Rückblick Österreich Bundesliga 22. Spieltag

In Kürze: 

Tja, also zu einem Tipp hat man sich nicht nur gewagt, sondern sich sogar meilenweit aus dem Fenster gelehnt mit der Angabe (in jeder Hinsicht „Angabe“), von Haus, Hof und Auto zwei Teile zu riskieren.  Ja, es ist gut gegangen, und man fühlt sich logischerweise gut. Ansonsten gab es sehr wenige Zuschauer, was aber sicher vor allem an den Witterungsbedingungen lag. Zeit für den Frühling, liest man auch hier ab.
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Wacker Innsbruck – SV Mattersburg   2:0 (0:0)
Zuschauer: 2.600   (Schnitt bisher: 5.048 ; -21% gegenüber Vorsaison )
Hier gibt es einen sehr guten Ansatzpunkt zum Wetten: Mattersburg wusste zwar durchaus zu gefallen in der ersten Halbzeit des ersten Rückrundenspiels gegen Sturm Graz, aber doch bleibt das Team insgesamt schwach. Sie haben nur 6 Punkte mehr als der Gegner und sind 6 Tore besser. Nur ließe sich das ganz gut korrigieren aus Sicht von Wacker, man müsste halt nur hier mit einem Sieg beginnen. Es heißt ja schließlich nicht ganz umsonst „Sechspunktespiel“…
 
Wacker Innsbruck hat erneut eine sehr gute Leistung gezeigt. Sie schießen die Tore nicht, das stimmt, aber man kann nicht anders, als dies als anwachsendes Pech zu bezeichnen. Es sieht spielerisch teils so überragend gut aus, dass man sich einfach nicht vorstellen kann, dass dieses Team absteigen soll. Schlechte Ergebnisse haben heutzutage zwar immer die gleichen Auswirkungen — vor allem, da man Pech nicht als Ausschlag gebend anerkennt –, aber es sind vor allem die tumben Medien, die meinen, dadurch Experten zu werden, dass sie wissen, dass 3 größer als 0 ist (denn so hoch hat Innsbruck in Ried verloren). Die weiteren Auswirkungen, aufgrund der primitiven Medien: Unruhe im Verein. Das muss Wacker hinbekommen, oder, sagen wir, ausblenden.
Denn: hier und heute ist die ideale Gelegenheit, die sichtlich guten Fähigkeiten zu einem Sieg umzumünzen. Diesmal wird der Ball auch reingehen, diesmal muss man es einfach mal wieder hinbiegen.
 
8/10 auf Innsbruck Sieg.
 
Teamnews: 
bei Innsbruck fehlt nur Thomas Löffler (23, ZM, keine Einsätze bisher)
bei Mattersburg fehlt Nedeljko Mali (24, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, LV, 15/0/1), Alois Höller (23, RM, 19/3/2) Gelbsperre, Dominik Doleschal (23, RM, ohne Einsatz).
 
