Vorschau 3. Bundesliga 33. Spieltag

in Kürze:

ein paar Paarungen scheinen schon extrem interessant, so dass sie diesmal sogar mit der Maximalzahl an Einheiten unterstützt werden.
 
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Alemannia Aachen – Hansa Rostock     (Entfernung: 662 km)
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Die Alemannia zuletzt wirklich in der Verfassung eines Prügelknaben. Der Kader zu dünn, die Sorgen zu groß. Es ist wohl nichts mehr von ihnen zu erwarten. Rostock mit immer mal wieder guten Spielen, aber sie treffen das Tor nicht. Hier vielleicht? Sehr gut denkbar…
Teamnews:
Bei Aachen fehlen Michael Melka (34, TW, 9/0/0), Tom Stehle (32, IV, 10/0/), Aimen Demai (30, DM, 2/0/0), Dario Schumacher (20, ZM, 8/2/1) mit Gelbsperre, Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, MS, 7/1/1)
bei Rostock sind es Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Sebastian Pelzer (32, LV, 26/0/0), Mohammed Lartey (26, OM, 1/0/0), Edisson Jordanov (19, OM, 11/1/3)
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Arminia Bielefeld – SV Wehen/Wiesbaden     (Entfernung: 338 km)
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Also hier ist die Tendenz ganz eindeutig, und doch wird man mit Sicherheit vorsichtig zu Werke gehen: Wehen nimmt hier etwas mit.
Die Gründe sind recht einfach, und es sind in der Summe 2: Wehen hat einem gewaltig imponiert (und das nicht nur im letzten Spiel, bei 3:2 über Osnabrück), Grund 1, und Bielefeld war trotz des Sieges in Rostock farblos (und auch dies nicht nur in dieser einen Partie). Diese Mannschaft mag zwar oftmals gut gefallen haben und zurecht MIT an der Spitze stehen, aber die SpitzenPOSITION ist eindeutig nicht ihre Schuhgröße.
Wenn nach dem wahrhaft besten Torjäger in der Liga befragt, kommt nicht etwa heraus, dass es Anton Fink wäre (gut möglich), aber auch nicht, dass es Fabian Klos wäre. Er spielt auf der anderen Seite und heißt Zlatko Janjic. Er ist erst 26 Jahre alt — Topclubs, hergehört — und hat in 28 Spielen 14 Mal getroffen und vier Mal aufgelegt. Klos traf zwar 19 Mal, in 30 Spielen, und legte 7 Treffer auf, aber er spielt ja auch bei einer Spitzenmannschaft, wo zwangsläufig mehr Torgelegenheiten da sind. Also: die Quoten nehmen sich nicht viel, sind ähnlich (Klos ist 25). Nur hat einen Janjic irgendwie noch mehr beeindrucken können. Er erinnert ein wenig an den guten alten Hamburger (und Dortmunder) Sergej Barbarez — und das nicht nur äußerlich. (Barbarez erzielte übrigens in 174 Spielen für den HSV 65 Tore).
Teamnews:
Bielefeld ohne Tennis Riemer (25, RV, 11/0/0), Tim Jerat (31, DM, 25/1/6), wichtig, 
Wehen ohne Sven Schimmel (23, RV, 28/0/3), Martin Röser (22, RM, 3/0/0)
 
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Wacker Burghausen – Stuttgarter Kickers     (Entfernung: 332 km)
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Auch hier ergibt sich ein ganz eindeutiges Gefühl. Ob man auch bereit ist, dafür ein paar units zu riskieren? Mal schauen.
Burghausen hat zwar drei Mal in Serie 0:0 gespielt, aber soll man darauf stolz sein? Gerade im letzten Spiel benötigten sie dazu eine gehörige Portion Glück. Wenn man einmal Positives gesehen hat von der Mannschaft, dann ist das lange zurück und war die unglückliche Niederlage gegen den KSC, als Mokhtari noch die Fäden zog (nun werden nach der OP ihm die Fäden gezogen). Sonst war es Tristesse, selbst wenn ein 2:0 gegen Aachen (eben; es war nur Aachen) darunter steht.
Die Entscheidung, Gerd Dais zu holen und nun wieder gehen zu lassen, kann man unter keinen Umständen gut heißen, nein, man verachtet sie sogar. Dämlich hoch drei, sozusagen, und dies verantwortet von Guido „Diego“ Buchwald. Unfassbar, was dieser Dubel da verzapft. Vor allem: wer die letzte Partie gesehen hat, kann der Mannschaft nur den einen Vorwurf machen: sie hat kein Glück. Man hatte so viele gute Chancen, wie man sich nur erträumen kann. Der Keeper fischte alle, was schon mal so viel bedeutet: sie waren fast alle „on target“. Also: die Mannschaft hat einiges an Leben gezeigt. Mit neuem Trainer möchte man überhaupt nicht, aber die Neigung bleibt zunächst, dass sie etwas holen in Burghausen.
Neue News: StuKi hat das Mittwochspiel gegen Dortmund II verloren. Die Situation ist mehr als nur brenzlig. Möglich, dass man sich schon bald aufgibt.
Teamnews:
Burghausen weiter (nur) ohne Mokhtari (34, OM, 24/4/7),
StuKi ohne Royal-Dominique Fennel (23, IV, 12/2/0), Thorben Stadler (23, LV, 15/0/2)
 
