Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 18. Spieltag

Wolfsberger AC – Wacker Innsbruck    (Entfernung : 403 km)

Nach den gezeigten Leistungen von zuletzt könnte man hier nur sehr dringend die Gäste empfehlen. Diese letzte Niederlage war ein Witz, und es war nicht die erste dieser Bauart (0:1 gegen Sturm). Ob der Schiri nun mit Schuld war oder nicht (sicher hat er IMMER die Chance, so einzugreifen, dass es für diesen oder jenen günstig ausgeht): es war total unverdient. Überhaupt ist die Defensive, die als einziger echter Schwachpunkt ausgemacht war, längst hinlänglich stabilisiert („nur“ noch 7 Gegentore in den letzten 6 Partien, seit Roland Kirchler also, und darunter waren als Gegner die 1 und 2, Austria und Salzburg, und das letzte Tor kassierte man in der Nachspielzeit, ohne viel zugelassen zu haben, aus dem Nichts). Vorne sieht es eh meist ziemlich gut aus, selbst wenn es nicht so oft von Erfolg gekrönt war. Aber auch hierfür gibt es einen Grund: es war nämlich Pech.

Wolfsberg hat man zwar selbst ab und an gestützt, aber so richtig überzeugen konnten sie gar nicht mehr in letzter Zeit. Die Bilanzen eh nur im besten Falle „durchwachsen“ (auf 7 Spiele einen Sieg, 3 Remis, 3 verloren), und auch spielerisch sieht man nicht mehr so viel. Alltag in Wolfsberg, in der Liga angekommen, ja, unten angesiedelt, das auch. Platz 6 bei -2 Toren und -2 Spielen (gesamt 5–5–7) sind absolut ok, aber man gehört auch kein bisschen besser. Innsbruck hat beispielsweise auf diese Mannschaft 8 Punkte Rückstand, also selbst da könnte man kaum von „uneinholbar“ sprechen.

Der Fall klar: Innsbruck, also X oder 2 spielen, mit etwa 6/10.

Auf Wackers homepage ist — mit einigem Recht — von der besten Saisonleistung im Spiel gegen Sturm vor Wochenfrist die Rede. Vielleicht hat man dort zwar das ebenso tragische 0:1 gegen Wolfsberg (jenes mit dem Torschussrekord) vergessen, aber das beste oder zweitbeste spielt kaum eine Rolle: sie waren richtig gut. Es heißt dort „eher wie ein Titelkandidat als wie ein Abstiegskandidat; so hat man es persönlich auch gesehen. Die Fülle der bedenklichen Schiedsrichterentscheidungen übrigens in der Liste noch um einiges länger als beim Nachbericht angeführt: es war Haar sträubend, das Ergebnis, und Himmel schreiend ungerecht, nicht nur aufgrund von Chancenverteilung und Spielanteilen, sondern auch insbesondere eingedenk der Schiedsrichterentscheidungen.Kein Wunder, dass die Fans sich nicht zurückhalten konnten. Man spürt als solcher, dass der Schiedsrichter im Prinzip machen kann, was er will, während man selbst, sobald man sich nur regt oder schimpft, direkt als parteiisch und als schlechter Verlierer eingestuft wird, egal, wie recht man hat. Das schürt irgendwie die Aggressionen noch.

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SV Mattersburg – Admira/Wacker Wien    (Entfernung : 72 km)

Hier hat man als Vorberichter schnell Feierabend: die maximal Erfolglosen treffen aufeinander, beide mit keinem Sieg in den letzten 6, Mattersburg sogar keinem in 11, und doch haben sie gerade zuletzt ansprechend gespielt beim 1:3 bei der Austria und hätten eigentlich sogar nicht einmal verlieren sollen. Admira kann auch nicht mehr gewinnen, so sehr man sie einstens auch mochte.
Diese Partie hier total ausgeglichen, es bleibt nur ein Pass.

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Rapid Wien – SV Ried    (Entfernung : 243 km)

Ried richtig heiß gelaufen beim 3:1 gegen die Bullen, und hat damit eindrucksvoll den ihnen zugestandenen 5. Rang eingenommen. In dieser Verfassung möchte man nicht gegen sie antreten müssen, da war zu viel, was auf Qualität schließen ließ. Aber auch Rapid zuletzt wieder in der Erfolgsspur, selbst wenn die Siege weiterhin jegliche Lockerheit vermissen lassen, was aber wiederum nicht verwundert, wenn man auf die schweren Zeiten zurückblickt, in denen gar nichts lief. Mit Kapitän Hofmann wieder an Bord, dürfte der Weg doch wieder nach oben gehen (obwohl die höheren Ränge ja gut blockiert sind von Salzburg und der Austria).

