Vorschau 3. Bundesliga 31. Spieltag

in Kürze:

Nichts Besonderes zu vermelden. Allmählich gewöhnt man sicher vermutlich sogar auf Spielerseite an die anhaltenden winterlichen Bedingungen?! Trotz aller Frühlingsansätze dieser Tage: zum Wochenende soll es wohl wieder schneien. Demnach also: business as usual.

——————————————————————————————————————————————————–

 
Alemannia Aachen – FC Chemnitz   (Entfernung : 580 km)
.
Die Alemannia erneut mit einer guten, aber unbelohnten Leistung beim 0:2 in Burghausen. Macht 4 Niederlagen in Serie, von denen man kaum je die schlechtere Mannschaft war. Also: Zweifel an einem Auftreten mit mangelndem Engagement sind ohnehin unangemessen, Zweifel an der Leistungsfähigkeit des so arg dezimierten Kaders aber gleichermaßen. Sie spielen kein bisschen schlechter als der Ligaschnitt.
Chemnitz hat das „Spitzenspiel“ gegen Bielefeld 0:1 verloren und sie haben es zurecht verloren. Damit wären auch die letzten aller Träume zu Grabe getragen, Anschluss nach ganz oben finden zu können. Sicher ist Chemnitz eine sehr gute Mannschaft, diese Behauptung ändert man nicht ab, aber doch ist anzunehmen, dass sie in diesem Spiel nicht unter allen Umständen alles aus sich herausholen werden. Sie werden sogar überrascht sein von der Einstellung — auf dem Platz und auf den Rängen, die sicher trotz allem wieder recht gut gefüllt sein dürften.
Eigentlich wäre es eine ideale Chance zum Geld verdienen. Heimsieg oder 1/X, ganz nach Belieben, falls sich irgendwo ein Anbieter findet?!
Teamnews:
Aachen weiterhin ohne Stammtorwart Melka. Weiterhin fehlen Mario Erb (22, IV, 15/0/0), Tom Stehle (32, IV, 10/0/0), Aiden Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1)
Chemnitz hat alle Mann an Bord.
——————————————————————————————————————————————————–

Arminia Bielefeld – SV Darmstadt 98  (Entfernung : 340 km)
.
Man hatte es angekündigt — und es hat sich realisiert: Darmstadt kämpft mit Zähne und Klauen um den Klassenerhalt. Der Kampf ist angenommen  und er wurde ganz erfolgreich durchgeführt in den letzten drei Partien mit 7 Punkten. Sogar in Rostock war man beinahe näher dran am Sieg (0:0).
Da Bielefeld gerade zuletzt nicht überzeugen konnte (ein glückliches 1:1 bei StuKi) mann man hier nur die Füße still halten — oder sich gar, für Mutige, hinter den Außenseiter stellen.
Teamnews:
Bielefeld muss ersetzen Manuel Hornig (30, IV, 23/1/0), sowie den Langzeitverletzten Dennis Riemer (26, RV)
Darmstadt ohne Ausfälle.
——————————————————————————————————————————————————–

Wacker Burghausen – Rot Weiß Erfurt   (Entfernung : 467 km)
.
Burghausen hat in den letzten beiden Heimspielen gepunktet (ein Sieg, ein Remis), und kein einziges Tor kassiert. Erfurt hat das letzte Spiel zwar gewonnen (1:0 in Offenbach, bei guter Leistung), musste aber nun wieder eine Weile lang zuschauen.
In der Tabelle ist Burghausen 11 Punkte und 11 Tore besser, hat aber auch 4 Spiele mehr ausgetragen. Vom Gefühl her würde man eigentlich Erfurt etwas zutrauen, da Burghausen außer dem 1:2 gegen KSC (einer ganz starken Leistung, allerdings mit einem Mokhtari in ihren Reihen, der nun bis Saisonende ausfällt) nichts gezeigt hat. Da aber Erfurt nicht spielen konnte, hält man sich doch lieber komplett raus. Ein Pass.
Teamnews:
Burghausen, wie erwähnt, ohne Mokhtari, den wichtigsten Mann (34, OM, 24/4/7)
Erfurt ohne zwei Keeper (Sponsel fehlt verletzt und auch Ersatzmann Manuel Salz ist out, es gibt einen 3. Torwart, der ist aber erst 19), sonst fehlt aber niemand.
——————————————————————————————————————————————————–

Borussia Dortmund II – Preußen Münster   (Entfernung : 69 km)
.
Da die Preußen Fans in Scharen anreisen werden, ist es eher ein Heimspiel für die Gäste. So sehr man also Dortmund auch schätzen mag und ihnen generell etwas zutraut (sogar den Klassenerhalt, der natürlich für das aktuelle Schlusslicht immer am schwierigsten sein dürfte, zugleich aber alle Konkurrenten derzeit gehörig strampeln und punkten), in dieser Partie kann es nur einen klaren Favoriten geben.
5/10 auf Münster Sieg.
Teamnews:
Dortmund kann aus dem Vollen schöpfen, Münster aber auch.
——————————————————————————————————————————————————–

Hallescher FC – 1.FC Heidenheim   (Entfernung : 423 km)
.
Gerade Halle hat mit den Winterneuzugängen voll und ganz überzeugt und nun bereits 5 der letzten 6 Spiele siegreich gestalten können. So gerne man Heidenheim also hätte, ausgerechnet gegen diesen Gegner geht es einfach nicht. So bleibt auch hier nur das Pass.
Teamnews:
Halle ohne Mouaya (28, IV, 13/0/0), Pierre Becken (25, IV, 9/0/0), 
Heidenheim ohne Christian Sauter (25, DM, 9/1/1), Andreas Spann (27, MS, ohne Einsatz)
——————————————————————————————————————————————————–
Karlsruher SC – Stuttgarter Kickers   (Entfernung : 82 km)
.
Man hat es eines Tages ausgesprochen und möchte sich auch jedenfalls für heute daran halten (so sehr man auch selbst Fan ist des Kerngehalts dieser Aussage hier: „Was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern?“): den KSC immer spielen so lange, bis der Aufstieg perfekt ist.
Es ist hier eine Art Derby und auch StuKi hat gewisse Fähigkeiten im Überlebenskampf geliefert (zuletzt beim 1:1 Bielefeld eigentlich an die Wand gespielt), aber doch kann es hier nur einen Sieger geben.
Der KSC gewinnt das Spiel. 6/10 auf die 1 (und, wegen der Abrechnung, die Einheiten ruhig auf den Handicap Sieg spielen).
Teamnews:
KSC fehlt Sebastian Schiek (23, RV, 12/0/1)
StuKi weiterhin ohne Fennell (23, IV, schon länger out)
——————————————————————————————————————————————————–

Kickers Offenbach – SpVgg Unterhaching   (Entfernung : 393 km)
.
Es ist eine schwierige Zeit irgendwie für das erfolgreiche Tippen — dem anhaltenden Winter zum Teil in die Schuhe zu schieben?. Unterhaching hat zwar müde Ergebnisse erzielt (0:0 gegen Saarbrücken, 0:0 in Stuttgart II, 1:2 bei Dortmund II, 1:0 gegen Aachen), aber kurioserweise sahen sie viel besser aus, wenn man sie spielen sah, als derartige Ergebnisse suggerieren mögen. Merkwürdig.
Umgekehrt glaubte man bei Offenbach lange an ein schlummerndes Potenzial, was sie sogar für die obere Tabellenhälfte zu qualifizieren schien. Der DFB-Pokal kostete einiges an Kraft und Konzentration, schon fand man sich in der unteren Hälfte wieder — und spielt nun auch dieser gemäß. Wobei hier schon auffällt, dass beide Teams eine identische Tordifferenz aufweisen (jeweils +-0).
Was sollte dies also für ein Tipp werden, wenn man noch nicht einmal im Geringsten eine Neigung hat? Falls man unbedingt etwas hören möchte: Haching verliert das Spiel nicht Punkt.
Teamnews:
Offenbach weiterhin ohne Markus Husterer, Christopher Lamprecht (27, RV, ohne Einsatz),
Unterhaching noch immer ohne Stammtorhüter Stefan Riederer, Roland Sternisko (24, DM, ohne Einsatz) und Florian Bichler (21, LA, 8/0/1) waren schon zuvor nicht dabei.
——————————————————————————————————————————————————–

VfL Osnabrück – Hansa Rostock   (Entfernung : 405 km)
.
Ähnliche Empfindungen erfassen einen direkt bei dieser Partie: „Ich erkenne nichts, ist alles so schön bunt hier. Hoch, ist der Rasen schön — äh, weiß?“.
Rostock hat mit am meisten enttäuscht bei allen letzten Auftritten. Immerhin aber haben sie auch zwei (Heim-)0:0 in Serie geholt.
Osnabrück aber hat aus den letzten drei Partien nur einen einzigen Zähler geholt. Wie sollte man sich also ihnen anvertrauen?
Nix zu machen: ein Pass.
Teannews:
Osnabrück noch immer ohne Martin Hudec (30, IV, 14/1/0), 
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Mohammed Lartey (26, OM) und Edisson Jordanov (19, OM) sind schon länger nicht dabei.
——————————————————————————————————————————————————–

1.FC Saarbrücken – SV Babelsberg 03   (Entfernung : 704 km)
.
Man hat ein paar lobende Worte für Saarbrücken gefunden — und sie haben gepunktet, mit stolzen 8 Punkten aus den letzten 4 Spielen (die typische Aufsteigerattitüde: ein Sieg, ein Remis, macht zwei Punkte pro Spiel im Schnitt). Den Abstiegskampf dürfte man also erfolgreich gestalten.
Babelsberg hat ebenfalls einen Sieg zuletzt, mit 2:1 in Aachen, der aber glücklich war. Sie haben insgesamt, ähnlich wie Rostock, fast durchgehend „enttäuscht“ — was sich nur darauf bezieht, dass man ihnen etwas zutraute nach ein paar als gelungen erachteten Wintertransfers.
Da der Vorsprung Saarbrückens von 7 Punkten noch nicht ausreichend ist, könnte man hier mit aller Vorsicht 3/10 auf die 1 riskieren.
Teamnews:
Saarbrücken ohne Torwart Benedikt Fernands (28, TW, 12 Spiele), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), wichtig, und und Ufuk Özbek (20, ZM, 15/2/0), auch wichtig.
Babelsberg ohne Ausfälle. Diese Teamnews sprechen nicht unbedingt für die Wette.
——————————————————————————————————————————————————–

VfB Stuttgart II – SV Wehen/Wiesbaden   (Entfernung : 212 km)
.
Ein bisschen fühlt man sich hier wie „Fähnchen nach dem Wind“ stellen, ganz allgemein gesagt.
Da Stuttgart aber nun wirklich seit ewigen Zeiten nicht mehr getroffen hat — 4 Spiele insgesamt — und Wehen einen wirklich mal wieder so richtig überzeugen konnte beim 2:2 in Heidenheim, bei welchem sie wohl etwa zum zehnten Mal nach Führung (auch hier mit 2:0) nicht gewinnen konnten, kann man hier nur den Gästen etwas prophezeien. Sie werden etwas holen, kommen nicht als Außenseiter.
3 von 10 auf Sieg der Gäste oder 6 von 10 auf X/2.
Teamnews:
Stuttgart weiterhin ohne Gallert (19, RV), Rapp (21, DM) und Timo Cecen (18, OM), und Christoph Hemlein (22, MS, 25/3/5), neu hinzu kam aber Rani Khedira (19, ZM, 25/0/0) mit Gelbsperre.
Wehen ohne Martin Röser (22, RM, 3/0/0).
Das spricht noch etwas mehr für Wehen.
——————————————————————————————————————————————————–

