Rückblick Österreich, Heute für Morgen Liga, 24. Spieltag

in Kürze:
Aufgrund des letzten statements, dass in der Liga alle Mannschaften gleich gut sind, würde man generell lediglich befürworten können, sich hinter die Außenseiter zu stellen. Da man aber derzeit absolut kein glückliches Händchen hat in der Liga, gibt es kaum Einheiten, die man hier aufs Spiel setzen möchte. Rein vom Empfinden sieht es aber so aus: Favoritenstellungen von 1.50 bis 1.75, die auf so ziemlich alle Paarungen herauskommen dürften am Markt, hören sich garantiert deutlich zu niedrig an, um die Heimmannschaften zu stützen.

Man nenne es also eine generelle Prognose: die Auswärtsmannschaften werden mehr punkten als man noch derartigen Quoten annehmen müsste. Wie man das als Wettfreund ausnutzt (falls man überhaupt daran glaubt), bliebe einem selbst überlassen. Für die Abrechnung an dieser Stelle wird es kaum gewertet, wenn überhaupt für dieses allgemeine Empfinden.

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SCR Altach – FC Lustenau   0:0
Zuschauer: 2.051   (Schnitt bisher: 2.744; -19.95 gegenüber Vorsaison)

Es ist ein Derby, ein richtiges Derby, jedenfalls wenn man auf die Entfernung schaut. Der FC Lustenau hat sich wirklich ganz ordentlich präsentiert in allen letzten Spielen und selbst bei der Niederlage bei der Vienna haben sie sich gut gewehrt, in Unterzahl noch spät auf den Ausgleich gedrängt (wobei das 1:0 gegen Hartberg davor eher glücklich war). Da Altach unter der Woche so richtig schwach war beim 1:1 in Linz, würde man sich fast schon wagen, dem Außenseiter etwas zuzutrauen. Aber lieber doch nicht, also ein Pass.

Teamnews:
Altach ohne Aaron Kircher (21, LV, 2/0/0) und Felipe Dorta (16, MS, 11/0/0)
FC Lustenau ohne den ganz wichtigen Furkan Aydogdu (24, OM, 23/6/4(m der wegen Gelb-Rot zuschauen muss. Doch ein gewichtiges Argument gegen die Lustenauer, die einen sehr schmalen Kader haben?

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SV Grödig – TSV Hartberg    3:0 (1:0)
Zuschauer: 500  (Schnitt bisher: 780; +0.4% gegenüber Vorsaison)

Hartberg hat zwar klar verloren, mit 1:3 zu Hause gegen Kapfenberg, aber doch recht munteren Fußball gespielt. Das sah nicht so schlecht aus, wie es das Ergebnis einem einreden könnte. Davor stand das 0:1 beim FC Lustenau, in der Schlussminute kassiert, als man eigentlich auf den Siegtreffer drückte. Also: Hartberg nicht schlecht, aber ohne Ergebnisse.

Grödig hatte seinen zweiten Auftritt — und den zweiten Sieg. Aber doch wäre es vorschnell, aus diesem letzten Sieg (falsche) Schlüsse zu ziehen. Ein Sieg war es, ja, aber gegen einen derzeit eher unterdurchschnittlichen Gegner, obwohl ganz vorne stehend. Natürlich kann es schlecht gegen Grödig sprechen, aber der Schluss, dass sie die wahre Nummer 1 sind, da auswärts beim Leader gewonnen, wäre gänzlich falsch. Sie waren so weit ganz ok, in beiden Spielen, obwohl man auch beim 2:1 bei der Vienna ein klein wenig Glück benötigte.

So kommt heraus: bloß nichts machen, aber, aufgrund der gefühlten Ausgeglichenheit derzeit in der Liga könnte man nur dem Außenseiter etwas zutrauen.

Teamnews:
Grödig muss auf Dominique Taboga (30, IV, 20/2/0), wichtig, mit Gelbsperre, und Martin Harrer (noch ohne Einsatz, als Neuzugang, aber ein gewaltiger Scorer in der Regionalliga) verzichten,
der TSV Hartberg auf ihren eigentlich wichtigsten Mann, nämlich Joachim Parapatits (Paragol; 32, MS, 19/6/2), der aber schon zuletzt fehlte.

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SV Horn – Blau Weiß Linz    2:0 (0:0)
Zuschauer: 1.150  (Schnitt bisher: 1.574;  als Aufsteiger keine Angabe gegenüber Vorsaison)

Horn wirkte wirklich sehr stabil zuletzt. Sie haben den Spitzenreiter in seine Bestandteile zerlegt — war nicht schwer, da keine Gegenwehr –, aber doch stand ein 5:0 am Ende, und dieses einem gut zu Gesichte. Die Liga horcht auf, das Selbstvertrauen wächst — und man nimmt die Schwäche des Gegners in diesem Moment weniger zur Kenntnis. Genutzt haben sie dieses Selbstvertrauen zu einem ebenfalls guten Auftritt in St.Pölten, mit einem 1:1 beinahe unzureichend belohnt.

