Vorschau Schweiz Raiffeisen Superleague 20. Spieltag

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Grasshoppers Club Zürich – Young Boys Bern    (Entfernung : 125 km)

Hier bietet sich doch eine ganz gute Gelegenheit zu einem Tipp. Denn: die Young Boys konnten im Auftaktspiel trotz Sieges nicht überzeugen. Sie waren in Unterzahl, ja, der Platzverweis war nicht berechtigt, auch richtig. Aber: sie hatten vorher schon genug Zeit, ein gutes Spiel anzubieten. Natürlich auch mit 10 gegen 11, aber da war es nicht unbedingt zu erwarten. Nun also: sie waren in der Hinserie sehr selten richtig gut, haben Bobadilla abgegeben, den besten Mann, und starten nun auch wieder wackelig. Was ist so gut an ihnen?

GC hat das schwierige Spiel in Genf gewonnen. Ja, auch sie konnte nicht überzeugen, nur war es auf dem harten Boden gegen einen vor allem auf Abwehr bedachten Gegner einfach schwer (anders als YB, die immerhin ein Heimspiel hatten).

Selbst wenn also beide nicht so toll waren: welche Maßstäbe soll man dann anlegen? In der Tabelle ist GC um 13 Punkte vorneweg. Bedeutungslos? Sie haben zu Hause 6–2–1. Auch irrelevant? YB hat auswärts 1–3–5. Auch das spielt keine Rolle? Anatole Ngamokul ist eine Verstärkung für den GC-Angriff. Das erste Spiel war nicht so einfach für ihn, es könnte bald besser werden. Der beste Mann beim Gegner ist nicht mehr da. Auch dies kein Kriterium?

In der Summe kommt einfach heraus: 5 von 10 auf den Heimsieg. GC macht es.

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FC Sion – FC St.Gallen    (Entfernung : 356 km)

Also: bei Sion war nicht viel zu sehen, was schlecht war. Außer dem Ergebnis vielleicht, beim 0:3 in Basel. Das mag sein. Aber: Serey Die war bereits beim Gegner (Basel) im Einsatz, und hat sich dort gut präsentiert. Also: er könnte schon ein Verlust sein, heißt das. Ansonsten sind sie in der Tabelle hinter dem heutigen Gegner. Kann man daran erkennen, dass sie die bessere Mannschaft sind?

St.Gallen hat den Rückrundenauftakt komplett verpasst. Nun gut, dass ist kein Pluspunkt. Es fehlt die Spielpraxis, die der Gegner bereits hat. Aber es ist ja auch nur ein einziges Spiel. Ansonsten hat St.Gallen in der gesamten Hinrunde begeistern können. Es waren so viele wunderschöne Spiele, mit tollen Leistungen und guten Ergebnissen, dass man einfach zum Anhänger werden musste. Diese Begeisterung und Leidenschaft, die sie entfachten, machte einfach Spaß, jedem, der Spaß am Fußball hat. Abgesehen davon sind durchaus ein paar namhafte Spieler im Kader und einige dabei, sich einen Namen zu machen. Mit Oscar Scarione haben sie einen der Topscorer der Liga (mit 12 Scorer Punkten auf Rang 2). Auch wenn Regazzoni nun weg ist: mit der Verpflichtung von Savo Kovacevic (von Slboda Uzice) könnte der Verlust aufgefangen werden. Immerhin hatte er letzte Saison 12 Tore in 26 Spielen in der Superliga erzielt. Natürlich gibt es auch bei ihm den Effekt des Einspielens.