Diese News bestätigen die Qualität der Wette.
Leicht verwundert reibt man sich persönlich die Augen, wieso man bei dieser ausgemachten Qualität der Wette keine 10 von 10 gesetzt hat? Nun, es wäre vermutlich das berühmte „Jammern auf hohem Niveau“, denn viel wichtiger als der Einsatz virtueller Einheiten ist natürlich das Gelingen der Wetten. Und dies hat nun mal geklappt. Wobei man ganz ehrlich eingestehen muss, dass die Qualität der Wette nach dem Spielverlauf sehr fragwürdig war. Wacker konnte, möglicherweise aufgrund der selbst dem Spiel zugeteilten Wichtigkeit die Verkrampfung nicht ablegen oder ist auch sonst einfach nicht gut genug, jedenfalls haben sie in keiner Weise die Leistung erbracht, die man ihnen zugetraut hätte. Zu Deutsch: sie waren nicht wirklich gut, nicht besser als der Gegner etwa.
In Halbzeit 1 kam so gut wie gar nichts von Wacker — außer vielleicht phasenweise mehr Ballbesitz. Torgefahr ging von den Gästen aus, wenn überhaupt von jemandem. Bis schließlich der Schiri eine Lösung fand: rote Karte gegen Naumoski, der zugleich sicher der wertvollste Spieler von Mattersburg ist. Hier zumindest so viel Rechtfertigung: es sieht wirklich auf den ersten Blick nach einem Tritt aus, den er seinem Gegenspieler verpasste. Möglich aber auch, dass man von einem Angreifer nicht unbedingt eine Verteidigungsaktion in der Nähe  des eigenen 16ers zutraut, genau so gut möglich, dass das Abwehrverhalten einfach etwas ungeschickter aussieht als die eines darauf Spezialisierten, aber die Wiederholungen bestätigen doch: für so eine Aktion ist Rot einfach nicht die richtige Entscheidung.
Mit 11 gegen 10 kam Wacker dann zu besseren Gelegenheiten und nutzte auch eine zum 1:0. Da Mattersburg danach noch immer nicht geschlagen war und zu einer sehr guten Dreifachchance kam, muss man denn Sieg sogar danach noch als halbwegs glücklich bezeichnen, zumal das 1:0 durch ein Eigentor fiel (wobei man hier schon viel eher von „erzwungen“ sprechen kann, da die flache, scharfe Flanke recht gefährlich aussah).
Quintessenz ist die: man hat Wacker überschätzt und Mattersburg wohl unterschätzt. Allerdings muss man stets bedenken, dass man auch schlechte Wetten ab und an gewinnen darf sowie gute verlieren und noch viel mehr, dass die nächste Partie, selbst wenn sie denn zwischen den beiden drei Tage später unter den gleichen Bedingungen ausgetragen würde, doch schon wieder komplett anders aussehen könnte.
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Austria Wien – Admira/Wacker Mödling   4:0 (1:0)
Zuschauer: 8.812   (Schnitt bisher: 8.841 ; +7.5% gegenüber Vorsaison)
Die Admira hat sich doch so vielseitig verstärkt — selbst wenn das erste Ergebnis das gewohnte war beim 1:2 gegen Wiener Neustadt –, dass man irgendwie nicht gegen sie antreten möchte. Sicher ist die Austria haushoher Favorit, nur dürfte dies dem Markt nicht entgehen. 
Die Austria erneut ordentlich beim Auftakt, dem 2:1 im Derby bei Rapid, aber auch nicht mehr als das.
 
Hier passt es einfach nicht. Kein Tipp, keine Wette, ein schlichtes Pass.
 
Teamnews:
bei der Austria fallen aus Fabian Koch (23, RV, 12/1/0), Gelb-Rot Sperre, Tomas Simkovic (25, OM, 18/3/5), wichtig, Tomas Jun (30, LA, 19/5/8), sehr wichtig
bei Admira fehlen Ersatztorwart Manuel Kuttin, Stefan Schwab (22, OM, 21/3/1), schon wichtig, Dominik Burusic (19, RA, ohne Einsatz)
Das Ergebnis viel klarer als der Spielverlauf. Der Spitzenreiter kam lange Zeit nicht zu so überragend vielen Chancen, nutzte aber eine der wenigen zum 1:0 nach 30 Minuten. Danach kam sogar die Admira zu einigen, so dass es auch ganz gut hätte 1:1 stehen können. Bis zur 72. das Spiel etwa so, mit verteilten Chancen, aber nicht so vielen. Als in der 72. nach einem Standard (Ecke-Kopfball-Tor) das 2:0 fiel, war die Partie natürlich so gut wie entschieden. Und doch fielen das 3:0 und das 4:0 erst in der 89. und 90.
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SC Wiener Neustadt – SV Ried   0:0
Zuschauer: 1.200   (Schnitt bisher: 2.832 ; -1.6% gegenüber Vorsaison)
Die Wiener Neustädter machen einem schon Eindruck. Von Anfang an dem Abstieg geweiht — von wem? Na klar, den medialen „Experten“ –, tun sie alles, um die Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Sie waren beileibe nicht schlecht, auch nicht vor der Winterpause, geschweige denn beim Auftaktsieg in Mödling, so dass man sich auf keinen Fall gegen sie aussprechen könnte.
 
Da die Rieder zwar 3:0 gewonnen haben, aber doch nicht überzeugt — nun ja, sie waren über weite Stecken ein Mann weniger — möchte man sie nicht nehmen, aber auch nicht zwingend gegen sie antreten.
 
