Vorschau Österreich Bundesliga 23. Spieltag

in Kürze:ein unergiebiger Spieltag mit nur einer einzigen halbwegs interessanten Paarung. Das kuriose Urteil, warum sich nichts finden lässt? Eigentlich spielen alle derzeit gut…

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Sturm Graz – Admira/Wacker Mödling   (Entfernung: 183 km)
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Alles Krisengerede hat Sturm Graz in der 2. Halbzeit bei Rapid vom Tisch gewischt. Sicher war es eine Portion Glück, dass sie in Hälfte 1 nicht höher als 0:1 zurücklagen, aber in Hälfte 2 kann man fast sagen, dass sie das Pech hatten, nicht noch zum Sieg zu kommen (1:1 am Ende). Auch Trainer Hyballa machte im Interview einen souveränen, gefestigten Eindruck. Also: nicht noch einmal GEGEN Sturm. Auf sie?
Dazu gibt es einen Gegner, na klar. Bei der Admira stellen sich einfach keine Ergebnisse ein. Natürlich war der letzte Gegner übermächtig (die Austria), und dennoch hört sich ein 0:4 nach einer Hinrichtung an. Sie war es aber keineswegs. Die Admira hielt die Partie nach frühem Rückstand lange Zeit offen, hatte selbst genügend Chancen zum Ausgleich, und war erst mit dem 2:0 nach der 70. Minute besiegt. Auch haben sie sich namhaft und gut verstärkt, so dass man einfach gezwungen ist, ihnen das Ende der Negativserie zuzutrauen.
Die Paarung passt einfach nicht. Es bleibt nur das Pass.
Teamnews:
bei Sturm fehlen Philipp Hütter (22, RV, 4/0/0), Marc André Schmerbök (18, LM, 0/0/0), Rubin Okotie (25, MS, 20/8/0), natürlich sehr wichtig.
Admira ohne Ersatztormann Manuel Kuttig (19), Daniel Drescher (23, IV, 7/0/0), Dominik Burusic (19, RA, noch ohne Einsatz).
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Austria Wien – Wacker Innsbruck   (Entfernung: 476 km)
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Austria gewinnt seine Spiele, ja. Das 4:0 gegen die Admira ist aber weiter oben schon beschrieben, und am Mittwoch in Ried mag es zwar sein, dass ein solcher Sieg nachher nach „echte Spitzenmannschaft“ aussieht, die die Fehler gnadenlos ausnutzt und bestraft, aber es sieht auch nur so aus. Sie waren beileibe nicht schlecht, das soll man nicht daraus schließen. Nur war es einfach diese gehörige Portion Glück, die man ab und an hat, vielleicht etwas mehr, wenn man vorne steht, weil man wirklich etwas cooler bleibt, wenn sich die Chance auftut, aufgrund des nun mal durch die Ergebnisse angewachsenen Selbstvertrauens. Das Verwerten der eigenen Chancen war auch nicht das Glückselement, eher jenes, dass der Gegner seine nicht nutzte. Wie könnte man darauf Einfluss nehmen?
Wacker hat sich eine Weile lang so stark präsentiert beim 1:0 gegen Wiener Neustadt, wie man es ihnen zugetraut hatte. Das war das Innsbruck, was man sehen wollte. Dass man dennoch am Ende ein bisschen gewackelt hat, lag nur daran, dass man die größere Überlegenheit zuvor nicht zu einem 2:0 genutzt hatte. Auch dies gehört in die Kategorie „Pech“, und nicht etwa „Unvermögen“. So ist es nur verständlich (wie schon in der Partie zuvor), dass man, noch immer tief im Abstiegskampf irgendwann die weichen Knie bekommt, die dem Gegner Chancen ermöglichen.
Unmöglich, diese Partie zu tippen. Nicht allein, weil man am Mittwoch mit beiden Teams Erfolg hatte. Ein Pass.
Teamnews:
Austria ohne Emir Dilaver (23, RV, 17/2/3), Gelb-Rot, Nacer Barazite (22, MS, 1/0/1)
Innsbruck tritt an ohne Alexander Hauser (28, LV, 21/0/3), Gelbsperre, Thomas Bergmann (23, RV, 21/1/0),
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SV Mattersburg – SV Ried   (Entfernung: 327 km)