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Borussia Dortmund II – SV Darmstadt 98     (Entfernung: 247 km)
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Die wohl unglücklichste vorstellbare Paarung. Man hätte Dortmund wohl gegen jeden Gegner empfehlen können, nach dieser letzten überragenden (aber verlorenen) Partie in Chemnitz. Aber kann man es auch bedingungslos gegen diese Darmstädter?
Trainer Schuster nannte es einfach das halb volle Glas und machte in Optimismus, dem man ihm aber durchaus abnimmt nach dem unglücklichen 0:0 gegen Aachen. Die Erfolgsserie wurde verlängert, aber eben nur zu einem Drittel belohnt. Es sind fünf satte Spiele nicht nur ohne Niederlage sondern, wie Kaiser Franz sicher stolz sagen würde, ohne Gegentor (an dieser Stelle gibt es ja eine etwas geteilte Auffassung zu diesem Thema; die Torflaute ist schon bedenklich und wäre leicht zu beheben, wenn man doch nur die Regeln ANWENDEN würde; und eine Cruyffsche — des Kaisers Gegenspieler zu seinen Glanzzeiten — Philosophie ist eine eh viel lieber, die da lautet: „Ziel ist es, ein Tor mehr als der Gegner zu erzielen.“
Also: Darmstadt mit das stabilste Team derzeit. Seit an dieser Stelle (durchaus mit Stolz vermerkt) hervorgehoben wurde, dass sie den Abstiegskampf angenommen haben, läuft es tatsächlich.
Es ist zunächst eine Neigung dennoch, dass Dortmund (die sogar von einigen Fans begleitet wurden nach Chemnitz) die Partie hier gewinnt. Das war spielerische Extraklasse und ein paar Tore waren ihnen demnächst unter allen Umständen prophezeit worden.
Neue Nachrichten: das Nachholspiel unter der Woche bei Stuttgarter Kickers konnte gewonnen werden. Dies macht natürlich die Neigung hier kein bisschen geringer.
Teamnews:
Dortmund ohne Günter Koray (18, IV, 16/0/0), und Krem Demirbay hat so stark gespielt und nun einen Mittelfußbruch erlitten, fällt lange aus: (19, ZM, 23/2/1)
Darmstadt hat keine Ausfälle.
 
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Rot Weiß Erfurt – SpVgg Unterhaching     (Entfernung: 406 km)
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Da Erfurt einfach nur mies war und mit viel Glück das 1:0 bei StuKi holte, könnte man sich mit ihnen unter keinen Umständen identifizieren.
Unterhaching hat den KSC mit 2:1 besiegt — aua, es tat weh –, hat dabei natürlich ordentlich und engagiert gespielt, so, es war allerdings auch gegen den Leader und Krösus und vor den eigenen Fans (wobei ja erstaunliche 1.500 aus Karlsruhe mitgekommen waren). Da für sie in dieser Partie keine besonderen Ziele auf dem Spiel stehen, Erfurt hingegen weiterhin in Bedrängnis ist, kann man hier nur die Füße still halten.
Neue Nachricht: das 0:1 gegen den KSC unter der Woche hat die Situation logischerweise noch etwas bedrohlicher werden lassen. Erfurt muss dringend etwas holen hier.
Teamnews:
Erfurt fehlen weiterhin zwei der drei Torhüter (Sponsel und Salz), aber der 19.jährige Klein hat seine Sache bisher ganz gut gemacht. Sonst fehlt niemand.
Bei Unterhaching fallen nur die schon länger fehlenden Sternisko und Bichler aus. 
 
