Vorschau 3. Bundesliga, 19. Spieltag

SpVgg Unterhaching – FC Chemnitz  (Entfernung : 394 km)

Hier mag man definitiv beide Mannschaften. Unterhaching zeit immer wieder, dass sie den Platz (4 derzeit) nicht nur verdient haben, sondern ihn auch gerne verteidigen möchte (obwohl er am Ende als „undankbar“ zu gelten hätte), und Chemnitz gefällt immer wieder mit den Leistungen, es gibt ein paar herausragende Akteure, und an sich meint man, dass sie weiter in die obere Hälfte gehören, also besser als den derzeitigen Rang 10. Die Teams trennen 7 Punkte — was eine überbrückbare Distanz wäre, am besten, heute anfangen –,und 5 Tore (29-21 gegenüber 24-21).
Im Detail: Unterhaching hat zwei Mal in Folge 0:0 gespielt. Natürlich nicht schlecht (außer, dass man für Remisen eine Strafe bekommt, Dreipunkteregel Unsinn), zumal auswärts erzielt, aber doch nicht mehr ganz der Spaßfußball vom Saisonbeginn. Zumal davor das wirklich üble 0:1 gegen Babelsberg steht, macht in der Summe drei Partien ohne eigenes Tor. Na, ein Lauf sieht sicher anders aus. Chemnitz dagegen hat zwar den (hier getippten) Sieg gegen StuKi eingefahren, damit sogar Dirk Schuster einen ungewollten Urlaub verschafft, aber doch nicht gerade überzeugt in der Partie, vor allem in Hälfte 1 fast ohne eigenen Angriff, gegen den Außenseiter unter Druck geraten. Davor stehen zwei Niederlagen, das 2:3 in Erfurt und das 1:2 zu Hause gegen den KSC: Sicher knapp immer, umkämpfte Partien, die auch anders hätten ausgehen können, aber eben doch verloren wurden. So sind es zwar zwei Mannschaften, die man beide irgendwie mag — was im direkten Aufeinandertreffen nicht gerade ein Indiz für gute Tipps ist –, die aber eigentlich doch nicht so super drauf sind. Weitere Gegenanzeige also, die in der Summe ein klares Urteil ergibt: ein Pass.

Falls die Neigung doch gefragt sein sollte: da Haching derzeit zwar ordentlich spielt, aber einfach nicht trifft, liegt es nahe, an ein X oder 2 zu glauben.

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Alemannia Aachen – VfL Osnabrück  (Entfernung : 264 km)

Partien mit der Beteiligung von Alemannia Aachen sollten gar nicht mehr getippt werden, jedenfalls nicht unter den derzeitigen Umständen. Die Insolvenz ist angemeldet, es soll einen Neuanfang in der Regionalliga gemacht werden, aber vermutlich werden die Spieler erst einmal kein Geld bekommen (das nur Spekulation, vom Autoren angestellt) und sich nach neuen Vereinen umschauen. Die Lethargie hatte sie jedenfalls in der letzten Partie schon erfasst, das war mehr als deutlich sichtbar. Die Saison soll aber zu Ende gespielt werden, so die derzeitige Lösung. Der sportliche Wert? Sehr fragwürdig. Zumindest sind die Ergebnisse zunächst irrelevant, so dass man AUF sie auf keinen Fall setzen würde.

Osnabrück im Höhenflug, nur haben sie wirklich Platz 1 verdient. Es gab die kure Schwächephase mit zwei Niederlage, aber davor und danach nur starke Leistungen, die nicht einmal in allen Fällen voll und ganz entlohnt wurden.

Fraglich zugleich, wie die Aachener Fans die Nachricht aufnehmen und reagieren. Kommen sie weiterhin? In dieser Partie muss man bereits, angesichts der Kürze der Distanz, eher schon mit einem Einfall der Gästefans rechnen.

Bedeutet in der Summe: wenn überhaupt, Osnabrück nehmen. Aachen wird in dieser Verfassung kaum zum Höhenflug ansetzen. Besser aber: Finger weg.

