Rückblick 3. Bundesliga 27. Spieltag

In Kürze:

Es soll ab nun der gesamte Text der Vorschau mit abgedruckt werden, damit man sich, so man denn möchte, ein Bild machen kann, wie die Partie vorab eingeschätzt wurde, mit allem Drum und Dran. So man es nicht möchte, kann man ja auch den rot abgesetzten Teil schlichtweg überlesen. Nur macht sich vermutlich niemand die Mühe, den alten Text erneut zu öffnen, wenn man hier im Rückblick ist. Die empfohlenen Einsatzhöhen — die man früher fast einzig in rot einblendete — sind ja hier oben wiederholt, also brachte allein dies keine Erhellung mehr.
 
So kam dies heraus: +5 auf Bielefeld, -3 auf Chemnitz, +7 auf Heidenheim, -7 auf den KSC. Das macht zwar rein rechnerisch eine +1, jedoch gesteht man gerne ein, dass die Milchmädchenrechnung eben doch zu dürftig ist: Heidenheim war ein Kurs von deutlich unter 2.0 und auch Bielefeld stand sicher nicht so hoch. Also im Grunde hat man verloren auf die Tipps, aber so ganz mies fühlt man sich eigentlich doch nicht.
 
Bei den Neigungen hat man glücklicherweise den Fehltipp Rostock gecancelled, die anderen Spiele sind ausgefallen.
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Borussia Dortmund II – Rot Weiß Erfurt   ausgefallen
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VfB Stuttgart II – Preußen Münster   ausgefallen
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SV Wehen/Wiesbaden – Hansa Rostock   2:1 (1:1)
Zuschauer: 3.011  (Schnitt bisher: 3.171 ; vorige Saison: 3.514)
Man hat zwar lange Zeit pro Wehen und contra Rostock argumentiert, aber doch schmeckt diese Paarung einfach nicht. Hier sind sicher Marktgesetze mitverantwortlich für das Pass, nach welchen nämliche Teams mit einem derartigen Negativlauf wie Rostock ihn hat, krass herabgestuft werden, keine (wettende) Lobby mehr haben und die Kurse auf die Gegnerschaft in den Keller gehen. Wehen hat auch insgesamt nicht voll überzeugt — trotz so manchem eingegangenen Tipp –, und ist von daher doch nicht ganz das Traumteam, um es auf Sieg zu wetten.
 
Hier würde man also Rostock etwas zutrauen, jedoch niemals zu einem Tipp werdend (nicht gegen Wehen, nein, das ginge nicht) und bitte es hier nicht einmal als Neigung aufzufassen. Nennen wir es also ein Gefühl.
 
Teamnews:
Bei Rostock fehlt Gusche (23, IV, 8/0/0), Leemanns (30, DM, 19/1/1), Gelbsperre, Noel Mendy (29, RM, 21/0/1), Rotsperre, Lartey (26, OM, 1/0/0), Jordanov (19, OM, 11/1/3)
 
Bei Wehen fehlen Nils-Ole Book (27, ZM, 3/0/0), Langzeitverletzter
 
so sprechen die Teamnews zumindest gegen das Gefühl, dass Rostock etwas holt. Es wird aber nicht etwa zum Tipp auf Wehen.
 
Die Partie in etwa so: Wehen mit besserem Beginn, mit dem baldigen 1:0, welches, beiden Trainern einvernehmlich, als „verdient“ erschien. Dann hat Hansa nach und nach gut ins Spiel gefunden und noch vor der Pause den ebenso verdienten Ausgleich erzielt. In Hälfte 2 hat eher Rostock die Initiative gehabt, aber selbst wenn das Spiel ausgeglichen verlaufen wäre, wäre dies ja noch lange kein gutes Zeugnis für die Heimmannschaft. Gegen Ende erzielte Wehen das überraschende Siegestor, welches in dieser Spielphase sicher nicht verdient war.
Insgesamt war die Partie wohl sehr ausgeglichen, Rostock keineswegs schwach, die Krise also viel mehr eine Ergebniskrise. Über Wehen sollte man nichts Schlechtes sagen, da sie ja a) die Partie doch gewonnen haben und b) der Gegner doch ordentlich war.
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Alemannia Aachen – Stuttgarter Kickers   3:0 (0:0)
Zuschauer: 7.766  (Schnitt bisher: 12.922 ; vorige Saison: Absteiger)
Aachen soll nun doch lieber wieder gar nicht mehr getippt werden. Zu unklar rundherum die Situation um den Verein, gepaart mit dem arg geschwächten Kader, der keine saubere Einschätzung zulässt. Also: ein meilenweites Pass.
 