Vorschau Schweiz Raiffeisen Superleague, 25. Spieltag

in Kürze:

So häufig man vielleicht betonte, dass der FC Basel den Titelkampf wohl letztendlich doch für sich entscheiden dürfte: hier und heute gesteht man gerne ein, dass man, nicht nur pekuniär, den Grasshoppers die Daumen hält. Nicht etwa, dass man Basel nicht mag, keineswegs. Aber es wäre sowohl wegen der Spannung wünschenswert, aber auch, weil man sich an den guten Leistungen des GC erfreut und es irgendwie doch ungerecht fände, wenn es „wie immer“ ausgehen würde.
——————————————————————————————————————————————————–

FC Sion – Servette Genf   (Entfernung : 132 km)
.
Sion ist so etwa das Rapid Wien der Schweiz. Die Krise beinahe maximal. Mit dieser Mannschaft möchte man eigentlich absolut rein gar nichts zu tun haben. Obwohl sie ausgerechnet im letzten Spiel beim 0:0 in Bern ganz leichte Anzeichen von Besserung aufwiesen. Servette wehrt sich nach Kräften — wobei die Einschränkung in dem Ausmaß der verfügbaren Kräfte liegt. Selbst wenn sie gegen den FCZ im letzten Spiel nur kurz vor der Schluss und in dem Sinne unglücklich verloren, so war die Beschränktheit der  Möglichkeiten doch einmal mehr deutlich zu spüren. Es wird ein extrem harter und weiter Weg zurück bei 6 Punkten Rückstand und angesichts der Möglichkeiten und Befähigungen der Konkurrenz kann man nur dies orakeln: ein zu weiter Weg, der stattdessen in die Zweitklassigkeit führt. Da man dies bereits selbst als Akteur, Trainer, sonstwie Verantwortlicher spürt, ist wohl kaum noch mit einem besonderen Aufbegehren zu rechnen.
Für diese Partie bedeutet dies: keine der beiden Mannschaften anrühren. Passen.
Teamnews:
Sion muss verzichten auf Gattuso wegen Gelbsperre und weiterhin auf Margairaz, beide natürlich wichtig.
Servette hat alle Mann an Bord. 
——————————————————————————————————————————————————–

FC Thun – Grasshoppers Club Zürich   (Entfernung : 152 km)
.
GC hingegen ist exakt vergleichbar mit der Wiener Austria, mit dem winzigen Unterschied, dass sie bereits (unglücklich) vom Platz an der Sonne verdrängt sind, was bei der Austria noch aussteht, falls es denn je geschähe. Dennoch kann man an dieser Stelle nur wiederholen: absolut gesund, der GC, und mit einer Leistung, die geneigt wäre, einen jeden Lügen zu strafen, der sich hinstellt und behauptet, der FC Basel ist die bessere Mannschaft. Es gab nur ein 0:0 gegen Luzern, aber es gab nichts auszusetzen, außer, dass der Ball nicht rein wollte.
Mag sein, dass man hier oder da lobende Worte für den FC Thun fand. Aber doch ist das Potenzial speziell seit dem Weggang von Ngamukol eingeschränkt. Sie fühlen sich wohl in der Außenseiterrolle und haben diese oftmals gut genutzt. Aber doch schaue man auf die Bilanz: in den letzten 4 Spielen kein einziges Tor. Und selbst wenn zwei 0:0 darunter waren und der Abstieg bei 8 Punkten auf Servette derzeit kein Thema ist: sie sind einfach nicht besonders gut.
Hier heißt das: GC zieht dieses Spiel. Und ist ist einem satte 10/10 wert.
Teamnews:
Thun ohne Dennis Hediger (26, DM, 14/0/2) und Renato Steffen (21, LM, 10/2/4), 
GC ohne Ausfälle. 
——————————————————————————————————————————————————–

FC Zürich – FC St.Gallen   (Entfernung : 86 km)
.
Das Problem mit dem FCZ ist: der Markt spürt genauso wie man selbst, dass das längst attestierte Potenzial zur Entfaltung bereit steht. Übersetzt heißt das: man bekommt einfach keinen Kurs mehr auf sie. Seriensieger sind eh immer ziemlich beliebt von Wetterseite her, so dass die Kurse da eh immer ziemlich rasch gedrückt sind. Wenn es denn aber noch eine Mannschaft betrifft, der es sozusagen jeder zutraut, rauschen sie in den Keller.
So gerne man sich als Trittbrettfahrer betätigen würde — sofern es denn ertragreich wäre –, so sehr rät einem die Vernunft und die Erfahrung: „Tu es nicht!“ Zumal ja hier ein Gegner gegenüber steht, der mit dem 3:1 gegen Lausanne speziell in der ersten halben Stunde gezeigt hat, dass sie sehr wohl zu Leistungen (und Ergebnissen) wie in der Hinserie in der Lage sind. So wäre der Zeitpunkt und die Gelegenheit denkbar ungünstig, sich hinter den (so arg gedrückten) FCZ zu stellen.
Das bedeutet in der Summe: ein Pass.
Teamnews:
FC Zürich ohne Burim Kukeli (29, ZM, 12/0/1) und Mario Gavranovic (23, MS, 21/5/4)
St.Gallen ohne Mikael Ishak (19, 6/1/0) als Winterneuzugang, und ohne Cavusevic (25, MS, 13/4/2)
——————————————————————————————————————————————————–

Lausanne Sports – Young Boys Bern   (Entfernung : 104 km)
.
Auch hier im Grunde kontraindiziert: man soll Lausanne nehmen, obwohl der Markt doch schon seit langem die Behauptung aufstellt, dass YB eine sehr starke Mannschaft ist. Hier hätte man aber ganz gute Gründe, es doch zu tun. Denn: YB bringt ja einfach weder Leistung noch Ergebnisse. In den Heimspielen geht es ja noch, da wurden 4 der letzten 5 gewonnen. Aber auswärts gab es parallel vier Klatschen in Serie. Die Finanzsituation und die ungewisse Zukunft für viele Spieler könnte ähnlich bedeuten, dass man einfach nicht zurande kommt. Wie soll man da die so sehnlichst gewünschten und so dringend benötigten Erfolge einfahren?
Lausanne hat diese zwei Ausnahmekönner, derentwegen man schon ab und an mal diese Seite genommen hat — und dies keineswegs immer erfolglos. In St. Gallen haben sie ein wunderschönes Tor produziert. Obwohl es „nur“ eines zum 1:3 war.
Hier die schlichte Behauptung: unter den gegebenen Umständen ist YB hier nicht der Favorit, wie es der Markt erachtet. Insofern kann man ruhig 5 von 10 auf 1/X riskieren.
Teamnews:
Lausanne ohne Ibrahim Tall (31, IV, 15/0/0), Jocelyn Roux (26, MS, 17/1/2) mit Gelbsperre, Bashkim Sukaj (21, MS, noch ohne Einsatz)
Young Boys ohne Francios Affolter (22, IV, 3/0/0), weiterhin Christoph Spycher (34, LV, 9/1/0), und Josh Simpson (noch ohne Einsatz)
——————————————————————————————————————————————————–

FC Luzern – FC Basel   (Entfernung : 97 km)
.
So sehr man vielleicht auch weiter oben GC gelobt haben mag, damit die Behauptung aufstellend, dass der FCB nicht unbedingt besser ist, so wenig möchte man andererseits deren Errungenschaften schmälern. Man könnte es auch so ausdrücken: beide sind sehr, sehr stark und stehen absolut nicht zu Unrecht in der Tabelle klar vorne.
Luzern hat sich stark verbessert und absolut gesund präsentiert, obwohl der vorletzte Platz für den Vizemeister alles andere als ein Erfolg ist. Dennoch hat man wohl auch im Umfeld verstanden, dass es eine starke Liga ist, dass der zweite Platz des Vorjahres ein absolutes Highlight war, und dass man trotz dieses Erfolges sich mit einem Kampf gegen den Abstieg einrichten muss. Sobald dies verstanden ist und die Träumereien endgültig abgehakt sind, geht es in der Regel auch schon viel besser.
Schön und gut: sie waren gesund, sie haben „performed“ beim 0:0 bei GC, hatten aber dennoch eine gehörige Portion Glück. Nun stehen sie aber dem FCB gegenüber, der so richtig in Schwung gekommen ist und sich hier bestimmt nicht die Butter vom Brot nehmen lassen möchte.
Insofern: 4/10 auf den FCB. Die „nur“ 4 deshalb, weil Basel in der kommenden Woche in Europa ran muss. Allerdings hat man darin ja gerade in Basel viel Erfahrung.
Teamnews:
Luzern ohne Ersatztormann Wüthrich und Dario Leczano, beide schon länger out.
Basel ohne Darko Jevtic (20, OM, schon länger out), David Degen (30, RA, 20/3/3), und Bobadilla hat eh noch nicht gespielt.
——————————————————————————————————————————————————–

Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 27. Spieltag

in Kürze:

Der Schlager wird diese Runde bestimmen. Salzburg hat seine letzte Chance, das ist wohl allen klar. Verliert man hier, ist der Titelkampf entschieden. Gewinnt man, macht man es doch irgendwie spannend, bei Remis bleibt der Status Quo: 13 Punkte, und nur noch ein direktes Duell. Aus Wettersicht heißt es natürlich nicht, dass man sich auf ein derartiges Spiel fokussieren muss. Meist sogar ganz im Gegenteil.

——————————————————————————————————————————————————–

Admira/Wacker Mödling – SV Mattersburg   (Entfernung : 54 km)
.
Ganz einfache Geschichte hier: die Admira hat vielfach zu gefallen gewusst. Zuletzt haben sie aber nicht nur gefallen, sondern auch zwei vorzeigbare Erfolge eingeholt. Ein 1:1 bei Rapid und ein 1:1 daheim gegen Salzburg, zwei der Top 4 Punkte abgetrotzt und sogar kurz zuvor bei Sturm Graz, dem dritten der Top 4, einen Sieg geholt. Mattersburg hat man zwar auch hier und da ein paar aufrichtige Komplimente machen können, aber bei ihnen steht zum Beispiel gegen die Austria ein 0:4 daheim und davor ein 0:1 in Wolfsberg zu Buche. Also selbst nach der Augenblicksform gefragt bekäme man die gleiche Antwort heraus: alles auf die Admira. Wenn man die Tabelle ein wenig genauer anschaut, dann stellt man auch fest, dass es nicht nur extrem brenzlig ist, für beide, und dass mehrere punktgleiche Teams beieinander stehen, man sieht auch, dass Mattersburg bei einem Sieg der Admira tief mit hineingezogen wird (sie sind nur 4 Punkte vor), aber man sieht noch viel mehr dies: Admira hat das klar bessere Torverhältnis, mit 9 Treffern günstiger. Und nach der ganz ehrlichen eigenen Meinung gefragt: Admira ist das bessere Team, sogar das beste alle 4 aktuellen Kandidaten.
10/10 auf die Admira.
Teamnews:
Admira fehlen Ersatztorwart Manuel Kuttin sowie Bernhard Schachner (27, DM, 21/1/2), Dominic Burusic (20, RA, ohne Einsatz), und Matts Milkus (21, MS, 2/0/0), der erst im Winter kam.
Mattersburg fehlen Lukas Rath (21, LV, 15/0/1), Manuel Seidl (24, DM, 22/3/3), ein sehr wichtiger Mann, und Dominik Doleschal (23, RM, ohne Einsatz).
Die Ausfälle bestätigen jedenfalls die Wette.
——————————————————————————————————————————————————–

