive abspielte. Hinten sah es teils — und dies bereits seit Saisonbeginn wiederkehrend angemerkt — extrem offen und unorganisiert aus. Da wurden wirklich freimütig Einladungen zum Tore schießen versandt. Aber doch haben sie in doppelter Unterzahl zuletzt gegen Rapid den so wichtigen „Punkt für die Moral“ geholt, die einem entscheidenden Auftrieb geben könnte.
 
Für diese Partie bedeutet es in der Summe: man kann sich doch zu nichts durchringen.
 
Teamnews:
Admira ohne Richard Windbichler (22, IV, 16/0/0), Bernhard Schachner (27, DM, 21/1/2), Dominik Burusic (20, RA, ohne Einsatz), Matts Minkus (21, MS, 2/0/0) als Winterneuzugang.
 
Das Spiel belegte wohl alle Thesen, die man über die beiden Mannschaften je aufgestellt hat. Innsbruck auf jeden Fall nach vorne immer gefährlich, hinten hingegen anfällig. Admira hat ein schlummerndes Potenzial, keine Frage, und hat es diesmal ab und an abrufen können. Segovia, der Winterneuzugang, aber schon ein Starspieler, traf erstmals, wobei er hier eine ganze Menge Glück benötigte. Beim ersten Treffer wäre sein Kopfball wieder einmal nicht reingegangen, nur köpft er seinem Gegenspieler an den Hacken, von da aus bekommt der Ball so viel Effet, dass er den Tormann überwindet und zugleich die Linie überschreitet. Natürlich war es eine Torchance, der Kopfball war auch so, wie viele vorher, ganz gut angesetzt, nur wäre er einfach nicht reingegangen ohne die Ferse des Gegenspielers.
Beim zweiten war nicht nur das Zuspiel von Ouedraogo ein Zufallsprodukt — dieser hält den Fuß in einen Ball hinein, ohne die Richtung wirklich bestimmen zu können –, aber zusätzlich ist er beim Abspiel Abseits, wenn auch nur hauchdünn. Da die Admira auch bei einem der anderen beiden Treffer Fortuna auf seiner Seite hatte, kann man für die Gäste nur konstatieren: erneut eine gute Leistung, ohne einen Lohn dafür zu erhalten. Sie haben einfach Pech.
Das Spiel insgesamt aber so gut, dass man eigentlich beiden den Klassenerhalt wünschte oder auch zutraute. Nur: wer sollte sonst runter?
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SV Mattersburg – Red Bull Salzburg      1:2 (0:0)
Zuschauer: 3.500   (Schnitt bisher: 4.389 ; -10.5% gegenüber Vorsaison)
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Ganz einfach und gerade heraus gesagt: Salzburg gewinnt das Spiel. Sie haben einen wirklich richtig herausragenden Fußball zelebriert gegen Sturm Graz und mit 3:0 natürlich einen tollen Sieg gegen einen ernsthaften Anwärter für ganz oben eingefahren und doch könnte der objektive Beobachter nur konstatieren: da war mehr drin. Das war das beste, was der österreichische Fußball zu bieten hat und jemals zu bieten hatte. In dieser Verfassung müsste man sich auch in Resteuropa warm anziehen, wenn man hier etwas mitnehmen wollte. Sie waren in ihrem Auftritt sehr vergleichbar mit dem FC Basel, der ja derzeit auch (mal wieder) Europa das Fürchten lehrt. Ob Tottenham es (gegen die Bebbi) noch packt?
 
Gegenüber steht ein gänzlich farbloses Mattersburg, welches aus den letzten 5 Partien gerade einmal 2 Punkte mitnehmen konnte und damit ganz ernsthaft in Abstiegsgefahr geraten ist. Zufall? Nein, es ist kein Zufall, selbst wenn man ihnen gegenüber der Konkurrenz von Innsbruck, Admira und Wiener Neustadt noch ein ganz minimales Plus gewähren würde.
 
Da Salzburg zugleich aufgrund des Stolperns der Austria doch noch einmal Lunte gerochen hat (10 Punkte: gigantisch viel; aber der Konkurrent muss ja erst einmal voll punkten, was in Graz eine schwere Aufgabe sein dürfte, und es steht ja noch ein direktes Duell aus, und zwar IN Salzburg), möchte man auch hier gerne die volle Breitseite abfeuern: 10 von 10 auf den Salzburger Sieg.
 
