Rückblick Heute für Morgen 1. Liga Österreich, 19. Spieltag

Kurze Zusammenfassung:
Rein von den Einheiten keine besondere Ausbeute: 7 gewonnen auf Hartberg, 3 verloren auf Horn, weitere 5 verloren auf St.Pölten, macht -1 Einheit für den Spieltag (ohne die Quoten zu berücksichtigen). Die Neigungen aber wieder ok: beim KSV fehlten einige wichtige Spieler, so dass es eine Neigung Richtung A. Lustenau gab. Diese ging auf. Bei Grödig hatte man zwar eine Neigung, musste diese aber wieder zurücknehmen aufgrund der vielen und wichtigen Ausfälle, so geht das Ergebnis, noch vor Ansicht der Spielverläufe, gerade so in Ordnung.
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Austria Lustenau – SV Kapfenberg   2:0 (1:0)

Zuschauer: 2.800   (Schnitt bisher: 4.422;   +12.8% gegenüber Vorsaison)
Natürlich gibt es einen klaren Favoriten, nur kann man ihn sicher für den gebotenen Preis nicht spielen, und möchte es auch gar nicht. Genauso wenig aber könnte man dem Außenseiter aber etwas zutrauen, da so gut wie völlig — seit Wochen jedenfalls — die überzeugenden Auftritte fehlen: ergibt in der Summe: ein Pass.

Mit Joachim Standfest (32, heute Rechter Verteidiger, früher Angreifer, einst Nationalspieler und noch lange nicht zu alt) dürfte beim KSV ein schmerzlicher Ausfall sein, es fehlen weitere drei Spieler, auch Burgstaller, 32, IV, wichtig, sowie der Rot gesperrte Ralph Spirk (26, DM), weiterhin Elsneg (22, Halbstürmer) und Schönberger (26, IV). Erzeugt die Neigung PRO A. Lustenau.

Früh bereits wieder die typische Szene: Flankenball in den Strafraum der Lustenauer, der Ball wird mehr als offensichtlich mit dem Arm am Weiterflug gehindert, und das von einem Verteidiger, der Pfiff bleibt, wie gewohnt, aus. Was sollte sonst noch ein Handspiel sein, wenn nicht das?
In der 26. dann die Führung für die Gastgeber: Standard, Halbfeld, langer Ball Richtung Tor geschlagen, Stürmer starten hinein, einer kommt heran und nickt ein. Thiago macht es. A. Lustenau übrigens die Könige der Standards. Vorbereitet: der immer auffälliger werdende Sascha Boller, der sogar dreisterweise einen Stammplatz beansprucht. Nun, gerechtfertigt ist seine Aufstellung, aber wozu fordern? Ja, er war nicht immer aufgestellt, aber wenn, war er gut.
Eine Ausgleichschance gab es für die Gäste, aber ansonsten war es eine ziemliche Einbahnstraße mit einem klar verdienten Sieger. Überragend aber nicht (mehr), was A.Lustenau aufführt. Zählen tut es derzeit nichts, da die Pause ansteht und im Anschluss die Karten ziemlich neu gemischt werden.
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Blau Weiß Linz – TSV Hartberg   0:1 (0:0)

Zuschauer: 1.000   (Schnitt bisher: 1.505;  -36.7% gegenüber Vorsaison)
So ist der Fall hier ganz klar: Hartberg holt etwas. X oder 2. Mit 7/10.