Teamnews: Aachen ohne Michael Melka (34, TW, 9/0/0), Tom Stehle (32, IV, 10/0/0), Aimen Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1)
StuKi ohne Fennell (23, IV, 12/2/0)
 
Auch in diesem Spiel hat man die Chance, sich vergleichsweise kurz zu fassen. Aachen engagiert, mit guter Publikumsunterstützung, StuKi einfach nur schwach, mit insgesamt vielleicht anderthalb Torchancen. Aachen hingegen viele, von denen eine passende Anzahl verwertet wurde.
Man hat sich ja rauserklärt, aber vor einer Woche noch die Bereitschaft signalisiert, diesen Aachenern zu trauen. Erneut konnte diese Leistung dieses Vertrauen bestätigen. Es sind genügend Drittligataugliche Spieler verblieben und diese wollen zumindest gut Fußball spielen, selbst wenn der Klassenerhalt aufgrund der Pleite eine Illusion bleiben dürfte. Sportlich tut man zumindest alles dafür, diese Illusion zu erhalten.
StuKi wird es extrem schwer haben, den Fall zu vermeiden. Mit einer solchen Leistung, wie auch Trainer Dais befand, ist man nicht konkurrenzfähig.
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Arminia Bielefeld – SpVgg Unterhaching   3:0 (2:0)
Zuschauer: 7.037  (Schnitt bisher: 7.797 ; vorige Saison: 8.930)
Unterhaching hat doch viel besser gespielt als es das Ergebnis am Ende zum Ausdruck brachte beim 0:2 gegen Osnabrück. Es sah teilweise wirklich nach sehr gutem Fußball aus und man möchte nicht unbedingt gegen sie spielen. Andererseits sind die Aufstiegsambitionen — so denn je ernsthafte gehegt und nicht nur ausposaunt wurden — nun ziemlich sicher ad acta gelegt nach drei Heimniederlagen in Serie. 
 
Der Gegner hat seinerseits aber alle Trümpfe in der Hand. Zu Hause haben sie eh vier Siege in Folge und auch beim 0:0 in Karlsruhe einen Punkt entführt — den einzigen Nicht-Sieg des KSC in 13 Ligaspielen in Serie. Also: es läuft rund und diese Mannschaft hat auch bereits einige Male die gute Einschätzung bestätigt. (ergänzend: auch das 4:2 in Saarbrücken vom Mittwoch war alles andere als Antiwerbung).
 
So kommt in der Summe heraus: Bielefeld macht es auch diesmal, und sogar werden es 5/10 auf den Heimsieg.
 
Teamnews: bei Bielefeld fehlt Tim Jerat (30, DM, 20/0/5), Rotsperre, und Nachtrag: wie es aussieht, ist Fabian Klos doch nicht ernsthaft verletzt und kann spielen!
bei Unterhaching fehlt weiterhin Stammtorwart Riederer (27, TW, 22/0/0), Roland Sternisko (24, DM, 0/0/0), Florian Bichler (21, LA, 0/0/0)
 
Die Teamnews haben wohl kaum einen Einfluss, dafür der Sieg von Bielefeld am Mittwoch schon eher (4:2 in Saarbrücken). Sie sind gut drauf (die Zeilen oben vor Mittwoch verfasst).
 
