Vorschau 3. Bundesliga, Nachholspiele

in Kürze:

Etliche Partien mit reinem Abstiegskampf, die Topteams Münster und Heidenheim vor schweren Auswärtspartien, wobei die von Heidenheim, da gegen einen noch in Abstiegsgefahr befindlichen Gegner, sogar noch etwas schwerer sein dürfte. Chemnitz und Stuttgart spielen die Statistenrollen, wobei man beiden jederzeit auch wieder eine gute Leistung zutrauen darf.

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VfB Stuttgart II – Preußen Münster     (Entfernung: 473 km)
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Tja, also die Wundertüte Stuttgart II hat einen mal wieder Geld gekostet. Und zwar, weil sie ein gutes Ergebnis erzielten, als man auf ein schlechtes hoffte (beim 3:0 gegen Halle). So macht es einfach keinen Spaß. Man hatte mehrfach erwähnt, dass man sich einfach nicht mit ihnen auf etwas einlassen wollte, weder so rum noch so rum, und fällt doch immer wieder herein.
Wäre demnach jetzt wieder ein schwächeres Spiel dran, noch dazu gegen ein Spitzenteam, welches ganz dringend die Punkte braucht, während man selbst nun erst recht gelassen herangehen kann, da die letzten Zweifel über den Klassenerhalt ausgeräumt sind?
Ja, Münster kommt wohl als Favorit, aber doch möchte man sich hier auf nichts einlassen. Es schmeckt einfach nicht, also rührt man die Paarung nicht an.
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SV Babelsberg 03 – Hansa Rostock     (Entfernung: 230 km)
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Hier hätte man sofort ein ganz klares Empfinden, was passieren kann — und vor allem, was nicht. NICHT eintreffen dürfte nämlich der Babelsberger Sieg. Rostock ist „nur“ 8 Punkte vor, der Gegner hat aber ein Spiel weniger. Babelsberg steht auf einem Abstiegsplatz und würde Rostock, falls der Sieg denn doch gelänge, ganz unten mit reinziehen. So ist es also dringend erforderlich für Rostock, die Partie nicht zu verlieren. Die Fans werden sie ohnehin begleiten, hier ist es aber noch eine vergleichsweise kurze Anfahrt.
Trotz der Tatsache, dass man sich schon einige Male ziemlich übel die Finger verbrannt hat bei vergleichbaren Paarungen, die unter dem Motto standen „das ist kein Auswärtsspiel sondern entweder neutral oder sogar ein Heimspiel für die Gäste“, würde man sie doch erneut ins Feuer legen für den Tipp, dass Rostock die Partie, als klar bessere Mannschaft, einfach nicht verlieren kann.
Nun ja, so übel können die Schmerzen ja bei dem virtuellen Feuer hier kaum sein, aber doch werden es die Maximalzahl von 10/10 auf X oder 2.
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Rot Weiß Erfurt – Alemannia Aachen     (Entfernung: 442 km)
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Sportlich gesehen hätte Aachen ja sogar noch die Chance auf den Klassenerhalt und, vergleichbar mit der Paarung zuvor, könnte man den heutigen Gegner ganz dick unten mit reinziehen, ihn sich auf beinahe Schlagdistanz heranziehen. Aber doch scheint das Potenzial einfach zu gering bei der Rumpftruppe und auch der Glauben ist nicht mehr da, etwas bewegen zu können. So dürfte es doch ein einfacher Heimsieg werden.
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Hallescher FC – 1.FC Heidenheim     (Entfernung: 423 km)
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Sehr unangenehme, komplizierte Paarung. Halle hat einen beim 0:3 in Stuttgart bei den Youngsters ziemlich übel im Regen stehen lassen, aber doch wird man nach einem solchen Ergebnis nicht aufhören, so sie zu glauben. Sie haben sogar noch einen Punkt mehr als Rostock und 3 mehr als Erfurt, aber doch sollten sie lieber hier oder da mal punkten, um nicht noch (oder: wieder) in Gefahr zu geraten. Dies nur für den Fall, dass sie selbst in den letzten drei Partien mit nur einem Punkt das Ziel „Klassenerhalt“ vielleicht für erreicht empfanden. Also: sie werden auf jeden Fall, zumal auch zu Hause, die Partie mit der erforderlichen Ernsthaftigkeit angehen.
