Vorschau Heute für Morgen 1. Liga Österreich, 13. Spieltag

Austria Lustenau – SV Horn (Entfernung : 636 km)

Austria Lustenau hat also auch die sehr schwere Auswärtshürde in Altach übersprungen beim 2:1 Sieg, selbst wenn man den Erfolg insgesamt als „glücklich“ bezeichnen muss. Trotzdem haben sie natürlich vollwertig dagegen gehalten und ihre absolute Ausnahmestellung in der Liga (sei es auch nur für den Moment, der aber heutzutage mehr und mehr zählt, auch wirklich da das Selbstvertrauen aufgebaut wird und dies wirklich spürbar wird) untermauert. Bei 6 Punkten Vorsprung wird es allemal extrem schwer, sie noch vom Aufstieg abzubringen, auch wenn die Saison sicher noch lang ist bei zwei ausstehenden Dritteln. Nichts also, was man gegen die Lustenauer (Austria) vorbringen könnte.

Auch Horn hat sich natürlich jede Menge Respekt verdient als Aufsteiger, mit einem wirklich absolut soliden, gut verstärkten, ligatauglichen Kader, was Rang 4 sehr gut belegt, wobei die Bilanz von 5 — 2 — 5 eher für Durchschnitt spricht, zudem das Torverhältnis bei -3 sogar negativ ist. Zuletzt gab es eine 0:3 Schlappe im Heimspiel gegen Grödig, in welchem man nur in der Anfangsphase mithielt.

Nein, die Heimmannschaft ist einfach zu stark für diesen Gegner. Man bedenke, dass nicht nur 13 Punkte zwischen Rang 1 und 4 stehen, sondern, noch viel wichtiger und mehr Wert sind es 27 Tore (! +24 gegen -3). Die Zuschauer werden da sein, das ist keine Frage, und sie werden ihre Mannschaft, die vom Siegen noch lange nicht müde ist, geschweige denn die Zügel jetzt schleifen lassen könnte, zum Sieg jubeln, insofern eine klare Angelegenheit: Tipp 1, Heimsieg, und nichts sonst.

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Blau-Weiß Linz – Kapfenberger SV (Entfernung : 208 km)

Eine fast ideale Partie für den (risikofreudigen, aber auf Vorteil bedachten; ohne dies geht es eh nicht im Geschäft) Wettfreund. Es spielt Rang 10 gegen Rang 9, aber diese beiden Mannschaften trennt deutlich mehr als nur der eine Rang. Sicher kann man in Kapfenberg alles andere als zufrieden sein, als Absteiger, zugleich mit lauter werdenden Stimmen gegen Thomas von Heeren als Coach. Er bleibt aber ruhig und absolut souverän, analysiert die Lage sachlich und stellt doch immer wieder eine gute Mannschaft auf, die einfach nur keinen Lohn bekommt — welcher heutzutage Regel bedingt nur in Siegen besteht. Die 7 Remisen sind zwar viel, zu viel für eine bessere Position, nur haben sie in etlichen dieser Partien, gerade den letzten Beiden, jeweils nur sehr unglücklich, zudem gegen Spitzenmannschaften, den Sieg verpasst, bei jeweils einem 0:0 gegen St.Pölten und Austria Lustenau, zuvor dem 1:1 gegen Altach.

BW Linz hingegen hat die Kurve nicht bekommen. Sie haben das Heimspiel gegen First Vienna im Kampf um die Rote Laterne mit 0:1 verloren, selbst wenn gerade diese Niederlage extrem unglücklich zustande kam. Nur haben sie eben diesem guten, aber verlorenen Spiel, nicht etwa eine weitere, diesmal belohnte, gute Leistung gezeigt, sondern sind total eingebrochen beim 0:4 beim FC Lustenau, in einem Spiel, welches man sicher auf Augenhöhe hätte bestreiten wollen. Überhaupt stehen daheim auch fast nur Niederlagen da (nur ein einsames 2:2 gegen Hartberg aus dem Saisonauftaktspiel), so dass man dies schon allmählich eine sehr ernste „Heimschwäche“ nennen kann.

Kapfenberg hatte übrigens auch bei der letzten Niederlage, dem 0:2 in Horn vor zwei Spieltagen, absolut gleichwertig mitgehalten, und auch das Testspiel bei der Admira (ebenfalls eine Niederlage, ein 0:3 diesmal, aber mit vielen eigenen Chancen) dennoch gut bestritten, so dass man, völlig anders, als es die so genannten „Experten“ tun, ihnen keine Abschlussschwäche andichtet, sondern viel mehr es dem Pech zuschreibt, welches irgendwann — nämlich genau dann, wenn man so ruhig bleibt wie Thomas von Heesen — wieder in Glück umschlägt.

Hier ist der Tipp ganz klar: Kapfenberg macht es, eine 2, falls man mit etwas geringerem Verlustrisiko herangehen möchte — im Gewinnfalle aber auch weniger kassierend — so könnte man auch auf ein X/2 abweichen. 2 oder X/2, mit der Präferenz auf der glatten 2, so lautet der Tipp.

