Vorschau Österreich Bundesliga 22. Spieltag

In Kürze: ein unergiebiger Spieltag. Obwohl es ein echtes Highlight gibt, bei welchem man, sagen wir, von Haus, Hof und Auto in etwa zwei Items riskieren würde…

Bei den anderen Spielen passt es entweder von der Konstellation her überhaupt nicht oder das Gefühl spielt einem einen Streich, da es sich einfach nicht entwickelt. Nur ist man als Autor (und selbst ernannter Wettexperte) der Meinung, dass Passes keiner all zu großen Rechtfertigung bedürfen. Sagen wir so: man möchte die Teams einfach ein weiteres Mal sehen.
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Ebenfalls ein kurzer Rückblick auf die Mittwochspartie
SV Ried – Wolfsberger AC    1:1 (0:0)
Zuschauer: 3.100
Eine recht gute Partie, in der Wolfsberg ganz stark anfing, und zwei Mal beinahe die Führung erzielt hätte, nach und nach kam aber Ried in die Partie und war bald im Chancenplus. Eine Reihe von Pfosten- und Lattentreffern gab es zu verzeichnen, bis endlich in Hälfte 2 das verdiente 1:0 für Ried fiel (58.). Danach aber wehrte sich Wolfsberg wieder, die natürlich vor dem 0:1 nicht die Notwendigkeit sahen. In der 83. Minute fiel der Ausgleich. René Gartler dürfte sich übrigens noch vor dem Gegentor verletzt haben. Er ist DER Spieler bei Ried.
Kurios jedoch diese Szene in gewisser Weise, und, obwohl man hier beständig für die Anerkennung von Toren votiert, ist diese Situation zumindest zu überdenken, was die Regeln betrifft: Angriff von Wolfsberg, der Ball wird durchs Mittelfeld geführt, bis 30 Meter vor dem Tor, ein Stürmer zeigt sich ganz vorne in der Sturmmitte, aber klar im Abseits, der Ball wird dennoch dorthin gespielt, die Rieder Abwehrspieler reklamieren verständlicherweise Abseits, da es so eindeutig ist, bleiben also quasi stehen, jedoch kommt plötzlich ein weiterer Angreifer aus der Tiefe angerauscht, der natürlich eindeutig nicht Abseits war, für den der Ball aber sicher nicht bestimmt war. Mit meilenweit Platz hat er keine große Mühe, den Ball einzuschieben.
Hier ist die große Frage: hätte Ried den Ball nicht locker abfangen können, wenn man gewusst hätte, dass das Spiel nicht unterbrochen wird? Hätte man nicht zumindest eine gute Chance gehabt, das Tor zu vereiteln? Hier war es ja sogar so, dass der Abseits stehende Spieler ganz klar einen Schritt Richtung Ball machte. Er WOLLTE ihn annehmen, was unvermeidlich zum Abseitspfiff geführt hätte. Im letzten Moment geht er doch wieder weg, da vermutlich der nachrückende Spieler so etwas wie „Leo“ gerufen hat. Na, soll ja auch nur zum Nachdenken anregen. Prinzipiell würde es dem Spiel natürlich kein bisschen schaden, im Gegenteil, wenn man die Torsituationen zulässt. Hier ist es aber irgendwie eine Frage der Gerechtigkeit.
Ried sah also nicht schlecht aus, Wolfsberg aber auch nicht. Ein ganz gutes Spiel, mit recht vielen Chancen.

