Rückblick Schweiz Raiffeisen Superleague 24. Spieltag

in Kürze:
Der FCZ hat gewonnen — die Umstände direkt hiernach –, macht +7, die Young Boys gewinnen nicht, -5, und GC auch nicht, mit -2, macht unterm Strich ein ausgeglichenes Ergebnis. Die Neigungen ebenfalls neutral, da Lausanne nichts holte, dafür aber Basel gewann. Insgesamt lag man aber eigentlich ganz gut, denn zumindest GC hätte einen Sieg verdient gehabt, trat sehr stark auf.

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Servette Genf – FC Zürich   1:2 (0:0)
Zuschauer : 5.944  (Schnitt bisher: 7.095)
Wann immer man derzeit den Namen „FC Zürich“ in einer Ansetzung sieht, bekommt man im Prinzip leuchtende Augen. Nicht nur, dass man sie konstant tippen kann und möchte, nein, sie gewinnen auch ihre Spiele. So fällt der Tipp hier leicht, ungeachtet der Leistungen der Servettien: FCZ gewinnt. Sie werden nicht zu stoppen sein von einem weiterhin allgemein recht blassen Gegner und werden noch einen rasanten Sturm Richtung Europa vornehmen. Angesichts der Form und Ergebnisse der Konkurrenz (man schaue auf Sion und St.Gallen, das soll „Konkurrenz“ sein?). Es sind 7 Punkte, ok, hört sich viel an? Nicht, wenn man  pro Partie 2 bis 3 gut machen kann.
 
Man kann sich, nachdem die Kohle einmal raufgestellt ist, natürlich dennoch ein wenig mit der Situation des Gegners beschäftigen: sie haben in den letzten 8 Partien 9 Punkte geholt. Das ist ein so lala Ergebnis. Angesichts des Rückstandes wären andere Ergebnisse erforderlich. Auch sonst sind, nach der alten Formel, 1 Punkt pro Spiel bedeutet: Abstiegskampf, 9 Punkte in 8 nicht geeignet, sich vom Abstiegskampf zu entfernen, selbst wenn die Ergebnisse vorher nicht so schlimm gewesen wären wie bei ihnen. Nun kommt aber der gewichtigere Punkt: wen möchten sie denn einholen? Vor ihnen, in respektablem 5-Punkte-Abstand, steht der FC Luzern. Dieser hat zwar nicht begeistern können, aber doch erkennbar mehr Qualität und dürfte sich verabschieden können aus dem Abstiegsrennen. Das Remis im Kellerduell war zwar nicht der erhoffte Befreiungsschlag, aber er hat die Situation auch nicht verschlechtert (Luzern – Servette 1:1). Davor steht, weitere 3 Punkte mehr entfernt, der FC Thun, der unter der Woche gezeigt hat, dass man ebenfalls mit Abstieg absolut nichts am Hut hat. Also: man könnte schon resignieren in Genf. Wie soll das gehen?
 
7 von 10 auf den FCZ.
 
Teamnews:
Bei Servette fehlen Jerome Schneider (31, IV, 19/0/0), Gelbsperre, Vincent Rüfli (25, RV, 17/0/1) Gelbsperre, 
beim FCZ fallen aus André Goncalves (21, RV, 1/0/0), Rotsperre, Burim Kukeli (29, ZM, 12/0/1), Mario Gavranovic (23, MS, 21/5/4)
Gavranovic fehlte zuletzt auch schon und er wurde gut ersetzt durch Drmic (MS, 20/8/1), der die gleiche Anzahl von Scorerpunkten hat, bei einem Spiel weniger!
 
