Vorschau Schweiz Raiffeisen Superleague 22. Spieltag

in Kürze:Wie auch immer es kommen mag, aber die Zeit scheint nicht reif oder die Paarungen passen nicht, jedenfalls gibt es für den Geldgierigen hier nicht viel zu holen. Mit Risikobereitschaft und Glück geht es natürlich immer, aber dies wird hier nicht beflügelt. Insgesamt könnte man also maximal raten, 5 der eigentlich bereit liegenden 50 units zu platzieren. Und doch verspürt man nicht den Zwang, einfach so Harakiri zu machen. In der Ruhe liegt doch angeblich die Kraft?!

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FC Luzern – FC Thun   (Entfernung: 97 km)
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Luzern im Moment 2 Plätze, 3 Punkte und 6 Tore hinter dem heutigen Gegner, und es kommt einem nicht so vor, als ob die Tabelle ausgerechnet hier lügt. Dies bedeutet, dass man Luzern lieber nicht haben möchte. Aber den FC Thun? Ja, sie haben gut gefallen beim 4:0 gegen den FC Sion. Sie sind auch seit 4 Spielen ungeschlagen. Nur haben sie a) doch ihren besten Mann Nagumukol an GC verloren, und b) sie haben am Mittwoch ein Pokalspiel gehabt, und zwar nicht nur über 90 Minuten, sondern über 120 Minuten, und mussten sich dennoch dem FCB nach hartem Kampf geschlagen geben. Da man sich zudem für den Moment keine Sorgen in der Tabelle macht, geht es also auch nicht.
So kommt unterm Strich die alte Leier heraus: ein Pass. Vielleicht sogar mit der geringfügigen Neigung, dass es doch die Heimmannschaft biegen könnte?
Teamnews:
Bei Luzern fehlt Ersatztorwart Gabriel Wüterich (31) sowie Dario Leczano (22, OM, 14/2/2)
Bei Thun sind es Dennis Hediger (26, DM, 14/0/2) und Renato Steffen (21, LM, 10/2/2) Gelbsperre
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FC Zürich – FC Sion    (Entfernung: 276 km)
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Beide hatten am Mittwoch ein Pokalspiel, beide konnten sich für das Halbfinale qualifizieren. Sion mit einem 2:0 in Lausanne, der FCZ mit einem 4:1 in Will. Dies ergibt in jeder Hinsicht ein Patt.
In der Tabelle ist der FCZ zwar 11 Punkte hintendran, nur ist es zugleich nur ein einziges Törchen, welches sie schlechter sind. Wirft man noch ein Auge auf die Augenblicksform und den Zustand der Mannschaften, dann neigt es sich bereits gehörig Richtung Heimmannschaft. Das 2:0 in Lausanne war sicher ein Erfolgserlebnis für Sion, aber ansonsten hagelt es bad news. Sie haben drei Mal in Folge auswärts klar verloren (YB, Basel, Thun), und zuletzt gar mit 4:0 in Thun das Fell gegerbt bekommen. Der FCZ hingegen scheint endlich in die Spur gefunden zu haben. Das, was sie da letzte Woche abzogen, war schon eine echte Show, die an alte Zeiten erinnerte, in denen Lucien Favre sie zum Titel führte. Vor allem mit diesem Mario Gavranovic (23, 20/5/4) in Überform.
Da die Vorabeinschätzungen zugleich bestätigen, dass der FCZ nicht niedriger gehandelt wurde, und der Rückrundenstart für Mannschaften unter Wert immer gerne als Neuanfang genommen wird, stehen die Vorzeichen allmählich fest genug: der FCZ holt einen Dreier.
4/10 auf den Heimsieg.
Teamnews:
dem FCZ fehlen André Goncalves (21, RV, ohne Einsatz), Burim Kukeli (29, ZM, 12/0/1), sowie Yassine Chikhaoui  (26, OM, 2/0/0)
dem FC Sion fehlen Aislan (25, IV, 12/0/0) und Xavier Margairaz (29, RM, 16/5/1)
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Servette Genf – FC Basel    (Entfernung: 252 km)
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Servette hat sich jedenfalls gefangen, zumindest, was die Tabellenlage betrifft. Sie sind auf 4 Punkte heran an den FC Luzern, und auch Thun oder Lausanne sind nicht außer Reichweite. Man lebt also, und hofft wieder, ganz normal. Es sind auch für einen Tabellenletzten ordentliche 13 Punkte aus den letzten 9 Spielen eingefahren worden, was sie zum normalen Ligamitglied macht (und danach sah es nicht immer aus).
