Vorschau 3. Bundesliga, 15. Spieltag

Alemannia Aachen – SV Wehen/Wiesbaden (Entfernung : 244 km)

Von diesen beiden Mannschaften möchte man derzeit in der direkten Paarung natürlich keine haben, da man ja eigentlich beide gerne stützen würde. Beide am unteren Ende der Tabelle, aber keineswegs am unteren Ende der Rangliste. Natürlich überwiegen bei Wehen die enttäuschenden Leistungen, die einem schon Zweifel am Potenzial aufzwingen. Nur muss es einfach in der Truppe stecken und deutet sich auch immer wieder an. Das letzte 0:1 gegen Bielefeld war nicht nur sehr schmerzlich und zugleich so richtig verdient, nur lag es an diesem Tage zum Großteil am überragenden Auftritt der Bielefelder und nicht an eigener Schwäche. Die ganze Partie war gut, von beiden Seiten, mit dennoch klaren Vorteilen für Bielefeld. Wie erwähnt wird Janjic auch in der zweiten Partie nach seinem Comeback auch an Sicherheit gewinnen und vielleicht diese 10 Prozent mehr aufbringen können, die erforderlich sind, um aus einer der guten Chancen ein Tor zu machen, welches ihm zuletzt vergönnt blieb.

Aachen hat das Spiel verloren in Rostock, war aber sogar in Unterzahl im Auswärtsspiel bei einer (angeblichen)Spitzenmannschaft am Drücker. Nein, gegen die will man sich auch nicht stellen und hinter sie geht nicht, nicht bei dem Gegner.

Insofern ist diese Partie ein klares Pass.

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Arminia Bielefeld – 1.FC Heidenheim (Entfernung : 477 km)

Nach dem letzten überragenden Auftritt von Bielefeld bei zeitgleicher Niederlage des heutigen Gegners — mit 1:3 gegen Osnabrück im Spitzenspiel, doch aber vor heimischer Kulisse, was dann doch einfach nicht für sie sprechen kann — kann man in dieser Partie doch, selbst wenn es nur „schweren Herzens“ geschieht, da man damit dem sonst unterstützten Heidenheim den Rücken kehren muss, nur die 1 nehmen. Tipp: Bielefeld macht es, eine 1 für Heimsieg.

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Wacker Burghausen – VfB Stuttgart II (Entfernung : 332 km)

So sehr man lange Zeit für Burghausen argumentiert hat und diese auch die angekündigten Ergebnisse einfuhren: allmählich wird es ein bisschen zu viel mit den Siegen. Der 5. Platz ist zu hoch für sie, so stark ist die Mannschaft denn auch wieder nicht. Da man aber durch diese Erfolge nicht einfach gegen sie spielen würde, erst recht nicht so eine Wundertüte — wie fast jede Zweite aber diese noch mehr — wie den Nachwuchs des VfB Stuttgart, zuletzt mit einen 4:1 in Halle, wo man auch noch gegen sie war, so gibt es hier nur eine Option: das Pass. Tipp: raushalten.

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Borussia Dortmund II – Hansa Rostock (Entfernung : 520 km)

Wieder so ein Duell der Wundertüten. Dortmund II hat zuletzt mal wieder einen Sieg erzielt — mit 2:1 in Darmstadt, wo man auch noch gegen sie war und dies ausgerechnet mit dem überhaupt nicht geliebten Darmstadt –, dabei auch noch den für verletzt erklärten Rico Benatelli eingesetzt, der angeblich mit Bänderriss fehlen würde (dies mit ein Grund gegen sie zu sein, aber, apropos Wundertüte: da spielen sogar verletzte Keyplayer und machen noch Tore oder Torvorlagen), und so zwar einen Nachweis von Klasse oder erzielten Lerneffekten gebracht, jedoch zugleich dem Tipper hier Schmerzen bereitend. Zugleich hat Rostock mit einer wirklich sehr mäßigen eigenen Leistung Alemannia Aachen mehr als glücklich bezwungen — erneut das Tor des Tages durch den Spieler des Monats Smetana — und damit die Erfolgsserie unter Marc Fascher zwar ausgebaut, aber doch alles andere als einen überzeugt, nun wirklich zur Spitze zu gehören. So bleibt auch in dieser Partie nur das Pass, selbst wenn das Gefühl sagen würde, dass viel eher die Dortmunder auf ihren Erfolg aufbauen. Die Anlagen sind da, spielerisch schaut das sehr ansprechend aus, aber, nein, für einen Tipp reicht es nicht, vor allem, da er ja Richtung Wetttipp ginge, und den spricht man nicht aus.

Also: das Gefühl sagt eher, Dortmund holt etwas, aber es ist kein Tipp.

