Rückblick Heute für Morgen 1. Liga Österreich, 16. Spieltag

Zusammenfassung: der einzige Tipp, der klar und vernehmlich ausgesprochen wurde, ist eingetroffen (Hartberg verliert nicht). Da kann es ja auf keinen Fall als schlecht angesehen werden in der Summe. Die Positionierung gegen Altach war nicht so ernst zu nehmen, da man von Altach dauerhaft den Aufstieg (in höhere Regionen) erwartet und hier angekündigt hat, zudem war es ja nun einmal ein krasser Außenseitertipp, von welchen man nicht so viele richtig haben muss um trotzdem vorne zu liegen.
Richtig kritisch hingegen ist die Einschätzung von Kapfenberg. Bei Grödig gegen St.Pölten lag man wieder gut, so dass insgesamt einfach alles ok ist.
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SC Rheindorf Altach – First Vienna   3:0 (1:0)

Zuschauer:  1.920  (Schnitt bisher:  3.200; -6.5% gegenüber Vorjahr)
Wer möchte, kann, aufgrund des eigentlich positiven Auftritts der Vienna und des eigentlich nicht so guten Altach Spiels vielleicht eine krasse Außenseiterwette wagen, mit X oder 2. Ansonsten bleibt nur das Pass.

Zunächst so viel vorweg: der (eigentlich sehr verhaltene) Tipp kam vor allem dadurch zustande, dass die Vienna bei ihren Standards zuletzt für allergrößte Gefahr sorgten. Verantwortlich dafür: Andreas Dober. Der spielte nicht mit in dieser Partie. Diese Art von „Versäumnis“ allerdings durchaus auch dem Autoren anzulasten. Schlüsselspieler Ausfälle sind schon wichtig, um auf sie hinzuweisen.
Die Führung allerdings „erst“ nach 37 Minuten (nicht vergessen: man spricht hier von einem klaren Favoriten), durch einen Standard in Form eines (berechtigten) Elfmeters. Nach der Pause sogar die Gäste mit zwei guten Chancen, so dass der Ausgleich möglich war, aber er wäre nicht verdient gewesen, weil nach vorne ansonsten gar nichts kam. Nach diesem kurzen (Stroh-)Feuer übernahmen die Gäste das Spielgeschehen auch wieder. Das (längst fällige) 2:0 fiel allerdings wieder zumindest kontrovers. In dem Angriff nämlich hatte der Ball vermutlich einmal die Seitenauslinie mit vollem Umfang überquert. Louis Mahop machte endlich sein Tor. Die Partie danach entschieden, selbstverständlich, und das 3:0 eher Formsache.
Konsequenzen? Altach kann natürlich, sie können mehr als die meisten der Konkurrenten. Die schwächere Leistung letzt Woche lag wohl ein wenig an der davor so guten Pokalleistung gegen Rapid, die man in die Verlängerung zwang. Der Lauf kann jederzeit beginnen und sogar auf Platz 2 enden. First Vienna ohne Kober? Zum Vergessen. Mit ihm? Dann braucht man Standards, die man auch nur bekommt, wenn man vorne ist. Also doch ziemlich dünn, die Truppe.
Die Zuschauerzahl ziemlich dürftig. Die Ergebnisse stimmen nicht, das Wetter wird schlechter und der Gegner nicht attraktiv, aber dennoch. Kein gutes Zeugnis für Altach, aber möglich, dass in Zukunft wieder mehr Leute angelockt werden.
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Austria Lustenau – Blau Weiß Linz    2:1 (1:0)

Zuschauer: 3.600   (Schnitt bisher:  4.633;  +18.2% gegenüber Vorjahr)

Nicht einmal eine Neigung gibt es, natürlich die Marktreaktionen einbeziehend (der die Klarheit der Angelegenheit wohl in etwa richtig sehen dürfte).

Das Spiel so knapp wie das Ergebnis. Von einer glasklaren Überlegenheit kann keine Rede sein. Sicher war Austria überlegen, von den Spielanteilen, sicher war deutlich zu spüren, wer hier Favorit ist. Aber die Chancen waren beinahe gerecht verteilt. Allerdings wurde A. Lustenau mal wieder ein glasklarer Elfer verweigert — der Schiri steht direkt daneben, das Bein fährt aus, der Ball ist weg, der Stürmer wird getroffen und fällt, unausweichlich; die Entscheidung? Weiter spielen –, so dass es schon früher hätte 2:0 stehen können.
Dies fiel dann trotzdem, aber danach BW Linz mit dem Mute der Verzweiflung, warf alles nach vorne, kam zu Chancen, traf (selbst wenn nur per Eigentor; der Ball wäre auch sonst drin gewesen, da hinter dem Abwehrspieler ein weiterer Angreifer lauerte) und hatte kurz vor Schluss die Riesenchance zum Ausgleich.
Austria Lustenau mit viel mehr Mühe als erwartet. BW Linz stark, und der Favorit durch die zwei Niederlagen doch mehr verunsichert als es erscheinen sollte? Natürlich ist nun wieder der Sieg gerettet, also könnte man darauf wieder aufbauen. Überzeugen konnten sie nicht, auch wenn es immer mal wieder sehr gut aussieht im Spiel nach vorne.
Die Zuschauerzahl Jahreszeit, Gegner und Saisonverlauf entsprechend.
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SV Grödig – SKN St.Pölten   3:4 (0:2)

