Vorschau 3. Bundesliga, Nachholspiele

Stuttgart II – Kickers Offenbach  (Entfernung: km)
Spiel fällt aus!

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1.FC Saarbrücken – Arminia Bielefeld  (Entfernung: km)
Spiel fällt aus!

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1.FC Heidenheim – Rot Weiß Erfurt  (Entfernung: 336 km)

Die Vorzeichen hier ganz klar: Heidenheim hat sich zum Auftakt einfach stark präsentiert. Das 2:1 war eher zu knapp gegen Unterhaching und auch sonst stimmt es in Team und Umfeld, wie auch die Zuschauerzahlen belegen (8.000 im Schnitt sind eine sehr ordentliche Zahl für eine Nicht-einmal-Traditionsmannschaft). Erfurt hat die letzten 6 Spiele zwar nicht verloren und dürfte den Klassenerhalt locker packen, durfte aber zum Auftakt gar nicht ran — sicher kein Vorteil — und hat auch sonst wenn überhaupt durch Probleme im gesamten Saisonverlauf bestechen können.  Qualität sicher, ja, ist vorhanden, aber diese muss auch (kontinuierlich) auf den Platz gebracht werden. Und von den sechs Spielen war auch nur der Heimsieg gegen Chemnitz überzeugend. Ein Sieg in Darmstadt (mit 1:0, beim Schlusslicht) kann einen nicht umhauen und zwei Heimremisen gegen Rostock (1:1) und Wehen (2:2) ziehen einem auch nicht gerade die Schuhe aus. Der letzte Sieg gelang mit 2:1 gegen das am meisten kriselnde Halle. Also: in der Summe nicht überragend (falls sich die Serie so anhören sollte).

Man kann also ausschließlich einen Heimsieg prognostizieren, und zwar mit etwas mutiger werden 5/10.

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SV Wehen/Wiesbaden – Stuttgarter Kickers  (Entfernung: 212 km)

Auch in dieser Partie muss man ein weiteres Mal der Anhängerschaft für Wehen nachgehen (entgegen der Ankündigung, damit zumindest vorsichtiger zu sein). Denn: StuKi war auch nicht gut beim 1:1 in Halle, hätte eher verlieren müssen und hatte nach vorne nicht viel zu bieten. Hier stellt sich auch die Qualitätsfrage, die eindeutig so beantwortet wird: sie ist bei Wehen größer, und das nicht unwesentlich. Immerhin hat Wehen ja nun (nach den unendlichen Remisen zum Saisonauftakt) drei Heimspiele in Folge gewinnen können.

So lautet der Tipp: eine 1, Heimsieg, mit 3/10.

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SV Babelsberg 03 – Hansa Rostock  (Entfernung: 226 km)

Hier fällt das Prognostizieren nicht gar so leicht. Beide Mannschaften haben schlechtere Resultate erzielt, als ihre Leistungen hergaben (Babelsberg 0:1 in Wehen, Rostock 0:2 gegen Münster), beide haben aber in den letzten Spielen kaum noch getroffen (Babelsberg mit einem erzielten Treffer in drei, Rostock mit 0, was bedeutet, dass die beiden Mannschaften in der Summe in den letzten 6 Spielen ein einziges Tor erzielt haben), standen aber dennoch hinten halbwegs sicher (8 Gegentore in der gleichen Anzahl von Spielen entspricht einem Schnitt von 1.33 Gegentoren, und das ist ziemlich genau Durchschnitt der Liga). Man fragt sich also: wie sollen hier eigentlich überhaupt Tore fallen?

Die Neigung ginge minimal zu Rostock. Sie werden sicher auch auf diese Reise einige Fans mitbringen, was ihnen etwas Heimatmosphäre verschaffen könnte,  so dass ohnehin von einer total ausgeglichenen Partie auszugehen ist, in der Rostock eben — so die Neigung — nicht verlieren wird. Es reicht nicht zu einem Tipp, der da nur lauten könnte: wenig Tore, vielleicht Remis, kein Heimsieg. Aber ohne Einsatz (den höchstens auf die wenigen Tore, ohne dies hier abzurechnen derzeit; vielleicht in Zukunft mal).

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Borussia Dortmund II – Alemannia Aachen  (Entfernung: 156 km)

Tja, die Alemannia am Start, also keine Wette und kein Tipp, nicht mal eine Neigung oder ein Vorschlag, gerade in dieser Partie nicht. Dortmund war stark, kann immer für das Besondere sorgen, kann aber auch übel einbrechen. Aachen mit dem Sieg gegen Saarbrücken und damit dem Ausweis, dass sie die Saison jedenfalls ordentlich zu Ende spielen wollen. Ein sonnenklares Pass.