Man muss ja nicht jeden Bericht über ein vom Ergebnis her klares Spiel in die Länge ziehen: Unterhaching mit der ersten Chance, dann aber Bielefeld im Vorwärtsgang. Das 1:0 fiel zwar „nur“ nach einem kuriosen Querschläger eines Hachinger Abwehrspielers, aber doch gab es nur noch Bielefeld. Das 2:0 folgte bald und auch danach eine ziemliche Einbahnstraße und ein eher zu knapper Sieg.
Bielefeld also kerngesund, Unterhaching doch, wie schon bei Rückrundenbeginn orakelt, im klaren Abwärtstrend.
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Wacker Burghausen – Kickers Offenbach   ausgefallen
Zuschauer:   (Schnitt bisher:  ; vorige Saison: )
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Hallescher FC – FC Chemnitz  2:0 (0:0)
Zuschauer: 7.581  (Schnitt bisher: 7.499 ; vorige Saison: Aufsteiger)
Chemnitz hat nach etlichen guten Spielen ohne die volle Ausbeute zuletzt die ihnen von hier aus zugestandene sehr gute Einschätzung bestätigt. 6 Spiele ohne Niederlage, 3 Siege, drei Remis, das kann sich sehen lassen. Nein, sie werden aber wohl nicht nach oben schielen, dazu ist der Abstand einfach zu groß. Andererseits ist kein Grund zu erkennen, warum sie nun abschalten sollten, einmal in Fahrt gekommen. Wobei man hier erwähnen muss, dass das 2:1 gegen Heidenheim nicht verdient war, in letzter Sekunde erzielt und auch nach Spielanteilen nicht.
 
Halle hatte diese namhaften Verstärkungen — an erster Stelle Furuholm genannt, der aus der 1. Bundesliga zu ihnen kam — und zugleich ein paar Ergebnisse erzielt, wobei das 1:0 gegen Babelsberg bereits extrem glücklich war. Sie haben etwas zu beweisen, sind eher ein Kandidat, um gegen sie anzutreten. Das 0:2 in Münster zuletzt entsprach den Spielanteilen. Der Gegner klar besser.
 
Die Derbytendenz spricht weder für noch gegen Chemnitz, so das Gefühl. Nein, auch hier kein wirklich toller Tipp, aber irgendwie muss es sein, 1/10 auf die Auswärtsmannschaft zu setzen.
 
Teamnews: 
bei Chemnitz fehlt nur Anton Makarenko (24, LM, 11/1/0), 
bei Halle fehlen Patrick Mouaya (28, IV, 13/0/0), Pierre Becken (25, IV, 9/0/0), Marco Hartmann (24, DM, 24/3/0), Gelbsperre, Maik Wagefeld (31, DM, 19/5/3)
 
Diese News machen den Tipp deutlich besser, somit 3/10 auf Chemnitz.
 