Zuschauer:  2.000  (Schnitt bisher:  710;  -8.7% gegenüber Vorjahr; Anmerkung: die Durchschnittszahlen sind der webseite bundesliga.at entnommen; da scheint nicht immer alles zu stimmen: Grödig zuletzt mit besserem Besuch, aber der Schnitt steigt nicht an; Aktualisierungsprobleme? Jedenfalls wird man dann die Zahlen aber der nächsten Saison selbst erfassen und mitführen)
Wenn also ginge die Neigung minimal Richtung Auswärtsmannschaft, mit X oder 2, sofern Segovia wieder dabei ist.

Eine ziemlich klare Angelegenheit. Segovia nicht dabei, St.Pölten trotzdem von Anfang an gut drauf. So gingen sie schon nach 35 Sekunden in Führung, als tatsächlich die Grödiger noch nicht auf dem Platz waren. Überfallartiger Beginn, gleich ein Ballgewinn, ein Torschuss aus 35 Metern, man möchte cool reagieren, schiebt dem Ball zum Torwart zurück, dieser möchte ihn betont lässig behaupten, als er merkt, dass es nicht ganz so cool geht, schlägt er ihn, trifft den Gegenspieler, von dort ins Tor. 0:1. Danach tat sich die Heimelf schwer, zumal das 0:2 folgte, mit der typischen Variante, Eckball, Kopfball, Tor (durch den Oldie, mit 30 Jahren, Rödl). Danach eher Verwaltung des Vorsprungs und Lauern auf Konter, wobei die Angriffe der Heimelf nicht für ernste Gefahr sorgen. Ein Konter wird genutzt zum 0:3 in Minute 60, der nächste, durch einen verunglückten Schuss, der aber ins Tor abgefälscht wird, zum 0:4 in der 82. Alles entschieden? Alles entschieden. Das 1:4 nur Kosmetik. Wirklich? Das 2:4 durch einen soften Elfer in der 89., den die Schiedsrichter in so einer (aussichtslosen) Lage ganz gerne verhängen, um ihr Gewissen zu beruhigen („Wieso, ich geb doch Elfer? Schau dir den mal an!“), das 2:4. In der Nachspielzeit gar das 3:4 gegen weiterhin nur auf den Schlusspfiff wartende Gäste. Spannung kam aber nicht wirklich auf, es gab nur viele Tore.
Stefan Lexa wurde vermisst, der die ganze Saison eigentlich mit sehr guten Leistungen aufwartete, 35 Jahre hin oder her. Als er eingewechselt wurde, kam doch Schwung auf bei Grödig. Also sollte man auf die Aufstellung achten. Aber: müsste das nicht der Trainer tun?
Die Zuschauerzahl sehr ordentlich. Klar, ein Spitzenteam zu Gast, im Kampf um einen ebensolchen Platz, aber doch sind 2.000 unerwartet viel, zumal die 252 km nicht direkt nach „da fahren wir hin“ schreien. Der Schnitt kann nicht stimmen, muss längst bei etwa 1.000 liegen.
Ach ja, eben nachgeschaut: der Schnitt errechnet auf der Seite bunbdesliga.at errechnet sich auch aus 6 Partien, dabei sind 8 gespielt. Da zuletzt 1.700 kamen und nun (etwa) 2.000 ergibt sich: 710 * 6 = 4.260, 4.260 + 1.700 + 2.000 =7.960; 7.960 : 8 = ca. 1.000. Der stimmt also, bei genauerem Hinsehen. Nicht viel, aber steigend. Demnach ist auch der Verlust irre führend. 710 + 710 *0.087 = 710 + 62 = 772; 1.000 – 772 = 228; 1.000 : 772 =  1.296; demnach gab es einen Anstieg von 29.6% und dieser ist angesichts der guten Platzierung nachvollziehbar.
Rödl und Ambichl mit der 5. Gelben Karte auf Seiten von St.Pölten! Wichtig!
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SV Kapfenberg – FC Lustenau   2:4 (2:1)

Zuschauer: 500   (Schnitt bisher:  904;  -62.8% gegenüber Vorjahr; vorher in der Bundesliga)
Ein sehr, sehr vorsichtig ausgesprochener Tipp, aber doch einer auf die Heimmannschaft. Eine 1.
 
