Vorschau 3. Bundesliga, 18. Spieltag

1.FC Heidenheim – 1.FC Saarbrücken    (Entfernung : 341 km)

Nun ja, es gibt die doch recht klare Tendenz, nur muss man sie sehr
vorsichtig herleiten und im Anschluss auch nur (finanziell und
überzeugungsmäßig) vorsichtig stützen. Also: Heidenheim hat aus den letzten
vier Partien nur einen einzigen Punkt geholt. Das kann ja niemals eine gute
Werbung für sie sein. Zudem hat man ihnen lange Zeit die Treue gehalten —
und wurde doch etliche Male (logisch, bei den Ergebnissen) enttäuscht. Wie
waren die vier Partien? Man schaue zunächst etwas genauer: natürlich ist ein
1:2 beim Tabellenvorletzten (Dortmund II) alles andere als überragend. Nur
haben sie diese Partie lange Zeit ziemlich fest im Griff gehabt, bis der
Gewaltschuss von Bittencourt, vom Torwart unglücklich an den eigenen Pfosten
abgewehrt und dem verwerteten Abpraller, die Partie drehte. Es sah gut aus,
ein entgleiten: höchst unerfreulich. Aber: schwer genug, eine Partie in der
Fremde zu bestimmen. Das 2:0 beim Unterlattenkopfball war (nicht nur da)
möglich, und hätte vielleicht schon „curtains“ bedeutet. Das 1:1 davor gegen
Aachen war gegen ein in dieser Partie absolut übermächtiges Aachen eher
schon ein Erfolg (wobei man natürlich nicht so vorgeführt werden möchte wie
in Hälfte 1). Andererseits: wer wüsste nicht, was, trotz aller Probleme, im
Aachener Kader für ein riesiges Potenzial steckt? Davor gab es ein 0:1 in
Bielefeld. Natürlich kann es nicht heißen „Erfolg“, aber bei einem weiteren
Spitzenteam knapp zu verlieren bedeutet auch nicht die Welt. Und davor noch
die Partie daheim gegen Osnabrück, die mit 1:3 in die Hosen ging. Nur: man
ging die Partie auf Augenhöhe an. Sobald man dies tut, hat der (für diese
Liga überragend starke; siehe Tabelle) Gegner die Räume, die er zum
Ausspielen seiner Klasse benötigt. So geschehen hier. Also: einmal hat man
doch recht unglücklich verloren gegen ein Leichtgewicht, und die drei
weiteren Partie gegen Spitzenteams (denn dazu gehört Aachen in dieser
Verfassung allemal) nicht gewonnen, nur eines Remis. Es steht ein bisschen
unter dem Motto: „in einer derart ausgeglichenen Liga kann es passieren.“
und nicht etwa „so schwach sind die“. Alle Partien hätte, sofern dieser
dämliche Schmetterling doch nach links abgebogen wäre, auch locker anders
ausgehen könne, wobei man gerne zugibt, dass es durchaus Auftritte gab, die
sich einen von Heidenheim distanzieren ließen. Noch immer aber heißt es: sie
gehören zur erweiterten Spitze der Liga. Und: noch stehe sie in der Tabelle
über der Mittellinie (auf 9) mit mehr Siegen als Niederlage, und noch ist
der Abstand längst nicht zu groß, um ihn überwinden zu können (7 Punkte auf
Rang 3).

Auf der anderen Seite steht Saarbrücken. Es mag ja sein, dass sie auch eine
gewisse Tradition haben und einige Jahre Erstligafußball gespielt haben (zum
Beispiel im Gründerjahr 1963/64). Nur sind sie davon herzlich weit entfernt,
auch, was die Publikumsunterstützung angeht. Der Schnitt mehr als mäßig für
einen Traditionsverein (und hier ist man geneigt, schon ein „Möchte-gern-“
voranzustellen). Auch mit den Leistungen können sie bestenfalls behaupten,
gerade einmal richtig eingestuft zu stehen mit Rang 12 und 4 Punkten weniger
als dem Gegner. Die Tordifferenz von -6 kommt der Sache aber am nächsten:
das ist nicht einmal Schnitt. Zuletzt gab es ein 3:3 gegen Wehen, aber
gerade gegen Wehen scheinen ja jeder Mannschaft die Tore zuzufallen, wenn
der Gegner sie eigentlich im Sack hat. So stand es 0:2 und 2:3 gegen sie und
sie konnten im Heimspiel gerade einmal ein Remis retten, was ja nicht der
Weisheit letzter Schluss sein kann. Allgemein hat man mit Saarbrücken gar
nichts zu tun, gegen Saarbrücken schon viel eher.

