Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 17. Spieltag

Wacker Innsbruck – Sturm Graz  (Entfernung : 427 km)

Innsbruck konnte wirklich insgesamt doch beeindrucken in den letzten Wochen. Der neue Trainer Roland Kirchler, hat es wohl wirklich geschafft, die offensichtliche Schwachstelle zu stärken. Es war die Defensive. Es sind zwar noch immer 4-6 Tore seit seinem Amtsantritt (in 5 Spielen), aber das ist a) bereits ein absolut ligatauglicher Wert (1.2 Gegentore pro Spiel Innsbruck in 5, ligaweites Mittel: 1.5 Gegentore pro Spiel, bei einem Toreschnitt von derzeit exakt 3.0), und b) waren die letzten beiden Partien gegen die klaren Nummern 1 und 2, Austria und Salzburg. Zusätzlich sieht man es in den Spielen rein optisch: das ist nicht mehr allzu durchlässig, wie noch zu Saisonbeginn. Hut ab, Herr Kirchler. Im letzten Spiel hat man sogar dem Meister auswärts ein paar Probleme bereitet und selbst in Unterzahl beim Stande von nur 0:1 einen Lattentreffer zu verzeichnen gehabt.

Sturm Graz hat aber ebenso in den letzten Wochen die (auch an dieser Stelle) in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Das eh von Anfang an herausgestellt Sturmduo Sukuta-Paso und Okotie trifft so ziemlich am Fließband und auch sonst ist allenthalben Stabilität in der Truppe (und dem Umfeld). Der 4. Platz alles andere als Zufall, bei einer 8–3–4 Bilanz durchaus im Soll — nur könnte es sogar noch weiter nach oben gehen. Gar an Rapid vorbei? Es sind nur 2 Punkte…

Insgesamt kann das Fazit also nur lauten: Finger weg. Da kann man kein Geld verdienen.

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Austria Wien – SV Mattersburg    (Entfernung : 71 km)

Bei allen Warnungen vor den nach außen hin so klaren Angelegenheiten: hier könnte man nur die Heimmannschaft nehmen. Derzeit ist ernste Krisenzeit bei Mattersburg (so gut es dort, abseits der großen Fußballwelt überhaupt kriseln kann), und es hagelt Gegentore. Zuletzt 9 in zwei Spielen — das erinnert schon arg an Auflösungserscheinungen. 10 Partien — drei Remisen, das noch viel mehr. Klar dürfte dennoch sein, dass man mit dieser Haltung in die Partie geht (die schon oftmals geholfen hat): „Egal, Männer, verloren haben wir eh schon, nun lasst uns 90 Minuten Fußball spielen.“

Andererseits trifft man auf eine Austria in Überform. Da passt alles, von der 1 bis zur 11. Es deutete sich früh in der Saison an, dass mit dieser Austria zu rechnen ist, nämlich genau da, als man den Torschussrekord aufstellte, für einige Jahre (waren es über 30?). Und sie haben nicht nur nach Herzenslust geballert — sie haben auch getroffen. Nicht nur in dieser Partie, einfach rundherum. Es läuft, und es sieht gut aus, wie sie spielen. Auf die Austria war und ist absolut Verlass (36 Tore in 16 Spielen, nur mal so bemerkt, bei einem Team, welches früher mehr Augenmerk auf die Defensive legte; zugleich nur 11 Gegentore, also hinten gut geblieben, vorne richtig zugelegt).

Der Tipp lautet: die Austria wird den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Die Offensive trifft so zuverlässig, dass es ihr auch hier ein paar Mal gelingen dürfte. Klare 1.

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SC Wiener Neustadt – Wolfsberger AC    (Entfernung : 211 km)

Beide Mannschaften mit eigentlich ordentlichen Leistungen zuletzt, wenn auch nur sehr unzureichend belohnt. Die Wiener Neustädter verloren mit 0:3 bei der Austria in einer eigentlich ihrerseits engagiert und gut geführten Partie. Allerdings dies die vierte Niederlage in Folge, so dass die Ursprungseinschätzung, dass sie wohl die schwächsten sind, eher bestätigt ist (1-10 Tore in den Partien). Und nicht vergessen: in der Partie bei der Austria hat man am wenigsten zu verlieren und kann völlig befreit aufspielen, also eine gute Leistung ist kein rechtes Wunder.