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SV Babelsberg 03 – Preußen Münster  (Entfernung : 452 km)

Babelsberg wurde zuletzt in Hälfte 1 in Burghausen regelrecht vorgeführt. Sie hatten nur ein einziges Plus, das war die stabile Defensive (nun gut, garniert mit einer kleinen Portion Gewitztheit, die sich so zeigte: „Lass die mal anrennen, wir sind IMMER Außenseiter in der Liga. Und wenn sie doof genug sind und alle nach vorne rennen und der liebe Gott es gut mit uns meint, dann machen wir einfach ein Tor.“). Diese ist aber auseinander gespielt worden, und mit den drei Gegentreffern fast noch gut weggekommen. Also: auch die Defensive ist nicht mehr, was sie mal war, zumindest gibt es Mittel und Wege, sie zu knacken (was davor wochenlang kaum gelungen war; nur einmal, beim 1:1 in Erfurt, in der 95., davor steht 1:0, 1:0, 0:0, aus Sicht von Babelsberg). Also: pro Babelsberg? Ausgeschlossen!

Zugleich hat Münster beim letzten 0:0, natürlich gegen einen defensiv eingestellten Gegner (Unterhaching), längst nicht an die Leistungen zuvor erinnert. Das war relativ wenig (trotz der drei Aluminium Treffer) und hat nicht überzeugt. Dennoch glaubt man unbedingt an Münster und eine 10–6–2 Bilanz bei 31-14 Toren bleibt imposant, aber dem Leistungsstand entsprechend.

So gibt es nur diese Möglichkeit: Münster nehmen oder passen.

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Arminia Bielefeld – Wacker Burghausen  (Entfernung : 668 km)

Wenn Burghausen nicht diese tolle erste Hälfte gespielt hätte gegen Babelsberg, dann wäre hier das Urteil ganz klar: ein Heimsieg. Aber haben sie nun mal, und einen zugleich total überzeugt. Kulabas auf der 10 — als gelernter Stürmer — hat gezeigt, dass er mindestens eine Liga höher spielen kann, und auch Mokhtari ist in Höchstform, Sahr-Senesie hat getroffen, nein, zu Vieles, was für Burghausen spricht, also in dem Sinne nicht gegen sie.

Bielefeld traut man unbedingt einen der ersten drei Plätze zu. Als Konkurrenten gibt es natürlich Münster und Osnabrück, die bereits dort  (und sogar vor Bielefeld) stehen, aber mit denen man sich definitiv messen kann, der KSC aber, der allmählich der Favoritenrolle gerecht wird, vielleicht noch mehr, und auch Heidenheim oder Offenbach könnten noch aufrücken. Aber: allesamt sind nicht übermächtig, und falls der KSC höher rückt — kein unwahrscheinliches Szenario — so könnte noch immer einer der beiden anderen verdrängt werden. Also: die Perspektiven sind da, schon in dieser Saison auf der traditionsträchtigen Alm bei der Frage nach den Aufsteigern ein gehöriges Wörtchen mitzureden. So wird man definitiv die Partie auf Sieg anlegen, das ist keine Frage. Zuletzt gab es in vier Spielen nur einen, mit dem mühevollen 1:0 gegen Heidenheim, also steht auch Wiedergutmachung auf dem Programm.

Ja, also wenn, dann doch Bielefeld. Die Einschränkungen weiter oben nachzulesen. Eine sehr dezente 1.

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Borussia Dortmund II – VfB Stuttgart II  (Entfernung : 418 km)

Wenn doch die immer gegeneinander spielen würden! Das Problem mit den Zweiten hier schon vielfach und ausgiebig erörtert — wobei sich durchaus ab und an neue Effekte finden lassen. Die Partie auf den ersten Blick recht ausgeglichen. Der Heimvorteil zählt bei diesen Mannschaften ohnehin viel weniger — sie spielen auch überall wie sie wollen –, sind beide in einem guten Lauf, und Stuttgart steht mit 8 Punkten und 17(!) Toren besser da, so dass es einfach heißen muss: Würfel rausnehmen, 1, X oder 2, eins davon wird kommen — nur schön brav die eigene Kohle so lange in der Tasche lassen. Ein sonnenklares Pass.

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Rot Weiß Erfurt – Hansa Rostock  (Entfernung : 490 km)

Diese Partie bietet sehr überraschend eine Chance zu einer eindeutigen Positionierung. Der Faktor „spannend machen“ ist an dieser Stelle von untergeordneter Bedeutung, so sehr einem dies allein vom Erzählstil her nahe liegen würde, aber vermutlich wird die Katze schon bei der ersten Anmerkung aus dem Sack sein.

