Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 28. Spieltag

in Kürze:

auch in dieser Liga drängen sich ein paar Wetten auf. Sicher waren auch hier die Erfolgszahlen nicht so erfreulich, was die eigenen Tipps anging, aber weiterhin hat man schon das Gefühl, hier ziemlich nahe dran zu sein und insgesamt mehr als ordentlich zu liegen mit den Vorhersagen. Es gibt einige Paarungen, an die man sich wieder etwas mutiger heranwagt.
 
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Wolfsberger AC – SV Ried     (Entfernung: 275 km)
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Hier kann die Argumentation nur in eine Richtung gehen. Ried hat unheimlich zu gefallen gewusst in den letzten beiden Partien. Sie haben Rapid mit 3:2 geschlagen und dabei teils mitreißenden, unwiderstehlichen Kombinationsfußball gespielt und auch die Admira wurde mit 4:1 vom Platz gefegt. 
 
Jetzt schaut man aber doch etwas genauer hin: Wolfsberg ist in der Tabelle 4 Punkte vorne. Zufall?! Dann: es gab ein tolles 3:2 gegen Rapid. Ja. Aber das war doch nicht Rapid, was da auf dem Platz stand? Der größte Krisenclub der Liga mit der historisch größten Krise? Und dann ein 3:2? Sicher freut man sich, weil man nicht all zu oft Rapid auf dem falschen Fuß erwischt, aber es war halt doch nur ein Rapid auf dem falschen Fuß. Und Admira ist ja nun mal trotz allem ganz hinten in der Tabelle. Zudem — Achtung Achtung und apropos genau hinschauen — hatte die Admira mit 18:9 ein positives Torschussverhältnis in diesem Spiel. Zudem, und damit möchte man nun das Gemäkelt auch beenden, waren beides Heimspiele, hier und heute steht aber eine Auswärtspartie an. Wenn man aber, jenseits des reinen Mäkelns, noch einen Pluspunkt in der nun längst nicht mehr zu verhehlenden eingeschlagenen Richtung sucht: Wolfsberg spielt ernsthaft um etwas, Ried ja wohl, bei 4 Punkten weniger, kaum mehr.
 
Über Wolfsbger seinerseits müsste man nun eigentlich schon längst nicht mehr viel hinzufügen. Aber: ein 4:0 BEIM absolut NICHT in der Krise befindlichen Ortsrivalen von Rapid muss doch einen weitaus anderen Stellenwert haben? Der Spitzenreiter hatte selbst wohl bald einen historischen Positivlauf mit 18 Spielen in Serie UNGESCHLAGEN gegenüber der Sieglos-Serie von Rapid. Zudem wüsste man auch sonst nicht im Geringsten, was man Wolfsberg in all den zahlreichen so starken letzten Partien ankreiden sollte? Auch bei ihnen stehen 9 Partien in Folge ohne Niederlage, während Ries zwar zuletzt zwei Siege hatte, davor ein Remis (das mehr als glückliche 2:2 in Salzburg), aber doch davor drei Niederlagen in Serie.
 
6 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
Wolfsberg ohne Gernot Messner (32, ZM, 4/0/0), und Christian Falk (26, MS, 17/10/0), 
Ried ohne Gernot Trauner (21, DM, 14/0/2), und Toni Vastic (20, MS, 8/1/1)
 
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Admira/Wacker Mödling – Wacker Innsbruck     (Entfernung: 476 km)
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Die Admira also 1:4 geschlagen und doch mit dem positiven Torschussverhältnis. Gut. Sie haben auch zwei Punkte mehr auf dem Konto sowie die um 13 Tore bessere Differenz. Aber doch haben sie sich davor nur zu einem 1:0 gegen Mattersburg gequält. Davor zwei Remisen — Rapid und Salzburg — aber rundherum viele Niederlagen. Man hat ihnen eine Stärke angedichtet, die sie doch nicht so auf den Platz bringen konnten. Winterneuzugang Segovia mag zwar in St.Pölten übelst vermisst werden, aber bei der Admira hat er nichts außer Fahrkarten geschossen. Zuletzt hat er einen „absolute sitter“ ausgelassen. Er wirkt ein wenig lethargisch, wobei dies bei einem center forward im Nu in „reine Klasse“ umgemünzt wird, falls er denn die Buden machen täte. Die Admira also nur ein „na, ja…“.
 
Innsbruck hat oftmals begeisternden Fußball gespielt. Wobei das begeisternde sich in aller Regel in der Offensive abspielte. Hinten sah es teils — und dies bereits seit Saisonbeginn wiederkehrend angemerkt — extrem offen und unorganisiert aus. Da wurden wirklich freimütig Einladungen zum Tore schießen versandt. Aber doch haben sie in doppelter Unterzahl zuletzt gegen Rapid den so wichtigen „Punkt für die Moral“ geholt, die einem entscheidenden Auftrieb geben könnte.
 
Für diese Partie bedeutet es in der Summe: man kann sich doch zu nichts durchringen.
 
Teamnews:
Admira ohne Richard Windbichler (22, IV, 16/0/0), Bernhard Schachner (27, DM, 21/1/2), Dominik Burusic (20, RA, ohne Einsatz), Matts Minkus (21, MS, 2/0/0) als Winterneuzugang.
 