Wacker Innsbruck – Wolfsberger AC   (Entfernung : 450 km)
.
Irgendwie täte man sich extrem schwer, gegen eine dieser beiden Mannschaften anzutreten. Wenn man sich selbst — und es einfach in diesem Moment tut — kurz rückbesinnt, wer nun wirklich den (im Verhältnis zur Erwartung) zuletzt den besseren Eindruck gemacht hat, dann käme heraus: es sind die Wolfsberger. Innsbruck hat man vielleicht auch hier und da gelobt und einige Male ehrlich bedauert, dass sie so selten den Lohn für gute Leistungen bekamen, aber gerade in letzter Zeit sah es ein bisschen nach leerem Tank aus. Es sind drei Niederlagen in Serie, wobei diese einerseits knapp (2:3 in Graz, 2:3 in letzter Minute daheim gegen Salzburg), andererseits gegen den Leader (mit 0:4) zustande kamen, aber doch sind es a) Niederlagen und b) hat das Team nicht wirklich überzeugt.
Wolfsberg hingegen hat einen absolut gefestigten Eindruck hinterlassen und zugleich Punkte en masse eingefahren. Der vierte Platz ist sogar tatsächlich in Reichweite bei zwar 6 Punkten Rückstand aber gegen ein extrem schwächendes Rapid Team vielleicht sogar aufholbar. Warum also nicht es angehen? Die Saison ist ohnehin ein voller Erfolg in Wolfsberg, also könnte man doch ruhig mal nach den Sternen greifen?
Es wird aber kein wahrhafter Tipp. Es ist nur die leichte Neigung, dass man eher den Gästen vertrauen würde.
Teamnews:
Innsbruck ohne Thomas Bergmann (23, RV, 21/1/0) und Julius Perstaller (23, MS, 22/2/1), die zumindest beide Stammkräfte sind
Wolfsberg ohne Christian Falk (25, MS, 17/10/0), der aber auch wichtig ist.
——————————————————————————————————————————————————–

SC Wiener Neustadt – Sturm Graz   (Entfernung : 144 km)
.
Wiener Neustadt wehrt sich tatsächlich mit allen verfügbaren Kräften dagegen, die Vorabeinstufung, die sie als klares Schlusslicht ausmachen wollte, ad absurdum zu führen. Nach sind sie punktgleich und noch sind sie nach Toren vor den Innsbruckern und man täte den Teufel, ihnen dafür ein „unverdient“ aufdrücken zu wollen. Sie waren so gut wie sie gepunktet haben und die Chance ist weiterhin da, aus eigener Kraft die Klasse zu halten. Alle Achtung!
Ihnen gegenüber steht ein Sturm Graz, welches gerade die diresten aller straits (they were in dire straits) durchkreuzt hat aber nun wirklich wieder in ruhigere Fahrwasser eingebogen zu sein scheint. Zwei Siege, von denen der erste zwar nur glücklich, dafür hart erkämpft war, aber doch die davon erzielte Ruhe gewirkt hat, die Leistung zuletzt wieder ganz stark an viele der guten Auftritte in der Hinrunde erinnerte.
So kann man sich einfach nur raushalten bei dieser Partie. Ganz minimal aber die Neigung, dass es für Sturm schwer wird, einen Auswärtssieg zu holen.
Teamnews:
Wiener Neustadt kann nicht einsetzen Christoph Martschinko (19, LV, 17/0/1), Stefan Rachwitz (22, RM, 22/2/4) und Dominik Hofbauer (22, LM, 17/0/3) alle drei wegen Gelbsperre.
Sturm hat keine Ausfälle.
——————————————————————————————————————————————————–

 
SV Ried – Rapid Wien   (Entfernung : 243 km)
.
Hier weiß man nun wirklich nicht, wo die Teams aktuell hingehören. Rapid nun bereits 7 Spiele ohne Sieg — eine Serie, die vermutlich in der Historie ihresgleichen sucht, vielleicht vergeblich. Aber andererseits hat auch Ried nun bereits 6 Spiele nicht gewonnen, wobei man durchaus ab und an sehr starke Aufritte gesehen hat. Das 2:2 in Salzburg klingt nach einem Riesenerfolg und ist es natürlich auch, falls man nur das Ergebnis in Betracht zieht. Andererseits waren sie gerade in der Partie überhaupt nicht gut und hatten nichts als Glück, welches man sich, nach hiesiger Ansicht, weder erarbeiten noch verdienen kann. Es fliegt einem zu — und ist genauso blitzschnell auch wieder verflogen ohne, dass man je Anhaltspunkte dafür ausmachen konnte, woran es sich orientiert. Denn: genauso gut und ohne erkennbaren Grund kann es auch irgendwo längere Zeit sesshaft werden.
So kann man diese Partie nur als absolute Wundertüte erachten mit dieser minimalen und eigentlich feigen Einschätzung, welcher man jedoch keine andere, bessere gegenüber stellen kann: eine total offene Partie.
Teamnews:
Ried muss Robert Zulj (21, OM, 25/7/4) und René Gartler (weiterhin) ersetzen, die beide sehr wichtig sind (Zulu mit Gelbsperre).
Rapid weiter ohne Brando Boskovic, der im Winter kam und nur drei Mal spielen konnte (ZM), sowie Kapitän Steffen Hofmann, der eindeutig der wichtigste Mann dort ist.
 
So neutralisieren sich diese Teamnews ziemlich exakt.
——————————————————————————————————————————————————–

Austria Wien – Red Bull Salzburg   (Entfernung : 295 km)
.
Hier sieht es ganz ähnlich aus: aus der Erfahrung vergleichbarer Spiele kann man es nur so sagen  (und zugleich den Computer in die Ecke schmeißen): die Partie dürfte total offen sein. Salzburg ist (an dieser Stelle ihnen mehrfach attestiert) die bessere, die beste Mannschaft der Liga. Wobei gerade hier in der letzten Woche im Rückblick erwähnt wurde, dass die Austria mit dem letzten Spiel gezeigt hat, dass es ungerecht wäre, sie hinten an zu stellen. Dennoch: Salzburg sollte die Nase, wenn auch nur ganz leicht aber auch aufgrund der letzten Jahre, vorne haben. Wenn dies so ist, dann wissen sie genau, was sie in diesem Spiel zu tun haben. Auch der Schiedsrichter wird übrigens mit Argusaugen beobachtet werden — da nämlich die ganze Nation zuschaut — und der Heimvorteil könnte sich zumindest auf diese Art (mit leicht günstigeren Pfiffen; sicher ein Teil des noch immer international deutlich zu beobachtenden Wertes) schwerlich einschleichen, wie er es vielleicht doch bei kleineren Spielen tut.
Zusätzlich: die Austria ist Heimteam und eigentlich als solches verpflichtet, das Spiel zu machen. Falls sie sich darauf einließen (was hier ernsthaft in Zweifel gezogen wird), dann würde dies sogar den Salzburger Absichten entgegen kommen. Falls sie es jedoch nicht tun, so ist es dennoch und vielleicht genau deshalb auch eine ausgeglichene Partie.
Auch hier die gleiche Einschätzung, ohne es irgendwie in Zahlen oder Tipps zum Ausdruck bringen zu wollen: eine total offene Partie (und das sagt nur das Empfinden und die Erfahrung, keineswegs eben der eigentlich viel logischer arbeitende Computer).
Teamnews:
Austria vermeldet „alle Mann an Bord“
Salzburg ohne Ersatztormann Thomas Dähne (19), Franz Schiemer (27, IV, 23/4/4), ein ziemlich wichtiger Mann, Valentino Lazzaro (17, OM, 7/0/0), Kevin Kampl (22, RA, 13/1/2), und Sadio Mané (20, LA, 18/9/5), so dass man, angesichts dieser Teamnews sein eigenes Geschwätz gerne ignorieren würde:
Die Austria ist doch (klarer) Favorit hier. Es muss einfach sein (vor allem angesichts des Kampl Ausfalles): 3/10 auf die Austria.
——————————————————————————————————————————————————–

Vorschau Österreich „Heute für Morgen“ Liga, 25. Spieltag

in Kürze:

Grödig spielt zwei Mal, da es ein Nachholspiel am Freitag gibt und das Spiel der aktuellen Runde am Montag. Der Rest des Spieltages findet aber erst am Dienstag statt, was eigentlich unter der Woche wäre, dennoch sind die Spiele hier mit aufgenommen, da eben zu der Runde gehörig.
——————————————————————————————————————————————————–

SV Grödig – SV Horn   (Entfernung : 322 km)
.
Horn hat sich wirklich mehr als ordentlich präsentiert, das möchte man gerne zugeben. Sie haben den Leader mit 5:0 geputzt — was wohl an jenem Abend jeder Mannschaft der Liga derart geglückt wäre, bei dieser Einstellung von Austria Lustenau –, dann ein 1:1 in St.Pölten geholt, wo man eher besser war und dann das Schlusslicht mit 2:0 heim geschickt. Alles gut und schön und aller Ehren wert.
Dennoch ist der ausgemachte Favorit auf den Aufstieg nun der SV Scholz Grödig. Sie haben bereits professionelle Strukturen — wie immer man sich das vorstellt im Schatten des direkt benachbarten Giganten der Roten Bullen aus Salzburg — und ein Team zusammengestellt, welches ganz sicher in der Lage ist, den Aufstieg zu packen, garniert mit einem Trainer, der erkennbar einen Plan hat (Adi Hütter) und zudem bereits Zukunftspläne, bei welchen es bereits gelungen ist, sich für die nächste Saison die Dienste des Sascha Boller zu sichern, der garantiert eine weitere Aufwertung bedeutet und mit welchem bereits ein Klassenerhalt im Oberhaus anvisiert wird?!
So gut der SV Horn auch gewesen sein mag: eine Perspektive ist derzeit nicht für sie zu erkennen, abgesehen davon, dass der Gegner einfach zu stark ist für sie. 8/10 auf die 1.
Teamnews:
Grödig kann lediglich den Ersatzspieler Martin Harrer (20, MS, ohne Einsatz) nicht verwenden
Horn nur ohne Ersatztorwart Philip Petermann (noch ohne Einsatz)
——————————————————————————————————————————————————–

SKN St.Pölten – SV Grödig   (Entfernung : 252 km)
.
Hier gilt so ziemlich das Gleiche wie für das Spiel zuvor. St.Pölten hat seit der Winterpause vielleicht insgesamt zwei gute Halbzeiten gespielt. Sie haben in der Pause das Zeichen gesetzt, ihren Starstürmer ziehen zu lassen und somit das Eingeständnis, den Aufstieg nicht ernsthaft ins Visier zu nehmen. Genau so haben sie auch gespielt fortan: „Wir wollen doch gar nicht aufsteigen. Das hat uns doch der Vorstand signalisiert.“
Über Grödig ist genug gesagt. Sie sind in Altach aufgetreten wie ein klarer Favorit, der genau weiß, was man tun muss, um so ein Spiel gewinnen zu können. Dass es letztendlich nicht gelungen ist und mit der letzten Aktion des Spiels gar das 0:1 kassiert wurde, war nichts weiter als Pech. Man hätte bereits da die Spitze gestürmt, nur dürfte es unter den gegebenen Umständen kaum mehr lange dauern, bis man sich dort festsetzt (vielleicht schon am Freitag?).
Teamnews:
St.Pölten spielt ohne Patrick Schagerl (20, LA, 2/0/0) und Robert Gruberbauer (24, MS, 19/3/2)
Grödig siehe oben
——————————————————————————————————————————————————–