Also: alle Partien von Kontrahenten der ehemaligen DDR-Oberliga gelten ein wenig als Derbies, das ist einfach so. Sie haben die viel längere Tradition (als irgendeine Paarung gegen einen westlicher angesiedelten Vertreter) und auch die Fans sind diese Arten von Reisen über Jahrzehnte gewohnt. Da spielen die 490 km eine viel kleinere Rolle. Zugleich hat Erfurt eine gute Serie, das stimmt, dem euphorischen 3:2 — zu dem Zeitpunkt als „der große Befreiungsschlag aufgefasst — gegen Chemnitz folgte aber ein 1:1 gegen Babelsberg (diese Zwerge, die auch ab und an als „Babelszwerge“ bezeichnet wurden), und das erst in der Nachspielzeit, und ein 1:0 bei den hier zum klaren Underdog (in der Liga) abgestempelten Darmstädtern, was ja nun nicht gerade für Glanz und Gloria sorgen kann. Also: Erfolgsserie ja, da ungeschlagen und von den Abstiegsrängen weg, aber ausnehmend klein und bescheiden. Potenzial ist vorhanden, nur was zählt das heutzutage schon? Nur Morabit stach mal wieder mit dem Pass heraus, der das 1:0 in Darmstadt bedeutete. Nun gut.

Auf der anderen Seite steht ein Hansa Rostock, was den Autoren eine ziemlich lange Zeit lang erheblich zweifeln ließ. Die Zuschauer waren da, von Anfang an — aber die scheinen dort immer zu kommen?! — , aber die Leistungen und auch die Ergebnisse gaben nichts her. Bis Trainer Wolf gefeuert wurde. Fortan wurde ihnen zumindest (unter Marc Fascher) Fußball mit System zugesprochen. Zugleich wurden Ergebnisse erzielt. Die Skepsis blieb, zumal bei einigen Ergebnissen durchaus Fortuna ihre Hände im Spiel hatte. Aber doch: das System blieb erkennbar, Marc Fascher wurde eh, bereits bei der Installation, eine hochwertige Befähigung zugesprochen, insofern also etwas Geduld mit ihnen, bis sie alles verstanden haben?

Die Gelegenheit ist deshalb günstig — und falls die Katze noch im Sack war, dann: hüpf, Kätzchen — weil Rostock zwei Mal in Folge verloren hat, gegenüber Erfurts „Erfolgsserie“. Da Erfurt ohnehin sehr respektiert wurde, dürfte der Markt sehr Richtung Erfurt reagieren, da kann man sich fast drauf verlassen. Rostock HAT aber beim 0:3 gegen den KSC, ganz anders, als es das Ergebnis suggeriert, wirklich überzeugen können. Dies die wichtige Botschaft und oftmals entscheidend für eine gute Wette: wer verliert und hat dennoch gut gespielt? Am besten: klar verlieren (so sehr einem bewusst ist, dass schlechte Ergebnisse, heute viel mehr als früher, sofort zu nagen beginnen, zum Beispiel am Selbstvertrauen). Nun, dies hat Rostock getan, brav, nach Vorschrift (zumal man ja auf den KSC gesetzt hatte). Und doch haben sie eine starke Partie abgeliefert. Nicht nur, dass sie den Ausfall von Smetana verkraftet haben, sie haben eine engagierte erste Hälfte gespielt, also auf Sieg (was schon etwas bedeutet) und zur Pause sogar offensiv gewechselt. Marc Fascher wird zugetraut, etwas davon zu verstehen. Er hat gespürt, dass hier ein Sieg drin ist — und er war es. Nur kassierte man das 0:1 statt in Führung zu gehen (was ein klein wenig eher möglich war), und mussten eine unberechtigte Rote Karte hinnehmen, spielten aber weiter nach vorne, und das beileibe nicht schlecht.
Übrigens haben sie davor IN Offenbach bei den starken Kickers mit nur 1:2 verloren.

Das Derby dazu, der Befund ist klar: Rostock holt hier etwas. X oder 2. Mit einiger Überzeugungskraft (das macht 8/10).