Also: Heidenheim wird endlich in die Erfolgsspur zurückkehren. Die
Ausrutscher sind vergessen, die Zuschauer halten eh ganz erstaunlich die
Treue, hier und heute ist die Gelegenheit, die Saison auf einen guten Weg zu
bringen. Das wird eine 1.

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Wacker Burghausen – SV Babelsberg 03   (Entfernung : 621 km)

Über Babelsberg hat man ja nun in letzter Zeit reichlich geschrieben und
selten war was Gutes dabei. Die Disziplin und Kompaktheit in der Abwehr, ja,
erfolgreiches Fußball verhindern, nach vorne beten, dass mal einer rein
fällt. Der Klassenerhalt wird noch immer ein ganz, ganz schwieriges
Unterfangen, so die feste Überzeugung, trotz zweier (weiterer) 1:0 Erfolge
in Serie, gegen Stuttgarter Kickers der Erfolg, der unfassbar glücklich war
(und bei dem man nicht etwa gute Defensive für unterbliebene Gegentreffer
verantwortlich machen kann), und in Unterhaching, profitierend von einer
frühen Roten Karte, ohne danach je das Spiel zu bestimmen oder überhaupt zu
Torchancen zu kommen. Also: dünn, dünner, Babelsberg.

Burghausen hat den erfolgreichen Tipp gekostet beim Heim-1:1 gegen
Osnabrück, hatte davor aber zwei Niederlagen, die die Mannschaft doch auf
das (erwartete) Normalmaß zurückstuften. Noch ist die Sieg-Niederlagen bei
8-7 positiv, so wie das Torverhältnis bei 23-22. Aber doch sieht man, dass
es weiter nach oben einfach nicht gehen wird.

Nein, es schmeckt nicht richtig. Burghausen wird ein Bollwerk anrennen und
es knacken können oder nicht. Wenige Tore, das ist klar, aber nicht
unbedingt der Heimsieg. Aber auch nicht Babelsberg nehmen, das auf keinen
Fall.

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Chemnitzer FC – Stuttgarter Kickers   (Entfernung : 442 km)

Diese Partie kann man getrost als „ideal“ bezeichnen. Chemnitz ist ein
schlafender Gigant, der sich in der Tabelle unter dem Mittelstrich
bescheiden platziert hat, sie gehören deutlich weiter nach vorne. Dies
dürfte dem Wettmarkt das in der Truppe steckende Potenzial sehr sauber,
vergleichbar dem Wolf im Schafspelz, wohlwollend verheimlichen. Das gewollte
Wohl bezieht sich hier auf die Aufbesserung der eigenen Börse. Stuttgarter
Kickers unter der Woche mit absolut keiner erbaulichen Leistung vor eigenem
Publikum beim 0:0 gegen Unterhaching, gut möglich, dass der Aufsteiger sich
schon sehr bald ernsthaft mit dem Thema „Abstieg“ auseinandersetzen muss,
insofern hier also alles klar:
Chemnitz fährt einen Dreier ein, Tipp 1 für Heimsieg.