Blau Weiß Linz – Austria Lustenau   (Entfernung : 471 km)
.
Hier möchte man sich dringend heraushalten. Durch den Abstieg des FC aus Lustenau hat sich die Situation ohnehin für BW Linz entspannt, da man den Relegationsplatz sicher hat — und vermutlich weder etwas anderes erreichen kann noch überhaupt ernsthaft anstrebt. Bedeutet aber nicht, dass man nun aufhört, Fußball zu spielen, im Gegenteil könnte es dafür sorgen, dass man „ganz entspannt“ doch zu punkten anfängt.
Austria Lustenau wird die Kurve wohl schwerlich bekommen. Auch hier das falsche Signal an die Mannschaft: der Käptn geht zum Saisonende von Bord. Er wird wohl nicht mehr berücksichtigt werden aufgrund dessen, nur wird man insofern sich wohl auch damit abfinden (müssen), dass der lange Zeit so sicher scheinende Aufstiegszug ohne sie abfährt. Der Aufstieg war ohnehin erst für die nächste Saison „geplant“.
Das bedeutet in der Summe: nichts tun, heraushalten.
Teamnews:
BW Linz ohne Manuel Hartl (27, RM, 21/3/5) wegen Gelbsperre und noch immer ohne Winterneuzugang Michael Wojtanovicz
Austria Lustenau ohne Jürgen Kampel (32, DM, 20/5/3), der Rot gesperrt UND verletzt ist und ohne Jan Zwischenbrugger (22, OM, 17/7/5), sowie dürfte Sascha Boller (29, LM, 17/2/8) wohl nicht auflaufen  wegen seines Wechsels nach Grödig, so dass die Neigung eindeutig entsteht, dass Linz hier nicht verliert. Man schaue, wie viele Scorerpunkte NICHT auflaufen: es sind genau 30, bei bisher erzielten 49 Treffern. Also bitte doch: 2 von 10 auf 1/X.
——————————————————————————————————————————————————–

FC Lustenau – SV Kapfenberg   (Entfernung : 569 km)
.
Die Partien des FC Lustenau werden fortan den gleichen Charakter haben wie jene der Alemannia aus Aachen in Liga 3. Man wird eh nichts machen (können). Sie sind abgestiegen aufgrund der finanziellen Schieflage — es ist wohl in erster Linie ein Transparenzproblem –, werden aber weiter spielen. Ob die Spiele am Wettmarkt überhaupt gehandelt werden, ist die eine Frage. Die andere die: möchte man überhaupt bei Spielen ohne besonderen sportlichen Wert verwickelt werden? Die Antwort darauf: so ziemlich klares Nein. Immerhin wäre es ja, der Alemannia gleich, möglich, dass sich der FC gut verkauft und einfach ganz ehrlichen und anständigen Fußball spielt. Für diese Partie heißt es aber auf jeden Fall erst einmal: Pass. Zumal man auf das Rückrundenteam überhaupt trifft: für die Gäste gab es nur Siege bisher.
Teamnews:
FC Lustenau ohne Ausfälle 
SV Kapfenberg ohne Lukas Graf (18, IV, 3/0/0) aufgrund einer Gelbsperre (wie geht das? Wohl über die Regionalligaeinsätze?!), René Pitter (23, RV, 3/0/0), und Sanel Kuljic (35, MS, 12/2/1)
——————————————————————————————————————————————————–

First Vienna – SCR Altach   (Entfernung : 640 km)
.
First Vienna macht es genau so wie eine Klasse höher der SC Wiener Neustadt: zum Absteiger Nummer 1 erklärt wehren sie sich nach Kräften — wobei die Vienna noch viel besser Aussichten hat, den Abstieg abzuwenden, da ja der FC Lustenau bereits abgestiegen ist und die Linzer einfach nicht recht punkten. Altach hat das Verfolgerduell gegen Grödig — mit viel Glück — gewonnen und könnte nun selbst ein wenig verträumt wieder Ausschau halten bei „nur“ 8 Punkten Rückstand (allerdings einer Partie mehr) auf die Austria aus Lustenau und 6 auf den soeben besiegten SV Grödig. Nur wird man wohl selbst gemerkt haben, dass es zum Klassenprimus ein deutlich spürbarer Abstand ist. Nun, träumen wird ja noch erlaubt sein und Siege geben Selbstvertrauen, welches sich vielleicht gegen einen viel weiter hinten anzusiedelndes Team bemerkbar machen könnte.
Insofern wäre man bereit, bescheidene 2 von 10 auf den Gästesieg zu investieren.
Teamnews: 
First Vienna fehlt nur Markus Pink (28, MS, 14/4/0), der aber ziemlich wichtig ist
Altach fehlen Aaron Kircher (21, LV, 2/0/0) und weiterhin Felipe Dorta (16, MS, 11/0/0), die demnach unbedeutend sind.
——————————————————————————————————————————————————–
TSV Hartberg – SV Horn   (Entfernung : 215 km)
.
Über Horn hat man sich weiter oben bereits ausgelassen (ja, sie sind so gut wie ihr Tabellenplatz und mit den letzten Leistungen vielleicht auch noch einen Platz besser, demnach auf 5, in der oberen Hälfte anzusiedeln, wobei bei dieser Einschätzung vielleicht der Kapfenberger SV beleidigt wäre), über Hartberg stehen diese Fakten zu Buche: vier Niederlagen in Serie, ein Vorletzter Platz, mit nur noch 8 Punkten Vorsprung auf die Linzer. Dabei hatte man gar nicht einmal einen so schlechten Eindruck von ihnen. Das 0:1 in Lustenau beim FC war unglücklich und auch das folgende 1:3 gegen Kapfenberg eher nur ein kleiner Zufall bei zwei gleich starken Teams in einem offenen Spiel. Das 0:3 in Grödig bedeutet so gut wie nichts, denn dort werden noch ziemlich viele andere ebenso das Fell über die Ohren gezogen bekommen.
Also wäre hier eher schon das Gefühl, dass das Heimteam dieses Spiel mal wieder ziehen könnte. Aber es bleibt bei einer gewissen Neigung zur 1.
Teamnews:
Hartberg ohne Michael Huber (23, RV, 15/0/0)
Horn siehe oben, also praktisch ohne Ausfälle
——————————————————————————————————————————————————–

Vorschau 3. Liga Nachholspiele

in Kürze:

——————————————————————————————————————————————————–

VfB Stuttgart II – Preußen Münster   (Entfernung : 473 km)
.
*** Spiel fällt aus ***
.
Stuttgart doch mit einer Negativserie und keinem einzigen Treffer in vier Spielen, wobei sicher gerade das 0:0 in Rostock hätte Mut machen können, aber es war ja auch „nur“ gegen Rostock, die wirklich keinen Hering vom Teller ziehen derzeit.
Münster hat zwar ausgerechnet in der Partie gegen Aachen überhaupt nicht überzeugt — und dennoch am Ende 4:1 gewonnen. Die meisten anderen Leistungen waren aber gut und man meint schon, ihnen generell vertrauen zu können.
Obwohl man irgendwie nicht das Gefühl hat, dass es eine besonders gute Zeit ist für Favoriten, speziell Auswärtsfavoriten, andererseits hat man gerade bei Stuttgart (generell den Zweiten) eigentlich nicht den Eindruck, dass es einen besonders großen Heimvorteil gibt, zumindest fehlt die Fanunterstützung, so dass es doch zu einer bescheidenen 2/10 auf die Gäste kommt.
——————————————————————————————————————————————————–

Wacker Burghausen – Kickers Offenbach   (Entfernung : 455 km)
.
Irgendwie will die Partie einfach nicht schmecken. Man hat sich ein paar Mal gegen Burghausen ausgesprochen — teils mit gutem Erfolg –, man hat sich auch ein paar Mal pro Offenbach ausgesprochen, mit eher mäßigem Erfolg, dann hat Burghausen die sehr gute Leistung gegen den KSC gebracht, aber verloren, danach wieder etwas mäßiger gespielt in Heidenheim und 1:2 verloren, danach war man aber wieder gegen sie und sie gewannen 2:0 gegen Aachen, so dass man einfach nicht recht weiß, wo sie wirklich stehen (und vielleicht hin wollen?).
Nur gilt sehr Ähnliches für Offenbach. Sie haben bei StuKi gewonnen in dem ganz wichtigen Spiel, aber auch da mit etwas Glück, davor stehen zwei Niederlagen, so dass man ihnen einfach auch nicht vertrauen könnte. So kommt es zu dieser Entscheidung: ein Pass.
——————————————————————————————————————————————————–

Vorschau Österreich „Heute für Morgen“ Liga, Nachholspiel

——————————————————————————————————————————————————–

TSV Hartberg – Austria Lustenau   (Entfernung : 696 km)
.
Kurzes Statement nur: Austria Lustenau ist aus dem Tritt gekommen und selbst wenn sich bei Hartberg vier Niederlagen in Serie angehäuft haben, so hat man doch den Eindruck, dass sie eigentlich ganz anständig spielen und mal wieder mit einem Punkterfolg dran wären. Das 0:3 in Grödig ist sicher keine große Schande (denn: Grödig ist nun hier erklärter Favorit), das 1:3 zu Hause gegen Kapfenberg war eine total offene Partie, das 0:1 beim FC Lustenau war unglücklich, da man gegen Ende auf den Siegtreffer drückte und am Ende selbst das Tor kassierte, was die These (auch für die eigene Erinnerung) bestätigt: sie waren ok.
Austria Lustenau hat in der gleichen Anzahl von Spielen immerhin zwei satte Zähler eingefahren, und das als Spitzenreiter, wobei man bei ihnen keineswegs das Empfinden hätte, dass eigentlich mehr hätte rausspringen müssen. Sascha Boller, der Kapitän, wird nach der Bekanntgabe des Wechsels nach Grödig wohl nicht mehr spielen und überhaupt spürt man den heißen Atem im Nacken, so dass nicht unbedingt mit einer Kehrtwende zu rechnen ist. Die weite Anreise spricht ebenfalls nicht unbedingt für die Gäste.
Insofern: 4 von 10 auf 1/X.

——————————————————————————————————————————————————–

Rückblick 3. Liga Nachholspiele

in Kürze:
+1 auf Darmstadt, -7 auf Bielefeld, dazu die klare Neigung auf Aachen — ohne Erfolg — kurzum: das war nichts, mit -6.

——————————————————————————————————————————————————–

Wacker Burghausen – Alemannia Aachen   2:0 (2:0)
.
Zuschauer: 2.500  (Schnitt bisher: 2.502; Vorsaison: 2.822)
Die Alemannia ist beteiligt, also ein Pass, zumal das Spiel vermutlich auch gar nicht gehandelt werden dürfte am Wettmarkt. Dabei wäre dies nun wirklich die ideale Gelegenheit, Kohle zu machen. Die Alemannia mit einem grandiosen Auftritt in Münster, als sie bis zur 37. Minute in mindestens 3:0 hätten führen sollen. Trainer van Eck bleibt auch weiter so engagiert wie zu Saisonbeginn und scheint damit seine Spieler zu infizieren. Es war wirklich beeindruckender Fußball und alles andere als ein „hängen lassen“. Der Markt dürfte dies grundsätzlich nicht erkennen, sprich also die letzten Negativergebnisse dem Umstand zuschreiben, dass die Mannschaft a) arg personell gebeutelt ist und b) bereits abgestiegen ist (wobei dies bei Aufreiben eines echten Gönners noch abgewendet werden könnte; mit ein Grund, warum sie weiter spielen). Mit weiteren derartigen Auftritten müsste sich doch eigentlich einer finden lassen?
 
