Rückblick 3. Bundesliga, 20. Spieltag

Kurze Zusammenfassung:
Chemnitz falsch, macht -6. Osnabrück falsch, macht -8. Wehen richtig, +8. KSC richtig, +10. Münster richtig, +10. Stuttgart II richtig, +3. Rostock falsch, -10. Macht +31 -24 = +7. Insoweit also alles ok, mit den Quoten eingerechnet könnte man ebenfalls nicht im Minus landen.
Aber: man fühlt sich ein klein wenig um einen viel besseren Lohn gebracht. Zunächst einmal waren Chemnitz UND Osnabrück mit einem Remis auswärts eh nahe dran, dann haben beide geführt, und Chemnitz sogar von der absoluten Antimannschaft Babelsberg das 1:1 erst in letzter Minute kassiert. Also: eigentlich war viel mehr drin. Schlecht fühlen ist natürlich unmöglich, nur weiß man halt aus Erfahrung, dass man die guten Wetten auch mal absahnen muss, denn schlechte Zeiten kommen meist ohnehin ab und an, meist zu früh und meist zu lang anhaltend… Es kann also nie schaden, sich einen Winterspeck anzulegen.
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SpVgg Unterhaching – SV Darmstadt 98    2:2 (0:1)

Zuschauer: 1.400   (Schnitt bisher: 2.400;   gegenüber Vorsaison)
Vom Gefühl her eher Darmstadt, mit einem X oder einer 2. Aber auch gegen Unterhaching zu spielen, hat sich nicht bewährt und eigentlich war man ja lange gegen Darmstadt. Neigung klar, X oder 2, aber kein richtiger Tipp. Das passt einfach nicht.

Das Gefühl passte, Darmstadt nahm etwas mit, so weit ok. In der 1. Minute gleich die Führung für Darmstadt, von welchem man natürlich niemals „verdient“ sagen kann. Die Hachinger noch nicht richtig da, Flankenlauf, Ball in den Strafraum, Stürmer ziemlich frei, haut ihn rein.
Danach die Gastgeber bemüht, die Spielkontrolle verwundert nicht, spielt man doch als 4. gegen das Schlusslicht.
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Alemannia Aachen – Arminia Bielefeld    2:1 (0:0)

Zuschauer: 12.737 (Schnitt bisher: 13.626;   gegenüber Vorsaison)

Die Partien mit Beteiligung der Alemannia werden generell nicht mehr getippt, also ein Pass, ohne weiter nachdenken zu müssen, was hier so passieren könnte. Finger weg, das war es.

Sensationell, was da an Zuschauern aufläuft. Unglaublich auch, was sie für eine Stimmung erzeugen. Die Fans voll da, in jeder Hinsicht. Die Partie zu analysieren lohnt nicht, da man sich trotz allem weiterhin nicht verwickeln möchte. Erstaunlich aber, dass diese Alemannia tatsächlich nicht nur auf Sieg ausging, sondern ihn auch erzwang — wo ihnen in vielen Partien vorher das Glück versagt blieb. Über Bielefeld kann man nur so viel sagen: in Aachen gegen diese Mannschaft zu verlieren (denn sie hat Qualität, das ja keine Frage) ist keine Schande. Und: auch dort drücken die finanziellen Sorgen (wie übrigens auch in Osnabrück).
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SV Babelsberg 03 – FC Chemnitz   1:1 (0:0)

Zuschauer: 2.701    (Schnitt bisher: 3.002;   gegenüber Vorsaison)
Auf der anderen Seite das Chemnitz, welches ziemlich frustriert von dem 3:4 aus Unterhaching nach Hause fahren musste, ohne auch nur ansatzweise den gerechten Lohn für die wirklich sehr guten Bemühungen eingestrichen zu haben. Chemnitz hat also überzeugt, nicht nur in dieser Partie, aber Pech gehabt, die andern spielen schwach und gewinnen. Falls es also eine Gerechtigkeit gibt, dann wird Chemnitz, auch eingedenk der Derbytendenz — aus Babelsberg kommen wenige, aus Chemnitz sicher viele — diese Partie für sich entscheiden. Eine 2, mit vielleicht 6/10.