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Hallescher FC – Borussia Dortmund II   (Entfernung : 370 km)

Fast ein ideales Spiel. Dortmund hat den Sieg geholt gegen Heidenheim, war
natürlich nicht so schlecht, aber doch war die Entstehung glücklich, wurde
man lange Zeit dominiert und hätte viel eher 0:2 zurückliegen sollen als die
Partie zu drehen. Erfolgserlebnis: ja. Überzeugt: nein. Halle dagegen hat ab
der zweiten Halbzeit gegen Bielefeld einfach gut gespielt. Dort haben sie
gezeigt, dass sie verstanden haben, wie es in dieser Liga zugeht.
Komplimente am Anfang, befreites Auftreten als Aufsteiger in den ersten
Partien, dann der Einbruch mit der riesigen Negativserie, bei der man allen
Grund hatte, an der Ligatauglichkeit zu zweifeln, aber nun drei sehr starke
Halbzeiten mit dem kraftvollen Antreiber und echten Leader Maik Wagefeld
(aus dem defensiven Mittelfeld, aber er geht ständig nach vorne), wobei der
Sieg in Aachen natürlich den Umständen entsprechend glücklich war, aber doch
die Leistung insgesamt sehr gut.

Die Fans werden strömen, wieder mit viel Zuversicht und Freude auf eine
weitere derart engagierte Leistung (dies die Erkenntnis oder das Ankommen in
der Liga: nur so geht es) blicken und Dortmund wird dem Ansturm auch
physisch nicht gewachsen sein. Das wird eine 1 mit der Überzeugungskraft von
etwa 8 von 10 Einheiten (falls man da beginnen dürfte, zu differenzieren,
auch quantitativ).

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Preußen Münster – SpVgg Unterhaching   (Entfernung : 685 km)

Unterhaching also am Dienstag mit einem verdienten Remis aus Stuttgart (0:0
bei den Kickers) zurück, wo man sogar ab und an mal am Siege schnupperte,
sich also spielerisch durchaus gewohnt stark präsentierte. Dennoch gelang
ja, wie schon im Heimspiel zuvor, kein Treffer.
Münster zieht seine Kreise, steht völlig verdient auf Rang 2, mit mehr als 2
Punkten pro Spiel (35/17), was eindeutig bedeutet: Aufstiegskurs. Natürlich
stehen da andere Teams bereit, wenn es mal nicht so laufen sollte und
überhaupt ist die Saison zwar nahe der Halbzeit, aber doch noch ziemlich
lang, dennoch dürfte Münster, auch aufgrund des sehr ausgeglichen stark
besetzten Kaders, bis zum Ende dabei sein — mit dem von Anfang an nicht
verhohlenen Tipp hier, dass sie es schaffen werden.
Unterhaching muss weiterhin auf die beiden Gesperrten verzichten, es steht
schon wieder eine weite Reise an, und trotz einer gewissen Abneigung, sich
gegen sie zu stellen, muss es in dieser Partie sein (in Münster hat man ja
auch eine verlässliche Kraft, die schon den einen oder anderen Tipp zum
Erfolge verhalf). Hier gewinnt Münster, sie sind einfach zu stark für
Unterhaching, Tipp 1 also.

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VfL Osnabrück – Arminia Bielefeld   (Entfernung : 54 km)

Da die Derbies in letzter Zeit absolut keinen Erfolg gebracht haben (vor
allem die These nicht, dass die Derbytendenz ein Plus für das nominelle
Gästeteam ist), möchte man sich, wenn überhaupt irgendwie, dann nur sehr
vorsichtig verwickeln in diese Partie. Da es aber wohl doch geschehen soll,
kann es nur erneut auf die Auswärtsmannschaft sein. Osnabrück hat nicht
vollends überzeugen können in Burghausen (beim 1:1), und selbst wenn es zu
Hause eine ganz andere Partie werden dürfte, so ist doch auch der Gegner ein
völlig anderer mit der Tendenz ganz klar zu einem Spitzenteam (wie Rang 3,
aber auch die Summe der Auftritte zeigen). Bielefeld hat zwar zuletzt auch
nur zwei Mal Remis gespielt, aber die eine Partie war gegen eine der immer
unangenehm zu spielenden Zweitvertretungen — hier die vom VfB –, weil sie
einfach spielen, wie sie wollen, es irgendwie können, aber doch noch andere
Mängel haben, deren einer darin besteht, dass sie gar nicht aufsteigen
können. Davor stand jene Partie in Halle, in der die Heimelf die ganze
Kampfkraft dagegen legte, und somit das Remis nicht einmal als Misserfolg zu
gelten hat (auswärts in der Liga sowieso kaum, falls es nicht die
Extrabestrafung mit dem halben Punktverlust durch die Regeln gäbe…). Davor
standen aber zwei Siege, so dass man es eher „Erfolgsserie“ nennen müsste
(jeweils 1:0, aber immerhin gegen die beiden eigentlich guten Teams von
Heidenheim und Wehen). Das heißt: Bielefeld wirklich alles andere als
schlecht.