BW Linz hat sich verbessert gezeigt und ebenfalls, dass man sie noch nicht abschreiben darf. Insofern drängt sich hier einfach nichts direkt auf. Sicher nähert man sich dem Moment, wo man von „letzter Chance“ sprechen muss, aber immerhin gibt es noch 14 Partien zu spielen, demnach 42 Punkte (maximal) zu vergeben sind, angesichts welcher die 9 Punkte doch gerade so überbrückbar erscheinen — einen kleine Lauf vorausgesetzt. Also auch hier lautet das Fazit: nichts tun. Passen.

Teamnews:
Horn ohne einen der Ersatztorhüter, und weiter ohne Cleiton Mineiro, der noch ohne Scorerpunkt ist, obwohl als Brasilianer sicher hoch geschätzt,
BW Linz weiter ohne Hoffnungsträger Michael Wojtanovicz, den Mittelstürmer, der beim SV Horn ganz gut gepunktet hatte und im Winter gewechselt war.

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SV Kapfenberg – First Vienna   3:0 (1:0)
Zuschauer: 600  (Schnitt bisher: 854; -64.9% als Absteiger gegenüber Vorsaison)

Kapfenberg sah vollkommen geheilt aus beim 3:1 in Hartberg, in einer Partie, die jedoch jeden beliebigen Ausgang hätte nehmen können. Auch davor schon haben sie zwei Siege eingefahren (1:0 gegen BW Linz, 7:1 in St.Pölten), so dass das Selbstvertrauen ebenso voll intakt ist. Klar könnte man nun einfach annehmen, dass die Serie sich fortsetzt.

Andererseits steht ihnen mit der Vienna ein Team gegenüber, welches ebenfalls solide gepunktet hat in letzter Zeit, zum Beispiel zuletzt einen 1:0 Sieg gegen FC Lustenau, und überhaupt beachtliche 4 Siege aus den letzten 8 Spielen, dazu ein Remis, also ein positives Resultat.

Teamnews:
Kapfenberg weiter ohne René Pitter (erst drei Einsätze als RV), Ibrahim Bingöl, LM, erst zwei Einsätze), und Sanel Kuljic (35, MS, 12/2/1)
Die Vienna muss nur Anton Berisha (21, ZM, 11/1/1) ersetzen.

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Austria Lustenau – SKN St.Pölten   2:2 (2:2)
Zuschauer: 2.200   (Schnitt bisher: 4.267; +8.8% gegenüber Vorsaison)

Die beiden Krisenteams, die so lange die Liga dominiert haben. Austria Lustenau noch auf 1, aber zwei böse Pleiten in Serie, inklusive des wirklich leiblichen Auftritts beim 0:5 in Horn und dem nicht weniger schmerzhaften 1:2 zu Hause gegen Grödig, welches einem wirklich die Knie weich werden lassen kann, sofern man in dem grün-weißen Trikot steckt. Grödig sogar ein Spiel weniger ausgetragen und auf 4 Punkte heran? Nein, mit der Souveränität ist es dahin. Man kann es einfach nicht so empfinden, dass sie hier wieder in die Spur findet, obwohl die Gelegenheit ja irgendwie günstig scheint.

Nur: St.Pölten gewinnt zwar auch gar nicht mehr, nur haben sie in den letzen beiden Spielen nicht mehr so arg schlecht ausgeschaut und zuletzt immerhin gepunktet (1:1 gegen Horn), ein Halbzeit lang dominiert, und davor gegen Altach eher unglücklich verloren haben, als sie fast wieder wie vor der Pause ausschauten.

Es bedeutet: man traut hier der Auswärtsmannschaft etwas zu. Die Quoten werden sicher zu arg gedrückt sein, so dass man vielleicht doch 2 bescheidene units riskieren kann auf X oder 2.

A.Lustenau ohne Jürgen Kampel (32, DM, 20/5/3), sehr wichtiger Mann, ebenso wie Jan Zwischenbrugger (22, OM, 17/7/5), was sehr empfindliche Ausfälle sind,
St.Pölten ohne Peter Brandl (24, DM, 19/3/2), Konstantin Kerschbaumer (20, ZM, 22/6/3), sowie Patrick Schagerl, mit erst zwei Einsätzen.
Die Ausfälle beidseitig bedeutsam, aber die bei Lustenau wiegen sogar noch etwas schwerer.

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