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Hier aber dafür doch eine gute Chance, etwas zu tippen. Denn: diese Rieder Mannschaft hat, mit oder ohne Gartler, einfach einen sehr starken Eindruck gemacht. Sie sind im Spielfluss, sie gehen unerschrocken nach vorne, mit einer derartigen Einstellung kann man Spiele gewinnen in der Liga. Da man absolut nichts zu fürchten hat, spricht nichts gegen den Versuch, auch hier auf Sieg zu gehen.
Mattersburg durfte gar nicht ran. Ob es unbedingt hilfreich ist, ist eher fraglich (man braucht jetzt Praxis, so kurz nach der Pause, oder?). Aber auch davor lässt sich konstatieren, dass sie in 3 Spielen kein Tor erzielt haben (das 0:7 in Salzburg noch vor der Winterpause, dann 0:0 gegen Sturm und 0:2 in Innsbruck). Und selbst wenn die Leistung in Innsbruck nicht so schlecht war wie das Ergebnis, so bleibt doch unterm Strich die Nullausbeute, die einen garantiert nicht stärkt.
Hier traut man also Ried einen Sieg zu. 3/10 auf die Gäste.
Teamnews:
bei Mattersburg fehlen Nedeljko Malic (24, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, LV, 15/0/1), Dominik Doleschal (23, RM, 4/1/0) und, ganz wichtig, Ilco Naumoski (29, MS, 19/4/1), der beste Mann.
Ried spielt ohne Jan Marc Riegler (24, IV, 18/2/2), Gelbsperre, Ivan Carril (28, OM, 6/0/0), René Gartler (27, MS, 19/11/1), also der wichtigste Mann bei beiden out, und Ried war auch ohne Gartler sehr stark.
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Red Bull Salzburg – SC Wiener Neustadt   (Entfernung: 344 km)
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Man muss ja nicht immer so viel schwafeln: haushoher Favorit hier die Gastgeber, nur wird dies dem Markt ganz sicher nicht verborgen bleiben. Der Tipp lautet: nichts tippen, Füße still halten oder, noch besser, die Beine baumeln lassen, nach dem Motto: doch lieber in Bewegung bleiben.
Teamnews:
bei Salzburg fallen aus Rodnei (27, IV, 4/0/0), Christoph Leitgeb (27, ZM, 18/3/2), Valentino Lazaro (16, OM, 5/0/0), Kevin Kampl (22, RA, 10/1/2), Havard Nielsen (19, LA, 15/3/1), Sadio Mané (20, LA, 13/8/2), also schon eine empfindliche Schwächung der Offensive, obwohl der Kader natürlich breit ist,
bei Wiener Neustadt fallen aus Manuel Wallner (24, IV, 19/1/1), Thomas Piermayer (23, RV, 15/0/0), beide mit Gelbsperre.
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Wolfsberger SC – Rapid Wien   (Entfernung: 267 km)
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Unmöglich auch, sich in diese Partie zu verwickeln. Rapid war wieder voll da, selbst wenn der Erfolg ihnen verwehrt blieb in einem guten Spiel gegen ein am Ende ganz starkes Sturm Graz. Die Besetzung ist aber top, Steffen Hofmann dabei als ständiger Ankurbler, vorne drin Deni Alar und Terrence Boyd, die Mannschaft hat Gesicht. Es sind auch alle Mann an Bord (den Teamnews vorgreifend).
Nur hat ausgerechnet dieser Gegner regelrecht begeistert. Sicher lag der 3:1 Sieg bei Sturm auch zum Teil daran, dass bei Sturm mit einem neu formierten Mittelfeld lange Zeit nach vorne gar nichts lief, aber doch waren die eigenen Aktionen so stark, dass man einfach mit der Zunge schnalzen musste. Natürlich fällt einem immer wieder Sepp Herberger ein, der so vieles schon vor so langer Zeit wusste und verstanden hatte und zwar vielfach zitiert wird, aber immer mit diesem dämlichen, scheinbar so wissenden Lächeln der Berichterstatter, die so tun, als ob diese Ansichten zwar bekannt, aber längst eingestaubt sind. Jedenfalls meinte er, völlig richtig und so weise, dass man immer so stark spielt wie es der Gegner zulässt. Selbst wenn aber diese Weisheit absolut zutrifft, so hat dennoch Wolfsberg einfach beeindruckt (und das sicher nicht nur in der Partie).
Also auch hier gilt: das süße Nichtstun ist die gegebene Maßnahme, und dies nicht etwa der Faulheit geschuldet.
Teamnews: Rapid ja komplett und bei Wolfsberg fehlt auch keiner.

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