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Rückblick 3. Bundesliga, 23. Spieltag

Kurze Zusammenfassung:
Da erneut die meisten Tipps gut aufgingen, ist man natürlich rundherum zufrieden, und die befürchteten „Wehen“ des Rückrundenauftakts traten gar nicht erst ein. Sicher gibt es keine Garantie für die Folgerunden, aber zumindest bleibt die Zuversicht groß, dass es auch zukünftig hinkommen kann.
+2 (Bielefeld), -2 (Burghausen), +3 (Heidenheim), +5 (KSC), +1 (Münster) und +3 (Wehen) macht in der Summe stattliche +12. Die Ansicht der Bilder (oder die gelesenen Texte der Spielberichte) stehen zwar in diesem Moment aus, aber man klopft sich einfach dennoch mal vorsichtig auf die Schulter. So macht Fußball und Wetten doch Spaß?!
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Arminia Bielefeld – Kickers Offenbach   3:1 (1:1)

Zuschauer : 7.560 (Schnitt bisher: 7.871; Vorsaison 8.930)

So sehr man grundsätzlich an die Fähigkeiten der Offenbacher glaubt: die fehlende Einstellung für diesen Wettbewerb hier sowie allgemein sehr gute Leistungen der Bielefelder lassen hier sehr vorsichtig einen Heimsieg vorhersagen. 2/10 auf Bielefeld.

Es war jedenfalls ein sehr gutes Spiel und Offenbach hat sich sehr engagiert präsentiert, so dass die fehlende Einstellung nicht als Argument Gültigkeit bekam. Bielefeld war natürlich stets um die Spielkontrolle bemüht und hatte die höheren Anteile, doch blieb Offenbach nach vorne durchgehend gefährlich. Ein Elfmeter — auch hier wurde also einer verhängt — konnte nicht verwertet werden wobei dies auf kuriose Art geschah: der Gefoulte (Klos) trat selbst an, traf den Pfosten und versenkte den Abpraller. Da aber kein Spieler den Ball berührt hatte, durfte er ihn nicht spielen — der Treffer wurde zurecht) aberkannt. Es war quasi eine Selbstvorlage.
Offenbach ging in Führung, Bielefeld glich aus, danach ein abwechslungsreiches, gutes Spiel mit Chancen hüben und drüben, in der 55. die Führung für Bielefeld, kurz darauf ein (berechtiget) Platzverweis gegen Bielefeld, die in Unterzahl natürlich die Defensive stärkten, die Führung aber irgendwie über die Zeit brachten, nein, sogar mit einem Konter das 3:1 nachlegten (75.), wonach der Weg zu weit wurde für Offenbach.
Jedenfalls ein sehr gutes Spiel, der Tipp vielleicht doch in der Summe berechtigt, aber ein gutes Zeugnis definitiv für beide.
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Alemannia Aachen – 1.FC Saarbrücken   2:0 (1:0)

Zuschauer : 8.389   (Schnitt bisher: 13.545; Vorsaison: Zweite Liga)
…dass die Alemannia eine gute Rückrund spielt und beispielsweise dieses Spiel hier gewinnt.

Ja, man lag richtig mit der Neigung, auch in dieser Partie. Nicht all zu viele Worte, aufgrund der sportliche Bedeutungslosigkeit der Partie, aber doch so viel: Zuschauer kommen noch immer recht viele nach Aachen und man kann der Mannschaft alles andere als Wettbewerbsverzerrung nachsagen: sie haben leidenschaftlich gekämpft und auch die Zuschauer waren voll dabei. Bis zum 2:0 (in der 75.) war die Partie allerdings recht ausgeglichen, da auch Saarbrücken zu vielen guten Chancen kam. Insgesamt ein gutes Spiel, was jedenfalls nicht (noch mehr) gegen Saarbrücken spricht.
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Wacker Burghausen – Borussia Dortmund II   2:2 (1:2)

Zuschauer : 2.150   (Schnitt bisher: 2.536; Vorsaison 2.822)
So ist gut vorstellbar, dass Burghausen die Partie gewinnt. Ebenfalls 2/10 auf die Heimelf.
 
Eine emotionsgeladene Partie, die einen sehr abwechslungsreichen Verlauf nahm. Chancen gab es auf beiden Seiten, die Dortmunder warfen ihr reichliches Talent in die Waagschale, lagen auch zwei Mal vorne, mussten sich aber dennoch mit dem Remis zufrieden geben. Die Konterchancen bei der Führung zum 2:1 für die Gäste waren teils so groß, dass es eigentlich zum 3:1 hätte führen sollen. So aber machte sich der Druck der Hausherren — die allerdings in der Summe nicht überzeugend spielten — am Ende bezahlt und sie kamen zum Ausgleich. Da der Gästetrainer sehr unzufrieden und der Heimtrainer zufrieden war, liegt der Schluss nahe, dass es die Gäste waren, die viel näher am Sieg waren.
Der Tipp war also überhaupt nicht gut und man wird spätestens an dieser Stelle die Anhängerschaft zu Burghausen aufgeben. Keine Zuschauer, keine tolle Mannschaft, keine Ambitionen, keine dollen Perspektiven. Was sollte einen an sie binden? Die Einschätzung der Gäste bleibt unverändert. Sie können was, das war nie bezweifelt worden, und es ist ihnen jederzeit zuzutrauen, auch gegen die Schwergewichte für eine Überraschung zu sorgen.

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Hallescher FC – Stuttgarter Kickers   1:1 (1:1)

Zuschauer : 5.211   (Schnitt bisher: 7.852; Vorsaison: Aufsteiger)
Ein Pass.