Der Weisheit letzter Schluss: ein Pass.
 
Auch diese Zeilen hier vor dem Mittwochspiel abgefasst. Die Rieder haben sich beim 1:1 gegen Wolfsberg jedenfalls nicht mit Ruhm bekleckert und die etwas wackelige Einschätzung eher bestätigt.
 
Teamnews:
bei Wiener Neustadt gibt es nichts zu vermelden,
bei Ried fällt tatsächlich Torjäger Gartler (27, MS, 19/11/1) aus, der mit Abstand wichtigste Spieler, weiterhin fehlt Gernot Trauner (20, DM, 9/0/2), Rotsperre, Ivan Carril (28, OM, 6/0/0), und Nacho (30, RA, 18/1/1)
 
Unter diese Umständen gut denkbar, dass die Wiener Neustädter die Partie gewinnen können. Eine vorsichtige Neigung Richtung 1.
 
Hier waren die Gäste deutlich näher dran am Sieg, trotz des Ausfalles ihres besten Mannes René Gartler. Die Neigung war also nicht richtig und auch nicht angebracht. In Hälfte 1 so gut wie gar nichts von den Wiener Neustädtern (Torschussbilanz: 2:7). In Hälfte 2 auch nicht viel besser für das Heimteam, aber ganz gegen Ende doch noch zwei halbwegs viel versprechende Aktionen.
Fazit: Wiener Neustadt sah gar nicht gut aus, Ried hingegen schon.
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Sturm Graz – Wolfsberger AC  1:3 (0:1)
Zuschauer: 7.679   (Schnitt bisher: 11.732 ; +8.4% gegenüber Vorsaison)
Auch in dieser Partie kann man nichts Berauschendes entdecken. Sturm war erst einmal nicht so stark wie angenommen — sicher, in Hälfte 2 ging es bergauf — beim 0:0 in Mattersburg, also fällt es schwer, ihnen erneut zu vertrauen.
Zugleich hat Wolfsberg den Nachweis erbracht, als Aufsteiger, ein vollwertiges Mitglied der höchsten Liga zu sein, und gerade spielerisch vielmals gefallen, so dass man sich nicht gegen sie stellen möchte. Die leichte Derbytendenz tut ihr Übriges, um erneut die Beine baumeln zu lassen.
 
Nichts tun, der liebe Gott ist eh schon ein guter Mann, ein Pass.
 
Teamnews: 
bei Sturm fehlen Philipp Hütter (22, RV, 4/0/0), und Marc André Schmerbök (18, LM, ohne Einsatz).
bei Wolfsberg fehlt nur  Christian Falk (25, MS, 17/10/0).
 
