Vorschau 3. Liga Nachholspiele (23. März)

in Kürze:
Mal sehen, ob diese Spiele wenigstens mal ausgetragen werden können. Der Rückstand bereits gewaltig. Zugleich hat man halt auf vielen Spielplätzen die angekündigten schwierigen Bedingungen angetroffen. Ohne ganz klar die Folgen einstufen zu können (nennen wir sie generell so: Vorteil für technisch weniger gute Mannschaften, weniger Tore, Kämpfertruppen gefragt, typischer Abstiegskampf in den dafür zuständigen Partien, von Saisonphase und Spielbedingungen her), so empfindet man es irgendwie weiterhin so, dass man lieber nicht so viel vorhersagt.
 
Wobei gerade diese Diskussion nicht nur mit einem selbst vielfach ausgetragen wurde, sondern auch außerhalb, wenn es mal wieder hieß : „Da kann man doch nichts vorhersagen. In der Liga nicht.“ Alternativ: „… auf den Plätzen nicht.“ Denn: wenn man nichts vorhersagen kann, hieße es noch lange nicht, dass man schlecht tippen könnte. Im Gegenteil. Ein Mangel an Vorhersagbarkeit müsste sich zunächst ja in den Quoten widerspiegeln, auf Seiten des Anbieters. Falls also auch er merkt, dass nichts vorherzusagen ist, dann müssten sie stets lauten 2.60 — 2.60 — 2.60, nach dem Motto „hier kann alles passieren“, damit die Gleichwahrscheinlichkeit zum Ausdruck bringend. Da er aber derartige Quoten nicht anbieten dürfte (sondern eher, verteilt, je nach Tabelle oder Spielstärke, vielleicht einmal eine 1.70, einmal eine 2.0, irgendwo eine 5.0 und woanders vielleicht gar eine 1.30, mit einer Gegenquote von 7.00. Und dies wäre die Gelegenheit, zu wetten, sofern man von seiner eigenen Annahme (schwer vorhersehbar) überzeugt bleibt.
 
Andererseits: einem selbst assistiert ja ebenfalls ein Computerprogramm, welches die Quoten errechnet, anhand einer Grundeinschätzung und der Entwicklung aufgrund der Ergebnisse, die, auf vernünftige und erprobte und verifizierte Weise ausgewertet werden. Dieser errechnet ja die Quoten nach dem urgleichen Prinzip und kennt keine erschwerten Bedingungen auf dem Spielfeld. Was er höchstens erkennt (und darauf entsprechend reagiert) sind gute oder schlechte Ergebnisse. Wenn also die Außenseiter nun besser abschneiden als (von ihm, dem Computer oder dem Buchmacher), dann wird er ALS FOLGE die Quoten auf die Favoriten (etwas) hoch setzen. Aber einprogrammiert ist der Parameter „schwierige Bodenverhältnisse“ nicht. Ob es sinnvoll wäre? Eine von vielen spannenden Fragen. Eines ist aber sicher: im Frühjahr wird oftmals die Tabelle gehörig durcheinander gewirbelt.

——————————————————————————————————————————————————–

Wacker Burghausen – Alemannia Aachen   (Entfernung : 568 km)
.
Die Alemannia ist beteiligt, also ein Pass, zumal das Spiel vermutlich auch gar nicht gehandelt werden dürfte am Wettmarkt. Dabei wäre dies nun wirklich die ideale Gelegenheit, Kohle zu machen. Die Alemannia mit einem grandiosen Auftritt in Münster, als sie bis zur 37. Minute in mindestens 3:0 hätten führen sollen. Trainer van Eck bleibt auch weiter so engagiert wie zu Saisonbeginn und scheint damit seine Spieler zu infizieren. Es war wirklich beeindruckender Fußball und alles andere als ein „hängen lassen“. Der Markt dürfte dies grundsätzlich nicht erkennen, sprich also die letzten Negativergebnisse dem Umstand zuschreiben, dass die Mannschaft a) arg personell gebeutelt ist und b) bereits abgestiegen ist (wobei dies bei Aufreiben eines echten Gönners noch abgewendet werden könnte; mit ein Grund, warum sie weiter spielen). Mit weiteren derartigen Auftritten müsste sich doch eigentlich einer finden lassen?
Burghausen hatte das eine großartige Spiel gegen den KSC (welches man unverdient mit 1:2 verlor), aber ansonsten bleibt doch alles trist. Da sich Mokhtari zuletzt auch so arg ereiferte (wer fragt eigentlich je, ob die Umstände, die dazu geführt haben, vielleicht berechtigt waren, also eine grobe Ungerechtigkeit vorlag, die einem den Kragen platzen ließ? Eine merkwürdige Welt…), dass er in einer einzelnen Szene mit Gelb, dann Gelb-Rot vom Platz flog, gibt es nicht einmal mehr diesen im nächsten Spiel, der einzig einen an diese Mannschaft glauben lassen könnte.
Ganz klarer Tipp: Aachen holt hier etwas. Einheiten egal.
Teamnews:
Burghausen ohne Ronald Schmidt (35, DM, 22/1/2), und wohl ohne Mokhtari, den wichtigsten Mann.
Aachen weiterhin mit der langen Liste der Ausfälle (zuletzt musste der Co-Trainer der 2. Mannschaft in die Innenverteidigung): TW Melka, Mario Erb, Tom Stehle, Aimen Demai, Florian Müller, Kristoffer Andersen, Sascha Rösler, wobei die auch zuvor schon fehlten — und die Leistung stimmte dennoch.
——————————————————————————————————————————————————–