Da  man ja gepasst hatte, kann man den Spielbericht auch etwas kürzer halten: Halle mit den spektakulären finnischen Neuzugängen im Team (Furuholm und Kojola), von denen ersterer gleich nach zwei Minuten ein Traumtor erzielte, eine weitere Chance mit Lattentreffer abschloss, und auch der andere zwei klare Chancen hatte, so dass der Einstand nicht nur gelungen war, sondern dass zugleich mit Halle zu rechnen sein dürfte — man entsinne sich der Überlegung, dass die Neuzugänge erst einmal integriert werden müssten und nicht direkt für eine Aufwertung sorgen müssen — und dass sie hier deutlich eher zwei Punkte verloren haben als einen gewonnen. Sie waren dran am Sieg, StuKi hatte das Glück.
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1.FC Heidenheim – SpVgg Unterhaching   2:1 (2:0)

Zuschauer : 7.500   (Schnitt bisher: 8.078; Vorsaison: 6.732)
Hier riecht es irgendwie mächtig nach einer 1. Dennoch möchte man nur 3/10 riskieren.

Sehr guter Beginn der Heimelf, die direkt mit Neuzugang Niederlechner — vom Gegner in der Winterpause gewechselt — startete. Es gab bald ein paar Chancen — und auch die zwei Treffer. Danach schnürte Heidenheim die Gäste erst richtig ein und hätte eher das 3:0 verdient als je die Gäste das 1:2. Auch nach der Pause die Heimelf mit mehr Spielanteilen, aber man begnügte sich mit der scheinbar sicheren Führung. So kam Unterhaching bald doch noch zurück ins Spiel und als in der 76. der Anschluss fiel, wäre es fast noch einmal kritisch geworden. Haching kam aber zu keiner ernsten Chance mehr und am Ende blieb der verdiente Sieg stehen.
Schon alles in Ordnung mit dem Tipp, selbst wenn es sich vom Ergebnis her knapp anhört.
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VfL Osnabrück – Karlsruher SC   2:3 (0:2)

Zuschauer : 11.400   (Schnitt bisher: 10.960; Vorsaison 8.719)
Der Tipp lautet also: der KSC verliert die Partie nicht, X oder 2, hier einzig etwas mutiger, mit 5/10.
Der beste Tipps (er höchste Einsatz hier mit 5/10) traf ein, sogar mit einem Sieg der Gäste, man hätte also sogar noch mutiger als X/2 sein können. Jedoch entfällt eine tiefer gehende Beurteilung dieser Partie aufgrund der Spiel entscheidenden Szene in Minute 24. Was war geschehen?
der Torwart erhält einen Rückpass, legt ihn sich etwas zu weit nach außen vor, ein Angreifer nimmt ihm den Ball ab, der Torhüter versucht, ihn direkt zurück zu erobern und geht dazu ziemlich hart in den Zweikampf. Er kommt allenfalls so halb an den Ball, halb trifft er den Stürmer. Dieser geht aber nicht zu Boden (um vielleicht einen Strafstoß herauszuschlagen), sondern bleibt auf den Beinen, vermutlich, weil sich der hinter ihm nachrückende Kollege schon bemerkbar gemacht hat, dass er an den Ball herankäme. Der Torhüter geht nun Richtung Auslinie (der Ball war ja auch dorthin unterwegs) und meint auch dieses Mal, dass er vor dem Angreifer herankäme. Erneut irrte er, der Angreifer spitzelt den Ball an ihm vorbei und sicherlich wäre es eine ordentliche Torchance gewesen, da ja immerhin der Torhüter nun komplett aus dem Spiel war. Der Torhüter kommt jedenfalls nicht mehr an den Ball, geht aber zum Tackling zu Boden, der davoneilende KSC Mann nutzt aber die Chance und fädelt mit seinem Bein ein, geht so zu Boden. Der Schiri entscheidet auf Rot.
Hier ist es mal wieder ein psychologisches Problem, wie es zu dieser Entscheidung kam (so, wie man eigentlich alle Schiri-Entscheidungen auf diese Art deuten kann; nichtsdestoweniger sind natürlich Platzverweise und Elfmeter die kritischsten aller Entscheidungen, abgesehen vielleicht von Abseitsentscheidungen gegen allein durchbrechende Stürmer, wo ebenfalls Torchancen in der Größenordnung einer Elfmeterchance zustande kommen könnten): das erste Einsteigen war grenzwertig, nur fällt die Entscheidung dort ja quasi immer gleich aus: „Nein, das genügt nicht für einen Elfer, weiterspielen.“ Nun steigt der Tormann aber ein zweites Mal gleichermaßen grenzwertig ein. Man weiß als Schiri intuitiv, dass man den Spieler kurz zuvor gerade so hat davonkommen lassen. Da er aber nun ein weiteres Mal etwas zu hart zur Sache geht, muss man jetzt einfach reagieren. Wenn man jetzt nur einen Freistoß und Gelb geben würde, hätte man unbedingt die Heimmannschaft (besser: den Sünder) zu milde davonkommen lassen. Erst hätte es Elfer geben können, dann eine gute Chance auf ein verwaistes Tor, selbst bei einem Ball auf der Außenbahn, der erst einmal in den Strafraum kommen müsste. Also muss er quasi Rot geben, unabhängig davon, was die Regeln (die ja ohnehin eine beliebig große Spanne an Interpretationsfreiheit offen lassen) dazu sagen würden.
Natürlich gibt es wütende Proteste der Osnabrücker, später vom Publikum gestützt, jedoch war es ja unmöglich für den Ref, die Entscheidung nun zurückzunehmen. Allerdings ein wenig nachvollziehbar, dass die Osnabrücker später sauer waren (und hier zeigt sich erneut, dass die Schiris den Spielausgang eigentlich komplett in der Hand haben), da es nämlich kurze Zeit später auch noch Elfer für den KSC gab in einer Szene, als das Handspiel zwar offensichtlich war, aber keine direkte Torgefahr bestand, es eher ein kleines Unglück war und zudem in derartigen Szenen (also in Referenzfällen) meist KEIN Elfer verhängt wird (was ja autorenseitig als falsch angesehen wird, aber so ist es nun mal, es gibt ein „state of the art“ wie gepfiffen wird, und dazu gehört das Übersehen derartig „unbedeutender“ Handspiele dazu). Übrigens positioniert sich der Sprecher bereits bei erster Ansicht der Bilder eindeutig hinter der (nach seiner Ansicht korrekten) Entscheidung, dass es KEIN Strafstoß war und korrigiert sich auch nicht, obwohl die Zeitlupenbilder eher wieder deutlich zeigen, dass a) ein direkter Torschuss abgewehrt wird und b) der Arm NICHT am Körper ist. Argumentiert wird dann meist so: „Aus der Entfernung kann er unmöglich den Arm weg bekommen.“ Hier bleibt das Urteil dies: klarer und berechtigter Elfer, wie man sich nun überzeugt hat. Ein weiteres Indiz dafür: als der Schuss erfolgt und der Arm den Weg des Balles zum Tor verhindert reißen spontan etwa vier umstehende KSC-Spieler die Arme hoch, und zwar ziemlich überzeugt. Man könnte ihnen natürlich locker die Parteilichkeit unterstellen, aber so gute Schauspieler sind sie einfach nicht, dass sie diese Spontanität hinbekommen. Es ist ein Indiz, aber ein ziemlich deutliches, welches jedoch niemals von den Kommentatoren zur Beurteilung herangezogen wird (Spieler oder Trainer, die als Co-Kommentatoren agieren, machen gelegentlich darauf aufmerksam).
So ging der KSC mit 1:0 in Führung, kam bald darauf zum 2:0 und 3:0 und selbst wenn man den Hut ziehen muss vor Osnabrück, dass sie danach lange noch nicht den Sand in den Kopf steckten (Matthäus), so soll es doch nicht all zu viel aussagen über das Spiel oder die Fähigkeiten beiderseits (aufgrund der besonderen Spielsituation mit 11 gegen 10 und 3:0 Führung).
Der Tipp ging auf, der KSC war keineswegs schlecht, aber übertrieben viele Schlussfolgerungen möchte man nicht ziehen. Vor allem kann man auch über Osnabrück nichts Nachteiliges sagen.
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Hansa Rostock – Preußen Münster   0:2 (0:1)