Burghausen hatte das eine großartige Spiel gegen den KSC (welches man unverdient mit 1:2 verlor), aber ansonsten bleibt doch alles trist. Da sich Mokhtari zuletzt auch so arg ereiferte (wer fragt eigentlich je, ob die Umstände, die dazu geführt haben, vielleicht berechtigt waren, also eine grobe Ungerechtigkeit vorlag, die einem den Kragen platzen ließ? Eine merkwürdige Welt…), dass er in einer einzelnen Szene mit Gelb, dann Gelb-Rot vom Platz flog, gibt es nicht einmal mehr diesen im nächsten Spiel, der einzig einen an diese Mannschaft glauben lassen könnte.
 
Ganz klarer Tipp: Aachen holt hier etwas. Einheiten egal.
 
Teamnews:
Burghausen ohne Ronald Schmidt (35, DM, 22/1/2), und wohl ohne Mokhtari, den wichtigsten Mann.
Aachen weiterhin mit der langen Liste der Ausfälle (zuletzt musste der Co-Trainer der 2. Mannschaft in die Innenverteidigung): TW Melka, Mario Erb, Tom Stehle, Aimen Demai, Florian Müller, Kristoffer Andersen, Sascha Rösler, wobei die auch zuvor schon fehlten — und die Leistung stimmte dennoch.
 
Ziemlich irrelevant, die Partie, zumal beide Trainer angesichts der anerkannten Irrelevanz — es geht ja quasi um nichts — auf zahlreichen Positionen umstellten ohne besondere Gründe dafür zu haben (sicher, bei Burghausen fehlten eh ein paar Spieler mehr als zuvor). Zunächst Burghausen mit Gelegenheiten, dann aber übernahm erneut die Alemannia das Geschehen und hätte aus einer der guten Möglichkeiten eigentlich die Führung erzielen sollen. Stattdessen kassierte sie wieder unglücklich das 0:1. Danach ein leicht verändertes Bild, und zwar in diesem Sinne: nicht mehr viele Chancen, für keinen. Da sogar noch vor der Pause das 2:0 fiel, war die Partie quasi schon entschieden. Dennoch versuchte es die Alemannia noch einmal und kam zu weiteren Gelegenheiten. Es gelang aber nicht der Anschlusstreffer, der vielleicht noch einmal für Spannung hätte sorgen können — und auf jeden Fall verdient gewesen wäre.
Der Tipp, dass Aachen etwas holt, ging zwar nicht auf, hat aber auch nichts gekostet und war gleichermaßen dennoch nicht schlecht.
——————————————————————————————————————————————————–

Hansa Rostock – SV Darmstadt 98     0:0
.
Zuschauer: 7.400  (Schnitt bisher: 9.229 ; Vorsaison : Absteiger aus Liga 2)
Nein, dieser Rostocker Mannschaft würde man unter keinen Umständen das Vertrauen schenken. Die Pfiffe waren unüberhörbar, des weiterhin so treuen Publikums, und wenn die Fans pfeifen (die ins Stadion gekommenen kann man garantiert nicht als „verwöhnt“ bezeichnen), dann ist es das Aussage kräftigste Urteil. Da kann man sich meist die Ansicht der Bilder sparen. Die Mannschaft hat nichts zustande gebracht. So war es und nicht anders (beim 0:0 gegen VfB II, aber auch davor schon in Serie).
 
Darmstadt hat keineswegs berauscht, überragt oder begeistert. Nur hatte man ihnen vor dem hart erkämpften, erarbeiteten Sieg gegen Osnabrück (mit einigem Dusel) bescheinigt, den Abstiegskampf angenommen zu haben. Hier wird nicht mehr geträumt, hier wird Gras gefressen. Die Zuschauer haben das erkannt und gehen mit ihrer Mannschaft mit. Die Stimmung war — genau umgekehrt zu jener in Rostock) durchgehend positiv, die Fans feuern an, sofern sich auf dem Platz etwas tut. Die Leidenschaft war da, die Ansätze zu gutem Fußball auch, den man irgendwann, wenn man in solideren Regionen rumturnen würde, auch wieder an den Tag legen könnte.
 
Auf diese Art kann man hier nur prognostizieren, dass Darmstadt etwas holt. Die eine Einheit eher symbolisch, die man auf X oder 2 setzt, denn lange genug war man deftig gegen Darmstadt.
 
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), und weiterhin Lartey und Jordanov (Beide OM, 26 und 19 Jahre alt).
Darmstadt kann aus dem Vollen schöpfen.
 
Tatsächlich hat Darmstadt etwas geholt und man könnte höchstens darüber hadern, nicht ein wenig mutiger gewesen zu sein, da das Remis wirklich sehr verdient war, was ja so noch mehr für die Gäste spricht, die sich ja angeblich in einer Außenseiterrolle befunden haben sollen (laut Wettmarkt). Rostock kommt nicht vom Fleck und was immer man je über sie Positives ausgesagt ist, ist längst null und nichtig. Hinten stabil? Das ist für ein Heimteam sicher ohnehin zu wenig, nur hätte, wenn eine Defensive, dann eher jene der Rostocker überwunden werden sollen. Darmstadt war über weite Strecken sogar etwas näher dran, da Rostock aber gegen Ende zu zwei eigenen guten Chancen kam, ist das Remis aus ihrer Sicht gerade noch gerechtfertigt.
——————————————————————————————————————————————————–

SV Babelsberg – VfB Stuttgart II     ausgefallen
——————————————————————————————————————————————————–

Stuttgarter Kickers – Arminia Bielefeld    1:1 (1:0)
.
Zuschauer: 3.500  (Schnitt bisher: 3.897 ; Vorsaison: Aufsteiger)
Tja, so ganz vollständig enttäuscht haben die Kickers nicht beim 0:2 gegen die anderen Kickers. Aber doch gehören sie einfach ganz nach unten, gerade in der jetzigen Verfassung, wo einfach die Verunsicherung um sich greift. Bielefeld hingegen recht souverän, nicht nur von den Ergebnissen her, sondern auch vom Auftreten her. Die letzten 3 Auswärtsspiele wurden gewonnen, was eindeutig für das Prädikat „Spitzenklasse“ spricht. Kein Grund zu erkennen, warum sie nicht auch hier voll punkten können sollten? (die Gegner zuvor keines geringeren Kalibers: Chemnitz, Babelsberg und Saarbrücken, Torverhältnis in den drei Spielen: 7:2; davor sogar noch das immer höher einzuschätzende 0:0 in Karlsruhe). Woher sollten sie ausgerechnet hier die Angst nehmen?
 
7 von 10 auf Bielefeld Sieg (Vorsicht: siehe Spielbedingungen; gerade in Stuttgarter Gazi-Stadion schlecht).
 
Teamnews:
bei Stuttgart fehlen weiterhin Royal-Dominique Fennel (23, IV) und Thorben Stadler (23, LV), 
bei Bielefeld fallen aus Dennis Riemer (25, RV, 11/0/0), Tim Jerat (31, DM, 23/1/6), ein wichtiger Mann, Sebastian Hille (32, RM, 27/8/2), auch wichtig, aber sonst sind in dem 30.Mann Kader (Maximum der Liga) alle Mann fit, so dass es keine Änderung des Tipps gibt.
 
Der Tipp ging in die Hose und er war zugegebenermaßen auch katastrophal. Trainer Dais hatte auf vier Positionen umgestellt nach dem 0:2 gegen Offenbach, und es machte sich bezahlt. So drückte in Hälfte 1 fast nur StuKi und kam auch völlig verdient zum 1:0, bei vielleicht 6:2 Chancen. In Hälfte 2 engagierte sich Bielefeld zwar mehr, und kam nach einem Elfmeter sogar zum Ausgleich, dennoch war selbst danach noch StuKi weitaus näher dran am Sieg als die Gäste. Insgesamt waren es vielleicht 11:5 Chancen, und somit hätte es nur einen Sieger geben sollen.
Was lehrt einen das? Nun ja, dass ein Gästeteam wirklich (klarer) Favorit ist bei einem Team mit Abstiegssorgen, ist vielleicht doch seltener, gerade in dieser Saisonphase?!
——————————————————————————————————————————————————–

Vorschau 3. Liga Nachholspiele (23. März)

in Kürze:
Mal sehen, ob diese Spiele wenigstens mal ausgetragen werden können. Der Rückstand bereits gewaltig. Zugleich hat man halt auf vielen Spielplätzen die angekündigten schwierigen Bedingungen angetroffen. Ohne ganz klar die Folgen einstufen zu können (nennen wir sie generell so: Vorteil für technisch weniger gute Mannschaften, weniger Tore, Kämpfertruppen gefragt, typischer Abstiegskampf in den dafür zuständigen Partien, von Saisonphase und Spielbedingungen her), so empfindet man es irgendwie weiterhin so, dass man lieber nicht so viel vorhersagt.
 
Wobei gerade diese Diskussion nicht nur mit einem selbst vielfach ausgetragen wurde, sondern auch außerhalb, wenn es mal wieder hieß : „Da kann man doch nichts vorhersagen. In der Liga nicht.“ Alternativ: „… auf den Plätzen nicht.“ Denn: wenn man nichts vorhersagen kann, hieße es noch lange nicht, dass man schlecht tippen könnte. Im Gegenteil. Ein Mangel an Vorhersagbarkeit müsste sich zunächst ja in den Quoten widerspiegeln, auf Seiten des Anbieters. Falls also auch er merkt, dass nichts vorherzusagen ist, dann müssten sie stets lauten 2.60 — 2.60 — 2.60, nach dem Motto „hier kann alles passieren“, damit die Gleichwahrscheinlichkeit zum Ausdruck bringend. Da er aber derartige Quoten nicht anbieten dürfte (sondern eher, verteilt, je nach Tabelle oder Spielstärke, vielleicht einmal eine 1.70, einmal eine 2.0, irgendwo eine 5.0 und woanders vielleicht gar eine 1.30, mit einer Gegenquote von 7.00. Und dies wäre die Gelegenheit, zu wetten, sofern man von seiner eigenen Annahme (schwer vorhersehbar) überzeugt bleibt.
 
Andererseits: einem selbst assistiert ja ebenfalls ein Computerprogramm, welches die Quoten errechnet, anhand einer Grundeinschätzung und der Entwicklung aufgrund der Ergebnisse, die, auf vernünftige und erprobte und verifizierte Weise ausgewertet werden. Dieser errechnet ja die Quoten nach dem urgleichen Prinzip und kennt keine erschwerten Bedingungen auf dem Spielfeld. Was er höchstens erkennt (und darauf entsprechend reagiert) sind gute oder schlechte Ergebnisse. Wenn also die Außenseiter nun besser abschneiden als (von ihm, dem Computer oder dem Buchmacher), dann wird er ALS FOLGE die Quoten auf die Favoriten (etwas) hoch setzen. Aber einprogrammiert ist der Parameter „schwierige Bodenverhältnisse“ nicht. Ob es sinnvoll wäre? Eine von vielen spannenden Fragen. Eines ist aber sicher: im Frühjahr wird oftmals die Tabelle gehörig durcheinander gewirbelt.