Kapfenberg mit einem absolut dürftigen Auftritt vor einer noch dürftigeren Kulisse. Kurios dabei, dass das Schirigespann es ausgesprochen gut mit ihnen meinte (so gut, dass man beinahe einen Verdacht haben könnte…). Nicht nur, weil sie ihnen zwei Elfmeter zusprachen — was, wie ihr erwähnt, ausgesprochen selten ist, zumal, wenn man berücksichtigt, dass sie den Gegner nicht einmal einschnürten — , sondern weil sie, im Verein, den zweiten wiederholen ließen, obwohl die Regelwidrigkeit in viel geringerem Maße als sonst stattfand. Hier wurde behauptet: der Torhüter hätte die Linie zu früh verlassen. Dies geschieht allerdings IMMER, hier nur viel weniger auffällig als sonst (längst wird hier plädiert für die so genannten „Penaltys“, wie üblich kommt auch alles Gute im Sport aus den Vereinigten Staaten; ein Stürmer läuft aus 35 Metern alleine auf den Torwart und muss innerhalb von 6 Sekunden abschließen. Mehr Vielfalt, mehr spannenden, interessante Ausführungen, bessere Chancen für den Keeper; gerecht und gut; die hier übliche Regel, darf sich nicht von der Linie bewegen, ist nur ein hilfloser Versuch, eine schlechte Regel zu retten. Denn: so hätte man fast gar keine Chance, wenn man es nicht täte, und dabei ist der Stürmer eh schon klar im Vorteil; allerdings kann man es auch nicht freigeben; Fazit: so geht es nicht, ist es NICHT gut). Also: die Wiederholung war absolut berechtigt, nach den (schlechten) Regeln. Nur müsste eigentlich JEDER Elfer wiederholt werden (hat doch ein Afrikaner mal gemacht; 11 Mal, oder?). Dabei war die Verhängung in beiden Fällen auch berechtigt, aber nur gemessen an der Fragestellung „Foul oder nicht Foul“, nicht aber an jener üblicher Regelauslegung (sprich: hier war großes Wohlwollen vonnöten oder genau die beiden Refs hatten die Texte hier gelesen ODER eben sich eigens finanziell engagiert in dieser Partie; nein, das sagt man doch nicht, na so was…).
Also: Kapfenberg mit viel gütiger Hilfe (aber absolut den Regeln entsprechend) zur Pause mit einer Führung. In Hälfte 2 noch weniger von Kapfenberg. Die Plakate waren auch schon ausgerollt („von Heesen raus — oder ab ins Unterhaus“). Nein, das war nichts, alles in allem, und der FC Lustenau drehte die Partie verdient.
 

Die Zuschauerzahl ein Witz und sie bedeutet, dass die Anhänger ihre Mannschaft, im Gegensatz zum Autoren vor der Partie, ihr Team schon aufgegeben haben. Folge der Niederlage: Thomas von Heesen ist nicht mehr Trainer. Da er zum Sportchef wurde, nennt man es aber wohl nicht „gefeuert“.
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SV Horn – TSV Hartberg   0:0

Zuschauer:  1.050  (Schnitt bisher:  1.864; vorher Regionalliga)
Insofern hier einzig eine klare Positionierung möglich. Hartberg wird die Partie nicht verlieren. X oder 2.

Der Tipp ging auf, also erst einmal Sonnenschein. Das Ergebnis war auch verdient, selbst wenn Horn auf alle Chancen bezogen etwas näher dran war.
Jedenfalls war es kein 0:0 Spiel, vor allem kein „typisches“, da es nämlich auf beiden Seiten Chancen gab. Wie gesagt, von Größe und Anzahl her Horn etwas vorne, aber bei der besten Hartberger wurde der Angreifer nach wunderschönem und perfektem Spielzug mit abschließendem Doppelpass fällig zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen. Gibt einem nur insofern zu denken (wie allerdings schon häufig an dieser Stelle angemerkt): wie soll man eigentlich richtig schön und schnell eine Chance herausspielen, falls, immer wenn es mal gelingt — und dazu ist Geschwindigkeit jedenfalls ein Faktor — der Linesman aufgeregt die Fahne hochreißt und, egal ob böswillig oder das Auge einfach nicht mitkommt, die Chance jedes Mal zunichte gemacht wird? Weil: eine Ausnahme war diese Szene keinesfalls. Die Strafe für den Mann an der Linie gewohnt milde: „Hat er falsch entschieden.“ Egal, weiter, nächste Szene. Nachdenken nicht angebracht, wie es scheint. Fußball kaputt, na und? Denn: es sind diese Szenen für die das Schauen lohnt. Aber nur, wenn man auch den Abschluss sehen darf, das Runde durchs Eckige das Geknüpfte ausbeult.
Der Tipp einfach gut, daran kein Zweifel. Aber: Juvhel Tsoumou durfte nicht einmal von Anfang an ran bei Hartberg. Ist er doch nicht der ganz große Hit?
Die Zuschauerzahl normal für Horn. Kein doller Gegner, kein dolles Wetter. Über 1.000 geht dafür.

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