Also: der FC St.Gallen hat sich die ganze Zeit niemals etwas zuschulden kommen lassen. Der Tabellenplatz ist nicht beim Würfeln erobert worden, sie haben ihn mit guten Leistungen erzielt. Warum sollten sie nun nachlassen? Ein fehlender Erwartungsdruck ist eher förderlich für gute Leistungen, zumal es sich beim FC St.Gallen ja um einen absoluten Traditionsverein handelt und ihnen somit nicht ein langes Underdog image anhaftet. Sie sind gut, sie haben gut gespielt, alles in Ordnung. Beim Gegner hingegen eher Probleme und ein 0:3 kann ja unmöglich das Selbstvertrauen stärken. Also: St.Gallen holt etwas in der Partie, 4 von 10 auf X oder 2.

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Lausanne Sports – FC Basel    (Entfernung : 198 km)

Nein, diese Partie kann einfach nicht schmecken. Lausanne hat keineswegs enttäuscht beim 0:2 in Zürich, aber halt auch nicht ernsthaft begeistert. Sie sind ein Underdog in der Liga, sie haben sich aber gut gewehrt bisher und mit Malonga und Moussilou zwei Ausnahmekönner in ihren Reihen, die sicher längst die Aufmerksamkeit größerer Clubs auf sich gezogen haben.

Der FCB hingegen hat sich erst einmal gefangen (nach dem merkwürdigen Trainerwechsel), sie könnten, wie in der Vorsaison, die Tabelle noch locker aufrollen (teilweise bereits erfüllt, da sie schon auf 2 stehen) und sich noch locker den Titel holen. Ob sie ausgerechnet hier gestoppt werden können, erscheint zweifelhaft. Man kann keine vom Markt abweichende Einschätzung herauskitzeln. Es riecht nach einer 2, aber es ist kein Tipp, nicht zu den Marktquoten.

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FC Luzern – FC Zürich    (Entfernung : 52 km)

Bei den mit größten Sorgenkindern der ersten zwei Durchgänge (ja, einmal gab es schon Hin- und Rückspiel) wird es schwer, sich mit einem Tipp aus dem Fenster zu lehnen. Beide sind weit hinter den Erwartungen zurück, beide haben im ersten Spiel nicht toll gespielt, aber auch nicht total enttäuscht (Luzern war dicht dran am Remis oder sogar dem Sieg in Bern, der FCZ hat gewonnen, aber nicht gerade überzeugend gespielt), beide werden natürlich versuchen, dringend die Tabelle hinaufzuklettern und die schweren Herbstmonate vergessen zu machen. Aber wer sollte da eher dran sein? Keiner, das ist nicht zu erkennen. Also bleibt nur das Pass.

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FC Thun – Servette Genf    (Entfernung : 192 km)

Natürlich hat Thun im ersten kompletten Durchgang nicht nur enttäuscht, im Gegenteil, durchaus ein paar richtig gute Leistungen hingelegt. Da diese aber oftmals nicht mit Punkten belohnt wurden, musste am Ende gar der Trainer gehen — dümmer geht es eigentlich nicht. Das spricht also überhaupt nicht für sie. Zugleich wurde nun mit Ngamokul das Tafelsilber verkauft, so dass man absolut nicht mehr an diese Mannschaft (im Verein mit der Führung) glauben kann. Wenn sich also Servette noch jemanden krallt, dann ist es dieses Thun.

Servette war nicht überragend gegen den GC, aber auch keineswegs schwach. Die Niederlage war beinahe etwas unglücklich, allerdings war das Spiel vor allem auf die Defensive ausgerichtet. Dass sie also vorne etwas anrichten können, müssen sie in anderen Spielen beweisen — nur war es ja gerade am Ende der Herbstserie ein paar Mal gelungen. Sie sind „nur“ 7 Punkte hinten dran, ein Sieg würde sie fast in Reichweite bringen, so dass man hier einiges daran setzen dürfte, dieses Vorhaben umzusetzen. Das Potenzial dürfte jedenfalls kaum geringer sein als jenes des Gegners, eher umgekehrt.

Der Tipp lautet also: Servette nimmt etwas mit, vielleicht sogar einen Sieg. Aber doch „nur“ 5 von 10 auf X/2, als vorsichtige Variante.

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