Der Tipp ging auf, die 7 units sind drin, das Zustandekommen fraglos glücklich. Nur war es höchstens der Zeitpunkt und die letzte Aktion, die es zu einem „glücklich“ machen.
Also: der FCZ trat so auf, wie man es von ihnen erwartet hat: stark, selbstbewusst, und allmählich drückender werdend, bis man endlich — erst in Hälfte 2, 63. Minute — völlig verdient in Führung ging. Das musste es doch eigentlich sein, wenn man gesehen hat, dass Servette nach vorne keine einzige echte Aktion hatte? In der 73. dann diese Szene: Angriff Servette, der Ball wird in den Strafraum gechipt, wo tatsächlich eine Reihe Angreifer wäre, an der Strafraumgrenze kommt ein Abwehrspieler mit dem Arm an den Ball und stoppt so den Flug in die Gefahrenzone. Die Entscheidung hier: Elfmeter.
Natürlich völlig berechtigt, sofern man dieser Darstellung hier vertraut. Was gäbe es da zu diskutieren? Nur ist genau dies der Anlass, es hier länger auszuführen: die Tatsache, dass der Gegner die ganze Zeit keine klare Aktion hatte, dass man endlich in Führung lag, sind mit entscheidende — obwohl garantiert allseits bestritten — Begleitumstände, die die Proteste noch verständlicher machen. Man ist entsetzt. Das alles nur all zu verständlich. Zugleich aber gilt auch, dass man, aus der Erfahrung heraus, dass man eigentlich so gut wie mit jedem Handspiel mittlerweile davon kommt, die Proteste verschärfen. Grundsätzlich möchte sich der Schiri auch nicht derartigen Attacken aussetzen. Das heißt: er zweifelt seine eigene Entscheidung mit an. Hier erkundigt er sich tatsächlich beim Assistenten, ob dieser konform ginge.
Nun gut, also: der Elfmeter vollkommen berechtigt, die Proteste, aufgrund der Referenzentscheidungen und der Vorgeschichte in der Partie, vielleicht nachvollziehbar, aber sie setzen das falsche Zeichen, so dass in Zukunft weiterhin zu wenige Elfmeter gegeben werden dürften. Dennoch war der Elfer gegeben und auch drin, das 1:1 gefallen (73.).
Mit dem letzten Angriff gelang dem FCZ dennoch der verdiente Siegtreffer (90.). Nur: der Schiri hatte tatsächlich ein schlechtes Gewissen. Denn: im letzten Angriff von Servette erzielten diese ein völlig reguläres Tor, was einfach so aberkannt wurde. Auch der angeblich behinderte Abwehrspieler (der gleiche, der zuvor das Handspiel begangen hatte und so energische protestiert hatte) gestand ein, dass der Gegner das reguläre 2:2 erzielt hatte.
Insofern also: äußerst glückliches Zustandekommen des Tipps, zugleich aber ein klar verdienter Sieger. Der FCZ ganz in Ordnung, von Servette kam nicht viel, aber es war auch schwer gegen den in Topfrom befindlichen Kontrahenten.
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FC St.Gallen – Lausanne Sports   3:1 (3:1)
Zuschauer : 10.725   (Schnitt bisher: 13.671)
Der FC Thun hat unter der Woche vorgemacht, wie man St.Gallen in deren Stadion den Schneid abkauft: Forechecking. Ob dazu allerdings Lausanne aufgelegt sein wird? Sie haben gepunktet, ja, sie sind in relativer Sicherheit, mit 9 Punkten Vorsprung vor Servette, aber sie haben die drei Punkt (1:0) in Sion nur mit reichlich Dusel eingefahren. Nein, sie gehören doch nicht zur Créme de lá Créme der Liga, selbst wenn Malonga unter Beweis stellt, dass er ein Ausnahmekönner ist.
 
Da auch der FC St.Gallen nicht beeindrucken konnte beim 0:0 gegen Thun unter der Woche und die Ergebnisse überhaupt ausbleiben, kann man sich in dieser Partie hier nur raushalten. Ein Pass.
 
Teamnews: 
St.Gallen ohne Philippe Montandon (30, IV, 21/1/0) Gelb-Rot, Stéphan Besle (29, IV, 12/0/0) Gelb-Rot, Dejan Janjatovic (21, ZM, 21/1/1), sowie Dzengis Cavusevic (25, MS, 13/4/2), was schon bedeutende Ausfälle sind.
Lausanne nur ohne Jocelyn Roux (26, MS, 17/1/2)
 
Also doch eine deutlich größere Neigung zu X/2?!
 