Hansa Rostock – SV Darmstadt 98   (Entfernung : 526 km)
.
Nein, dieser Rostocker Mannschaft würde man unter keinen Umständen das Vertrauen schenken. Die Pfiffe waren unüberhörbar, des weiterhin so treuen Publikums, und wenn die Fans pfeifen (die ins Stadion gekommenen kann man garantiert nicht als „verwöhnt“ bezeichnen), dann ist es das Aussage kräftigste Urteil. Da kann man sich meist die Ansicht der Bilder sparen. Die Mannschaft hat nichts zustande gebracht. So war es und nicht anders (beim 0:0 gegen VfB II, aber auch davor schon in Serie).
Darmstadt hat keineswegs berauscht, überragt oder begeistert. Nur hatte man ihnen vor dem hart erkämpften, erarbeiteten Sieg gegen Osnabrück (mit einigem Dusel) bescheinigt, den Abstiegskampf angenommen zu haben. Hier wird nicht mehr geträumt, hier wird Gras gefressen. Die Zuschauer haben das erkannt und gehen mit ihrer Mannschaft mit. Die Stimmung war — genau umgekehrt zu jener in Rostock) durchgehend positiv, die Fans feuern an, sofern sich auf dem Platz etwas tut. Die Leidenschaft war da, die Ansätze zu gutem Fußball auch, den man irgendwann, wenn man in solideren Regionen rumturnen würde, auch wieder an den Tag legen könnte.
Auf diese Art kann man hier nur prognostizieren, dass Darmstadt etwas holt. Die eine Einheit eher symbolisch, die man auf X oder 2 setzt, denn lange genug war man deftig gegen Darmstadt.
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), und weiterhin Lartey und Jordanov (Beide OM, 26 und 19 Jahre alt).
Darmstadt kann aus dem Vollen schöpfen.
——————————————————————————————————————————————————–

SV Babelsberg – VfB Stuttgart II   (Entfernung : 491 km)
.
So, wie der VfB zuletzt aufgetreten ist, würde man ihnen auch hier etwas zutrauen (sie waren beim 0:0 in Rostock näher dran). Nur bleibt es eben eine Wundertüte. Über Babelsberg hat man sich hier immer wieder die Finger wund geschrieben — mal in diese, mal in jene Richtung argumentierend –, und hat oft genug, so rum oder so rum, Enttäuschungen erlebt. Demnach ist es irgendwie eine Paarung zweier Wundertüten. So rät der Leser richtig: raushalten, passen, nichts tun, nichts orakeln. Siehe oben: „Da kann alles passieren.“
Teamnews:
Babelsberg hat auch alle Mann an Bord,
bei Stuttgart II fehlen Steffen Lang (19, RV, 12/0/0), Dominik Gallert (19, IV, ohne Einsatz), Marco Rapp (21, DM, ohne Einsatz), Timo Cecen (18, OM, 9/0/0), sowie angeblich Christop Hemlein (22, MS, 25/3/5), der aber in der letzten Partie dennoch spielte.
——————————————————————————————————————————————————–

Stuttgarter Kickers – Arminia Bielefeld   (Entfernung : 368 km)
.
Tja, so ganz vollständig enttäuscht haben die Kickers nicht beim 0:2 gegen die anderen Kickers. Aber doch gehören sie einfach ganz nach unten, gerade in der jetzigen Verfassung, wo einfach die Verunsicherung um sich greift. Bielefeld hingegen recht souverän, nicht nur von den Ergebnissen her, sondern auch vom Auftreten her. Die letzten 3 Auswärtsspiele wurden gewonnen, was eindeutig für das Prädikat „Spitzenklasse“ spricht. Kein Grund zu erkennen, warum sie nicht auch hier voll punkten können sollten? (die Gegner zuvor keines geringeren Kalibers: Chemnitz, Babelsberg und Saarbrücken, Torverhältnis in den drei Spielen: 7:2; davor sogar noch das immer höher einzuschätzende 0:0 in Karlsruhe). Woher sollten sie ausgerechnet hier die Angst nehmen?
7 von 10 auf Bielefeld Sieg (Vorsicht: siehe Spielbedingungen; gerade in Stuttgarter Gazi-Stadion schlecht).
Teamnews:
bei Stuttgart fehlen weiterhin Royal-Dominique Fennel (23, IV) und Thorben Stadler (23, LV),
bei Bielefeld fallen aus Dennis Riemer (25, RV, 11/0/0), Tim Jerat (31, DM, 23/1/6), ein wichtiger Mann, Sebastian Hille (32, RM, 27/8/2), auch wichtig, aber sonst sind in dem 30.Mann Kader (Maximum der Liga) alle Mann fit, so dass es keine Änderung des Tipps gibt.

——————————————————————————————————————————————————–

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s