Die Wette wurde völlig verdient gewonnen, so viel erst einmal, jegliche Spannung raubend, vorweg. Hartberg die gesamte Partie über das gefährlichere Team, selbst wenn diese lange Zeit hauptsächlich aus Kontersituationen entstand. Aber klar ist ja auch, dass in so einer Partie die Hausherren das Heft in die Hand nehmen wollen, eigentlich müssen. Insofern diese Kontertaktik nicht nur legitim, beinahe aufgezwungen, aber zugleich schlau und noch immer kommt es auf die Umsetzung an. Diese gelang Hartberg hervorragend, denn Linz kam kaum zu Abschlüssen, der Gast aber einige Male, meist gefährlich.
Dennoch gibt es das winzige „Aber“. Denn: noch immer stand es 0:0. Dann wurde zunächst Hartberg, nach dem üblichen Muster (Mann im Strafraum, hart getackled von der Seite, Ball und Angreifer abgeräumt, klar, kein Elfer, hätte aber sein müssen, so das eigene Urteil, nur erinnern die Wiederholungen bereits an Gebetsmühlen), ein Strafstoß verweigert, auf der Gegenseite aber ein noch viel klarerer den Gastgebern: Schuss aus dem Strafraum, Richtung Tor, in 2 Metern Abstand ein Verteidiger, der wild in der Gegend herumfuchtelt mit den Armen, den Ball dagegen bekommt. Wie kann man nur so naiv sein, und das als „nicht absichtlich“ auffassen? Die Arme sind irgendwo, nur nicht am Körper (in der eigenen Jugend hieß es im Strafraum steht: „Arme an den Körper!“ Eine Anweisung, an die man sich ganz klar hielt und auch wusste, wie es geht. Was auch sonst? Denn: jedem war klar: wenn der Ball gegen kommt, ist es ein Strafstoß; heute rennen nur noch Hampelmänner durch den Strafraum. Lächerlich und peinlich, aber ausschließlich von Seiten der Regeloffiziellen.), der Ball geht dagegen, noch dazu ist die Schussbahn verändert, die Richtung war auf das Tor ausgerichtet, mit guten Gelingensaussichten, also: klarster Elfmeter, ohne ein Wenn und auch kein Aber. Gegeben wird er nicht, so wie der auch nicht und jener nicht und dieser nicht und auch der kommende nicht, ad infinitum.
Also hätte in der Szene sogar, selbst wenn unverdient, BW Linz in Führung gehen können. So fiel auf der Gegenseite, aus einem weiteren Konter heraus, das doch schon zuvor überfällige 0:1. Dabei blieb es.
Aufgrund der anstehenden Winterpause sollte man mit Schlussfolgerungen eh mehr als sparsam sein. Man konnte nur erkennen, dass Hartberg über ein sehr ordentliches Potenzial verfügt (wie ja nun auch in der Tabelle widergespiegelt). Da hat man jedenfalls keinen Fehler gemacht. Noch immer offen, ob Paul Gludovatz Trainer bleibt, gute Argumente hat er jedenfalls gesammelt.
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SV Horn – SC Rheindorf Altach    0:1 (0:1)

Zuschauer: 1.040   (Schnitt bisher: 1.699; Aufsteiger, also keine Vergleichszahlen)
Also: genug Argumente PRO Horn und CONTRA Altach aufgezählt: wohl wissend, dass es eine gewagte Angelegenheit ist, und somit mit nur 3/10 supported: Horn verliert nicht. 1 oder X.
Der Tipp war gut, zusammengefasst gesagt, er ist nur nicht eingetroffen. Altach mit noch größeren Ausfallssorgen als zunächst angenommen: insgesamt betraf es 8 Spieler, zum großen Teil  vom Stammpersonal, so dass der Tipp eigentlich noch besser war als die 3 Einheiten. Da er nicht gekommen ist, muss man wiederum froh sein.
Horn begann gut und hatte bald zwei Chancen, Altach noch nichts. Aus der ersten echten machten sie aber das 1:0 (35.), waren aber auch danach ordentlich unter Druck. Die Summe aller Chancen mag in etwa bei 8:4 gelegen haben, wobei natürlich die Größe noch nicht bemessen ist (beispielsweise könnten also Altachs Chancen bei 40% Verwertungschance gelegen haben, die Horner aber jeweils nur bei 10% oder 15%). Zugleich ist es so, dass man, sobald man in Führung liegt, gerade als Auswärtsmannschaft, die Berechtigung hat, sich zurückzuziehen und den Gegner kommen zu lassen, aber doch waren es zu viele und zu gute Chancen, um den Sieg als „verdient“ durchgehen zu lassen. Da insgesamt zwei Pfosten/Lattentreffer dabei waren, bei Horner Chancen, wäre auf jeden Fall das Remis gerecht gewesen.
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SKN St.Pölten – First Vienna   2:2 (1:1)

Zuschauer: 2.550   (Schnitt bisher: 3.444; +143.4% gegenüber Vorsaison)

Die Derbytendenz ziemlich unbedeutend, da die Vienna nicht so viele folgsame Enthusiasten zu bieten hat, hier wird St.Pölten mit einigen Treffern zum Sieg kommen. Eine 1, sogar im Handicap, mit 5/10.

