Vorschau Heute für Morgen 1. Liga Österreich, 15. Spieltag

Blau Weiß Linz – SV Horn (Entfernung : 140 km)

Aufgrund der letzten beiden Partien könnte man hier nur die Gäste nehmen. BW Linz holte zwar einen Punkt in Altach, war aber spielerisch so gut wie nicht anwesend, einfach schwach und wurde eigentlich überrannt — nur, dass der Gegner halt das Tore schießen vergaß. Es war Glück und nichts als Glück, wobei einem sehr wohl bewusst ist, dass man auf glückliche günstige Ergebnisse sehr wohl ab und an verdiente günstige folgen lassen kann, einfach, weil eine Blockade entfernt wurde, das Selbstvertrauen wieder aufgebaut. Nur sind die Anzeichen dafür noch zu gering, zumal ein Remis ja kein Sieg ist und der letzte Platz noch immer fest verankert ist, bei 3 Punkten Rückstand auf First Vienna (die man aber durchaus noch einholen dürfte).

Horn hingegen hat wirklich beeindruckt beim Sieg gegen St.Pölten und manchmal genügt dem Autoren ja schon ein einziger Spieler, auf welchen er die Hoffnungen setzt. Hier ist es der Brasilianer Clayton Mineiro, der für diese Einschätzung steht. Es wurde ja oft genug schon betont, dass die Horner sich sinnvoll verstärkt haben, aber dieser (späte) Neuzugang steht für echte Qualität und es wäre nicht verwunderlich, wenn er bereits auf dem Wunschzettel des einen oder anderen höherrangigen Clubs aufgetaucht ist, wobei natürlich einzelne Schwalben noch keinen Sommer machen. Die leichte Derbytendenz tut ihr übriges, zumindest müssen die Spieler nicht weit reisen, was, sofern per Bus verrichtet, auch schon mal für etwas schwerere Beine sorgen kann.

Alles klar also, die Tendenz geht zur 2, die Gäste kommen nicht als Außenseiter und haben sehr ordentliche Chancen auf einen Dreier. Tipp 2.

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First Vienna – SV Kapfenberg (Entfernung : 145 km)

Auch diese Partie nicht so schwer zu tippen. Die Anreise ist ähnlich kurz wie bei der vorherigen Partie, was sowohl für heimischere Gefühle sorgen kann, als auch für nicht müde Beine und ein bisschen Fanunterstützung dazu. First Vienna ist eh ausgemacht als die schwächste Truppe, und selbst wenn es beim 1:2 in Lustenau (beim FC) ab und an mal Ansätze gab — Andreas Dober wohl der beste Mann, dazu gibt es einen Ernst Doppel, beides allerdings Abwehrspieler — und die Partie insgesamt nicht so toll war, so kam man doch mit leeren Händen zurück, damit die Einschätzung bestätigend.

Kapfenberg hat natürlich insgesamt recht herbe enttäuscht bei der Pleite zu Hause gegen den TSV Hartberg. Dennoch gab es in Hälfte 1 Ansätze dieses brillanten Kombinationsfußballs zu sehen, der einen so eindeutig für sie stimmen ließ. Man möchte die Hoffnung auf Wiederkehr desselben keineswegs aufgeben und geht einfach mal davon aus, dass es sich im Auswärtsspiel etwas leichter umsetzen lässt, denn immerhin kamen ja die einzigen beiden Saisonsiege auswärts zustande, gerade in der letzten Partie in der Fremde beim überzeugenden, viel zu knappen 3:0 in Linz.

Tendenz ein weiteres Mal ganz klar: Kapfenberg macht es, ist die klar bessere Truppe, kommt als Favorit und kommt mit drei Punkten zurück. Tipp: die 2.