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SV Grödig – First Vienna (Entfernung : 311 km)

Auch diese Partie könnte kaum einfacher sein zum Tippen. First Vienna hat weiterhin praktisch alle seine Punkte mit einigem Glück erzielt — selbst wenn der letzte gegen Hartberg zumindest in einer ausgeglichen Partie erspielt wurde, während man sonst eigentlich immer schwächer war — und bleibt doch die schlechteste Mannschaft der Liga. Der SV Grödig hingegen zeigt immer mehr Merkmale, dass man tatsächlich auf den längst erzielten 2. Platz gehört. Vor St.Pölten dürften sie allemal gehören, bliebe nur noch Altach, um ihnen diesen streitig zu machen, und zumindest hat Altach nun schon einigen Rückstand und bekommt keine Konstanz in die Leistungen, was bei Grödig jedoch der Fall ist. Absolut solide, hinten stabil und nach vorne mit dem nötigen Spielwitz und Durchsetzungsvermögen — das Strickmuster für Spitzenteams.

Hier also eine ganz klare Angelegenheit: Grödig gewinnt die Partie und hier orakelt man gar, dass es mit mehr als einem Tor geschieht.
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TSV Hartberg – FC Lustenau (Entfernung : 666 km)

Nein, der TSV Hartberg hat zu sehr enttäuscht, dass man ihn noch einmal nehmen möchte. Der FC Lustenau kommt von dem glasklaren (das glas- steht dafür, dass es in dieser Partie Spielanteile, Torchancen und Ergebnis betrifft) 4:0 gegen BW Linz, während sich bei Hartberg nur noch Frust anhäuft, bei 3 Pleiten in Folge.

Andererseits: immerhin ist man im Sturm mit Parapatits („Paragoal“) und Juvhel Tsoumou (je, dem Juwel mit unter anderem Deutschen Pass), so dass man sich doch vorstellen könnte, dass diese beiden Raketen im nächsten Spiel mal wieder zünden, denn auch beim FC aus Lustenau waren die Leistungen über die Saison gesehen ziemlich schwankend.

Zuschauer dürften nicht zu viele da sein, was wiederum auch nicht für die Heimmannschaft spricht. Die Entfernung ist allerdings groß, so dass, bei Anreise mit dem Bus, die Beine ein wenig schwer werden könnten.

Tja, wenn also wirklich genötigt zu einer Aussage, dann könnte es nur die sein: Heimsieg (oder das normale: Pass).

Zusatzinfo (neue Nachricht): Auch bei Hartberg musste Trainer Andy Moriggl gehen. Natürlich, so muss man annehmen, war auch hier „Erfolglosigkeit“ der Grund, warum man Diskussionen begann (dabei war Hartberg letzte Saison Vorletzter und steht nun zumindest besser da; jedoch gab es zuletzt einige Pleiten, nach gutem Saisonstart). Dennoch wird als wichtigster Grund angegeben, dass Herr Moriggl einer anderen täglichen und geregelten Arbeit nachgeht und sich dies nicht vereinbaren lässt. Neuer Coach ein alter Haudegen: Paul Gludovatz. Er kommt von Tätigkeiten im Verband, wo er Nachwuchsmannschaften verschiedener Altersklassen betreute. n Viel Routine, Erfolge, Anerkennung, nur ist er eben auch schon 66 Jahre alt.

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SKN St.Pölten – SCR Altach (Entfernung : 584 km)

Altach wird die Saison garantiert längst noch nicht abhaken. Sicher hat mal nun schon lange genug auf die Konstanz gewartet, aber das Hauptproblem besteht wohl doch darin, dass man in einigen Partien das zu einem Frusterlebnis (genau wie umgekehrt für den Erfolg das Gegenteil benötigt wird) erforderliche Pech anhäufte. Vor allem die Heimpartie gegen A. Lustenau, ganz zuletzt, dafür Paradebeispiel und insofern mal wieder als solches angeführt, zwar mit Augenzwinkern, aber doch berechtigterweise: wenn du kein Glück hast, dann kommt auch noch Pech dazu. Hier bestand das „kein Glück“ daraus, dass man das Führungstor NICHT erzielt hat zum 2:1, das Pech, das hinzu kam, lag in dem kassierten 1:2 in der 89., wo man dann wirklich im wahren Wortsinne in die Knie geht.

St.Pölten hatte man zwar mal, vor allem mit dem bärenstarken Segovia, auserkoren als Nummer 2. Nur haben sie dafür eindeutig zu wenige Belege abgeliefert. Selbst wenn es die kleine Erfolgsserie gab — 5:1 bei First Vienna (wo in der Regel das Tore schießen leicht gemacht wird), dann das 2:1 gegen FC Lustenau, mit viel Mühe erzielt, danach das 0:0 in Kapfenberg, auch hier mit Glück, nein, Serie, ja, überzeugend: Nein!

Man könnte demnach nur Altach nehmen in der Partie, ist fast überzeugt davon, nur wird dies vermutlich der gegenüber früher so viel intelligenter gewordene Wettmarkt genau so sehen, demnach keinen angemessenen Lohn dafür ausloben. Ergebnis: so schön es wäre, die 2 (oder auch X/2) zu nehmen: man kann es nicht wetten. Tipp also, dass Altach nicht verliert, nur eben keine Wettempfehlung.

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