Rückblick Österreich tipp 3 Bundesliga, 27. Spieltag

in Kürze:

Auch in dieser (kleinen) Liga eine ähnliche Problematik wie oftmals bei den kleineren: große Lücken oftmals zwischen den Teams. Hier ist es allerdings nicht ganz so gravierend, da sowohl in der Abstiegsfrage als auch der Europa Frage alles dicht zusammen steht, sogar Ried noch mit einem Auge verstohlen nach oben schielen kann. Andererseits hier das Problem: die wichtigste aller Entscheidungen rückt deutlich näher. 13 Punkte in 9 Spielen aufholen? Wohl kaum vorstellbar für Salzburg.
 
Mit Innsbruck war ja offen gelassen, ob 1/X oder die 1, also darf man die 6 Einheiten aufgrund des Remis hier nicht abrechnen. Irgendwie ein gefühlter Erfolg ist es dennoch, wobei man den Spielbericht dringend lesen sollte. Die korrigierten 2 von 10 auf die Austria gingen den Bach runter, das gar mit einem 0:4. Die Neigung war auch bei Wiener Neustadt richtig, die da lautete „jedenfalls nicht die 1 spielen“, aber doch bleibt es bei den -2 Einheiten.
 
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Wacker Innsbruck – Rapid Wien    1:1 (0:0)
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Zuschauer: 5.600  (Schnitt bisher: 4.771 ; -25.4% gegenüber Vorsaison)
Beides Krisenteams, aber Rapid noch viel schlimmer. Nun sind es 8 Spielen — in Worten: acht — ohne einen Sieg in der Bundesliga! Das muss doch nun bald mal einmalig sein? Auch in Ried hat man zwar mitgespielt, aber doch nicht genügend Qualität auf den Platz gebracht, um diesen Gegner „at bay“ (to keep someone at bay: sich jemanden vom Leibe halten) zu halten. 
 
Innsbruck hingegen spielt wirklich immer wieder guten Fußball. Warum sie ganz hinten stehen? Nun, weil es ihnen nicht gelingt, die riesigen Löcher in der Defensive, die immer wieder zu beobachten sind, zu stopfen. Es gab eine kurze Phase, in der dies gelang, weil man nämlich Augenmerk darauf legte, aber zuletzt hat man, wohl in der Gewissheit, immer genügend Tore erzielen zu können und auch angesichts einer kleineren Erfolgsserie, dies wieder komplett vernachlässigt.
 
So lesen sich die drei Ergebnisse bereits wirklich witzig, die man erzielte (und der Leser möge dem Ehrenwort, im Gegensatz zum Barschelschen damals, gerne vertrauen, dass man den Rückblick erst NACH Verfassen der Zeilen anfertigte): 2:3, 2:3, 2:3. Drei Mal in Folge ging das Konzept also NICHT auf. Vorne zwei erzielt: das liegt weit über Ligaschnitt und sollte Punkte bringen. Hinten drei kassiert: noch mehr über Ligaschnitt und kostet haufenweise Punkte.
 
Der Rückstand ist keineswegs groß, geschweige denn zu groß: es sind drei Punkte, auf Admira und die Wiener Neustädter, also durchaus machbar, wenn man nun mal anfängt.
 
Zuzutrauen ist es den Gastgebern allemal, angesichts der hohen Qualität im Angriffsspiel, bei welcher man sich viel eher noch als Meister im Auslassen von Chancen präsentierte — nach hiesiger Ansicht vorwiegend dem Pech geschuldet –, und Tore werden sie erneut machen können. Ob die Krise von Rapid, weiterhin ohne Kapitän Steffen Hofmann, dazu ohne Dauerläufer Christopher Trimmel (26, RM, 23/3/5), darf doch ernsthaft bezweifelt werden.
 
Hier kann man ausschließlich auf die Heimmannschaft gehen. Ob nun mutig auf den Sieg oder bescheiden auf 1/X möchte man hier gerne offen lassen. Aber doch sollen es mindestens 6 Einheiten sein. Die Abrechnungsmodalitäten sind ja derzeit eh noch ziemlich offen.
 