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SV Mattersburg – Red Bull Salzburg     (Entfernung: 353 km)
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Ganz einfach und gerade heraus gesagt: Salzburg gewinnt das Spiel. Sie haben einen wirklich richtig herausragenden Fußball zelebriert gegen Sturm Graz und mit 3:0 natürlich einen tollen Sieg gegen einen ernsthaften Anwärter für ganz oben eingefahren und doch könnte der objektive Beobachter nur konstatieren: da war mehr drin. Das war das beste, was der österreichische Fußball zu bieten hat und jemals zu bieten hatte. In dieser Verfassung müsste man sich auch in Resteuropa warm anziehen, wenn man hier etwas mitnehmen wollte. Sie waren in ihrem Auftritt sehr vergleichbar mit dem FC Basel, der ja derzeit auch (mal wieder) Europa das Fürchten lehrt. Ob Tottenham es (gegen die Bebbi) noch packt?
 
Gegenüber steht ein gänzlich farbloses Mattersburg, welches aus den letzten 5 Partien gerade einmal 2 Punkte mitnehmen konnte und damit ganz ernsthaft in Abstiegsgefahr geraten ist. Zufall? Nein, es ist kein Zufall, selbst wenn man ihnen gegenüber der Konkurrenz von Innsbruck, Admira und Wiener Neustadt noch ein ganz minimales Plus gewähren würde.
 
Da Salzburg zugleich aufgrund des Stolperns der Austria doch noch einmal Lunte gerochen hat (10 Punkte: gigantisch viel; aber der Konkurrent muss ja erst einmal voll punkten, was in Graz eine schwere Aufgabe sein dürfte, und es steht ja noch ein direktes Duell aus, und zwar IN Salzburg), möchte man auch hier gerne die volle Breitseite abfeuern: 10 von 10 auf den Salzburger Sieg.
 
Teamnews:
Mattersburg ohne Nedeljko Malic (24, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, LV, 15/0/1), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3), Dominik Doleschal (23, RM, 4/1/0)
Salzburg ohne Franz Schiemer (27, IV, 25/4/4), sehr wichtig, Martin Hinteregger (20, IV, 24/2/3)
 
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Rapid Wien – SC Wiener Neustadt     (Entfernung: 61 km)
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Soll man annehmen, dass die Krise genau dann ausläuft, wenn sie am Höhepunkt ist? Sicher waren nicht alle Auftritte katastrophal, die zu der Serie geführt haben bei Rapid, aber doch war es gerade zu Hause so, dass ihnen die Fans gehörig den … Wiener Walzer geblasen haben. Man wagte als Kicker, kaum noch selbst einen Ball zu fordern, da man gleich fürchten musste: wenn der jetzt nicht beim Mitspieler landet, dann gibt es schon wieder Pfiffe. So waren die Heimauftritte besonders mangelhaft. Dass sich die Fans das selbst zuzuschreiben haben (wie man hier unverschämt behauptet) ist ja ein anderes Problem, wenn es denn erst einmal Tatsache geworden ist und hier festzuhalten, in der Absicht, zu einer guten Einschätzung zu kommen.
 
Wiener Neustadt punktet und punktet und möchte einfach nicht absteigen. Sie erinnern ganz stark an die Vienna eine Liga darunter, die auch mal wieder gestern zeigte, warum man eigentlich den Abstiegsplatz auf Distanz hält. Es mag hier oder da ein wenig Glück dabei gewesen sein, aber auch damit hat man a) Punkte erzielt und b) das Selbstvertrauen gestärkt.
 
Also wenn hier etwas geht, dann nur für die Gäste. Man möchte aber eigentlich doch lieber keine Kohle darauf riskieren.
 
Teamnews:
Rapid ohne Harald Pichler (25, IV, 16/1/0), Thomas Schrammel (25, LV, 18/0/2), und Steffen Hofmann (32, OM, 20/2/9),
Wiener Neustadt ohne Arvedin Terzic (24, LM, 18/5/6), sehr wichtig.
 
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Sturm Graz – Austria Wien     (Entfernung: 199 km)
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Beide Teams mit klaren Niederlagen, beide aber keineswegs mit schlimmen Leistungen. Sturm hielt so lange es ging dagegen, aber dieser Gegner (Salzburg) war einfach zwei Schuhnummern zu groß, während die Austria die schmerzhafte Erfahrung machen musste, dass, sofern man hinten ab und an mal einen kassiert und vorne die Chancen nicht reinlacht, am Ende gegen einen sehr starken Gegner einfach mal ein 0:4 rausgucken kann, ohne, dass man all zu viel verkehrt gemacht hat. 
 
Da insgesamt aber die Austria stärker aussieht, und auswärts bei 11–3–0 noch immer ungeschlagen ist, Sturm aber in den letzten beiden Spielen erneut nicht getroffen hat — nachdem die zwischenzeitliche Krise schon für beendet erklärt worden war — kann man hier nur auf die Austria gehen.
 
7 von 10 auf die 2.
 
Teamnews:
Sturm ohne Ersatztorwart Christian Gratzei, Matthias Koch (25, ZM, 10/0/2), 
Austria ohne Naher Barazite (22, MS, 1/0/1) als Winterheuzugang.
 
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