Rückblick Österreich Heute für Morgen Liga 21. Spieltag

in Kürze:

Beide echten Tipps gingen in die Hose, jeweils mit 4 Einheiten, macht -8. Eine der Wetten war aber so gut, dass man sie hätte gewinnen müssen, die andere allerdings schlecht und zurecht verloren.
Die Neigungen passten dafür, so dass man vielleicht argumentativ den Kopf gerade noch aus der Schlinge bekommt…
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Blau Weiß Linz – FC Lustenau    1:1 (0:1)  
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Zuschauer : 750   (Schnitt bisher: 1.505;  -36.7% gegenüber Vorsaison: )
Hier kann man es schnell auf den Punkt bringen: der FC Lustenau mit einer wirklich überragenden Leistung zuletzt, BW Linz ohne Spielpraxis, und auch sonst nicht verstärkt im Winter, während der FC Lustenau gleich mehrfach nachgerüstet hat, und trotz auch einiger Spielerverluste offensichtlich mit dem 28-jährigen Dursun Karatay einen Volltreffer gelandet hat (gab es das oft, dass einer beim Debüt drei Treffer erzielt?), so dass man definitiv an diese Mannschaft glaubt.
 
4/10 auf den FC Lustenau Sieg.
 
Teamnews:
FC Lustenau kann aus dem Vollen schöpfen,
BW Linz ebenso.
 
Hier, trotz der verlorenen Wette, ein ganz klares Urteil: die Wette war überragend gut. Linz sah hinten extrem wackelig aus, und brachte nach vorne kaum etwas zustande. Zugleich aber spielte der FC Lustenau so, wie man es von ihnen erwartet hatte: stark. Natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass die Linzer Abwehr ständig aufgerückt war und so die Räume bot — auch schon vor dem 0:1 –, bei welchen alle Mannschaften auf diesem Level brillieren können. Dennoch ändert es nichts am Urteil: sehr gute Wette, überlegene Gäste, die mit dem 1:0 viel zu wenig herausholten aus ihren vielen Torchancen.
So kam BW Linz gegen Ende der Partie doch noch einmal zurück ins Spiel und kam zu ein paar Gelegenheiten, von denen eine, eher zufällig, genutzt wurde.
BW Linz ganz schwach. FC Lustenau so gut wie erwartet. Mit denen ist in dieser Form unbedingt zu rechnen, für den Tabellenletzten wird es extrem schwer, angesichts der Auftritt der Konkurrenz. Nun sind es bereits 6 Punkte, und das auf die Kapfenberger, die mit dem 7:1 ziemlich eindrücklich unter Beweis stellten, dass sie nicht diejenigen sind, die man schnappen könnte. Tja, wer dann? 750 Zuschauer sprechen auch eine deutliche Sprache: da rechnet man nicht mehr mit viel, von der Fanseite her.
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SV Grödig – SV Horn      ausgefallen
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TSV Hartberg – First Vienna    0:2 (0:1)   
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Zuschauer : 1.200   (Schnitt bisher: 1.139; +16.7%  gegenüber Vorsaison: )
Hartberg eher verstärkt, bei 5 Ab- und 5 Zugängen, bei First Vienna sind die Transfernews neutral. Die Teamnews sprechen auch dafür: dieses Spiel zieht die Heimmannschaft, auch 4/10 auf die 1.
 
Teamnews:
bei Hartberg fehlt niemand,
bei First Vienna fehlt Ernst Dospel (36, IV, 7/0/0), aber doch Schlüsselspieler, sowie Anton Berisha (21, ZM, 10/1/1)
 