Nix mit X/2, nur St.Gallen, die den Gegner in der ersten halben Stunde förmlich überrennen. Neben den 3 Toren bis dahin gab es einen glasklaren, aber nicht gegebenen Elfmeter.
Dann allerdings kam Lausanne etwas auf. Das 1:3 noch vor der Pause ließ einen Funken Hoffnung für Hälfte 2. Tatsächlich kamen sie auch motiviert raus und drängten ein wenig auf den Anschluss. Als dieser nicht gelang, übernahm St.Gallen wieder, so dass der Sieg natürlich ganz klar berechtigt ist, am Ende noch höher hätte ausfallen können. Da aber auch Lausanne ein paar Szenen hatte, haben sie sich zumindest rehabilitiert.
St.Gallen regelrecht angezündet und mit dieser Stimmung, die die Fans verbreiten, fühlt es sich an wie eine echte Heimmacht. Hier spielten sie völlig unerschrocken nach vorne, nach dem Motte „wir haben nichts zu verlieren“ und genau diese Haltung ist es, die sie in der Hinrunde so stark machte. Nix Krise dort also, alles ok. Bei Lausanne stachen immer wieder die Beiden schon oftmals erwähnten heraus: Malonga und Moussilou. Mit ihnen im Team muss man sich jedenfalls keine Sorgen um Lausanne machen.
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FC Basel – FC Thun   1:0 (0:0)
Zuschauer : 25.440  (Schnitt bisher: 28.143)
So gerne man hier einfach nur ausrufen würde „Basel ist nicht aufzuhalten, eine klare 1“, man kann es doch nicht angesichts des beeindruckenden Auftritts des FC Thun am Mittwoch in St.Gallen. Das war gehobenes Liganiveau und sie werden sich die Freude nicht nehmen lassen, auch den Bebbi in die Suppe zu spucken — falls es dazu eine Gelegenheit gibt. Hier, vor dieser riesigen Kulisse als krasser Außenseiter möchte jeder Spieler, unabhängig von Saisonzielen oder Augenblicksverfassung, einfach gut aussehen, also dürfte es, so oder so, keinerlei Motivationsprobleme geben (dies nur angemerkt, weil man vielleicht derzeit keine Sorgen wegen eines möglichen Abstieges hätte).
 
Basel generell in einer super Verfassung, die längst an den Durchmarsch vor einem Jahr erinnert, als man ebenfalls im Herbst kein bisschen dominierte, aber ab Frühjahr praktische keine Punkte mehr abgab. Die Neigung bleibt, der Tipp entfällt, in Einheiten.
 
Teamnews: bei Basel fehlen Aleksandar Dragovic (22, IV, 20/2/0), Darko Jevtic, OM, erst ein Einsatz, David Degen (30, RA, 20/3/3) und weiterhin Raul Bobadilla.
Bei Thun fallen aus Enrico Schirinzi (28, LV, 21/3/2), Dennis Hediger (26, DM, 14/0/2), Renato Steffen (21, LM, 10/2/4).
 