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Rot Weiß Erfurt – SV Babelsberg 03 (Entfernung : 280 km)

Auch dieses Aufeinandertreffen nicht wirklich geeignet, um die eigene Geldbörse aufzubessern. Beides ziemlich maximale Krisenclubs, was man bei Babelsberg eigentlich nicht erwartet hätte, aber durch eine Reihe von (für die Anhänger) kaum nachvollziehbaren Entscheidungen wurden Erwartungen geweckt, von denen man beinahe sicher vorhersagen konnte, dass sie sich nicht realisieren lassen. Nun bekommt man überall Gegenwind von den Fans. Dennoch hat die Mannschaft bei sehr gutem Besuch mit überwiegend Gästefans ein 0:0 gegen den KSC erstritten, was doch auf jeden Fall positiv ist.

Nicht viel besser sieht es aber bei Erfurt aus. Zuletzt gab es den berühmten Punkt für die Moral, als man in der Nachspielzeit in Unterhaching den Ausgleich schaffte, aber fraglich dennoch, ob sich auf so einem einzelnen Erfolgserlebnis eine Serie aufbauen lässt. Das Potenzial natürlich deutlich höher bei Erfurt, die Tabellenposition aber noch nicht einmal (17 Babelsberg, 19 Erfurt). Nein, man könnte sich auch hier nicht durchringen, zumal ein klein wenig doch immer „Derby“ draufsteht, wenn Mannschaften aus dem ehemaligen Osten aufeinander treffen.

Wenn ganz unbedingt genötigt, dann X/2, sonst und optimal, um schmerzfrei davon zu kommen, nur ein Pass.

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Karlsruher SC – Preußen Münster (Entfernung : 412 km)

Tja, also wenn man ganz ehrlich sein soll, dann kann man diese Partie doch nur als ausgeglichen empfinden? Münster hat längst den maximalen Nachweis so ziemlich maximaler Klasse — für diese Liga — geliefert und den Platz an der Sonne eingenommen. Der KSC ringt hingegen weiterhin um sein Form und irgendeinen Zusammenhang guter Ergebnisse. So kassierte man zwar in den letzten 4 Partien keinen einzigen Treffer, produzierte aber mit den beiden 0:0 gegen Unterhaching daheim und in Babelsberg alles andere als Wunschergebnisse. Sicher, ja, mit 4 Siegen gegenüber 3 Niederlagen ist man seit dem 2:0 am Mittwoch bei den Stuttgarter Kickers, dennoch steht man aufgrund der vielen Remisen noch immer auf einem Platz irgendwo im Nirgendwo (10., mit 19 Punkten aus 14 Spielen, also noch deutlich unterhalb der Bilanz von anderthalb Punkten pro Spiel, ab welcher man sich ernsthaft zur oberen Hälfte gehörig bezeichnen könnte).

Nein, also glänzen tut da wenig und golden ist noch weniger davon, selbst wenn man den Trend nicht nur minimal positiv nennen kann, sondern ihn zugleich prognostiziert hat. Der KSC wird sich schon noch weiter nach oben schleichen.

Andererseits steht da das überragende Münster. Sicher hat man zwei Mal geschwächelt in dem Sinne, nicht die volle Punktzahl mitgenommen zu haben, aber zum einen stand da das schwere Auswärtsspiel in Saarbrücken, in welchem man beim 0:0 dennoch gegen Ende nahe am Sieg war und dominierte, und zum anderen das 2:2 gegen die so lange ungeschlagenen Offenbacher Kickers, in welchem man ein 0:1 zur Führung drehte und gegen Ende doch noch das 2:2 kassierte, also richtig schlecht ist das nun wahrlich nicht. Davor gab es übrigens 7 Spiele gänzlich ohne Gegentor (vor den Offenbächer Gegentoren). Nein, diese Mannschaft gibt vorne und hinten und auch nicht auf der Bank (die nämlich so herrlich breit und gleichwertig besetzt ist) Anlass, an ihr zu zweifeln.

Tipp: Münster kommt hier nicht als Außenseiter, hat beste Chancen, auch diese Partie ungeschlagen zu überstehen, also X oder 2.

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Kickers Offenbach – FC Chemnitz (Entfernung : 400 km)

Was könnte man nun Offenbach ankreiden? Die 4 Niederlagen zum Auftakt waren extrem unwahrscheinlich und sind natürlich längst abgeschüttelt. Unwahrscheinlich, dass eine einzige Mannschaft ab Spieltag 4 besser abgeschnitten hat (Tatsache, ja, sie haben seitdem ihre 22 Punkte erzielt, aber auch Burghausen hat die gleiche Zahl, bei allerdings zwei Niederlagen in dem Zeitraum, und zugleich hat Offenbach das bessere Torverhältnis erzielt, mit +15 gegenüber +9). Da also im Geiste die ersten vier Spiele gestrichen sind: wer sagt, dass nicht vielleicht doch SIE die Besten sind? Gegner Chemnitz hat in der Zeit übrigens 15 Punkte erzielt und steht auch sonst hinter ihnen, auch in der realen Tabelle, mit einem Punkt und 5 Toren schlechter da.