Unfassbar, wie immer wieder das Glück einer Mannschaft hold ist, überhaupt ein kurioser Verlauf, mit dem unglaublichen Ende. Nein, das war nicht korrekt, das war nicht verdient, der Tipp war perfekt, die Einschätzung konnte nicht besser sein. CFC-Trainer Schädlich nach dem Schlusspfiff entsprechend angefressen, brachte kaum ein Wort heraus, nur war es einfach nutzlos, es lässt sich nicht mehr ändern, das Schicksal hat mal wieder unerbittlich zugeschlagen. Was war nun geschehen, wie kam es zu dem Showdown, wie war die Partie?
Die Partie gewohnt unspektakulär, wenn Babelsberg aufläuft. Sie versuchen, irgendwie den eigenen Kasten sauber zu halten und mit Glück hier oder da mal einen eigenen Angriff, aus der Lauerstellung, also niemals mit eigener Initiative, zu lancieren. Das gelang zwar so weit ordentlich, nur war der Gegner doch so viel besser, dass er sich nach und nach nicht nur ein klares Übergewicht im Spiel erarbeitete, sondern dies sich anwachsend in einem klaren Chancenplus niederschlug. Die Führung mehr oder weniger zwangsläufig — Babelsberg mit vielleicht drei zaghaften eigenen Versuchen (einer größeren Chance, durch Zufall, nach einem Eckball), Chemnitz etwa mit 7 Torversuchen. Nach 56 Minuten also, selbst wenn da ein bisschen Glück bei war — gute Schussposition, aber der Schuss wird eigentlich halb abgeblockt, soll wohl über den Keeper gehoben werden, aber es gelingt nur durch die Mithilfe des Gegenspielers –, die Führung, die man nur so benennen kann: verdient. Von wegen Aufbäumen danach: Babelsberg schafft es einfach nicht, vor allem nicht bei Rückstand, den Gegner ernsthaft unter Druck zu setzen. Die spielerische Überlegenheit zu groß, eher hätte Chemnitz längst nachlegen sollen. Stattdessen aber dieser unfassbare Schluss: weiter Abschlag des Chemnitzer Torhüters Pentke in der letzten Minute der Nachspielzeit. An der Mittellinie ringt ein Babelsberger seinen Gegenspieler zu Boden. Dass dieser liegen bleibt ist ein anderes (extrem leidiges) Thema (er möchte, angesichts des ihm offensichtlich zustehenden Freistoßes, ein paar weitere Sekunden von der Uhr nehmen; einfach ekelhaft, nur wären die Referees aus hiesiger Sicht angehalten, so etwas zu unterbinden; wie? natürlich, indem sie die geschundenen Sekunden nicht etwa nur dranhängen, nein, sie müssen DOPPELT angehängt werden, damit es eine STRAFE wird und nicht etwa eine Belohnung, wie es derzeit gängige Praxis ist), nur ändert es nichts daran, dass Chemnitz den Ball hätte. Was entscheidet der Schiri? Freistoß für Babelsberg! Trainer Schädlich hat nicht nur recht, indem er anmerkt, dass die Kameras ja da sind und man dafür dankbar sein kann, denn so lässt sich der Betrug ja offensichtlich machen (cui bono = wem nützt es?), nein, zusätzlich sieht man dem Babelsberger Übeltäter an, dass er genau weiß, dass ER und NUR ER das Vergehen begangen hat und nicht etwa der Gegenspieler (er streckt so etwas die Zunge raus, zu seinen Mitspielern, so etwa wie: „Die hab ich aber schön reingelegt“ oder so).
Nur: ein Freistoß an der Mittellinie steht nicht unbedingt für Torgefahr. War es auch nicht, den Ball hatte aber Babelsberg. Was nun geschah, sprengt beinahe jede Vorstellungskraft: der lange Ball wird locker abgewehrt, es kann eigentlich nur noch abgepfiffen werden. Es sein denn, der an den Ball gelangende Spieler feuert den Ball sofort ab, Richtung Tor. So geschehen. Es war ein Babelsberger, der aus über 40 Metern den Ball in allerletzter Verzweiflung Richtung Tor hämmert — und siehe da, wie an der Schnur gezogen fliegt das Ding exakt ins obere linke Kreuzeck. 1:1. Abpfiff.
Gegen so etwas ist man machtlos. Dinamo Belgrad hat Dienstagabend in der Champions League das 1:1 erzielt gegen Dynamo Kiew. Es war die 95. Minute. Es ging um gar nichts mehr, längst nicht mehr. Dinamo raus, Kiew Euroleague. Sicher. Nur hatte Zagreb  hatte bis dahin 0:13, mit dem 0:1 jetzt 0:14 Tore auf dem Konto. Es stand nicht nur die schlechteste Champions League Leistung jemals ins Haus, nein, sie waren auch komplett torlos, und dies eine einmalige Demütigung. Gegen diese ging man an, das hielt die Zuschauer wach, das ließ die Spieler bis zur letzten Sekunde kämpfen in dieser Schnee(ball)schlacht. Sie gingen alle nach vorne, der Ball in den Strafraum, der Angreifer rumkurvt den Keeper, kommt an dessen Fingerspitzen, fällt, der Ref hatte ein Einsehen, erkannte die rastlosen Bemühungen an, was auch immer, aber er gab den Strafstoß.  Vertretbar, natürlich. Das 1:1. Unfassbare Jubelszenen, eher, als ob sie den Cup gewonnen hätten als lediglich dieses eine Törchen zu schaffen, klar, mit dem Punkt und den 300.000 Euro und so. Aber ganz sicher wurde die Nacht durch gefeiert. Recht so.
Das Babelsberger Glück war eindeutig größer.
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Borussia Dortmund II – VfL Osnabrück   1:1 (0:0)