Teamnews: 
Innsbruck ohne Dario Dakovic (25, IV, 21/0/0), Thomas Bergmann (23, RV, 21/1/0), Marco Köfler (22, LM, 1/0/0), 
Rapid ohne die beiden wichtigen, oben erwähnten, und weiterhin ohne Thomas Schramml (25, LV, 18/0/2)
 
Unfassbar mal wieder die Geschichte zu diesem Spiel, und das ist kein Witz. Was war an ihr nun so besonders?
Also: Innsbruck startet so gut, wie man es ihnen zutraute und sie schon oft gesehen hat in der Saison: mutig und entschlossen nach vorne. In dieser Phase spielte man den Gegner quasi an die Wand, hätte die Führung schaffen können, Rapid kaum im Spiel. Ebenso typisch aber die Defensivlücken (welche sich aber bei so ausgeprägtem Offensivgeist wohl kaum vollständig vermeiden lassen). So gab es im Angriffsspiel einen kleinen technischen Fehler an der Strafraumgrenze, damit der Ballverlust, der ganz schnelle, weite Ball in die gegnerische Hälfte, ein Eins gegen Eins, ein schneller Angreifer (Deni Aler), der den Ball vorbeibekommt, die Verteidigerbeine sind zu langsam und haben nur noch die Angreiferbeine zum klären: Rote Karte, nach 23 Minuten, aber, man darf es ruhig so deutlich sagen: „Against the run of play.“
Natürlich ein verändertes Bild danach. Rapid drückt, Innsbruck zieht sich mehr und mehr zurück. Die Chancen für die Gäste häufen sich, bis sozusagen zwangsläufig das 1:0 erfolgt (65.). Danach weitere Chancen zum 2:0, vor allem zwei Mal jene auf einen Elfmeter (im Mittelfeld fraglos ein Foulpfiff, im Strafraum nix? Was sagt das Regelwerk dazu?), nur genügt ja auch ein 1:0 gegen einen beinahe hilflosen, dezimierten Gegner, zumal ein weiterer Durchbruch, ein Halten am Trikot — diesmal nur Gelb, aber gegen einen bereits verwarnten Spieler, macht Gelb-Rot.
11 gegen 9 und 1:0 vorne. Da KANN ja nun wirklich nichts mehr anbrennen. Es sei denn, man denkt, da kann nichts mehr anbrennen. Vorne vergibt man, hinten schaut man einmal nicht hin: der lange Ball auf einen einsamen Stürmer, der Verteidiger will den harmlosen Ball klären, schlägt aber eine Kerze im eigenen Strafraum, der herunter kommende Ball fällt dem einsamen Stürmer auf den Fuß, er hämmert drauf, der Torwart lässt prallen, inzwischen hat sich ein weiterer Angreifer herangewagt und schiebt ein: das 1:1 nach 86 Minuten.
Danach sogar noch eine Chance für Innsbruck, aber auch eine weitere für Rapid.
So, war das nun unfassbar genug? 11 gegen 9 und Führung reicht nicht?
Übrigens: die Sieglosserie ist inzwischen tatsächlich auf dem historischen Hoch, wie hier mehrfach angesprochen, dass es doch bald mal so weit sein müsste? 9 Spiele ohne Sieg für Rapid.
 
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Red Bull Salzburg – Sturm Graz     3:0 (0:0)
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Zuschauer: 7.670   (Schnitt bisher: 8.327 ; -15.5% gegenüber Vorsaison)
Sturm hat bei Wiener Neustadt mit 0:1 verloren, war aber das haushoch überlegene Team. Somit Sturm also gesund, denn davor gab es zwei Siege. Sturm mit voller Motivation, da im Kampf um Europa.
 
Die Bullen aber ganz stark im Spitzenspiel, als sie sogar mit 10 Mann auf den Sieg gingen. Das 1:1 dennoch etwas glücklich, zeigte aber insgesamt, was sie drauf haben. Der 1. Platz dürfte dennoch unerreichbar sein, was sie aber nicht davon abhalten wird, zu Hause eine engagierte Leistung zu zeigen. 
 
Somit gibt es hier nichts zu orakeln. Ein Pass.
 
