Rückblick 3. Bundesliga, 25. Spieltag

Kurze Zusammenfassung:
Tipps und auch Neigungen gingen allesamt ziemlich gut auf, also erneut ein gutes Wochenende. Abzurechnende Wetten sind nur Bielefeld, mit +2, und Heidenheim mit +3, also insgesamt +5 Einheiten. Bei den Neigungen ging es so: Chemnitz richtig, sie holen etwas, KSC gewinnt leicht (4:0 klingt doch so?), Halle gewinnt, auch richtig, und auch bei Osnabrück wagte man die Neigung. Tja, nun hätte man nur noch alles mit 10/10 angeregt haben müssen… 
 
Wie war es im Detail?

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SV Wehen/Wiesbaden – FC Chemnitz     0:0

Zuschauer : 2.153   (Schnitt bisher: 3.171; Vorsaison: 3.514)
Etwas eher traut man also erneut Chemnitz eine gute Leistung und ein gutes Ergebnis zu (Remis aufwärts), aber gegen Wehen möchte man sich doch nicht stellen. Also bleibt nur das Pass.

 
Es war ein Spiel auf sehr gutem Niveau. Die Chancenverteilung war in etwa ausgeglichen, aber doch gab es insgesamt leichte Vorteile für Chemnitz. Es war jedenfalls alles andere als ein typisches 0:0, geschweige denn hätte Wehen, außer der Zufälligkeit des Auftretens, nichts für ihren Nimbus als Remiskönige getan — trotz des Ergebnisses. Sie spielen nach vorne, wann immer es geht, sie bekommen Torchancen, können aber natürlich nicht alle gegnerischen verhindern.
Also: der Anhängerschaft für beide diese Teams konnte dieses Spiel nicht schaden. Beide sind gut und werden auch in Zukunft ordentlich punkten.

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Alemannia Aachen – Karlsruher SC    0:4 (0:1)

Zuschauer : 10.598    (Schnitt bisher: 12.922; Vorsaison: 2.Liga)

Der KSC dürfte diese Partie leicht gewinnen. Dennoch (so halten es  ja auch die meisten Buchmacher) wird es keine Wette in dem Sinne geben.

Aachen mit ganz gutem Beginn vor ziemlich gut gefülltem Haus. Hier oder da sogar eine Chance, aber der KSC nahm nach und nach Fahrt auf und dominierte bald die Partie. Calhanoglu, mit an diesem Tage 19 Jahren, führte sein Team mal wieder zum Sieg, mit unter Anderem einem eigenen Treffer. Nein, dieses Team eindeutig zu stark für diese Liga. Kurioserweise gab es mal wieder einen Elfer (den Calhanoglu verwandelte), aber die Entstehung so: ein direkter Torschuss, bei vollgepacktem Strafraum, nach einem Freistoß ebenfalls vom Spezialisten dafür, ein Abwehrspieler reißt die Arme hoch, bekommt den Ball mehr als deutlich dagegen, jedoch nimmt der Ball dennoch die Richtung Tor ein. Der Torhüter ist völlig machtlos, obwohl der Ball sehr langsam Richtung Torlinie rollt. Der Ball also drin, der Pfiff ertönt. In dem Falle also die einzige Chance, das sichere Tor noch zu verhindern, die nutzt der Schiri ( in dem Fall der weiblich; Bibiana Steinhaus). Also: es bleibt dabei, dass alle Entscheidungen gegen die Tore ausfallen. Selbst wenn es ElfmeterPFIFFE sind.
Der KSC in gigantischer Form. Aachen nicht einmal wirklich schwach, nur hier klar überfordert (aber der Rest- und Rumpfkader dürfte es auch so schwer haben, sportlich den Klassenerhalt zu schaffen).
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VfB Stuttgart II – SpVgg Unterhaching   ausgefallen

Zuschauer : (Schnitt bisher: ; Vorsaison: )

Das Gefühl sagt aber, dass eher der Nachwuchs etwas holt.

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Arminia Bielefeld – Rot Weiß Erfurt   2:0 (1:0)

Zuschauer : 7.211   (Schnitt bisher: 7.797; Vorsaison: 8.930)

Nun, ein doch jedenfalls sehr vorsichtiger Tipp auf die 1, mit 2/10.

