Vorschau 3. Bundesliga 27. Spieltag

In Kürze:

Wenn es so gut geht wie im Moment, fällt einem unter diesem Punkt kaum etwas ein. Das Wetter und damit die Spielbedingungen werden zwar kein bisschen besser, wie es aussieht, nur hat dies an der guten Performance nichts geändert, also macht man einfach genau so weiter wie bisher.
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kurzer Rückblick auf Mittwoch:
1.FC Saarbrücken – Arminia Bielefeld 2:4 (1:2)
Zuschauer: 3.036
Der Tipp auf die Arminia ging auf, so ist man erst einmal zufrieden. Die Partie selbst war aber insgesamt ziemlich ausgeglichen. Auch Saarbrücken hatte eine Reihe sehr guter Chancen, die Partie insgesamt sehr gut, unterhaltsam ja bei 6 Toren sowieso.
Bielefeld startete gut, kassierte dennoch das frühe 0:1. Nun griffen sie natürlich noch mehr an, ließen aber Chancen zu. Ein paar eigene wurden verwertet, während dieses Kunststück dem Gegner nicht gelang. Sicher darf man an irgendeiner Stelle auch tatsächlich mal von Klasse sprechen, die unterschiedlich sein kann. Bielefeld hat nun mal Fabian Klos, der mit zwei Treffern das Spiel drehte, und mit nun 16 Toren wieder Führender der Torjägerliste ist. Später musste er verletzt vom Feld.
Dennoch hat Saarbrücken keineswegs schlecht gespielt. Sie kamen nach dem 1:3 (73.) erneut auf 2:3 heran (76.) und taten alles, etwas herauszuholen aus der Partie. Die sich ergebenden Räume für Konter nutzte die Arminia dann zum 4:2.
Gutes Spiel von beiden. Saarbrücken hat sich sehr gut gewehrt, das muss man anerkennen.
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Borussia Dortmund II – Rot Weiß Erfurt   (Entfernung: 348 km)
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Wie könnte einem nun diese Partie schmecken im Sinne eines Tipps? Dortmund hat sich jede Menge Anerkennung und Respekt verschafft mit dem tollen letzten Auftritt in Karlsruhe. Nur war man in der krassen Außenseiterrolle, man spielte auswärts, und man lag früh zurück, zudem hat der Gegner, mit einer langen Siegesserie im Rücken und der Gewissheit, die bessere Mannschaft zu sein, die Dortmunder spielen lassen und sie nicht etwa körperlich attackiert. Da verwundert es nicht, dass die vielseitigen Talente ihre Stärken zum Einsatz bringen konnten.
Für dieses Spiel heute ist auf jeden Fall eine andere Partie zu erwarten, da sich Erfurt ebenfalls im Abstiegskampf befindet und jedenfalls bereit ist, robustere Mittel einzusetzen.
In der Tabelle hat Erfurt nur 4 Punkte Vorsprung und Dortmund steht auf dem letzten Platz. Dies zegit nur, wie wichtig diese Partie ist, für beide. Ein Sieg für Dortmund brächte sie auf Tuchfühlung heran. Umgekehrt könnte sich Erfurt so richtig Luft verschaffen. Erfurt hatte eigentlich einen guten Lauf vor der Pause, mit 6 Spielen in Serie ohne Niederlage, hat aber nun die beiden sehr schweren Partien in Heidenheim und Bielefeld verloren (das Heimspiel gegen Osnabrück aber gewonnen). Sie sind ok, eher doch auf dem aufsteigenden Ast.
Unter den gegebenen Umständen bleibt nur das Pass.
Teamnews:
bei Dortmund fehlt nur Marvin Ducksch (18, MS, 3/0/0)
bei Erfurt fehlen Tom Bertram (25, IV, 9/0/0) und Mario Fillinger (28, LM, noch ohne Einsatz)
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VfB Stuttgart II – Preußen Münster   (Entfernung: 473 km)
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Die Stuttgarter Youngster haben durchaus etliche Male zu gefallen gewusst. Im Gegensatz zu den gleichermaßen spielstarken Dortmunder Borussen haben sie es aber verstanden, mit den Auftritten zugleich Punkte einzufahren. Respekt hat man jedenfalls, und diesen wohl mit einigem Recht. Es steckt jede Menge Potenzial in der Mannschaft. Über die Nachteile der zweiten Mannschaften wurde hier oft genug erzählt.