Die alles überragende Mannschaft der letzten vielen Jahre, der FCB, ist hingegen in dieser Saison nicht ganz so stabil. Zeugnis dafür: der völlig überraschende Trainerwechsel, der noch dazu für den eigentlich doch erfolgreichen und anerkannten Heiko Vogel urplötzlich den bei Luzern zuvor geschassten, und noch ohne Lorbeeren versehenen Murat Yakin hervorbrachte? Nein, da stimmt irgendetwas nicht.
Nun, der Kader ist weiterhin der stärkste der Liga. Dennoch könnte einen allmählich bedenklich stimmen, dass weiterhin die Hauptlast auf den Schultern der beiden Routiniers im Sturm, Alex Frei und Marco Streller lastet. Wo ist denn die Nachhut, wer soll in die Fußstapfen treten? Das 0:0 gegen GC in einem Spiel, nach welchem man eigentlich, als Seriensieger, lechzen müsste, um die Lücke zu schließen zum derzeitigen Leader kam vor eigenen Fans nur ein 0:0 heraus, und auch im Pokal musste man am Mittwoch über 120 Minuten gehen, um den FC Thun mühevoll auszuschalten.
Das Fazit ist: man kann in dieser Partie keine der Mannschaften nehmen. Es reicht nur zu einem kümmerlichen Pass.
Teamnews:
Servette kann aus dem Vollen schöpfen,
die Bebbi spielen ohne Darko Jevtic (20, OM, 1/0/0), und weiterhin ihne Neuzugang Raul Bobadilla, der sowohl verletzt ist, als auch gesperrt wäre.
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Young Boys Bern – FC St.Gallen    (Entfernung: 207 km)
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Die Young Boys mit zwei üblen Klatschen zuletzt (0:2 bei GC, 0:4 in Zürich) ist alles andere als das Team, welches man haben möchte.
Andererseits hat der FC St.Gallen einen doch nicht total überzeugen können. Das 4:0 klingt schön, war aber von einer frühen Roten Karte (unberechtigt) begünstigt, und lässt entsprechend nicht all zu tiefe Schlüsse zu. Zudem hatte St.Gallen in den Testspielen ziemlich enttäuscht.
Im Grunde ist man zwar verpflichtet, den FC St.Gallen zu nehmen, da sie einem den Erfolg brachten mit einem Tipp auf sie, und auch davor, beim 0:1 in Sion hatte man sie recht überzeugt genommen, und hatte mit der Qualität des Auftrittes recht, aber nicht mit dem Ergebnis, welches unglücklich zustande kam.
Nun gut, der lieben Ordnung halber also 1/10 auf St.Gallen, X oder 2.
Teamnews:
bei YB fallen aus Christoph Spycher (34, LV, 9/1/0), Francois Affolter (21, IV, 3/0/0)
Bei St.Gallen fehlt nur Dzengis Cavusevic (25, 13/4/2)
Das ändert nichts an dem winzigen Tipp.
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Lausanne Sports – Grasshoppers Club Zürich    (Entfernung: 225 km)
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Lausanne hat sich auch aus dem Pokal am Mittwoch verabschiedet (0:2 daheim gegen Sion verloren), und hat auch sonst rundherum nicht mehr die gute Einschätzung untermauern können. Die letzten drei Ligaspiele gingen verloren und das an dieser Stelle so gelobte Duo Malonga/Moussilou scheint, zumindest derzeit, weder Angst noch Schrecken zu verbreiten.
Da GC am Mittwoch auch spielte, und zwar erfolgreich (3:1 in Aarau), hebt sich dieser Punkt in etwa auf. Aber der Blick auf die lange und nicht unbedeutende Verletztenliste, gepaart mit der sicher nicht so bekannten Tatsache, dass sie zwar den Platz an der Sonne verteidigten, aber doch in den letzten Spielen vom Tore erzielen abgekommen sind (nur 5 Treffer in den letzten 5 Partien; nicht unbedingt die Bilanz einer Ausnahmemannschaft), genügt es unter keinen Umständen zu einem Tipp auf die 2.
Irgendwie drückt man also doch Lausanne die Daumen, kann sich aber überhaupt nicht zu einem ausgewachsenen Tipp hinreißen lassen. Gefühl und Hoffnung — das passt überhaupt nicht zusammen und bildet kein Erfolg versprechendes Tandem –, aber kleine Neigung vielleicht Richtung 1/X.
Teamnews:
bei Lausanne fehlt Ibrahim Tall (31, IV, 12/0/0),
bei GC fehlt Veroljub Salatic (27, DM, 18/1/0) schmerzlich, Amir Abrashi (22, DM, 15/2/1), auch wichtig, Shkelzen Gashi (LM, 14/1/1), auch nicht unbedeutend, und Steven Zuber (21, LA, 18/4/3), was angesichts seiner Bilanzen auch ein Verlust ist.

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