Rückblick Österreich, tipp 3 Bundesliga, Nachholspiele

in Kürze:

der eine Tipp ging auf, mit +4 Einheiten, dann ist es eh ok. Verdient war es auch.

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Wolfsberger AC – SV Mattersburg    1:0 (0:0)

Zuschauer: 3.000  (Schnitt bisher : 5.405; +101.5% als Aufsteiger gegenüber Vorsaison)

Sicher hat sich Mattersburg sehr ordentlich gezeigt beim 2:2 in Wien bei Rapid. Nur waren ja hier einerseits das Glück der gelegentlichen Tore — auf welche man davor länger verzichten musste — gepaart mit der krassen Außenseiterrolle, die einen gelegentlich beflügeln kann, sowie der gegen das Heimteam sich wendenden Fans auf ihrer Seite. Keine Kritik, überhaupt nicht, aber vielleicht war diese Leistung doch nicht ganz repräsentativ, von ein paar günstigen Faktoren positiv beeinflusst.

Auf der anderen Seite muss man Wolfsberg unbedingt nun Konstanz und Klasse unterstellen. Jetzt sind es fünf Spiele ohne Niederlage, bei drei Siegen, und das gegen drei der fünf Teams von ganz oben (Salzburg, Rapid und Sturm, sowie Ried, zuletzt bei der Admira). Dass die Admira eigentlich einen Sieg verdient gehabt hätte, lag keineswegs an schwachen Wolfsbergern, sondern an starken Wiener Vorstädtern. Als diese sich verausgabt hatten, schlug ihre Stunde.

Hier kann man nur und ausschließlich die Heimmannschaft empfehlen. Aufgrund der doch ziemlich übel verbrannten Finger sollen es nur 4 von 10 sein.

 
Der Tipp ging auf, da kann man natürlich zufrieden sein.
Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen mit wenigen Chancen auf beiden Seiten — richtige gute nur je eine. Nur gab es direkt vor der Pause mal wieder die typische Szene: klares Foul im Strafraum — kein Elfmeter. Da sogar der Torhüter in der Halbzeitpause eingestand, dass man Elfer hätte geben können, ist das Urteil ohnehin klar. Warum nur erkennt man das Problem nicht? Der Schiri MÖCHTE keinen Elfer geben. Ein Tor erscheint immer als zu große Einflussnahme auf den Ausgang der Partie, davor scheut man sich — und sucht Gegenargumente. Diese werden permanent geliefert. a) durch Referenzentscheidungen („Guck mal, da war ein noch viel schlimmeres Foul und dafür gab es auch keinen Elfer“, so der psychologische Hintergrund) und b) das Rechtfertigen derartiger Entscheidungen durch die Medien („Ja, war ganz schwer zu sehen“ oder „reicht nicht für einen Elfmeter“, obwohl dies ja bereits das Vergehen bestätigt; es war Foul, aber reicht nicht für einen Elfer? Wo steht DAS denn?).
Nach der Pause aus Wut vielleicht die Heimmannschaft viel druckvoller — und sie kamen zum verdienten Führungstreffer (66.). Danach noch eine gute Chancen, dann kam allerdings Mattersburg wieder etwas auf. Die Ergebnisverwaltung war aber erfolgreich. Das 1:0 hielt, ein verdienter Sieg insgesamt.

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Admira/Wacker Mödling – Red Bull Salzburg    1:1 (1:1)

Zuschauer: 1.100  (Schnitt bisher : 2.965; -33.9%  gegenüber Vorsaison)

Schnell hinweg über diese Partie: Admira keineswegs schwach gegen Wolfsberg beim 0:1, sondern, im Gegenteil, eigentlich ganz dicht dran am Sieg. Salzburg hat sich aber durchgefightet durch die schwere Auswärtspartie in Innsbruck, sie in der Nachspielzeit noch zu ihren Gunsten entschieden, und insofern das kleine Fünkchen Hoffnung auf den Titel am Glimmen gehalten. Aus diesem Holz sind echte Titelanwärter gestrickt, und sie werden auch hier alles daran setzen, ihre überlegene Klasse zu einem Sieg zu nutzen. Da man, wie gesagt, der Admira aber jede Menge zutraut, kann es zu keine Tipp, nicht auf diese und nicht auf jene Seite, reichen. Ein Pass.

 
Ein wohl überlegtes Pass. So konnte nichts passieren. Die Argumente für beide waren irgendwie zu stark. Die Admira hat endlich einmal wieder ein Erfolgserlebnis erzielt, was ihnen doch seit geraumer Zeit dringend mal wieder zustand. Sie hatten gut gespielt, das war das Hauptargument, nicht gegen sie anzutreten. Das haben sie auch hier getan. Wobei die Gäste natürlich dennoch überlegen waren.
Früh die Führung für Salzburg und, nachdem sie das Spiel in Innsbruck mit viel Leidenschaft gedreht hatten, in der Schlussminute, war ganz gut verständlich, dass sie nun, sogar in Führung, ziemlich überzeugt waren vom eigenen Sieg und eher Ergebnisverwaltung betrieben als energisch nachzusetzen. So kamen eine Zeit lang keine besonderen Chancen heraus. Zwei der Winterneuzugänge sorgten dann kurz vor dem Wechsel für den Ausgleich: Segovia auf Tito, der mit einem Volleyschuss zum 1:1. Sicher diese beiden mit ein Grund, sich für Admira auszusprechen. Direkt danach jedoch wieder eine Doppelchance für die Gäste.
In Hälfte 2 sah es anfangs ähnlich aus. Salzburg zwar besser, aber ohne die ganz großen Chancen herauszuspielen. Ein wenig spielten sie wie die Austria zuletzt. Admira mit viel Einsatz und Leidenschaft dagegen. Bis es zu einer Roten Karte gegen Admira, etwa 20 Minuten vor Schluss. Danach klarerweise Dauerdruck der Bullen, aber die Abwehr hielt dicht.
So wird es natürlich schwer für die Salzburger, die Minimalchance auf den Titel zu wahren — was sich dann möglicherweise auf die Folgeleistungen auswirken könnte. Die Admira zeigte, dass sie unbedingt den Abstieg vermeiden möchte — und dass die Qualität dazu da ist.
Der Zuschauerzuspruch niederschmetternd. Aber: a) Spiel unter der Woche, b) anhaltende Erfolglosigkeit, c) Wetter. Dennoch durfte man mit etwas mehr rechnen gegen den Meister.

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