Preußen Münster ist einer der Topkandidaten für den Aufstieg und hat dies auch nach der Winterpause mit guten Spielen gezeigt. Selbst wenn es ein Remis (0:0 gegen Wehen, in einer Partie mit deutlichen Vorteilen) und ein 1:2 in Heidenheim gab, so gab es doch kaum einen Zweifel an ihnen. Sie mischen voll mit.
Es gibt eine leichte Neigung in Richtung Auswärtssieg, vor allem da die Topteams allesamt die Zeichen der Zeit erkennen dürften und jeder Punktverlust blitzschnell zu einer krassen Verschlechterung der Aufstiegshoffnungen führen kann. Stuttgart hingegen hat derzeit ein zu dickes Polster, um sich irgendwie Sorgen machen zu müssen.
Macht also 1/10 auf Münster, die 2.
Teamnews:
bei Stuttgart fehlt André Weis (23, TW, 19/0/0), Steffen Lang (19, RV, 12/0/0), Dominik Gallert (19, RV, 0/0/0), Marco Rapp (21, DM, 0/0/0), Manuel Janzer (20, LM, 19/4/2), Timo Cecen (18, OM, 9/0/0), Erich Berko (18, LA, 8/0/1), Christoph Hemlein (22, MS, 21/3/5),
Bei Münster fehlt Dominik Schmidt (25, IV, 7/2/0),
was in der Summe bedeutet, dass der Tipp kein bisschen schlechter wird. Eher so: nun 2/10 auf die 2.
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SV Wehen/Wiesbaden – Hansa Rostock   (Entfernung: 691 km)
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Man hat zwar lange Zeit pro Wehen und contra Rostock argumentiert, aber doch schmeckt diese Paarung einfach nicht. Hier sind sicher Marktgesetze mitverantwortlich für das Pass, nach welchen nämliche Teams mit einem derartigen Negativlauf wie Rostock ihn hat, krass herabgestuft werden, keine (wettende) Lobby mehr haben und die Kurse auf die Gegnerschaft in den Keller gehen. Wehen hat auch insgesamt nicht voll überzeugt — trotz so manchem eingegangenen Tipp –, und ist von daher doch nicht ganz das Traumteam, um es auf Sieg zu wetten.
Hier würde man also Rostock etwas zutrauen, jedoch niemals zu einem Tipp werdend (nicht gegen Wehen, nein, das ginge nicht) und bitte es hier nicht einmal als Neigung aufzufassen. Nennen wir es also ein Gefühl.
Teamnews:
Bei Rostock fehlt Gusche (23, IV, 8/0/0), Leemanns (30, DM, 19/1/1), Gelbsperre, Noel Mendy (29, RM, 21/0/1), Rotsperre, Lartey (26, OM, 1/0/0), Jordanov (19, OM, 11/1/3)
Bei Wehen fehlen Nils-Ole Book (27, ZM, 3/0/0), Langzeitverletzter
so sprechen die Teamnews zumindest gegen das Gefühl, dass Rostock etwas holt. Es wird aber nicht etwa zum Tipp auf Wehen.
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Alemannia Aachen – Stuttgarter Kickers   (Entfernung: 416 km)
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Aachen soll nun doch lieber wieder gar nicht mehr getippt werden. Zu unklar rundherum die Situation um den Verein, gepaart mit dem arg geschwächten Kader, der keine saubere Einschätzung zulässt. Also: ein meilenweites Pass.
Teamnews: Aachen ohne Michael Melks (34, TW, 9/0/0), Tom Stehle (32, IV, 10/0/0), Aimen Demai (30, DM, 2/0/0), Florian Müller (26, RM, 14/2/0), Sascha Rösler (35, HS, 7/1/1)
StuKi ohne Fennell (23, IV, 12/2/0)
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Arminia Bielefeld – SpVgg Unterhaching   (Entfernung: 609 km)
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Unterhaching hat doch viel besser gespielt als es das Ergebnis am Ende zum Ausdruck brachte beim 0:2 gegen Osnabrück. Es sah teilweise wirklich nach sehr gutem Fußball aus und man möchte nicht unbedingt gegen sie spielen. Andererseits sind die Aufstiegsambitionen — so denn je ernsthafte gehegt und nicht nur ausposaunt wurden — nun ziemlich sicher ad acta gelegt nach drei Heimniederlagen in Serie.