Teamnews:
Mattersburg ohne Nedeljko Malic (24, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, LV, 15/0/1), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3), Dominik Doleschal (23, RM, 4/1/0)
Salzburg ohne Franz Schiemer (27, IV, 25/4/4), sehr wichtig, Martin Hinteregger (20, IV, 24/2/3)
 
Die erte Halbzeit klar dominiert von den Gästen, die tatsächlich zwei 90%ige Chancen liegen ließen. 90% sind ein wirklich realistischer Wert und man bedenke bitte, dass man mit einem Elfer nicht in die Nähe von  90% kommt (außer Roberto Baggio vielleicht, es sei denn, er muss im WM-Finale schießen…). Bei der ersten köpft Franz Schiemer einen direkt auf seinen Kopf gezirkelten Freistoß perfekt Richtung kurzes Eck, der Ball ist unerreichbar für den Goallie, geht an den Innenpfosten und trudelt von da entlang der Torlinie, bis ein Verteidiger ihn auf der gegenüberliegenden Seite von ihr wegschlagen kann. Bei der zweiten ist Kevin Kampl nach einer präzisen flachen  Hereingabe 3 Meter vor dem Tor frei, der Torwart aus dem Spiel, nur gelingt es ihm, den Ball aus dieser Position über das Tor zu schaufeln. Größere Chancen gibt es eigentlich kaum.
Statt des verdienten 1:0 erfolgt nach der Pause mit einer glücklichen Aktion das 0:1. Nun waren die Salzburger ernsthaft gefordert. Sie blieben aber ruhig und spielten weiterhin den dominanten Fußball, den man von ihnen kennt und der regelmäßig zu Torchancen führt. Eine wurde schließlich von Mané zum 1:1 genutzt (70.). Es blieb genug Zeit — und das 2:1 fiel. Dass danach Mané noch ein (berechtigtes) Gelb-Rot bekam, machte die Sache zwar noch einmal spannend, aber die Abwehr hielt locker dicht. Mané damit natürlich im nächsten Spiel out. Dabei hatte er sich gerade so richtig in Form gebracht.
Verdient ja, aber doch war der Auftritt nicht ganz so glänzend wie der letzte. Die Entschlossenheit wird aber noch größer werden angesichts des schrumpfenden Vorsprungs der Austria.
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Rapid Wien – SC Wiener Neustadt      2:0 (0:0)
Zuschauer: 12.800   (Schnitt bisher: 14.255 ; -12.9% gegenüber Vorsaison)
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Soll man annehmen, dass die Krise genau dann ausläuft, wenn sie am Höhepunkt ist? Sicher waren nicht alle Auftritte katastrophal, die zu der Serie geführt haben bei Rapid, aber doch war es gerade zu Hause so, dass ihnen die Fans gehörig den … Wiener Walzer geblasen haben. Man wagte als Kicker, kaum noch selbst einen Ball zu fordern, da man gleich fürchten musste: wenn der jetzt nicht beim Mitspieler landet, dann gibt es schon wieder Pfiffe. So waren die Heimauftritte besonders mangelhaft. Dass sich die Fans das selbst zuzuschreiben haben (wie man hier unverschämt behauptet) ist ja ein anderes Problem, wenn es denn erst einmal Tatsache geworden ist und hier festzuhalten, in der Absicht, zu einer guten Einschätzung zu kommen.
 
Wiener Neustadt punktet und punktet und möchte einfach nicht absteigen. Sie erinnern ganz stark an die Vienna eine Liga darunter, die auch mal wieder gestern zeigte, warum man eigentlich den Abstiegsplatz auf Distanz hält. Es mag hier oder da ein wenig Glück dabei gewesen sein, aber auch damit hat man a) Punkte erzielt und b) das Selbstvertrauen gestärkt.
 
Also wenn hier etwas geht, dann nur für die Gäste. Man möchte aber eigentlich doch lieber keine Kohle darauf riskieren.
 
Teamnews:
Rapid ohne Harald Pichler (25, IV, 16/1/0), Thomas Schrammel (25, LV, 18/0/2), und Steffen Hofmann (32, OM, 20/2/9),
Wiener Neustadt ohne Arvedin Terzic (24, LM, 18/5/6), sehr wichtig.
 