Zuschauer: 2.809    (Schnitt bisher: 2.153;   gegenüber Vorsaison)
Eine 2. Mit 8/10 (weil sich Dortmund hier und da doch Respekt verschafft hat „nur“ 8).
 
Die Zuschauerzahl zeigt, dass man sich nicht geirrt hat: die Fans des VfL scheuten die kurze Reise nicht und verschafften ihrem Team Heimspielatmosphäre. Diese konnte allerdings nicht genutzt werden. Es gab leichte Vorteile, ja, man ging auch, wie es einem Tabellenführer geziemt — geduldig spielen, auf die Chance lauern, wenn sie das ist, sie nutzen, selbst wenn es nicht so toll läuft –, nach 54 Minuten in Führung.
Dortmund schlug aber zurück, durch einen direkten Freistoß, welcher, á la Ronaldinho, unter der Mauer hindurch gesetzt wurde und einschlug, das 1:1 brachte. Danach weitere Bemühungen von beiden, ohne Ertrag.
Irgend etwas ist immer wieder komisch mit den Derbies. Die Fans sind da, hier sogar fast ausschließlich jene der Gäste, aber es gelingt kein Sieg. Sicher hatte Osnabrück Vorteile, aber nicht reichlich genug, um den Tipp zu rechtfertigen. Kann man halt nix machen. Höchstens etwas vorsichtiger mit Derbies werden. Osnabrück vielleicht auch leicht belastet von den finanziellen Sorgen, wobei es laut jüngsten Meldungen jetzt Hilfe von der Stadt geben soll.
Alltag eben, oder auch Ahltag, und nicht jeder Ahltag ist auch Zahltag…

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Rot Weiß Erfurt – SV Wehen/Wiesbaden   2:2 (1:1)

Zuschauer: 4.627   (Schnitt bisher:4.933;   gegenüber Vorsaison)
Also, zusammengefasst ist klar, dass man hier Wehen nehmen muss. Auch bitte nur mit 8/10, aus einem gewissen Respekt heraus, der Erfurt vielleicht doch gebührt, und der Erkenntnis, dass man vielleicht Wehen ein bisschen zu hoch eingestuft hatte vorab. Aber 8 sind ja auch schon was?! X oder 2 natürlich.

Sehr starker Beginn von Wehen, die eine der guten Chancen nutzen zum 1:0 in der 10. Erfurt aber mit der baldigen Antwort, in der 19., jedoch nur durch einen abgefälschten Schuss, und vom Spielverlauf eh glücklich. Das baut natürlich auf, Erfurt danach besser. Gefährlich werden sie aber vor allem durch Konter (!) im eigenen Stadion. 1:1 zur Pause in einem guten, stimmungsreichen Spiel, mit Vorteilen für Wehen bis dahin.
In Hälfte 2 wurde Erfurt noch besser, Wehen aber immer im Spiel, und stets gefährlich nach vorne. Erfurt kam näher, immer näher, und wurde mit einem Elfmeterpfiff belohnt. Das 2:1 nach 73 Minuten. Zu dem Zeitpunkt schon verdient, und sie setzten sogar nach. Wehen wehrte sich, spielte einen weiteren guten Angriff, und bekam ebenfalls einen (klar berechtigten) Strafstoß zugesprochen. Das 2:2 (77.). Janjic, immer wieder Janjic, Tor Nummer 9, und er fiel länger aus.
Da Wehen die Anfangsphase bestimmte, das 1:1 glücklich fiel, die ganze erste Hälfte an Wehen ging, bleibt das Remis verdient. Aber, ganz klar, die Überlegenheit der Gastgeber aus Hälfte 2 zählt etwas mehr, so dass die Heimelf etwas näher dran war. Klar ist aber auch, dass man, im Sinne des Tipps, einen Außenseiter hat, und dieser eine gewisse Überlegenheit erdulden muss, man muss sie hinnehmen, wenn sie denn da ist, ohne, dass der Tipp dadurch schlecht wird. Alles ok also, Wehen hat schon gut gefallen, ob Erfurt noch kommt, bleibt eine offene Frage. Anzeichen waren da.
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Karlsruher SC – 1.FC Heidenheim   5:2 (1:1)