Der Gegner hat seinerseits aber alle Trümpfe in der Hand. Zu Hause haben sie eh vier Siege in Folge und auch beim 0:0 in Karlsruhe einen Punkt entführt — den einzigen Nicht-Sieg des KSC in 13 Ligaspielen in Serie. Also: es läuft rund und diese Mannschaft hat auch bereits einige Male die gute Einschätzung bestätigt. (ergänzend: auch das 4:2 in Saarbrücken vom Mittwoch war alles andere als Antiwerbung).
So kommt in der Summe heraus: Bielefeld macht es auch diesmal, und sogar werden es 5/10 auf den Heimsieg.
Teamnews: bei Bielefeld fehlt Tim Jerat (30, DM, 20/0/5), Rotsperre, und Nachtrag: wie es aussieht, ist Fabian Klos doch nicht ernsthaft verletzt und kann spielen!
bei Unterhaching fehlt weiterhin Stammtorwart Riederer (27, TW, 22/0/0), Roland Sternisko (24, DM, 0/0/0), Florian Bichler (21, LA, 0/0/0)
Die Teamnews haben wohl kaum einen Einfluss, dafür der Sieg von Bielefeld am Mittwoch schon eher (4:2 in Saarbrücken). Sie sind gut drauf (die Zeilen oben vor Mittwoch verfasst).
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Wacker Burghausen – Kickers Offenbach   (Entfernung: 455 km)
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Hier sagt das Gefühl ganz klar, dass die Offebäscher was mitnehmen. Burghausen hat den einen Sieg, den gab es aber in einem schwachen Spiel gegen die ganz schwachen Saarbrücker. Offenbach hat häufig gut gespielt und keinen ausreichenden Lohn dafür bekommen, nur gegen die gleichen Saarbrücker zuletzt beim 2:0 (Burghausen gewann nur 2:1!). Es wäre viel zu früh, die Saison abzuhaken, und sogar gefährlich. Nur ist davon auszugehen, dass die Gefahr erkannt ist.
Toll ist der Tipp nicht, aber doch einer: 2/10 auf X oder 2, Offenbach verliert nicht.
Teamnews:
bei Offenbach fehlt Markus Husterer (29, IV, 19/3/2), bis Mitte Mai, ein sehr wichtiger Mann, aber er fehlte schon die ganze Rückrunde, Christopher Lamprecht (27, RV, 0/0/0),
bei Burghausen gibt es keine Ausfälle zu vermelden. Dennoch keine Änderung des Tipps.
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Hallescher FC – FC Chemnitz   (Entfernung: 170 km)
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Chemnitz hat nach etlichen guten Spielen ohne die volle Ausbeute zuletzt die ihnen von hier aus zugestandene sehr gute Einschätzung bestätigt. 6 Spiele ohne Niederlage, 3 Siege, drei Remis, das kann sich sehen lassen. Nein, sie werden aber wohl nicht nach oben schielen, dazu ist der Abstand einfach zu groß. Andererseits ist kein Grund zu erkennen, warum sie nun abschalten sollten, einmal in Fahrt gekommen. Wobei man hier erwähnen muss, dass das 2:1 gegen Heidenheim nicht verdient war, in letzter Sekunde erzielt und auch nach Spielanteilen nicht.
Halle hatte diese namhaften Verstärkungen — an erster Stelle Furuholm genannt, der aus der 1. Bundesliga zu ihnen kam — und zugleich ein paar Ergebnisse erzielt, wobei das 1:0 gegen Babelsberg bereits extrem glücklich war. Sie haben etwas zu beweisen, sind eher ein Kandidat, um gegen sie anzutreten. Das 0:2 in Münster zuletzt entsprach den Spielanteilen. Der Gegner klar besser.
Die Derbytendenz spricht weder für noch gegen Chemnitz, so das Gefühl. Nein, auch hier kein wirklich toller Tipp, aber irgendwie muss es sein, 1/10 auf die Auswärtsmannschaft zu setzen.