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Karlsruher SC – SV Wehen/Wiesbaden  (Entfernung : 151 km)

Wie sollte diese Partie schmecken? Beide hatte man zuletzt gestützt, eigentlich sogar die ganze Saison über. Wehen hat nun vier Spiele nicht mehr verloren, bei, für ihre Verhältnisse wenigen zwei Remisen, und sie schicken  sich an, doch noch was aus der Saison zu machen (man beachte: nur drei Niederlagen in 18 Spielen! Nur einen mehr als der in dieser Kategorie Spitzenreiter Münster, der als einziges Team nur 2 hat und auf Rang 2 steht!). Für sie ist die unsägliche Dreipunkteregel sozusagen die Höchststrafe, wobei man in der Tabelle keinen einzigen Rang aufrücken würde, falls es sie nicht gäbe (sondern die sinnvolle und gerechte Zweipunkteregel von früher). Nur wäre man halt punktgleich mit den vor ihnen liegenden Teams Stuttgart und Chemnitz, anstatt vier (!) Punkte zurück.

Der KSC hat den Tipp gerechtfertigt und 3:0 gewonnen. Auch davor stehen vier Siege, die man zumeist als Tipp sozusagen vorhergesehen hat. Aber, siehe oben, das 3:0 in Rostock war zumindest in einer umkämpften Partie und zumindest deutlich zu hoch ausgefallen, was aber natürlich nicht gegen sie spricht. Der Anschluss an die Spitze ist hergestellt, mit 31 Punkten gegenüber Bielefelds 33 auf Rang 3, also alle Anzeichen sprechen dafür, dass sie einen Großangriff starten auf den direkten Wiederaufstieg. Mittlerweile kennt man (übrigens außer Gegner Wehen) alle Mannschaften (ja, der 19.; es ist Saisonmitte) und die Liga, hat sich an alles gewähnt und drauf eingestellt — der umgekehrte Effekt der Aufsteigerproblematik: die Absteigerproblematik: schwach anfangen und dann — nein, nicht ganz stark nachlassen — am Ende groß rauskommen (falls bis dahin nicht schon zwei Trainer verschlissen sind und die Zuschauer längst den Rücken zum Spielfeld kehren). Nur ist Wehen eben der unpassende Gegner, zumindest, um es mit einem Tipp zu wagen.

Kein Tipp also, ein Pass, nach den gewohnten Marktgesetzen, dass es zwar einen Favoriten gibt, aber der Lohn für einen Sieg desselben zu gering. Aber auch der Außenseiter zahlt nich gut genug. Pass bleibt Pass, wie man es auch dreht. (was lese ich? ssaP? Und das nur durch Drehen…).

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Kickers Offenbach – 1.FC Heidenheim  (Entfernung : 261 km)

Nein, auch diese Partie kann unmöglich schmecken. Heidenheim mit dem großartigen Sieg (3:0 gegen Saarbrücken, aber das war wirklich ein lang erwarteter Befreiungsschlag), aber auch an Offenbach glaubt man hier beständig. Selbst wenn sie das Derby in Wehen gerade verloren haben (mit 1:2). Auch da war aber in Hälfte 2 der Ausgleich drin, nun ja. Der Weg ist zwar relativ weit, aber noch ist es für beide nicht zu spät, den Turbo einzulegen und auf die Aufstiegsränge zu schielen.

Lange Rede, kurzer Sinn: es kann nicht zu einer Wette reichen. Die Neigung geht minimal in Richtung Heidenheim, dass sie die Partie nicht verlieren, aufgrund des tollen letzten Spiels.

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1. FC Saarbrücken – Hallescher FC  (Entfernung : 572 km)

Hier hingegen kann man sich nun wieder positionieren. Sicher war der letzte Auftritt von Halle absolut nieder schmetternd, beim 0:1 gegen den Nachwuchs des BVB. Nur hat Trainer Köhler in der Analyse die Ursachen auf den Punkt gebracht. Das war für den Zuschauer zu sehen und zu spüren, dass hier nicht jeder das Letzte herausgekitzelt hat in der irrigen Ansicht, dass man gegen ein Schlusslicht mit weniger als 100% hinkommt. So geht es nicht, gerade, bei einem Team, welches, als Aufsteiger noch mehr, von der Tradition her schon für Kampfkraft und Einsatzwillen steht. Symbolisch dafür Kapitän Maik Wagefeld. Die fußballerischen Anlagen spielen bei einem derartigen Vertreter kaum eine Rolle. Er reißt das Team mit. Nur muss er auch mit den berühmten 120% rangehen.