Man führt hier nicht die zugute kommende Derbytendenz an, orakelt aber
dennoch, dass Bielefeld die Partie nicht verlieren wird. X oder 2.

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Hansa Rostock – Karlsruher SC   (Entfernung : 803 km)

Auch diese Partie darf man getrost als „ideal“ bezeichnen (was dann in der
Konsequenz eine 10/10 bedeuten könnte, in Einheiten ausgedrückt). Rostock
steht über Wert da, es findet sich kein Grund, dieses prinzipiell getroffene
Urteil erneut in Frage zu stellen. NUN steht sogar eine 1:2 Niederlage, in
der sie der Gegner wirklich „hergespielt hat“ (wie es Bastian Schweinsteiger
einst urbayerisch ausdrückte) Im Rückblick, die von der Knappheit des
Ergebnisses sogar noch suggeriert, dass man dicht dran war, was mitzunehmen.
So sehr man hier eingesteht, dass diese Niederlage noch viel mehr der
überragenden Leistung der Offenbacher zuzuschreiben ist (man erinnere sich
an Herberger, immer mal wieder gerne: „Man spielt so gut, wie es der Gegner
zulässt.“), so war sie doch auf keinen Fall geeignet, Werbung für Rostock zu
machen. Davor gab es ein eher farbloses 2:0 gegen die gar nicht hoch
geschätzten Saarbrücker, beinahe ohne eigene Torchancen, und davor zwar drei
Spiele ohne Gegentor, aber auch mit nur zwei erzielten Treffern.

Der KSC auf der anderen Seite mit einer Partie, die ganz sicher die
Trendwende einläuten kann, falls es nicht schon in den Partien zuvor
geschehen wäre. Hier war es wirklich überragend und das 2:0 gegen Darmstadt
ein völlig verdienter, aber lange nicht ausreichender Lohn für das
Dauerbombardement des gegnerischen Tores. Sicher, ja, Darmstadt schwach,
aber doch richtet sich das Auge viel mehr auf die Klasse, die der KSC an den
Tag legte. Calhanoglu eh der herausragende Spieler der gesamten Liga (so
weit wagt man, sich aus dem Fenster zu lehnen), mit seinen 18 Jahren
natürlich noch lange nicht im Zenit, im Gegenteil, aber gerade dadurch fast
noch gefährlicher, weil er nämlich täglich und noch dazu viel lernt. Hier
war es auch der Spieler des Monats Philipp Klingmann

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VfB Stuttgart II – Alemannia Aachen   (Entfernung : 417 km)

Partien gegen die Zweitvertretungen können ganz selten oder eigentlich nie
als „ideal“ bezeichnet werden. Hier kommen bedauerlicherweise die (völlig
unberechtigte) Sperre gegen den Spielmacher der Aachener, Albert Streit, und
die finanzielle Krisensituation der Aachener hinzu, die möglicherweise doch
nicht spurlos an den Spielern vorbei geht. Also: drei Minuspunkte, die aber
lediglich die Höhe der Wette beeinflussen sollten. Denn: kaum vorstellbar,
dass Aachen auch diese Partie verliert. Es steckt viel zu viel in der
Truppe, mit oder ohne Streit, und sie haben sich einfach stark präsentiert
in sehr vielen Spielen, nur einfach nicht den Lohn bekommen, den der
engagierte und besondere, jedenfalls nach Aachen passende Trainer van Eck
längst mal wieder verdient hätte. Über Stuttgart nicht mehr all zu viele
Worte bitte. Sie können eine ganze Menge, spielen frisch, fromm, fröhlich,
frei nach vorne, wollen sich präsentieren für die eigene Erste oder auch
einen Vertrag bei einer anderen, höherklassigen Mannschaft, wollen sich
nicht verletzen und haben keine Ambitionen, was ihre eigene Ligaplatzierung
angeht, da der Aufstieg ausgeschlossen ist (Regel bedingt). So muss man zwar
Respekt haben, aber sie können auch jederzeit eine Partie verlieren, ohne
Schaden zu nehmen.