 
Der Tipp ging auf, und es bietet sich kaum an, dieses als unverdient oder glücklich zu bezeichnen. Dennoch konnte Erfurt ganz gut nachweisen, dass sie keineswegs in die Tabellenregionen gehören, in denen sie sich aufhalten. Sie hatten genug Spielanteile und hier und da auch eine Torchance, wirkten überhaupt recht stark, so dass man in Zukunft wohl eher davon absehen sollte, sich mit ihnen anzulegen.
Es war aber hier vielleicht auch ein Sieg der Taktik, denn: Bielefeld Coach Krämer hatte einen Sonderbewacher abgestellt für den Spielmacher Pfingsten-Reddig. Ein gelungener Schachzug, könnte man dazu sagen.
Die Einschätzungen so weit ok, aber Erfurt wird sicher nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen, trotz der nur 4 Punkte Vorsprung auf Dortmund II. An der Spitze geht es zwischen den fünf Teams: Karlsruhe (klar die 1), Osnabrück, Heidenheim, Münster und Bielefeld. Wer von den letzten Dreien den direkten Aufstiegsplatz belegt, wer den Relegationsplatz und wer ein gesichertes weiteres Drittligajahr vor sich hat, ist nach derzeitigem Stand völlig offen.

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Wacker Burghausen – 1.FC Saarbrücken   2:1 (1:0)

Zuschauer : 2.000   (Schnitt bisher: 2.459; Vorsaison: 2.822)
Ein Pass.

Schwaches Spiel von beiden Mannschaften, aber der beste Mann bei Saarbrücken, Marcel Ziemer, hatte unter der Woche mehrmals das Training geschwänzt und war folglich nicht in der Aufstellung (und auch nicht auf der Bank). Das ist auf jeden Fall kein gutes Zeichen, so oder so nicht, selbst wenn Tranier Lugingers Disziplinarmaßnahme das einzig richtige Mittel ist. Punkte braucht er aber auch, und dafür wohl seinen besten Mann.
Burghausen aber auch mit allen möglichen Sorgen, vor allem jener, einfach nicht mehr gut zu spielen. Zuschauer gab es zuvor schon wenige, kein Wunder, dass die Zahl weiter abfällt. Ja, es gab einen Sieg, und gerne ging er auch in Ordnung, aber guter Fußball war es nicht, so dass man geneigt wäre, sich in Zukunft ruhig gegen beide zu stellen. Natürlich muss man annehmen, dass in Saarbrücken — mit der eindeutig höheren Tradition — täglich irgendetwas passiert (wozu nach gängiger Ansicht ein Trainerwechsel zählt), aber auch dann wird nicht einfach das Steuer herumzureißen sein.
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Hallescher FC – SV Babelsberg 03   1:0 (1:0)

Zuschauer : 6.256   (Schnitt bisher: 7.499; Vorsaison: Aufsteiger)
Leider steht auch die Derbytendenz einem Tipp ziemlich deutlich im Wege, so dass es einfach nicht für eine Wette reicht, aber der klaren Neigung sei hier doch Ausdruck verliehen, dass Halle einen Dreier einfährt.

Selbst wenn hier die Neigung in Erfüllung ging: es war nicht verdient. Es war insgesamt ein schreckliches Spiel, aber vor allem von Seiten der Heimmannschaft. Babelsberg sah gar nicht mal so übel aus. Ein Chancenplus gab es für Babelsberg, obwohl diese eine lange Zeit mit 10 gegen 11 spielen mussten, nach einer fällig berechtigten Roten Karte kurz nach der Halbzeit.
Aber die Gäste waren davor schon die bessere Mannschaft, von Anfang an eigentlich. Es gab nur das eine Tor für Halle, welches nicht gerade zwangsläufig fiel, vor allem, da es ja einer der ganz wenige Angriffe war. Die Hallenser waren sich auch in den Interviews nach dem Spiel alle einig, dass es kein bisschen gut war, was sie da gespielt haben.
Also: Babelsberg sah, mit den Wintereinkäufen, jedenfalls so weit ok aus, dass sie nicht unbedingt absteigen werden (was man im Verlaufe der Hinrunde viel eher propagiert hat). Halle trotz der Verstärkungen aus Finnland nicht verbessert. Sicher brachten sie als „Ausrede“ hervor, dass es zuvor 9 Heimspiele ohne Sieg gab, aber dennoch kann man sich zunächst nicht auf dieses Team verlassen (gegen sie oder Pass). Umgekehrt bei Babelsberg: man würde ihnen vielleicht mal das Vertrauen schenken.
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1.FC Heidenheim – Preußen Münster   3:1 (2:0)

Zuschauer : 8.000   (Schnitt bisher: 7.992; Vorsaison: 6.732)

So reicht es zu einer knappen Heimsiegprognose. 3 von 10 auf die 1.