Zuschauer : 9.000   (Schnitt bisher: 9.820; Vorsaison: Absteiger aus Liga 2)
Nun ja, wenn also etwas, könnte man sich nur mühsam zur 2 durchringen, aber lediglich, um es nicht nur als Neigung hier anzubieten, mit 1/10.
Münster hat die Partie gezogen, man hat sich aber nur äußerst vorsichtig aus dem Fenster gelehnt mit dem Minimaleinsatz von einer Einheit. Insofern alles gut also?! Nun ja, die Partie fand erst einmal auf schwierigem Geläuf statt, da der „Rasen“ gefroren war. Eine wichtige Entscheidung auch in dieser Partie schon recht früh in der Partie: Rostock im Angriff, kurz vor der Strafraumgrenze ein wohl getimter Pass auf einen gut postierten Mitspieler in den 16er, direkt an der Strafraumgrenze fährt ein Abwehrspieler den Arm aus und verhindert somit eine klare und gute Torchance. Der Schiri trifft eine gute Entscheidung: da er ja unmöglich Elfer geben konnte (der Arm war erkennbar vor dem Strafraum, selbst wenn die Strafraumgrenze in Sichtweite war), entschied er auf Freistoß und Rot. Gut und richtig und logisch und nachvollziehbar. Man bedenke nur, welchen Einfluss der (dümmliche) Kommentator mal wieder hat: heutzutage wird nämlich hierzulande fast immer GEGEN die Entscheidungen argumentiert, die zu Toren führen können (oder eine Spielentscheidung befördern). Also: gegen Elfer, gegen Rote Karten, für Abseitsentscheidungen, sogar in Szenen, wo einzig mal laufen gelassen wird und die Zeitlupe aufzeigt, dass ein Hemdsärmel vorne im Abseits hing, später heißt es, „das hätte er sehen müssen, ein klares Abseits“ (ein derartiges Beispiel beim Derby HSV – Werder, wo angeblich beim 2:1 für den HSV der Arm im Spiel war und es später als klare Fehlentscheidung angeprangert wird, was aus hiesiger Sicht einfach nicht richtig ist). Die Kommentatoren bewirken mit dieser blöden Art, dass die Schiris noch viel häufiger ein Haar in der Suppe finden werden. Ehe man sich hinterher anhört, wie man nur so ein klar irreguläres Tor anerkennen konnte, pfeift man lieber einmal zu viel als zu wenig ab. Folge: noch weniger Tore, noch weniger Torszenen und noch häufiger der folgerichtige Kommentar (beispielsweise bei Stuttgart gegen Bayern am Sonntag: „Was wir brauchen könnten, wäre mal eine echte Torannäherung.“, und das hört man nach etwa 30 Minuten; ja, die Torannäherungen hat man ja gekonnt ausgeschlossen mit der Beförderung der Regelauslegungen gegen Torszenen; die Zuschauer sind eh nicht mehr da, wollen bestenfalls noch Ergebnisse hören oder Skandalgeschichten aber ernsthaft ein Spiel schauen? Das tut man ohnehin nicht mehr).
Diese Rote war berechtigt, und falls es in den Regeln nicht stünde, dann müsste es aufgenommen werden. Ein absichtliches Handspiel (noch gemeiner: absichtlich VOR der Strafraumgrenze) zwecks Vereitelung einer klaren Torchance? Was sollte denn sonst darauf stehen außer Rot? Zumal ja ein noch wichtigeres Argument griffe: was möchte der neutrale Zuschauer (ja, der ist ausgestorben, das ist schon klar) eigentlich sehen? Permanentes Verhindern von Torchancen, ereiferte Diskussionen, gelbe, rote Karten, Bengalis, Aggressionen allerorten, auf und außerhalb des Platzes, Ungerechtigkeiten oder lieber doch … Fußball, wo ab und an mal das Runde den Weg ins Eckige findet?
Natürlich auch dieses Spiel danach nicht mehr so ernsthaft zu beurteilen. Aber: Münster konzentrierte sich auf die Defensive (was in Unterzahl selbstverständlich, aber nicht schön anzusehen) ist, Rostock biss sich die Zähne aus, und sogar konterte Münster erfolgreich, zum 1:0 und 2:0, wobei Letzteres erst kurz vor Schluss fiel und zusätzlich nicht wirklich gerecht war.
Übrigens: auch das 1:0 kam so zustande wie bei Osnabrück gegen KSC das 1:0. Eine Flanke in den Strafraum, der Verteidiger dreht sich in den Ball, hat die Arme aber vor dem Körper UND fährt sie, wenn auch nur minimal, aus, der Ball geht dagegen, verhindert die Flanke, die Entscheidung — nach Absprache mit dem Assistenten — lautet: Elfmeter. Ebenfalls berechtigt, diese Entscheidung, und ein Unding, dass die Abwehrspieler immer wieder meinen, mit derartigen Aktionen davon zu kommen. Nur werden ihnen ja die Argumente geliefert, und zwar von wem? Genau, von den völlig tumben Berichterstattern. Denn auch hier spricht der Mann hinter dem Mikro den Abwehrspieler selig. „Das riecht nach Konzessionsentscheidung.“ oder auch „er versucht sogar noch, den Arm weg zu bekommen.“ Ja, wo gibt es so dicke Tomaten, dass man sie sich vor die Augen hängen kann zwecks absoluter Blindheit? „Für mich kein Strafstoß.“ Das macht den Weg frei. Wobei man, zumindest für dieses Wochenende, (in Liga 1 und 3) konstatieren muss, dass die Schiedsrichter viel häufiger zugunsten des Autoren votiert hätten. Also: gibt es etwa Anweisungen, die zur Ursache haben könnten, dass es an irgendeiner Stelle verständige Menschen gibt? Kaum vorstellbar, aber die Zeichen sprechen zunächst einmal dafür. Münster also per Elfer in Führung. In Hälfte 2 mühte sich Rostock um Spielkontrolle, kam auch zu einigem Druck und auch zu ein paar Chancen, aber doch hat Münster ganz gut dagegen gehalten und sich kurz vor Schluss mit dem 2:0 den Sieg gesichert.
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VfB Stuttgart II – Rot Weiß Erfurt   ausgefallen