——————————————————————————————————————————————————–

Wacker Burghausen – Alemannia Aachen   (Entfernung : 568 km)
.
Die Alemannia ist beteiligt, also ein Pass, zumal das Spiel vermutlich auch gar nicht gehandelt werden dürfte am Wettmarkt. Dabei wäre dies nun wirklich die ideale Gelegenheit, Kohle zu machen. Die Alemannia mit einem grandiosen Auftritt in Münster, als sie bis zur 37. Minute in mindestens 3:0 hätten führen sollen. Trainer van Eck bleibt auch weiter so engagiert wie zu Saisonbeginn und scheint damit seine Spieler zu infizieren. Es war wirklich beeindruckender Fußball und alles andere als ein „hängen lassen“. Der Markt dürfte dies grundsätzlich nicht erkennen, sprich also die letzten Negativergebnisse dem Umstand zuschreiben, dass die Mannschaft a) arg personell gebeutelt ist und b) bereits abgestiegen ist (wobei dies bei Aufreiben eines echten Gönners noch abgewendet werden könnte; mit ein Grund, warum sie weiter spielen). Mit weiteren derartigen Auftritten müsste sich doch eigentlich einer finden lassen?
Burghausen hatte das eine großartige Spiel gegen den KSC (welches man unverdient mit 1:2 verlor), aber ansonsten bleibt doch alles trist. Da sich Mokhtari zuletzt auch so arg ereiferte (wer fragt eigentlich je, ob die Umstände, die dazu geführt haben, vielleicht berechtigt waren, also eine grobe Ungerechtigkeit vorlag, die einem den Kragen platzen ließ? Eine merkwürdige Welt…), dass er in einer einzelnen Szene mit Gelb, dann Gelb-Rot vom Platz flog, gibt es nicht einmal mehr diesen im nächsten Spiel, der einzig einen an diese Mannschaft glauben lassen könnte.
Ganz klarer Tipp: Aachen holt hier etwas. Einheiten egal.
Teamnews:
Burghausen ohne Ronald Schmidt (35, DM, 22/1/2), und wohl ohne Mokhtari, den wichtigsten Mann.
Aachen weiterhin mit der langen Liste der Ausfälle (zuletzt musste der Co-Trainer der 2. Mannschaft in die Innenverteidigung): TW Melka, Mario Erb, Tom Stehle, Aimen Demai, Florian Müller, Kristoffer Andersen, Sascha Rösler, wobei die auch zuvor schon fehlten — und die Leistung stimmte dennoch.
——————————————————————————————————————————————————–

Hansa Rostock – SV Darmstadt 98   (Entfernung : 526 km)
.
Nein, dieser Rostocker Mannschaft würde man unter keinen Umständen das Vertrauen schenken. Die Pfiffe waren unüberhörbar, des weiterhin so treuen Publikums, und wenn die Fans pfeifen (die ins Stadion gekommenen kann man garantiert nicht als „verwöhnt“ bezeichnen), dann ist es das Aussage kräftigste Urteil. Da kann man sich meist die Ansicht der Bilder sparen. Die Mannschaft hat nichts zustande gebracht. So war es und nicht anders (beim 0:0 gegen VfB II, aber auch davor schon in Serie).
Darmstadt hat keineswegs berauscht, überragt oder begeistert. Nur hatte man ihnen vor dem hart erkämpften, erarbeiteten Sieg gegen Osnabrück (mit einigem Dusel) bescheinigt, den Abstiegskampf angenommen zu haben. Hier wird nicht mehr geträumt, hier wird Gras gefressen. Die Zuschauer haben das erkannt und gehen mit ihrer Mannschaft mit. Die Stimmung war — genau umgekehrt zu jener in Rostock) durchgehend positiv, die Fans feuern an, sofern sich auf dem Platz etwas tut. Die Leidenschaft war da, die Ansätze zu gutem Fußball auch, den man irgendwann, wenn man in solideren Regionen rumturnen würde, auch wieder an den Tag legen könnte.
Auf diese Art kann man hier nur prognostizieren, dass Darmstadt etwas holt. Die eine Einheit eher symbolisch, die man auf X oder 2 setzt, denn lange genug war man deftig gegen Darmstadt.
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), und weiterhin Lartey und Jordanov (Beide OM, 26 und 19 Jahre alt).
Darmstadt kann aus dem Vollen schöpfen.
——————————————————————————————————————————————————–

SV Babelsberg – VfB Stuttgart II   (Entfernung : 491 km)
.
So, wie der VfB zuletzt aufgetreten ist, würde man ihnen auch hier etwas zutrauen (sie waren beim 0:0 in Rostock näher dran). Nur bleibt es eben eine Wundertüte. Über Babelsberg hat man sich hier immer wieder die Finger wund geschrieben — mal in diese, mal in jene Richtung argumentierend –, und hat oft genug, so rum oder so rum, Enttäuschungen erlebt. Demnach ist es irgendwie eine Paarung zweier Wundertüten. So rät der Leser richtig: raushalten, passen, nichts tun, nichts orakeln. Siehe oben: „Da kann alles passieren.“
Teamnews:
Babelsberg hat auch alle Mann an Bord,
bei Stuttgart II fehlen Steffen Lang (19, RV, 12/0/0), Dominik Gallert (19, IV, ohne Einsatz), Marco Rapp (21, DM, ohne Einsatz), Timo Cecen (18, OM, 9/0/0), sowie angeblich Christop Hemlein (22, MS, 25/3/5), der aber in der letzten Partie dennoch spielte.
——————————————————————————————————————————————————–

Stuttgarter Kickers – Arminia Bielefeld   (Entfernung : 368 km)
.
Tja, so ganz vollständig enttäuscht haben die Kickers nicht beim 0:2 gegen die anderen Kickers. Aber doch gehören sie einfach ganz nach unten, gerade in der jetzigen Verfassung, wo einfach die Verunsicherung um sich greift. Bielefeld hingegen recht souverän, nicht nur von den Ergebnissen her, sondern auch vom Auftreten her. Die letzten 3 Auswärtsspiele wurden gewonnen, was eindeutig für das Prädikat „Spitzenklasse“ spricht. Kein Grund zu erkennen, warum sie nicht auch hier voll punkten können sollten? (die Gegner zuvor keines geringeren Kalibers: Chemnitz, Babelsberg und Saarbrücken, Torverhältnis in den drei Spielen: 7:2; davor sogar noch das immer höher einzuschätzende 0:0 in Karlsruhe). Woher sollten sie ausgerechnet hier die Angst nehmen?
7 von 10 auf Bielefeld Sieg (Vorsicht: siehe Spielbedingungen; gerade in Stuttgarter Gazi-Stadion schlecht).
Teamnews:
bei Stuttgart fehlen weiterhin Royal-Dominique Fennel (23, IV) und Thorben Stadler (23, LV),
bei Bielefeld fallen aus Dennis Riemer (25, RV, 11/0/0), Tim Jerat (31, DM, 23/1/6), ein wichtiger Mann, Sebastian Hille (32, RM, 27/8/2), auch wichtig, aber sonst sind in dem 30.Mann Kader (Maximum der Liga) alle Mann fit, so dass es keine Änderung des Tipps gibt.

——————————————————————————————————————————————————–

Vorschau 3. Liga, Nachholspiele

in Kürze:
Nur zwei Nachholspiele stehen an, was man insofern nachvollziehen kann, als zwar viele Spiele rückständig sind, zugleich aber ziemlich sicher scheint, dass sich die Spielbedingungen bis Dienstag/Mittwoch nicht entscheidend verändern dürften — insofern beugt man neuerlich Absagen vor, erspart den Teams womöglich Reisekosten, weil auch eine spontane Absage denkbar wäre. Und: die beiden Paarungen geben einfach nichts her.

——————————————————————————————————————————————————–

SV Babelsberg – Hansa Rostock  (Entfernung : 230 km)
***Spiel ausgefallen***

Nein, unmöglich, in dieser Partie etwas vorherzusagen. Rostock enttäuscht fast maximal, aber Babelsberg, zumal in diesem gefühlten Derby, könnte man ebenfalls unter keinen Umständen nehmen. Wenn man es so ausdrücken dürfte: eigentlich vom Gefühl her eine völlig ausgeglichene Paarung. Falls es der Markt auch so sieht? Eine Favoritenstellung von Babelsberg kann man jedenfalls nicht erkennen, nein. Ein Spiel aus eigener Kraft bestimmen und gewinnen?

Ok, demnach lautet das Gefühl so: eher wird Rostock etwas mitnehmen. Aber ganz sicher wird es nur eine Neigung, kein Tipp.

——————————————————————————————————————————————————–

Borussia Dortmund II – Rot Weiß Erfurt  (Entfernung : 348 km)

Erfurt hat zuletzt wirklich gut gefallen beim 1:0 in Offenbach. Danach mussten sie aber wieder zuschauen, was jedoch für beide gilt. So müsste man eigentlich auch über dieses Spiel sagen „ausgeglichen“, nur kann man sich bei Dortmund eventuell schon vorstellen, dass sie eine Partie, rein spielerisch, dominieren können. Zugleich aber — hat sicher jeder gesehen — hat Bittencourt zuletzt in der Ersten ran dürfen. Fraglich also, ob er hier zur Verfügung steht? Da zugleich eine Zweite verwickelt ist und überhaupt die Zeiten nicht so gut für den vermeintlichen Experten hier stehen, kommt man auch hier zur zu dem Schluss, zu passen. Wobei eben die Neigung minimal Richtung Heimsieg geht. Sie können aufschließen und Erfurt heranholen, das letzte Heimspiel wurde auch gewonnen, aber, es bleibt auch hier nur bei einer ganz leichten Neigung.

——————————————————————————————————————————————————–

Rückblick 3. Bundesliga 30. Spieltag

in Kürze:
+4 auf Heidenheim, -2 auf Rostock, +3 auf Offenbach. Macht immerhin (nach der gewohnten Milchmädchenrechnung) ein Plus von 5 Einheiten. Selbst wenn aufgrund der Quoten etwas geringer, bleibt es garantiert bei einem Gewinn.
 
Die Neigungen so: Saarbrücken hat etwas geholt (mit viel Glück), Chemnitz nichts, so ist es hiervon der Bilanz her ausgeglichen.

——————————————————————————————————————————————————–

SV Wehen/Wiesbaden – Hallescher FC    ausgefallen

——————————————————————————————————————————————————–

SpVgg Unterhaching – 1.FC Saarbrücken    0:0
.
Zuschauer : 1.100   (Schnitt bisher: 2.034 ; Vorsaison: 1.658)
Hier gäbe es zwar ganz hauchzarte Ansätze, nur (was genau dem obigen „Aber“ gleich kommt) hat ausgerechnet die Mannschaft, die man zu stützen geneigt wäre, zwar ein tolles Ergebnis eingefahren, nur hat sie als einzige nicht wirklich überzeugen können, so sehr man es ihnen zugetraut hatte. 3:0 gegen StuKi hört sich komfortabel an, nur hatte Gästetrainer Gerd Dais kein bisschen unrecht, als er nach der Partie meinte, dass dieses Ergebnis keineswegs die Stärkeverhältnisse auf dem Platz reflektierte, sondern dass die Partie eher ausgeglichen war.  Unterhaching hat unter der Woche mal wieder ein Pünktchen geholt (0:0 bei Stuttgart II) und auch davor in Dortmund beim 1:2 jeden Lügen gestraft, der von einem Mangel an Einstellung gefaselt hat (wer war das nur? Einmal kurz aufzeigen bitte!). So. Es bleibt bei der ganz hauchzarten Neigung, dass Saarbrücken etwas holen könnte.
 