Saarbrücken dagegen trennen Welten von irgendwelchen Ansprüchen, Traditionen oder auch Tabellenregionen, die sie vielleicht in der Phantasie sich ausmalen. Das ist eine unterdurchschnittliche Mannschaft, ohne, dass man irgendetwas besonderes an ihr entdecken könnte. Sie mögen ja im letzten Heimspiel in einer Aufholjagd gegen Wehen ein 3:3 herausgeholt haben, aber das schaffte ja praktische jeder in der Liga (bis letzten Samstag!), und selbst dann bleibt ein 3:3 gegen einen Tabellennachbarn daheim ja kein Wunschergebnis. Danach das 0:3 in Heidenheim, wo man, lange Zeit in Überzahl, gerade mal zu einer nennenswerten Torchance kam.

Nein, hier ist der Fall klar: Trainer Sven Köhler wird der Truppe die Flausen austreiben können, da er sie erkannt hat, sie werden mit einer vollwertigen Einstellung an den Start gehen — und ungeschlagen aus Saarbrücken heimkehren. X oder 2, mit 7 aus 10 (da Halle lange Zeit ziemlich schwach war).

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Stuttgarter Kickers – SV Darmstadt 98  (Entfernung : 178 km)

Den Effekt von Trainerentlassungen schätzt man gar nicht (und glaubt prinzipiell nicht an diese Maßnahme). Zumal gerade die Stuttgarter Kickers im letzten Spiel mit einer sehr guten ersten Hälfte in Chemnitz aufwarteten, der nur aufgrund der Launen der Glücksgöttin keinen Lohn einbrachten. Nach so einer Leistung einen Trainer entlassen? Das ist Irrsinn, zumal man gerade mit Sportdirektor Guido (dem Diego von 1990) Buchwald über einen Sportdirektor verfügt, dem man ein wenig Fußballverstand zugebilligt hätte. Andererseits war man ja an dieser Stelle hier persönlich gegenüber Dirk Schuster skeptisch, als er nämlich nach einem Unentschiedenen Spiel lautstark die Mannschaft in Zweifel zog. Da waren seine Ansprüche bereits zu hoch, da der Aufsteiger gut gestartet war (man schaue später auf die Serien von Niederlagen), aber überhaupt die Maßnahme alles andere als geschätzt (Spieler kritisieren, und das öffentlich?).

Darmstadt aber ist nun endlich da angekommen, wo man sie mit den hier ausgesprochenen Einschätzungen hinsortierte: ganz unten. Hier hieß es oft nur „ganz schwach“, aber da gibt es ja eine gewisse Entsprechung. Wie könnte man die nun nehmen wollen, wenn schon unter keinen Umständen die Kickers, jene aus Stuttgart? Na ja, zunächst einmal begänne das Spiel ja mit einem günstigen Ergebnis (nämlich bei 0:0, falls man X und 2 nimmt), und dieses müsste erst einmal aus der Balance gebracht werden. Traut man das der Heimelf zu? Nja, mit Einschränkungen, denn gerade die Trainerentlassung verlockt einen, dagegen zu halten. Was soll das bloß? Man meint, das Glück erzwingen zu können, welches ein Vorgänger nicht hatte? Barer Unsinn.

Nun gut, also, nur um überhaupt etwas zu sagen (und sich zugleich an den eigenen Kopf fassend): ja, Darmstadt kann hier was mitnehmen. So schlecht sahen sie nicht aus beim 0:1 gegen Erfurt, das sieht man schon an den gegnerischen Jubelszenen nach Spielschluss (merke: der Jubel ist immer so groß, wie das empfundene Glücksgefühl, und dieses Glück ist sehr verwandt mit dem spielerischen; man hat Glück gehabt? Man ist glücklich. So einfach geht das). Also, hinter vorgehaltener Hand: X oder 2. (mit maximal 2/10)

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