Also: die erste Halbzeit ziemlich schwach von Seiten von Sturm. Sie kamen kaum zu Chancen, wohingegen der Gast einige sehr gute Angriffsaktionen zu verzeichnen hatte, von denen eine zum 1:0 führte. Nach dem Wechsel kam Sturm auf — ja, in jeder Beziehung, denn es gab richtige Schneewehen zugleich –, sie waren dran am Ausgleich, als es einen der typischen Freistöße aus dem Halbfeld für den Gegner gab. Und gerade Wolfsberg hat sich damit in dieser Saison schon einige Male hervorgetan, in Person von Alfred Liendl aus Ausführendem: der Ball mit viel Effet vor das Tor, aber eben Richtung Tor geschlagen. Alle laufen hinein in den Ball, in diesem Falle kommt gar keiner heran, der Torwart weiß das aber nicht, und der Ball geht direkt ins Tor. Besser geht es nicht und wer diese Variante gut trainiert und beherrscht hat eine echte Waffe. Wenn man früher mal sagte zwei Ecken — ein Tor, dann gilt  das vielleicht heute schon fast für derartige Freistoßsituationen. Albrechts oder halblinks, bis zu 40 Meter vor dem Tor, mit oben beschriebener Ausführung: kaum zu Verteidigen.
Danach aber Sturm noch lange nicht geschlagen. Es gab ein paar gute Szene, deren beste wohl so war: Kainz schön frei gespielt und Strafraum, auf halblinks, legt sich den Ball schön zurecht, ein Verteidiger grätscht hinein mit letzter Not, nur reißt er bei der Grätsche die Arme hoch. Er wehrt den Ball ab, die Frage ist nur: womit? Der Angreifer reklamiert sofort und es waren wohl wirklich die Hände, die dran waren, wie man in der Wiederholung sieht. Kurios und verwunderlich aus hiesiger Sicht: dass das Prinzip daran nicht auffällt. Die Verteidiger verbreitern ihren Körper mithilfe der Arme erkennbar vorsätzlich. Nur wird immer mit Absicht argumentiert. Das ist doch einfach lächerlich? Natürlich kann man bei einem Schuss aus drei Metern mit voller Kraft abgefeuert, nicht reagieren, das tun Handballtorhüter auch nicht. Nur versucht man eben, so viel Körper wie möglich in Richtung Ball zu bekommen. Und falls die Arme bei einem Verteidiger — so die derzeitige Tendenz –legalisiert sind, dann nimmt man sie natürlich zuhilfe. Die Absicht ist doch offensichtlich.
Nun, in dem Falle war der Schaden gering, denn der Eckball führte zum 1:2. Sturm warf danach zwar alles nach vorne, kam aber nicht mehr zu echten Gelegenheiten. Stattdessen  mit dem Schlusspfiff, aus einer Überzahlsituation 3 gegen 1, noch das 3:1 für die Gäste.
Fazit: Wolfsberg wurde schon vielfach bescheinigt, spielerisch sehr stark zu sein. Das haben sie eindrucksvoll bestätigt. Überhaupt wenn man die Namen der Spieler  — von denen man sich sicher an einige erst mit der Zeit gut gewöhnt hat — von Wolfsberg hört: das macht schon einen sehr ordentlichen Eindruck, die Platzierung kein Zufall. Es könnte sein, dass sie mit Ried gleichauf sind. Es sind 6 Punkte und sie haben ein „game in hand“.
Sturm hat nicht ganz so überzeugt, vor allem wegen Hälfte 1. Allerdings war das Mittelfeld auch komplett neu zusammengestellt — warum eigentlich? Sicher, Jürgen Säumel ist ein sehr guter Mann und er war wieder dabei, aber das sind ja nicht alle Positionen? Ansonsten ist die Mannschaft wohl intakt.
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Red Bull Salzburg – Rapid Wien   3:3 (1:0)
Zuschauer: 11.210  (Schnitt bisher: 8.807 ; -10.6% gegenüber Vorsaison)
Es war nicht alles schlecht, was Rapid bei der Auftaktpleite anbot. Zugleich hatte Salzburg vor der Winterpause (bis zum abschließenden 7:0 gegen Mattersburg) einen echten Hänger. Der Marco Reus der Liga, Kevin Kampl, hat trotz immer wieder guter Ansätze noch immer das Tor nicht getroffen, so dass man auch Salzburg nicht haben möchte. Natürlich auch nicht Rapid, heraus kommt auch hier: den Tee nicht kalt werden lassen sondern ihn trinken, und nebenbei, ja was? Ach so: abwarten. Ein Pass.
 
Teamnews:
bei Salzburg fehlt Ersatztorhüter Gustafsson, sowie Bright Edomwonyi (18, RA, 1/0/0)
bei Rapid betrifft es Michael Schimpelsberger (22, RV, 11/0/1), Thomas Prager (27, ZM, 9/0/1), Branko Boskovic (32, ZM, 1/0/0), der Winterneuzugang, von dem man sich doch eine Stärkung erhoffte, fehlt gleich mit Gelb-Rot.
 