Gegenüber steht ihnen nun dieses Heidenheim. Man hat sie selbst zum Favoriten (auf mindestens Platz 3) erklärt, und sie haben das (vom Ergebnis her tolle; man hatte es getippt, aber leider noch keinen Rückblick anstellen können) 2:2 in Osnabrück erzielt, und auch rundherum assoziiert man mit dieser Truppe so gut wie ausschließlich Positives. Man möchte sie GANZ DRINGEND wieder haben.
Leider passt es in dieser Paarung nicht gar so gut. Da man aber Heidenheim so dringend haben möchte (als Ergebnis daraus, so fest an sie zu glauben), stehen hier doch 2 von 10 auf den Auswärtssieg.
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Borussia Dortmund II – Kickers Offenbach     (Entfernung: 227 km)
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Dortmund hat eindeutig die Kurve bekommen. Zwei Siege in Serie bringen dies zum Ausdruck, was man ihnen, bei dem tollen (aber mit 0:1 verlorenen) Spiel in Chemnitz zutraute und es quasi vorhersagte. 13 Punkte aus den letzten 10 Spielen sind auch so weit in Ordnung, dass man mit einer derartigen Bilanz locker drin bleiben sollte. Nur gab es halt zuvor schon einen Rückstand. Im Übrigen sei angemerkt, dass die zwei letzten Spiele zwar gewonnen wurden, aber auch jeweils nur mit 1:0.
Offenbach steht auf 36 Punkten, durch einen doppelten Punktabzug. Man darf sich als auf Offenbacher Seite genau so wenig sicher sein, dass man bereits im sicheren Hafen ist, im Gegenteil. Die Konkurrenz unten begehrt gewaltig auf (wenn auch nicht Aachen und Babelsberg, aber es gibt ja schließlich einen dritten Absteiger). Gerade dieser Gegner heute könnte auf 3 Punkte heran, und hätte noch immer zwei Spiele nachzutragen. Wobei Dortmund ja nicht auf einem Abstiegsplatz steht (dort steht derzeit Darmstadt, mit 30 Punkten, aber auch die punkten ja ziemlich regelmäßig, wenn auch seit vier Spielen nicht mehr dreifach bei drei Remisen).
Sprich: die Partie ist für beide von großer Bedeutung. Offenbach hat auch vielfach gezeigt, dass in ihnen mehr steckt als nur ein Abstiegskandidat, das gleich gilt aber für Dortmund. So kann es hier einfach nicht zu einem Tipp kommen.
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SV Darmstadt 98 – FC Chemnitz     (Entfernung: 420 km)
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Hier kann man genau so nur die Füße still halten. Darmstadt hat tatsächlich vier Spiele in Folge nicht mehr getroffen. Drei Mal in Serie war es ein 0:0 — und fühlte sich vielleicht als Fortsetzung einer Erfolgsserie an, da man ja danach bereits fünf Mal in Folge nicht verloren hatte, nach zuvor zwei Siegen — wird aber ganz rasch wieder zur Misserfolgsserie, wenn man das Folgespiel — wie sie in Dortmund — mit 0:1 verliert. Und doch haben sie vielfach gezeigt in den letzten Wochen, dass sie Abstiegskampf können. Falls man doch das Positive überwiegen lassen möchte: in den letzten fünf Partie gab es nur dieses eine Gegentor in Dortmund.
Chemnitz hingegen hat einen zwar vielfach begeistern können, aber doch würde man sie hier unter keinen Umständen haben wollen. Nicht nur haben sie  zuletzt in Saarbrücken 0:2 verloren, als man ihnen etwas zutraute (und damit von ihnen schwer enttäuscht wurde), nein, sie haben einfach keine besonderen Ziele mehr, dass muss man einfach anerkennen. Nächste Saison gerne wieder, aber diese halt nicht mehr.
So kann man nur die Neigung vertreten, dass Darmstadt hier ein bis drei Punkte behält. Aber es reicht nicht zu einem Tipp.
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