Zuschauer: 11.082    (Schnitt bisher: 10.029;   gegenüber Vorsaison)
Selbst wenn da ein bisschen „Derby“ drauf steht (eines ohne jede Tradition, und auch Heidenheim Fans nicht unbedingt populär für ihre Reisefreudigkeit), und selbst wenn man fast die ganze Saison an Heidenheim glaubte — und diesen Glauben auch nach der Partie sofort wieder aufnehmen wird –, in dieser Partie kann es nur einen Sieger geben. Die Lücke nach ganz vorne ist noch nicht einmal geschlossen, aber der Tag wird kommen, es fehlen nur zwei Punkte. Dies bedeutet sogar zusätzliche Motivation, da ein einzige Wackler der Konkurrenz schon genügen wird, aufgrund des insgesamt überragenden Torverhältnisses (29-11, bereits jetzt klar das beste der Liga), um unter die ersten drei zu gelangen. KSC, KSC, KSC, und das 10 Mal. 10/10 auf Sieg, die 1.

Vielleicht gelingt es hier, es etwas kürzer zusammen zu fassen: KSC mit der viel gerühmten Offensive ziemlich unwiderstehlich, trotz Rückstandes (0:1) und zwischenzeitlichem Ausgleich zum 2:2 ließen sie nie nach und kamen immer wieder gefährlich vors Tor — und trafen es mit einer sehr ordentlichen Frequenz. Heidenheim keineswegs schwach und eigentlich nie aus dem Spiel, kam ebenfalls zu ein paar guten Chancen — so dass der Zwischenstand 2:2 auf eine Art  seine Berechtigung hatte –, der KSC aber einfach zu stark und für die nicht nachlassenden Bemühungen gut belohnt.
Toller Tipp, tolle Partie, die beiden Teams ein gutes Zeugnis ausstellt. Wer ist die Nummer 1? War hier schon einmal erwähnt, gut bestätigt: nur der KSC.
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Preußen Münster – Wacker Burghausen   2:0 (0:0)

Zuschauer: 5.667    (Schnitt bisher: 8.146;   gegenüber Vorsaison)
Münster gewinnt diese Partie. Eine 1. Damit man nicht immer 8/10 sagt, heißt es hier: 10/10. Nur Mut.

Guter Tipp, der Spielverlauf bildete exakt ab, wie man sich die Partie vorstellte. Die Zuschauerzahl allerdings könnte einem zu denken geben: ist Münster doch nicht so stark? Die Fans haben ein Feingespür. Eine so geringe Zahl, in einem Spitzenspiel, da man auf einem Aufstiegsplatz steht, geht ja gar nicht.
Ansonsten machte Münster das Spiel, kam regelmäßig zu Chancen und nutzte irgendwann eine, bald darauf die zweite. Gewinnen leicht gemacht, so irgendwie das Gefühl Über Burghausen muss man nicht zu viel sagen. Sie stehen ein wenig zu hoch, müssen reisen und erkennen vermutlich an, dass es ganz nach oben eh nicht reichen kann. Also: man verbringt eine geruhsame Saison im gesicherten Mittelfeld. Da MUSS man auswärts nicht das letzte heraus holen.
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Kickers Offenbach – Hallescher FC    0:1 (0:0)

Zuschauer: 4.810    (Schnitt bisher: 6.893;   gegenüber Vorsaison)
Die Neigung wäre also pro Offenbach, weil man bei ihnen in Hälfte 2 beim 0:1 gegen Heidenheim mindestens das Bemühen erkennen konnte. Der Preis wird aber nicht ausreichen, um einen Tipp zu rechtfertigen. 0/10 auf Offenbach, wenn man so will.