Frustrierendes Ergebnis für einen Tipp mit 4 von10, frustrierender Spielverlauf. In der ersten Hälfte wurden die mit René Schicker (von Admira) namhaft verstärkten Hartberger komplett an die Wand gespielt. Chancenverhältnis mindestens bei 6:1 für die Gäste, das 1:0 ein zu karger Lohn für die Überlegenheit. Nach der Pause kam Hartberg zwar viel stärker heraus, konnte aber das Chancenverhältnis nicht einmal komplett egalisieren. Natürlich hätte man in der großen Druckphase irgendwann von einem verdienten Ausgleich gesprochen, aber nur deshalb, weil es halt erst — nicht ganz verdient sondern zu knapp — nur 0:1 stand.
Selbst wenn es also ausgeglichen wäre, wäre es natürlich noch lange keine gute Wette gewesen, wobei man stets berücksichtigen muss, dass die zweite Hälfte mehr Gewicht hat als die erste. Denn: in ihn fällt die Entscheidung über den Spielausgang, hier wird abgerechnet. Also: ein Remis wäre in dem Sinne verdient gewesen, aber das würde noch lange keine Wette auf einen Favoriten rechtfertigen. In der 88., nur zur Ergänzung, fiel aus einem Konter das 2:0.
Man muss wirklich zugeben, dass man die teils umformierten Mannschaften nicht wirklich wieder erkennen kann. Die Vienna spielte komplett anders als in der Hinrunde, und zwar einfach nur gut. Hartberg hat nach der Pause wenigstens ein bisschen etwas zur Rechtfertigung ihrer Grundeinschätzung getan. Die Vienna aber in dieser Verfassung muss man dringend im Auge behalten. Das war teils sehr flotter, flüssiger Kombinationsfußball. Natürlich vornehmlich in Hälfte 1.
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SKN St.Pölten – SV Kapfenberg     1:7 (1:5) 
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Zuschauer : 2.100   (Schnitt bisher: 3.444; +143.4% gegenüber Vorsaison: )
St.Pölten ziemlich schwach im ersten Spiel, obwohl dies ja bereits unlogische Reporterlogik ist (also gar keine). Denn: entweder waren die einen schwach oder die anderen gut. Einer der Effekte würde bereits genügen, um einen Sieger zu küren. Beides zugleich? Natürlich kann es vorkommen, nur ist es meist nicht der Fall und bedarf wirklich einer sehr genauen Analyse. Zur Erinnerung: man spielt so gut, wie es der Gegner zulässt. Dennoch ist man in St.Pölten natürlich enttäuscht, und, wie im Rückblick erwähnt, kann es schon sein, dass der Verlust eines Leistungsträgers wie Daniel Segovia empfindliche Auswirkungen auf die gezeigten Darbietungen hat. Jedenfalls würde man, auch angesichts der Teamnews, unter keinen Umständen St.Pölten haben wollen.
 
Nun, auf Kapfenberg war, wenn in einer Hinsicht Verlass, dann in der, dass sie ihre Spiele NICHT gewinnen. Denn: es gelang insgesamt nur 3 Mal in 20 Versuchen. Irgendwo schlummert ein Potenzial, ja, das mag sein, aber ob man mit dem branchenüblichen Trainerwechsel etwas bewirken konnte? Da überwiegt doch die Skepsis.
 
Da man sie aber im ersten, ausgefallenen Spiel bereits haben wollte, und lieber gegen St.Pölten wäre, ergibt sich hier immerhin die leichte Neigung, dass es doch bei Kapfenberg eher aufwärts gehen könnte und sie dieses Spiel nicht verlieren werden. 
 
Teamnews:
bei St.Pölten fallen gleich 5 Spieler aus: Manuel Rödl (30, IV, 17/3/0), wichtig, Michael Popp (23, IV, 19/2/2), wichtig, Marcel Holzmann (22, LV, 19/2/6), wichtig, Patrick Schagerl (20, LA, 2/0/0), Robert Gruberbauer (24, MS, 19/3/2), wichtig.
bei Kapfenberg fehlt Thomas Burgstaller (33, IV, 12/0/1), René Pitter (23, RV, 2/0/0), Ismael Barragan (27, DM, 8/0/0), David Sencar (29, ZM, 16/1/2).
 
Beide also mit Ausfällen, aber die bei St.Pölten wiegen noch etwas schwerer.
 