Eine ganz tolle Partie von beiden Seiten, ein echtes Spitzenspiel, mit jeder Menge Torchancen und Toren, sowie weiterer gelungener Aktionen, die sich nicht speziell in Härte oder gar Überhärte zeigten. Beide verließen sich auf ihre fußballerische Klasse. So macht der Fußball richtig Spaß. Bereits nach 34 Sekunden das 1:0 für die Bullen, die einen blitzschnellen, direkten Angriffszug durch Kevin Kampl und seinem endlich ersten Saisontor mit dem 1:0 abschließen. Danach kam Rapid zu einigen exzellenten Chancen zum Ausgleich, so dass dieser verdient wäre, aber auch Salzburg zeigte sich.
Nach der Pause gelingt tatsächlich der Ausgleich, durch einen Kopfball von Terrence Boyd, jedoch kommt es danach zu einer eigentlich entscheidenden Szene: schneller Angriff der Salzburger, Zentimeter genauer Pass, ein Mann dringt von rechts mit Ball in den Strafraum ein und wird zu Fall gebracht. Die Entscheidung: Rot und Elfmeter. Das Rot ist auf jeden Fall mehr als vertretbar. Immerhin ist er letzter Mann und es wird eine klare Torchance vereitelt. Was möchte man lieber sehen? Natürlich eigentlich die Torchance anstatt Platzverweis UND Elfmeter. Andererseits müsste man sich fragen, ob sich das Foul spielen unter diesen Umständen noch lohnt, und das ist tatsächlich eine Art mathematische Aufgabe. Denn, als Abwehrspieler hat man mindestens die drei Chancen: a) man „schafft“ das Foul noch vor der Strafraumgrenze. Darauf wird großen Wert gelegt. Die Unsportlichkeit wird dadurch nicht geringer, eher, aufgrund der offensichtlichen Hinterhältigkeit des Anliegens größer, aber doch ist es so. b) der Schiedsrichter erkennt gerade im Falle, dass es innerhalb ist, nicht auf Foul und nicht auf Elfmeter. Das heißt, man kommt GERADE DESHALB STRAFFREI DAVON, weil man INNERHALB gefoult hat. Denn: offensichtlich und oftmals hier nachgewiesen werden Elfmeter viel weniger gerne gegeben und der Ref nimmt jede Ausrede, es nicht tun zu müssen, willkommen an. Wenn man also nur leicht behindert und es aber doch tut, damit also die Torchance verhindert und weder Gelb noch Rot noch Elfmeter zulässt, hat man den Jackpot gezogen. c) der Referee erkennt das Foul und gibt Elfmeter (womit die Chance in etwa erhalten bleibt, Elfer oder ein Mann frei durch, hebt sich vielleicht auf), aber kein Rot. Nun, das ist neutral dann, und d) der worst case, es gibt Rot UND Elfmeter, wogegen ja bereits allseits Amok gelaufen wird (eine Strafe genügt doch). Sobald man jedoch diesen Regelfehler machen würde, würde man sehr oft doch wieder Notbremsen sehen, weil es ja nicht weiter schaden kann. Entweder Elfer oder Tor, vielleicht Gelb, ok, nehme ich in Kauf.
Hier war es so, dass das Foul außerhalb gelingt, nur geht die Aktion, wie so oft, bis in den Strafraum weiter. Dagegen wird natürlich argumentiert, denn das Foul findet außerhalb statt, das unbestritten. Nur geht es eben weiter und findet ja in Bewegung statt, so dass die Entscheidung absolut in Ordnung geht. Nur gibt es halt genügend Stimmen, die von einer Fehlentscheidung sprechen.
Nun gut, das 2:1 — auch eine kuriose Ausführung, die Verzögerung, bis sich der Tormann entscheidet, und dann einschieben (Soriano) und früher war es doch mal verboten? — und 11 gegen 10, das sollte doch reichen? Aber Rapid wehrte sich und mit einem Steffen Hofmann in dieser Verfassung wären sie ein ernster Anwärter. Diesmal assistiert er mit einem Traumpass zum 2:2 und als Salzburg tatsächlich 4 Minuten vor Ende noch einmal das 3:2 erzwingt, macht er exakt den gleichen, präzisen Pass noch einmal und aus der gleichen Position wie das 2:2 fällt das 3:3. Kurios auch hier die Entstehung. Denn: Salzburg hatte an der Mittellinie einen Freistoß, der Ausführende rutscht aber beim versuchten Schlag nach vorne aus, Rapid kommt an den Ball und blitzschnell wird die temporäre Überzahl ausgenutzt mit der beschriebenen Aktion.
Verdient aber allemal für Rapid, wobei Salzburg zeigte, dass auf jeden Fall auch mit ihnen zu rechnen ist. Einfach so: beide Teams in guter Form.
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