Nun ja, man kann sich hier herrlich herauswinden, behauptend, dass man ja keinen echten Tipp abgegeben hat, aber die Schlampigkeit lässt sich wohl schwerlich kaschieren: natürlich hatte der FC Basel unter der Woche nicht nur ein sehr wichtiges Spiel, nein, auch ein sehr schwieriges Spiel, und zudem eine wirklich weite Reise. Sie haben die nächste Runde erreicht in der Euroleague, gegen einen ganz starken Gegner (Dnjepr Dnjepropetrowsk), sie haben das 2:0 aus dem Hinspiel verteidigt, nur 0:1 verloren, aber lange Zeit mit 10 Mann dagegen halten müssen, weiterhin, sozusagen on top of that, mussten sie auf der Rückfahrt 10 Stunden sinnlos am Flughafen rumlungern, da kein Flieger mehr ging. Das Ganze fand statt von Donnerstag Abend bis Freitag Mittag, und am Sonntag mussten sie bereits um 13:45 wieder antreten. Also: man hätte dringend vorab darauf eingehen müssen, dies die Schlampigkeit.
Der Kader ist natürlich recht breit und, wie man so schön sagt (aber auf die Topclubs zutreffend), sind alle Positionen (mindestens) doppelt besetzt, meist gleichwertig, so dass Murat Yakin logischerweise erneut kräftig durchmischte. Andererseits muss man doch einräumen, dass es einen Einfluss auf die Vorbereitung und auf die Partie hat, egal, wie gut die Spieler aus der zweiten Reihe sind. Fünf Positionen wurden neu besetzt, das ist schon eine ganze Menge.
Es waren aber weder etwas von Müdigkeit noch von einem sich ab und an schwierig gestaltenden Wechsel des Wettbewerbs zu spüren. Die Heimmannschaft von Anfang an klar überlegen, mit vielen guten Szene. Thun kam auch zu zwei, drei Gelegenheiten, was in etwa ihrem Vermögen entsprechen dürfte. Zwei klar, aber nicht gegebene Elfmeter für Basel veranlassen den Schiri, in der dritten, viel weniger klaren Szene, einen Elfer zu verhängen. Dieser wird allerdings von Alex Frei nicht verwertet.
Weitere Torchancen sind aber die Folge, und kurz vor Schluss endlich das 1:0. Ein total verdienter Sieg der Bebbi, die weiterhin zeigen, dass sie einfach die Besten sind. Da gibt es kein Vertun. Zumal ja hier eine durchgewechselte Formation auf dem Feld stand. Über Thun muss man nichts weiter sagen. Sie waren so gut, wie sie sind und hatten immerhin das Traumziel zum Greifen nahe.
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Young Boys Bern – FC Sion   0:0
Zuschauer : 15.173   (Schnitt bisher: 17.876)
Krisenteams im Duell. Da beide gar nicht so schlecht aussahen in den letzten Paarungen (YB beim 0:3 in Basel weit unter Wert geschlagen — falls man überhaupt hätte geschlagen werden müssen, Sion beim 0:1 gegen Lausanne mit einigem Pech), kann man sich hier schwerlich positionieren. Wenn nach einer Neigung gefragt, dann ist diese dennoch recht klar: YB macht es. Das Konzept von Constantin ist keines, also kann es auch nicht aufgehen. YB, trotz aller Sorgen, einer der ganz großen Clubs im Lande, kann diese Vormachtstellung in dieser Partie untermauern.
 
Das bedeutet: 5 von 10 auf die Heimmannschaft.
 
YB ohne Affolter (erst drei Einsätze, IV), weiterhin Christoph Spycher (34, LV, 9/1/0), Josh Simpson, auch langzeitverletzt, Samuel Afum (MS, drei Einsätze als Winterneuzugang, ohne Scorerpunkt), 
Sion ohne Aislan (25, IV, 12/0/0), Vullnet Basha (22, ZM, 14/0/3), nach Gelb-Rot.
 
Die ernste Krise war bei beiden Teams deutlich zu spüren. In der ersten Halbzeit waren sogar die Gäste das etwas aktivere Team. Da aber in Hälfte 2 YB ein bisschen aufdrehte, zudem einen Elfmeter bekam (und nicht verwertete) könnte man doch insgesamt sagen, dass YB, auch aufgrund der Überlegenheit in der als wichtiger erachteten Hälfte 2, etwas dichter dran waren. Spürbar war auch, dass sie Mühe hatten, mit dem von außen bestehenden Druck klar zu kommen. Die Euroleague ist fixe Vorgabe, aufgrund der finanziellen Krise, der Trainer in der Diskussion (warum eigentlich? Alles so sinnlos dumm), das kann die Beine schon mal lähmen. Und, wie gesagt, haben sie das doch im Verlaufe des Spiels ganz gut abschütteln können.
Sion geht es aber auch nicht viel besser und, wie man vorher meinte, vielleicht sogar umgekehrt. Dies war nicht der Fall. Die Mannschaft präsentierte sich auf dem Platz ordentlich. Constantin gab auch brav Interviews, in welchen er angab, bald einen neuen Trainer präsentieren zu können (Gattuso war ja nur Spielertrainer, und dies ohne Lizenz; im Spiel stand er aber auf dem Platz und sein Assistent an der Seitenlinie).
Also: von den Krisenclubs konnte keiner einen Schritt nach vorne machen. Positive Signale gab es nur in dem oben angeführten Rahmen zu erkennen.
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Grasshoppers Zürich – FC Luzern   0:0
Zuschauer :  8.100 (Schnitt bisher: 8.646)
Passt einfach nicht, diese Partie. GC hält die Spitzenposition, gut und schön. Aber glanzvoll ist es ganz selten. Mühevoll wird Punkt um Punkt erstritten und es steht zu fürchten, dass der lange Atem fehlt, angesichts des heißen, im Nacken verspürten, des als so übermächtig empfundenen Konkurrenten. Es sind nur noch 2 Punkte und der FCB steht bereit, „to take over“, da auch das Torverhältnis mit +22 gegenüber +11 bereits deutlich für die Bebbi spricht. Also: der kleinste Wackler in Form eines Unentschiedens könnte schon bedeuten, dass man bald nur noch auf die Rücklichter schauen kann. Ob das einer Klasseleistung förderlich ist?
Nun gut, Salatic war zurück und zeigte gleich, warum er so lange vermisst wurde. Er war der Leader im Team und machte sogar ein Tor beim 3:1 gegen St.Gallen. Aber es bleib mühevoll und St.Gallen ist ja nicht gerade in der Verfassung, Angst und Schrecken zu verbreiten.
 
