Vorschau Österreich tipp 3 Bundesliga, 15. Spieltag

Admira/Wacker Wien – Sturm Graz  (Entfernung :  182 km)

Admira mit von Saisonbeginn an eigentlich tollem Fußball, der richtig Spaß machte, mit einer entsprechenden Ausbeute. Nun allerdings drei Niederlagen in Folge, wobei die letzten beiden halt gegen Austria in einem irren Krimi (etwas unglücklich mit 4:6) und in Salzburg gegen die Besten mit 0:5 teils klar, jedenfalls mit vielen Gegentoren, verloren gingen. Davor noch ein 1:2 bei Wiener Neustadt, was man auch schwerlich als gutes Ergebnis verkaufen kann. Die Frage also: kann man hier anknüpfen an die guten Leistungen von zuvor oder wirken die drei Niederlagen doch wie echte Dämpfer?
Anders herum bei Sturm: wochenlang kamen die schlummernden Qualitäten nicht zur Entfaltung, ja, hätte man als Fan gar Anlass, unzufrieden zu werden, nicht mehr daran zu glauben, dass sie überhaupt vorhanden sind. Und auf einem diese Explosion beim 2:1 gegen Rapid in der letzten Woche.

Nein, so wenig man an einzelne, den Sommer verheißende Schwalben glaubt: Sturm in dieser Form muss man alles zutrauen. Aber: gegen die Admira könnte man sich unmöglich stellen, hinter sie geht einfach nicht in dieser Paarung. Also bleibt nur das Pass.
Verlass dürfte aber darauf sein, dass es eine offensiv geführte Partie wird und beide hier oder da mal treffen. Heißt: over.
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Wacker Innsbruck – Austria Wien  (Entfernung :  476 km)

Allmählich muss einem ja die Erfolgsserie von Wacker Innsbruck unheimlich werden: drei Siege in der Liga, einer im Pokal (bei Sturm Graz!). Sollten sie doch in Wahrheit ein im Schafspelz lauernder Wolf sein? Tja, wer weiß… Nur konnten die Leistungen nicht so sehr überzeugen, wie es die Ergebnisse taten…
Auf die Austria hingegen ist absolut Verlass. Die Offensive ist in dieser Saison einfach „on fire“ und hinten hält man ziemlich gut dicht (vier Gegentore zwar bei der Admira, zuletzt auch eins beim 6:1 gegen Ried, aber dennoch nur 11 in 14 Spielen, das spricht deutlich für sie). Zwei Mal 6 Tore in Folge erzielt, na, wie könnte man da zweifeln?

So sehr einem bewusst ist, wie dünn das Eis sein müsste, auf das man sich begibt, es wird einfach für „tragend“ erklärt. Die Austria ist viel zu stark für die Innsbrucker, deren Siege meist aus der verteidigenden Position heraus und zugleich das Glück nicht unerheblich in Anspruch nehmend, erzielt wurden: eine klare 2. Punkt.

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SV Ried – SV Mattersburg  (Entfernung : 286  km)

Mattersburg hat zuletzt beim 1:1 gegen Wolfsberg jedenfalls beeindrucken können, nachdem man doch einige Zweifel zuvor angemeldet hatte. Vergleichbar sind sie in etwa mit einem FC Thun in der Schweiz. Ein wenig abseits vom großen Geschehen spielt man meist sehr engagiert und ordentlich und hat weder ganz oben noch ganz hinten etwas verloren.  Auch da passen die Ergebnisse in letzter Zeit nicht, obwohl die Leistungen meist ok sind.