Zuschauer : (Schnitt bisher: ; Vorsaison)
nein, unmöglich, sich hier mit einem Tipp zu verwickeln. Eher wäre es schon die 1, aber auch dazu fehlt definitiv der Mut. Bestenfalls ist es also eine Neigung.

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SV Wehen/Wiesbaden – SV Babelsberg 03   1:0 (1:0)

Zuschauer : 2.217   (Schnitt bisher: 3.499; Vorsaison : 3.514)
auch die Tordifferenz spricht für die in der Tabelle weiter hinten liegenden Wehener (-3 gegenüber -9 Babelsberg), die Leistungen und das Leistungsvermögen ohnehin, so dass man mit 3/10 auf die 1 tippt.
Auch dieser Tipp ging auf, allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass es eher glücklich gelang. Nach dem frühen und zu dem Zeitpunkt verdienten 1:0 kam Babelsberg immer besser ins Spiel und hatte einige gute Chancen. Auch Wehen hatte zwar seine — so wurde auf beiden Seiten einige Male das Aluminium getroffen — aber doch hatte Babelsberg so viele Spielanteile, dass man den Tipp nicht einfach für gut erklären kann. Dennoch nimmt man den Erfolg natürlich dankbar hin (da es ja auch gute Tipps gibt, die nicht aufgehen), aber doch erzeugt dieses Spiel mit seine Verlauf eher dafür, die Babelsberger etwas ernster zu nehmen und mit Wehen vielleicht doch etwas vorsichtiger zu werden?!
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SV Darmstadt 98 – FC Chemnitz   ausgefallen

Zuschauer : (Schnitt bisher: ; gegenüber Vorsaison)
Also: fast undenkbar, dass Chemnitz die Partie als Außenseiter angeht. Die Lilien (die Heimelf also) werden natürlich alles daran setzen, ein derartiges Spiel für sich zu entscheiden, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu wahren, aber genau dies wird dem Chemnitzern die Räume geben, ihr Offensivpotenzial auszuspielen. Also: auch hier ein vorsichtiger Tipp auf die 2, mit 2/10.