Auch hier bleibt nur das Pass.

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Sturm Graz – SC Wiener Neustadt    (Entfernung : 144 km)

Sturm ist zwar — inclusive dem Dienstags Nachholspiel gegen Wolfsberg, welches in Klagenfurt vor 11.300 Zuschauern ausgetragen wurde und aus Sturms Sicht nur 1:1 endete — nun zwar seit 7 Partien ungeschlagen, hat aber, gerade in den letzten beiden Spielen alles andere als berauschen können. Das 1:0 in Innsbruck fiel in der Nachspielzeit und war völlig unverdient, und auch das 1:1 gegen Wolfsberg, durch den Austragungsort Klagenfurt sogar ein reines Derby, war nicht wirklich gut, sah eher die nominellen Gastgeber dem Sieg etwas näher, so dass man  keine besondere Neigung verspürt, die Mannschaft jetzt zu stützen. Da die Wiener Neustädter nun, nach vier Niederlagen in Serie, endlich einmal wieder einen Sieg einfuhren, beim 2:1 gegen den gleichen Gegner, den Sturm drei Tage später antraf, nämlich gegen Wolfsberg, und diesen völlig verdient, so dass in dieser Partie auch nur ein Pass bleibt. Keine Wette, keine Neigung, doch natürlich erkennend, dass Sturm als klarer Favorit in die Partie geht.

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Red Bull Salzburg – Austria Wien    (Entfernung : 295 km)

Mal wieder die typische Partie, wie sie auch in der Schweiz ansteht und vor Wochen ebendort ausgetragen wurde: der eigentlich immer klare Meisterschaftsfavorit — hier Salzburg, dort Basel — bekommt im eigenen Stadion die Gelegenheit, die Verhältnisse zurecht zu rücken. Hier würde der Punkteabstand bei Sieg Salzburg von 5 auf 3 schrumpfen, also innerhalb die direkte Schlagdistanz rücken, was jedenfalls nicht nur ein erstrebenswertes Ziel wäre, sondern zugleich automatisch, aufgrund weiterer anstehender direkter Duelle, bedeutet, dass man es selbst in der Hand hat.

Aber, wie auch in der Schweiz angemerkt, gilt auch hier: jedes derartige Duell ist höchst individuell zu betrachten. In welcher Verfassung sind die Teams derzeit? Es war ein krasser Irrtum, anzunehmen, dass Soriano ersetzbar ist. Harvard Nielsen kam rein, Harvard Nielsen ist talentiert, Harvard Nielsen ist eifrig, Harvard Nielsen war bemüht, machte einigen Wirbel. Aber: es fehlen ihm noch einige Jahre an Erfahrung, um auch nur annähernd in die Fußstapfen zu treten. Er ist auch ein anderer Spielertyp, davon mal ganz abgesehen. Also: Soriano wird schmerzlich vermisst. Da er ausfällt, ist Salzburg bereits erheblich geschwächt. Zugleich war aber die Teamleistung insgesamt beim 1:3 in Ried sehr mäßig, und dieser kleine Einbruch hatte sich beim 2:0 zuvor gegen Innsbruck bereits angekündigt. Bedeutet: man möchte sie nicht unbedingt haben.

Austria Wien eilt zwar weiter von Sieg zu Sieg, und sie haben mit Sicherheit das Potenzial und auch ligaweit die Anerkennung, auch aufgrund vergangener Erfolge, dem Meister Paroli bieten zu können. Phillip Hosiner in der Form seines Lebens, mit 17 Treffern inzwischen in der Torjägerliste weit enteilt, hat damit bereits das Interesse von größeren Clubs geweckt (Ajax soll sich seine Dienste bald sichern wollen), nur war ausgerechnet das 3:1 gegen Mattersburg eine der schwächsten Saisonleistungen. Dies schmeckt so wenig, dass man sie auch nicht unbedingt nehmen möchte.

Zugestanden sei beiden Teams, dass die Generalprobe so dünn ausfiel, weil man bereits auf das anstehende Spitzenspiel fokussiert war. Dennoch schmeckt die Partie unter den gegeben Bedienungen nicht wirklich. Für beide hat man gut argumentiert in der Vergangenheit, und mit Sicherheit den einen oder anderen guten Erfolg damit erzielt, so dass auch hier keine Entscheidung zu finden ist.

Wenn man dennoch gezwungen ist, etwas zu sagen, dann eher, dass Austria besser gerüstet scheint. Sie könnten das Spiel ungeschlagen überstehen. so der äußerst vorsichtige Tipp.

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