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Wacker Innsbruck – SV Mattersburg   (Entfernung: 512 km)
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Hier gibt es einen sehr guten Ansatzpunkt zum Wetten: Mattersburg wusste zwar durchaus zu gefallen in der ersten Halbzeit des ersten Rückrundenspiels gegen Sturm Graz, aber doch bleibt das Team insgesamt schwach. Sie haben nur 6 Punkte mehr als der Gegner und sind 6 Tore besser. Nur ließe sich das ganz gut korrigieren aus Sicht von Wacker, man müsste halt nur hier mit einem Sieg beginnen. Es heißt ja schließlich nicht ganz umsonst „Sechspunktespiel“…
Wacker Innsbruck hat erneut eine sehr gute Leistung gezeigt. Sie schießen die Tore nicht, das stimmt, aber man kann nicht anders, als dies als anwachsendes Pech zu bezeichnen. Es sieht spielerisch teils so überragend gut aus, dass man sich einfach nicht vorstellen kann, dass dieses Team absteigen soll. Schlechte Ergebnisse haben heutzutage zwar immer die gleichen Auswirkungen — vor allem, da man Pech nicht als Ausschlag gebend anerkennt –, aber es sind vor allem die tumben Medien, die meinen, dadurch Experten zu werden, dass sie wissen, dass 3 größer als 0 ist (denn so hoch hat Innsbruck in Ried verloren). Die weiteren Auswirkungen, aufgrund der primitiven Medien: Unruhe im Verein. Das muss Wacker hinbekommen, oder, sagen wir, ausblenden.
Denn: hier und heute ist die ideale Gelegenheit, die sichtlich guten Fähigkeiten zu einem Sieg umzumünzen. Diesmal wird der Ball auch reingehen, diesmal muss man es einfach mal wieder hinbiegen.
8/10 auf Innsbruck Sieg.
Teamnews:
bei Innsbruck fehlt nur Thomas Löffler (23, ZM, keine Einsätze bisher)
bei Mattersburg fehlt Nedeljko Mali (24, IV, 9/0/0), Lukas Rath (21, LV, 15/0/1), Alois Höller (23, RM, 19/3/2) Gelbsperre, Dominik Doleschal (23, RM, ohne Einsatz).
Diese News bestätigen die Qualität der Wette.
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Austria Wien – Admira/Wacker Mödling   (Entfernung: 20 km)
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Die Admira hat sich doch so vielseitig verstärkt — selbst wenn das erste Ergebnis das gewohnte war beim 1:2 gegen Wiener Neustadt –, dass man irgendwie nicht gegen sie antreten möchte. Sicher ist die Austria haushoher Favorit, nur dürfte dies dem Markt nicht entgehen.
Die Austria erneut ordentlich beim Auftakt, dem 2:1 im Derby bei Rapid, aber auch nicht mehr als das.
Hier passt es einfach nicht. Kein Tipp, keine Wette, ein schlichtes Pass.
Teamnews:
bei der Austria fallen aus Fabian Koch (23, RV, 12/1/0), Gelb-Rot Sperre, Tomas Simkovic (25, OM, 18/3/5), wichtig, Tomas Jun (30, LA, 19/5/8), sehr wichtig
bei Admira fehlen Ersatztorwart Manuel Kuttin, Stefan Schwab (22, OM, 21/3/1), schon wichtig, Dominik Burusic (19, RA, ohne Einsatz)
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SC Wiener Neustadt – SV Ried   (Entfernung: 276 km)
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Die Wiener Neustädter machen einem schon Eindruck. Von Anfang an dem Abstieg geweiht — von wem? Na klar, den medialen „Experten“ –, tun sie alles, um die Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Sie waren beileibe nicht schlecht, auch nicht vor der Winterpause, geschweige denn beim Auftaktsieg in Mödling, so dass man sich auf keinen Fall gegen sie aussprechen könnte.
Da die Rieder zwar 3:0 gewonnen haben, aber doch nicht überzeugt — nun ja, sie waren über weite Stecken ein Mann weniger — möchte man sie nicht nehmen, aber auch nicht zwingend gegen sie antreten.
Der Weisheit letzter Schluss: ein Pass.
Auch diese Zeilen hier vor dem Mittwochspiel abgefasst. Die Rieder haben sich beim 1:1 gegen Wolfsberg jedenfalls nicht mit Ruhm bekleckert und die etwas wackelige Einschätzung eher bestätigt.
Teamnews:
bei Wiener Neustadt gibt es nichts zu vermelden,
bei Ried fällt tatsächlich Torjäger Gartler (27, MS, 19/11/1) aus, der mit Abstand wichtigste Spieler, weiterhin fehlt Gernot Trauner (20, DM, 9/0/2), Rotsperre, Ivan Carril (28, OM, 6/0/0), und Nacho (30, RA, 18/1/1)
Unter diese Umständen gut denkbar, dass die Wiener Neustädter die Partie gewinnen können. Eine vorsichtige Neigung Richtung 1.
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Sturm Graz – Wolfsberger AC   (Entfernung: 78 km)
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Auch in dieser Partie kann man nichts Berauschendes entdecken. Sturm war erst einmal nicht so stark wie angenommen — sicher, in Hälfte 2 ging es bergauf — beim 0:0 in Mattersburg, also fällt es schwer, ihnen erneut zu vertrauen.
Zugleich hat Wolfsberg den Nachweis erbracht, als Aufsteiger, ein vollwertiges Mitglied der höchsten Liga zu sein, und gerade spielerisch vielmals gefallen, so dass man sich nicht gegen sie stellen möchte. Die leichte Derbytendenz tut ihr Übriges, um erneut die Beine baumeln zu lassen.
Nichts tun, der liebe Gott ist eh schon ein guter Mann, ein Pass.
Teamnews:
bei Sturm fehlen Philipp Hütter (22, RV, 4/0/0), und Marc André Schmerbök (18, LM, ohne Einsatz).
bei Wolfsberg fehlt nur  Christian Falk (25, MS, 17/10/0).
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Red Bull Salzburg – Rapid Wien   (Entfernung: 295 km)
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Es war nicht alles schlecht, was Rapid bei der Auftaktpleite anbot. Zugleich hatte Salzburg vor der Winterpause (bis zum abschließenden 7:0 gegen Mattersburg) einen echten Hänger. Der Marco Reus der Liga, Kevin Kampl, hat trotz immer wieder guter Ansätze noch immer das Tor nicht getroffen, so dass man auch Salzburg nicht haben möchte. Natürlich auch nicht Rapid, heraus kommt auch hier: den Tee nicht kalt werden lassen sondern ihn trinken, und nebenbei, ja was? Ach so: abwarten. Ein Pass.
Teamnews:
bei Salzburg fehlt Ersatztorhüter Gustafsson, sowie Bright Edomwonyi (18, RA, 1/0/0)
bei Rapid betrifft es Michael Schimpelsberger (22, RV, 11/0/1), Thomas Prager (27, ZM, 9/0/1), Branko Boskovic (32, ZM, 1/0/0), der Winterneuzugang, von dem man sich doch eine Stärkung erhoffte, fehlt gleich mit Gelb-Rot.
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