Teamnews:
Unterhaching ohne Stammtorhüter Stefan Riederer, Roland Sternisko (unbedeutend), und Florian Bichler (auch unbedeutend)
Saarbrücken ohne Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), wichtig, Ufuk Özbek (20, ZM, 15/2/0), Manuel Stiefler (24, RM, 14/0/3), und Langzeitverletzten Markus Hayer
 
Ein gutes Spiel, noch viel besser von der Heimmannschaft. Das 0:0 absolut nicht repräsentativ für die Vielzahl der Chancen, deren Löwenanteil an die Heimelf ging. Übrigens der Platz in Haching immer gut bespielbar, da aus Bundesligazeiten noch die Rasenheizung zur Verfügung steht.
Saarbrücken in beiden Hälften mit dem besseren Start, dann aber übernahm Unterhaching komplett, spielte richtig gut, und hätte eigentlich doch in Führung gehen müssen. Chancenverhältnis insgesamt vielleicht bei 11:5, woran man erkennt, dass es nichts mit einem „typischen 0:0“ zu tun hatte.
Zwei Mal half der Schiri: ein Tor erzielte Unterhaching, als einfach so die Fahne hoch ging. Das war ein perfekter „through ball“, wo man mit bloßem Auge sofort erkennt, dass es nie und nimmer Abseits sein kann. Die Spieler und Fans sind auch fassungslos, noch mehr die Verantwortlichen an der Seitenlinie (Haching ja mit einem Trainerduo). Sie beschimpfen den Mann wüst und raten eine Auswechslung an. Nach der Berechtigung der Beschimpfungen fragt niemand, das Verhalten soll einfach nur ungehörig sein. Aber bei diesem gigantischen Ausmaß des Torraubs?
Die zweite Szene ebenso typisch: ein Hachinger kommt im Strafraum frei zum Schuss. Beim Schuss wird er von hinten attackiert, und zwar erkennbar irregulär (der Gegenspieler hat ja aus seiner Position heraus nicht die geringste Chance, an den Ball zu kommen, der ja auf der abgewandten Seite des Angreifers heran rollt). Der Schuss geht trotz der Behinderung Richtung Tor, ja, mehr als das, er geht über den Keeper hinweg (wohl eher unbeabsichtigt, aufgrund der Behinderung), allerdings kommt ein Saarbrücker gerade noch rechtzeitig und köpft ihn von der Torlinie. Der Angreifer reklamiert natürlich das Foul, aber der Schiri, wie üblich, „doesnt look interested“. Hier ist seine Begründung ja klar, einfach und offensichtlich: „Was willst du denn nun noch, Junge. Du hast doch deine Chance gehabt? Und was für eine. Jetzt willst du noch eine? Nee, geh weiter.“ Ungerecht bleibt es. Denn: selbst wenn auf Vorteil entschieden — dieser wäre nur im Falle des Einschlages gegeben. So ist es mehr als offensichtlich, dass es kein Vorteil war.
Soll man also in Zukunft den Stürmern doch wieder raten, jede Berührung zum Fallen zu nutzen? Falls du nämlich so blöd bist, weiter zu spielen, kriegst du WEDER Tor NOCH Elfmeter. Wenn du fällst, gibt es immerhin eine kleine Chance. Hier muss man sagen, dass der Angreifer nicht mal Zeit hatte, nachzudenken, da er das Bein ja bereits zum Schuss aktiviert hatte.

——————————————————————————————————————————————————–

SV Babelsberg – Borussia Dortmund II   ausgefallen
——————————————————————————————————————————————————–
FC Chemnitz – Arminia Bielefeld    0:1 (0:0)
.
Zuschauer : 4.750   (Schnitt bisher: 4.777 ; Vorsaison: Aufsteiger)
Wenn man also Chemnitz oft genug gesehen hat — und tatsächlich gibt es auf mdr immer sehr lange Zusammenfassungen –, dann muss man sie einfach mögen, rein vom Fußball her, der gespielt wird. Ein klein wenig Bedauern vielleicht, dass sie den Anschluss nach ganz oben verpasst haben aufgrund etlicher ziemlich ähnlicher verlaufener Spiele — bessere Mannschaft, guter, technisch feiner Fußball, mehr Chancen, kein Sieg –, aber das soll einen natürlich als objektiver Beobachter nicht weiter scheren.
 
Bielefeld hingegen ließ vielleicht ganz winzige Zweifel aufkommen an ihrem wahren Können, obwohl man häufig genug argumentiert hat, dass sie ganz nach vorne gehören. Vielleicht kann es „put it that way“ (so ausdrücken): von den fünf ganz vorne wird es für sie am schwersten?! Zuletzt beim 1:1 gegen Münster waren sie auf alle Fälle nicht sehr gut, aber es war ja auch ein Derby.
 
Gegen Chemnitz niemals, aufgrund der Erkenntnis, dass sie vielleicht in Wahrheit an die gleiche Position wie Bielefeld gehören, könnte man sich nur hinter sie stellen, es wird aber nur zur Neigung, und kein ausgewachsener Tipp. Der Grund: sicher, zugegeben, dass alle Mannschaften bewiesen haben, dass sie voll spielen. Aber für die winzigen letzten Prozente braucht man vielleicht doch das große Ziel vor Augen, und das hat Chemnitz doch nicht mehr, bei 15 Punkten Rückstand. Neigung zur 1, das war es.
 
Teamnews:
Chemnitz weiterhin nur ohne Anton Makarenko,
Bielefeld ohne Tom Schütz (25, DM, 27/1/7), wichtig, Johannes Rahn (27, RM, 24/4/4), wichtig, Gelb-Rot.
 
Bielefeld gut aufgelegt, mit dem besseren Beginn, resultierend in vielleicht zwei guten Chancen. Als Chemnitz erstmals gefährlich nach vorne kommt, passiert das Übliche: der Stürmer wird gut angespielt, mit einem hohen, langen, Ball, der Abwehrspieler steht ungünstig, hilft in erster Instanz mit dem linken Arm nach (im Strafraum), um dem Ball eine andere Richtung zu geben. Als dies nicht hilft, fällt er, mehr oder weniger freiwillig, als letzte Rettungsmaßnahme. Er fiele dem Angreifer in den Weg, was ohnehin schon ein Vergehen wäre, nur geht er zur Sicherheit nun mit dem rechten Arm zum Ball, dabei vorgebend, im Sturz „versehentlich“ da ran gekommen zu sein.
Der Sturz: Vorsatz. Das erste Handspiel: Vorsatz. Das zweite Handspiel: Vorsatz. Alle drei Vergehen hätten alleine für einen Strafstoß sorgen müssen, sofern man etwas von den Regeln hält und vor allem, sich vor Augen hält, wie streng man mit einem Stürmer, der sich, dem Verteidiger gleich, derartige Vorteile verschaffen wollte. Ihm gegenüber würde es heißen: Fall 1: Handspiel, Vorsatz, erkannt, Gelb. Fall 2: der Sturz. Vorsatz, Schwalbe: Gelb-Rot. Und Vergehen Nummer 3? Dafür gäbe es vermutlich nur noch vor dem DFB-Gericht eine  Strafe. In der aktuellen Partie reagierte der Schiedsrichter überhaupt nicht. Beeindruckend, zu sehen, wie sie mit stoischer Ruhe dastehen und — einfach gar nichts tun. Falls der reklamierende Angreifer — von denen es insgesamt drei gab — noch ein weiteres Wort verlieren würde, hätte er Gelb. Lächerlich. Und: es macht den Sport kaputt. Weil diese Abwehraktionen damit legalisiert wird. Übersetzt heißt es für die Abwehrspieler: alles ist erlaubt. Bevor dein Gegenspieler noch ein Tor erzielt?
Ändert nichts daran: Bielefeld war besser. Das hielt sich bis zur zweiten Hälfte, in der es allmählich größere Chancen für die Ostwestfalen gab. Kurios die Führung dennoch, da man sich verwundert, warum Chemnitz so weit aufgerückt war und urplötzlich so viel Platz war, dass das 1:0 kaum abzuwehren war. AM Ende zwar ein ganz leichtes Aufbäumen, aber es bleibt dabei, dass Bielefeld die bessere Mannschaft war und verdient gewonnen hat. Wenn es eine Erkenntnis gibt, dann die, dass Chemnitz keine Träume mehr hat.

——————————————————————————————————————————————————–

SV Darmstadt 98 – VfL Osnabrück    1:0 (0:0)
.
Zuschauer : 4.800  (Schnitt bisher: 5.307 ; Vorsaison: 6.042)
Hier gibt es genau so viele „Abers“ wie bei allen Partien zuvor. Darmstadt hat den Abstiegskampf angenommen und sich entsprechend verhalten. Es gibt nur dieses eine Ziel und nichts anderes zählt, was auch die Fans akzeptieren (und keine weitere Selbstzerfleischung stattfindet, soll das heißen). Das letzte Ergebnis war genau das, was man brauchte, um die Zuschauer auch für das nächste Spiel in Bewegung zu setzen: 2:0 auswärts, bei Stuttgart II. So kann es gehen. Man steh punktgleich mit Dortmund ganz hinten, aber nur 3 Punkte davor liegen gleich drei Teams, die man alle ganz schnell schnappen könnte (Babelsberg, Aachen und StuKi).
 
Osnabrück auf der anderen Seite hat zu Hause 2:2 gespielt gegen ein überlegenes Chemnitz, allerdings war man auch früh dezimiert. Der Punkt war gut für die Moral, aber ausgespielt wurde man dennoch im Grunde. Davor gab es ein 1:3 in Münster. Sicher kann das passieren, aber der Trend ist halt nicht positiv. 
 
Was also könnte man hier tippen? Selbst wenn man fortgesetzt gegen Darmstadt gespielt hat — mit einigem Recht und Erfolg –, so ist dies hier nicht die günstigste Partie, um das fortzusetzen. Es würde andererseits natürlich nie reichen, sie zu übernehmen. Also bleibt: Pass.
 
Teamnews:
Darmstadt ohne Benjamin Gorka (28, IV, 17/1/0) nach Rot
Osnabrück ohne Martin Hudec (30, IV, 14/1/0), Niels Hansen (29, DM, noch ohne Einsatz), Massimilian Porcello, Langzeitverletzter, ohne Einsatz
 
Osnabrück trotz der Verletzungssorgen das insgesamt bessere Team mit den besseren Chancen. Wie erwähnt hat aber Darmstadt den Abstiegskampf angenommen und tut halt, was man als Abstiegsanwärter halt so tun muss. Kämpferisch dagegen halten, nach Möglichkeit die anerkannten spielerisch geringeren Möglichkeiten damit kaschieren und, wenn es geht, das Publikum mit diesem Kampfgeist infizieren und sie somit zur Unterstützung anzuregen. All dies hat Darmstadt in dieser Partie getan.
Die Partie durchgehend mit dem gleichen Verlauf: Osnabrück versucht, spielerisch durchzukommen — was auch oft genug gelingt — der Gegner hält dagegen, verteidigt, wenn es sein muss, mit Mann und Maus, vergisst aber nie, wo das gegnerische Tor steht. Dann das 1:0 für die Gastgeber in der 55. — mit wilder Entschlossenheit im Vorwärtsgang im Konterspiel, aber im Abschluss mit der nötigen Präzision und Abgebrühtheit. So kann man ein Tor erzielen. Nur gab es direkt vor dem Konter, nach einer gegnerischen Ecke, eines dieser typischen und so selten geahndeten Handspiele: der Flankenball wird auf dem Weg zu einem Angreifer von einem Abwehrspieler klar mit dem verbreiterten Körper mit der Hand berührt. Selbst wenn es unabsichtlich gewesen wäre — was bei der Länge der Distanz in diesem Falle nicht so war –, so wäre es allein deshalb ahndenswert, weil es so offensichtlich die gegnerische Chance unterbindet. Warum wird danach nicht gefragt?
Nach dem 1:0 ändert sich wenig am Verlauf. Aber Darmstadt hat sich nach Kräften zur Wehr gesetzt.