Der Tipp ging daneben, vom Ergebnis her auch recht eindeutig (immerhin fehlten insgesamt 3, in Worten DREI, Treffer zum Sieg), da muss man aber mal etwas genauer schauen. Wie verlief das Spiel denn? Hat Chemnitz genug getan, um eine Wette zu rechtfertigen? Stimmte die Überlegung, dass sie so oder so weitermachen würden?
Ja, sie stimmte. Ein sehr intensives Spiel, in dauerhaftem Schneefall, mit rotem Ball und demgemäß schwierigen, aber nicht in übertriebenem Maße, Bedingungen. Beide spielten ehrgeizig, gut, und auf den vollen Erfolg. In Hälfte 1 ein sehr ausgeglichenes Spiel mit Chancen hüben und drüben, vor allem aber auffällig der permanente Vorwärtsgang, den man auf jeden Fall den Gästen zugute halten muss, da es ja ein Auswärtsspiel ist, und dort die Auswärtsmannschaften oftmals den Gegner kommen lassen. Das bedeutet aber auch, dass Chemnitz die Partie irgendwie gefühlt als Favorit anging (am Markt war die Einschätzung sehr ausgeglichen). Insofern ein großer Pluspunkt für den Wetttipp.
Die zweite Hälfte verlief eigentlich exakt gleich wie die erste: beide wollten den Sieg, beide spielten nach vorne, beide kamen zu Chancen, im dichter werdenden Schneetreiben. Es gab nur diesen winzigen Unterschied: Halle verwertete eine der Chancen. Wieder die gleiche, altbekannte, torgefährliche Variante: Freistoß aus dem Halbfeld, diesmal etwa 40 Meter vor dem Tor, ein Innenverteidiger läuft in den Ball (bei Standards rücken diese langen Kerls oftmals auf, was aus dem Spiel heraus schwer möglich ist), Steven Ruprecht, über 1,90, läuft ein und verwertet. Chemnitz ließ aber die teils größeren und gut herausgespielten Chancen liegen.
Nach einem Flipperspiel im Mittelfeld — natürlich Chemnitz in Zeitnot längst weit aufgerückt — springt der Ball am Ende zu einem Hallenser, der allein in den Strafraum eindringt und das Tor macht. So kam es zum 2:0, der Entscheidung.
Nichts an Chemnitz schwach, sie waren sogar insgesamt gesehen  minimal näher dran. Aber auch Halle hat sich glänzend verkauft, das muss man einfach so sagen.
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1.FC Heidenheim – SV Darmstadt 98  3:0 (1:0)
Zuschauer: 6.000  (Schnitt bisher: 7.992 ; vorige Saison: 6.732)
So gut sich Darmstadt auch im Derby beim 1:0 gegen Wehen gewehrt haben mag, und sogar den so dringend benötigten Sieg eingefahren, mit einer ordentlichen Leistung: dieser Gegner hier ist einfach zu stark für sie. Heidenheim hat sich durchweg seit Wochen schon hervorragend präsentiert und auch in Chemnitz das Spiel in Hälfte 1 dominiert. Nach dem unglücklichen 0:1 vor der Pause entglitt ihnen zwar die Partie, aber doch hat man genug gesehen, was auf wahre Spitzenmannschaft  hindeutet. Es ist längst noch nicht zu spät, die Lücke zu schließen und sogar Platz 2 — 7 Punkte entfernt — nicht gänzlich außer Reichweite. Nur muss dazu dringend ein Sieg her in dieser Partie. Das Feld ist bestellt, die Zuschauer werden da sein, der Gegner garantiert nicht unterschätzt — dies sehr ernst gemeint, da man dazu nach einer eigenen Niederlage nämlich nicht den geringsten Anlass hätte –, also es gibt einen Heimsieg.
 
7/10 auf Heidenheim.
Teamnews:
Heidenheim vermeldet: alle Mann an Bord!
Das Gleiche gilt für Darmstadt.
 
Das Ergebnis suggeriert eine klarere Angelegenheit als es war, so viel vorweg. Heidenheim kam früh zum 1:0, durch einen typischen Standard aus dem Halbfeld vor das Tor geschnibbelt (immer wieder der überragende Mann Schnatterer macht das), ein Innenverteidiger läuft hinein, verlängert ins Lage Eck. Die Stimmung im Stadion durchgehend positiv, was mehrere Dinge bedeutet: die Fans haben keine zu hohen Ansprüche, sie verstehen etwas vom Fußball und sie wissen, wie schwer es in dieser Liga ist, einen Gegner zu besiegen. Denn: Heidenheim führte zwar, kam aber zu wenigen Gelegenheiten in der Folge. Wenn waren es fast nur die Standards, die für etwas Gefahr sorgte. Warum Trainer Frank Schmidt dennoch zufrieden war? Sicher, ein Sieg stimmt einen ohnehin froh, aber die Trainer blicken viel tiefer (vor allem als die Dümmsten von allen, nämlich die Berichterstatter) und können sehr wohl einen glücklichen Sieg von einem verdienten unterscheiden. Nein, Frank Schmidt sieht die Platzverhältnisse, die doch einem ganz gekonnten Offensivspiel ein wenig den Zahn ziehen, er sieht aber sehr wohl auch den Gegner, der im Prinzip mit allen Mitteln dagegen hält, da im Abstiegskamp befindlich, wozu also auch robuster Körpereinsatz bis vorsätzliches Foulspiel (mit einer ziemlich fließenden Grenze) gehört. Die Kunst besteht also darin: irgendwie führen und dann möglichst wenig zulassen. Das ist Heidenheim gelungen, selbst wenn das Spiel über sehr weite Strecken total ausgeglichen aussah (was vor allem bedeutet: keine Chance hier, keine Chancen dort).
In der 70. gab es eine Rote Karte gegen Darmstadt. Das Foulspiel war offensichtlich, die Gelbe Karte dafür gewiss, denn der gleiche Spieler hatte bereits zuvor eine verdient. Nur zieht der Schiri zuerst Gelb und dann Rot. Da die Proteste nicht enden wollen, musste er später aufklären: er habe Gelb für das Foulspiel gegeben und Rot danach für eine Beleidigung.
Nun ist aber die Frage: hat der Spieler nun direkt Rot oder Gelb-Rot bekommen? Falls direkt Rot: was wäre dann mit der Gelben? Zählt diese auch für die Gelbstatistik? Gibt es nur ein Spiel Sperre oder wird die Sperre verhandelt?
Daran erkennt man nur, wie komplex das Regelwerk zu sein hätte, um alle derartigen (und für das hiesige Empfinden wieder einmal neue) Situationen aufzunehmen und zu klären.
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VfL Osnabrück – SV Babelsberg 03   1:0 (0:0)
Zuschauer: 7.700  (Schnitt bisher: 10.900 ; vorige Saison: 8.719)
Hier greift irgendwie nicht ganz die gleiche Argumentation wie beim Vorgängerspiel. Babelsberg hat sich wirklich verstärkt, das war deutlich zu sehen. Sie haben noch keine Punkte, was in jedem einzelnen Spiel seine speziellen Gründe hatte. Aber sie waren nicht schwach, eher im Gegenteil (beispielsweise in Halle waren sie klar besser, verloren aber mit 0:1). 
 
