Vorschau Heute für Morgen 1. Liga Österreich, 14. Spieltag

SCR Altach – Blau-Weiß Linz (Entfernung: 504 km)

Hier ist die Angelegenheit sonnenklar: Altach wird sich mit einem Sieg auf den langen Weg zur Gesundung begeben, wobei der eingefangene Virus aber nur so lautet: Pech. Es waren so viele Spiele, in denen sie klar besser waren oder ganz dicht vor dem Sieg standen, die ihnen jedes Mal noch vor der Nase weggeschnappt wurden (von den vier Niederlagen zuletzt waren drei so : 1:2 bei First Vienna in letzter Minute bei drückender Überlegenheit; 1:2 gegen Leader A.Lustenau in letzter Minute, wo man sogar die bessere Mannschaft war und zuletzt 2:3 in St.Pölten, wo es noch übler war, da man die letzten BEIDEN Gegentore in der Nachspielzeit kassierte), so dass man immer weniger Gründe findet, an der sehr hohen Qualität im Kader zu zweifeln. Klar ist auch, dass nach und nach Verunsicherung um sich greift — normalerweise –, nur war davon bislang wenig zu spüren. Sicher wird man in den Schlussminuten, sollte man etwa nur mit einem Tor führen, die Horrorszenarien der letzten Wochen und Monate im Kopf haben, aber zugleich könnte es auch die Sinne schärfen mit einem „jetzt nur nicht nachlassen“.

Bei BW Linz sah man zwar oftmals gute Ansätze und setzt sie im Geiste noch lange nicht auf den letzten Platz in der Rangliste (dort gehört nur First Vienna hin), aber hier sind sie einfach nicht gut genug. Die letzten drei Niederlagen gab es alle ohne eigenen Treffer bei 0:8 Toren (Kapfenberg, FC Lustenau und sogar First Vienna, dort allerdings sehr unglücklich)

Tipp 1, Heimsieg, und sonst gar nichts. Für Mutige: den Handicap Sieg spielen, denn mit einem Tor Vorsprung werden sie sich garantiert nicht begnügen.

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SV Grödig – Austria Lustenau (Entfernung: 340 km)

Glücklicherweise MUSS man ja nicht jede Partie tippen, noch weniger sie wetten. Bedeutet aber nicht, dass man nicht doch ein paar Worte darüber erzählen könnte: ein Duell 1. gegen 2. Beide Mannschaften haben sich diese Tabellenpositionen redlich verdient, haben kaum je eine Schwäche gezeigt und das Topniveau durchgehend gehalten. Grödig hat mit am meisten beeindruckt, vor allem, da man sie nicht unbedingt für ganz vorne auf dem Zettel hatte, weiterhin war es die für diese Liga wirklich überragende Defensive und insgesamt Kompaktheit, die sich im Laufe der Saison noch gesteigert hat. Ganz kurios hingegen das Schattensein, dass diese Mannschaft führt, obwohl den riesigen Schatten Fast-Nachbar Red Bull Salzburg wirft (und es insofern vielleicht doch wieder verständlich wird). Jedenfalls geht keiner hin, ein Schnitt von unter 1.000 Zuschauern ist dieser teils überragenden Leistungen nicht würdig, ein Affront sozusagen, und lässt einen dementsprechend zweifeln, ob es (je) für den 1. Platz und damit einem Aufstieg reichen könnte.

Um die Auswärtsmannschaft zu nehmen — und nur dies könnte man erwägen — darf man dennoch anführen, dass der 1. Platz zwar sehr wohl verdient ist, dass aber dennoch die Leistungen nicht immer zu 100% den Ergebnissen entsprach. So war der Sieg bei Altach eher glücklich und auch der erstrittene Punkt in Kapfenberg, als Beispiele, kam nur glücklich zustande, so dass man lieber die Finger raushalten würde.

Tipp also für den, der dies nicht möchte: Tendenz hauchdünn zur 2.

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SV Horn – SKN St.Pölten (Entfernung: 67 km)

Man konnte Horn immer wieder bescheinigen, sehr vernünftig gewirtschaftet zu haben, als Aufsteiger, da man den Kader nur sinnvoll ergänzte und nicht etwa umwälzte. Dies spricht für eine realistische Einschätzung, aber auch dafür, dass keine gehobenen Ansprüche da sind und ebenfalls dafür, dass man die Leistungen der Kicker, die den Aufstieg erwirkt haben, zu schätzen weiß und ihnen Einsatzzeiten gewährt. So weit so gut, mit dieser Einstellung konnte man die gewohnte und bekannte Aufstiegseuphorie nutzen und gemäß der Eichhörnchentaktik, reichlich Zähler einfahren, die einen weit vom Abstieg fern halten. Dennoch verfliegt der Effekt im Laufe der Zeit etwas, da nämlich, unter anderem, die Konkurrenz auch bald mitbekommt, dass man alles mit Horn machen darf, nur nicht sie unterschätzen. So kommt es wie so häufig: die Ergebnisse lassen etwas nach. In den letzten vier Spielen gab es drei Niederlagen, diese jeweils mit 3 Treffern Differenz. Und selbst wenn es gegen hochwertige Gegnerschaft passierte, so ist es doch nicht unbedingt förderlich oder gar positiv auszulegen.