Teamnews: 
Bei Salzburg fehlt der in Hochform befindliche Martin Hinteregger (20, IV, 24/2/3), noch immer der unbedeutende Valentino Lazaro (17, OM, 5/0/0), sowie Harvard Nielsen (19, LA, 17/3/1)
bei Sturm ist es nur Matthias Koch (25, ZM, 10/0/2)
 
Die Roten Bullen von Anfang an drückend überlegen. Das war echter Klassefußball, mit extrem aggressivem Pressing, absolut ohne Unsportlichkeiten versteht sich, sondern einfach nur die Überlegenheit, die man ihnen ohnehin zugestehen würde, auf den Platz gebracht. In dieser Verfassung sind sie der FC Bayern Österreichs, so macht Fußball richtig Spaß. Zwangsweise werden hier Chancen erzeugt, jeder Spieler strahlt Entschlossenheit, Selbstvertrauen, Zuversicht und Torgefahr aus. Sehr variables Spiel, mit ständigen Positionswechseln — erneut Kevin Kampl hervorzuheben, der ein ständiger, rochierender Ankurbler ist, ins Eins zu Eins geht und den Abschluss sucht, aber nie den Blick für den Mitspieler verliert. Da steckte System dahinter, so sieht Fußball der Extraklasse aus, damit könnte man auch in Europa bestehen.
Verwunderlich nur, warum der Sprecher mittlerweile längst auf Deutschem Standard angelangt ist (dieses Spiel konnte man persönlich Live verfolgen): welchen Spielverlauf hätte er erwartet, wie hätte es gehen müssen, damit er zufrieden ist? Denn so hackte er permanent auf Sturm herum, anstatt zu erkennen, dass hier eine Mannschaft tollen Fußball spielt, bei dem jeder Gegner einen schweren Stand hätte, zudem ist es ja die vom Papier her bessere Mannschaft, die noch dazu vor den eigenen Fans spielt, was eindeutig die Favoritenstellung erhöht. Was also gibt es zu bemängeln, dass „Sturm schon wieder den Ball verloren hat.“ oder „Sturm noch keinen einzigen Torschuss abgegeben hat“ oder auch „Sturm nicht in die Zweikämpfe kommt“? Deutscher Standard eben. „Gut“ gibt es nicht. Stattdessen, egal, wie es läuft, immer was zu Mäkeln, und das im Dauerfeuer.
Sturms Leistung war nicht einmal übel, so erdreistet man sich hier zu behaupten. Sie haben es immer wieder versucht, nach Balleroberungen Ruhe ins Spiel zu bekommen, vernünftig aufzubauen. Nur ist es gegen dieses Pressing gegen einen qualitativ so hochwertigen Gegner eben extrem schwer. Die Anlagen waren durchaus zu erkennen, und sogar in der Defensive wurde teils sehr gut antizipiert und gegen die teils blitzschnell kombinierenden Salzburger, die überfallartig genau so schnell nachrückten, entschlossen nach vorne gingen, mit der angegebenen Variabilität, doch immer wieder, die Räume geschlossen zu bekommen. Es war einfach ein gutes Spiel. Sehr gut von Salzburg, und bei Sturm sah man, wo sie hingehören: auf Rang 3 derzeit.
 
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Austria Wien – Wolfsberger AC    0:4 (0:2)
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Zuschauer: 10.145  (Schnitt bisher: 9.052 ; +10% gegenüber Vorsaison)
Wolfsberg hat tatsächlich den Kampf um Europa aufgenommen. Platz 5 ist erreicht, Platz 4 3 Punkte, Platz 3 4 Punkte entfernt (witzig, gell?). Zu verlieren hat man eh nichts. Die spielerische Klasse ist da, wobei der Körpereinsatz weiterhin klein geschrieben wird. So schön der Fußball damit ist und so wünschenswert es wäre, die heute so übliche Vielzahl der häufig unfairen Zweikämpfe einzudämmen ist der eine Aspekt. Der hier zu erachtende ist aber mehr jener nach den Erfolgsaussichten. Und obwohl der Erfolg da ist und man mit Rapid einen fast nur einbeinigen Konkurrenten hat, sind dennoch Zweifel hiermit angemeldet, ob es so reichen wird.
 
Die Austria dagegen mit dem 1:1 gegen die Bullen zufrieden, obwohl sie auch auf den Sieg aus waren und dem Meistertitel am liebsten gleich zwei riesengroße Schritte näher gekommen wären, anstatt nur den einen zu tun, wobei dieser halt viel günstiger ist als mindestens einer rückwärts, den man bei der Niederlage gegangen wäre. Dieser Gegner wird aber ihrem Angriffswirbel und ihrer Spielfreude nicht ausreichend viel entgegensetzen können, so sagt das Gefühl.
 