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Vorschau 3. Bundesliga, 23. Spieltag

Generelle Anmerkung: der Rückrundenauftakt ist in aller Regel ziemlich schwer zu prognostizieren. Es ist ein bisschen wie ein Neustart, also könnte man sogar auf den Gedanken kommen, alle Teams, eben wie vor Saisonbeginn, neu einzustufen. Nur gibt es ja doch schon ein Tabellenbild und eine gewisse Vorgeschichte. Zudem war die Pause ja nicht übertrieben lang, andererseits das Transferfenster geöffnet, so dass es hier und da ein paar Veränderungen gibt, die sich aber nicht unbedingt gleich positiv auswirken müssen. Weiterhin sind die Witterungsbedingungen alles andere als ideal, so dass man, auch auf die Torerwartungen bezogen, nicht so verlässlich prognostizieren kann.

Alles in allem heißt es nur: bitte mit großer Vorsicht agieren. Hier wird es sich in im Allgemeinen bescheidenen Wetthöhenempfehlungen niederschlagen, obwohl es doch ein paar Überzeugungen gibt.

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Arminia Bielefeld – Kickers Offenbach  (Entfernung: 324 km)

Bei der Arminia sind keine besonderen Wechsel zu vermelden, allerdings fällt Mittelfeldmann Christian Müller aus, der doch eine ganz wesentliche Stütze der Mannschaft ist. Bei Offenbach allerdings fehlt mit sofortiger Wirkung André Hahn (zum FC Augsburg), der ebenfalls eine tragende Rolle spielte.

Die Testspiele waren zuletzt für beide erfolgreich. Also auch dort ein Patt, sozusagen. Aber: vor der Winterpause fiel bereits auf, dass sich die Offenbacher vornehmlich auf den Pokalwettbewerb konzentrieren. So gab es einen Sieg gegen einen Erstligisten (2:0 gegen Düsseldorf), in der 3. Liga aber 4 Niederlagen am Stück. Weiterhin fällt bei Offenbach übrigens Abwehrmann Marc Husterer längerfristig aus, und er ist definitiv ein Leistungsträger, jedoch wurde bereits Ersatz für ihn verpflichtet (Washausen von Braunschweig).

So sehr man grundsätzlich an die Fähigkeiten der Offenbacher glaubt: die fehlende Einstellung für diesen Wettbewerb hier sowie allgemein sehr gute Leistungen der Bielefelder lassen hier sehr vorsichtig einen Heimsieg vorhersagen. 2/10 auf Bielefeld.

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Alemannia Aachen – 1.FC Saarbrücken  (Entfernung: 261 km)

Die Partie der Alemannia werden prinzipiell nicht mehr getippt, da der Abstieg bereits besiegelt ist. Potenzial ist jedenfalls weiterhin im Kader und die Fanunterstützung war auch großartig. So kamen im Testspiel (auch Rettungsspiel genannt) gegen Bayern beim 2:5 deutlich über 30.000 Zuschauer ins Stadion! Also man könnte sich gut vorstellen (ohne einen Pfennig Geld dafür in die Hand zu nehmen), dass die Alemannia eine gute Rückrund spielt und beispielsweise dieses Spiel hier gewinnt.

Wichtiger Hinweis: es gibt doch möglicherweise noch größere Veränderungen im Kader der Alemannia. Albert Streit ist bereits weg( Fortuna Köln), weitere könnten folgen, da sie Gehaltseinbußen hinnehmen müssten, um bei Aachen spielen zu können. Der Spielbetrieb muss aber aufrecht erhalten bleiben, da sonst ein Absturz bis in die Kreisklasse droht, bei Aufrechterhaltung wäre es die Regionalliga.

Neueste News: Nein, nix mit Aachen. Weitere Abgänge!

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Wacker Burghausen – Borussia Dortmund II  (Entfernung: 671 km)

Grundsätzlich hat sich Wacker Burghausen sehr gut präsentiert. Youssef Mokhtari zieht im Mittelfeld die Fäden und erzeugt Torgefahr bei Standards, und auch in anderen Teilen des Kaders ist ausreichend Qualität für die Liga vorhanden, wie auch der ordentliche Tabellenplatz zum Ausdruck bringt. Mit Burghausen liegt man keineswegs überkreuz.