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TSV Hartberg – SV Grödig (Entfernung : 329 km)

Der TSV Hartberg nach der unglücklichen Niederlage in der Woche zuvor diesmal mit einem ebenso glücklichen Sieg, denn beide Treffer kamen glücklich zustande, und Kapfenberg nutzte die sehr gute Phase nicht zur Führung. Von „am Ende gleicht sich alles aus“ möchte man aber hier gar nichts wissen. Die Niederlagenserie wurde gestoppt, das ja, und extrem schlecht ist die Mannschaft auch nicht, aber von einer Trendwende zu sprechen wäre dennoch unsinnig. Diesmal hat man eben das Glück gehabt, was erforderlich ist, aber wohin das Pendel beim nächsten Mal schwingt, ist nicht abzusehen.

Grödig zwar der strahlende Sieger im Spitzenspiel gegen A. Lustenau, aber dennoch wurde ihnen, vom Empfinden her, spielerisch die Grenzen aufgezeigt. Sicher ist man insgesamt sehr kompakt, aber der Leader hat doch gezeigt, was Grödig von einem echte Aufstiegskandidaten trennt. Der Sieg ist aber eingefahren und schaden kann so etwas natürlich nicht zumal man ja nicht jede Woche auf einen derart starken Gegner trifft.

So ganz richtig kommt man hier nicht zum Zuge mit einem Tipp. Wenn es unbedingt sein muss, dann geht die Tendenz halt doch zur 2. Das Selbstvertrauen ist gestärkt und gegen alle anderen Mannschaften hat man ja gezeigt, dass man nicht nur mithalten kann sondern diese gar dominieren. Möglich also, dass es gegen Hartberg wieder eine der typischen Grödig Partien wird: hinten sicher und nach vorne ab und an mal eine gelungene Aktion. Leichter Hang zur 2 also.

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SKN St.Pölten – Austria Lustenau (Entfernung : 592 km)

Eine weitere leicht zu analysierende Partie: Austria Lustenau, die sicher zuvor schon kaum je überheblich waren, aber bei zu viel Vorsprung kann es dann doch früher oder später mal passieren, nur ist dieser ja durch die Niederlage in Grödig nicht gegeben. Die Leistung dort war exzellent, das Ergebnis nicht, insofern bieten sich derartige Partien — auch aufgrund der vorhersehbaren Marktreaktion — zum Wetten am besten an. Wobei natürlich hier dagegen spricht, dass auch der Gastgeber ein schlechtes Ergebnis hatte, nach einer nur phasenweise guten Leistung, beim 1:2 in Horn. Dafür sprechen tut aber eindeutig, dass sich der wertvollste Mann von St.Pölten, Daniel Segovia, verletzt hat (und hier nicht bekannt, ob er einsatzfähig wird, aber für den Fall des Ausfalls).

So oder so bleibt die Tendenz aber ganz klar: Austria Lustenau ist in der Beweispflicht, hat aber alle Anlagen, diese zu führen und keinen Grund, wegen nur eines schlechten Ergebnisses (begleitet von einer guten Leistung), an sich zu zweifeln. Nein, hier werden sie den Gegner dominieren können, es unbedingt darauf anlegen und kein zweites Auswärtsspiel bei einem Konkurrenten verlieren. Eher die 2 als das X, aber sicher keine 1, so lautet der Tipp.

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FC Lustenau – SC Rheindorf Altach (Entfernung : 10 km)

Ein ganz typisches Derby, über welches man nicht zu viele Worte verlieren möchte. Altach hat eine weitere sehr gut geführte Partie nicht gewinnen können, gibt aber das Vorhaben, die Nummer 1 in Vorarlberg zu sein (natürlich gibt es noch einen namhafteren und viel stärkeren Konkurrenten dort, aber dennoch strebt man das an…) längst nicht auf. Man liegt zwar gegenüber dem heutigen Gegner VIER Punkte zurück, die sich, selbst bei einem Sechspunktespiel nicht überbrücken lassen, aber es sind eben auch NUR vier, insofern muss man am besten hier und jetzt damit beginnen, sie abzubauen.

Altach sollte es machen, Tipp 2. Sie kommen als Favoriten, fühlen sich so und werden das auf dem Platz zeigen.

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