Die Situation mit den Fans eskalierte. Die Ansprüche bei Rapid sind hoch, die Ergebnisse sehr schlecht, da ist es nur logische Folge — den Medien, mit ihren erzeugten Ansprüchen und dem bedingungslosen Verhöhnen von Verlierern ohne in der Lage zu sein, wahre Ursache ausfindig machen zu können, zu denen übrigens auch Pech gehören kann, sei Dank — , dass die irgendwann auf die Barrikaden gehen würden. Hier ist bald der gesamte Vorstand im Kreuzfeuer der Kritik, zum Beispiel auch Sportchef Helmut Schulte, der nach der Partie ein absolut farbloses Interview gab, welches mit „sinnfreies Blabla“ noch sehr günstig für ihn ausgelegt ist. So wird es ihm unter keinen Umständen gelingen, sich aus dem Fokus der Kritik zu bewegen.
Die Mannschaft selbst startete total verunsichert, vor praktisch leeren Rängen — denn die Fans haben vor dem Stadion einen Protestmarsch abgehalten, an dem sich fast alle beteiligten. In Hälfte 1 hätte man locker zurück liegen können und wer weiß, was dann passiert wäre? So hielt man glücklich das 0:0, nach der Pause betraten doch ein paar Schaulustige das Stadion (das Stadion füllte sich, der Protestmarsch war beendet), direkt nach der Pause gelang durch den bereits ausgemusterten (zu Saisonende) Markus Katzer das 1:0 und dies wirkte tatsächlich wie ein Befreiungsschlag. Direkt danach lief es viel besser und wurde zu einer recht einseitigen Partie.
Die Anzeichen zu einer Besserung waren unverkennbar, speziell nach dem Tor. Da dieses zu einem Sieg führte, könnte der Befreiungsschlag ja eine Folgewirkung haben. Wobei man weit davon entfernt ist, Rapid hier für „geheilt“ zu erklären. Über Wiener Neustadt möchte man nichts weiter sagen müssen.
 
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Sturm Graz – Austria Wien      1:1 (1:0)
Zuschauer: 11.268   (Schnitt bisher: 10.836 ; +0.1% gegenüber Vorsaison)
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Beide Teams mit klaren Niederlagen, beide aber keineswegs mit schlimmen Leistungen. Sturm hielt so lange es ging dagegen, aber dieser Gegner (Salzburg) war einfach zwei Schuhnummern zu groß, während die Austria die schmerzhafte Erfahrung machen musste, dass, sofern man hinten ab und an mal einen kassiert und vorne die Chancen nicht reinmacht, am Ende gegen einen sehr starken Gegner einfach mal ein 0:4 rausgucken kann, ohne, dass man all zu viel verkehrt gemacht hat. 
 
Da insgesamt aber die Austria stärker aussieht, und auswärts bei 11–3–0 noch immer ungeschlagen ist, Sturm aber in den letzten beiden Spielen erneut nicht getroffen hat — nachdem die zwischenzeitliche Krise schon für beendet erklärt worden war — kann man hier nur auf die Austria gehen.
 
7 von 10 auf die 2.
 
Teamnews:
Sturm ohne Ersatztorwart Christian Gratzei, Matthias Koch (25, ZM, 10/0/2), 
Austria ohne Naher Barazite (22, MS, 1/0/1) als Winterneuzugang.
 
Die erste Halbzeit ging ziemlich klar an Sturm, die sich die Führung redlich verdienten. Nach dem Wechsel wurde die Austria aber deutlich besser und kam zum verdienten Ausgleich, selbst wenn dieser durch einen tatsächlich im Vergleich sehr soften Elfmeter fiel. Danach drückten die Gäste sogar auf den Siegtreffer, jedoch wurden diese Bemühungen jäh durch eine Gelb-Rote Karte unterbrochen. In den letzten Minuten dann Dauerdruck von Sturm mit ein paar Hochkarätern.
Jede verlorene Wette ist bitter, dennoch muss man sie natürlich in Kauf nehmen. Hier war die Qualität nicht besonders gut, wobei eben die (sehr wichtige) Phase nach dem 1:1 eventuell doch zeigte, wer das bessere Team ist und wer näher dran ist. In der Summe bleibt es aber dabei, dass es schwerlich zu erkennen war, wie die Austria hier Favorit sein sollte. Stumm hat einfach eine tolle, intakte Truppe (die selbstverständlich gegen den Leader, ungeachtet der jüngsten Vergangenheit, von den Fans gestützt wird), die mit an die Spitze gehört. Hinzu mag tatsächlich der vom Tennis her bekannte Effekt kommen, dass man „nur noch diese zwei oder drei Punkte machen muss“ und dann das Match hätte. Nur wird der Weg urplötzlich so weit und der Arm (beim Tennis) oder die Beine (beim Fußball) so schwer. Es sind noch 8 Punkte für die Austria, der Vorsprung. Nur schmilzt er bereits spürbar.
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