So gut Chemnitz auch in den letzen Partien gefallen hat (beim 2:1 in Dortmund und dem folgenden 4:1 gegen Saarbrücken), hier ist die Lage zu eindeutig:

Tipp 1, Heimsieg, Offenbach macht das, vor sicher wieder sehr gutem Besuch und dem noch größeren Selbstvertrauen nach zuletzt zwei 3:0 Siegen.

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VfL Osnabrück – Hallescher FC (Entfernung : 359 km)

Bei Halle ist die Aufstiegseuphorie verfolgen und nach den letzten niederschmetternde Ergebnissen (nur 3 Punkte in 8 Spielen) geht die Fahrt rapide bergab. Die 11 erzielten Tore in 14 Spielen zeigen auch deutlich auf, wo der Schuh drückt. Zugleich hat die vormals als so stabil erachtete Defensive auch erhebliche Lücken aufgewiesen, so dass man daheim 4 Stück von den Stuttgarter Amateuren eingeschenkt bekam. Ein typisches Aufsteigerphänomen scheint ein weiteres Mal plastisch zu werden. AM Anfang fliegt man, teilweise von der Gegnerschaft unterschätzt und auch mit dem Erstaunen, dass es ja so schwer gar nicht ist hier, das geht so lange, bis die Gegner einen richtig ernst nehmen und man erstmals nachzudenken beginnt — zumeist nach einer Niederlage — wie man es eigentlich am Anfang gemacht hätte. Schon reiht sich Niederlage an Niederlage und außer dem Nachdenken folgen auch schon Diskussionen. Hier eine dieser Bauart: der Trainer bemängelte fehlende Kreativität und fordert neue Spieler. Zugleich zieht er damit die Qualitäten des eigenen Kaders in Zweifel, was den Auflaufenden sicher nicht hilft.

Ganz anders bei den Osnabrückern. Derzeit läuft es einfach und sie spielen gut. Das letzte 3:1 in Heidenheim hat gezeigt, dass in der Liga der Aufstieg nur über sie gehen kann (also am meisten demnach mit ihnen). Die spielerischen Möglichkeiten im Verein mit dem schon seit langem bekannt positiv fanatischen Publikum im Rücken wird hier den Ausschlag geben: Osnabrück macht es, das wird ein Heimsieg, Tipp 1.

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1.FC Saarbrücken – SV Darmstadt 98 (Entfernung : 171 km)

Wieder mal eine Paarung, bei der man eigentlich niemanden haben will. Saarbrücken dafür eigentlich zu blass in den Auftritten und mit Darmstadt kann man nun wirklich überhaupt nichts anfangen. Wenn man also gezwungen wird, nimmt man die 1, ansonsten legt man die Füße hoch. Gegen den Tipp auf den Heimsieg spricht zusätzlich noch die geringe Entfernung zum eigentlich ziemlich abgelegenen Saarbrücken. Nein, das wird nichts.

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Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching (Entfernung : 234 km)

Nun haben die Stuttgarter Kickers gar zwei Mal in Serie verloren und stehen mit 4 Siegen gegenüber 7 Niederlagen deutlich in der unteren Hälfte, zugleich da, wo man sie mit den Prognosen in etwa hin hievte. Das 1:2 gegen Burghausen war zwar nicht schlecht, aber am Ende eben doch eine Niederlage.

Völlig gegensätzlich bei Unterhaching. Ja, man hat drei Mal in Serie nicht gewinnen können, aber es stand ja auch die lange angekündigte Niederlage in der Partie zu Hause gegen Überflieger Offenbach an, danach das 0:0 beim KSC, was allemal als Erfolg gelten kann, und dann das 2:2 gegen Erfurt in der Schlussminute, wo man also die Tür zu den drei Punkten schon viel mehr als einen Fuß breit geöffnet hatte. Also: die Leistungen stimmen noch immer, auch wenn man ihnen einen allmählichen Rückzug von den Aufstiegsrängen vorhersagen würde. Nein, aber noch immer ist es Spaßfußball, bei weiterhin ordentlichem Ertrag.

Also: man kann hier eh nur die Auswärtsmannschaft nehmen, wohl wissend, dass das Fehlen von Ansprüchen irgendwann in einen Negativlauf umschlagen kann (er kann aber auch anhalten, so ist es nicht, gerade bei der jungen, unerschrockenen Truppe). Der Tipp bleibt: X oder 2.

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