Nun ja, es gab die leichte Neigung, und diese hat das Schlussergebnis weit mehr als gerechtfertigt. Man muss ja auch nicht immer so viele Worte verlieren: von Anfang an Einbahnstraße Richtung St.Pölten Tor, 2. Minute 1:0, bald danach das 2:0, dann ein Elfmeter zum 3:0 — völlig berechtigt — und noch immer nichts von St.Pölten. Aus der ersten Chance das 1:3, so dass etwas Hoffnung aufkam, aber erneut ein Strafstoß mit Roter Karte, das 1:4 und damit die Partie gelaufen.
Die Ausfälle wogen schwer bei St.Pölten, aber, wie angekündigt, Kapfenberg auf dem Wege weiter vor. St.Pölten ist ein Desaster in dieser Verfassung. Aufstieg kein Gedanke, und, wie gesagt, der Weggang von Daniel Segovia kaum zu verkraften.
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Austria Lustenau – SCR Altach      2:2 (1:2)
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Zuschauer : 5.200   (Schnitt bisher: 4.281; +9.2%  gegenüber Vorsaison: )
Da es ein Derby ist, darf man sich glücklicherweise in der Argumentation kurz fassen. Wobei ab und an auch ein Pass gut begründet sein will? 
Also: Altach war von Anfang an eine der stärksten Mannschaften. Sie konnten es nur selten zeigen, das stimmt schon, aber doch gaben sie später einiges an Potenzial zu erkennen. Immerhin in den letzten 6 Spielen keine Niederlage mehr, bei 4 Siegen. Auch waren die Veränderungen im Team — dazu gehört auch Sportdirektor Zollhoher — keineswegs nachteilig. Gerade Mannschaften, die deutlich unter Wert oder deutlich über Wert gespielt haben, können nach einer mehrwöchigen Pause auf ihren Ursprungswert zurückgesetzt werden. Das bedeutet nur: für Altach könnte die Pause von Vorteil gewesen sein, da man die schlechten Ergebnisse aus dem Gedächtnis gestrichen hat (wobei es hier ja eher die Tabellenposition wäre, die man nicht gerne anschaut).
 
Austria Lustenau mag ja den Aufstieg packen, dazu ist schon genügend Qualität da, gepaart mit einem professionellen Umfeld. Aber in dieser Partie wird es garantiert keine einfache Angelegenheit. Mit Zwischenbrugger fehlt ihnen auch definitiv ein ganz wichtiger Mann, so dass man hier lediglich die Neigung kundtun kann, dass Altach die Partie wohl eher nicht verlieren wird. Es ist das sichere Gefühl, dass die Partie so ziemlich auf Augenhöhe geführt werden dürfte, nur wagt man dennoch keinen Einsatz darauf. Zu wenig verlässlich die Darbietungen der Gäste bisher, und mit Derbies setzt man sich eh meist in die Nesseln. Also: das Gefühl sagt, dass Altach etwas holt. War das nun kurz?
 
Teamnews:
Austria Lustenau muss auf die Dienste von Robert Schellander (30, LV, 0/0/0), und, was wirklich zählt, jene des Jan Zwischenbrugger (22, OM, 17/7/5) verzichten, dazu fehlt der 18-jährige Simon Kühne, Mittelstürmer, mit erst einem Einsatz.
bei Altach fehlen Boris Prokopic (24, OM, 2/0/0) und Felipe Dorta (16, MS, 11/0/0).
 
Auch hier trog einen das Empfinden nicht: Altach holt etwas. Die Einstellung passte erst einmal, denn sie begannen mit dem neuen Trainer Canadi erst einmal stark. Der frühe Elfmeter durch ein typisches Handspiel im Strafraum — nur normalweise ungeahndet, weil angeblich aus der Entfernung? Nur wurde er gegeben, was erneut darauf hinweist, dass die Schiedsrichter eine Art Anweisung erhalten haben — gefolgt vom 1:0 für die Gäste.
Danach kam Austria Lustenau auf und zweigte, dass noch immer SIE der Spitzenreiter sind. Gute Aktionen, sich steigernder Druck, Gelegenheiten hier und dort. Nur gelang Altach just in dieser Phase das 0:2, noch dazu sehr glücklich, da ein Abwehrspieler einen Ball in der Absicht, ihn zu klären, mit einer Bogenlampe Richtung eigener Torlinie absendet. Ob Eigentor oder ein Altacher  noch vor der Torlinie am Ball? Irrelevant. Das 2:0.
Glück für die Austria, dass sie mit dem Pausenpfiff den Anschluss schafften.. In Hälfte 2 ein heiß umkämpftes Spiel, sozusagen ein typisches Derby. Die Austria kam zu einem deutlichen Übergewicht, speziell nach dem 2:2 in der 68. So waren sie deutlich näher dran am Sieg.
Ein gutes Zeugnis insgesamt für beide Mannschaften. Austria Lustenau hat definitiv untermauert, dass kein Weg an ihnen vorbei führt, aber auch Altach gehört erkennbar zur Crème de la Crème.
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