Aachen holt etwas, mindestens X oder 2, eher die 2.

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SV Wehen/Wiesbaden – Kickers Offenbach   (Entfernung : 45 km)

Schon wenn man die Paarung liest, möchte man eigentlich unter keinen
Umständen etwas mit der Partie zu tun haben. Ein Blick auf die Entfernung
tut ihr Übriges: ein glasklares Pass, ohne überhaupt auf den Wettmarkt zu
schauen. Egal, was sich die Menschen da ausdenken, sie haben Recht. Wehen
soll leichter Favorit sein? Na, bitte schön, soll sein. Wehen in der letzen
Heimpartie so beeindruckend stark (beim 3:1 gegen Dortmund II), und danach
in Saarbrücken beim 3:3 ebenfalls mit 3 Treffern, aber auch die Kickers
wieder völlig genesen (nach der schrecklichen Derbypleite in Darmstadt) und
in einem richtigen Rausch beim (viel zu knappen) 2:1 gegen Rostock, nein,
man kann zwar eigentlich (auch aufgrund des Derbies, welches die Fans aus
Offenbach in Scharen anrücken lassen wird) die Partie nur als total
ausgeglichen empfinden, aber hat sich oft genug exakt mit derartigen Derbies
die Finger verbrannt, so dass an sich nur das Pass bleibt.

Da man sich hier nun sehr persönlich in die richtige Stimmung geschrieben
hat (man nennt das auch: sich in Trance versetzt) entstehen doch plötzlich
Visionen: Offenbach verliert nicht. Hmm, aber als Tipp? Nein, das kann man
Wehen nicht antun.

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SV Darmstadt 98 – Rot Weiß Erfurt   (Entfernung : 283 km)

Entsprechend der Partie zuvor, in welcher zwei Geliebte aufeinandertreffen
(und so das Pass nahe legen), treffen hier zwei Verachtete aufeinander.
Sicher, ja, man hat noch immer dieses berauschende 3:2 von Erfurt gegen
Chemnitz im Hinterkopf, mit dem überragenden Morabit, aber doch sieht man
wieder die vielen Enttäuschungen zuvor und sogar das alles andere als
überzeugende 1:1 (in der 95. erzielt) gegen das bald noch mehr verachtete
Babelsberg, so dass es ausgesprochen schwer fiele, sich hinter diese
Mannschaft zu stellen.
Auf der anderen Seite hat Darmstadt gerade im letzten Spiel (zur hiesigen
Verbitterung, da gegen die Vorhersage) zu Hause das einzige Mal überhaupt
überzeugen können, als man im Derby gegen Offenbach tatsächlich beim 1:0 in
der Vorhand war, aber doch war schon früh die Erkenntnis gewonnen (und
schreibenderweise dokumentiert), dass Darmstadt einen ziemlich lange Weg zum
Klassenerhalt haben dürfte — falls er überhaupt gelingt. Die
Tabellenposition verheißt, dass man damit richtig lag. Bei Erfurt dagegen
erkennt man schon das Potenzial, wobei auch dieses ja erst- (und beinahe
ein-)malig gegen Chemnitz — auch dies in einem Derby — abgerufen und auf
den Platz gebracht wurde. Danach schon wieder Tristesse, wobei ein solcher
Auftritt gegen die Fußballverhinderungskünstler aus Babelsberg vielleicht
nicht den höchsten Stellenwert haben sollte.

Auch in dieser Partie hat man beim Eintippen die Gedanken in die eine
Richtung dirigieren können (ohne natürlich zum gleichen Zeitpunkt zu wissen,
ob es sich als „sinnvoll“ entpuppt): Erfurt verliert nicht, aber, in
Einheiten übersetzt, mit maximal 2/10.

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