Segovia war wieder dabei, wie angekündigt. St.Pölten legte auch gut los, und kam nach einer gefährlichen Situation durch ein Eigentor zur Führung, aber es hätte auch andernfalls fallen können, also eine missglückte Notabwehr sozusagen.
Dann aber mit ein Grund, warum man schon einmal die Vienna haben wollte: ihre gefährlichen Standards. Sie bekamen einen zugesprochen, schon in der 12. Minute (und beim 0:1, 9.), der aber aus hiesiger Sicht nicht berechtigt war, Halbfeld, 40 Meter Torentfernung. Die Ausführung aber wieder erste Sahne, und physisch sind sie eh recht stark, so dass die Kopfballverwertung quasi „unstoppable“ war.
Unfassbar stark aber insgesamt die Vienna. Das war ein echtes Spitzenspiel, wie sie aufgetreten sind. Unglaublich kompakt, wie erwähnt, physisch sehr präsent, aber spielerisch mit der absolut besten Saisonleistung. Das war wirklich beeindruckend, so etwa wie Innsbruck letzte Woche beim 0:1 gegen Sturm, da man, sofern die Trikots und Spieler unkenntlich wären, sofort glauben würde, dass es sich hier um einen Titel- und nicht etwa einen Abstiegskandidaten handelt. Viel eher hätte also die Vienna die Partie gewinnen sollen, bei etlichen guten Kontergelegenheiten, insbesondere nach dem 1:2 — welches sie auch schon eher erzwangen als dass es ihnen zufiel.
Tolle Leistung also der Gäste zum Hinrundenabschluss, nicht die geringste Kritik an St.Pöltens Auftritt (Segovia gleich wieder erfolgreich mit dem Tor zum 2:2, aus einer ähnlichen Situation, wie die Vienna mit dem 1:1), die Bedeutung der Leistungen jedoch eher gering, da ja nun mal die längere Pause ansteht. Nun, vielleicht entsinnt man sich doch?
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SV Grödig – FC Lustenau   4:1 (2:1)

Zuschauer: 360   (Schnitt bisher: 815; +4.8% gegenüber Vorsaison)
Wenn zu etwas gezwungen, dann dennoch nur X oder 2. Diese Leistungen konstant gut und nicht immer belohnt. Keine Einheitenangabe bedeutet, keine Einheiten riskiert, sondern nur eine Neigung von sich gegeben. Kann ja nix kosten?

Zusatzinfo (und Bezug nehmend auf den Nachbericht): beim FC Lustenau fehlen vier Spieler aufgrund der fünften Gelben Karte. 0 Einheiten kann es eh maximal kosten, aber die Neigung kann man so nicht aufrecht erhalten. Einer der fehlenden übrigens: Carlos Eduardo.  Weiterhin: Ali Osman (26, MS, 3 Tore/ 4 Assists).

Da die Partie ja so oder so nichts kostete, kann man noch nüchterner an die Aufbereitung gehen: die Ausfälle waren wirklich nicht zu verkraften bei den Gästen. Adi Hütter, Trainer der Grödiger, hatte sich einsichtig gezeigt und auch in dieser Partie Stefan Lexa für die Startaufstellung berücksichtigt, was sich erneut bezahlt machte: ein Lattentreffer, ein Tor und auch sonst sorgte er stets für Torgefahr. Grödig von Beginn an überlegen, kam völlig verdient zum 1:0, FC Lustenau danach mit der ersten gefährlichen Aktion — direkt das 1:1 (so nicht verdient, versteht sich). Grödig konnte diese Rückschlag locker wegstecken, war nach wie vor überlegen und kam zum 2:1 vor der Pause.
In Hälfte 2 der Gast mit mehr Spielanteilen, ohne sich ernsthafte Chancen erarbeiten zu können. Da sich auf der anderen Seite Räume boten, fielen entsprechend die Tore für Grödig zu einem klar verdienten 4:1.
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