Bei St.Pölten hatte man immer wieder geringe Zweifel, aber doch konnte das Team vielfach überzeugen und den dritten Rang mit einiger Berechtigung erzielen. Selbst wenn der letzte Sieg gegen Altach mehr als glücklich zustande kam (mit den zwei Treffern in der Nachspielzeit), so hat der Auftritt insgesamt doch irgendwie beeindruckt und dass man auf der Verliererstraße war, war wohl noch mehr den Qualitäten des SCR Altach zuzuschreiben als eigener Mangelhaftigkeit. Vor allem überzeugt wieder und wieder der Toptorjäger (der gesamten Liga) Daniel Segovia. Im Schnitt hat er ein Tor pro Spiel erzielt und das ist eine Quote, die nicht nur überragend ist, sondern zugleich seine wahren Qualitäten widerspiegelt. Er spielt in etwa wie ein Ruud von Niestelrooy: lange Zeit nicht zu sehen, dann bekommt er den Ball und macht ihn rein. Selbst wenn es sich irgendwie langweilig anhört: wer hätte Zweifel an den Qualitäten eines van Niestelrooy? Man spart sich Kraft und Konzentration für die entscheidenden Momente auf (auch rein optisch gibt es eine gewisse Verwandtschaft der Beiden).

Lange Rede, kurzer Sinn: der Tipp kann nur lauten: Tipp 2, ein Auswärtssieg.

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Kapfenberger SV – TSV Hartberg (Entfernung: 80 km)

Das winzige Bisschen was dieser Partie an „optmial“ fehlt ist die kurze Distanz. Allerdings sollte man unter keinen Umständen erwarten, dass Hartberg viele Anhänger hat, geschweige denn, dass diese nun unbedingt den wenn auch nur kurzen Weg mitmachen. Dennoch bleibt ein wenig die Sorge der Derbytendenz, der den offensichtlichen Tipp minimal ins Wanken bringt.

Klar ist also, dass man hier nur die Heimmannschaft nehmen kann. Thomas von Heesen, der Trainer von Kapfenberg, hat alle aufkommenden Diskussionen absolut souverän abgewendet, sich nicht damit beschäftigt und einfach durch seine Auftritte und Analysen, sowie den besser und besser werdenden Auftritten seines Teams überzeugt. Nun ist es Zeit, einen kleinen Lauf zu starten, den man mit dem (noch immer viel zu knappen, aber doch sehr souveränen) 3:0 bei BW Linz auf den Weg brachte. Hier und heute wird man diesen Trend fortsetzen. Wie von Heesen übrigens sehr treffend analysierte, sind auch sie Opfer der Ungerechtigkeit der Dreipunkteregel geworden, da man zu Hause fünf davon hatte, wobei hier der Effekt noch viel größer wurde durch das Faktum, dass man vier von diesen Spielen in klarer Überlegenheit führte und eigentlich hätte gewinnen sollen (zum Beispiel auch gegen A. Lustenau).

Hartberg hingegen so ziemlich am unteren Ende der Leistungsskala angelangt. Natürlich war das kassierte 1:2 gegen den FC Lustenau extrem unglücklich, nicht nur, da es in der 89. geschah, sondern vor allem, weil man kurz vor dem entscheidenden Konter selbst die Dreifachchance auf den Siegtreffer hatte. Dennoch war die Leistung natürlich, also selbst wenn der Siegtreffer geglückt wäre, in der Summe alles andere als überragend. Und: nun hat man nicht einmal den einen Punkt, was insgesamt auf keinen Fall besonders positiv wirken kann. Also von einem „jetzt erst recht“ kann da bei Weitem nicht die Rede sein.

Klare Sache hier und vermutlich der beste Tipp: Kapfenberg gewinnt die Partie, eine 1, ohne Wenn und Aber.

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FC Lustenau – First Vienna (Entfernung: 634 km)

Auch diese Partie erfreulich für den Wettfreund: First Vienna kann man praktisch für alle erzielten Punkte und Siege ein „glücklich“ anheften (das 2:0 gegen Hartberg vor zwei Wochen war das einzige, welches vielleicht aus einer insgesamt ausgeglichenen Partie entstand, so dass dort der Glücksanteil doch gering war). Der FC Lustenau hingegen mit zumeist ganz ordentlichen Partien, welche auch angemessen oft belohnt werden. Es steht ein 4. Rang zu Buche, allerdings bei ausgeglichener Bilanz, mit 5 — 3 — 5, aber einem Torverhältnis von +1. Alles also sehr solide und den Fähigkeiten und gezeigten Leistungen entsprechend, selbst wenn man sehr wohl mit einem leichten Abrutschen in der Tabelle rechnen muss (Altach zieht sicher noch vorbei und auch Kapfenberg sollte es schaffen). Nur: in dieser Partie sind sie für den Gegner einfach zu stark, also muss das Abrutschen noch warten.

Tipp: 1.

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