Teamnews:
bei Chemnitz fehlt nur Anton Makarenko (24, LM, 11/1/0),
bei Halle fehlen Patrick Mouaya (28, IV, 13/0/0), Pierre Becken (25, IV, 9/0/0), Marco Hartmann (24, DM, 24/3/0), Gelbsperre, Maik Wagefeld (31, DM, 19/5/3)
Diese News machen den Tipp deutlich besser, somit 3/10 auf Chemnitz.
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1.FC Heidenheim – SV Darmstadt 98   (Entfernung: 269 km)
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So gut sich Darmstadt auch im Derby beim 1:0 gegen Wehen gewehrt haben mag, und sogar den so dringend benötigten Sieg eingefahren, mit einer ordentlichen Leistung: dieser Gegner hier ist einfach zu stark für sie. Heidenheim hat sich durchweg seit Wochen schon hervorragend präsentiert und auch in Chemnitz das Spiel in Hälfte 1 dominiert. Nach dem unglücklichen 0:1 vor der Pause entglitt ihnen zwar die Partie, aber doch hat man genug gesehen, was auf wahre Spitzenmannschaft  hindeutet. Es ist längst noch nicht zu spät, die Lücke zu schließen und sogar Platz 2 — 7 Punkte entfernt — nicht gänzlich außer Reichweite. Nur muss dazu dringend ein Sieg her in dieser Partie. Das Feld ist bestellt, die Zuschauer werden da sein, der Gegner garantiert nicht unterschätzt — dies sehr ernst gemeint, da man dazu nach einer eigenen Niederlage nämlich nicht den geringsten Anlass hätte –, also es gibt einen Heimsieg.
7/10 auf Heidenheim.
Teamnews:
Heidenheim vermeldet: alle Mann an Bord!
Das Gleiche gilt für Darmstadt.
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VfL Osnabrück – SV Babelsberg 03   (Entfernung: 399 km)
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Hier greift irgendwie nicht ganz die gleiche Argumentation wie beim Vorgängerspiel. Babelsberg hat sich wirklich verstärkt, das war deutlich zu sehen. Sie haben noch keine Punkte, was in jedem einzelnen Spiel seine speziellen Gründe hatte. Aber sie waren nicht schwach, eher im Gegenteil (beispielsweise in Halle waren sie klar besser, verloren aber mit 0:1).
Osnabrück ist total gesund, das ist nicht das Problem. Nur wird eben vermutlich Babelsberg derzeit zu gering geschätzt — und das der Irrtum.
Es bedeutet aber in der Summe nicht etwa einen Tipp auf X/2, genau so wenig einen auf die 1. Die Folgen sind nur diese hier: es ist ein Pass.
Teamnews:
Bei Osnabrück fehlt Riemann (TW, 30, 21/0/2), Hudec (30, IV, 14/1/0), Porcello (ZM, 32, 0/0/0), und Winterneuzugang Emil Yula (33, MS)
Bei Babelsberg fehlt nur Matthias Kühne (25, RV, 20/0/0), Rotsperre.
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1.FC Saarbrücken – Karlsruher SC   (Entfernung: 142 km)
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Hier muss man nicht lange argumentieren. Die Karlsruher Fans sind garantiert bereit, diese kleine Reise mitzugehen und ihr Team zu unterstützen — ein kleiner Punkt, aber er zählt halt mit –, zugleich ist der Aufstieg noch lange nicht unter Dach und Fach, man schämt sich auch ein klein wenig über die doch nicht ganz befriedigende Leistung gegen Dortmund (beim 1:0 durch frühen Elfer), wird von daher die Konzentration aufbringen und sich hier wieder mal einen einfachen Sieg sichern. Über Saarbrücken kann man nur dies sagen: schwach, richtig schwach.
7/10 auf die 2.
Teamnews:
Beim KSC außer LV Dennis Kempe alle Mann an Bord.
Bei Saarbrücken fehlen Pascal Pellowski (24, IV, ohne Einsatz), Tim Kruse (30, DM, 22/2/2), Markus Hayer (27, MS, 13/1/1)
Somit auch hier die News alles andere als nachteilig für den Tipp.
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