Halle ohne Wagefeld (verletzt; Muskelfaserriss im Bauch), und doch mit einem (last-minute-)Sieg. Nicht so viele Zuschauer, was die Einschätzung bestätigt, dass die Fans kaum noch Hoffnung auf den Aufstieg haben. Offenbach leicht überlegen, kleines Chancenplus, in einer wenig berauschenden Partie, in welcher Halle sich auf das punkten versteift hatte — Spielanlage: hinten dicht machen. 8 Minuten vor Schluss die Riesenchance für Offenbach — der Torwart entschärft und wird von den mitgereisten Fans hörbar gefeiert. Offenbach erhöht den Druck, wird richtig energisch, entschlossen, der Ball muss rein, das schaffen wir. Ein weiterer Riese nach 88, wieder der Keeper, Darko Horvat (39), mit einer Sensationsparade. Weiter Einbahnstraße, aber statt des fälligen 1:0 in der Schlussminute die einzige echte Chance für Halle — genutzt, 0:1. Irgendwie ein komisches Spiel, das Fußball-. Fassungslosigkeit hier, Riesenjubel dort.
Nicht verdient, nein. Defensiv gefestigt ja, aber das kann eigentlich jeder (siehe Babelsberg). Die Schlussphase von Offenbach hat so sehr beeindruckt, dass man sich kein bisschen für die Neigung schämt. Sogar so: vielleicht nächste Mal Offenbach nehmen?
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1.FC Saarbrücken – VfB Stuttgart II   0:0

Zuschauer: 3.284    (Schnitt bisher: 4.149;   gegenüber Vorsaison)
Also, genug geschwafelt: Stuttgart nimmt hier etwas mit. X oder 2. Aber bitte, da es eine Zweite ist, nur 3/10.

Absolut kein typisches 0:0-Spiel, eher ein sehr gutes Fußballspiel mit etlichen Großchancen auf beiden Seiten, so dass das Remis in Ordnung geht. Saarbrücken legte toll los, mit mindestens zwei sehr guten Chancen, aber nach und nach meldeten sich auch die Gäste zu Wort. In einer längeren Phase dann sie dem Tor näher und ganz gegen Ende wieder Saarbrücken kurz vor dem Siegtreffer, den Keeper André Weiß mit insgesamt vier herausragenden Paraden vereiteln konnte. Drüben half ein paar Mal das Aluminium und ein ebenfalls starker Keeper, so dass eine gute Partie mit einem gerechten, aber viel zu knappen — naja, 2:2 oder 3:3, im Notfall 1:1, aber nicht 0:0 — Remis endete. Guter Tipp, ja, das geht schien auf. Die 3 Einheiten ebenso gerechtfertigt, Motto: Wundertüte Zweite.
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Stuttgarter Kickers – Hansa Rostock   2:0 (0:0)

Zuschauer:  4.050  (Schnitt bisher: 3.966;   gegenüber Vorsaison)
Die Tendenz also sonnenklar: Rostock kann die Partie kaum verlieren, jedenfalls unmöglich Außenseiter sein. Sie holen etwas, mit 10/10, auf X oder 2.
 
Rostock mit starkem Beginn, hätte in der Anfangsphase leicht in Führung gehen können. Als man diese Überlegenheit nicht nutzte, kam irgendwann auch StuKi nach vorne. in der 1. Halbzeit aber nur mit einer gefährlichen Aktion. Da sie zur Pause nicht zurück lagen, schöpften sie natürlich Mut, dass hier etwas ginge. Die Fans waren am Ball (die Anzahl ja auch stattlich für die prekäre Lage, also da waren schon Hoffnungen, Erwartungen da), stützen ihr Team und dieses dankte es, kam in Hälfte 2 zu klareren Aktionen, war das bessere Team, erzielte das 1:0, wodurch noch mehr Euphorie ausbrach, auch unter den Zuschauern, und selbst wenn das 2:0 kurios fiel — alles rechnete mit einem Pfiff, die Verteidiger blieben stehen, der Pfiff erfolgte nicht, der Angreifer lief einfach weiter und schob ein, fast ohne Gegenwehr –, so war der Sieg doch verdient, wie Gästetrainer Marc Fascher ehrlich anerkannte (er sprach von „erarbeitet“).
Demnach zwar kein toller Tipp, aber zu Beginn hätte man auch leicht in Führung gehen können, und dann… Dennoch tauchen, für einen selbst, diese drei Fragen auf: a) hat Rostock noch einen Glauben an Aufstiegschancen? b) in einer solchen Saisonphase: werden da die Heimsiege doch irgendwie wahrscheinlicher? Als Gründe: sehr häufig stehen diese Mannschaften unter Druck, man ist auch, jahreszeitlich bedingt, als Gast nicht so arg freudig dabei, die Fans wissen um die Brisanz und gehen eher, auch Kälte bedingt, mit mit ihrem Team, heizen sich selbst ein, und damit der Mannschaft, und überhaupt ist man besser eingespielt, was dem Favoriten (in ausgeglichenen Ligen meist die Heimelf) irgendwie hilft. c) die Einschätzungen von Rostock waren insgesamt schwankend. Es ist also keine Mannschaft, wo ein reines „Pro“ draufsteht. Demnach die abschließende Frage: 10 von 10 waren ziemlich reichlich?

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