Wolfsberg drei Mal in Folge ungeschlagen, aber doch mit nur einem Sieg dabei (allerdings dem starken 2:0 bei Rapid), je einem Remis gegen die Admira und Mattersburg. Ja, sie können kicken, das oftmals bestätigt, und hatten auch zuletzt einige sehr gute Aktionen gegen die Admira, aber die ganz großen Sprünge sind auch hier nicht zu machen. Immerhin stehen hier -1 Tore, dort -23, also die Leistungsunterschiede sind schon recht gewaltig.

Bedeutet insgesamt: man könnte nur erneut die Gäste nehmen, wenn aber nur auf den Sieg. Also eine (lieber doch vorsichtige) 2, mit vielleicht 3/10.

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SV Ried – Red Bull Salzburg    (Entfernung : 66 km)

Haben sich doch bei den Bullen die ersten Zeichen eines Abschwungs gezeigt? Also diese Partie war nicht Salzburg-like, beim 2:0 gegen Wacker Innsbruck. Der Gegner länger in Unterzahl, und doch konnte man seine Kombinationsgabe — die hauptsächliche Ursache war, die Mannschaft zu stützen — nur über kurze Phasen je sehen. Kein Feuerwerk, kein Chancenfestival, kein Torrausch, eher „workman-like performance“. Dennoch stehen natürlich serienweise Siege da, gegenüber nur einer Niederlage, jener unverdienten beim 0:2 im Hannappi gegen Rapid. Auch die Torbilanz kann sich sehen lassen, mit 26-7 aus 10 Spielen.

Ried hatte zwar das Highlight mit den 6 Treffern gegen Mattersburg, sowie einen René Gartler vorne im Angriff, sah auch beim 1:3 in Graz nicht so schlecht aus, hält aber doch bei einer Bilanz von 6–2–8 unter Schnitt derzeit (Tordifferenz: 0). Und: vor dem 6:1 gab es auch noch ein 1:6 bei der Austria, was das 6:1 wohl wieder aufwiegt. Also: sie sind ok, sie sind Ligaschnitt, aber sie sind kein bisschen mehr.

Wenn, könnte man hier also nur Salzburg nehmen. Sie haben einen so lange Zeit treu belohnt für die Unterstützung, und selbst wenn die letzte Leistung mäßig war, zudem Soriano verletzt wurde (für ihn kommt Harvard Nielsen; demnach keine so ernste Schwächung), glaubt man doch ziemlich fest an sie: eine 2.

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Admira/Wacker Wien – Rapid Wien    (Entfernung : 23 km)

Die Admira mit einem wieder einmal starken Auftritt in Wolfsberg, wo sie an die Leistungen zu Saisonbeginn anknüpften. So macht die Admira einfach Spaß. Sie ja ohnehin das Team, welches den höchsten Unterhaltungswert bietet bei insgesamt 61 Treffern in 16 Spielen. Mit Abstand der Höchstwert, gut verteilt (31-30), und ein Schnitt von 3.81 Toren pro Spiel. Die Partie in Wolfsberg endete zwar nur 1:1, aber es hätten weitaus mehr Treffer fallen sollen, bei Chancen auf beiden Seiten. Gut gespielt haben sie allemal.

Rapid mit einem 3:0 in Mattersburg, versucht sich mühsam einen Weg aus der Krise zu bahnen. Sicher trägt so ein Ergebnis dazu bei, aber die Leistung war noch lange nicht so glänzend wie das Ergebnis. Zwei Standards zum 2:0, danach Gelb-Rot gegen Mattersburg, das beinahe die ganze Geschichte. Hier kommt die Derbytendenz hinzu, die einem einfach nicht recht schmecken mag.

Bedeutet: man kann hier gar keinen nehmen. Die Fans von Rapid werden erscheinen und versuchen, Heimspielatmosphäre zu schaffen, Admira aber zuletzt so gut, dass man nicht gegen sie sein möchte.
Nun, falls doch zu einer Tendenz gezwungen: eher Rapid.

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