Bei Dortmund II hingegen gibt es riesige Leistungsschwankungen und teils einen erkennbaren Mangel an Einstellung. Nachtragen möchte man es den talentierten Jungen nicht, dass sie gelegentlich der Verletzungsgefahr aus dem Wege gehen, zugleich keine übertriebene Identifikation mit der Mannschaft (es ist doch „nur“ eine Zweite und es ist doch meist „nur“ ein Sprungbrett…) aufbauen, zugleich innerlich spüren, dass das Wohl des Vereins nicht am Abschneiden dieses Teams hängt. Also: man möchte durchaus ordentlichen, schönen Fußball spielen, sich präsentieren in gelungenen Kombinationen und im Offensivspiel, aber im Abwehrverhalten und allgemein im körperbetonten Spiel liegen — nachvollziehbar — die Defizite.

So ist gut vorstellbar, dass Burghausen die Partie gewinnt. Ebenfalls 2/10 auf die Heimelf.

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Hallescher FC – Stuttgarter Kickers  (Entfernung: 478 km)

Im Aufeinandertreffen der derzeit mit größten Sorgenkinder — mit denen man jeweils nichts verbindet, wenn überhaupt nur zumeist gegen sie gesetzt hat in letzter Zeit, also in dem Sinne ihnen das Misslingen gewünscht hat — sieht es nicht danach aus, dass man etwas zum Tippen fände. StuKi hat nun Gerd Dias auf der Bank, sicher ein verdienter Trainer, der sich aber doch an dieser Stelle erst einmal beweisen muss. Überhaupt die Frage, ob die Qualität im Kader ausreicht, um den harten Abstiegskampf überstehen zu können. Die Konkurrenz schläft schließlich auch nicht. Allerdings ist die Tordifferenz bei -4 Toren eine der besten aus der unteren Tabellenhälfte, was nicht gerade gegen sie spricht.

Der Hallesche FC hat ebenfalls reichlich Probleme. Der gute Auftakt ist längst vergessen und man versucht, mit allen Mitteln zurück in die Erfolgsspur zu finden. Weniger Punkte als Spiele ist immer ein schlechtes Zeichen (21 in 22) und eine Tordifferenz von -14 verheißt auch nicht gerade sehr viel Gutes. Ein Tipp fiele ausgesprochen schwer, also hält man sich hier lieber raus. Ein Pass.

Transfernews: Halle hat sich in der Winterpause deutlich (hoffentlich nicht: hektisch) verstärkt, aber es hört sich schon gut an, was da kommt. Bedeutet: es wird eine leichte Neigung Richtung 1. Wobei niemals klar ist, ob Neue direkt einschlagen oder überhaupt spielen, Eingewöhnung spielt ja nun, auch bei klangvollen oder hochwertigen Spielern eine Rolle. Daniel Ziebig klingt aber schon nach hoher Qualität (für diese Liga), dazu Ziegenbei. Andererseits gibt es natürlich immer sowohl die Neidproblematik (möglicherweise auch auf Gehälter bezogen) als auch die des Stammplatzdiebstahls, was nicht nur positive Auswirkungen haben muss.
Maik Wagefeld bei Halle fällt aus, so dass es nicht einmal zu einer Neigung reicht.

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1.FC Heidenheim – SpVgg Unterhaching  (Entfernung: 176 km)

Hier eine kleine Chance für einen Tipp: Unterhaching dürfte das Tempo an der Tabellenspitze nicht mithalten können. Sie haben zwar immer wieder, wenn man geneigt war, ihren Absturz vorherzusagen, dagegen gehalten und teils doch gute Ergebnisse hinbekommen, aber die reine Leichtigkeit war es nicht mehr. Der Aufstieg wird garantiert kein Thema sein, und trotz Jugend und Talent im (billigsten) Kader (was Hochachtung verdient!), dürfte man mit dem Erreichten halbwegs zufrieden sein, versucht, hier oder da mal die Großen etwas zu ärgern, wird aber nicht mit übertriebenem Ehrgeiz in die Partien gehen.

Anders bei Heidenheim: der Aufstieg wird schon seit etwa drei Jahren mehr und mehr ins Visier genommen und so schlecht es vielleicht ein paar Wochen lang für diese hochtrabenden (aber nicht völlig unrealistischen) Pläne aussah, so sehr gab es in den letzten Wochen die gegenteiligen Signale: es geht wieder aufwärts. Die Leistungen wurden immer besser, die Fans sind eh da, drei Siegen ohne Gegentor steht lediglich die (fast unvermeidbare) Niederlage in Karlsruhe gegenüber, nein, der Aufwärtstrend war unverkennbar (zumal man auch beim KSC lange Zeit gut mithielt).

Hier riecht es irgendwie mächtig nach einer 1. Dennoch möchte man nur 3/10 riskieren.

Transfernews: Heidenheim mit Niederlechner von Unterhaching jedenfalls weiter verstärkt. Aber Unterhaching holt Schweinsteiger (ja, den kleinen) und weiteren Spieler von U19 Bayern, also ist der Abgang vielleicht zu verkraften.

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VfL Osnabrück – Karlsruher SC  (Entfernung: 464 km)

Tja, also bei dieser Partie wagt man  unbedingt einen Tipp: beide Mannschaften zuverlässig ganz vorne (wo sie auch hingehören), aber Osnabrück noch vor dem KSC in der Tabelle. Der KSC hat aber eindrücklich den Nachweis erbracht, die beste Mannschaft zu sein. Speziell in einem Spitzenspiel werden sie noch mehr Gas geben, so etwa, wie es Bayern in Dortmund täte, und eine Außenseiterstellung — auch witterungsbedingt — wird es für den KSC nicht geben. Nur dürfte der Wettmarkt von einem Heimfavoriten ausgehen (besserer Tabellenplatz und Heimspiel? Da scheint es doch nur logisch!). Der Tipp lautet also: der KSC verliert die Partie nicht, X oder 2, hier einzig etwas mutiger, mit 5/10.