Bei Ried hingegen kann man die klare Überlegenheit gegenüber Mattersburg eigentlich nicht erkennen. Ja, es sind drei Plätze (5 gegen 8), aber es sind nur 2 Punkte, die bei einem Auswärtssieg hier für Vertauschung der Positionen sorgen könnten (gut, hier sind es dazu 5 Tore PRO Ried, aber dennoch überwindbar). So, was macht Ried also so stark? Sicher nicht das 1:6 in Wien bei der Austria aus der letzten Woche. Davor stehen haufenweise Remisen und Niederlagen — vergleichbar der Bilanz des heutigen Gegners — und der eine Sieg mit 5:2 in Wolfsberg, wo jeder Schuss (aus unmöglichem Winkel) ein Treffer war. Einen Heimsieg gab es noch, beim 3:1 gegen das gefühlte (mittlerweile gar aktuelle) Schlusslicht Wiener Neustadt daheim, und auch dieser war hart umkämpft. Zu Hause gar steht eine eigentlich deprimierende Bilanz von 2–1–4. Auch die kurze Distanz trägt bei, der tolle (mit dem 1:1 nicht voll belohnte) Auftritt gegen Wolfsberg seitens Mattersburgs geben den endgültigen Ausschlag pro Gäste.

Hier wagt man zu prophezeien, dass Mattersburg die Partie nicht verlieren wird. X oder 2.

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SC Wiener Neustadt – Red Bull Salzburg  (Entfernung :  322 km)

Hier gibt es glücklicherweise so gut wie gar nichts zu diskutieren. Egal, wie gut die Wiener Neustädter auch je gewesen sein mögen oder wie unglücklich sie hier oder da verloren haben, das alles spielt in dieser Partie nicht die geringste Rolle. Gegen diesen übermächtigen Gegner in der aktuellen Verfassung gibt es einfach keine Chance. Tipp 2, glasklar, und zwar gerne auch im Handicap.

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Rapid Wien – Wolfsberger AC  (Entfernung : 254  km)

Rapid hat fast seit Saisonbeginn (dort stand zwar ein 4:0 gegen Innsbruck aber bei Ansicht der Bilder war man eher verwundert, dass dieser Sieg als so klar und deutlich angesehen wurde und von einem tollen Saisonauftakt geschwärmt wurde, von allen Seiten. Die Partie war nämlich eher so: nicht viel los und ein Schuss, ein Treffer, das galt aber für jeden, so das eigene Empfinden) nicht wirklich überzeugen können. Das einzig wirklich sehr gute Spiel verlor man auch noch mit 0:2 bei Metallist Charkiw in der Euroleague. Die Punktausbeute ist entsprechend moderat für ein Rapid, in der Euroleague ist das Out kaum noch abzuwenden, mit einem eher belastenden Donnerstags Auftritt bei Bayer Leverkusen (man wird sich bemühen, man wird aber wohl doch keine Chance haben und kommt mit vermindertem Selbstwertgefühl und schwereren Beinen zurück; diese Zeilen offensichtlich VOR der Partie abgefasst), und auch die Torausbeute ist mäßig mit 21 erzielten Toren in 14 Spielen. In der Liga gab es nur einen einzigen Sieg in vier Spielen, zwar ausgerechnet gegen Salzburg (der den Blick verklären könnte, wenn nicht den Spielern, dann dem Wettmarkt), aber doch aus einer klaren Außenseiterposition heraus mit mächtig Glückswind im Rücken, da Salzburg sie eigentlich im Hannapi, also auswärts, an die Wand spielte. Nichts also, was man entdecken könnte, was hier für Rapid sprechen könnte.

Wolfsberg steht absolut solide da, so, wie man es sich von ihnen erwarten konnte. Ab und an werden mal Punkte unglücklich gelassen, ab und an fährt man einen unerwarteten ein. Von Anfang an war ihnen die Ligatauglichkeit bescheinig worden, die spielerische Klasse ist absolut da, wenn es irgendwo Einschränkungen gibt, dann sind es jene in der Defensive, die man aber im Ligaalltag sogar, durch die zwangsläufigen Lerneffekte, allmählich sogar ablegen kann. 15 Punkte aus 13 Spielen, bei einer (dafür sehr guten) Differenz von -3 entsprechen dem Leistungsvermögen, ebenso wie der 7. Rand im aktuellen Klassement.

Der Tipp, als natürlich krasser Außenseitertipp, kann dementsprechend nur lauten: Wolfsberg nimmt etwas mit aus Wien. X oder 2, in einem vermutlich eher torarmen Spiel.

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