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Karlsruher SC – SV Babelsberg 03     (Entfernung: 654 km)
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Hier kann es nur einen Tipp geben. Der KSC hat die Erfolgsserie von 21 ungeschlagenen Spielen durch das 1:2 in Unterhaching verpasst, hat sogar dabei die Tabellenführung eingebüßt, sicher durch diesen Schuss Überheblichkeit, der bei Gelingen so gerne als „Souveränität“ ausgelegt wird (auch der FC Barcelona hat viele Spiele auf diese Art in der laufenden Saison gewonnen: hinten liegen, ganz ruhig sein eigenes Spiel weiter aufziehen, nicht in Hektik verfallen — und plötzlich waren die zwei Tore da) , der aber im Falle der Niederlage eben nach Arroganz aussieht.
Hier und heute vor vollem Haus wird man sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Man wird auf Wiedergutmachung aus sein und den Fans ein Freudenfest bereiten gegen einen in der Liga klar überforderten Gegner, dem man auch in der Hinrunde so lange das Potenzial absprach und die ihre Punkte auch daheim, wenn je welche gemacht, mit der peinlichen Taktik eingefahren hatten: jeden Gegner kommen lassen, hinten dicht machen und vorne hilft der liebe Gott.
10/10 auf den Handicap Sieg des KSC.
Neue Nachricht: Der Sieg unter der Woche kann dem Tipp natürlich nicht schaden, wobei ein 1:0 ja nun nicht unbedingt ein Kantersieg ist. Es riecht nach einer konzentrierten Leistung, allerdings ohne Calhanoglu erzielt, der nicht mit in Erfurt war. Babelsberg hat zu Hause schon wieder ein 0:0 ermauern können (am Dienstag), gegen die Stuttgarter Youngsters. Viel Gutes kann man daraus aber nicht für sie machen.
Teamnews:
dem KSC fehlt nur Sebastian Schiek (23, RV, 12/0/1),
Babelsberg hat alle Mann an Bord
 
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Kickers Offenbach – Preußen Münster     (Entfernung: 280 km)
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In dieser Partie gibt es nichts zu orakeln. Die Kickers werden den Abstiegskampf (so es denn je einer war)ganz locker bestehen. Jetzt haben sie bereits vier Mal in Folge kein Tor kassiert — und damit logischerweise auch nicht verloren. Als es etwas eng wurde habe sie doch zeigen können, dass in ihnen etwas mehr steckt. Da man aber bei 38 Punkten noch nicht ganz „Entwarnung“ geben kann, werden sie, ohnehin weil daheim, eine normale Leistung abliefern.
Münster arg lädiert durch das 3:3 (nach 3:0) gegen Saarbrücken. Ob man das so einfach wegsteckt?  In der Tabelle ist es derzeit Platz 4, mit einem Punkt Rückstand auf Osnabrück, bei einem ausstehenden Spiel. Von daher ist das Spiel natürlich extrem wichtig für sie, aber man kann sie nicht einfach so als Favoriten ansehen.
Es ist ein Pass, aber doch mit der Neigung, dass Offenbach eher nicht verlieren wird.
Teamnews:
Offenbach weiter ohne die Langzeitverletzten Husterer (IV) und Lamprecht (RV), dazu Sead Mehic (38, DM, 23/2/1)
Münster hat keine Ausfälle
 
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VfL Osnabrück – 1.FC Heidenheim     (Entfernung: 521 km)
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Das hier im Grunde eine ideale Partie. Woran liegt das? Weil Heidenheim spielt. Ja, das stimmt schon so.
Heidenheim einfach bärenstark zuletzt, während Osnabrück weit mehr als einmal arg gewackelt hat. Es sind ja tatsächlich nur 4 Punkte aus den letzten 5 Spielen (eigentlich eine Absteigerbilanz; weniger Punkte als Spiele) und auch der Rostock Sieg glänzt zwar, da man ein 0:2 aufholte und den Sieg wirklich erzwang, aber doch kann man ihn unmöglich als „Gold“ bezeichnen. Es kann ja nicht souverän sein, wenn man daheim 0:2 zurückliegt?
Heidenheim hat aus 15 Chancen bei gleichzeitig 15 Ecken ein Tor geschafft. Ja, es war nur ein Tor. Aber man hat eben nicht aufgehört, daran zu arbeiten und auf Fanseite daran zu glauben. Die Explosion und Freude umso größer, da es in der 87. endlich doch gelang (und es nicht etwa so dämlich hieß: „Tja, wer seine Chancen nicht nutzt, der muss sich nicht wundern, wenn er plötzlich…“ blablabla). Das Spiel insgesamt so stark und der Siegtreffer ein solcher Befreiungsschlag — vergleichbar mit dem 1:0 der Deutschen gegen Polen in 2006 in letzter Minute als Initialzündung für die gesamte berauschende WM) –, dass man so gefestigt in die Partie gehen wird und sie eigentlich nicht verlieren kann.
10/10 auf X/2
Teamnews:
Osnabrück weiter ohne Martin Hudec (30, IV, 14/1/0), 
Heidenheim ohne Sandro Sirigu (24, RV, 15/1/0), Alper Bagcepi (28, RM, 22/2/4), mit Gelbsperre, sowie Andreas Spann (25, MS, ohne Einsatz) und Patrick Mayer (25, MS, 9/2/1)
 