——————————————————————————————————————————————————–

Rot Weiß Erfurt – Karlsruher SC    ausgefallen

——————————————————————————————————————————————————–

1.FC Heidenheim – Wacker Burghausen    2:1 (1:1)  
.
Zuschauer : 7.300  (Schnitt bisher: 7.747 ; Vorsaison: 6.732)
Tja, auch hier wäre es ein einfacher Tipp, wenn es da nicht dieses gigantische „Aber“ gäbe. Denn: Burghausen hat vielleicht ausgerechnet in der letzten Partie die beste Saisonleistung geboten. Sie habe zwar verloren mit 1:2 gegen den KSC, aber sie hatten sie wirklich an der Reling („they got them reeling“; eher aus der Boxersprache, dass der KSC taumelte) und hätten den Punkt verdient gehabt. Vor allem Mokhtari erinnerte einen mal wieder daran, warum man in der Hinserie so häufig Werbung PRO Burghausen gemacht hatte.
 
Heidenheim dagegen hat das mühevolle 2:2 gegen Wehen geholt, in den Schlussminuten, als Trainer Schmidt schon beim 0:1 und in der 70. die Abwehr so gut wie ganz aufgelöst hatte und man eher längst das 0:3 hätte kassieren sollen. Das Comeback war natürlich großartig und sprach schon für die Moral und ohnehin würde man Heidenheim mit am wenigsten die Freundschaft kündigen.
 
Also auch hier: vorsichtige 4 von 10 auf die 1.
 
Teamnews:
Heidenheim ohne Andreas Spann, noch ohne Einsatz,
Burghausen ohne Ronald Schmidt (35, DM, 22/1/2)

*** Bei Heidenheim ist zudem der nicht nur hier viel gelobte Schnatterer gelbgesperrt. Damit wären die 4 von 10 wohl in der Tasche geblieben oder eine Kompromißeinheit draus geworden.***

 
Heidenheim war, auch ohne Schnatterer, die bessere Mannschaft. Die erste Hälfte eine klare Überlegenheit für Heidenheim, mit einem deutlichen Chancenplus, aber nur 1:1. Der Ausgleich übrigens wieder durch ein tolles Tor des in der Vorschau wieder einmal gelobten Youssef Mokhtari.
In der 2. Halbzeit blieb es zwar bis zum Schluss spannend, aber nur, weil Heidenheim die klarsten Kontergelegenheiten (vier mal Eins gegen Eins mit dem Keeper) nicht nutzte. Sie begannen die Hälfte mit einer Druckphase, einigen Chancen, und dem verdienten Führungstor (55.). Noch etwas später erhielt ebenjener Mokhtari in einer Szene Gelb-Rot: er beschwerte sich, kassierte Gelb, hörte nicht auf zu Meckern — und sah die nächste Gelbe. Danach die Vorteile für Heidenheim, ohne besondere Bedeutung aber, Burghausen kämpfte dennoch um den Ausgleich — bei sich auflösender Abwehr.
Starke Leistung von Heidenheim mit einem zu knappen Sieg, die sicher weiter marschieren werden, Burghausen konnte die ansprechende Form von letzter Woche gegen den KSC (allerdings dies Spiel daheim gegen den Leader, was doppelte Motivation ist) nicht konservieren.

——————————————————————————————————————————————————–

Preußen Münster – Alemannia Aachen    4:1 (1:0)
.
Zuschauer :  8.089   (Schnitt bisher: 8.154 ; Vorsaison: 7.031)
Glücklicherweise gibt es eine Paarung, wo man, mit oder ohne viele Worte, passt. Es ist diese hier, da die Alemannia beteiligt ist. Bewundernswert dennoch, wie gut sie immer wieder auftreten, mehr als unglücklich, wie sie das Spiel gegen Babelsberg mit der letzten Aktion noch verloren. Münster aber gerade zu Hause mit kaum Schwachstellen (9–5–0), aber es bleibt ja so oder so beim Pass, und auch ohne Neigung.
 
Teamnews:
Münster ohne Dominik Schmidt (25, IV, 7/2/0), 
Aachen ohne Mario Erb (22, IV, 15/0/0), Thomas Stehle (32, IV, 10/0/0), Aimen Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM; 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1)
 
Riesenkompliment an die Alemannia: mit dem letzten Aufgebot spielten sie den Gegner total an die Wand. Fünf Riesenchancen sprangen heraus, bei denen einem mehr und mehr die Kinnlade herunterklappt, angesichts der Unfassbarkeit des Verpassens. Als nach 37 Minuten einer der Besten, Kefkir, nach einem Zweikampf im Mittelfeld, aus dem der Gegenspieler das Maximum macht mit lautem Aufschrei, mit Gelb-Rot vom Platz muss, geht es natürlich anders herum. Da sie sogar nach dem 0:2 noch einmal zurückkamen und sich mit dem 1:2 herankämpften und dem Gegner Probleme bereiteten, muss man nur den Hut ziehen und ein klein wenig bedauern, dass sie nicht belohnt wurden. So gab der Torhüter der Münsteraner nach der Partie auch das herrlich ehrliche Interview, eingestehend, dass ihnen so etwas eigentlich nicht passieren sollte. Vom Sieg war keine Rede. Zum Feiern war auch Niemandem zumute.

——————————————————————————————————————————————————–

Hansa Rostock – VfB Stuttgart II    0:0
.
Zuschauer : 7.300   (Schnitt bisher: 9.229 ; Vorsaison: Absteiger)
Was sollte man nun noch über Rostock sagen? In der frühen Saisonphase stellte man sich meist gegen sie, weil der Markt, wie gewohnt, einen Absteiger überschätzt. Die Ambitionen mögen groß sein, aber meist sind entscheidende Säulen der Mannschaft des Vorjahres weg, zudem aber wundert sich jeder gebliebene, vermeintlich gestanden Zweitligaspieler, dass ja in der dritten eigentlich kein bisschen schlechter gespielt wird? Jedenfalls kann er seine Überlegenheit, falls er denn über eine verfügt, nur dann ausspielen, wenn er mit 100% herangeht. Und das ist oftmals das Problem. Man glaubt, nun kommen einfachere Partien — und täuscht sich nur aufgrund dessen, dass man sie für leichter hält und mit weniger als 100% auskommen möchte. Bis man sich daran gewöhnt hat, ist man eh nur ein Drittligaspieler und der Aufstiegszug, auf den die Fans einen so gerne aufspringen sähen und deshalb ein klein bisschen weniger geduldig sind ist längst ohne einen abgefahren. Eh man sich’s versieht ist man gar im Abstiegskampf verwickelt.
 
All dies liegt bei Rostock eine Weile zurück. Der erste Trainer ist eh längst verschlissen, das auch eine der Folgen, und dabei, wie so gut wie jeder andere, ist es so sinnlos, der Abstiegskampf längst ausgerufen, auch die Fans wieder auf Normalmaß geschrumpft, was die Ansprüche angeht, sogar nachgerüstet hat man ganz ordentlich, und so schlecht ist man ja nun doch wieder nicht, aber was passiert nun? Nun gehen die Partien dennoch in Serie verloren. Einfach so, ohne besonderen Grund, denn an der Leistung lag es oftmals nicht.
 
Tja, also wenige Worte waren das nicht. Zugleich hat man sie in der letzten Phase ein wenig gestützt und nicht den geringsten Lohn dafür erhalten. Soll man nun weiter auf sie? Oder doch wieder gegen sie?
 
Stuttgart spielt so, wie man es oftmals über sie gesagt hat: sie können Fußball spielen, die Betonung auf spielen, sie sammeln regelmäßig hier oder da ihre Punkte, steigen nicht ab und können nicht rauf. Sie nutzen die Auftritte hier eh als Sprungbrett und es gibt wenig Identifikation. Vielleicht mit dem Verein, aber weniger mit dieser Mannschaft. Also bleiben sie eine Wundertüte.
 
Ok, das orakelnde Pendel hat ausgeschlagen: Richtung Rostock. Eine ganz bescheidene 2/10 auf die 1.
 
Teamnews:
Rostock ohne Stephan Gusche (23, IV, 8/0/0), Lartey, mit nur einem Spiel, Jordanov (11/1/3), die alle schon vorher out waren,
Stuttgart II ohne Steffen Lang (19, RV, 12/0/0), Dominik Gallert (19, RV, ohne Einsatz), Marco Rapp (21, DM, ohne Einsatz), Timo Cecen (19, OM, 9/0/0), Christoph Hemlein (22, MS, 24/3/5)
 
Stuttgart, die Wundertüte, diesmal wieder mit einer sehr guten Leistung. Defensiv gut organisiert, und nach vorne stets gefährlich. Die Zuschauer in Rostock haben ihr Team zwar nicht aufgegeben —  gegen einen unattraktiven Gegner, im Negativlauf, und bei winterlichen Bedingungen ist das eine mehr als bemerkenswerte Zahl — , waren aber gegen Ende nahe dran, wie die Pfiffe bestätigten. Sicher, man spielt so gut wie es der Gegner zulässt, aber doch kann man nur von Rostock enttäuscht sein. Vorteile insgesamt für die Gäste, viele Chancen gab es nicht, aber auch da ein Plus für Stuttgart.

——————————————————————————————————————————————————–

Stuttgarter Kickers – Kickers Offenbach    0:2 (0:1)
.
Zuschauer :  3.500   (Schnitt bisher: 3.897 ; Vorsaison: Aufsteiger)
Hier würde man am liebsten auch gleich aufschreien „ideal“, nur kommen einem die „Abers“ in den Sinn. Das größte hier: StuKi war ok beim 0:3 in Saarbrücken. Das zweite dies: Offenbach hat doch eher enttäuscht beim 0:1 gegen Erfurt, wobei das auch an einem starken Erfurt lag. Dennoch: die Einheiten sind in den Wind geschrieben und ermutigen tut einen das nicht, würde es nur, falls die Leistung ganz laut nach „Sieg“ geschrieen hätte. Hat sie aber nicht.
 
So bleibt es bei fast genau so bescheidenen 3 Einheiten auf X/2.
 
Teamnews:
StuKi ohne Royal-Dominique Fennell (23, IV, 12/2/0), Thorben Stadler (23, LV, 15/0/2), 
Offenbach ohne Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), Christopher Lamprecht (27, RV, ohne Einsatz)
 
Das kann man schon als echten Abstiegskampf bezeichnen. Dazu der schwer bespielbare Boden. Die Hausherren versuchen natürlich, das Kommando zu übernehmen, sind auch leicht überlegen, kommen aber nur nach Standards zu gefährlichen Aktionen (was ja ausreichen könnte), konnte die beste davon aus 3 Metern nicht nutzen, als der einfache Ball an der Latte landete. Stattdessen gehen die Gäste in Führung.
Die Verunsicherung wird größer, die Gäste kommen besser ins Spiel, und schaffen nach der Pause sogar das 2:0. Nicht wirklich verdient, aber so viel hatten sie auch nicht zugelassen. Ein paar weitere Chancen hier und da, aber kein Treffer mehr.
Insgesamt sehr ausgeglichen, könnte man sagen, mit dem günstigen Verlauf für die Gäste. Natürlich müsste man das Spiel noch einmal sehen, wenn die frühe Riesenchance genutzt wird, aber doch bleiben die Stuttgarter Kickers schwach, während Offenbach — natürlich auch mithilfe dieser 3 Punkte — locker drin bleiben sollte. Nun haben sie 6 Punkte mehr, während StuKi punktgleich mit den anderen Konkurrenten stehen (nur Dortmund, bei zwei Spielen weniger, mit 3 Punkten hintendran).
Allerdings gibt es Neuigkeiten: Offenbach wurden zwei Punkte abgezogen. Damit sind es nur 4 Punkte Vorsprung.
——————————————————————————————————————————————————–