Osnabrück ist total gesund, das ist nicht das Problem. Nur wird eben vermutlich Babelsberg derzeit zu gering geschätzt — und das der Irrtum.
 
Es bedeutet aber in der Summe nicht etwa einen Tipp auf X/2, genau so wenig einen auf die 1. Die Folgen sind nur diese hier: es ist ein Pass.
 
 
Teamnews: 
Bei Osnabrück fehlt Riemann (TW, 30, 21/0/2), Hudec (30, IV, 14/1/0), Porcello (ZM, 32, 0/0/0), und Winterneuzugang Emil Yula (33, MS)
Bei Babelsberg fehlt nur Matthias Kühne (25, RV, 20/0/0), Rotsperre.
 
Wie das Ergebnis einem schon verrät, war es eine schwierige Partie für die Hausherren. Die Gäste beschränkten sich wieder einmal auf ihre durchaus starke Defensive, taten dies aber so gut, dass Osnabrück kaum zu Chancen kam. Selbst hatte man, wie erhofft, ab und an auch mal eine Situation. Als ziemlich bald nach der Pause Osnabrück doch das 1:0 gelang, durch einen präzisen Flachschuss ins lange Eck durch Gaetano Manno, änderte die Partie aber nur minimal ihre Richtung. Weiterhin wenige Chancen hier und dort. Es blieb einfach beim 1:0.
Keine dolle Partie, nur sollte man über beide nicht zu hart urteilen. Beide taten, was sie konnten. Natürlich hatte man Babelsberg eigentlich etwas stärker gesehen für die Rückrunde, auch etwas aktiver nach vorne, nur ist es halt in so einer Partie bei einem Aufstiegskandidaten nicht gar so einfach, das zu zeigen. Osnabrück bleibt jedenfalls dran und nichts spricht wirklich gegen sie nach so einem erarbeiteten Sieg.
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1.FC Saarbrücken – Karlsruher SC   0:0
Zuschauer: 5.130  (Schnitt bisher: 4.028 ; vorige Saison: 4.878)
Hier muss man nicht lange argumentieren. Die Karlsruher Fans sind garantiert bereit, diese kleine Reise mitzugehen und ihr Team zu unterstützen — ein kleiner Punkt, aber er zählt halt mit –, zugleich ist der Aufstieg noch lange nicht unter Dach und Fach, man schämt sich auch ein klein wenig über die doch nicht ganz befriedigende Leistung gegen Dortmund (beim 1:0 durch frühen Elfer), wird von daher die Konzentration aufbringen und sich hier wieder mal einen einfachen Sieg sichern. Über Saarbrücken kann man nur dies sagen: schwach, richtig schwach.
 
7/10 auf die 2.
 
Teamnews:
Beim KSC außer LV Dennis Kempe alle Mann an Bord.
Bei Saarbrücken fehlen Pascal Pellowski (24, IV, ohne Einsatz), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1)
 
Somit auch hier die News alles andere als nachteilig für den Tipp.
 