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1. FC Saarbrücken – FC Chemnitz     (Entfernung: 573 km)
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Sicher hat Saarbrücken nun auf eine tolle Erfolgsserie zu verweisen und nicht nur, dass sie verdient war, nein, man hat sogar Teile davon an dieser Stelle hier ganz gut vorhergesehen. Dennoch ist Saarbrücken dadurch noch lange keine Spitzenmannschaft. Sie haben den Abstiegskampf angenommen und sich entschlossen und an einem Strang ziehend (das war nicht immer so in der Saison) dagegen gewehrt und gezeigt, dass mehr in ihnen steckt als der Konkurrenz.
Der schlummernde Gigant aber bleibt der FC Chemnitz. Toll wieder und allmählich Kultcharakter annehmend, wie erneut Trainer Schädlich einen der dämlichen Reporter mit einer seiner dämlichen Fragen auflaufen ließ: „Sie haben doch gehört, was ich gesagt habe.“ Dann gab der noch immer nicht klein bei und fragte noch einmal genau so dämlich. Schädlich: „Sie haben gehört, was ich gesagt habe.“ Das erinnert schon bald an den legendären Hans Meyer.
Chemnitz hat das Ruder herumgerissen gegen einen wirklich übermächtig erscheinenden Gegner (gigantisch, was da bei Dortmund an Potenzial nachkommt; allmählich hat sich der schon früh angekündigte Lerneffekt — Vorteil der Jugend — auch bemerkbar gemacht). Das war absolute Sahne, was sie in Hälfte 2 geboten haben. Man sah es dem Strahlen in den Interviews auch an, dass sie wussten, welch starke Leistung sie hier geboten hatten.
Da es um wenig geht, kann man natürlich unter keinen Umständen hier hoch rangehen. Aber 2 von 10 darauf, dass Chemnitz nicht verliert — X/2 also — ist man doch bereit zu riskieren, aufgrund dieser so starken Leistung und weil man schon länger von Chemnitz schwärmte.
Teamnews:
Saarbrücken ohne Tim Knipping (20, IV, 13/0/0), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Ufuk Özbek (20, ZM, 15/2/0), Kyan Soltanpour (23, MS, 10/0/0), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1),
Chemnitz hat keine Ausfälle
 
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VfB Stuttgart II – Hallescher FC     (Entfernung: 478 km)
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Halle mit sehr starkem Spiel, aber ohne das so verdiente Erfolgserlebnis (die Partie Halle – Burghausen sehr ähnlich wie die von Heidenheim gegen Stuttgart II, nur dass Halle das Siegtor nicht gelang). Diese Mannschaft hätte ebenfalls das Potenzial für weiter oben in der jetzigen Zusammenstellung.
Stuttgart II, sie man erkennen kann, von Heidenheim an die Wand gespielt. Das hätte auch ein Debakel geben können. Sicher bleibt es bei einer Wundertüte, aber zumeist kam zuletzt wenig Tolles aus der heraus.
So ist man ganz fest davon überzeugt, dass Halle diese Partie nicht verlieren kann. 5 von 10 auf X oder 2.
Neue Nachricht: Stuttgart am Dienstag in Babelsberg beim 0:0 erneut ohne Torerfolg. Das macht den Tipp natürlich nicht schlechter.
Teamnews:
Stuttgart II ohne Dominik Gallert (19, RV, ohne Einsatz), Marco Rapp (21, DM, ohne Einsatz), 
Bei Halle sind alle Mann fit.
 
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