So kommt es zu einer 4/10 auf Austria Sieg.
 
Teamnews: 
Austria Wien spielt ohne Alexander Grünwald (23, ZM, 19/5/7), sehr wichtig, Florian Mader (30, ZM, 23/1/3), auch nicht unwichtig, und Alexander Gorgon (24, RA, 23/8/5), auch sehr wichtig (alle drei mit Gelbsperre), und weiterhin Naher Barazite (22, MS, 1/0/1), ein Winterneuzugang.
 
Wolfsberg fehlt der sehr wichtige Christian Falk (26, MS, 17/10/0).
 
Dennoch Korrektur der Wette: der Kader ist wohl groß genug, der Gegner auch mit einem wichtigen Ausfall, aber doch nur 2/10 auf die Austria.
 
Glücklicherweise konnte man aufgrund der Teamnews noch ein paar Einheiten einsparen. Klar wäre unter diesen Gesichtspunkten ein „Pass“ die noch klügere Entscheidung gewesen, eben angesichts der vielen Ausfälle bei Austria, aber auch so ist man nicht gänzlich unzufrieden. Immerhin hatte man Wolfsberg durchgehend ein sehr gutes spielerisches Niveau zugestanden. Hier hätte man vielleicht sogar annehmen können, dass die Austria sich auf deren Spiel einlässt, also rein Fußball spielt, und gerade in dieser Ausprägung sind die Gäste Spitze. Vor allem die drei schon vielfach herausgestellten Jacobo, di Paula und auch Polverino (dieser noch nicht erwähnt, aber auch ein Spanier aus der zweiten Liga) stehen für wahre Spielkultur.
Wolfsberg mit tollem Start, nutzt nach einer Minute einen Fehlpass, viel Platz danach, tolle Flanke, perfekter Kopfball, das 0:1. Danach ein Riese für Hosiner, den er knapp verpasst, alleine vor dem Torwart, und nach 18 Minuten das 0:2: erneut tolle, ganz harte Flanke, ein Angreifer spritzt hinein, das 0:2. Wie man nun allerdings (nach deutschen Standard) von einer Art „Vorentscheidung“ sprechen kann, ist unter den gegebenen Umständen völlig unbegreiflich. Die Zuschauer hatten ihr Team längst noch nicht aufgegeben (warum auch?) und feuerten sie sehr positiv an. Es kamen etliche exzellente Chancen heraus, die Stimmung blieb  gut und positiv — damit beweisend, dass der Sprecher mit seiner Einschätzung, dass die Austria irgendetwas falsch machen würde, total daneben liegt –, das 1:2 gelang nicht, ohne, dass man dafür einen anderen Grund als „Pech“ ausmachen könnte. Aber, ganz klar, hat der Gegner seine Anteil daran gehabt, dass die Torchancen vielleicht nicht noch zahlreicher oder nicht noch größer waren.
So rannte die Austria an, wurde sicher irgendwann etwas offener dabei, und dies nutzten die Gäste irgendwann zum 0:3, wobei das zwar alles toll gemacht war von Jacobo, aber im letzten Zweikampf vor der Strafraumgrenze rutscht der Verteidiger aus und muss hilflos zusehen, wie Jacobo den Ball ins Eck schlenzt.
Selbst danach noch Riesen für die Austria, aber statt des 1:3 das 0:4, erneut spielerisch herausragend gemacht, wobei eben die Räume vorhanden waren und sicher auch andere Teams in der Lage wären, dies auszunutzen.
Ein ganz großartiges Spiel der Gäste, die sich in dieser Verfassung auf jeden Fall ernste Hoffnungen auf Europa machen können. Wobei die Austria selbstverständlich niemals eine härtere Gangart eingeschlagen hat, sich ausschließlich auf ihre spielerischen Qualitäten berief. Auch an der Leistung der Heimmannschaft gibt es grundsätzlich nichts auszusetzen. Es kann passieren, es ist passiert.
 
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SC Wiener Neustadt – SV Mattersburg    0:0
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Zuschauer: 2.120  (Schnitt bisher: 2.795 ; -2.9% gegenüber Vorsaison)
Mattersburg nun also wirklich der vierte ernsthafte Bewerber auf den einen Abstiegsplatz. Sie sind nur 4 Punkte entfernt von Innsbruck, je einen vor Admira und Wiener Neustadt — ausgerechnet dem heutigen Gegner also, der einen Quantensprung schaffen könnte mit einem Sieg.
 