Die Geschichte des Spiels ist eigentlich schnell erzählt: Heidenheim mit sehr gutem Beginn, erzeugte auch ein paar Torchancen und verwertete zwei davon. Verdiente Führung, eine ziemlich einseitige Partie in Hälfte 1, Münster kam nicht richtig auf Touren, von einem starken Gegner unter Druck gesetzt.
Nach der Pause aber ein anderes Bild, nur darf man hier Trainer Klopp zitieren (obwohl man es selbst schon früher beobachtet hatte): 2:0 ist ein gefährliches Ergebnis. Das Problem konnte man hier gut erkennen: nach vorne MÜSSTE Heidenheim ja eigentlich nicht mehr, bei diesem komfortablen Vorsprung, zugleich fühlt man sich vielleicht ein wenig zu sicher und dieser Bazillus greift um sich, weiterhin ist es so, dass der Zurückliegende, einem angeschlagenen Boxer gleich, nun eigentlich so gut wie alles probieren kann ohne größere Probleme, da man die Partie eben so gut wie verloren hat. So kam Münster also deutlich auf, was aber vornehmlich an einem Nachlassen des Heimteams lag (natürlich ist in der Mannschaft auch Qualität, keine Frage), und der Anschlusstreffer war klar verdient, als er denn fiel. Danach ist es für den Führenden noch schwerer, denn der Anschlusstreffer gibt klarerweise Auftrieb. So wackelte Heidenheim ziemlich bedenklich und man könnte schon sagen, dass in der Phase das 2:2 verdient gewesen wäre, nur gelang es nicht, stattdessen mit dem letzten Konter der Partie die Entscheidung zum 3:1.
Beide Teams haben ihre Ambitionen deutlich unterstrichen und ganz klar ein gutes Bewerbungsschreiben für die Plätze ganz vorne eingereicht. Man möchte den (aufgegangen) Tipp aber auch keinesfalls schlecht reden, denn, wie beschrieben, mögen Teile der Schwierigkeiten dem verführerisch günstigen Ergebnis zuzuschreiben gewesen sein. Alles ok also und auch über die Einschätzungen der Mannschaften keine Sorgen. Heidenheim kann es auf jeden Fall auch noch schaffen.
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Hansa Rostock – SV Darmstadt 98   ausgefallen

Zuschauer : (Schnitt bisher: ; Vorsaison: )

Rostock macht es. 3 von 10 auf die 1.

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Borussia Dortmund II – Kickers Offenbach   ausgefallen

Zuschauer : (Schnitt bisher: ; Vorsaison: )

Ein Pass und nichts als das.

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VfL Osnabrück – Stuttgarter Kickers   3:1 (2:1)

Zuschauer : 10.000    (Schnitt bisher: 10.900; Vorsaison: 8.719)
Dennoch ist man irgendwie recht deutlich geneigt, der Heimelf hier wieder etwas zuzutrauen. Es soll aber nicht zu einem ausgewachsenen Tipp reichen, es ist einfach nur eine Neigung, Richtung Heimsieg.
 
Die Neigung ging auf, und es passte auch alles zusammen, sprich: der Sieg war verdient. StuKi begann zwar engagiert, wollte nach vorne spielen, aber war hinten gleich ungeordnet, so dass Osnabrück zu zwei Chancen kam, deren zweite verwertet wurde (9.). Danach kontrollierte Osnabrück das Spiel klar, kam aber nicht mehr so gut durch. Bei einem der wenigen Angriffe der Gäste kam es zu einem Fernschuss, der zur Ecke abgewehrt wurde. Diese Ecke konnte direkt zum Ausgleich genutzt werden, der aber nicht dem Spielverlauf entsprach.
So bereitete der überragende Mann auf dem Platz, Gaetano Manno, das 2:0 mit einem tollen Solo von außen in den Strafraum mit einem klugen Rückpass das verdiente 2:1 vor. Danach eine etwas bessere Phase der Gäste, die sich leichte Vorteile erspielten, bis zum Seitenwechsel.
Nach dem Wechsel spielte der VfL eher eine Art Kontertaktik, die aber gut aufging, denn die Gäste rückten viel zu früh und viel zu weit auf. Nach dem 3:1 in der 64. Minute gab es nicht mehr all zu viel Gegenwehr und auch die Chancen hielten sich danach die Waage, bei etwa 3:3.
In der Summe bleibt es bei einem verdienten Sieg, da StuKi zwar nach vorne ganz ordentlich aussah, aber hinten mehrfach erkennbar entblößt, was man sich in dieser Liga bei einer Spitzenmannschaft eigentlich nicht erlauben darf.

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