Luzern hat aber auch nicht gerade berauscht mit dem 1:1 gegen Servette. Nun gut, man verteidigte die 5-Punkte-Führung, das war das Minimalziel. Aber doch fehlte einem die Begeisterung im Spiel. Die war allerdings davor gegeben, beispielsweise beim 0:0 gegen Thun, als man hätte gewinnen soll — was angesichts der jüngsten Leistung von Thun einen anderen Stellenwert bekommt.
 
Dennoch, alles nun gegeneinander abwägend und doch Salatic wieder in der Elf sehend, zugleich das nicht berauschende letzte Spiel des Gegners gepaart mit der Chance, doch die Spitzenposition zu verteidigen — was außer lähmend, aus Angst, für ein Team, welches eigentlich über Wert dasteht, auch motivierend wirken kann, den Favoriten ein Schnippchen zu schlagen, kann man sich vielleicht doch zu einem kleinen Tipp auf die 1 hinreißen lassen: 2 von 10 auf GC Sieg.
 
Teamnews:
GC muss doch wieder verzichten auf Salatic (27, DM, 19/2/0), der sich im letzten Spiel nach seinem Tor verletzte, aber sonst sind alle Mann an Bord.
Bei Luzern hat sich personell nichts verändert, das heißt, dass die gleichen Spieler fit sind wie zuletzt. Die 2 Einheiten riskiert man dennoch, aus Jux und Dollerei.
 
Sehr gutes Spiel von beiden Seiten. Luzern vollkommen gesund, von Anfang an im Spiel, aber GC erwies sich als einfach besser. Die ersten Szene für Luzern, dann übernahm GC, aber Luzern gab noch lange keine Ruhe. Bis zur Pause an reinen Chancen vielleicht ein Verhältnis von 5:3, was jedenfalls für die Gäste spricht.
In Hälfte 2 aber wurde die Überlegenheit noch drückender. Das war absolut Klasse, was GC da auf den Rasen brachte. Sie kamen immer wieder zu guten Gelegenheiten, konnten aber das entscheidende Tor nicht erzielen. Da kommt aber so viel aus dem Mittelfeld, da ist ganz viel Veranlagung zu erkennen, so macht Fußball einfach Spaß. Ständig nachrückende Spieler, die auch nicht nur den Mumm haben, aus der zweiten Reihe abzuziehen, sondern auch die Befähigung, das Tor zu treffen. Dass der Ball nicht rein ging war nichts als Pech, zumal vorne drin Neuzugang Anatole Ngamukol mehr und mehr zeigen kann, warum man ihn haben wollte. Er fackelt nicht lange, kann sich blitzschnell lösen vom Gegenspieler, aber hat auch stets ein Auge für den Mitspieler. Da könnte schon bald anderweitig jemand aufmerksam werden…
Obwohl GC mit diesem Remis die Tabellenführung abgegeben hat und man das Unvermeidliche meinetwegen selbst orakelt hat („Schweizer Meister wird nur der FCB, nur der FCB, nur der FCB…“), so muss man nach Ansicht dieser Bilder hier ehrlich sagen: zu gönnen wäre es irgendwie GC und ein echter Konkurrent sind sie auch.
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