Die beste Wette ging in die Hose. Da muss man natürlich ein wenig ins Grübeln geraten — und ins Rechtfertigen. Zwei Dinge zunächst dringend erwähnenswert: wie man oben sieht, waren die KSC-Fans angesprochen worden, mitzureisen. Es waren insgesamt 2.000, was wohl mehr als ein Beweis ist. Punkt 2 sind die Platzverhältnisse. Die größten Vorteile des KSC ist die spielerische Klasse, auf welche sie sich fast durchgehend verlassen können, und es auch tun. Diese spielerische Klasse konnten sie auf dem hart gefrorenen Boden nicht recht ausspielen. Da igitt es zu viele Zufälligkeiten, die das ganz saubere Spiel verhindern.
Auch dazu drei Bemerkungen: a) einerseits war stets, seit Beginn der Rückrunde, auf die schwierigeren Bedingungen aufmerksam gemacht worden, was zugleich bedeutete, mit etwas mehr Vorsicht (vor allem bei Favoritentipps) zu Werke zu gehen, und dies ist ja mit den 7 von 10 auch geschehen, b) war dieses Problem in seltenen Fällen übertrieben auffällig, die Spielbedingungen meist doch erstaunlich gut, so dass man vielleicht ein wenig diese Vorsicht vernachlässigte, c) hatte der KSC gleich nach wenigen Minuten eine ihrer typischen Chancen, die sie mit ihrem präzisen Spiel so gut herausspielen, und damit ein Spieler alleine frei vor dem Torhüter auftauchte, jedoch konnte er diese Chance einfach nicht verwerten, weil der Ball erkennbar nicht zu hoppeln aufhört. Er wartete geduldig auf die Schusschance, aber sie kam einfach nicht. So kam ein lächerlicher Kullerball heraus. Ansonsten könnte man auch ein d) hinzufügen: kein Mensch (außer Piff Tannen in „Zurück in die Zukunft“) wird es je schaffen, ALLE Spiele richtig zu haben. Die Kunst ist es ja nur, ein kleines Plus zu erwirtschaften, die Niederlagen und Verluste gehören zum Alltag.
Man darf ruhig sagen, dass sich Saarbrücken nach Kräften wehrte, und dies gut tat. In Hälfte 1 kam dadurch in etwa nur ein Chancenverhältnis von 4:2 pro KSC heraus, womit man so weit ja dennoch halbwegs zufrieden sein könnte, als Befolger der Wetttipps.
Nach der Pause ein ziemlich ähnliches Bild. Ein gutes Spiel, wenn man die schwierigen Bedingungen zugrunde legt. So blieb der KSC immer näher dran, aber Saarbrücken kam auch zu Chancen. Da am Ende der Druck sogar noch etwas größer wurde und man bezeugen konnte, dass sich beide immer besser auf die Platzverhältnisse einstellte, und es noch eine ordentliche Reihe guter Chancen gab, kann man das Remis nur als glücklich für Saarbrücken erklären. Auszusetzen ist, trotz aller Einschränkungen, die oben angeführt sind, nichts, eher im Gegenteil. Der KSC zeigte alles das, was man sich von ihnen erwartet hätte.
Eine kleine Bilanz: 11 Eckbälle für die Gäste, sowie insgesamt vielleicht ein Chancenverhältnis von 9:3, und dies gepaart mit der Erkenntnis, dass man es am Ende unbedingt zwingen wollte. Da muss man einfach nur sagen: Pech gehabt. Der KSC in überragender Form, allerdings musste Calhanoglu in der 83. verletzt vom Platz. Ob er länger ausfällt? Wird man sehen.
Übrigens: auch Markus Kauczinski, der KSC Trainer, im Interview nach dem Spiel überragend, selbst wenn man keine Szene gesehen hätte, genügte es, das Interview zu hören und man wüsste, wie das Spiel war. Auch hier der Link, für wahre Enthusiasten: http://www.ardmediathek.de/swr-fernsehen/sport-am-samstag/fussball-3-liga-interview-mit-markus-kauczinski-trainer?documentId=13503400
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