Wie waren aber die letzen Leistungen? Nun, Wiener Neustadt hat ein klar überlegenes Sturm Graz glücklich mit 1:0 besiegt. Die Punkte sind da, man sie so glücklich wie die Umstände, man hat Selbstvertrauen getankt, das alles keine Frage. Aber doch hat das Spiel offenbart, wo man in der Tabelle hingehört.
 
Mattersburg hat 0:1 verloren bei der Admira, dies aber eher etwas unglücklich. Sie waren nicht so schlecht.
 
Da es zusätzlich ein Derby ist, kann man sich hier einfach nur raushalten. Jedenfalls nicht die 1 spielen.
 
Teamnews: 
bei Wiener Neustadt fehlt weiter Stammtormann Siebenhandl, und der ebenfalls sehr wichtige Arvedin Terzic (24, LM, 6/1/1), der erst im Winter kam.
Bei Mattersburg fallen aus Nedeljko Malic (24, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, LV, 15/0/1), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3), Florin Lovin (31, DM, 23/1/0), Dominik Doleschal (23, RM, ohne Einsatz).
 
Die Teamnews neutralisieren sich.
 
Wiener Neustadt in einem nicht so schlechten Spiel doch näher dran, wobei aber eine Stunde lang nach einem korrekten Gelb-Rot in Überzahl agiert wurde. Da aber Mattersburg ganz gegen Ende zu zwei tollen Chancen kam, sollte man das Remis doch gerecht nennen.
 
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SV Ried – Admira/Wacker Mödling     4:1 (2:0)
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Zuschauer: 4.300   (Schnitt bisher: 4.316 ; -12.2% gegenüber Vorsaison)
Beeindruckend, wie sich  René Gartler nach wochenlangem Ausfall direkt zurückgemeldet hat und seine Füße bei allen drei Toren zum 3:2 Sieg über Rapid im Spiel hatte (und die Hacke ist ja Teil des Fußes, mit der er zwei Treffer vorbereitete?). Klasse, der Mann und ein absoluter Garant für weitere Erfolge.
 
Zugleich aber hat die Admira den so sehr erhofften Sieg geholt — den man mit 10 von 10 selbst vorhersagte — und hat damit einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt bewältigt. Die Qualität ist da, möglich, dass nun, mit dem Rückenwind des Sieges ein weiterer (Teil-)Erfolg gelingt, jedenfalls könnte man sich unter keinen Umständen gegen die Admria stellen. Da das Gleiche für den SV Ried gilt, kommt ein Pass heraus.
 
Teamnews: 
Bei Ried fehlt Gernot Trauner (21, DM, 14/0/2), sowie Toni Vastic (20, MS, 7/1/1)
Bei Admira betrifft es Christoph Schösswendtner (24, IV, 5/0/0), Bernhard Schachner (27, DM, 21/1/2), Tito (24, LM, 4/1/1), Winterneuzugang, Dominik Burusic (20, RA, ohne Einsatz), Mikus Matus (21, MS, 2/0/0, Winterneuzugang).
 
Wie soll man nun diese Partie hier zusammenfassen? Ried nach vorne so wild entschlossen, alle Mann nachrückend und niemals hat einer Angst vor einem Fehlpass bei einem direkten Weiterleiten, das machte schon den genau so tollen Eindruck wie die Woche davor gegen Rapid, als man 3:2 gewann. Die Chancen wurden nicht nur toll herausgespielt, sondern auch genutzt (wobei das 1:0 ganz früh fiel, nach 4 Minuten, wo sich noch kein Spielverlauf abzeichnet und das dritte durch ein Eigentor fällt, allerdings eher ein erzwungenes Eigentor). So stand es irgendwann 4:0 und nachsehen kann man der Admira schon, dass sie nach und nach in der Defensive etwas nachgaben, da sie ja selbst mal ein Tor machen wollten.
Dann gab es einen Elfmeter mit Platzverweis, das 1:4, und danach eine weitere Reihe von Chancen für die Gäste, wobei wohl auch ein 2:4 nicht mehr ernsthaft für Spannung gesorgt hätte. Dennoch stehen unterm Strich 9:18 Torschüsse auf dem Zettel, die nicht darauf hindeuten, dass es eine völlig einseitige Partie war.
 
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