Bei Osnabrück fallen zwei Stammspieler aus: Torwart Riemann (Hand-OP), sowie Abwehrspieler Hudec (Pfeiffersches Drüsenfieber).

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Hansa Rostock – Preußen Münster  (Entfernung: 457 km)

Sehr schmackhaft kann diese Partie unmöglich sein. Münster wirkte gerade in den Auswärtsspielen zuletzt nicht so überragend stabil, und Rostock war man irgendwie doch bereit, etwas zuzutrauen — und gerade in der Phase verloren sie fast alle Spiele.  Also so richtig prickeln kann diese Mannschaft insgesamt nicht. Münster war man in der Hinsicht wesentlich treuer — wenn auch nicht in allen Fällen mit einer Gegenleistung belohnt.

Nun ja, wenn also etwas, könnte man sich nur mühsam zur 2 durchringen, aber lediglich, um es nicht nur als Neigung hier anzubieten, mit 1/10.

Transfernews:: Rostock zwar leicht verstärkt, aber doch nicht so namhaft, zudem war der Kader eh schon recht breit.

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VfB Stuttgart II – Rot Weiß Erfurt  (Entfernung: 341 km)

Selbst wenn das Gefühl irgendwo in die Richtung ginge, den Erfurtern hier etwas zuzutrauen, so rät einem der Verstand (deutlich) davon ab. Nicht nur, dass die Stuttgarter teils wirklich tolle Leistungen hinlegten, nein, sie sind zusätzlich eine Zweite, mit der man sich grundsätzlich nicht gerne anlegen möchte (sie können immer etwas, teils exzellenten Fußball spielen, nur weiß man nicht, wer so alles aufläuft oder wer in die Erste abgerufen wird oder umgekehrt von der Ersten hinunter beordert wird, weiterhin weiß man nie, mit welchen Ambitionen die Partien bestritten werden), aber zudem hat Erfurt einfach niemals richtig überzeugen können (mit einer einzigen Ausnahme; im Spiel gegen Chemnitz, als Morabit wieder da war).

Nein, unmöglich, sich hier mit einem Tipp zu verwickeln. Eher wäre es schon die 1, aber auch dazu fehlt definitiv der Mut. Bestenfalls ist es also eine Neigung.

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SV Wehen/Wiesbaden – SV Babelsberg 03  (Entfernung: 552 km)

Hier eine für diesen Moment fast ideale Konstellation: bei Babelsberg fiele einem eh kaum je etwas anderes ein, als sich gegen sie zu stellen, und bei Wehen/Wiesbaden sieht es genau umgekehrt aus. Wehen hat einen auch gar nicht so häufig enttäuscht, holten sie doch häufig in Auswärtsspielen die für den Wetterfolg entscheidenden einzelnen Punkte, selbst wenn dieser tabellarisch nicht gerade weiter half. Babelsberg weigert sich erfolgreich, einem die verdienten Gewinne zu bescheren, nur nehmen sie dafür reichlich Glück in Anspruch, wie man hier wagt, in dem Raum zu stellen (Beispiel: das 1:1 gegen Chemnitz, nach einem unberechtigten Freistoß in der Nachspielzeit mit einem Verzweiflungsschuss aus 40 Metern, der exakt im Angel landete).

Auch die Tordifferenz spricht für die in der Tabelle weiter hinten liegenden Wehener (-3 gegenüber -9 Babelsberg), die Leistungen und das Leistungsvermögen ohnehin, so dass man mit 3/10 auf die 1 tippt.

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SV Darmstadt 98 – FC Chemnitz  (Entfernung: 420 km)

Auch diese Partie nicht eben schlecht für eine Prognose geeignet: Chemnitz hat so häufig zuletzt das über dem Ligaschnitt liegende Potenzial angedeutet, so dass man sich ohne Weiteres bereit erklärt, sich auf dieses zu stützen. Der Ehrgeiz ist garantiert da, weiter nach oben zu rücken, selbst wenn dieser begleitet wird von der Einsicht, dass es für einen Treppchenplatz nicht ausreichen dürfte.

Darmstadt hingegen wird wohl einen langen, aber letztendlich vergeblichen Kampf gegen den Abstieg aufnehmen müssen. Die Qualität ist zu gering für die Liga. -15 Tore und nur 16 Punkte aus 21 Spielen Beleg dafür, wobei sie keineswegs in der Summe Pech zu beanstanden hätten. Man steht, wo man hingehört, so ist es nun mal.

Also: fast undenkbar, dass Chemnitz die Partie als Außenseiter angeht. Die Lilien (die Heimelf also) werden natürlich alles daran setzen, ein derartiges Spiel für sich zu entscheiden, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu wahren, aber genau dies wird dem Chemnitzern die Räume geben, ihr Offensivpotenzial auszuspielen. Also: auch hier ein vorsichtiger Tipp auf die 2, mit 2/10.

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